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			<title>Martins Blog - Beobachtungen</title>
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			<description>Verschiedenes vom LifeCoach. Beratung, Leben, Coach, Lifecoach, Hilfe, Entwicklung, Mediation, pers&#xf6;nliche Entwicklung, Pers&#xf6;nlichkeitsentwicklung, psychologische Beratung, Orientierung, Lebensberatung, Konflikte, Konfliktbew&#xe4;ltigung, Selbstfindung, Entscheidungshilfe, Strategiefindung, Angstbew&#xe4;ltigung, Vergangenheitsbew&#xe4;ltigung, pers&#xf6;nliche Aufarbeitung</description>
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			<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 23:40:47 +0200</pubDate>
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				<title>BP-Bashing ist ungerecht</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2010/6/7/BPBashing-ist-ungerecht</link>
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				BP schafft es kaum, der Erd&#xf6;lflut Herr zu werden. Es spielt eigentlich keine Rolle, wie unf&#xe4;hig oder nicht diese sind. Es l&#xe4;sst mich schon die Stirn runzeln, dass die eine Glocke runterliessen und sich keine Gedanken machten, ob der Druck der Quelle diese Glocke &#xfc;berhaupt installieren l&#xe4;sst. Das erinnert mich an die Szene in Armageddon, wo ein erhitzter Milit&#xe4;rkopf sich sagen lassen muss, dass es wohl volldoof sei, eine Atomrakete auf der Oberfl&#xe4;che des Kometen explodieren zu lassen, wenn man ihn zerst&#xf6;ren will. Da m&#xfc;sse man doch ein Loch bohren ... Im Film siegte die sofort einleuchtende Logik des Wissenschaflters gegen&#xfc;ber dem Milit&#xe4;r.

In diesem Sinne und wohl gute 10&apos;000 km weg vom Tatort erlaube ich mir, die im TV rapportierten Bereinigungstechniken von BP zu kommentieren. Sie scheinen unbeholfen zu sein. Ob&apos;s so generell stimmt, weiss ich nat&#xfc;rlich wie alle anderen wohl nicht. Aber motzen, das tun wir.

Dabei: BP reflektiert doch genau in ihrer m&#xf6;glichen Naivit&#xe4;t die gesamte Situation und Haltung rund ums Erd&#xf6;l: Seit Jahrzehnten wissen wir, dass Erd&#xf6;l ausgehen wird. Das alleine sollte ja schon reichen, um ebenfalls seit Jahrzehnten die Exitszenarien zu planen und vor allem, endlich ernsthaft voranzutreiben. Es ist doch jedem klar, dass die meiste Energie uns auf den Kopf scheint. Wir k&#xf6;nnen dank der Sonne kochen, Wasser destillieren, und Sauerstoff produzieren ... also, letzteres noch nicht wir, aber die Natur.  [More]
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				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 19:51:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2010/6/7/BPBashing-ist-ungerecht</guid>
				
				
			</item>
			
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				<title>(Wissenschaftliche) Ignoranz - die Geissel der Menschheit</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2010/4/24/Wissenschaftliche-Ignoranz--die-Geissel-der-Menschheit</link>
				<description>
				
				Letzthin habe ich einen interessanten Tv-Artikel zu sehen bekommen, in dem ein Wissenschafftler eine fast schon romantische Verkn&#xfc;pfung des Klimas auf der Erde mit dem Universum belegen konnte.

Der Klimawandel oder zumindest die Beeinflussung des Klimas wird landl&#xe4;ufig nur irdischen Faktoren zugestanden. Nat&#xfc;rlich spielt die Sonne noch mit, aber nicht wie erwartet.

Die Wolken auf der Erde sind nat&#xfc;rlich ebenfalls ein Klimafaktor, entstehen sie, strahlen sie eintreffendes Licht wieder ins All ab und behalten die W&#xe4;rme unten. Fehlen sie, strahlt auch die W&#xe4;rme am Boden schneller ins All ab. 

Die Meteorologen haben nat&#xfc;rlich Erkl&#xe4;rungen, wie Wolken entstehen. Diese gelten als stimmig. Niemand hinterfragte sie, wozu auch.

Der Forscher Nigel Calder fand jedoch heraus, dass die Wolkendichte spannenderweise mit den Sonnenflecken korrelierte. Ist die Sonne eher ruhig, hat also weniger Sonnenflecke, dann gibt es mehr Wolken auf der Erde. Ist sie aktiv, strahlt also mit einem starken Teilchenstrom auf uns nieder, so gab es weniger Wolken.  [More]
				</description>
				
				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 02:08:00 +0200</pubDate>
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			</item>
			
			<item>
				<title>Nein zum neuen CH-Pass mit RFID</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/3/25/Nein-zum-neuen-CHPass-mit-RFID</link>
				<description>
				
				Derzeit wird &#xfc;ber den neuen PASS f&#xfc;r die Schweizer diskutiert. Er hat einen Chip mit dem Passfoto und den Fingerabdruckdaten gespeichert. Egal, was darauf gespeichert ist, das grosse Problem am Pass ist der RFID Chip, der von aussen unbemerkt abgefragt werden kann.

In der Schweiz herrscht - soviel ich weiss - noch keine Pflicht, einen Pass oder eine ID jederzeit auf sich zu tragen. Das ist gut so. Denn wenn dann auch mal noch die Identit&#xe4;tskarten einen RFID Chip drauf hat und man gezwungen ist, diese auf sich zu tragen, dann wird&apos;s brenzlig:

Denn wie gesagt, ein RFID Chip kann unbemerkt angesprochen und zur Herausgabe von Daten angefragt werden. Die Bef&#xfc;rworter des Passes werden sicher sagen, dass kein Unbefugter Daten abrufen k&#xf6;nnte - figura zeigt jedoch, dass es in der Welt genug &quot;kriminelle&quot; Genies gibt, die jede Art von Kopierschutz etc. knacken k&#xf6;nnen. Das aktuelle Beispiel aus der IT ist die Aushebelung der Bluray-Kopierschutzes, dessen Verschl&#xfc;sselungsmethodik eigentlich sehr klever ist. Dennoch war der Bluray-Schutz schon geknackt, bevor die Bluray hierzulande vom Boden abhob. Wer also ist so arrogant und behauptet, dass man die Daten eines RDIF Chips im Pass nicht auslesen kann? Reicht es eventuell dann einfach mal, dass man eine autorisierte Auslesestation nachahmen oder &#xfc;bernehmen kann?

In der BRD ist diese Diskussion ja schon durch: Eine verbl&#xfc;ffend einfache Methode gegen das unbefugte Auslesen des RFID w&#xe4;re, dass die Daten aus dem Chip in jedem Fall immer nur verschl&#xfc;sselt mit einem asymmetrischen Verschl&#xfc;sselunsalgorithmus rausgehen d&#xfc;rfen. Nun muss der Schl&#xfc;ssel, der den ausgesandten Datenstrom des Chips entschl&#xfc;sseln kann, visuell im Pass aufgeszeichnet sein, auch maschinenlesbar, aber vor allem einfach auf dem Pass. Denn so kann man sicher sein, dass der Pass trotz strahlendem RFID aus der Hand gegeben werden muss, damit selbst eine autorisierte Auslesestation &#xfc;berhaupt was mit den Funkdaten des Chips anfangen kann.

Wenn man die derzeit aktuellen asymmetrischen Ciphers wie RSA und Elliptic Curves anschaut, so sind diese derzeit noch sicher gegen Brute Force Attacken - obwohl jeder, der zuhause eine Top-Grafikkarte im PC hat, bereits die technische Basis hat, mit Passwort-Knackprogrammen auf Passw&#xf6;rter bzw. deren Hash-Sequenzen los zu gehen.

Gelten also RSA und Co. noch als sicher, so kann das Public Key Verfahren folgendes l&#xf6;sen: Die Auslesestation muss sich ausweisen gegen&#xfc;ber dem Chip. So kann beispielsweise eine zuvor visuell vom Pass gelesene Textsequenz mit dem privaten Schl&#xfc;ssel der Auslesestation verschl&#xfc;sselt und an den Chip &#xfc;bermittelt werden. Der kann sie mit dem &#xf6;ffentlichen Schl&#xfc;ssel der Auslesestation, die diesen ja durchaus andauernd ausstrahlen kann, entschl&#xfc;sseln. Gelingt die Entschl&#xfc;sselung, ist die Auslesestation autorisiert. Nun kann der Chip seinen Public Key verschl&#xfc;sselt an die Auslesestaion &#xfc;bermitteln. Ab dann kann die Kommunikation mit der Auslesestation losgehen, weil diese nun den Datenstrom mit dem Schl&#xfc;ssel des Chips verschl&#xfc;sselt an diesen funken kann. Es besteht dann die M&#xf6;glichkeit, die Komunikation &#xfc;ber das Schl&#xfc;sselpaars des Chips oder der Auslesestation zu f&#xfc;hren. Oder, was meistens passiert, man einigt sich auf ein symmetrisches Verschl&#xfc;sselungsverfahren mit einem tempor&#xe4;ren Schl&#xfc;ssel.

Das ist alles schon erfunden, und wer PGP benutzt oder einmal schon im Internet eine Website mit https:// besucht hat, hat dieses ganze, eben beschriebene Spiel unbewusst wohl ausgel&#xf6;st. Um genau zu sein, es wird beim https:// derzeit verzichtet, dass der Browser sich gegen&#xfc;ber dem Webserver ausweisen muss - nur der Webserver weist sich gegen&#xfc;ber dem Browser aus.

Bei PGP und SSL ist es so, dass ich die Kommunikation anstosse. Besuche ich keine solche Website, schreibe ich keine verschl&#xfc;sselte Mail, kann man mir auch nichts entlocken.

RFID Chips haben es aber an sich, dass sie eben angesprochen und zu Antworten gebracht werden k&#xf6;nnen, &lt;b&gt;&lt;i&gt;ohne&lt;/i&gt;&lt;/b&gt; mein Einverst&#xe4;ndnis, ja ohne meine Kenntnis &#xfc;berhaupt.

Ein biometrischer Pass aus meiner Sicht, darf - ausreichend gut gesichert - von mir aus viel &#xfc;ber mich gespeichert haben. &lt;span style=&quot;background-color:yellow;font-weight:bold&quot;&gt;ABER ER DARF AUF KEINEN FALL OHNE MEINE EIGENE AUTORISIERENDE AKTIVIT&#xc4;T AUTOMATISIERT ABGEFRAGT WERDEN K&#xd6;NNEN.&lt;/span&gt;

Ich glaube keinem, der mir sagt, es sei 100% sicher. Es mag sein, dass ein System dort nicht geknackt werden kann, wo alle Profis und Begutachter den Hauptfokus drauf legten. Aber - wie das Knacken der Bluray zeigte - man kann ggf. das gesamte System an anderem Orte aushebeln. Und wenn man das kann, dann spielt es ja keine Rolle, ob die Daten in Austauschverfahren unknackbar waren oder nicht. Die Diskussion &#xfc;ber W&#xe4;hlcomputer in der BRD zeigte ja, dass man dem W&#xe4;hlcomputer das Schachspiel beibracdhte, weil man ihn in die H&#xe4;nde bekam. Das System wurde also ganz anderswo ausgehebelt, als dort, wo die Experten gut planten.

Und wie gesagt, ich w&#xfc;rde eben auch die missbr&#xe4;uchliche Verwendung eines geknackten RFID Systems nicht bemerken. Und ich denke, das ist die wahre Kriminalit&#xe4;tsgefahr: Das Internet brachte eine Gefehr hervor, die nicht gegen Leib und Leben geht, sondern gegen Identit&#xe4;ten. Und ob meine Identit&#xe4;t missbraucht werden kann ... ich erf&#xfc;hre es erst, wenn es zu sp&#xe4;t ist. Das ist eben typisch f&#xfc;r elektronische Kriminalit&#xe4;t.

Also, ich will, dass es in der CH nie einen Zwang gibt, RFID best&#xfc;cktes Ausweiszeug auf sich tragen zu m&#xfc;ssen. Denn sonst muss ich halt aufr&#xfc;sten und elektronische Abwehrmassnahmen treffen ... :-) ... gibt es &#xfc;brigens auch schon alles ... f&#xfc;r die Paranoiker. 
				</description>
				
				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 20:59:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/3/25/Nein-zum-neuen-CHPass-mit-RFID</guid>
				
				
			</item>
			
			<item>
				<title>Abwrack-Pr&#xe4;mie ist wohl eher selbst schon Schrott</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/3/19/AbwrackPrmie-ist-wohl-eher-selbst-schon-Schrott</link>
				<description>
				
				Nun soll auch in der Schweiz eine Abwrackpr&#xe4;mie kommen. Dass wir als Letzte so was in geanu der Zeit bekommen, ist ein untr&#xfc;gliches Zeichen, dass es um die Wirtschaft geht, nicht um den Umweltschutz.

Gestern war ich mit einem Freund weg, der in seinem Land einen Hummer f&#xe4;hrt. Hierzulande ist es immerhin noch ein Jeep. Wir diskutierten diese Methoden zur CO2-B&#xe4;ndigung.

Wenn nun jeder sein altes Auto schrottet, dann ist das ja nicht automatisch gleichzusetzen mit &quot;ein positiver Schritt f&#xfc;r die Umwelt&quot;, ausser, er kauft kein neues mehr. Das ist jedoch unwahrscheinlich, und dann g&#xe4;b&apos;s ja auch die Pr&#xe4;mie nicht.

Ist das alte Auto gar ein sch&#xf6;n Metallisches, dann darf man ja mal heutige Autos heranziehen: Viel Kunststoff, viel Elektronik, viel mehr Gift, gerade in der Elektronik.

Die Ressourcen werden durch das Abwracken nicht weniger, sondern mehr belastet. Gerade das, was die neuen Autos auszeichnet, Batterien im Falle von Elektro- oder Hybridfahrzeugen, sind weder &quot;gratis&quot; herzustellen noch halten sie so lange, noch sind sie problemlos zu entsorgen. Dass Stromproduktion dann auch noch Resourcen kostet, ist ja wohl klar, scheint mir aber manchmal den Leuten nicht (mehr) bewusst zu sein.

Ich hatte andernorts schon die Information weitergeleitet, dass f&#xfc;r die Umwelt das alte Auto unter dem Strich sehr wohl freundlicher aussehen kann als ein neues. Denn nur Metall kann wohl fast unendlich viele Male wieder rezykliert werden. Ihm Gewichtssparen-Wahn der &#xd6;ko-Leute ist es jedoch wenig gelitten, denn es gelte ja: Weniger Gewicht = weniger Treibstoff-Verbrauch = weniger CO2-Ausstoss. Wie aber werden dann die Stoffe erzeugt, die rezykliertes Metall ersetzen sollen?

Wenn ein Toyota Prius, den ich ja schon toll finde, entsorgt werden muss, fallen all die Gift- und Spezialstoffe (wieder) als Sonderm&#xfc;ll an - solche Autos sind ja fast eher fahrende Computer und Roboer. Ob sich das dann lohnt f&#xfc;r die Umwelt ... wenn die Entsorgungs- und Recyclingtechnologien sich genauso schnell weiterentwickeln wie der jetzige Boom der &quot;umweltfreundlicheren&quot; Autos, dann mag es sein, dass der Prius in 20 Jahren wirklcih umweltfreundlich entsorgt werden kann. Das ist nicht nur zu hoffen, sondern gar zu fordern.

Die &#xd6;kobilanz eines Produktes wie eines Autos ist wohl sehr schwierig kompetent und umfassend zu erstellen. Obwohl ich auch grunds&#xe4;tzlich daf&#xfc;r bin, dass alte, belastende Technologien so schnell wie m&#xf6;glich abgel&#xf6;st werden, bin ich kein Umweltbilanz-Experte. Wir alle wissen wohl viel zuwenig &#xfc;ber den Herstellungsprozess und die Entsorgung unserer Alltagsprodukte. Hier k&#xf6;nnten wir uns weiterbilden, damit wir all die (sinnlosen) Produkte zumindest etwas besser auf die Umweltvertr&#xe4;glichkeit absch&#xe4;tzen k&#xf6;nnen.

Die Abwrackpr&#xe4;mie in der Schweiz jedoch ist nur ein Belebungsmittel f&#xfc;r die Autoindustrie. CHF 3&apos;000.- zu bekommen, ist ja heute mit etwas Feilschen ohnehin m&#xf6;glich. 

Mit Umweltschutz hat diese Pr&#xe4;mie nicht viel zu tun. 
				</description>
				
				<category>Umwelt</category>
				
				<category>&#xc4;rger</category>
				
				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 10:44:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/3/19/AbwrackPrmie-ist-wohl-eher-selbst-schon-Schrott</guid>
				
				
			</item>
			
			<item>
				<title>Freitag, der 13. - der Tag, an dem Schwarzgeld heller wurde</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/3/13/Freitag-der-13--der-Tag-an-dem-Schwarzgeld-heller-wurde</link>
				<description>
				
				Heute gibt der Bundesrat dem Druck der OECD nach, und zumindest ausl&#xe4;ndische Schwarzparkierer m&#xfc;ssen nun um ihr Geld f&#xfc;rchten, wenn ihre Heimatl&#xe4;nder mit konkreten Verdachtsmomenten bei der Schweiz um Rechtshilfe nachfragen.

Ist das schlimm? F&#xfc;r die, die Steuern als un angenehm empfinden sicher. Erst wenn, wenn sie aus Staaten kommen, die kr&#xe4;ftig zulangen. 

Ist es gerecht? Keine Ahnung, denn wenn der Staat sich auch wieder m&#xe4;ssigen k&#xf6;nnte und Steuern auch mal wieder abbaut, reduziert oder gar ganz aufhebt, weil es seine Situation zul&#xe4;sst, dann tendiere ich ja zu sagen. 

Wenn der Staat sich aber als gefr&#xe4;ssiger Nimmersatt herausstellt, dann verstehe ich jeden, der von der Frucht seiner eigenen Arbeit am meisten f&#xfc;r sich behalten will. Hat er dann noch eine gesellschaftsbewusste Ader und lebt der mit Taten nach, mag ich ihm das auch g&#xf6;nnen.

Belgien, Luxemburg, Schweiz, &#xd6;sterreich und sogar Singapoure geben nach, weichen auf. Wohin also mit der schwarzen Kohle? Tja, nicht meine Frage, habe ja keine solche. Der Bundesrat will ja nun eine Amnestie erreichen, damit das Geld hier bleiben kann, einfach weiss gewaschen wird.

Soll man sein Geld also nicht mehr vor dem eigenen Staat verstecken d&#xfc;rfen? Wir Schweizer d&#xfc;rfen das noch, obwohl nat&#xfc;rlich der Staat schon auch bei uns nachschauen darf, sollte er einen Verdacht haben. Dies droht nun den Ausl&#xe4;ndern auch. Wenn der Besitzer dann im Heimatstaat zur Brust genommen wird, kann er es k&#xfc;nftig grad zuhause lassen. Wenn man da um die 50% an den Staat abliefern muss, erscheint das schon sehr happig.

Wird ein Staat seine Gier sich auch selbst z&#xe4;hmen k&#xf6;nnen, wenn er dannzumal problemlos auf das Geld seiner B&#xfc;rger zugreifen kann, weil wir derzeit die H&#xfc;rden immer mehr ebnen?

Dem Staat kann man nicht von Angesicht zu Angesicht begegnen, nur im Gerichtssaal, mit dem Kampfmittel des Gesetzes. Diese aber werden von denen gemacht, die auf Seiten des Staates sind. Einmal akzeptiert, ist ein Gesetz das Schwert, das Gier und Schutz trennen muss. Ist das Gesetz zu &quot;pro Staat&quot;, wird das schwer. Ist es zu &quot;pro B&#xfc;rger&quot;, verhungert der Staat und kann seinen zahlreichen gesellschaftlichen Verantwortungen nicht nachkommen. Das betrifft dann die reichen B&#xfc;rger zwar nicht, aber die humanistischen Ideen im alten Europa unterst&#xfc;tzen auch diejenigen, die in wirtschaftlicher Hinsicht wenig oder gar nicht erfolgreich sind. 

Ist dies nun der Start der Weltregierung wie Verschw&#xf6;rungstheoretiker sicher wieder anf&#xfc;hren? Ein Sieg auf dem Weg zum gl&#xe4;sernen B&#xfc;rger, zum anonymen Schlachtvieh?

Ich denke nicht, denn die strukturelle Gewalt durch finanzzielle Sachzw&#xe4;nge nach dem reinen Kapitalismus killt auch Existenzen, siehe Amiland, wo in Versteigerungen diese &#xfc;berbelasteten H&#xe4;user im 20 Minuten Tag verscherbelt und dmait Existenzen extrem gebeutelt werden.

Wenn der unpers&#xf6;nliche Staat sich zur&#xfc;ckh&#xe4;lt, dann ist es wie anderswo auch: eine Balance zwischen Extremen.

Und wir in der Schweiz haben da mit der direkten Demokratie immer noch eine Nase vorn, wenn wir die Gesetzgebung wachsam beobachten. Dann braucht hier kein Normal-Reicher zu f&#xfc;rchten, dass ihm seine x-Millionen pl&#xf6;tzlich nicht mehr f&#xfc;rs Steak pro Tag bis an sein und seiner Sippe  Lebensende reichen k&#xf6;nnten.

Jetzt ist es also getan. Ich pers&#xf6;nlich will keine EDV-automatisierten Abl&#xe4;ufe f&#xfc;r den notwendigen Datenaustausch. Es soll die Rechtshilfe schnell und unb&#xfc;rokratisch laufen, aber nicht einfach auf Knopfdruck, unpers&#xf6;nlich und damit de facto unkontrollierbar, weil pr&#xe4;ventiv nichts mehr gegen den Datenaustausch getan werden kann.

Also, beobachten wir, welche Gesetze der Staat Schweiz aufbauen wird, denn im Streit mit ihm ist der der Goliath, und wir die vielen Davids. Wir gaben und geben dem Goliath, die Macht, was von uns zu fordern und sich sogar gegen uns durchsetzen zu k&#xf6;nnen, damit er solidarisch anderen etwas bieten kann. Diese anderen sind zwar auch wieder wir, aber das vergessen wir wohl etwas zu oft. 
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				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 22:39:00 +0200</pubDate>
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			<item>
				<title>Da gef&#xe4;llt mir Marcel Rohner doch gleich ...und Thomas Borer an die Front.</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/2/24/Da-gefllt-mir-Marcel-Rohner-doch-gleich-und-Thomas-Borer-an-die-Front</link>
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				Spannender Zischtigs-Club von heute ... Marcel Rohner, Konzernchef der UBS, und andere besprechen, was man nun tun soll, um der Harshness der USA zu begegnen. Simonetta Somaruga war die einzige, die etwas angriffig war. Die die Aktionen von Bank und Bundesrat als mutlos, halbherzig und eigentlich ungewollt taxierte. Diese Meinung teile ich.

F&#xfc;r mich war spannend zu sehen, was zum Beispiel dem Herrn Rohner offenbar wirklich Bange macht: Er will nicht den automatischen Datenaustausch mit fremden L&#xe4;ndern, wenn dort irgendwie ein Verfahren gegen jemanden eingeleitet wird, der Geld in der Schweiz parkiert hat.

Obwohl mir der Unterschied zwischen Steuerbetrug und -hinterziehung mittlerweile zwar klar ist, aber ich niemanden davon freisprechen mag, Hinterziehung praktisch &quot;unbewusst&quot; ausge&#xfc;bt zu haben, finde ich auch, dass solche Daten keinen Persilschein bekommen d&#xfc;rften, indem man die Prozesse so automatisiert, dass jeder Staat quasi auf Knopfdruck und ohne weitere Kontrolle &#xfc;ber die Rechtm&#xe4;ssigkeit der Erhebung Daten aus den Banken absaugen kann.

Ich habe gerade ein Nachsteuerverfahren hinter mir, weil ich etwas vergessen habe anzugeben. Es ist passiert aus einer Umwandlung einer Firma in eine andere Rechtsform. Wenn man so will, kam mir der Staat auf die Schliche. Aus meiner Sicht war es aber etwas, was mir gar kein Verm&#xf6;gen, geschweige den Einkommen einbrachte. Der Staat war da anderer Meinung. Ich wurde zwar geh&#xf6;rt, aber wie&apos;s schien, wusste ich einfach nicht, was ich da diesbez&#xfc;glich deklarationspflichtig war. Der Vorteil, dass Hinterziehung nicht automatisch zu einem Offizialdelikt wird, wurde mir klar, nachdem der Steuerkommissar auf eine Busse verzichtete. Soviel ich da sehe, ist genau mein Fall etwas, was mir ohne die Unterscheidung von Hinterziehung zu Betrug den Verzicht auf eine Busse, ja ein ganzes Rechtsverfahren, nicht mehr h&#xe4;tte einbringen k&#xf6;nnen. Ich w&#xe4;re wohl verurteilt worden, mit Busse und Strafregistereintrag. 

Allerdings w&#xfc;rde ich schon damit leben k&#xf6;nnen, wenn der Unterschied verschw&#xe4;nde. Es g&#xe4;be dann halt Gerichtsbelastungen, aber wenn die Richter genauso milde sein k&#xf6;nnen vom Gesetzestext her wie &quot;mein&quot; Steuerkommissar, dann obliegt es immer noch einem Menschen, einen steuers&#xfc;ndigen anderen Menschen zu beurteilen. Denn es ist doch klar, wie auch Frau Somaruga sagte, es ist h&#xf6;chst unwahrscheinlich, dass jemand &quot;vergisst&quot;, ein Konto mit ein paar Hunderttausend in der Steuererkl&#xe4;rung anzugeben, wenn er jeweils am Schluss den Satz unterschreibt, nach besten Wissen und Ehrlichkeit die Angaben gemacht zu haben. Grad wer etwas zuviel Geld rumliegen hat, der wird das ihm doch so wichte nicht etwa einfach so vergessen, w&#xe4;hrend einigen paar wenigen Wochen im Jahr ...

Ich als studierter Informatiker m&#xf6;chte auf keinen Fall, dass wom&#xf6;glich gar computerbasierte Prozesse eingef&#xfc;hrt werden, um ohne mein Wissen alles M&#xf6;gliche &#xfc;ber mich - und notab bene meine finanzielle Lage - zu erfahren. Nat&#xfc;rlich, man bekommt das schon alles raus, wenn man will. Aber bitte nicht irgendein B&#xfc;rokrat in einem holl&#xe4;ndischen Steuerb&#xfc;ro, dem mal eben mein Name im Zusammenhang mit einem mutmasslichen holl&#xe4;ndischen Steuerbetr&#xfc;ger auf den Tisch gekommen ist. Denn es ist klar, wenn diese Wege mal etabliert sind ... eine R&#xfc;ckkehr zum alten System wird es dann nie mehr geben. Und eben, da ich dann nichts davon weiss, wird es problemlos laufen, denn &quot;wo kein Kl&#xe4;ger, da kein Richter&quot;.

Professor Geiger hat von mir aus gesehen einen guten Punkt gemacht: Das Bankgeheimnis wurde erfunden, um den B&#xfc;rger gegen&#xfc;ber der Bank des Staates zu sch&#xfc;tzen, es sei damals nicht um Steuern gegangen, sondern um Einkommen. Heute aber wollen die umliegenden Staaten die Steuern. Nach Professor Geiger gebe es die L&#xf6;sung ja schon und sie sei verhandelt und akzeptiert von der EU. Es ist das Quellen- und Verrechnungssteuersystem. Darin erhebt die Schweiz Steuern bei den hier lebenden Ausl&#xe4;ndern und gibt davon Dreiviertel an die Herkunfsstaaten der Ausl&#xe4;nder zur&#xfc;ck, ohne dass diese Staaten genau w&#xfc;ssten, von wem im einzelnen welche Betr&#xe4;ge stammen.

Dies sei den Staaten, vor allem auch England, angeboten worden. Es sei jedoch aus fadenscheinigen Gr&#xfc;nden abgelehnt worden. Bei England ist es offensichtlich, denn die haben nach wie vor ihre eigenen Steuerparadiese. Und da f&#xe4;llt es nat&#xfc;rlich schwer, proaktiv etwas anzunehmen, was man selbst noch nicht einmal soweit geschafft hat.

In der USA selbst sollen einige Counties sich selbst vermarkten mit markigen S&#xe4;tzen, nach denen die Anonymit&#xe4;t auf ihren Banken gr&#xf6;sser sei als in allen Steuerparadiesen dieser Welt. Und eben in the UK, die nahen Jersey und Guernsey, grad mal ein paar Dutzend Kilometer weg von London ...

Wie dem auch sei. Meiner Sicht nach herrscht tats&#xe4;chlich ein Wirtschaftskrieg, wie Haltiner von der FINMA sagte. War es vor der Wirtschaftskrise wom&#xf6;glich noch erst eine Rivalit&#xe4;t zwischen den Staaten, so k&#xf6;nnte es jetzt ein veritabler Krieg sein, denn alle westlichen Staaten haben sich gigantisch verschuldet. Und irgendwoher muss die Kohle ja nun kommen. Und auf wen geht man publikumstr&#xe4;chtig am besten los, wenn man die eigenen Sauereien nicht in den Griff bekommt? Nat&#xfc;rlich auf die Kleinen, und die Schweiz ist diesbez&#xfc;glich klein. Steinbr&#xfc;ck hat diese Vorgehensweise realisiert ... und netterweise auch in Deutschland selbst auf den Sack bekommen.

Ich denke daher, dass Typen wie der selbstbewusste Exbotschafter Thomas Borer hingestellt werden sollten gegen die B&#xfc;rokraten der USA und anderer L&#xe4;ndern, die lieber den Splitter im Auge des Gegen&#xfc;bers sehen als den Balken im eigenen. Sie sollen eine selbstbewusste Schweiz vertreten.

Damit meine ich nicht, dass die Steuerhinterziehung geduldet werden darf. Denn, wenn ein Milliard&#xe4;r halt 100 Millionen an Steuern abliefern soll, kann er da nicht von den restlichen 900 Millionen immer noch gut leben? Und was kann der Staat f&#xfc;r die Armen tun, wenn er die 100 Millionen im S&#xe4;ckel hat? Da gibt&apos;s dann wieder Programme f&#xfc;r Bildung und Unterst&#xfc;tzung, AHV, IV was auch immer und wo auch immer. Wenn man aber Hinterziehung duldet, dann f&#xf6;rdert man die Weitung der Einkommensschere ... darf man da einem Staat absprechen, das &quot;versteckte&quot; Geld reinbekommen zu wollen? Den schliesslich verwaltet ein Staat im westlichen Sinne Geld zum Nutzen seiner B&#xfc;rger, und zwar aller Schichten.

Es geht halt wieder mal um dasselbe: Mein Hemd ist mir am n&#xe4;chsten. Wer schreit am vehementesten gegen die Abschaffung der Schweizer Spezialit&#xe4;t &quot;Steuerhinterziehung&quot;? Wom&#xf6;glich die, die genau wissen, woher ihr Verm&#xf6;gen stammt? Die, deren Solidarit&#xe4;t eventuell sonst nie ausbricht, ausser nat&#xfc;rlich grad jetzt? Die, die gut an solchen luschen Verm&#xf6;gen verdienen? Nat&#xfc;rlich.

Dass es jetzt die Schweiz trifft, ist halt sicher auch deshalb, weil sie halt ein kleines Zahnr&#xe4;dchen im grossen Polit- und Machtgetriebe ist. Da probieren die Grossen mal den Krieg im Kleinen, eben mit der Schweiz. Dass danach die EU sogar gegen ihre eigenen Mitglieder vorgehen m&#xfc;sste, und wie man das denn am besten anstellt, das ist der Grund, wieso man mal die Schweiz im Sandkasten besiegen will, bevor man dann &#xd6;sterreich, Luxemburg und andere drannehmen will. Das merkt zumindest &#xd6;sterreich mittlerweile, denn die konnten sich bisher hinter dem Fall Schweiz verstecken. Erwischt es aber uns, so wissen sie genau, dass dann auch bei ihnen aufger&#xe4;umt werden will. Und das kann die EU dann bei den Mitgliedsstaaten wohl leichter als bei uns.

Und die USA, genau denen soll Borer mal den Spiegel vorhalten und nicht als kuschender Lakei begegnen, sondern als Repr$sentnat eines souver&#xe4;nen Staates, aus dem ja schliesslich viele ausgewandert sind, um die sch&#xf6;ne USA zu bev&#xf6;lkern. Die Hypotheken-Plage wurde in der USA manifest, wo das kapitalistische System der G&#xf6;tze schlechthin ist. Will Obama, den ich sehr sch&#xe4;tze, sich einfach &#xfc;ber Souver&#xe4;nit&#xe4;ten hinwegsetzen? Das, so denke ich, muss ein Typ wie Borer auch dem Goliath USA unter die Nase reiben. Und damit der auch gutm&#xfc;tig wird, muss Borer wohl ein Geschenk mitbringen, das da w&#xe4;re: die Expressbehandlung aller Rechtshilfegesuche in Steuerfragen, die die USA in der Schweiz deponierte. Ich denke, wenn die USA innert n&#xfc;tzlicher Frist das bekommt, was sie erreichen will, die Steuern ihrer B&#xfc;rger, so kommt die Schweiz nochmals davon. Sollte es dazu schon zu sp&#xe4;t sein, wie Somaruga meinte, dann will die USA wom&#xf6;glich nicht nur die Steuern, sondern auch die Einkommen ihrer betuchten B&#xfc;rger. Dann wird die Gegenwehr der Schweiz wohl einiges m&#xfc;hsamer werden, doch ich meine, es darf nur so gehen: Gerade mit Bezug auf die hehren Absichten von Obama muss der Goliath auch dem David Respekt zollen und mit ihm gleichberechtigt verhandeln.

Etwas zynisch gesagt bin ich froh, haben wir keine Meeranstoss - sonst tauchte am Horizont pl&#xf6;tzlich ein Flugzeugtr&#xe4;ger auf ... 

Wir werden sehen ... :-) 
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				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 00:58:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/2/24/Da-gefllt-mir-Marcel-Rohner-doch-gleich-und-Thomas-Borer-an-die-Front</guid>
				
				
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				<title>Roger Federer - steht sich nur noch selbst im Weg</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/2/1/Roger-Federer--steht-sich-nur-noch-selbst-im-Weg</link>
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				Heute habe ich das Finale der Australian Open gesehen und mitgefiebert, wie es Roger erging. Die ersten 4 S&#xe4;tze waren das erwartete, hart umk&#xe4;mpfte Ringen um Winners und Breaks, von denen es bemerkenswert viele gab.

Im f&#xfc;nften Satz jedoch kam Rogers Blackout - den f&#xfc;nften hat nicht Nadal gewonnen, sondern Roger verloren. 

Ich finde, dass Nadal derzeit schon zurecht die Nr. 1 ist. Denn Roger hat seit geraumer Zeit nicht mehr die Lockerheit, die Magie, die Unwiderstehlichkeit der Schl&#xe4;ge.

Er war 5 Jahre lang Nummer 1, kam mit genau diesen Dingen dorthin. Und er hat sich ja lange gehalten. Nadal wurde vom Raging Bull zum Universalspieler, der die Nr. 1 forderte und abl&#xf6;ste. Nat&#xfc;rlichste Abl&#xe4;ufe in der Welt. 

Roger wollte diesen Sieg so sehr, sein interner Druck floss ja als Tr&#xe4;nen ab bei der Siegerehrung. Dieser Druck verhindert dem Gesamtsystem das Spielen mit der w&#xe4;hrend 5 Jahren bekannten Souverenit&#xe4;t. Das System Federer kann&apos;s ja immer noch, sonst w&#xe4;ren die ersten 4 S&#xe4;tze nicht so atemberaubend gewesen, wobei das Fehlen des 1. Services ja schon Anzeichen war, dass es nicht mit 100%igem Optimum lief. Roger ist jedoch so gut, dass er auch mit dem soliden Handwerk mit Nadal mithalten kann. Aber halt nicht mehr mehr.

Meiner Sicht nach hat Nadal am Schluss schon recht gesagt, dass Roger wohl den Samprass einholen und gar &#xfc;berholen kann. Sobald er sich davon l&#xf6;sen kann, an irgendetwas festhalten zu wollen. Er hatte schon alles erreicht, sich an demselben Ort der WElle halten zu wollen, ist meistens vergebene M&#xfc;he und kostet enorm viel Energie.

Sobald er sich mal zu 100% mit allen Worst Case Szenarien seiner Karriere besch&#xe4;ftigt, wird er frei von Dr&#xfc;cken, die hinter all jenen Aspekten liegen. Und dann wird das System Roger Federer mit seinen gloriosen F&#xe4;higkeiten und der Genialit&#xe4;t und der gewissen Lockerheit die Rekorde von Samprass einholen. Oder auch nicht.

Sch&#xf6;n ist es doch vielleicht auf f&#xfc;r ihn, wenn er nach vielen Jahren Nummer 1 jetzt als 2 so emotionales und tolles Tennis spielen kann mit der 1. Es w&#xe4;re doch langweilig, wenn es keine &#xc4;nderung, keinen potenten, ebenb&#xfc;rtigen Mitspieler g&#xe4;be. Es geht ja um das Spiel, eine gute Show, und diese gibt beiden die grosse Anerkennung &#xfc;ber das Stadium hinaus. Und diese ist beiden seit langem gewiss. 
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				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 18:26:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/2/1/Roger-Federer--steht-sich-nur-noch-selbst-im-Weg</guid>
				
				
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				<title>2012 hat schon l&#xe4;ngst begonnen - Freude herrscht</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/1/30/2012-hat-schon-lngst-begonnen--Freude-herrscht</link>
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				Die Esoteriker lieben ja das Datum 2012 ... in dem nach einigen Meinungen ja Wunderbares geschehen soll. Dabei hat 2012 doch schon l&#xe4;ngst begonnen. Wirschftskrise, Umweltbewusstsein, Regierungskrisen, Kriege haben eine andere Qualit&#xe4;t bekommen, der Wechsel der Machtkonstellationen, wirschaftlich zumindest langsam Richtung Osten.

In der USA wird einer Pr&#xe4;sident, der die Umweltkrise ernst nimmt, der offenbar der gr&#xfc;nste aller US-Politiker sein soll. Sinnlose Kriege werden zumindest langsam offiziell als solche anerkannt. Die Wirtschaft, die dem grenzenlosen Kapitalismus huldigte, wird zur&#xfc;ckgebunden, indem offebar wird, dass sie nicht (mehr) dem jeweiligen Volk dient, sondern nur noch den Zielen einiger unfassbarer Magnaten, die dieses Wirtschaftsspiel meisterlich beherrschten.

2012, so es denn wirklich eine markante Jahreszahl werden sollte, beginnt ja nicht am 1.1.2012. All das, was wir derzeit erleben, ist der Beginn von 2012. Das grosse System (also diese Welt oder gar Sonnensystem) beginnt, die nicht mehr passenden Ideen zu verbrennen. Der unbegrenzte Kapitalismus zum Beispiel. Die breite Masse nimmt wahr, dass er unsolidarisch ist, dass er Grundlagen zerst&#xf6;rt und vor allem, dass er im Alltag niemandem n&#xfc;tzt. Denn der menschliche K&#xf6;rper braucht Nahrungsmittel und eine gelassen Lebensumgebung, weil er sonst krank wird - er braucht keine Globalisierung - oder zumindest eine, die ihm die Sicherheit gibt, sein Leben friedvoll und ohne &#xfc;bertriebenen Leidensdruck f&#xfc;hren zu k&#xf6;nnen.

Jeder kann selbst innert einer Minute aufz&#xe4;hlen, was ihm wirklich wichtig ist im Alltag, der Zeit also, die das Leben ausmacht. Kommt da Wirtschaft, der Kontostand vor? Es scheint, als ob mittlerweile die grossen Strukturen zerfallen, ihr morsches und verwurmtes Geb&#xe4;lk offenbaren und die Luftschl&#xf6;sser wie herumfurzende Luftballons die letzten Ger&#xe4;usche von sich geben, bevor sie platt am Boden liegen.

Es ist ja nicht so, dass es Systemkritiker nicht gegeben h&#xe4;tte, aber die hatten einfach noch keine Chance. Jetzt, wo die Menschen lernen, dass der Zustand der Umwelt alle betrifft, auch wenn erst einige Inseln in der S&#xfc;dsee &#xfc;berschwemmt werden, dass die B&#xf6;rsenkurse nichts Essbares sind.

Es ist also m&#xf6;glich, sich zu freuen auf die Wechsel, die da kommen. Denn es ist doch klar: Wenn auf einem Platz ein abruchreifes Haus steht, n&#xfc;tzt alles n&#xf6;rgeln und begutachten nichts, es muss irgendwann abgerissen werden, damit ein neues gebaut werden kann, das dann all die bekannten Fehler nicht mehr hat - daf&#xfc;r vielleicht andere, die man auch erst wieder in 1-2 Generationen entdecken wird.

In diesem Sinne: Freuen wir uns auf die Zukunft, denn das einzig Best&#xe4;ndige ist der Wandel. 
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				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 13:39:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/1/30/2012-hat-schon-lngst-begonnen--Freude-herrscht</guid>
				
				
			</item>
			
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				<title>Spanned: Wie metzget sich &#xd6;sterreich gegen die EU im Lastwagenstreit?</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/1/2/Spanned-Wie-metzget-sich-sterreich-gegen-die-EU-im-Lastwagenstreit</link>
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				Etwas, was ich schon seit Jahren interessiert beobachte, ist, wie sich &#xd6;sterreich als EU-Mitglied wehrt oder wehren kann gegen die EU-Allmacht, wenn es um den Umweltschutz in der Brennerregion geht. Wie die Schweiz auch, hat &#xd6;sterreich mit dieser Region ein empfindliches Tal, in dem eine Lastwagenkolonne ungeheuren Ausmasses rollt - alles unter dem Paradigma der Transportfreiheit. 

Dass dabei Leute zugrunde gehen, ist statistisch beweisbar, interessiert jedoch nicht. So gebe es zum Beispiel pro Jahr 4000 neue Asthma-Kranke und die Lebenserwartung sei um 12 Monate zur&#xfc;ckgegangen im Vergleich zu fr&#xfc;her.

Per 1. Januar habe &#xd6;sterreich nun zum zweiten Male ein wahrscheinlich teilweises Verbot f&#xfc;r Lastwagentransporte in Kraft gesetzt. So sollen demzufolge 200&apos;000 Lastwagen weniger pro Jahr &#xfc;ber den Brenner fahren.

Gegen dieses Verbot habe die EU bereits Klage eingelegt wegen Verstoss gegen die erw&#xe4;hnte Transportfreiheit.

Wir in der Schweiz k&#xf6;nnen auf Lange Sicht ev. schon sehr froh sein, dass wir nicht in der EU sind, denn wenn die EU Macht im fernen flachen Br&#xfc;ssel die lokalen Bedenken und real erlebbaren Nachteile des Transport-Kults einfach in den Wind schl&#xe4;gt, so k&#xf6;nnen wir froh sein, dass wir vorderhand solches nicht &#xfc;bernehmen m&#xfc;ssen ... und ich hoffe, dass unsere Regierung auch nicht salamitaktisch solche EU-Rechtssprechungen im vorauseilenden Gehorsam &#xfc;bernimmt.

Meiner Meinung nach muss &#xd6;sterreich damit durchkommen k&#xf6;nnen. Denn ein grosses Konstrukt wie die EU kann nur dann erfolgreich &#xfc;berleben, wenn sie nach meinem Lieblingsspruch handelt:

Think globally, act locally

In diesem Sinne allen ein heiteres und gelassenes neues Jahr. 
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				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 18:30:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2009/1/2/Spanned-Wie-metzget-sich-sterreich-gegen-die-EU-im-Lastwagenstreit</guid>
				
				
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			<item>
				<title>Unglaublich - Schuhwurf in Irak f&#xf6;rdert Schuhindustrie</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2008/12/23/Unglaublich--Schuhwurf-in-Irak-frdert-Schuhindustrie</link>
				<description>
				
				Ich glaube, ich h&#xf6;re nicht richtig ... nachdem der irakische Journalist seine beiden Schuhe auf den Halbschuh (pardon, Mr. Bush) warf, war das wohl das Zeichen f&#xfc;r den Aufschwung im lokalen Schuhbusiness.

Sein Schuhmodell wird Trendsetter - ihm selbst sei es aber schlecht ergangen, er sei ja offenbar gefoltert worden.

Anyway, die Schuhfabrik, die jenes Modell und j&#xe4;hrlich ca. 250&apos;000 Schuhe insgesamt herstellt, hat seither eine Nachfrage nach 370&apos;000 Schuhen, offenbar genau jenes Modell, erhalten. Der Firmenchef sei ganz aus dem H&#xe4;uschen.

Das mag ja am&#xfc;sant sein ... mir fiel wieder mal wie die Faust aufs Auge schmerzend auf, dass der Mensch offenbar zu 99% tats&#xe4;chlich ein tumbes Schaf ist, das jedem Furz nachrennt und sich aus mir v&#xf6;llig unbekannten Gr&#xfc;nden mit Dingen wie Schuhen, Kleidung etc. identifizieren will.

Oder m&#xf6;chte mir jemand von Euch einsichtlich erkl&#xe4;ren, wieso Menschen das tun? Gerade an diesem Beispiel f&#xe4;llt&apos;s mir selbst wieder mal schwer ... erkl&#xe4;ren kann ich&apos;s schon, aber dumm und entw&#xfc;rdigend find ich&apos;s trotzdem ... und das soll irgendeine Art von Krone der Sch&#xf6;pfung sein? 
				</description>
				
				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 02:38:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2008/12/23/Unglaublich--Schuhwurf-in-Irak-frdert-Schuhindustrie</guid>
				
				
			</item>
			
			<item>
				<title>Winternachtswende - Stonehenge immer noch nicht gekl&#xe4;rt</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2008/12/21/Winternachtswende--Stonehenge-immer-noch-nicht-geklrt</link>
				<description>
				
				P&#xfc;nktlich zum Tag der Winternachtswende hat das TV eine Dokumentation &quot;Stonehenge - das ultimative Experiment&quot; ausgestrahlt. Eine sehr spannende Sache, denn ein Brite hat mit einem Team nicht nur Stonehenge arch&#xe4;ologisch und astronomisch analysiert, sondern es einfach grad mit Styropor nachgebaut und in wenigen Kilometern Abstand zum echten Stonehenge hingestellt.

Es ist ja bekannt, dass Stonehenge den Astronomen Eindruck macht, weil einige aus seinen Formen ableitbare Linien einige astrononimische Punkte wie Sonnenaufgang und -untergang am Horizont markieren etc.

Nebenbei ist Stonehenge ja auch eine architektonische Meisterleistung, denn wenn so ein nachgebauter Styroporblock nur wenige Kilo wog im Vergleich zu 45 Tonnen eines Kreissteins, auch die mussten angeliefert und aufgerichtet werden.

Die Dokumentation zeigte, wie man vor 4000 Jahren nach unserer heutigen Meinung diese Steine hatte anliefern k&#xf6;nnen, wo doch einige Steine &#xfc;ber mehr als 50 km rangeschafft werden mussten. Die experimentellen Versuche, wie das h&#xe4;tte geschehen k&#xf6;nnen, zeigten, dass es zwar prinzipiell ginge, aber ein grosser &lt;i&gt;Chrampf&lt;/i&gt; gewesen sein musste. Denn nach dem reinen Anliefern musste man die Steine ja auch noch aufrichten. Alle bisherigen Experimente dazu scheinen nach wie vor reine Spekulationen zu sein, denn offenbar hat man keinerlei Hinweise gefunden, ob technische Ger&#xe4;te wie Hebelkraft-Verst&#xe4;rker etc. wirklich vorhanden waren.

Nachdem der Styropor-Nachbau stand, durften nun alle Interessierten ihre visuellen und akustischen Ideen nachpr&#xfc;fen. Offenbar hatte Stonehenge eine akustische Besonderheit, dass die T&#xf6;ne einer Schallquelle in dessen Mitte sich entlang des Einganges verst&#xe4;rkten, andernorts fast ausl&#xf6;schten.

Beeindruckend fand ich an der Dokumentation, dass diese Leute, die sich teilweise mehrere Dekaden mit der britischen Geschichte und Stonehenge besch&#xe4;ftigten, sehr ehrf&#xfc;rchtig vor der Leistung der Ahnen wurden, nachdem sie im nachgebauten Rund des Steinkreises die schiere Gr&#xf6;sse und Wirkung auf sich hatten einwirken lassen konnten.

Es steht f&#xfc;r sie fest, dass die Menschen vor 4000 Jahren dort sehr viel wussten &#xfc;ber Astronomie, Mechanik, Akustik, Psychologie etc. Dass sie also keinesweg &quot;primitiv&quot; waren, sondern sehr fachkundig - aus heutiger Sicht. Wir meinen ja oft, der aktuelle Stand der Entwicklung des Menschen sei der h&#xf6;chste. 

Tja, da m&#xfc;sste man zuerst mal definieren, woran sich das messen liesse. Wenn ich sehe, dass unsere Experten heute weder bei Stonehenge noch bei den Pyramiden wirklich wissen, wie die Ahnen diese tonnenschweren Steine bewegten, geschweige denn hochhievten, denke ich, wir haben absolut keinen Anspruch darauf zu meinen, wir seien die h&#xf6;chstentwickelte Spezies, die je den Planeten bewohnte. Abgesehen davon, k&#xf6;nnte man ja die aktuelle Lage der Menschen anschauen, umherauszufinden, dass jeder Termitenh&#xfc;gel mehr erreicht hat als wir.

Alles vor uns Dagewesene als weniger entwickelt anzusehen, ist also reiner Hochmut, Arroganz und Blindheit. Wer weiss denn schon, ob die Leute in der Zeit geistige Konzepte besser kannten als wir, und im konkreten Fall die Gravitationskraft eventeull ganz anders, eventuell gar geistig &#xfc;berwunden hatten - dies w&#xfc;rde ja erkl&#xe4;ren, wieso so wenige Hinweise auf den Bau der klassichen Weltwunder gibt - bzw. gefunden wurden. 

Denn die Erbauer des Styroporkreises entdeckten erst beim Tun, dass sie noch viel zu wenig wissen und wussten. Dies steigerte dann auch das Staunen vor der Leistung ihrer Vorderen.

F&#xfc;r mich das Bewegendste, dass diese Leute es zwar mit &quot;modernster Technik&quot; innert weniger Monate schafften, den weltber&#xfc;htem Steinkreis nachzubauen, dass sie aber eigentlich kein einziges Geheimnis des Monuments wirklich enth&#xfc;llen konnten.

Wer sich diese Doku auch mal noch anschauen m&#xf6;chte, SF zeigt sie in einer &lt;a href=&quot;http://tvprogramm.sf.tv/detail.php?slotid=98497253-8560-42b8-8937-1dd7f680cea4&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Wiederholung&lt;/a&gt;. 
				</description>
				
				<category>Gedankenspiele</category>
				
				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 16:32:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2008/12/21/Winternachtswende--Stonehenge-immer-noch-nicht-geklrt</guid>
				
				
			</item>
			
			<item>
				<title>ZDFs Doku gegen die Pharma-Mafia</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2008/12/12/ZDFs-Doku-gegen-die-PharmaMafia</link>
				<description>
				
				Wer&apos;s noch nicht gesehen hat, dem leg ich&apos;s ans Herz. Die Dokumentation, die letztens auf ZDF gesendet wurde.

Es geht dabei um eine sehr kritische Beleuchtung des &quot;Gesundheitswesens&quot;. Dass Medikamente nicht wirklich dazu da sind zu heilen, sondern vor allem Aktion&#xe4;re gl&#xfc;cklich zu machen. Denn nat&#xfc;rlich bringen sie vor allem den Pharmafirmen viel.

Ich m&#xf6;chte nicht sagen, dass die Industrie nur Schrott produziert. Aber es geht darum, den Innovationswahnsinn der Industrie zu beleuchten. Denn wie in jeder Industrie &quot;muss&quot; auch die Gesundheitsindustrie Profit erwirtschaften. Und da kann es schon mal passieren, dass ein Medikament entwickelt wird, das aussergew&#xf6;hnliche Nebenwirkungen hat - eventuell viel mehr und gravierendere als seine beabsichtigte Wirkung.

Gibt es wirklich so viele &quot;neue&quot; Krankheiten, dass man immer &lt;b&gt;neuere&lt;/b&gt; Medikamente entwickeln &lt;b&gt;muss&lt;/b&gt;? Und wer will diese? Zwangsverschreibungen gibt es ja wohl nur selten.

Wir sollten wirklich schauen, was die Pharma-Industrie f&#xfc;r uns tun darf und was wir von ihr verlangen sollten - Hilfsmittel, nicht gewinnorientierte Finanzprodukte.

Es gibt bekanntlich einige Skandale in der Forschungsindustrie, wo Leute gef&#xe4;lschte Forschungs- und Studienresultate zu Hilfe nahmen, um sich in den Vordergrund zu stellen, ihren Beruf verratend. 

Und wir als &quot;Gesundheitskonsumenten&quot; sollten mehr Verantwortung f&#xfc;r die eigene Gesundheit &#xfc;bernehmen, nachfragen, ob was wirklich n&#xf6;tig ist, bevor wir sklavisch nach neuen Medis schreien. Denn es wird bekanntlich immer etwas geben, wogegen noch kein Medikament erfunden ist. Aber vielleicht liegt die Heilung ja nicht im Medi, sondern anderswo ...

Hier also der Link:

&lt;a href=&quot;http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,7488768,00.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;ZDF Mediathek&lt;/a&gt; 
				</description>
				
				<category>Gesundheit</category>
				
				<category>Beobachtungen</category>
				
				<category>Kommerz</category>
				
				<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 01:51:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2008/12/12/ZDFs-Doku-gegen-die-PharmaMafia</guid>
				
				
			</item>
			
			<item>
				<title>Interessante Zukunft</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2008/11/23/Interessante-Zukunft</link>
				<description>
				
				Letztens sah ich einen Thementag auf Arte zur Zukunft der Gesellschaft, des Wohnens, der Technik, der Umwelt. Der Thementag befasste sich mit dem Leben in der Zukunft, wie werden die Menschen leben, wo und in welchem Kontext.

Nach der aktuellen Krise scheint die Realit&#xe4;t zu lernen, dass dier Globalisierung ein Fehler war, zumindest teilweise. Das Herumkarren von Resourcen ist einfach eine Idiotie sondergleichen, erst recht unter dem Aspekt der Energieverschwendung. Wenn ein Nahrungsmittel nicht in der unmittelbaren N&#xe4;he seiner Verbraucher angebaut oder gez&#xfc;chtet wird, schluckt sein Transport Energie, die die Menschen in der Zukunft sich wohl nicht mehr leisten k&#xf6;nnen.

Dies ist leicht einsehbar, wenn man mal bedenkt, wieviel Energie aufgewendet wird, um eine Megacity von ca. 5 Millionen Einwohner &#xfc;berhaupt t&#xe4;glich mit Nahrung und Wasser zu versorgen.

Die Zukunftsforscher kamen daher auf meinen Lieblingsspruch &quot;Think globally, act locally&quot;. Um den Globus zu erhalten, m&#xfc;ssen die L&#xf6;sungen lokal funktionieren.

Was ich bisher nicht wusste, und was mich sehr freute, war die Tatsache, dass offenbar doch schon recht viele Leute als St&#xe4;dteplaner arbeiten, die sich die neuen Wohn- und Lebensumgebungen vision&#xe4;r entwickeln.

So sind St&#xe4;dte geplant f&#xfc;r die W&#xfc;stenregionen, die 500&apos;000 Menschen Platz geben, ihre eigenen Nahrungsmittel in der Stadt erzeugen und die Abfallstoffe in Kreisl&#xe4;ufen wieder aufbereiten. Elektrizit&#xe4;t wird aus all den Kreisl&#xe4;ufen und nat&#xfc;rlich der Sonne erzeugt, die die Stadt voll versorgen kann.

Andere Modelle sehen in unseren Breitengraden turmhohe Wohnzylinder vor, die alles bieten, was eine Stadt in der Fl&#xe4;che bereith&#xe4;lt, einfach in der H&#xf6;he. Sie b&#xf6;ten Platz f&#xfc;r viele tausend Menschen. Da sie nur wenig Fl&#xe4;che beanspruchen, ist das unmitellbare Umland die Nahrungsquelle. Grosses Pendeln der LAndbewohner in die Stadt entf&#xe4;llt, da die Stadt quasi vor der T&#xfc;r steht. Wenn man aktuellerweise die Projekte im &#xf6;lreichen nahen Osten anschaut, sieht man, dass zumindest die Technik schon soweit ist.

Die afrikanischen wie auch die arabischen Staaten w&#xfc;rden die neuen Energiequellen sein, denn viele der vision&#xe4;ren Energiekraftwerke funktionieren nur mit viel Sonne und grossen Fl&#xe4;chen, wie zum Beispiel das Heissluftkaminktraftwerk, das nur aus Glas besteht. Es besteht aus einer ca. 7-10 km durchmessenden, etwa 3 Meter &#xfc;ber dem Boden schwebenden Glasscheibe, in deren Mitte ein 1 km hoher Kamin steht, in dem eine Luftturbine den Aufwind, der sich aus dem Hitzeunterschied unter der Glasscheibe und dem Kaminende ergibt, in Strom umwandelt. Wenn im Boden unter der Scheibe Wasserleitungen verlegt werden, kann das Kraftwark auch ohne Sonne Strom produzieren, da tagspber die Sonne nicht nur die Luft, sondern auch das Wasser erhitzt, das die gespeicherte Hitze in der Nacht wieder abstrahlt und den Luftstrom im Kamin so aufrecht erh&#xe4;lt.

Elektrizit&#xe4;t nach Europa zu transportieren, sei offenbar kein Problem, es w&#xfc;rden nur 10% Verluste auftreten. Ich hoffe, dass auch Politiker endlich einsehen, dass es Rollen&#xe4;nderungen geben wird, dass Europa massiv Geld investieren k&#xf6;nnte - in Energieproduktionsanlagen in Afrika oder Arabien - statt in Kohlekraftwerkde oder doch wieder nur Atommeiler in Europa. Doch ob Politiker wirklich global denken k&#xf6;nnen?

Viele dieser Projekte sind schon realiserbar, einige schon realisiert. In Bedfordshire, England, zum Beispiel gibt es eine Musterstadt, die keine CO2-Emissionen habe, die ihre Nahrung und Energie selbst erzeuge. H&#xe4;user haben dort eine raffinierte Bel&#xfc;ftung, die ohne Elektrizit&#xe4;t auskommt, weil der Luftzuug &#xfc;ber die D&#xe4;cher die Kamine wie Windr&#xe4;der dreht: Luft wird in die H&#xe4;user gedr&#xfc;ckt, die Abluft wird im Windschatten abgegeben, nicht ohne zuvor &#xfc;ber einen W&#xe4;rmetauscher seine W&#xe4;rme an die Frischluft abzugeben.

Es ist toll zu sehen, was interessierte Leute entwickeln k&#xf6;nnen, wenn sie konsequent global denken d&#xfc;rfen. Es ist zu hoffen, dass deren Denkweise auch bei uns ankommt, damit diese neuen Konzepte in unseren Alltag einfliessen. So subversiv halt, wie die derzeit aktuellen Denkweisen wie Globablisieunrg, freie M&#xe4;rkte etc. quasi die Basis unseres Selbstverst&#xe4;ndnisses der &quot;zivilisierten&quot; Welt darstellen.

&quot;Freie M&#xe4;rkte&quot;, das sei ohnehin eine L&#xfc;ge, denn eine Studie hat ergeben, dass alle heute reichen L&#xe4;nder, die das predigen, nur reich wurden, weil sie in der Vergangenheit eine Phase der starken Abschottung und des Protektionsmus durchgingen - also genau das, was sie anderen, noch nicht reichen Staaten verbieten m&#xf6;chten. Tja, vor allem afrikanischen Staaten. Und siehe da, sie bleiben arm, weil sie unter dem Druck der Weltbank-Ideologie ihre M&#xe4;rkte nicht sch&#xfc;tzen d&#xfc;rfen. Und deshalb werden sie nicht reich, im Gegenteil, der Import von billigem ausl&#xe4;ndischen Zeug vernichtet die lokale Landwirtschaft, verhindert die Industrialisierung und f&#xfc;hrt zu Abh&#xe4;ngigkeiten, nicht nur kommerzieller Art. Bildungsschw&#xe4;che, Arbeitslosigkeit, Aussichtslosigkeit sind Konsequenzen.

Wie auch immer. Der TV-Abend hat mir gut gefallen, es hat mir gezeigt, dass immer mehr Leute an den notwendigen &#xc4;nderungen arbeiten, um die Zukunft gelassener zu sehen, denn nur diejenigen, die sich nicht damit besch&#xe4;ftigen, m&#xfc;ssen wohl Schiss vor ihr haben. 
				</description>
				
				<category>Umwelt</category>
				
				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 15:24:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2008/11/23/Interessante-Zukunft</guid>
				
				
			</item>
			
			<item>
				<title>Die USA und ihre Leute ... grauslich</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2008/11/3/Die-USA-und-ihre-Leute--grauslich</link>
				<description>
				
				Wenn man so die Info-Report-Shows im TV sieht, die Leute interviewen, &#xfc;berall in Amerika, deren Unwissenheit, ihre Arroganz, Ignoranz, Einseitigkeit, Engstirnigkeit, Scheinheiligkeit, Verf&#xfc;hrbarkeit, Manipulierbarkeit, Herdencharakter ...

Da wird es mir also Bange, auch wenn ich am Vortag des Wahlabends nicht meine, dass einer von beiden Kandidaten wirklich eine grosse &#xc4;nderung herbeif&#xfc;hren k&#xf6;nnte - zumindest nicht in einer ersten Amtsperiode.

Ich traue beiden genug Besonnenheit zu, aber dem Volk, dem traue ich also nicht so ganz ... pauschal, ich weiss, auch wenn genau ich immer sage, man d&#xfc;rfe nicht pauschalisieren. Doch was in den Doku-Sendungen an Banalit&#xe4;ten des portraitierten Fussvolks ans Tageslicht kommt ... da bin ich schon fast froh, geht es gerade denen etwas schlechter zurzeit. Solche Gesinnungen d&#xfc;rften also wirklich nicht das Amt des &quot;m&#xe4;chtigsten&quot; Mannes bestimmen.

Und nachdem McCain Palin als sein Fellow deklarierte, darf der nur schon ihretwegen nicht w&#xe4;hlbar sein. Schliesslich hat das Internet doch wirklich recht, oder?

&lt;a href=&quot;http://www.palinaspresident.us/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Palin as president&lt;/a&gt; (Vorsicht auf die Audio-Lautst&#xe4;rke, wenn Ihr die T&#xfc;r &#xf6;ffnet ...) 
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				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 23:37:00 +0200</pubDate>
				<guid>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2008/11/3/Die-USA-und-ihre-Leute--grauslich</guid>
				
				
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				<title>Klima vs. Wirtschaftskrise</title>
				<link>http://www.orientierungshilfe.biz/blog/index.cfm/2008/10/29/Klima-vs-Wirtschaftskrise</link>
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				Einer, der etwas mehr &#xdc;berblick oder Abstand zur Emotionalit&#xe4;t hat, reibt sich da doch &#xf6;fters die Augen: Nachdem die Kosten der Klimaver&#xe4;nderung hochgerechnet und nur deshalb von den scheuklappenblinden Politiker (und nicht nur von denen) endlich wahrgenommen wurden, war es bis vor den h&#xf6;chst kurzweiligen Effekt der Economy-Krise allen klar, dass ein Weitermachen in demselben Stil die Sch&#xe4;den an der Umwelt so hoch treiben w&#xfc;rde, dass sie jede Volkswirtschaft an die Wand fahren werden. Dann aber endg&#xfc;ltiger. 

Im TV sagten sie &#xfc;ber irgendeinen Konsumentenindex in Deutschland, dass der nach oben zeige, die Leute konsumieren wie &#xfc;blich, wenn nicht gar mehr. Klar, denn das Ged&#xf6;ns um die Wirtschaft ... in Europa kann noch jeder sein Brot kaufen. Und wenn die Rezession kommt, die G&#xfc;ter sind ja noch immer da, keine Naturkatastrophe hat Getreide, Gem&#xfc;se, Wasser ruiniert, werde f&#xfc;r nur eine Saison noch wenige Jahre. NICHTS ist passiert. Und dennoch konnte dieses Nichts die Staaten zum Herausr&#xfc;cken von Milliarden veranlassen.

Wie irrational. Wenn in 100 Jahren Holland unter Wasser liegt, in Zentraleuropa vielleicht im Sommer 40 Grad herrschen, keine Regenf&#xe4;lle mehr, im Winter Wasser und St&#xfc;rme den Humus in gewaltigen Wetterausschl&#xe4;gen wegwaschen, in der Schweiz all die Bergk&#xe4;ffer regelm&#xe4;ssig von Schlammlavinen geschliffen werden, dann wird das die Banken und den Staat gigantisch viel kosten, und zwar an realen Werten. Werten, die ja die Grundlage des Geldes sind. Werte, die, wenn vernichtet, jede virtuelle W&#xe4;hrungsabst&#xfc;tzung l&#xe4;cherlich machen. Gold kann man bekanntlich weder fressen noch saufen. Die Goldvorkommen der gesamten Welt sind nicht einmal einen Kubikkilometer gross. Was ist das schon. Und auf Teilen dessen basieren einige W&#xe4;hrungen. Wie l&#xe4;cherlich.

Die f&#xfc;r alle Menschen essentiellen Werte wie gute Luft, sauberes Wasser, sch&#xf6;ne Landschaften, die sollten bewertet werden, darauf sollte eine W&#xe4;hrung basieren. Die Abwertung gesch&#xe4;he, wenn die Einwohner eines Landes diesem keine Sorge geben. Und wenn sie es &#xfc;ber den Durchschnitt hinaus pflegen, k&#xf6;nnte die W&#xe4;hrung St&#xe4;rke zeigen, weil dieses Land nicht nur reich im virtuellen, sondern auch im real erfahrbaren Sinne ist.

Es nimmt mich immer wunder, wie Leute, die in tageslichtlosen B&#xf6;rsen ihre Arbeitszeit verbraten, wohl gerade deswegen nicht mehr bemerken, was sie als K&#xf6;rper und Menschen brauchen. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, ob es sog. kleine oder grosse Tiere, &#xe4;hhh Leute sind - Tiere t&#xe4;ten sowas Bescheuertes nicht.

Da ist das Konto gross, die Arbeitslast zwar auch, und was machen die? Eine Villa ranklotzen in der Natur. Also gilt auch bei denen doch: Die Natur, das nat&#xfc;rliche Umfeld, ist es, was wirklich z&#xe4;hlt. Sonst k&#xf6;nnten diese ihre Kohle ja eigentlich im Bunker unter dem Gotthard versaufen. Das w&#xe4;re wenigstens konsequent.

Wie auch immer, der Bundesrat will nun als Wirkung der Krise die Regeln zum Betrieb von Gaskraftwerken lockern, der Bundesrat, nicht das Parlament. Weil der Betrieb nicht wirtschaftlich sei. Schimpf und Schande &#xfc;ber den Bundesrat. Welches Lobbying hat wen dort erweicht?

Ok, der einzelne Mensch ist halt eine &#xe4;usserst kurzzeitige Erscheinung. Er hat - wenn kein spezielles Interesse vorhanden - einfach keinen Blick f&#xfc;r lange Prozesse.

Wenn die schnelle Wirtschaftskrise abl&#xe4;uft, reagiert er ebenfalls angemessen schnell, obwohl auch diese Krise vorhergesehen wurde. Der reale Schaden ist allerdings auch relativ gering.

Wenn die generationenlange Klima&#xe4;nderung abl&#xe4;uft, reagiert er praktisch nicht, weil er sie nicht wahrnimmt. Der reale Schaden wird sich anschleichen, er wird Effekte haben, doch wird immer noch keiner die Ursachen wirklich beachten und entsprechend darauf reagieren wollen.

Diese Kurzlebigkeit ist eventuell ja auch die Chance, die der Menschheit bleibt: Denn die erfolgreichsten Lebensformen in der Fauna sind die Insekten, weil sie sich enorm schnell anpassen k&#xf6;nnen. Im Vergleich mit einer Eintagesfliege (mitsamt ihrer Larvenphase) scheinen wir mit einem ca. 250 mal l&#xe4;ngerem Leben ebenfalls sehr langsam. Und doch bewegen wir uns, auch wenn die Fliege uns eher wie wir die Berge wahrnehmen d&#xfc;rfte. Als einzelnes Individuum merkt sie nicht, wie der Mensch grad eingreift und den Fluss trockenlegt, aus dem sie gekommen ist und in den sie ihre befruchteten Eier reinwirft. Sie hat aber auch kein h&#xf6;heres Bewusstsein, dies wahrzunehmen. 

Sie hat daf&#xfc;r auch kein Ego. Sie will auch nichts erhalten, das Individuum spielt keine Rolle, nichtmal die Art ist wichtig. Das unterscheidet die Natur vom Menschen. Die Gesamtheit der Natur ist immer da, Namen und Formen sind unerheblich. Das macht es einfach.

Der Mensch hat oder ist hingegen ein h&#xf6;heres Bewusstsein, das gr&#xf6;ssere, l&#xe4;ngere Prozesse sehr wohl wahrnehmen kann, z.B. &#xfc;ber das Mittel der Wissenschaft.

Wieso also benehmen wir - in den reichen L&#xe4;ndern - uns also nicht endlich mal wie Menschen und w&#xfc;rdigen diese Prozesse? Aus vorhersehender Einsicht mit Wahlm&#xf6;glichkeiten und nicht aus erleidender N&#xf6;tigung, ohne Wahl?

Wer in der aktuellen Zeit meint, er d&#xfc;rfe das Notwendige unter dem Deckm&#xe4;ntelchen des Kurzzeitigen aus dem Fokus der Gesellschaft verdr&#xe4;ngen, der handelt in meiner aktuellen Ansicht anmassend. 
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				<category>Beobachtungen</category>
				
				<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 00:02:00 +0200</pubDate>
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