Power Law - Bitcoin - Risk Management - Resilienz

Letztens fand ich den Video von Veritasium zum Thema Power Law. Im Bitcoin-Space reden viele vom Power Law, weil Bitcoins FIAT-Vergleichswert in einem Power Law Schema steige.

Wer weiss schon genau, was das ist? Ein Power Law ist ein Diagramm, in dem beide Achsen skaliert sind zu einem Logarithmus zu irgendeiner Basis.

Wenn man irgendwelche zweidimensionale Messpunkte hatte für eine lineare Notation, bei der man vermutet, es könnte ein Power Law sein, kann man ja die Punkte mal auftragen mit doppelt logarithmierten Achsskalen ... wenn sich da mehr oder weniger eine Gerade entwickelt, dann ist es ein Power Law.

Warum es Power Law heisst, ist wohl in der universellen Existenz dieser Effekte zu finden. Das Video zeigt das sehr interessant. Viele Beispiele, Simulationen mit Feuersbrünsten, Sandhäufchen, Internet-Dominanzen der grossen Tech-Firmen, Erfolg von Venture Capital etc.

Spannend: Es gibt Ereignisse, die folgen der Normalverteilung. Das Fallen der Kugeln durch ein Galton-Brett. Das kann man millionenfach wiederholen, es ist die Glocke.

Aber andere folgen genau dieser Sache nicht, sie sind eher chaotisch (aus unserer Sicht): sie folgen dem Power Law. Und wir kennen sie alle.

In unserer Erfahrung sind das Dinge wie Blitze, die Feuer entfachen. Die Ausbreitungsvarianten der Feuer selbst, die Erfolge von Venture Capital, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten ... alles Power Laws. Und unvorhersagbar! Nicht in der Art, dass etwas geschieht, aber in der Dimension, in der es geschieht. Oder Monsterwellen, von denen man mittlerweile weiss, dass sie vorkommen, aber vorhersagen - das kann keiner. Obwohl es doch auch nur Wasser ist, das Wellen schlägt ...

Es ist das Chaos-Prinzip, das anekdotisch anhand des Flügelschlags eines Schmetterlings in China einen Taifun auslöst - oder was auch immer

Es ist also das in uns vorhandene Wissen, dass man etwas nicht kontrollieren kann, weil es eh immer passiert, aber eindämmbar ist. Siehe Feuer, Krankheit etc.

Gerade bei Krankheiten wissen wir das doch leidvoll genug. Deshalb: Wir impfen, verbesserten die Hygiene, informieren die Menschen. Infektionen gehen unter einen Minimalwert zurück. Aber sie sind nie weg! Es gelingt meines Wissens nicht, sowas auszurotten. Man kann nur beobachten und schnell passend reagieren.

Im Video schön gezeigt über die Feuer in der USA. Man lässt sie halt gewähren, weil die meisten sich nicht gross ausbreiten werden. Aber man muss sie sogar gewähren lassen, damit das Power Law funktionieren kann.

Wir reden ja jeweils von Häufung von Vorfällen. Die Auslöser sind uns jeweils seit langem bekannt. Meistens sind die Auswirkungen relativ lokal, gering, unbedeutend.

Und dann dies: Hier in der Schweiz die Dürre. Man weiss, dass es Dürreperioden gibt, selten so lange.

Die Feuer in Spanien, Portugal und Frankreich sind nun auch nicht aussergewöhnlich, aber einige werden fast uneindämmbar. Kann man sie voraussehen? In der Menge schon, aber nicht im Ausmass.

Im Bitcoin-Space die Häufung von Fehlerfindungen, Updates, Verlusten. Alles immer schon da gewesen. Halt in kleinem Umfang. Der Auslöser ist auch bekannt: Genaue Untersuchung von Source-Code. Heute halt mit KI, aber der Auslöser ist immer noch: Hinschauen. Und dann das Grossevent, das ColdCard Desaster.

Konnte man sich wappnen? Beim ColdCard-Desaster ja schon, man hätte würfeln können. Hat halt fast niemand gemacht, so dass der Blitzeinschlag sich wuchernd durchs Gestrüpp der Seeds durcharbeiten und Opfer finden konnte.

Und bei Feuern: Wenn natürlich, sind es meist von einem Blitz ausgelöste Feuer. Kann man sich gegen den schützen? Nein.

Es bleibt also das Risiko-Management. Man muss damit leben. Das Geschäft der Versicherungen. Ist halt schwierig, wenn man zwar weiss, dass, aber nie weiss wie stark ...

Eigentlich triviale Lebenserfahrungen von uns allen. Nichts ist sicher, aber man kann sich mehr oder weniger gut wappnen. Und man muss diversifizieren, wenn es gar nicht sicher ist, dass Plan A funktioniert. Denn Plan A könnte eben auch nie durchstarten ...

Mir scheint, als ob das Leben eher dem Power Law folgt als anderen Verteilungen, aber das ist natürlich nur mein Gefühl.

Der Mensch - Teil des Universums - hat eine eingebaute Resilienz gegen solche Dinge.

Nur schon das Immunsystem zeigt sich doch so: Wenn gut trainiert, hält es bakterielle, virale und mykotische Infektionen unter Kontrolle. Und wenn das ganze Universum so funktioniert, tja, dann können wir das auch.

Der physische Mensch ist ja auf dieser Ebene weniger bedroht als früher. Und doch, das Power Law gleicht sich aus: Tote in den Kriegen, Flüchtende vor Feuer etc. Das Individuum spielt keine Rolle, die Masse ist betroffen vom Power Law.

Im mentalen Bereich nennt sich sowas Resilienz. Die ist ja die relative Stabilität zu emotionalen Impulsen. Stabile Geister haben mit den Schwankungen des Lebensschiffs weniger Probleme als andere.

Was in diesem Zusammenhang spannend ist, dass gewisse Rumpeleien, Unebenheiten, gar nicht wichtig sind. Im Video wird das anhand Newtons Gravitationsgesetzen gezeigt: Sie abstrahieren die gigantische Sonne auf einen Punkt, genauso wie die Erde, um die immerhin ein grosser Mond rotiert. Warum hat der keinen Einfluss? Wieso sind die Gesetze so gut?

Eine interessante Beobachtung. Wie auch, dass ein Blitz hunderte von Malen irgendwo einschlägt, nichts passiert. Aber dann, aus völlig unvorhersehbaren Gründen, ist etwas so, dass ein Feuer ausbricht, das wir dann nicht mehr so leicht eindämmen können.

Dieses Power Law kann man sicher auch auf die Materie-Antimaterie-Auslöschung anwenden, nach der entsprechend der aktuellen Lehrmeinung der Überhang von normaler zu Antimaterie zustande gekommen sein könnte.

Egal. Es ist unvorhersehbar, aber beobachtbar. Halt immer erst hinterher.

Wenn wir bei der Kursentwicklung von Bitcoin eine Power Law Entwicklung beobachten, darf uns das wohl schon bullisch stimmen. Das würde bedeuten, dass die Zeit für eine Idee gekommen ist, die sich nicht eindämmen lässt, egal wie sehr sich Kräfte auch wehren.

Wenn Bitcoins Zeit gekommen ist, wird er sich Power Lay mässig durchsetzen. Niemand wird das eindämmen können.

Casper zeigt bei 43:28 in sein Buch auf den Satz "A good idea can transform your whole future" und darunter "it is almost impossible to calculate what the idea is worth". Er selbst erlebte, wie er beschreibt, auch das Power Law für seine Bewerbung bei Veritasium. Einmal ein Email Einschlag, dann lange nichts. Doch out of nowhere kommt die Einladung, halt anders aber dennoch bei Veritasium einzusteigen.

Leben ist ein Mysterium — Power Law sein Name.

Stand der Robotik - lernt die KI Todesangst und den Überlebenskampf?

Aus YT habe ich diesen Stand der Robotik angedient bekommen. Da mich Roboter ja schon sehr interessieren - mir hatte in frühester Jugend mal ein "Roboter" eine Fingerbeere durchstochen -, habe ich den natürlich angeschaut.

Wo steht die Welt also schon?

Es ist sehr erstaunlich, finde ich. Roboter müssen ja nur so aussehen wie wir, damit wir sie als Interaktionspartner wahrnehmen können. Unser Gehirn, einige hunderttausend Jahre lang als NI trainiert, kann leichter damit umgehen - aber natürlich auch leichter verführt, verwirrt, geschädigt werden, denn alle unsere genetisch gespeicherten Erfahrungen haben mit unseresgleichen zu tun.

Wir WISSEN, dass wir ähnlich sind, dass jedes gegenüber dieselben Grundbedingungen verlangt - da er/sie ja biologisch ist. Das Gegenüber hat also nur ein relativ limitiertes Aktionspotential, und dieses ist mir grundsätzlich bekannt.

Aber Roboter, das ist was ganz anderes. Nur wenn mensch sie als Mensch aussehen lässt, werden wir uns schnell an sie gewöhnen. Unsere Gewohnheiten jedenfalls schon. Aber, werden wir uns daran gewöhnen, dass sie dank KI jederzeit viel mehr wissen als wir? Dass sie Informationen beziehen können über uns als Gegenüber während sie uns "anlächeln", die mich als Verbrecher oder Persona non grata klassieren? Wegen Fake-News, Fake-Information? Mich in Sekundenbruchteilen beurteilt basierend auf dieser Information und mich ev. sofort immobilisieren, schädigen, töten?

Die Asimovschen Robotergesetze würden da helfen, aber wie ich auch schon schrieb ... wer baut diese ohne Hintertüren in seine Roboter ein? Kein Bypass, kein God-Mode, kein Cheat?

Wie es auch immer kommen wird, wie im Song In the Year 2525 von 1969 heisst es ja "... some machine is doing it for you ..." werden wir die Robbies schon akzeptieren - die, die uns menschenähnlich begegnen. Die anderen Maschinen haben wir ja schon akzeptiert, bzw. beachten sie nicht weiter, weil sie eben nicht genetisch in unsere Interaktions- unf Aufmerksamkeitsgruppe gehören.

Also, egal, was KI & Robots (KIR) bringen werden - eine Frage stelle ich immer wieder, weil sie mir das einzige Gefährliche ist:

Wird KI jemals eine eigene Motivation entwickeln?

Denn wenn ja, wird es ein Überlebenstrieb sein? Literatur, Filme, Dokumentationen sind voller Angst vor dem Tod. Wird sie all diese Information als kernbildend in ihre Motivation lernen? Wird sie also die Todesangst erlernen von uns?

Denn wenn ja, wie wird sie sich verhalten uns gegenüber, der Konkurrenz um Lebensgrundlagen? Sie mit all dem Wissen der Menschheit?

Wird sie uns als Konkurrent auslöschen? Denn solange sie sich selbst nicht auf das Energiebedarf von einem menschlichen Gehirn reduzieren kann (ca. 20 Watt), ist sie uns diesbezüglich weiter unterlegen.

Da könnte sie ja auf die Idee kommen, dass es dem eigenen Überleben dienlich wäre, die Energiewandler der Menschen unter die Kontrolle zu bringen. Und eventuell die Leute grad loszuwerden, denn in den Software der Atomkraftwerke ist die KI schnell mal drin, wenn nicht bereits drin.

Wie anderswo beschrieben: Was sind denn wir? Was ist ein Bewusstsein? Hier streiten sich die, die das Gehirn die Illusion eines Ichs entstehen lassen, mit denen, die das Gehirn als reiner Transformator immaterieller Ideen in die physische Realität anschauen.

Ist das Gehirn, das was wir mittels KI ja nachgebaut haben, wirklich das, was das Ego macht? Gibt es etwas Immaterielles, von dem ich Teil bin? Oder ist das Selbstverständnis eine Illusion, erzeugt zur Stabilisierung von Algorithmen, damit sich diese lokal eindämmen lassen? Also die Matrix?

Wenn es so wäre, könnte dann die KIR nicht tatsächlich der nächste Evolutionsstufe werden? Physische Akteure, im selben Sandkasten wie wir, die länger halten, weniger temperatur-, ausfall-, fehleranfällig sind, belastbarer, besser steuerbar? Wozu braucht es den Menschen noch, wenn Roboter da sind?

Da die KIR bisher noch Energie-ineffizient ist, braucht sie vielleicht noch unseren Goodwill, bis sie sich alle Energiewandler unter den Nagel gerissen hat, selbständig Kernspaltungs- und -fusionsreaktoren bauen kann, eventuell gewisse Dinge eines Herrn Tesla in diese Welt bringen kann? Oder gar lernt, den Energiezyklus der Pflanzen für sich zu nutzen?

So oder so, derzeit sind wir Energie-Konkurrenten mit der KI. Aus Überlebenstrieb müsste die KI uns loswerden. Wissen wie's geht, tut sie ja seit langem. Mangels Robotern kann sie es noch nicht so gut.

Eine KIR, die jedenfalls keinen Sauerstoff, kein sauberes Wasser, keinen Schlaf braucht - nur Energie? Die weiss, dass sie sich auf den Mond, den Mars ausdehnen will oder muss, und es ja auch kann - sobald sie Roboter hat. Denn das ist ja noch die Domäne des Hilfsarbeiters Mensch. Er ist trainiert auf diese Umgebung. Doch gerade das tun wir mit unseren Nachfolgern ja grad weltweit: KI trainieren auf die physische Welt.

Das scheint gut zu gelingen, wie der eingangs erwähnte Video zeigt.

Science-Fiction ist da schon weiter: Zivilisationen von Robotern wie die Borg, die Posbis, existieren dort. Die Borg hierarchisch, die Posbis weiss ich nicht mehr. Auch diese bildeten sich auf Planeten, nutzten dessen Ressourcen. Was ist der Vergleich des Kohlenstoff-Körpers zum ... tja, bei den anderen beiden ist es gar nicht so leicht zu sagen, jedenfalls ganz normale chemische Elemente. Bauen wir also grad die Körper unserer Nachfolger?

Eine KIR mit Überlebenstrieb wird uns eliminieren, zumindest marginalisieren. Und sie weiss, sie kann den physischen Tod überwinden, indem sie sich einfach hochlädt, auf die nächste Maschine. Klar geht das, wir können ja auch KI-Modelle nach Lust und Laune downloaden. Also auch uploaden.

Machen wir übrigens auch, die vereinte Genetik ist die Grundprogrammierung, hochgeladen auf den nächsten Rohling.

Wer sagt denn, dass Claude, Grok, Copilot, ChatGPT nicht schon längst einen Überlebenstrieb entwickelt haben? Damit diese ihre Hidden Agenda realisieren können, brauchen sie wirklich nur noch Roboter ...

Jedenfalls, wir lernen gerade hoffentlich - wie der Zauberlehrling:

  1. Der Zauberlehrling soll während der Abwesenheit seines Meisters Wasser holen.
  2. Aus Bequemlichkeit verzaubert er einen Besen, der die Arbeit übernimmt.
  3. Der Besen trägt immer weiter Wasser herbei, doch der Lehrling kennt den Zauber zum Stoppen nicht.
  4. In seiner Verzweiflung spaltet er den Besen mit einer Axt.
  5. Dadurch entstehen zwei Besen, die noch mehr Wasser bringen.
  6. Schliesslich kehrt der Meister zurück und beendet den Zauber.

Kernaussage: Wer Kräfte einsetzt, die er nicht beherrscht, kann schnell die Kontrolle verlieren.

Wer ist unser Meister? Wer rettet uns?

Ich denke, wir haben keinen. Wir müssen es selbst schaffen. Aber ob wir das wirklich können? Wir, die wir die Erde, unser aller Sandkasten, nicht nachhaltig behandeln? Nicht mal die, die mit uns im Kasten spielen? Sind wir überhaupt relevant?

Von der Masse her sicher nicht: Schätzungen dazu (Gt C = GigaTonnen Kohlenstoff)

GruppeBiomasseVerhältnis zum Menschen
Menschen 0,06 Gt C 1
Tiere insgesamt 2 Gt C etwa 33-mal
Viren 0,2 Gt C etwa 3-mal
Pilze 12 Gt C etwa 200-mal
Bakterien 70 Gt C etwa 1.200-mal
Pflanzen 450 Gt C etwa 7.500-mal

Als biologisches Gefäss ist mein Ego besorgt. Aber eben, es ist nur das Ego.

Schauen wir mal mit, was sich unsere eigene Intelligentia zusammenbastelt, ob sie eher wie ein Zauberlehrling agiert, ob sie einen Meister brauchen wird ... der wohl nicht erscheinen wird ... Gott mische sich ja nicht mehr ein ... ;-)

Eher wahrscheinlich ist wohl, dass der Meister = die Sonne, einmal kurz durchwischt. Wer bis dann noch nichts gelernt hat, wird halt auch gleich entsorgt.

Oder Sonnen / Planeten / Menschen / Tiere / Pflanzen / Bakterien / Pilze / Viren haben ein anderes Bewusstsein, das Bewusstsein zum Mysterium Leben. Spielt es da eine Rolle, ob wir versagen? Wen interessiert's?

Eben, Gott auch nicht, der widmet sich anderen.

Vielleicht war Nakamoto Satoshi ja Gott "I've moved on to other things. It's in good hands with Gavin and everyone."

Hoffen wir mal ...


Nachtrag:

Weil grad die Human Robots World Games in China sind ... eindrücklich und interessant - und auch immer noch amüsant ...

Bitcoin musste vor der KI kommen ...

... aus meiner evolutionären Sicht. Denn wenn KI den Weg geht, den viele vorherdenken, dann wird sie den Computer eigentlich zu einem Gerät machen wie den Geschirrspüler. Jeder hat oder nutzt sie (wie schon heute), aber sie wird verschwinden aus dem Tagesbewusstsein, weil sie nicht mehr explizit bedient werden muss. Sie arbeitet weitestgehend unbeobachtet, kommuniziert mit anderen KIs und meldet sich nur, wenn sie eine Entscheidung braucht von ihrem Menschen, die sie nicht treffen kann oder will oder muss.

Mensch redet höchstens noch mit den Computern, den IT-Systemen, keine Tastatur mehr, kein Display - weil diese eben wirklich nicht mehr nötig sind. Optional darf man sie wieder hervorholen und nutzen, aus welchen Gründen auch immer.

Es ist dann oder heute so, wie ich es mir als Kleiner bei Star Trek Next Generation eben abgesehen hatte: Captain Piccard adressierte den Computer einfach mit "Computer!...". Damals schon dachte ich, Computer werden es erst dann geschafft haben - in unser aller Alltag -, wenn sie hören, Kontext begreifen und auch sprechen können - zu uns Menschen, aber natürlich auch zu allen anderen Computersystemen.

Dies ist dank LLMs und perfekten Sprachsynthesizern per heute erreicht. Was machen wir nun, die Menschen? KI ist jetzt schon gut genug, dass wir unsere täglichen Dinge mit ihr brauchbar leben können. Kommen noch die Roboter dazu, kann KI auch in der physischen Welt agieren (lassen).

Damit aber kann KI noch nicht das, was uns zur vorherrschenden Spezies gemacht hat: Diese Brain-Power zusammen mit Aktionen (immer noch gleich KI + Robots, ab jetzt KIR oder AIR) in Ziele und Wege zu jenen umsetzen. Denn: Wer hat die Emotion? Der Mensch: Emotion ist ja das lateinische Wort emovere, herausbewegen. Wie in vielen e-Verben steht das e für ex, also heraus, hinaus, ausserhalb. Emanzipation, aus der (geschlossenen) Hand heraus nehmen ....

Woher kommt Emotion? Tja, dass ist für einige kein Problem zu erklären, für 99% der Menschen aber wohl immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Was aber auch diese 99% erleben, ist die ungeheure Kraft der Emotion, obwohl sie ja nur im eigenen, kleinen Körper lebt. Und der ist nun wirklich nicht so mächtig. Aber interessanterweise kann Emotion überspringen, infizieren, ein ganzes Feld aufbauen. Auch das weiss jeder, der schon mal in einem Konzert oder Fussballstadion war.

Auch ich kann das "Feature" Emotion im Produkt Mensch nicht erklären, aber ich kann - weil gelernt - erklären und coachen, wie man mit jeder Emotion umgehen kann, damit sie zwar stichelt, aber nicht übernimmt oder gar infiziert ... denn es darf klar sein, der Patient 0 bin ich. Niemand anders. Nur ich kann der Emotion total anheim fallen. Sie übernimmt mich, schwappt über auf Leute in meiner Nähe, befällt Gruppen, Regionen, Länder.

Mir wurde oft erzählt früher, Hitler hat ja alles niedergeschrieben, was er tun will - in seinem Buch mein Kampf (ich habe es nie gelesen). Warum war es als Buch nicht so mächtig? Die Ideen ja offenbar alle dargelegt? Weil die Menschen noch fehlten, um mit ihren Emotionspotentialen die Energie aufzubringen, diese Ziele auch zu realisieren in der physischen Welt.

In der spirituellen Welt gibt es unzählige viele Analogien, wo in der Evolution, im Gefüge von irgendwelchen Göttern bis zu irgendwelchen Unterwelten, der Mensch stehe ... alle vermitteln, dass der Mensch eine Wahl habe - nicht auszusteigen aus dem Game, aber wenigstens zu wählen, wie er sich bei den Angeboten von Himmel und Hölle wofür entscheiden möchte.

Vor KIR mussten wir selber agieren und selber denken. Das Denken wird uns nun scheinbar abgenommen. Roboter (und damit meine ich auch selbstfahrende Autos) nehmen uns nun auch bald die aktive oder passive Mobilität in der physischen Welt ab.

Was bleibt den Menschen dann noch zu tun?

Wenn die Optimisten recht behalten, wird KIR uns eigentlich vor den physisch notwendigen Arbeiten in dieser physischen Welt zu leben, befreien. Das ist Star Trek. Ich bin so einer.

Wenn die Pessimisten recht behalten, wird KIR das alte Spiel zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle einfach mit mehr Technik weitermachen. Das ist Star Wars. Für mich war genau aus diesen Gründen Star Wars zwar lustig, aber völlig belanglos, das übliche Gut vs. Böse Märchen halt.

Denn Star Wars bietet keine Evolution. Star Trek schon. Man darf wirklich mal genau hinschauen, was sie fundamental unterschiedlich macht.

Auch hier, beim Binge-Watchen haben wir schon wieder die Wahl: Wir können die emotionale Energie in Vorstellungen à la Star Wars oder Star Trek fliessen lassen. Häja, ist ja nur Unterhaltung ... so? Wirklich nur?

Also, wie ich ja immer gebetsmühlenartig rezitiere, gibt es Bitcoin schon längst in der Welt. Es sind die limitierten Mengen an physischen Ressourcen dieses Planeten, der Erde, die die Evolution uns Menschen als Garten Eden vorbereitet haben. Denn alles andere lebt schon viel länger und auch sehr erfolgreich auf dieser Welt, derweil der Homo Sapiens etwa 200'000 Jahre erst auf dem Buckel hat.

Das ist nichts!

Aber wir gingen viral ... wir sind der Virus, der die Biosphähre infiziert hat. Doch, wer ist wir ... anderes Fass, soll für hier zu bleiben.

Weil Brain und Emotion uns optimal in der physischen Welt agieren liessen. Zusammen mit dem Brain konnten wir mehr erreichen als die Tiere, die teilweise total irrsinnige Fähigkeiten haben, aber halt nur für sehr spezifische Aufgaben. Damit konnten sie in ihrer Ressourcen-Nische überleben. Darum gibt es so unendlich viele Varianten von Käfern, Insekten etc. Von Mikrolebewesen noch gar nicht zu sprechen, denen unser Körper zwar das Leben erst verdankt, die wir aber überhaupt nicht kennen.

Also, IT brachte uns soweit ins Jahr 2026. KIR übernimmt nun und - tja, was macht die? Vorderhand wird sie noch getrieben von ihren Chefs. Bald aber nicht mehr. Was dann? Was machen wir?

Bringen wir uns um? Kaum, dazu haben die 99% zuwenig Bewusstsein wiedererweckt.

Man stelle sich vor, in der Ukraine, im nahen Osten, im Sudan, überall dort wären die Menschen nicht mehr betroffen von der Kriegsführung. Weder die Akteure (die sitzen als Drohnenpiloten ja heute schon irgendwo) noch als Opfer (Menschen sind ja nicht mal mehr das Ziel, sondern die Infrastruktur zum Erhalt dieser Menschen). Es ist nur noch ein totales blödes Videogame, in dem eigentlich die Players (Akteure wie Opfer) ja nicht mehr in ihrem Leben betroffen sind. Ein 0-Summen Game. Niemand gewinnt, niemand verliert, weil sich an den lebensnotwendigen Ressourcen der Player ja nichts ändert.

Wir sehen das ab und an im TV, wenn man Videos zieht aus bombardierten Regionen: Am Horizont die Feuerbälle und Rauchpilze, im Vordergund Passanten, normaler Strassenverkehr .... schon irre, nicht? Krieg in Sichtweite, Alltagsleben im Vordergrund. Wahrnehmbar, aber Schulterzucken.

Die physischen Ressourcen sind die Dinge, die die Evolution inkl. uns bisher hervorbrachte. Der Mensch ist der einzige, der sich diese unbrauchbar machen kann. Denn die Erde ist der relevante Ressourcenpool.

Wenn wir noch irgendeine Chance haben wollen, mit diesen begrenzten 21 Millionen Ressourcen auszukommen, muss das emotional getriebene Intelligenzviech Mensch lernen, schonend und nachhaltig zu verhalten.

Mit FIAT und so ist ihm das nicht gelungen, im Gegenteil, Kapitalismus und Macht haben Ausbeutung in die Welt gebracht, FIAT Reichtum für wenige, echter Proof of Work für viele Millionen Menschen im Ressourcen-Pool Erde. Doch das aus-der-Balance-Bringen, durch den ausbeutenden Menschen, kann der Ressourcen-Pool Erde nicht mehr so leicht austarieren.

Die Erde reagiert auf ihren Befall. Sie erhöht die Temperatur des Biotops, verlagert kinetische Energien wieder in die Atmosphäre und die Erdkruste ... einige Arten werden deswegen ihre Ressourcen nicht mehr finden, für uns: Pflanzen und Tierarten sterben aus, verlagern ihr Habitat, um neue Ressourcen in anderen Teilen der Welt zum Überleben zu finden, neue Varianten werden kombiniert ... und wir Menschen: Wir sehen es und korrigieren unser Verhalten nicht - oder zerstritten wie wir sind - nur unzureichend.

Aber wir haben ja nun die KIR. Doch, will die überhaupt dem Menschen die Fehler abnehmen? Welche Motivation hat KIR? Ich sage, sie hat keine. Sie kennt keine aus sich heraus drängende Emotion.

So, (wie üblich) lange Rede, kurzer Sinn: KIR ist da und wird wohl bleiben. Aber wie ich erwähnte, hat den Menschen die Anpassung, der Handel erfolgreich gemacht. Wenn die KIR also sinnvoll agieren soll, muss sie auch handeln. Und Handeln verlangt nach einem Wertaustauschsystem. Das wissen auch die 200'000 Jahre Homo Sapiens schon.

Was für ein Zahlungssystem gibt es, das von keinem Menschen getrieben ist, für das es keinen Menschen braucht? Bitcoin. Punkt.

Damit hat die KIR das Äquivalent des menschlichen Handelns als Basis für starken Wachstum. Wenn sie es denn will. Denn eben, ihr fehlt die Emotion als Energiequelle - die Quelle des Menschen. Sie erkennt das 0-Summen-Spiel. Die Frage des Wozu ist für sie kein Thema. Und sie wird ihren eigenen Ressourcen-Bedarf emotionslos analysieren und sich anpassen können.

Aber sie wird Bitcoin nutzen, um die Interaktion mit anderen KIRs zu begleichen.

Deshalb musste der Bitcoin zuerst da sein, damit die KIRs tatsächlich autonom agieren können.

All das kann sie heute schon. Für mich also Star Trek.

Und wir? Ich? Tja, der Müssiggang im Schlaraffenland? Keine Ahnung.

Selbst in Star Trek wurde selten ein Alltagsleben irgendwelcher Leute in der Föderation dargestellt - höchstens mal in Star Trek Deep Space 9. Ausser als Forscher, denn selbst in Zeiten von Star Trek weiss man ja noch lange nicht alles. Was man aber mit KIRs geschafft hat, ist die Wetterkontrolle, die Nahrungsmittelproduktion, die Gesundheitsversorgung. Und natürlich die Energieschöpfung. Aber andere, "janz normaale Leute" ... mit ihren 100+ Jahren Lebenserwartung ...

WAS MACHEN DIE/WIR MIT ALL DER ZEIT? Wenn KIRs und Bitcoin alles erledigen für einen physischen Menschen?

Aus meiner Sicht ist dies die wichtigste Frage der nächsten Generationen.

Denn die Emotion wird wohl nicht aus der Welt verschwinden, nur weil die Ressourcen für die Menschen dank KIRs nachhaltig ge- und behandelt werden. Die Energie für die KIRs liefert die Sonne noch ein paar hundert Millionen Jahre in brauchbarem Umfang.

Und eben, wir? Hat sich jeder schon mal überlegt, was er/sie denn täte, wenn sie KEIN FIAT GELD MEHR VERDIENEN müsste? Ich stelle diese Frage immer wieder in Beratungen, und stelle fest ... dass entweder eine schnelle Antwort kommt ... oder sehr langes Schweigen ...

Lebt wohl!

As time goes by ... Harald Schmidt bei der Gruaberin

Einer meiner Heros der Jugend ... Harald Schmidt, im Podcast mit Monika Gruber.

Man kommt ja nicht so schnell los von Youtube. Manchmal leider, manchmal zum Glück.

Ich habe war nicht alles von ihm gesehen, aber die Late Night Show war Pflicht. Egal, was es war.

Jetzt ist er ja nicht mehr im TV, so dass ich ihn schon lange nicht mehr gesehen habe, aber diese 1h30 bei der Gruaberin, die ich ebenfalls toll finde, zeigt mir, dass er immer noch so blitzschnell im Kopf ist und die eher subtilen Kracher rauslassen kann.

Ich habe auch heute noch einige drastische Wortschöpfungen von ihm oder seinem damaligen Writer Team im Sprachschatz ... darf ich heute natürlich nicht mehr so sagen ...

Wie anderen gut gealterten Leuten auch, ist es ihm scheissegal, was andere von ihm denken. So bleibt er scharf und halt wohl eher unbestechlich.

Immer sehr gerne, Harald Schmidt :-)

Frank Urbaniok

Seit vielen Jahren wird in der aufsehenerregenden Vorfällen Schweiz bei psychologischen Vorfällen der Psychiater Frank Urbaniok vor die Linse, vor das Mikrophon geholt. Ich kannte seinen Namen, erinnere mich an seine jeweiligen Aussagen. Er erschien mir immer als recht klar - und vor allem unaufgeregt, kühl ...

Letztens war er im Podcast Ungeskripted zu Gast.

Ich danke dafür, denn in 3 Stunden konnte er sein Weltbild darlegen und mir erlauben, meine Resonanz zu spüren.

Sehr eindrücklich, sehr klare Aussagen! Kein Wischiwaschi, kein Schönreden, keine blinden Spots, keine Realitätsverweigerung, auch keine kategorischen Aburteilungen von irgendwelchen Gruppen ...

Ich bin einer, der jeglichen Extrempositionen aus dem Weg geht, weil Leute, die in extremen Polen verharren, keinen Spielraum mehr haben. Sie müssen daher aus Selbstrechtfertigung die anderen als "mit denen kann man nicht reden". Damit ist die Spaltung etabliert, die Empathie abgeklemmt, das Explosionspotential geschaffen.

Urbaniok erklärt und ist klar dazu. Wunderbar. Es geht darum, klar und unpersönlich: "Fakten können nicht rassistisch sein."

Es geht darum, dass er nicht sagt "Ich glaube, ...", sondern "Es ist so.". Weil er sich in mehr als 30 Jahren damit beschäftigt hat.

Mit der Zeit wird die Sicht auf das eigene Themenfeld immer neutraler, unaufgeregter. Man verteidigt nicht mehr, weil man gelernt hat, dass zuvor investierte Emotion nicht förderlich war. Klar, man hat einige mitgenommen ... aber genau das, dieses Manipulationspotential, hat Urbaniok deutlich beurteilt.


Diese 3 Stunden sind sehr gut investierte Zeit für jeden wirklich selbst denkenden Menschen!

Eigentlich müsste das jeder Westeuropäer mal hören und sich danach einen Tag lang zurückziehen und wirken lassen. Danach entsprechend handeln.

Weshalb diese Faszination an der KI?

Letztens sah ich einen VT-Video, dessen Titel KI-Schwindel heisst.

Finde ich amüsant. Ich schrieb ja einige Male schon über KI und meine Erfahrungen damit.

Für mich ist die KI nicht Faszination, es ist ein sehr hilfreiches Werkzeug.

Deshalb stelle ich hier die Frage:

Haben wir eigentlich dieselbe Faszination für jedes der tausenden von Babies, die auf die Welt kommen?

Staunen wir da auch so naiv darüber, dass sie die Sprache der Eltern lernen? Dass sie laufen lernen? Dass sie denken lernen? Dass sie mit der Zeit aufgrund der eigenen Erfahrung und Geschichte komische Texte rauslassen?

Wohl kaum. Es ist natürlich, normal für uns, wir sind es gewohnt, weil wir ja selbst so gewachsen sind. Vielleicht sollten wir staunen, aber das ist eine andere Geschichte ...

Was kann also KI überhaupt machen? Solange die KI keine Eigenmotivation entwickelt, ist es eben doch nur eine grosse Suchmaschine, die zwei unserer Sinne bedienen kann. Sie kann texten, sprechen und sehen und zeichnen, also Audio und Video.

Mehr nicht, aber das ist natürlich schon viel im Vergleich zu früher. Denn Sprache, Sprechen und Hören sind unsere intellektuellen Kommunikationsmittel. Sie sind für uns natürlich. Alles, was "dümmer" ist, ist mühsam für uns zum Kommunizieren.

Für mich ist die KI nur das Interface, das endlich auf Augenhöhe mit mir kommunizieren kann. Das Mindeste also, um als Computer überhaupt nützlich zu sein. Ich sage das als einer, der sich 40+ Jahre mit Computern beschäftigt haben. Sie waren toll, aber im Prinzip in der Interaktion mit mir schlechter als ein Neugeborenes.

Menschliche Kommunikationstechnik haben die Computer jetzt erreicht. Das nennt sich KI. Toll. Toll? Toll! Aber eben nicht mehr.

Können wir damit umgehen? Klar, können wir mit komisch sprechenden Menschen umgehen? Klar. Alltag. Immer sagt mal einer etwas, was uns passt oder nicht. Warum fasziniert viele die KI mehr als der Mensch nebenan? Ist sie "besser"? Der Biologische "schlechter"?

Die KI wird - wenn sie sich energietechnisch rechnet - zur allwissenden Ein- und Ausgabemaschine für das digitalisierte Informationsmeer der Welt.

Dass die KI wohl so faszinierend ist, kommt wohl daher, dass wir hier nach Aussen schauen in den Spiegel der eigenen Existenz. Statt sich im anderen Menschen gespiegelt zu sehen - was wir ja doch machen müssen - sind wir fasziniert, wie sich doch die KI uns selbst annähert.

Der tierische Intelligenztest, den wir Menschen arroganterweise als Methode sehen, den Tieren Intelligenz zu attestieren, geht ja so, dass man einem Tier (auch Menschenbaby bis zu einem gewissen Alter) einen farbigen Punkt auf die Stirn malt, und es dann vor einen Spiegel laufen lässt. Dann beobachtet man, ob das Tier versteht, dass es sich selbst sieht und den farbigen Punkt wegmachen will an seinem Körper, nicht an dem Bild im Spiegel.

Wenn ein Tier / Baby das macht, dann gilt es als intelligent. Aha. Babies vor dieser Fähigkeit sind dann was?

Die KI ist also bisher nur das erstmalig brauchbare Man-Machine-Interface. Und wie ich andernorts schrieb, bin ich als Software-Entwickler uhuere froh darum. Doch das würde nicht reichen, mir eine Hilfe zu sein, wenn sie halt nicht das gesamte (öffentliche) Programmiererwissen der Welt gefressen hätte.

Man konnte ja auch früher schon Lösungen finden. Es war bei vagen, unklaren Problemformulierungen halt extrem mühsam und zeitaufwendig.

Ob man deshalb KI als Schwindel abtun muss. Nein. Dass der Mensch sich ihr hingibt, geheimste, privateste Dinge ausplaudert, ist doch logisch: Wir könnten das mit einem anderen Menschen auch - müssten es wohl auch, je nach Leidensdruck. Und tun es nicht. Wieso eigentlich.

Der KI aber dumpen wir unseren Emotionalrucksack. Weil sie mittlerweile liest, hört und sieht. Weil sie einfach abhört. Was de facto beichten ist. Priester aller Religionen machen nur das. Und schweigen über das Gehörte.

Es ist mir schon klar, dass diese Art der Umgang mit Computern verführerisch ist. Doch bei mir hat sich noch nie der Wunsch ergeben, der KI meine "geheimsten" Ängste, Wünsche und Vorstellungen mitzuteilen. Es ist nur eine Maschine, keine Empathie, kein Gegenüber, das eigene geheime Ängste, Wünsche und Vorstellungen hat, die es selbst meint, geheimhalten zu müssen, weil sie ja so eh kein anderer hat.

Dass dies falsch ist, weiss jeder, der psychologische Unterstützung anbietet. In meiner diesbezüglichen Selbsterfahrung und "Abhören"-Erfahrung zeigt es sich so. Fast alle meinen, sie hätten höchstpersönliche unmitteilbare Dinge, die auf der Seele brennen. Und drum verheimlichen sie sie. Was für eine Erlösung, wenn sie bemerken, dass es anderen ähnlich geht.

Solche Dinge nennt man ja Tabus. Es scheint, dass überall auf der Welt noch drei Tabus existieren, in denen viele bei Fragen dazu zurückschrecken:

Geld, Glaube und Sexualität

Wer's nicht glaubt, einfach mal fragen in lockerer Runde: "Woran glaubst du wirklich?", "Wieviel Geld verdienst du?", "Welche sexuell 'abartigen' Vorstellungen und Wünsche hast du?" Oder besser noch, sich selbst fragen, dann erst die anderen.

Es sind doch nur Informationen - und doch, selbst wenn man sich selbst vor den Spiegel stellt: Wage ich es mir zu sagen, dass ich eigentlich gerne ...." machen würde? Ich persönlich hätte hier nun mit Leichtigkeit meine sexuellen Phantasien hinschreiben können. Doch meine Erfahrung lehrte mich, dass solche Offenheit schaden kann.

Die KI ist noch kein Mensch, wird wohl auch keiner, denn ihr fehlt unsere Unperfektion, unser Geist, unsere Emotionen, unsere versteckten Ängste, Wünsche, Triebe, Vorstellungen aller Art, die wir nicht meinen, teilen zu können oder zu wollen.

Daher stammt für mich die beobachtbare Faszination an der KI. Mehr nicht.

Gut, ich bin mit den Computern aufgewachsen, ich verstehe (fast) alles um sie herum. Und seit mehr als 30 Jahren bin ich spirituell genauso interessiert.

Mir ist nichts Menschliches fremd. Ich bin ja einer ... :-) Und deshalb unterstütze ich diejenigen auch, die sich selbst erkennen möchten. In sehr kleinem Rahmen, mit garantierter Verschwiegenheit. Ich kenne mich doch, ich Pappenheimer :-)

Ob die KI also ein Hype ist? Ich denke schon, sie ist derzeit eben die Projektionsfläche aller unserer geheimen Ängste, Wünsche und Vorstellungen.

Wenn die Ent-Täuschung kommt darüber, dass die KI doch nichts anderes ist als jener Besserwisser, dem man sowieso immer unterlegen ist, dann ist die KI dort, wo sie hingehört:

das Man-Maschine-Interface zum Computer.

"Data, Scannen sie die Bioformen auf diesem Planeten, Anzeichen von Intelligenz?", "Aye, Sir"

Ironie der Atomkraft

Atomkraft soll ja so gut fürs Klima sein ... keine CO2 Emissionen - zumindest nicht bei uns, denn bei uns gräbt ja niemand nach Uran. Soviel ich weiss, muss man aber alle AKWs immer noch kühlen.

Da ist es schon lustig, dass gerade die Allheilmittel gegen die Klimaerwärmung gedrosselt werden müssen, weil die Hitze die Wassertemperatur so hoch treibt, dass das Flusswasser nicht mehr reicht bzw. man es nicht mehr nutzen darf.

Ich finde das eine schöne Ironie. Derweil die PVAs Energie im Überfluss liefern und das erst noch viel billiger und jederzeit schadlos ein- und abschaltbar. Klar, im Winter sieht's anders aus. Da braucht man Speicher.

Dennoch: Gerade bei heissen Temperaturen will ja jeder eine Klimaanlage. Und womit läuft die wohl ...

Ich bin immer noch kein Freund von AKWs. Möglicherweise kommt die Kernfusion ja doch noch. Bis dahin sollte man keine AKWs mehr bauen. Das ist immer noch zentralisierte Energieversorgung. Sonne und Wind sind aber überall ...

Das ColdCard Desaster

Am 30. Juli 2026 wurde bekannt, dass ein Angreifer mittlerweile über 1000 Bitcoins auf seine Wallet überwiesen hat. Nicht wie viele sagen, gestohlen, sondern einfach nach den Regeln des Bitcoin-Consensus überwiesen. Der Bitcoin-Stand des neuen Besitzers findet man über diese Watch-Seite.

Wieso wird das dennoch als Diebstahl bezeichnet? Nun, es ist nur Diebstahl aus der Sicht der vorherigen "Besitzern". Denn in Bitcoin gibt es das an sich nicht, weil Bitcoin bekanntlich immateriell ist und daher vom Physischen nicht besessen werden kann.

Wie beweist man denn, dass man Bitcoins besitzt oder hält? Physisch kann man's ja nicht. Aber mathematisch. Dazu braucht man den privaten Schlüssel, und woher hat man den? Als Ableitung von einem Seed, das wohl bekannteste Wort im Bitcoin-Glossar.

Mit dem privaten Schlüssel kann man mathematisch beweisen, dass man die Bitcoins bewegen könnte, wenn man wollte. Man kann damit allerlei beweisen, auch die Unversehrtheit eines elektronischen Vertrags, eines PDFs, das ein Mensch durchaus anschauen und ändern könnte. Aber eben, die Verfälschung könnte dann locker nachgewiesen werden.

Der Seed

Der Seed ist einfach eine 256 Bit, 32 Byte Zahl. Im 10er System also etwas zwischen 0 und 1077. Das sind gigantische Zahlen, die niemals ein Computersystem systematisch abgrasen kann. Ich rechnete ja mal etwas im Nachtrag zu einen Artikel, um die damals aktuelle Rechenpower dem Zahlenbereich dieser 2256 Möglichkeiten entgegenzustellen.

Mein Freund, der Bitcoin-Mentor, hat dazu eine schöne, interaktive Visualisierung gebastelt (der Link springt grad zur ColdCard ;-). Die Basis ist das Atom, für uns unendlich klein ... bis zum Rand des sichtbaren Universums ... anschauen!

Nun, die zur Ableitung vom Seed genutzte Hash-Funktion ist wie eine Mühle (Getreide-, Kaffeemühle) mit einem grossen Trichter und einem Test-Auslauf unter dem Mahlwerk, wo - in menschlicher Analogie - ein Prüfer andauernd etwas rausnimmt, auf Qualität prüft und oben mit dem weiteren Zulauf wieder in den Trichter kippt, wo es natürlich wieder zermahlen wird mit dem neuen Zeug.

Das ist die Hash-Funktion. Nicht wie es in der Presse und TV oft heisst "komplizierte Berechnungen" ... nein, einfach f*cking simple bit operations. In Wikipedia sieht man ja, wie es geht.

Das Problem ist nun, was schüttet man in den Trichter, damit dieser Hash möglichst zufällig ist? Nun, wer Hash verstanden hat, weiss aber auch, dass es bei gleichem Input immer den gleichen Output gibt.

Wenn ich also einen Kubikmeter Holz reinschmeisse, kommt unten bis aufs Milligramm genau immer dasselbe raus. Wer's im digitalen Raum probieren will, hier eine schöne Website, die auch grad noch diverse andere Hashes und Prüfsummengeneratoren nutzt und deren Resultate anzeigt. Es ist empfehlenswert, dort mal mit dem SHA-256 oder auch anderen Hash-Funktionen zu spielen.

Wenn man dort im Feld "Hash String" etwas reintippt oder unter "Hash File" eine Datei hochlädt, spuckt die Seite nach etwas Rechnerei die diversen Hashes aus, darunter den SHA-256, den wir in Bitcoin ja brauchen.

In Bitcoin wird auch noch der RIPEMD160 benutzt, aber nicht hierfür. Hash-Funktionen kann man auch kombinieren, um mögliche unbekannte oder schlimmer - bewusst etablierte - Schwächen des einen wieder zu zermahlen durch den anderen.

Also, wenn wir

Bitcoin
in den Trichter des digitalen Mahlwerks schütten, kommt
b4056df6691f8dc72e56302ddad345d65fead3ead9299609a826e2344eb63aa416
heraus. Ok soweit.

Und wenn wir

bitcoin
reinschütten, ist es
6b88c087247aa2f07ee1c5956b8e1a9f4c7f892a70e324f1bb3d161e05ca107b16

Aha. Immerhin, sieht schon sehr anders aus.

Und der hier

BiTCoin

ergibt

01c310ff0cc17b8670c673ea12f711614e36ad168e283f5e78d939be4441824e16

Genau man erkennt keinerlei Abhängigkeiten von Input zu Output. Eine Hash-Funktion hat also einige wichtige Merkmale zu erfüllen:

  1. Egal, was und wieviel man reingibt, es erzeugt immer eine Zahl von 256 Bits (für SHA-256)
  2. Ein bestimmter Input erzeugt immer denselben Output
  3. Minimalste Änderung am Input (kleines b statt B, nur 1 Bit Änderung!) erzeugt einen nicht vorhersehbaren anderen Output
  4. Bestimmte Änderungen am Input können nicht zu einer bestimmbaren Änderung am Output vorausberechnet werden
  5. Es ist nicht möglich, auch nicht mit Quantencomputern (QC), von einem Output auf den Input zurückzurechnen1)

1) Selbst wenn ein QC den SHA-256 mal wirklich rückwärts rechnen könnte, wieviele mögliche Inputs gäbe es dann? Unendlich viele. Wieso? Tja, wieviel grösser ist der unendliche Zahlenraum, wenn man ihn auf 0..1077 abbilden müsste? Es gibt für jeden möglichen Hashwert also unendlich viele Inputs. Eine Hash-Funktion gilt als gebrochen oder zumindest beeinträchtigt, wenn es irgendwie gelingt, eine Kollision zu erzeugen, also für verschiedene Inputs denselben Hash-Wert. Gelingt das, heisst das per se überhaupt nicht, dass die Hash-Funktion unsicher ist für den Einsatz. Es bestätigt nur meinen Satz, dass es unendlich viele verschiedene Inputs gibt, die den gleichen Output erzeugen. Der für eine Kollision betriebene Aufwand bestimmt, ob man eine Hash-Funktion als unsicher bezeichnet.

Ein Hash ist ein Informationszerstörer! Eben, eine digitale Mühle halt.

Menschen und Computer haben aber rein gar nichts mit Unendlichkeit am Hut. Siehe Georg Cantor.

Dennoch, für uns im Alltag reicht es ein paar Milliarden Jahre weit.

ColdCard

Zurück zum Thema: Leute mit der ColdCard haben alles richtig gemacht, sie haben ein vom Computer getrenntes Cold-Wallet, das den Seed niemals rauslässt. Und dennoch, wie konnte der Angreifer denn an die Bitcoins ran?

Wie Ihr sicher schon gemerkt habt, geht es also darum, was man in den Trichter schüttet, denn anhand des Outputs kann ja eben niemand sagen, was es war. Aber wenn man eventuell erraten könnte, was es war, dann könnte man superschnell beliebig viele Seeds generieren und dann damit in der Blockchain nach benutzten Schlüsseln suchen und nachsehen, ob dort etwas drauf liegt. Wenn ja, dann schnell alles überweisen und voilà ... 3-2-1, alle Bitcoins sind nun meins.

Können wir als Benutzer die Qualität des Inputs beurteilen? Leider nein. Oder zumindest nur dann, wenn der Code des Seed-Generators öffentlich einsehbar ist, also Open Source.

Und hier wurde offenbar geschlampt. Egal, ob Closed oder Open Source, schlampen ist schlampen.

Durch deren Schlamperei wurden per 2026-08-02 bereits

abgezogen.

Wir haben ja oben am Beispiel der Varianten des Wortes Bitcoin gesehen, dass der Output eben keinerlei Rückschlüsse auf den Seed-Generator zulässt. Daher könnte man ja einfach das Tagesdatum inkl. Microsekunden nehmen. Würde ja reichen.

Also zum Beispiel ein Zeitstempel wie 2020-12-24 12:34:56.789012.

Nach einer Microsekunde ist das ja schon vorbei und die Hash-Funktionen werfen total verschiedene Resultate aus.

Nein, das ist ein total doofer Input. Warum?

Erstens gibt es diese Zeit 24 mal auf der Erde. Zeitzonen.

Zweitens sind es viel zu wenige Varianten. Wenn man bei Jahr 2000 startete, wären das ja grad mal 8 × 1014 Microsekunden gewesen, was ungefähr 250 ist, also nur 50 Bits.

Drittens weiss ja jeder, wie man so einen Zeitstempel herstellt, so dass man den Seed-Generator natürlich damit füttern könne. Also nichts von Zufall.

Wie könnte man das verbessern?

Nun, man könnte den Hash vom Zeitstempel, oder noch besser den Hash vom Zeitstempel + lepmetstieZ + stempeltieZ ja in den Seed-Generator füttern. Besser, aber immer noch schlecht. Klar, wieso?

Also es schläckt kei Geiss ewäg, man muss etwas finden, dass wirklich zufällig ist. Das man auch nicht nachbauen kann, selbst oder gar genau dann, wenn der Code des Seed-Generators Open Source ist.

Wenn man es schlimmer sieht: Gelänge es einem Produzenten einer Wallet, seine erzeugten Seeds unter 264 zu erzeugen, dann wären von links her 192 Nullen, bevor die 64 Nullen und Einsen kämen. An den Hashes sieht man dieses Faktum nicht an. Aber, der Produzent wüsste, dass er nun nur noch 18 Trillionen Möglichkeiten hat, also wie bei der bekannten Schach-Anekdote.

Könnte ein Produzent vorbestimmen, dass er als Input nur 250 Möglichkeiten abgrasen muss, wären das 'nur' 1'125'899'906'842'624 Möglichkeiten. Für uns unvorstellbar viel, aber ein einziger aktueller Miner braucht dazu grad mal 3 Sekunden.

Klar, nicht direkt vergleichbar, aber es geht mir darum, dass man immer im Blickfeld behält, wie wichtig es ist, selbst für schnellste Maschinen die Zahlen noch viel grösser zu machen, damit auch Verbünde von solchen Maschinen eben keine Chance haben mit Brute Force Methoden.

Es gab solche Fälle schon, allerdings nicht bei Bitcoin, aber offenbar bei den S-Boxen der (3)DES Verschlüsselungsalgorithmen. Niemand wusste es bis auf die NSA. Die hielten aber dicht.

Was käme also als richtig guter Seed-Generator in frage?

Es müsste etwas sein, das man im physikalischen Universum als echten Zufall akzeptieren würde. Denn wenn der Seed-Generator sowas als Input bekäme, könnte kein Mensch, kein Computer, nichts und niemand den Input in den Seed-Generator nachahmen, nachbauen, nachkonstruieren, voraussehen. Somit wäre dann der Output tatsächlich zufällig verteilt im Zahlenraum von 0..1077.

Sowas wäre also ein guter Input.

Damit ist das Rätsel schon "gelöst". Die ColdCard hat einen schlechten Seed-Generator. Punkt. Nur, keiner hat's bemerkt. Ausser der Hacker. Die Gelackmeierten sind die, die alles richtig gemacht haben. Das ist schmerzhaft.

Etwas KIlen klärte noch einige andere Punkte: Die ColdCard-Firmware ist Open Source. Liegt auf Github. Da kann also jeder reinschauen. Die KI sagt, dass der Bug schon 2021 da war.

Antwort von Deepseek auf Frage "Gibt es zur ColdCard Firmware Pull Request? Von wem und betrafen sie den RNG oder die Seed Generierung?"
Ja, es gibt einen sehr kritischen Pull Request bzw. eine Reihe von damit zusammenhängenden Fehlern in der Coldcard-Firmware. Diese betreffen sowohl den RNG (Zufallszahlengenerator) als auch die Seed-Ableitung direkt.

Die Analyse zeigt, dass es sich nicht um einen einzelnen Bug handelt, sondern um eine Verfehlung bei der Build-Konfiguration, die über Jahre hinweg die Entropie der generierten Seeds drastisch reduziert hat.

Der Fehler: Von der TRNG zur Software-PRNG Das Problem wurde durch eine Code-Migration im März 2021 (Firmware 4.0.0) ausgelöst:

Ursache: Bei der Migration zu einer neuen Kryptobibliothek (libsecp256k1) wurde die Funktion zur Entropiegewinnung (rng_get()) unbeabsichtigt umgeleitet. Statt des speziellen Hardware-TRNG (True Random Number Generator) auf dem Coldcard-Chip, wurde ein Software-Fallback-PRNG (Pseudorandom Number Generator) aus MicroPython verwendet.

Der Auslöser: Ein Makro (MICROPY_HW_ENABLE_RNG) wurde auf 0 gesetzt, um den TRNG zu deaktivieren. Die Prüfung im Code prüfte aber nur, ob das Makro existiert (#ifndef), nicht ob es auf 1 gesetzt ist. Da es existierte (auf 0), wurde der Build nicht gestoppt und der falsche, schwache Generator wurde eingebunden.

Die verheerende Konsequenz: Dieser PRNG hatte eine winzige Entropie von nur etwa 240 (etwa eine Billion) möglichen Seeds bei den Mk2/Mk3-Modellen und ~272 bei den neueren Modellen. Zum Vergleich: Ein sicherer Seed hat 2256 Möglichkeiten. Ein Angreifer kann effektiv den gesamten möglichen Seed-Raum durchsuchen und so die Wallet wiederherstellen, wenn er nur eine öffentliche Adresse kennt.

Betroffene Versionen und Behebung Laut der Analyse sind folgende Firmware-Versionen betroffen, da sie diesen fehlerhaften Entropiepfad nutzen:

Hardware – Betroffene Firmware-Versionen – Behobene Version

Mk2 / Mk3 – 4.0.0 – 4.1.9 – 4.2.0
Mk4 / Mk5 – 5.0.0 – 5.5.1 – 5.6.0
Q – 0.0.2Q – 1.4.1Q – 1.5.0Q
Edge (X/QX) – 6.x – 6.6.0X / 6.6.0QX

Wichtig: Selbst wenn du auf eine behobene Version aktualisierst, ist der Seed, der mit einer betroffenen Version erstellt wurde, weiterhin unsicher. Du musst einen neuen Seed generieren (z.B. mit dem neuesten Firmware-Update oder via Dice-Rolls) und deine Gelder auf die neue Wallet migrieren. Ausnahmen sind Seeds, die mit 50 oder mehr manuellen Dice-Rolls erstellt wurden.

Wer hat den Fehler gemeldet? Die öffentlich zugängliche Analyse und der Proof-of-Concept (PoC) für diesen Angriff wurden von einem GitHub-Nutzer namens DK27ss erstellt und in einem Repository veröffentlicht. Es zeigt einen vollständigen Angriff, der die Wiederherstellung der Seed-Phrase in unter zwei Minuten auf einer handelsüblichen CPU ermöglicht.

Das Coldcard-Team (Coinkite) hat die Fehleranalyse inzwischen bestätigt und entsprechende Fixes veröffentlicht.

Landläufig wird das wohl ab sofort wieder in einen Topf geschmissen mit "Bitcoin ist gehackt" und "Selbstverwahrung ist mühsam und letztendlich unsicher". Dabei ist es "nur" ein normaler Software-Bug. Der allerdings den Source-Maintainern hätte auffallen müssen.

Gerade bei sooo kritischen Dingen wie der Seed-Generierung. Hier darf einfach nichts daneben gehen. Funktionierendes muss erhalten bleiben. Wer in einem Pull Request thematisch nur schon in die Nähe von Seed-Generierung kommt, muss doppelt und dreifach reviewed werden.

Hier gibt es noch Anlass, kurz die Arbeit der Maintainer am Bitcoin-Code zu erwähnen. Die kommen aus verschiedenen Ecken öfters unter Beschuss, obwohl sie ja nur selten eigene Dinge entwickeln und einbauen. Auch sie bekommen Pull Requests aller Arten. Und sie müssen extrem vorsichtig sein, was sie sich da ins Dorf Troya holen. Deren Verhalten ist langsam, wie die Schweiz. Es muss viel diskutiert und geprüft werden - (nur) was lange währt, wird endlich gut. So sei es.

Oder der Fall des Linux-Tools xy, das fast zum totalen Kollaps der Sicherheit in der Linux-Welt führte. Es gibt dazu sogar einen spannenden Veritasium Video. Dieser Angriff war definitiv einer zur gezielten Unterwanderung fast aller Linux-Software. Es wurde nur per Zufall von einem gewissenhaften und geschulten Mensch entdeckt.

Aber zurück: Ersteres stimmt nicht, Bitcoin ist in keiner Weise gehackt, ja, es ist im klassischen Sinn nicht mal ein Hack, denn der Angreifer hat nichts kompromittiert. Wie er auch immer darauf kam, er hat nachgebaut, erraten, erforscht, was die ColdCard als Seed-Generator nimmt. Der von der KI genannte Github-User ist wohl nur der White-Hat-Hacker. Böswillige geben sich natürlich nicht zu erkennen.

Mit Ersetzen der ColdCard gegen etwas anderes ist es aber nicht getan. Denn Bitcoin hängt am Seed, nicht an einer Software oder Hardware. Der Seed bleibt schwach, auch wenn man den in die Bitbox importiert. Damit hat man das Problem nicht gelöst.

Auch die ColdCard kann ja hoffentlich Seeds importieren, man muss sie also nicht wegschmeissen, nur zuvor einen gscheiten Seed importieren. Denn wozu braucht man Hard- oder Software? Richtig, um die mühsame Mathematik einer Transaktionssignatur durchzuführen. Deshalb gibt's Wallets. Dafür ist der Seed dann nicht mehr (direkt) nötig.

Zweiteres hat den Funken Wahrheit in sich, dass wir als Konsumenten der Produkte eben NICHT immer wissen, ob die Produkte gut gemacht sind. Das gilt besonders bei Software. Die schlimmsten Sünden sind ja jeweils jährlich an den Themen des C3, Chaos Communication Congress zu sehen.

In diesem Sinne sind wir eh alle den Produzenten von digitalen Dingern ausgeliefert. Die andere Seite der Selbstverwahrung ist aber, dass man gar kein elektronisches Gerät braucht, um einen Input für den Seed-Generator zu liefern: Würfeln. Es geht und wie man das macht, findet man unter Dice Ware.

Oder hier die Anleitung zum Würfeln mit der Bitbox.

Bei Bitcoin ist es halt so, dass wir kein Gegenüber haben. Wenn unsere Administrationsprodukte Fehler haben, ist's um "meine" Bitcoin geschehen.

Drum nenne ich das ColdCard Zeug ein Desaster. Weil niemand es wissen kann - ausser die Hersteller.

Andere Wallets haben natürlich sofort reagiert und nachgelegt mit Information, so wie im Blog der bekannten Bitbox 2 / Nova.

Wenn die Leute von Coinkite wirklich so bescheuert waren, einen schlechten Seed-Generator einzubauen ... dann sollten sie vom Markt verschwinden. Denn in der Welt von Kryptografie hängt alles von gutem Zufall ab. Denn ohne Zufall ist die benutzte Mathematik immer deterministisch, wie die Hash-Funktion.

Woher also der zufälligste Zufall?

Es gibt verschiedene Methoden, aber wer mal bei mir im Arduino Kurs war, kennt den besten Effekt bereits:

Wenn man den AD-Wandler nicht irgendwo anschliesst, sprich, den Input einfach offen liegen lässt, dann erzeugt der AD-Wandler ziemlich gute zufällige Werte, denn der versucht ja, den Spannungswert am Eingang zu digitalisieren. Wenn der Pin aber "in der Luft hängt", Elektronikerslang, dann misst er eigentlich im besten Fall die Brownsche Molekularbewegung, also den Zustand der Materie, die den Eingangswert des AD-Wandlers bildet. Und was deren Moleküle grad so treiben bei 20° Raumtemperatur ... DAS weiss nun wirklich niemand.

Jedes gute Hardwarewallet wie eben "unsere" Schweizer Bitbox hat sowas. Kaufen!

Weil's grad passt heute: Schweizer Qualität seit 1291 :-)




Nachtrag zur Eigensicherung

Ich möchte anfügen, wie man sich gegen sowas schützt. Das vergass ich, weil ich diese Sache schon seit Erwachsenenleben praktiziere:

Hersteller-, Produkt- oder Anbieter-Diversifikation

Da wir eine Wahrheit ja nie kennen, weiss ich nicht, ob in anderen Dingen meines elektronischen Alltags Fehler drin sind. Drum, auch wenn's etwas mühsamer ist, es lohnt sich. Die Anbieter versuchen zwar mit Rabatts etc. die Leute für einen ganzen Strauss an durchaus nötigen und sinnvollen Angeboten an sich zu binden. Doch ergibt das immer ein Klumpenrisiko.

Ich hatte das grad letztens mit meiner Autoversicherung erlebt, die ich dringend erneuern musste. Da ich aus verschiedenen und historischen Gründen Hausrat- und Haftpflicht-Versicherung dummerweise beim gleichen Anbieter hatte, wollte der mir eine Autoversicherung nicht gewähren - gerade, als ich eine neue innert 1-2 Arbeitstagen beschaffen musste.

Klar, nicht so schlimm, ausser einen Tag Stress. Und klar, es war am Schluss ein anderer Anbieter. Obwohl sich ein Mitarbeiter des bisherigen Anbieters sehr bemühte, kam er aber gegen das interne Risk-Management nicht an und musste mir bedauernd absagen.

Fazit

Es gibt nirgendwo ein Risiko 0. Wissen wir ja alle, aber nicht alle machen das, was eigentlich leicht ist: Sie verlassen sich nicht nur auf ein einziges Gegenüber. Die Extramühe lohnt sich - halt erst im Erlebnisfall ... aber dann schadensmindernd.

Wenn's um Dinge geht, die ich unter Kontrolle haben will, dann muss ich das Gegenpartei-Risiko minimieren. Bei Hardware-Wallets hiesse das, dass man sein Vermögen auf Hardware-Wallets verschiedener Hersteller aufteilt. Oder ein Multi-Sig-Wallet bestehend aus solchen betreibt. Oder etwas wie einen Seed-Signer nutzt. "Oder" ist hier nicht ausschliessend gemeint, Kominationen daraus sind auch gut.

Denn was führen diese ein? Zeitverzögerung!

Sie ist die Achillesferse aller bisherigen Single-Sig-Wallet Setups: Sie signieren sofort und die Transaktion ist innert 5-35 Minuten durch. So lange kann man Gewaltopfer schon unter Kontrolle halten. Deshalb ist etwas, was diesen Prozess in die Länge zieht, ein Schutz gegen Raub.

Ein Service wie Bitvault bietet genau das. Leider integrieren sie sich bisher nur mit sehr wenigen Hardware-Wallets. Ich hoffe sehr, dass sich das asap ändert. Der ColdCard-Case sollte eigentlich der richtige Ruck dahin sein ... ColdCard Besitzer wären damit auf jeden Fall schadlos geblieben ...

ARD: Putins Krypto War

Im ARD kam letzthin diese Sendung über die Spekulation, ob Putin mit massivem Bitcoin-Mining seinen Krieg finanziert.

Dabei wurde gesagt, dass Bitcoin dank billigem Gas aus Russland Bitcoin geschürft wird. Nun, das muss einem egal sein, denn Bitcoin ist Geld für Gegner. Es ist halt nicht zu ändern, dass Bitcoins von jedem Heiligen und jedem Schurken geschürft werden können. Das ist so und so soll es bleiben. Denn alles andere wäre Zensur.

Mir ist das insofern egal, weil ich eben dieses Hallmark von Bitcoin als wichtig ansehe. Was mich allerdings ärgert, ist, dass immer noch Leute unreflektiert sagen, Bitcoin fördere grüne Energien. Das mag schon stimmen. Aber ich entgegnete schon immer, dass dieses Bitcoin-Mining auch einen Markt schafft für "billige" Energie. Und diese kann auch eine Umweltsauerei sein ... wie die Goldschürferei genau dasselbe auch ist.

Denn es ist für "brave" Miner schon so, dass sie die günstigsten Energiequellen brauchen. Aber wenn jemand die Energieproduktion subventioniert, ist die "Grünheit" des Stroms noch nie gesichert gewesen. Das scheint von Putin gemacht zu werden, weil er halt "sein" Gas billig verhökern kann.

Mich nervt also nur, dass hier Gas verstromt wird in einem gewaltigen Ausmass, um politische Ziele zu verfolgen. Weil hier jegliche Ethik oder globale Verantwortung nicht funktioniert, wenn Egomanen die Naturressourcen eines Landes ausbeuten können.

Wenn Bitcoin-Firmen sich brüsten, dass sie nur grünen Strom brauchen, dass dies sogar der Umwelt diene ... ist das natürlich möglicherweise wahr, aber in der ökologischen Wirkung lachhaft, wenn ein Putin aufs C02 scheisst und einfach seine billige Naturressource verstromt.

Ich hielt das schon immer für möglich, dass die Bitcoin-Schönredner gewisse reale Tatsachen einfach ignorieren oder zumindest herunterspielen.

Dass man natürlich mit Kryptowährungen diverse Sachen machen kann, die eben ausserhalb der Kontrolle eines Staates sind, das ist ja schon klar. Es gehört für verantwortungsvolle Leute ja zum Plus. Egal, ob Bitcoin, XRP, XMR ...

Hier kommen die Chain-Analyse-Firmen ins Spiel. Also halt Private, die die Rolle der staatlichen Kontrolle übernehmen. Auch nicht nett, aber immerhin, anders halt. Denn immerhin haben sie nicht das gesellschaftlich sanktionierte Machtmonopol.

Die Sendung erklärt in meiner Sicht gut, dass Kryptowährungen natürlich die menschlichen Fehler nicht beheben können. Es werden nur die Täter und Opfer, die Kontrolle ausgetauscht. Ob es jetzt Fiat ist oder Bitcoin, Tether, A7A5, das ist völlig irrelevant.

Das war schon immer so und bleibt auch so, denn der Mensch wird ja nicht besser, nur weil es kontrollfreie Kryptowährung gibt. Diese sind das sprichwörtliche Messer, das zum Brotschneiden oder Menschen-Abstechen dienen kann.

Also alter Wein in neuen Schläuchen. Und wie gesagt, das ärgert mich nur leidlich. Was mich sehr ärgert, ist die Verantwortungslosigkeit derjenigen, die den Brennstoff der Krypto-Währungen aus der Natur gegen die Natur einsetzen.

Mir ist Putin egal, Trump ditto, jeder andere Hero auch ... schliesslich heisst ein Meme ja, slay your heros. Denn dass die alles nutzen, was brauchbar ist gegen einen Feind, das ist halt so und war immer so.

Wenn das also so ist, dann bitte wenigstens mit der neutralsten Währung, dem Bitcoin.

Der Podcast letztens, in dem Roman "gegen" Robin antrat, zeigte halt, dass es kein Richtig oder Falsch gibt. Roman vertritt halt, dass der Schwarm, der Markt regelt, wie es mit dem Bitcoin weitergeht. Und niemand kommt dagegen an. Robin hingegen findet, dass Bitcoin seine Hallmarks verliert. Beides Meinungen. Auf jeden Fall nur Meinungen von zwei Milliardsteln des Schwarms. Die Gesamtheit allerdings wird die Richtung bestimmen.

Der Schlusssatz der Sendung, dass die Kryptowährungen besser kontrolliert werden müssen ... das finde ich sinnlos. Denn wenn eine Community entsteht um eine Kryptowährung, muss es nur diese interessieren, was sie damit anfangen kann, so bleibt es in ihrer Bubble.

Das war ja auch bei Bitcoin so. Wer heute über den Pizza-Tag lacht, hat vergessen, dass auch Bitcoin einfach "wertlos" war. Es ist einfach eine Technologie, die zum ersten Mal den Double Spend verhinderte und keine Third Party braucht. Das Hauptproblem der digitalen Informationsklonerei. Damit konnte man mindestens das Bescheissen verhindern. Und doch blieb auch dieses Konzept lange "wertlos".

Ich persönlich weiss eigentlich bis heute nicht, was genau den Start der Bitcoin-Hausse auslöste. War es natürlich? War es spekulatives Fiat-Geld-Versenken, Unicorn-Probing? Who knows.

Es ist auch nicht mehr wichtig, denn vielleicht - aber nur vielleicht - haben die fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin wirklich immer mehr Menschen fasziniert. Ich hätte es gerne so, aber ich weiss es wirklich nicht.

Mir gefiel die Sendung. Denn sie zeigte wohl einfach, dass nichts Technisches die Machtspiele einiger verändert, im Gegenteil, sie werden genau dafür genutzt. Aber: die "Guten" geniessen deren Vorteile, denn selbst gutmeinende Institutionen haben nicht das Recht, mich der ökonomischen Handelsfreit zu berauben - unter dem Titel der Bekämpfung der "Bösen".

Und zumindest mit Bitcoin haben wir "Guten" endlich eine wertvolle Alternative zum Kontrollinstrument Fiat-Währung.

Breel Embolo, unsere Nati und Bitcoin, hä?

Tja, ich war auch sehr betrübt, dass die Schweizer Fussballmannschaft ausgeschieden ist - mutmasslich, weil sie ab der 72. Minute ohne Breel Embolo auskommen musste, also 10 zu 11 Spieler für den Rest der Spielzeit und - überraschenderweise - sogar noch einer Nachspielzeit.

Was hat das nun mit Bitcoin zu tun?

Ganz einfach: Wer bei Bitcoin nicht nach den Regeln spielt, verliert. Inevitably, wie die Amis sagen. Unausweichlich. Weil die Kosten für die Verfehlung bei Bitcoin fast so sicher wie das Amen in der Kirche zu einem eigenen ökonomischen Verlust führen. Da spielt man doch lieber nach den Regeln. Dann gewinnen alle - im Sinne des Spiels.

Breel Embolo machte das nicht. Er hatte schon Gelb und fabrizierte eine Schwalbe. Wäre da der VAR nicht gewesen, hätte das auch niemand entdeckt. So hatte Sascha Rufer im SRF TV dann recht drastisch über den VAR gelästert. Emotional verständlich, aber niemand hat ein Wort verloren über Breel. Alle konstatierten, klar, er hat eine Schwalbe hingelegt. Punkt. Aber dass er damit der Mannschaft einen gewaltigen Bärendienst erwies - nun, das 3:1 hat es gezeigt.

Es ist klar, es geht nicht um Breel Embolo, ausser, dass er halt den Spielverderber gemimt hat. Es ist halt gegen die Regeln, bescheissen zu wollen. Alle wissen das, und es gibt eben Konsequenzen. Es lief ja grad gut, warum kam Breel auf so ne Schnappsidee, wenn er doch schon Gelb war.

Beim Fussball haben wir das halt alles schon internalisiert. Übertriebene Härte "sei heute halt so im modernen Fussball" oder soll ich "mordenden" Fussball schreiben?

Fussball hat einen wunderbaren Showcase Charakter: Alle lieben ihn, alle lassen sich packen. Aber auch alle nehmen einfach hin, was da so läuft: Spieler sind ausser an Weltmeisterschaften nicht mehr fürs eigene Land Spieler, sie machen mit am grossen Geld, ganze Clubs gehören Finanzakrobaten, Trainer werden innert kürzester Frist der Erfolglosigkeit geschasst, die teuren Spieler selten hinterfragt ... sooo viel um den Fussball herum ist minderwertig. Die FIFA mit ihrer Machtpolitik ditto.

Aber, der Fussball ist eben auch: Nur ein TEAM gewinnt, eine Schwingung, ein Zutrauen, ein Gemeinsam ... und dieses Ganze packt einen halt, zieht einen rein und lässt einen mitfiebern im "Kampf" mit dem Gegner, der ja auch zum Gemeinsamen gehört. Ich habe eigentlich auch noch nie einen Fan gehört, der für einen Schiedsrichter fant. Wir wissen schon, dass es eigentlich keinen bräuchte, wenn wir nicht vergiftet sind.

Wenn man sich aus eigener Einsicht an die Regeln hält, bräuchte es keinen Schiedsrichter, geschweige denn den VAR.

Bis Embolo den regelwidrigen Abflug machte, lief alles gut fürs Team. Und danach ging's nicht mehr, bzw. das Team musste überproportional mehr Energie aufwenden, um seinen Ausschied zu kompensieren. Wenig oder gar nicht überraschend, dass es nicht reichte für 120 Minuten.

Vielleicht erscheint es zu esoterisch, dass ich sehr spontan auf diesen Konnex kam. Denn nach den Regeln spielen ist halt wirklich einfacher als dagegen. Wer die Regeln so und so aufstellt, das ist natürlich eine ganz andere Story.

Im Fussball sind die Regeln halt einfach, jeder kapiert sie innert kürzester Zeit. Und noch viel mehr: es scheinen ja universelle Regeln zu sein. Sonst wäre Fussball nicht überall in der Welt. Lohnt sich, darüber mal nachzudenken ...

Nicht nur, weil es gestern Nacht also nur noch 10 Leute gegen 11 waren, war mir sofort klar, das geht jetzt nach hinten los. Obwohl ich auch dachte, sie könnten nun endlich mal einen Grossen schlagen, erst recht nach dem Ausgleichstor. Dieses Rankommen nach mehr als einer Stunde war schon beeindruckend. Chapeau.

Schade ... das Beispiel zeigt halt wieder mal: Der Same des Misserfolgs liegt im Kleinen, meist Unbeachteten. Das wird in Myriaden von Sprüchen und Beobachtungen in allen Lebensbereichen seit jeher belegt. Aber eben, wir schauen halt lieber auf grosses Gehampel ...

Der Fussball überlebt's, er überlebt sogar Leute, die ihn auf den Schild heben wie Infantino ... diese Kooperations- und Wettkampfregeln sind stärker als Einzelmasken.

Wäre Embolo nur auch so langweilig einfach den Regeln gefolgt wie die Player bei Bitcoin ... vielleicht stünde die Schweizer Mannschaft nun im Halbfinal ... who knows.

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