Danke NoSQL, wir haben's verstanden

Ich bin seit über 25 Jahren fast täglich mit RDBMS (Relational Database Management Systems) und SQL beschäftigt. Als um die Jahrtausendwende die NoSQL Datenspeicher Furore zu machen begannen, beschäftigte ich mich natürlich auch damit.

Ich bin recht gut im Datenmodell-Design - doch wo ist das Schema in NoSQL? Aha, keines, hmm, wie soll das denn gehen? Da hatte ich schon ein ungutes Gefühl, denn bei mir waren die Anforderungen an DBMS seltener das superschnelle Schreiben auf die Disk, sondern die klevere Extraktion von Daten mittels Joins und die dafür notwendigen Index-Optimierungen. Wie formuliert man ein Join ohne Schema-Informationen? Und selbst wenn man irgendeinen Common-Sense entwickelt über die Struktur der Daten, wie hilft einem das Abfrage-Interface des NoSQL-Systems, die Daten zu finden? Wie also als UX und wie als sich selbst intern optimierender Daten-Store? Ohne die Bedeutung von Daten und deren Beziehungen zu kennen, sind Daten halt eben nur ein grosser Ozean von gleichartigen Key-Value Tupeln.

Die Problematiken, die NoSQL vor allem für die grossen Datenkraken lösen sollte, hatten allesamt damit zu tun, dass Schema-Änderungen in grossen Datenbanken ja schon problematisch, zumindest langsam sind. Wie soll das gehen in grossen, geographisch verteilten Systemen, wenn das RDBMS Paradigma ACID ist?

NoSQL versprach, das Heilmittel für Skalierung zu werden. Aber auch in meiner Einschätzung und später Wahrnehmung konnte das nicht richtig klappen. Daher erachtete ich dann erstmals das Startup NuoDB als die richtige neue Technologie, bei der SQL und ACID nicht erst nachträglich aufs Key-Value System aufgepfropft, sondern als Product-Highlight verstanden wurden.

Ein schöner englischer Artikel fasst das nun zusammen und zeigt, dass die klassischen RDBMS Hersteller den Kick der NoSQL Companies in den Allerwertesten mittlerweile verspürt und Abhilfe geschaffen haben. Lesenswert.

We Are Developers ... genau!

Erstaunt und zustimmend nickend war ich, als ich diese Heise-News-Meldung sah.

https://www.heise.de/developer/meldung/WeAreDevelopers-Programmierer-fuehlen-sich-bei-der-Jobsuche-haeufig-nicht-verstanden-3918319.html

Wie oft hätte ich da ja sagen können ... Job Recruiter, die mich interviewen und platzieren sollen ... weil Menschenhandel ihr Business ist ... die aber von IT wenig bis gar nichts verstehen ... nicht, weil sie nicht könnten, sondern weil sie eben nicht diese Karriere hatten, niemals irgendwas programmierten, niemals sich rumschlugen mit unvollständiger Dokumentation oder noch schlimmer, fehlerhafter Software, auf die man dummerweise angewiesen ist ... niemals stundenlang an einem Problem geknorzt haben ... sich mit anderen Entwicklern dank Internet und früher CompuServe und FidoNet ausgetauscht haben ... und schlussendlich die stille und befriedigende Freude erleben, wenn etwas endlich so funktioniert, wie man es für sich selbst haben will ...

Tja, habe mich natürlich sofort angemeldet bei https://community.wearedevelopers.com

Arbeiten würde ich gern 3-4 Tage vor Ort, irgendwo in Europa oder auch in GB. USA wäre ganz toll, aber wohl nicht möglich. Jedenfalls aber gerne am Wasser, sei das Fluss, See oder Meer ... man darf ja etwas träumen ... ;-)

DOK Film über Aussteiger aus der Scientology

Ich war recht interessiert an diesem DOK-Film, denn ich hatte in der Jugend Kontakt mit Dianetik, der "Vorstufe" der Scientology. Es ergab sich, dass sie mich jedoch nicht einverleiben konnten. Sie machten ein paar Fehler, die man einem kritischen Verstand wie meinem nicht vorsetzen darf. So hatten sie dann schon verloren. Ich war damals wohl etwa 18 Jahre alt, als sie mich im Niederdorf in Zürich im damaligen Lädelchen draussen anquatschten. Zuvor hatte meine Familie wie viele andere auch die bekannten Flyers im Briefkasten, nach welchen wir nur 10% unseres Gehirns nutzten.

Anyway, da mich damals schon die Thematik interessierte, hatte ich den Flyer halt ausgefüllt und wurde dann mal in den erwähnten Laden zitiert, um mir meinen Zustand zu erläutern. Bei dem sah man logischerweise ausreichend Grund für Verbesserung. Der Weg ging dann mit Auditing los in Zürich.

Wie dem auch sei, all das ist schon lange her und sie hatten keine Chance bei mir. Details brauchen hier nicht veröffentlicht zu werden. Wer sich aus eigener, aktueller Lage dafür interessiert, weil er oder sie von der Scientology loskommen oder ihr gar nicht erst verfallen will, kann mich kontaktieren.

Hier der Video, den ich zur Beachtung empfehle. Es ist ein DOK-Film, der doch fast wie eine Begleitdokumentation zum deutschen Scientology Spielfilm "Bis nichts mehr bleibt" anmutet.

DOK vom 15.11.2010

Thecus NAS N5500

Um das langsame Thecus N3200 abzulösen, hatte ich mich umgeschaut nach grösseren Thecus Modellen. Eigentlich hätt ich am liebsten das N7700 gehabt, das ist zwar schnell, braucht aber knackig Strom. So begnügte ich mich mit dem damals neuen N5500. Es sollte schneller sein als das bekannte N5200 und habe die neue Benutzeroberfläche drauf. Die wollte ich eigentlich auch kriegen. Dass es ein Dual DOM (Disk On Module) drauf habe, das bei einem Crash der Firmware nach einem Update automatisch die alte Firmware wieder bereitstelle, das ist etwas, was bei mir nicht wichtig war. Gern genommen ist die hoffentliche Geschwindigkeitsverbesserung.

Der langen Rede kurzer Sinn: Das Teil steht jetzt seit fast einem Jahr bei mir im Einsatz und ich bin zufrieden damit. Allerdings: Die neue Oberfläche ist zwar schön, aber sie gibt auch Rätsel auf: Wenn ich die Firmware update, will das Teil booten ... dazu hat es nun einen schönen grafischen Progressbar, der runterzählt. Bei 0 lädt es das GUI neu. Interessanterweise ohne neue Anmeldung und ohne wirklich gebootet zu haben. Die Firmwareanzeige steht immer noch auf der alten Version. Was machen die da bloss? Der irritierte User, also ich, macht's halt nochmals: Firmware raufladen und alles ok, automatischer Reboot. Nix passiert.

[Mehr]

Der Vorleser - TextAloud mit Yannick

So, nun habe ich mir grad eben endlich einen guten Vorleser gekauft. Ich habe mich vor Jahren schon für das Programm TextAloud interessiert und es damals schon gekauft. Hab's dann allerdings liegen gelassen, weil es doch nicht so gut war. Diesen Blog-Artikel werde ich denn auch grad als MP3 gesprochen von diesem Programm mit der Stimme Yannick als Beilage hochladen. So könnt Ihr sehen und hören, wie gut für Euch die Stimme auf diesen Text hin klingt.

Ich liess mir mal zum Spass einige meiner Blog-Artikel vorlesen und wurde gnadenlos aufmerksam auf jeden noch unentdeckten Tippfehler. Wieso? Weil Yannick natürlich sofort jeden falsch ausspricht. Es ist erschütternd, wieviele Fehler einem Tipper wie mir noch durchgehen. Ich schreibe die Artikel ja ohne Spell-Checker-Support. Obwohl ich die Texte durchlese, fallen mir halt doch nicht alle Dinge auf. Und ok, ich will ja keinen Orthographie-Wettbewerb gewinnen. Mir geht es primär ja nur ums Vermitteln einer Idee, eines Gedankenganges oder ähnlichem.

TextAloud kann mehrere Sprachen und Sprecher integrieren. Diesen Abschnitt jetzt werdet Ihr von Steffi vorgelesen bekommen. Damit mal etwas Abwechslung reinkommt. Yannick ist aber neuer, so dass ab dem nächsten Absatz wieder er sprechen wird.

Natürlich wollte ich mal Dinge testen, wie StGB und OR und DNS ausgesprochen werden. Aber auch Daten wie 5.4.2009 und 6:15 bis 21h50. Natürlich ging das im Auslieferungszustand daneben, doch TextAloud bietet einen einfachen Ausspruchseditor, mit dem man einige Dinge korrigieren kann, so eben auch die Aussprache von StGB und den Zeitangaben. Datumsangaben kann es jedoch schon von Hause aus. Die Pausen nach Interpunktion kann man ebenfalls variabel gestalten, denn zum Beispiel nach dem Doppelpunkt sprang die Stimme geradezu zum nächsten Satz. Diese nervige Sache konnte ich dann auch abklemmen, so dass es so klingt: Wie Ihr eben grad habt hören können.

Schön ist, dass automatisch alle Copy-Aktionen von TextAloud überwacht werden können. So kann man sehr schnell mal eben eine Email mit CTRL-A/CTRL-C markieren und sofort aussprechen lassen. Der Text ist im TextAloud Hauptfenster sichtbar und auch editierbar.

Der Output kann in eine MP3-Datei geleitet werden, so dass man z.B. Online-Zeitungs- oder eben Blog-Artikel einfach mal sprechen lassen kann, um sie dann im MP3-Player irgendwo zu "lesen". Natürlich "spricht" TextAloud den Text dann bis zu 150 mal schneller ins File.

Der aktuelle Sprecher Yannick ist eine der vielen Stimmen, die verfügbar sind. Jede Sprache braucht natürlich ihre eigenen Sprecher und Sprecherinnen. Man kann die sich alle auf der Website anhöhren. Allerdings sollte man sie schon auch mal auf den gewünschten Themenbereich abklopfen: TextAloud hat selbst verschiedene Anwendungen auf der Website, einen Wetter-Sprecher, einen Börsen-Sprecher etc. Das sind wohl einfach Programme, die auf die Abkürzungen und Spezialwörter dieser Themenbereiche angepasst sind.

Das Programm TextAloud kostet ohne eine hochwertige Stimme USD 30. Eine gute Stimme - wie eben Yannick oder Steffi -kosten dann ca. USD 45. Gerade an diesem Satz hat man hören können, dass der deutschsprachige Yannick mit einem Trick das Aussprechen von USD oder das englische Aussprechen von TextAloud erst lernen musste. Steht eine Zahl grad am Schluss eines Satzes, so wird aus 45 eben 45. Es scheint etwas Roulette zu sein, wann TextAloud dann die Zahl kardinal oder ordinal ausspricht.

Natürlich kann TextAloud auch ein PDF ein- und danach vorlesen. Alte deutsche Orthographie wie "Selbständiges Berufsleben" muss trainiert werden, damit das Wort selbständig richtig klingt. Fehlgriffe in der Betonung der Silben sind etwa grad eben beim Wort damit hörbar gewesen - das kann man derzeit leidern nicht ändern.

Der Ausspruchseditor erlaubt dank Regulären Ausdrücken recht klevere Ersetzungen. Aus meinem CV klingt der Adressblock ohne Optimierungen relativ amüsant:

Web: www.orientierungshilfe.biz Mail: martin@orientierungshilfe.biz Tel: 0901 81 0901 oder: +41-44-123 45 67

Man höre, dass in Web-Adressen der Punkt als Dot ausgesprochen wird - sollte ja mittlerweile zumindest in der Schweiz jeder verstehen. Diese Dinge kann man mit den Regulären Ausdrücken allerdings alle korrigieren.

TextAloud als Programm ist nur in Englisch verfügbar. Die Stimmen in den meisten geläufigen Sprachen.

Ich habe viele Dokumente als PDF im NAS gespeichert. Ich weiss nicht, ob ich mir die jemals durchlesen werde. Aber ich weiss, dass ich sie mir vorlesen lassen würde. Und genau das kann TextAloud in mehr als akzeptabler Qualität. Es ist klar, dass man natürlich eine gute Stimme kaufen muss, denn die bei Windows integrierte Stimme Sam von Microsoft ist derart grottenschlecht, dass man sich keinen normalen Satz antun will, erst recht nicht auf einem Kopfhörer an einem MP3-Player.

Oder will jemand Sam hören? Ok, sam speaks english, so I should give him a chance to express himself in his native tongue. Anyway, I think no one likes Sam, so Steffi will continue narrating.

Der Computer kann bisher ja billionenweise Buchstaben speichern, er kann Sprache teilweise schon recht gut erkennen, aber aussprechen, das kann er immer noch nicht annähernd so gut im Verhältnis zu dem, was ihn sonst auszeichnet. TextAloud bringt dem Computer immerhin eine durchaus auch über längere Zeit akzeptable Vorlesequalität bei.

Man stelle sich vor: Zusammenfassungen von Büchern einfach bei getAbstract als PDF kaufen und dann vorlesen lassen. Wo immer man will, beim Sport, im Zug, im Schlaf ... mir gefällt das. Empfehlenswert!

Das war der Blog-Artikel "der Vorleser - TextAloud mit Yannick" von Martins Blog unter www.orientierungshilfe.biz/blog. Äähh, wohl doch noch mal besser nachlesen ... smile

Wer TextAloud gleich kaufen möchte, kann es über diesen Link gerne sofort tun:

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Ecoman - der sexy Funkstromschalter

Die EKZ feiert heuer das 100 Jährige, fährt dazu offenbar im Land herum, stellt aus und bietet sogar ein gesponsertes Theaterstück.

"Click - der Standby-Killer", wie das Teil offiziell heisst, wurde in der Ausstellung mir als Ecoman vorgestellt. Ebenfalls an der Ausstellung gibt es einen kräftigen Rabatt. Damit kostet das Teil nur noch knapp CHF 25.-

Dies war günstig genug, dass ich mir sofort einen kaufte. Das Ding sieht tatsächlich neckisch aus, einfach und sinnvoll, denn es verreint funkgesteuertes Stromschalten mit Verbrauchsmessung. Und so sieht das Teil von ca. 8cm Durchmesser von vorne aus:

Es hat eine LCD-Anzeige, die hier grad darüber Auskunft gibt, wieviel mein Handy-Loader grad braucht, wenn das Handy geladen auf ihm steckt. Das Gehäuse ist durchsichtig, spiegelt viel und man sieht auch sofort jeden Fingerabdruck, Fettfleck etc. Ich würde mir einen matten Kunststoff wünschen, das ist aber auch grad das einzige, was ich ändern würde.

Die beiden Solarpanels sorgen für den Strom, den Ecoman für sich selbst braucht für Funk und LCD. Allerdings ist mir nicht ganz klar, wieso es doch noch eine Knopfzelle hat, die wohl kein Akku ist:

Das effektive Schaltstück ist ein gleich grosser Diskus in undurchsichtigem Schwarz, mit zwei ca. 30cm langen Kabelstücken, mit welchen man den Ecoman einfach vor ein Gerät oder eine Steckdose einschleift.

Der Ecoman funkt im 2.4 GHz Band, wie die WLANs. Er übermittelt einen Druck auf seine obere Hälfte als Schaltbefehl an den Sklavendiskus, der dann mit einem Relais den Strom hörbar ein- oder ausschaltet.

Ist der Strom an, erhält er vom Sklaven andauernd mitgeteilt, wieviele Watt sich die angeschlossenen Geräte jetzt gerade genehmigen.

Was er nicht ist, und das finde ich sehr schade, das ist eine Art Schwellenschalter, der bei Absinken des Leistungsverbrauchs unter eine einmalig einzustellende Schwelle selbst automatisch abschaltet. Dann könnte ich nämlich alle angeschlossenen Standby-Geräte mal anschliessen, alle auf Standby gehen lassen und diesen Wert dann als Schwelle einstellen. So könnte der Ecoman dann automatisch komplett abschalten, wenn er merkt, dass alle Geräte auf Standby sind. Denn automatisch abschalten, das tut der Ecoman nicht. Es fehlt ihm auch eine Zeitsteuerung, oder eine lichtabhängige Steuerung, die dank der ja vorhandenen Solarpanels durchaus vorstellbar gewesen wäre.

Dennoch, es ist ein hübscher Schalter mit dem Zusatz der Leistunganzeige. Damit kann nun keiner mehr sagen, er wisse nicht, was seine Geräte verbrauchen.

In den Einsatz ist es sehr schnell und äusserst einfach gebracht: Auspacken, anschliessen, fertig. Es funktionieren mehrere Ecomans im selben Raum, da jeder offenbar kodierte Signale verschickt, so dass nur der passende Sklave darauf reagiert. Es ist nichts einzustellen, der Ecoman ist ein Teil, das nun wirklich jeder brauchen kann und soll.

Alles in allem, sehr hübsch und nützlich. Sehr empfehlenswert. Weitere Informationen beim EKZ.

Nachtrag zur Fritz-Box 7270

Heute bekam ich die Anfrage, die mich anfangs auch umtrieb: Die Fritz-Box Annex B (= ISDN) kommt mit einem Y-Kabel, an welches DSL und ISDN angeschlossen ist.

An meinem steinalten ISDN NT 2ab habe ich einen Splitter, der als Ausgang zum ADSL-Modem einen RJ 11 Stecker, also nur 4 Adern hat, Fritz will für den ISDN-Anschluss aber einen RJ45 Stecker, also 6 Adern.

Da ich jedoch mit der Fritz-Box einen guten und wunderbar funktionierenden, alten Draytek-ADSL-Router ablöste, habe ich von dort her noch ein Kabel übrig, das am einen Ende den RJ11, am anderen den RJ45 Stecker hat. Nun musste ich also nur noch einen Adapter finden der zwei RJ45-Buchsen hat, also eine RJ45-Kupplung, wie man sie z.B. bei Conrad oder anderen findet. Sowas hatte ich noch in meiner Netzwerk-Grümpel-Liste. Also den als Kupplung zwischenschalten und voilà, die Fritzbox erkannte den DSL-Datenstrom und meldete sich mit meinen Angaben automatisch an. All die technischen Parameter hat sie selbst rausgefunden.

Wer grad keine RJ45 Kupplung hat, sollte sich so ein Kabel auch selbst basteln können, denn ein Blick durch die durchsichtigen Stecker zeigt, welche Adern überhaupt vorkommen müssen. Die Fritzbox für nur 2 Adern an den Splitter, die erst schon schön in der Mitte sind.

Dazu fand ich eine AVM-Support-Antwort für die Schweiz bei meinem Lieblingslieferanten:

Von: support@avm.de
Betreff: AVM-Support Ticket-ID CID1543487
Gesendet am: 19.07.2007 14:34
------------------------------------------
Die FRITZ!Box Fon WLAN 7170 (Annex B) A/CH-Edition ist eigentlich ausschließlich für einen ISDN-Festnetzanschluss konzipiert, da deren ADSL-Modem sich auch ausschließlich für ADSL Annex B eignet. Wir haben selbstverständlich nichts dagegen, wenn Sie diese FRITZ!Box, trotz dieser sich auch im Lieferumfang darstellenden Einschränkung, an einem Kabelanschluss (... wie Internet über Cablecom/CH) und dabei dann auch an einem analogen Festnetzanschluss (Telefon) betreiben. Um dies dann aber erfolgreich umsetzen zu können, müssten Sie entweder:

- einen RJ45 T+T-Adapter selber bauen (die Kontakte 1 und 8 des schwarzen RJ45-Festnetzsteckers führen das Signal des analogen Festnetzeinganges der FRITZ!Box)

oder:

- Sie erwerben bei unserem AVM-Kleinteileversand gleich ein geeignetes vorkonfektioniertes Y-Kabel für analoge Festnetzanschlüsse in der Schweiz - also letztlich das Y-Kabel der FRITZ!Box Fon WLAN 7140 Annex A A/CH-Edition.

Unseren AVM Kleinteile-Verkauf erreichen Sie montags bis freitags von 9.00 bis 17.00 Uhr
per Telefon unter +49 (0)30 - 39 00 44 15
oder per Fax unter +49 (0)30 - 56 04 86 04.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
AVM Support

Vielleicht hilft dies ja weiter ... ich weiss nicht, wie heutige ISDN NTs aussehen, denn ich war einer der ersten IDSN-Benutzer in der Schweiz, das sind jetzt etwa 17 Jahre her. Damals waren die NTs noch recht offen, z.H. viele Kabel, leicht zu öffnen und gut zu bebasteln. Vielleicht sieht das bei einem heutigen anders aus. Auch die Splitter haben sich ev. geändert, ich habe beim Draytek noch eine sperarate Zigarettenbox erhalten, in die man den U-Bus reinsteckt und am anderen Ende den bereinigten U-Bus und das DSL-Signal raus bekommt.

Nachtrag 4 zum Thecus N3200 NAS - Mediaserver

Der vierte Nachsatz zu dieser Box wird nötig, weil ich es aufgegeben hatte, mit dem eingebauten MediaServer und der PS3 als Abspieler zurande zu kommen.

Die PS3 konnte den N3200 eigenen Metabolic MediaServer schon finden, aber nach etwas Abspielen hängte sich die PS3 immer derart auf, dass man sie Ab- und Einschalten musste. Genauer gesagt, nachdem sie einen Fehler anzeigte, war der MediaServer verschwunden oder es liess sich kein einziger Song mehr von ihm abspielen, selbst wenn die PS3 das Sekunden zuvor noch konnte. Zur Behebung des angezeigten Fehlers schlug die Community immer das Ausschalten vor.

Allerdings fand ich dann auch in der Community eine Anpassung an das N3200 des bekannten MediaServer von TwonkyVision.

Nach der Installation dieses von TwonkyVision für das N3200 zurzeit offenbar nicht offiziell unterstützten Moduls gelang dann endlich das, was ich immer wollte: Alle meine Musik, Photos und Videos können nun von der PS3 abgerufen werden - nicht immer dargestellt, denn die Anzeige, das Abspielen, muss ja die PS3 erledigen. Die kann leider weder mit meinen FLAC noch - was mich viel mehr schmerzt - OGG Dateien was anfangen. Gleiches gilt auch für die Videos.

Wer hier was als Lösung für auf die PS3 wüsste, würde mich das freuen zu erfahren, denn meine CDs hatte ich alle als OGG auf den Server gerippt.

Nachtrag 3 zum Thecus N3200 NAS

Da sich doch einige Anfragen sammelten zu meinen Langzeiterfahrungen mit diesem NAS, beantworte ich diese gerne in diesem Artikel.

Dass der RAID-5 Aufbau stinkend langsam ist, das sagte ich schon. Die Temperatur liegt immer im Rahmen, die höchste bisher gesehene lag bei 37°. Da der Ventilator geregelt ist, spielt das keine Rolle, zumal das Netzteil ja extern ist. Zudem habe ich mit der Plattenwahl natürlich auch vorgesorgt.

AD für die ACL wird sehr wohl unterstützt. In dem Zusammenhang ist interessant, dass sich die Box weigert, die AD-Gruppen zu lesen, wenn die Zeitbasis auf dem AD/NT-Server zu stark von der Box abweicht. Es verträgt da wohl nur ein paar Minuten.

Bei mir ist zur Umstellung auf Sommerzeit auf einen Schlag der Zugriff über AD/NT-Gruppen abgeblockt worden. Die Box macht dann einen Fallback auf lokale Users und Gruppen. Da ich die ja nicht einrichtete, hatte ich schon mal einen kleinen Schreck in der Abendstunde, zumal mein Server und die Box ja dieselbe Zeitzone hatten. Der Unterschied: Bei der Box kann man nirgendwo Daylight Saving Time einstellen. Deshalb war die Box dann plötzlich eine ganze Stunde hintennach und akzeptierte nichts mehr.

Bei mir bringt die Box lesend bei Filecopy mindestens 14 MByte und max. 22 MByte/Sek. Mehr liegt offenbar nicht drin, selbst an meinem 1 Gbps Netzwerk mit Jumbo-Frames. Wie ich schon schrieb, finde ich die Performance eigentlich erbärmlich, aber was soll's. Ich habe noch kein HDTV-Material zum Abspielen, wenn mir jemand etwas schickt, dann teste ich es gerne mal ... :-)

Den Media-Server konnte ich nun doch mal testen, ein Laptop mit der Media Edition von Windows fand ihn und konnte seine Inhalte problemlos abspielen.

Ich bin für den Zweck des Einsatzes mit der Box zufrieden, auch wenn der Support während meines Access-Problems zwar schnell, aber wenig nutzbringend war - so mein Eindruck.

Die Box verrichtet ruhig und anstandslos ihren Dienst. Ich muss mich halt nur jeweils bei den Zeitumstellungen erinnern, die Zeit auf der Box nachzustellen. Diese Unterlassung finde ich allerdings sehr ärgerlich. Vielleicht liege ich ja falsch, dann bitte ich um Korrektur!

Nachtrag 2 zum Thecus N3200 NAS

Die Anfrage zur Lautstärke des NAS kann ich so beantworten: Ich finde es absolut stubentauglich. Ich bin nicht so zimperlich, denn in meiner Stube laufen oft das Radio und meine Arbeitsmaschine. Ich erachte dabei das NAS als praktisch unhörbar. Das hängt natürlich von der Auslastung und daher Abwärme der Disks ab. Bei mir meint die Box, es sei ihr grad 32° warm und der Lüfter brauche dazu 1170 rpm.

Dazu muss bedacht sein, dass ich drei Green Power Disks in der Box betreibe. Diese schalten sich offenbar selbst ab, denn nach langer Zeit sehe ich, dass die Disks scheinbar nacheinander(!) hochlaufen. Ich hoffte zwar, dass das N3200 sie abschaltet, aber wissen tue ich das nicht. Da sie nacheinander hochlaufen, nehme ich an, dass es doch das N3200 ist, dass den Spinup befehligt.

Zudem sind diese Disks so, dass sie ihre Umdrehungszahl auf 5400 absenken bei Leerlauf, eventuell stellen sie sich sogar ab. Schliesslich sollen sie nur 4 Watt verbrauchen im Leerlauf. Ich weiss es de facto nicht.

Durch die Wahl dieser Disks sind diese Stromspar-Funktionen auf Grund dafür, wieso es so leise ist.

Ich wählte diese Disks genau aus dem Grund des Sparens, denn es ist eh klar, dass ein NAS niemals so schnell sein kann wie interne Disks. Es ist sicherlich um den Faktor 4-8 langsamer als aktuelle, im Rechner verbaute Disks.

Ich hatte mir auch wie einer der Kommentarschreiber überlegt, ob ich nicht die Disks einfach an einen veritablen professsionellen RAID-5 Controller hänge - wie ich zum Beispiel schon einige hatte von 3ware. Ich war kurz davor, es zu tun, aber ich wollte ja etwas anderes mit dem NAS erreichen als nur ein RAID-5 zu haben.

Mein NAS ist wirklich nur Speicher und Backup für die Arbeitsmaschinen, das heisst, es gibt selten Zugriffe und dann für grössere Datenmengen. Dass beim ersten Zugriff die Spinup-Time der Disks für eine grosse Verzögerung sorgt, nehme ich hin. Dass aktuelle Disks in einer externen über Ethernet angeschlossene RAID-Box unterbeschäftigt sind, ist wohl jedem Kenner klar.

Dafür sind solche NAS aber auch nicht gedacht. Selbst die grosse N5200 von Thecus liefere nach Tom's Hardware ja grad mal 40-50 MByte/Sek., immerhin mindestens zweimal so viel wie das kleine N3200, aber immer noch ca. nur halb soviel, wie nur schon eine Disks ausliefern kann. Im RAID-Verbund bestünde dann ja sogar noch die Möglichkeit, parallel zu lesen, so dass die Performance eines RAID-1 oder RAID-5 in minimaler Bestückung theoretisch doppelt so gross sein könnte wie diejenige einer einzigen Disk.

Ich überlegte mir also schon im Vorfeld, ob ich mir eine N5200 kaufen sollte, aber erstens kostet das mindestens doppelt soviel wie das N3200 und zweitens brauchte ich in der Realität deren Performance nicht, hätte mir aber erneut die Abhängigkeit von einem Hostrechners eingehandelt.

Zur Performance: c't bezeichnete die Transferraten von 21 MByte/Sek. lesend und 13 MByte/Sek. schreibend bei einem ähnlichen NAS von Netgear als ok. Ich finde das eigentlich auch nicht ganz ok, aber eben.

Was ich wollte: Einen grossen, ausfallsicheren, Rechner-, Betriebssystem- und Treiber-unabhängigen, nicht verseuchbaren, portablen und gut gekühlten, unauffälligen 24x7x52-fähigen Massenspeicher, der so wenig wie möglich Energie frisst.

Das N3200 bietet das meiner Meinung. Zusatzdinger wie FTP, Torrent, USB-Copy etc. brauche ich nicht. Der USB-Copy brach ohnehin mit einem Fehler ab, als ich zwei meiner Sticks probehalber einsteckte - eventuell deshalb, weil diese Sticks die U3-Geschichte drauf haben. Als ich einen älteren 512 MByte Sandisk Titanium einsteckte, bemerkte die Box diesen gar nicht, auch nicht nach mehrmaligen Rausziehen und Einstecken. Auf jeden Fall bekam ich die USB-Copy-Aufforderung nicht mehr automatisch zu sehen wie bei den anderen Sticks. Erst ein manuelles Aufrufen der Kopierfunktion kopierte dann den Inhalt des Sticks doch noch in den vordefinierten Ordner. Darin erzeugte sie einen weiteren Order mit dem aktuellen Datum, darin weitere Ordner-Strukturen, und dann fand ich den Inhalt des Sticks endlich.

Die von mir erlebten Lösch-Probleme scheinen nicht dem NAS anzulasten zu sein. Ich hatte diese Probleme dann auch, als ich auf dem Server die aufs NAS kopierten Daten löschen wollte.

Wer ein sehr schnelles RAID-System will, der sollte meines Erachtens auf eine private High-Speed Verbindung zwischen NAS und Rechner setzen - und vergibt dadurch einige der Vorteile eines NAS. Oder dann natürlich einen professionellen - aber halt im Rechner steckenden - Controller, der ja schon alleine mindestens soviel kostet wie eine ganze NAS-Box.

Ich für meinen Teil hatte tatsächlich einen 3ware-Vierkanal RAID Controller als Alternative evaluiert. Aber eben, dann bräuchte ich einen Rechner mitsamt OS, um mein RAID zu bauen. Und dann, wäre der Rechner am Netz, gäbe es eventuell doch nicht soviel mehr Performance, um die Nachteile dessen aufzuwiegen.

Die zuvor im Server belegten RAID-1 Arrays sind nun frei und stehen mir dort für schelle Anwendungen wieder zur Verfügung. Denn da kopiert ein alter AMD-1900 in 0.9 Sekunden 46 MByte vom RAID-1 auf seine RAM-Disk und schreibt sie in 1.9 Sekunden wieder aufs RAID zurück.

Man sieht, aus Speed-Gründen kann man also wirklich nicht zu einem NAS greifen. Und aus Stromgründen auch nicht. Denn schliesslich sind da nicht nur die Disks am Laufen, sondern auch ein Minirechner.

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