Wieso immer erst (zu) spät - die Einsicht

Jetzt kommen im Schweizer-Radio in den News Texte wie "Oh, wir müssen die Städte begrünen." Weil halt der Beton Wärme speichert und wieder abgibt, sind Städte Brutöfen, im Schnitt wohl ca. 3-7° wärmer als ausserhalb einer Stadt.

Wenn es nicht zum Heulen wäre, dass es erst so spät kommt, wo's halt allen etwas heiss wird ... vorausgesehen wurde das alles schon Jahrzehnte zuvor. Klimawandel? Was'n das'n? Nun, hoffentlich reicht es noch, dass die Städte sich endlich umbauen. Gerade hin in der Schweiz ... wo wir sowieso hintennach sind ...

Aber Geldgier, Ignoranz und Gefälligkeiten liessen ökonomische Bedenken einfach zur Seite. Oder wie soll man das alles erklären.

Jetzt müssen Pflanzenteppiche an die Häuser und auf die Dächer. Mal sehen, vor wievielen Jahren ich hier mal schrieb, man solle gefälligst alle Dächer begrünen ...

Diejenigen, die in einem Erdhaus wohnen, wussten und wissen all das schon seit jeher.

Es ist nur mühsam, wie wenig die Leute sich für Abläufe und Zyklen interessieren. Die's tun, leben anders.

Wieso nur braucht Einsicht immer sooooooo lange ... :-(

Der bigotte Bundesrat (Ammann)

Ich muss mich noch mehr fremdschämen ... der Bundesrat erlaubt nun doch noch Kriegmaterial-Exporte an Länder im Bürgerkrieg.

Klar, es sei alles geprüft, man verlange Sicherheiten, dass Waffensysteme geliefert in Nachbarländern - nicht im Krieg - nicht in die kriegenden Ländern gelange.

Bullshit. Erstens musste sogar das SECO erklären, dass es nicht erklären konnte ... wieso Schweizer Waffen doch im Kriegsland und zweitens: Typisch Europa. Wir verlangen Garantien und dann endlich raus mit irgendwelchem Kram an die unterwürfig buckelnde, mit Geld zugeschissene Businesspartners - aus den Augen aus dem Sinn halt.

Ich fand es absolut toll, dass die Chinesen Europas Plastikabfall nicht mehr wollen. Bleibt der Kram hoffentlich bei uns, bis wir uns endlich mal darum kümmern.

Zurück zur Bigotterie des Bundesrates. Waffen exportieren, damit unsere kleine Waffenindustrie nicht verrecken muss - wohlwissend, dass Waffen gebaut werden, um andere verrecken zu lassen. Diese pathologische Realitätsverweigerung ist fast nicht auszuhalten.

Das ist kein Deut besser als irgendwelche Despoten, die für sich "xyz first" wenigstens öffentlich reklamieren. Wem es scheissegal ist, dass seine Produkte anderswo Leid generieren, gehört entsorgt.

Zynischerweise kommt grad heute in der Rundschau eine kleine Reportage über das Leid des Krieges in Jemen. Da schaut das TV hin und zeigt auf, dass Waffen immer Leid erzeugen. Die 20 Jährige, die nun gelähmt ist, weil die Bomben auf ihr Elternhaus fielen, während sie schlief. Womöglich derart treffsicher dank eines Schweizerischen Präzisionsleitsystems ... das "ja keine Waffe sei" ... Herr, wirf Hirn vom Himmel ...

Es gibt weder gerechte Kriege, noch sterile, noch leidensfreie, noch nebeneffektfreie, noch antiseptische, noch nützliche, noch ...

Dieser Einsicht scheinen sich lokale Politgrössen regelmässig mit Scheuklappen zu verschliessen ... es könnte ja die einfache Sicht aufs egoistische Wohl und damit das der Lobby Gefälligsein beeinträchtigen.

Mani Matter sang sinngemäss "... damit es denen, denen es nicht gut geht, etwas besser geht, müssen die, denen es gut geht, etwas abgeben ...".

Interessiert keine Sau. Ob Erdogan oder Ammann, alles dasselbe. Soll mir jetzt keiner kommen, dass das so nicht stimme ... weiss ich selbst. Aber es geht um eine Verantwortungshaltung - der Menschheit gegenüber.

Es ist mir schon klar, dass wir nicht unmittelbar die Kriege befeuern. Aber man braucht seine Kreise nicht viel grösser werden zu lassen, um dann schon unsere Mitwirkungen auftauchen zu sehen ...

Ich bin schon richtig hässig ...

Von wegen (gutes) Karma ... Coops Verpackung

Ich mag ja asiatisches Snack-Zeug. Also der Griff mal zu Coops Karma Linie ... ein Aisa-Mix. Ist grad im Backofen, aber da dachte ich beim Auspacken also sofort: Von wegen gutes Karma! Sechs Plastiktüten mit vier Arten von Snacks, zwei für dieselbe Sweet-n-Sour Sosse.

Und Plastik von der sehr starken Sorte.

Wie auch immer, wo ist denn hier das Karma? Könnte Coop nicht einfach auch noch besser verpacken? Gutes Karma kommt ja nicht (nur) zustande, wenn mann/frau keine Tiere (fr)isst. Wer so einen Titel im Produkt führt, muss meines Erachtens vor allem auch an den Abfall denken.

Fortschrittlich wäre gewesen, wenn die Plastiktüten wenigstens kompostierbar wären. Doch soweit reicht der Wunsch fürs gute Karma im nächsten Leben dann offenbar doch nicht ... kommen die Macher das nächste Mal wohl als Fische im Plastikozean zur Welt ... Karma heisst ja nur, das Erleben von etwas im Wechsel von Erzeuger und Erdulder.

Schweiz Waffenexport-Vize - ich schäme mich

In USA wieder mal ein Massaker an der Schule, das 19. seit Jahresbeginn vermeinte ich gehört zu haben. Diese unbegreiflichen und unverbesserlichen Amis.

Die Schweiz sei Vize-Exportmeister im Waffenbusiness. Diese unbegreiflichen und unverbesserlichen Schweizer.

Wann endet die Bigotterie des Ausblendens von Fakten?

Da ist mir der Trump bald lieber als die verlogene Wirtschaftspolitik. Dessen Ignoranz ist für wohl fast alle gut erkennbar.

Das Schweizer Parlament schmettert regelmässig Exportbeschränkungen ab, ja lockert bestehende sogar.

Henry Dunant gründete das Rote Kreuz. In dem Staat, aus dem die Garde des Papstes stammt. Woher das wohl kommt ... wir waren Söldner ... Krieger, und offenbar gut darin.

Doch eigentlich sollten wir diese Zeit überwunden haben. Und auch das Sandchästele ... hoffentlich ist dieses Scheinheilige nur noch ein Attribut der aussterbenden Generation.

Dafür schäme ich mich.

Anbieter von Haifisch-Finnen Suppe melden

Mein guter Freund aus Down-Under hat mich letzthin wieder mal auf eine an sich bekannte, aber halt oft übersehene Sauerei der Menschheit hingewiesen: Dass wir Tiere verstümmeln, nur um einen kleinen Teil davon zu essen oder noch schlimmer für Aberglauben zu brauchen.

Wenn es schon beim Nashorn eine grosse Sauerei ist, so ist es bei den Haifisch-Flossen-Suppe eine beschämende und gigantische Sauerei ... denn die Tiere können dann nicht mehr schwimmen und ersticken einfach - in ihrem ureigensten, natürlichen Umfeld ... Ersticken, weil nur die Bewegung neues Wasser durch die Kiemen spült, aus dem der Hai den Sauerstoff extrahieren kann.

Klar, der Mensch ist das brutalste Untier auf der Welt. Zwar den meisten Tieren von der Sinnesleistung her weit unterlegen, aber mit einer Kooperation und einem Intellekt ausgestattet, der ihn Tieren überlegen macht. Allerdings sind die kleinen Tiere wie Ameisen ja dann schon noch erfolgreicher, doch eben nur als Volk.

Der Mensch erachtet sich als Individuum und sieht daher das grosse Ganze meistens nicht mehr. Er sieht oder will nur nur seine kleine Welt sehen, in der in einem Restaurant Haifisch-Suppe angeboten wird. Er weiss nicht oder will nicht wissen, was das genau ist und wie Tiere, also der Hai, hierzu "verarbeitet" wird.

Weiss er wirklich, dass für so ne triviale Suppe die Tiere kläglich verenden? Etwa so, wie wenn man einem Menschen einfach die Arme abhackt? So ein Mensch kann sich nicht mehr ernähren. Eigentlich ist er nun zum Tode verurteilt. Die Menschen sind solidarisch und können sich dann helfen - die Tiere können das nicht.

Mein Freund sammelt daher die Namen und Links zu allen Restaurants und Anbietern, die sich immer noch erdreisten, derart "hergestellte" "Kulinarien" anzubieten.

Dazu gibt es einen Twitter Hashtag #shamesharkfinsoup, unter dem man doch jeden Anbieter melden möchte. Mein Freund kümmert sich dann darum ... ohne Armeabhacken ...

Es ist oft mehr als beschämend, was wir uns erlauben. Klar, Pflanzen sind auch Lebewesen, und die fressen wir auch. Die Natur ist ein ständiges Werden und Vergehen von Formen, uns natürlich mit eingeschlossen - wir gehen mit uns ja auch so herzlos um. Reproduktion und Tod sind also an sich natürliche Vorgänge ... doch nur der Mensch interessiert es oftmals einfach nicht, wie er natürliche Resourcen nutzt. Sei das Massentierhaltung oder eben "exquisiter Food" wie eben die Haifischflossen Suppe.

Wer also irgendwo Haifischklossen Suppe angeboten findet, der melde doch bitte Adresse und Link unter dem Hashtag #shamesharkfinsoup.

Mir ist das auch ein Anliegen. Er kümmert sich aber auch darum. Ein kleiner Teil, aber wenn das mehrere machen, wird dieses Engagement eben mehr als die Summe der Einzelaktionen. Und so lässt sich hoffentlich eine kritische Masse erreichen, auf dass die empathielose Abschlachterei endlich aufhöre ...

CO2 so hoch wie vor Millionen Jahren - scheitert das Labor-Experiment?

Heute hörte ich im Radio, dass eine Kommission feststellte, der CO2-Gehalt in der Atmosphäre 2016 sei so hoch wie letztes Mal Millionen Jahre zuvor. So ist es wohl. Auch bei uns in der Schweiz haben die Gletscher innert eines Jahres 3% ihres Eises verloren.

Nun, wer heute noch bewusst Prozesse initiiert, die mehr CO2 freisetzen als binden, handelt in meiner Sicht grob fahrlässig und in höchstem Masse ignorant. Wer solche Prozesse wider besseren Wissens erhält, weiterführt oder gar weiterentwickelt im Sinne der Vergrösserung der CO2-Abgabe, wäre eigentlich zum Wohle der Gemeinschaft - natürlich der globalen, nicht einer nationalen - zu ächten und festzusetzen, so dass seine Tätigkeit gestoppt werden kann.

So, klingt ja fast schon nach Kant. Egal. Naturgesetze sind in dieser Ebene da, beachtet zu werden. Denen ist es allerdings auch egal, ob wir's tun oder nicht. Körper, die denselben Naturgesetzen unterworfen sind, müssen es dann halt auch erdulden. Menschliche, tierische, pflanzliche, pilzartige und virale.

Da sich wohl nur eine Art freut über mehr CO2, könnte man ja auf die Idee kommen, dass eventuell die Lebensspanne des Experiments Körper mit starker und flexibler Gedankentätigkeit und grosser Planungsfähigkeit ein absehbares Ende hat. Pflanzen reduzierten wohl den CO2-Gehalt früher, starben ab, nahmen ihr gespeichertes CO2 unter die Erde, verwitterten und schlossen das CO2 als Kohle und Öl ein, tief unter der Erdoberfläche. So wurde es kühler in der Atmosphäre.

Und siehe da, nach einigen Hundert Millionen Jahre kommt eine Spezies, die diesen Vorgang mittlerweile zwar begriffen hat, aber dennoch so ignorant ist, das CO2 wieder hervorzuholen und freizusetzen. Und sich dann wundert, dass es wieder wärmer wird. Und dabei hat die sowas wie den Newtonschen Energieerhaltungssatz entdeckt.

Als Gott würde ich im TV-Ohrensessel zurücklehnen, beobachten, einen Kaffee mit Kuchen geniessen und zu mir murmeln: "Mal sehen, ob die sich noch zusammenraufen und es schaffen, die Kurve zu kriegen. Schliesslich gab ich denen genug Gehirn, Einsichts- und vor allem Kooperationsfähigkeit mit."

Als Gott würde ich dieser experimentellen Variante aber auch attestieren, dass sie sich auch selbst ausrotten kann und durchaus darf - ein Experiment soll ja auch ein Resultat haben. Petrischale halt. In dem Experimentierhabitat gibt es ja eben noch die Pflanzen. Denen könnte man ja auch ev. mal noch was zutrauen. Vielleicht beweisen die mehr Nachhaltigkeit.

Aber eigentlich ist es egal. Es ist ein Experiment. Versuch und Irrtum. Beobachtung bei Variation von Lebensbedingungen. Vielleicht ist es ja wirklich Gott, der das Klima anheizt, als Experimentator. Häja, wir variieren ja auch die Rahmenbedingungen bei unseren Laborversuchen. Wieso soll Gott es anders machen, wenn er schon nicht ein "Leben nach Zahlen" programmiert hat. Der war halt schon klever, wollte wohl einen Turing-Test für sich selbst entwickeln.

Als Gott hätte ich da auch kein Problem, dass da mal was aus dem Ruder liefe ... der Labor-Desinfizierer kommt eh in 1-2 Milliarden Jahre vorbei und flammt mal alles sauber ab. Da wird dann auch grad die Kugel geputzt, wenn nicht grad mit entsorgt.

Vielleicht ein kleines Ärgernis, wenn diese Experiment dummerweise noch ein anderes Sonnensystem infizieren könnte ... "Hmm muss mal Vorsorge treffen. Hey Siri, mach einen Termin zur Überprüfung der Situation, in, sagen wir mal, 500'000 Jahren. Prüfe schon mal, ob dann ein paar mittelgrosse Meteoriten in der Nähe wären für den Fall der Fälle". "Ich habe für den 30. Oktober 502'017 einen Termin zur Überprüfung der Situation eingetragen". "Danke Siri, das wär vorerst alles. Jetzt sehe ich mir mal die Situation auf Kepler 452b an, was sich dort so entwickelt hat die letzte Million Jahre."

Nicht, dass ich Apple derart gut fände ... aber Gott ist ganz sicher ein vielbeschäftigter, bärtiger, weisser, sehr alter und hoffentlich weiser Mann. Der halt experimentiert, weil ihm eine Göttin oder zumindest die Erinnerung an eine solche fehlt ... und ein Pluto, also, den Hund meine ich ...

PS: Nicht auszudenken, wenn Gott auch noch Alzheimer hätte ... *schauder*

Die wahre Natur des Menschen: Einander helfen

Dieser Tage sehen wir Bilder aus Überschwemmungsgebieten wie Asien, wo schon viele Menschen starben. Doch Texas überflutet nicht nur real sondern auch sprichwörtlich unsere Wahrnehmung. Und in der Schweiz wird in Bondo aufgeräumt, nach den verschiedenen Murgängen. Überall starben Menschen.

Immer wieder zeigt sich, was unsere Natur ist: Einander zu helfen. Da muss bekanntlich auch ein US Präsident hin, um medienwirksam Kinder hoch zu heben und scheinbar zu helfen. Es geht nicht anders. Helfen ist unsere Natur. Weil wir alle denselben Weg gehen.

Schön jeweils zu sehen, dass das automatisch und nicht-ans-Geld-denkend geschieht. Wie wäre es, wenn wir das auch im Alltag könnten und unser Gesellschaftssystem endlich vom egoistischen Geldsystem abwendeten ...

Geld ist immer noch ein Tabu. Es gehört halt nicht zu unserer Natur, sondern ist deren Pervertierung ...

VW - VerWerflich, zum II. - die ZDF ZOOM-Reportage

Heute hat das ZDF in der Beleuchter-Sendung ZOOM den Abgasskandal des VerWerflich-Konzerns ausgestrahlt. Das Interessante ist - im Vergleich zum Trump-Bashing wegen dessen Paris-Ausstieg -, dass hier die Bundesregierung des ach so grünen Autolandes Deutschland einen zu verachtenden, zu verurteilenden, rein ökonomisch begründeten Protektionismus fährt.

Es wird wieder mal klar, dass man den Splitter im Auge des anderen doch viel leichter sieht als den Balken im Eigenen. Das Amerika - halt nun unter dem temporären Trump - hat den Deutschen auf den Deckel gegeben. Und VerWerflich kuscht. Und in der BRD darf das Volk die Kröte schlucken, statt auszuspucken.

Ich finde es ungeheuerlich, wie sich das vom ZOOM-Reporter rapportierte Verhalten der Bundesregierung darstellt. Eine Bananenrepublik scheint transparenter zu sein. Und vor allem frappiert mich die kaltschnäuzige Arroganz, an der Generalversammlung von VerWerflich mit über einige Milliarden Gewinn nach Steuern zu protzen, wohlwissend, dass sie das auf dem Rücken der Bevölkerung tut, denn VerWerflichs Software-Udpate-Massnahme reinigt höchstens in homöopathischen Grössenordnungen.

Sag das mal einem Grossstadtmenschen, der an Atemschwierigkeiten leidet - obwohl doch VerWerflichs Autos so sauber sind. Diese bewusste und rein ökonomische Täuschung ist eine zum Himmel stinkende Sauerei. Man bedenke: Es gibt ja die Technik, fast 95% der Stickoxide zu reinigen - es kostet halt etwas mehr. Die Harnstoff-Abgasreinigung.

Verflucht nochmal, Autos werden eh geleased heute, was macht da €1500 mehr aus auf die Leasingzeit? Fürs Auto wird wohl von jedem über die Zeit Kohle rausgehauen, um Speziallackierungen und andere Accessoires ins Auto zu klatschen, da kann sich ein Käufer wohl kaum rausreden, dass er die 1500 nicht ausgeben können würde. Oder es ist wohl eher so, dass die Käufer das gerne ausgäben, wären die Kisten dann sauber.

Es ist also klar, dass es VerWerflich nur immer um der kapitalistischen Maxime zu frönen: Gewinnmaximierung und nach uns die Sintflut - wohl für nachkommenslose, bald absterbende Technokraten. VerWerflich soll von den in ZOOM genannten, bereits 25'000 Deutschen in einer Sammelklage so kräftig der Arsch verhauen bekommen, dass da dann zumindest für lange Zeit keine Ausscheidung mehr rauskommt ...

Also pro rückgekauftes Auto wie in der USA ca. €20'000. Bei 8+ Millionen VerWerflich Autos in der BRD .. Holla die Waldfee ... oha, rein Reim ... ;-)

Greenpeace an der CS GV

Dass ich Greenpeace Mitglied bin, ist an sich bekannt und sei einfach eingangs grad mal deklariert. Für einen Aktivisten bin ich eh zu alt und habe sowieso Höhenangst ... also nix mit Abseilen und so.

Ich nehme deren Einsatz auch nur als Anlass, über die CS zu schreiben. Ich bin selbst CS Kunde, habe aber keine Aktien. Ärgern tue ich mich im unmittelbaren Alltag an den versteckten Abzockgebühren, die die CS mindestens mir als einem Winzkunden auferlegen: Letztens "musste" ich - oder wurde ich freundlich genötigt -, ein sogenanntest Bonviva Programm abzuschliessen. Das hatte man mir schon vor Jahren angetragen, aber durch die andauernde 0%-Politik der EZB zahlt die CS auf meinen Konti de facto 0% Zins, verlangt aber seit wenigen Jahren Kontoführungsgebühren, die sie vorher (ab einem gewissen verwalteten Vermögen) nicht erheben wollten.

Die Nötigung ist die, dass ich "dank" Bonviva nun weniger stark abgezockt werde als ohne. Wohlgemerkt, gemolken werde ich - einfach weniger stark.

Nun kann man sagen, ein Konto bei einer Bank braucht's halt und die anderen Banken seien wohl auch nicht besser. Wenn dann aber der Führungriege Boni versprochen werden, die jeglichen Realitätsbezug vermissen lassen, dann verstehe ich eigentlich nicht, wieso ich als Kleiner ausbaden muss, was andere nicht zu meinen / aller Gunsten korrigieren können: Dass halt eine voll verblödete Geldpolitik herrscht in der EU. Die CH ist dem natürlich unterworfen, denn alle unsere Handelspartner sind ja in der EU.

Eine Rechnung: Sagen wir mal, die CS hat 5 Mio. Kunden. Kleinkunden gemeint. Meine Gebühren für die Kontoführung sind derzeit jährlich ca. CHF 150. Angenommen, das wäre bei all den 5 Mio. so, dann sind das CHF 750 Mio, die sie da reinholen für eine reine Computeranwendung. Nicht einmal eine Milliarde. Aber mehrere Milliarden gehen als Boni raus ... wie soll sowas eigentlich je passen? Und mir muss die CS es ja abzocken "weil die Gesamtlage ja so schwierig sei ...". Tja, wieso dann nicht dort einziehen, wo es sich lohnt?

Eine Bank - vor allem wenn sie das Suisse im Namen trägt - insinuiert die Vertretung eines Landes, seiner Bürger im Sinne, dass sie eine Bank wäre/sei für alle Schweizer. Sie ist es aber nicht mehr. Sie ist eine Bank für die reichsten Schweizer und Ausländer ... oder Investment Fonds, deren Fond Manager sich gar nicht mit Menschen, sondern nur mit Umsatzzahlen rumschlagen. Um denen zu geben, die schon viel zu viel haben ... gemäss dem Bonmot "der Teufel scheisst auf den grössten Haufen". Ich als Schweizer finde mich von der CS nicht vertreten ... weder als deren Inlandkunde noch als Schweizer im Ausland ...

Dass man Banken nicht per se einfach verteufeln kann, ist mir schon klar ... denn wie ich andernorts schon oft schrieb ... wem ist seine Rente egal? Wer kann auf die hoffentlich während des Arbeitslebens wachsende Anhäufung seines Rentenkapital verzichten, bzw. wer will darauf verzichten? Wer lässt eine Bank dieses Geld managen und wäre unzufrieden, wenn es nicht das Gewünschte abwürfe?

Wer hier sagen muss, ja Verzinsung ist wichtig, der akzeptiert das Credo des Kapitalismus. Und da beisst sich dann die Schlange oder gerne auch Katze in den eigenen Schwanz. Bitte Intelligenz anwerfen, um das mal durchzudenken ...

Ich beobachte die Sache mit der Dakota Access Pipeline dank DemocracyNow.org etwas genauer ... die Bank CS ist nicht der Schlüssel dazu, diese Pipeline zu verhindern. Das war Obama und das wurde nun von Trump rückgängig gemacht. Aber die Bank ist ein Puzzlestein in der kapitalistischen Rechnung, ob es sich lohnt, sie zu bauen. Denn man muss dafür ja Investitionskapital anhäufen. Wenn jeder Geldgeber sich mal überlegen würde, ob er - trotz eigenem Erfolgsdruck gegenüber irgendwem - den Kredit sprechen will, ihn gar verweigert, dann kämen solche Projekte nicht mehr zustande.

Experten sagen ja, dass sich eine andere Sünde Trumps, die Glorifizierung / Monetarisierung von "Clean Coal", zum Glück nur darum nicht mehr verwirklichen lasse, weil andere Techniken mittlerweile billiger seien. Kurz: Es lohnt sich nicht mehr. Das ist das scheinbar einzige, was Kapitalisten interessiert.

Gut, wenn dem so ist: Wir Kleine kommen dem nie bei. Wenn ein Trump USD 140 Mio. verdient in einem Jahr, dann ist das einfach nicht mehr vermittelbar, wenn man die Ansprüche eines bequemen und sicheren Lebens eines Körpers zugrunde legt. Merkwork: Wieviele Steaks kann man täglich essen? Wieviele Häuser kann man sinnvollerweise zugleich besitzen / benutzen wollen? Und zuletzt: Kann man sich Gesundheit kaufen? Oder bis wie weit? Wozu braucht ein Mensch soviel Geld? Und ich meine brauchen für Persönliches. Gut, man kann darunter natürlich auch die Einflussnahme auf andere zählen, was sich mit Geld halt meistens machen lässt. Doch das meine ich jetzt nicht.

Aber wir Kleine haben mit den Reichen etwas gemeinsam: Wir sind oft Eltern und wünschen unseren Kindern eine schöne und sichere Zukunft. Sting sang mal "i hope the Russians love their children too" ...

Meiner Meinung nach kann man nur so an Chefs von Läden wie der CS appellieren: "Wie soll die Welt aussehen, in der Eure Kinder leben sollen? Und was macht Ihr dafür, um das sicherzustellen?" Kann man globale Sicherheit für sich kaufen? Ein Trump kann sich in der USA in seinen Türmen verschanzen, aber nur schon Mexiko könnte ein heisses Pflaster werden ... Die in dystopischen Filmen oft gezeigte Ghettoisierung der Gesellschaft, das Abschotten der Reichen hinter stark befestigten Mauern ... wollt ihr, dass eure Kinder so leben müssen? Wenn der Rest der Welt sich gegen die wenigen Reichen erhebt, nützen auch Mauern nichts. Wenn die Welt verdreckt ist, ein ungesunder Platz zum Leben, so können sich die Reichen zwar Biotope bauen und hinter Mauern schützen .. aber ob das wirklich klappt ... abgesehen von der Aussicht der Kinder, sich zwar im Paradies, aber doch nur eingeschränkt bewegen zu können. Naja, vielleicht war's ja so mit Adam und Eva, damals im Paradies ...

Es muss also meiner Meinung nach die Generationensichtweise wieder in die Köpfe von Rohner und Konsorten rein. Es geht nicht an, dass man eine jetzige Generation von Indigenen in Dakota ignoriert. Es geht auch nicht an, dass man sich hinter den Text "wir sind nicht die grössten Investoren" oder "wir sind keine unmittelbaren Investoren" zurückzieht. Denn diese Leute würden wohl kaum gerne hören, dass sie den geistigen Horizont eines Autobahnkilometers hätten. Nein, die sind schon klever - sonst wären sie nicht dort, wo sie eben sind. Aber bitte, dann nützt doch Eure Intelligenz für förderliche Ziele und erkennt, wenn Eure Aktionen Schädliches verstärken oder gar initiieren. Eure Kinder, Enkel und Urenkel werden Euch danken.

Oder soll ich denen wünschen, dass sie an Reinkarnation glauben und in 50-100 Jahren nochmals kommen sollen, aber dann eventuell in Vietnam, Bolivien, Somalia oder irgendeinem anderen Land, das Eure Gedankenlosigkeit zerstört?

Soweit gehe ich nicht. Denn man weiss es ja nicht - nicht, was sie jetzt machen, sondern was sein wird. Man weiss nur, dass Projekte wie die DAPL heute das Leben von Menschen gefährlicher macht. Und dass gerade die Amis das wissen und selbst darunter leiden, beweist das Wasserproblem von Flint.

Bisher waren Leute wie Präsidenten von der Wissenschaft zu überzeugen, aber bei Trump bin ich mir da echt nicht sicher. Sollte es dem wirklich egal sein, wie die Enkel seiner Tochter leben werden? Er ist schon 70, er wird - ohne Wissenschaft, sprich Medizin - wohl bald ableben. Dank Medizin, die er sich ja leisten kann, wird er es noch etwas länger machen. Wissenschaft unterdrücken, aber dank ihr länger besser leben können/wollen? Also Wasser predigen, Wein saufen.

Der Typ ist schon eine dramatische Herausforderung an jeglichen Glauben an die Intelligenz des Menschen.

Dennoch: Er hat in Sachen DAPL die Zügel wieder gelockert, aber eine CS muss ja nicht alles mitmachen. Denn die Freiheit besteht ja unter anderem darin, nicht immer das zu tun, was möglich ist, nur weil es möglich ist. Solche Verzichtsentscheidungen sind jedoch die Resultate eines persönlichen, menschlichen Wachstums.

Dieser geschieht halt oder nur unter Druck - ist ja nicht neu. Und was bei Entscheidungen eines jedem Einzelnen nur Konsequenezn auf wenige andere hat, ist bei Institutionen wie Banken oder Präsidenten eben anders: Hier versaut eine Unterschrift das Leben oder die Lebensgrundlagen unzähliger anderer.

Rohner, Trump und andere sollten sich doch einmal vorstellen, dass ihre Kinder heute in eines der zuvor genannten Länder verschlagen wären und dort nicht rauskämen. Wie also sollte man dann seine weitreichenden Befugnisse nützen? Auf dass die Kinder dort ein angenehmes Leben haben? Oder halt doch alles nur nach dem Motto "Nach mir die Sintflut"? Nicht grad schmeichelhaft gegenüber dem eigenen Nachwuchs ... der doch mal die eigene Altersversorgung sein soll ... bei uns Kleinen ja ... bei Trump werden's dann halt eine Elite Hospital und Residence sein ... das ist ja das Dumme daran ... seufz ..

Ceterum censeo: Think globally, act locally.

Das Europa-weite Strom-Blackout

Gerne setze ich den Titel, obwohl es hier (natürlich) nur um eine Simulation geht. Eine des Schweizer Fernsehens, die aufzeigen soll, was alles in welchen Lebensbereichen passieren könnte, wenn in Europa für eine Woche der Strom total ausfällt.

Mein Fazit grad am Anfang: Obwohl ich Billag-Gebühren zu hoch finde und bekämpfe - für solche Dinger gebe ich die Kohle gerne her.

Denn die Simulation ist natürlich professionell gemacht. Der Mix aus Review à la Dokumentationssendung mit offenbar echtem Archivmaterial aus anderen realen Gegebenheiten und den uns bekannten Profisprechern der Tagesschau, die Ausland- und Inlandkommentatoren, Polizeisprechern, die SBB, der Flughafen Kloten und sicherlich anderen liessen die Situation wie ein realer Rückblick auf einen Super-GAU erscheinen - sehr, sehr beklemmend.

In der gesamten Simulation wurden Fakten präsentiert, die so viel Verbindungen, Seiten- und Nebeneffekte, Kausalketten, wie auch unerwartete Dinge wie Springfluten, aber auch die üblichen ökonomischen Verflechtungen des Stromhandels, mangelnder Investitionsbereitschaft der Infrastrukturprovider dem Zuschauer erklärten, wie dieser wohl kaum je gewillt wären, zur Kenntnis zu nehmen.

Auch soziale Dinge wurden beachtet, Gewalt, Plünderungen und Sündenbocksuche inklusive. Querbezüge auf reale Krisen wie die erlebten Finanzkrisen und deren Bonus-Perversionen wie auch egoistische Daten-Manipulationen und zeigen Parallelitäten auf.

Auf der anderen Seite zeigt die gesamte Simulation dank der dokumentationshaften professionellen Darstellung klar, dass wir alle vernetzt sind. Keiner könnte sich ins Fäustchen lachen. Kein Land ist unabhängig vom anderen. Spätestens dann, wenn in einem durchschnittlichen Haushalt all das ausfällt, was Pumpleistungen benötigt - Klospülung zum Beispiel - wird's dann unangenehm. In der Simulation gingen Krankenschwestern mit Wasserkübeln in die Zimmer der Patienten, um deren Klos zu spülen.

Gegen Ende der Simulation war das Thema Verantwortlichkeit - Ursachensuche. Wie auch bei der Finanzkrise zeigt sich, dass sich die Schlange halt in den Schwanz beisst. Wir als Gesellschaft sind auf Gedeih und Verderben aufeinander angewiesen. Die Simulation zeigt, dass sich Europa zumindest in der Vernetzung dieser Dinge nicht auftrennen kann.

Politische Isolationssprücheklopfer sollten sich das mal anschauen. Denn auch deren ginge dann die Wärme aus, das Wasser, der Benzin etc. Auch die stünden von sich nicht öffnenden Schiebetüren der Migros etc. Und selbst wenn sie da noch reinkämen, die Migros Logistik könnte die Regale nicht mehr füllen.

Nach jedem der sechs Simulationstage gab's dann eine Diskussionsrunde mit Personen der aktuellen Gegenwart: Strompolitiker, Bevölkerungsschützer, IT-Security Penetratoren, Energie-Produzenten.

Für mich sehr, sehr lehrreich und informativ. Jedem zur Nachschau empfohlen. Damit sich sein Denken um wohl unbekannte Aspekte der Vernetzung neu orientieren könnte. Die Komplexität ist eben nie so einfach, wie Rattenfänger auf dem virtuellen Marktplatz hinausschreien. Und schon gar nicht für die Zukunft, wo uns halt die wohl grösser werdenden Unabwägbarkeiten mehr herausfordern werden als wir uns je zu denken wagten: Klimawandel, Cyber-War, Kommunikationsvernetzung, Digitalisierung der Arbeitswelt, politische Unstabilitäten von Ländern oder Regierungen, Nahrungsproduktion, Gesundheitswesen ... nichts ist mehr einfach und isoliert zu betrachten.

Wenn es um die politisch wirksame Arbeitsplatz- und Geldangst-Schürerei geht, soll man bedenken: Wenn Dinge wie Strom nicht mehr gehen, dann wird alles andere unwichtig.

Hier der Link: Blackout.

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