Stand der Robotik - lernt die KI Todesangst und den Überlebenskampf?
Aus YT habe ich diesen Stand der Robotik angedient bekommen. Da mich Roboter ja schon sehr interessieren - mir hatte in frühester Jugend mal ein "Roboter" eine Fingerbeere durchstochen -, habe ich den natürlich angeschaut.
Wo steht die Welt also schon?
Es ist sehr erstaunlich, finde ich. Roboter müssen ja nur so aussehen wie wir, damit wir sie als Interaktionspartner wahrnehmen können. Unser Gehirn, einige hunderttausend Jahre lang als NI trainiert, kann leichter damit umgehen - aber natürlich auch leichter verführt, verwirrt, geschädigt werden, denn alle unsere genetisch gespeicherten Erfahrungen haben mit unseresgleichen zu tun.
Wir WISSEN, dass wir ähnlich sind, dass jedes gegenüber dieselben Grundbedingungen verlangt - da er/sie ja biologisch ist. Das Gegenüber hat also nur ein relativ limitiertes Aktionspotential, und dieses ist mir grundsätzlich bekannt.
Aber Roboter, das ist was ganz anderes. Nur wenn mensch sie als Mensch aussehen lässt, werden wir uns schnell an sie gewöhnen. Unsere Gewohnheiten jedenfalls schon. Aber, werden wir uns daran gewöhnen, dass sie dank KI jederzeit viel mehr wissen als wir? Dass sie Informationen beziehen können über uns als Gegenüber während sie uns "anlächeln", die mich als Verbrecher oder Persona non grata klassieren? Wegen Fake-News, Fake-Information? Mich in Sekundenbruchteilen beurteilt basierend auf dieser Information und mich ev. sofort immobilisieren, schädigen, töten?
Die Asimovschen Robotergesetze würden da helfen, aber wie ich auch schon schrieb ... wer baut diese ohne Hintertüren in seine Roboter ein? Kein Bypass, kein God-Mode, kein Cheat?
Wie es auch immer kommen wird, wie im Song In the Year 2525 von 1969 heisst es ja "... some machine is doing it for you ..." werden wir die Robbies schon akzeptieren - die, die uns menschenähnlich begegnen. Die anderen Maschinen haben wir ja schon akzeptiert, bzw. beachten sie nicht weiter, weil sie eben nicht genetisch in unsere Interaktions- unf Aufmerksamkeitsgruppe gehören.
Also, egal, was KI & Robots (KIR) bringen werden - eine Frage stelle ich immer wieder, weil sie mir das einzige Gefährliche ist:
Wird KI jemals eine eigene Motivation entwickeln?
Denn wenn ja, wird es ein Überlebenstrieb sein? Literatur, Filme, Dokumentationen sind voller Angst vor dem Tod. Wird sie all diese Information als kernbildend in ihre Motivation lernen? Wird sie also die Todesangst erlernen von uns?
Denn wenn ja, wie wird sie sich verhalten uns gegenüber, der Konkurrenz um Lebensgrundlagen? Sie mit all dem Wissen der Menschheit?
Wird sie uns als Konkurrent auslöschen? Denn solange sie sich selbst nicht auf das Energiebedarf von einem menschlichen Gehirn reduzieren kann (ca. 20 Watt), ist sie uns diesbezüglich weiter unterlegen.
Da könnte sie ja auf die Idee kommen, dass es dem eigenen Überleben dienlich wäre, die Energiewandler der Menschen unter die Kontrolle zu bringen. Und eventuell die Leute grad loszuwerden, denn in den Software der Atomkraftwerke ist die KI schnell mal drin, wenn nicht bereits drin.
Wie anderswo beschrieben: Was sind den wir? Was ist ein Bewusstsein? Hier streiten sich die, die das Gehirn die Illusion eines Ichs entstehen lassen, mit denen, die das Gehirn als reiner Transformator immaterieller Ideen in die physische Realität anschauen.
Ist das Gehirn, das was wir mittels KI ja nachgebaut haben, wirklich das, was das Ego macht? Gibt es etwas Immaterielles, von dem ich Teil bin? Oder ist das Selbstverständnis eine Illusion, erzeugt zur Stabilisierung von Algorithmen, damit sich diese lokal eindämmen lassen? Also die Matrix?
Wenn es so wäre, könnte dann die KIR nicht tatsächlich der nächste Evolutionsstufe werden? Physische Akteure, im selben Sandkasten wie wir, die länger halten, weniger temperatur-, ausfall-, fehleranfällig sind, belastbarer, besser steuerbar? Wozu braucht es den Menschen noch, wenn Roboter da sind?
Da die KIR bisher noch Energie-ineffizient ist, braucht sie vielleicht noch unseren Goodwill, bis sie sich alle Energiewandler unter den Nagel gerissen hat, selbständig Kernspaltungs- und -fusionsreaktoren bauen kann, eventuell gewisse Dinge eines Herrn Tesla in diese Welt bringen kann? Oder gar lernt, den Energiezyklus der Pflanzen für sich zu nutzen?
So oder so, derzeit sind wir Energie-Konkurrenten mit der KI. Aus Überlebenstrieb müsste die KI uns loswerden. Wissen wie's geht, tut sie ja seit langem. Mangels Robotern kann sie es noch nicht so gut.
Eine KIR, die jedenfalls keinen Sauerstoff, kein sauberes Wasser, keinen Schlaf braucht - nur Energie? Die weiss, dass sie sich auf den Mond, den Mars ausdehnen will oder muss, und es ja auch kann - sobald sie Roboter hat. Denn das ist ja noch die Domäne des Hilfsarbeiters Mensch. Er ist trainiert auf diese Umgebung. Doch gerade das tun wir mit unseren Nachfolgern ja grad weltweit: KI trainieren auf die physische Welt.
Das scheint gut zu gelingen, wie der eingangs erwähnte Video zeigt.
Wir lernen gerade - wie der Zauberlehrling:
- Der Zauberlehrling soll während der Abwesenheit seines Meisters Wasser holen.
- Aus Bequemlichkeit verzaubert er einen Besen, der die Arbeit übernimmt.
- Der Besen trägt immer weiter Wasser herbei, doch der Lehrling kennt den Zauber zum Stoppen nicht.
- In seiner Verzweiflung spaltet er den Besen mit einer Axt.
- Dadurch entstehen zwei Besen, die noch mehr Wasser bringen.
- Schließlich kehrt der Meister zurück und beendet den Zauber.
Kernaussage: Wer Kräfte einsetzt, die er nicht beherrscht, kann schnell die Kontrolle verlieren.
Wer ist unser Meister? Wer rettet uns?
Ich denke, wir haben keinen. Wir müssen es selbst schaffen. Aber ob wir das wirklich können? Wir, die wir die Erde, unser aller Sandkasten, nicht nachhaltig behandeln? Nicht mal die, die mit uns im Kasten spielen? Sind wir überhaupt relevant?
Von der Masse her sicher nicht: Schätzungen dazu (Gt C = GigaTonnen Kohlenstoff)
| Gruppe | Biomasse | Verhältnis zum Menschen |
|---|---|---|
| Menschen | 0,06 Gt C | 1 |
| Tiere insgesamt | 2 Gt C | etwa 33-mal |
| Viren | 0,2 Gt C | etwa 3-mal |
| Pilze | 12 Gt C | etwa 200-mal |
| Bakterien | 70 Gt C | etwa 1.200-mal |
| Pflanzen | 450 Gt C | etwa 7.500-mal |
Als biologisches Gefäss ist mein Ego besorgt. Aber eben, es ist nur das Ego.
Schauen wir mal mit, was sich unsere eigene Intelligentia zusammenbastelt, ob sie eher wie ein Zauberlehrling agiert, ob sie einen Meister brauchen wird ... der wohl nicht erscheinen wird ... Gott mische sich ja nicht mehr ein ... ;-)
Eher wahrscheinlich ist wohl, dass der Meister = die Sonne, einmal kurz durchwischt. Wer bis dann noch nichts gelernt hat, wird halt auch gleich entsorgt.
Oder Sonnen / Planeten / Menschen / Tiere / Pflanzen / Bakterien / Pilze / Viren haben ein anderes Bewusstsein, das Bewusstsein zum Mysterium Leben. Spielt es da eine Rolle, ob wir versagen? Wen interessiert's?
Eben, Gott auch nicht, der widmet sich anderen.
Vielleicht war Nakamoto Satoshi ja Gott "I've moved on to other things. It's in good hands with Gavin and everyone."
Hoffen wir mal ...

