BIP-39 Wortmixer & Restorer

Als ich den Artikel über Fortego geschrieben habe, hatte ich schon die Idee, dass ich einen eigenen BIP-39 Wortlisten Mixer mache. Den Schlüssel habe ich natürlich auch wie bei Fortego, den ich halt selbst schützen muss.

Der BIP-39 Word Mixer ist eine One-Page JavaScript Applikation ohne Internet-Bedarf. Sie erzeugt offline aus der offiziellen englischen BIP-39 eine permutierte Liste derselben 2048 Wörter, die man einfach ausdruckt. Es sind 21 Seiten im A4 Quer Format zu 100 Wortpaaren.

Das Programm erzeugt darüberhinaus einen Schlüssel, mit dem man genau die gleiche Permutation wieder erzeugen kann, wenn man den Schlüssel eben hat.

Dann nimmt man seinen Original-Seed und geht vom 1. bis zum x. Wort durch und sucht das Wort in der linken Spalte der Tabelle, dann trägt man die Nummer in der Nr. Spalte ein und notiert sich die Nummer und das Wort rechts.

Beim Ausdrucken wird der Schlüssel auf der ersten Seite gedruckt. Wenn man das nicht will, nimmt man das Häkchen raus. Dann wechselt die Anzeige, um den Schlüssel zu notieren. Denn das Programm zeigt ihn kein zweites mal irgendwo an.

Wenn man später einmal das Programm erneut startet, kann man den Schlüssel entweder eintippen oder via QR-Leser einfügen lassen.

Danach zeigt das Programm die alphabetische Liste der gemixten Wörter an, rechts daneben direkt das Original-Wort. Diesmal sind es 15 Seiten A4 Quer.

In beiden Modi ist der SHA-256 des Skript-Teils verlinkt mit dem Hash meiner Implementation. Ist Eurer nicht derselbe wie meiner, ist am Script was anders. Das ist deshalb wichtig zu erfahren, weil im Script der Mechanismus zur Berechnung des Schlüssels drin ist. Der Schlüssel allein hilft dann nicht weiter. Der Hash stellt also sicher, dass am Berechnungsmodus nichts geändert wurde - weder unbeabsichtigt noch willkürlich.

Das Programm ist eine einzige Webseite, es braucht keinerlei Internet, alles ist darin enthalten. Man kann es also auf einem Gerät laufenlassen, das keine Internet-Verbindung hat.

Der eingangs erwähnte Link funktioniert. Dennoch kann man die verlinkte Seite auch einfach herunterladen und dann irgendwo in einem geschützten Umfeld in einem Browser laufen lassen.

Man sollte damit mal zuerst etwas spielen, um sich des korrekten Funktionierens des Programms zu versichern. Sollte was nicht stimmen, freue ich mich natürlich auf Feedback.

Wie bei Fortego muss ich natürlich nun die gemixte Wortliste aufbewahren, denn sie ist ja nicht mehr kritisch. Den Schlüssel dazu und das Programm braucht es natürlich. Der Schlüssel ist also zu schützen. Das Progamm solltet ihr runterladen, damit ihr es habt.

Nun könnt ihr wie bei Fortego den Original-Seed an sich in die Tonne treten.

Wenn ihr ein Signier-Gerät benutzt, das den Original-Seed speichert, nützt es natürlich nicht so viel. Denn bei der 5$ Wrench Attack darf das Signier-Gerät nicht nutzbar sein. Dagegen hilft nach wie vor nur die Zeitsperre in Services wie Bitvault.sv.

Für den SeedSigner, der ja nach jedem Neustart zuerst mit einem Seed geladen werden muss, wäre mein Mixer gut, wenn auch nicht so bequem. Denn der SeedSigner speichert seinen Seed in einem einzigen QR-Code.

Es wäre natürlich ein leichtes, dies nachzubauen. Aber dann müsste das Programm ja mal wissen, aus welchen 12 oder 24 Worten euer Seed besteht. Eine solche Funktion wollte ich natürlich nicht im Programm drin haben, denn dann müsstet ihr mir vertrauen.

Wäre es möglich gewesen, dass der Seed-Signer die Worte einzeln einlesen könnte, hätte ich in der Reproduktionsliste kleine QR-Codes der ersten 4 Buchstaben nachgereicht, aber eben, er kann es nicht. Wenn jemand diese Funktion möchte, baue ich sie ein. Einfach schreiben.

Was macht man nun damit?

Wie bei Fortego hilft eine gemixte Wortliste einfach mal, dass man die 12 / 24 Wörter als Liste nicht mehr geheim halten muss, wie einen originalen Seed. Dafür muss man die Mixer-Funktion (= das Programm) und den Schlüssel behalten.

Was man aber unbedingt tun muss, ist sich den Schlüssel merken und schützen. Und das Programm dazu. Es ist nichts geheim daran, aber wenn alles Stricke reissen, sollte man das Programm, egal welche Version, irgendwo haben. Auch dieses Programm ist unkritisch und kann in hunderten von Kopien vorgehalten werden.

Wenn man den Schlüssel gesichert und eine Programmkopie hat, kann man die gedruckten Tabellen, zumindest die erste, wenn sie ausgefüllt ist mit euren Wortnummern, vernichtet werden. Die beiden Tabellen legen nur die Permutation dar, solange sie leer sind.

Man könnte die 12 oder 24 Zellen ja auch ausschneiden und irgendwo gesichert hinterlegen. Oder einmeisseln oder ... oder ... drum ist dieses Programm ja nicht so daneben, man kann es in Backups reintun, in einem Passwort-Safe ... nichts daran ist geheim. Nur der Schlüssel, der ist geheim.

Sicherheit besteht bekanntlich auch daraus, dass man nicht sofort erkennt, was man vor sich hat ... dieser Schlüssel sieht wie eine Serien-Nummer oder irgendwas anderes. Aber sicher nicht mehr wie ein Seed. Die Chance, dass er übersehen würde, ist gross.

So könnte man an einen USB-Stick mit Programm und Schlüssel in einen Bank-Safe legen für die Nachwelt. Oder für sich selbst. Denn nochmals, diese Idee funktioniert nur, wenn ihr ein Signiergerät benutzt, das den Original-Seed nicht intern speichert.

PS: Das Programm hat eine kleine, eingebaute Erklärung, wie es sich mit dem Programm, dem Mixen und dem Schlüssel verhält.

PPS: Wenn ihr das Programm nutzt oder gut findet, empfehlt es weiter, gebt den Link dazu weiter.

KI gab's schon 2000 ;-)

Aus meiner Grabbelkiste der Bilder ... fand ich letztens dieses wieder.

Im Kontext von heutiger KI, sprich generativer Text-Schreibung, schon amüsant.

Offenbar war damals schon Karl Klammer mit Halluzinationen ausgestattet ... zumindest dachte es sich der Karikaturist so ...

Wie wir mittlerweile wissen, sind die generierten Texte von ChatGPT und Konsorten etwas milder mit den Menschen ...

Identitätsdiebstahl im Kassensturz

Heute brachte die SRF-Sendung Kassensturz einen Hauptartikel über Identitätsdiebstahl.

Es ist sehr eindrücklich, welche Auswirkungen diese Betrüge auf die echten Personen haben. Eine Content-Producerin Lexie Trucker, kommt nicht mehr dagegen an, was die Betrüger mit ihrer gestohlenen Identität machen. Das schlägt ihr aufs Gemüt. Sie hat sich damit arrangiert, sie akzeptiert, dass ihr Gesicht überall im Netz benutzt wird - wofür auch immer.

Es bleibt ihr auch nicht viel anderes übrig. Obwohl sie sich anfangs empathisch benahm, musste und konnte sie die Verantwortung offenbar ablegen. Die Gehörnten wandten sich mit ihrem Frust oder gar Hass an sie.

Was hilft? Tja, keine Fotos von sich im Internet, kein Content Producer sein, überall verschiedene Daten anzugeben, wo die Richtigen nicht absolut notwendig sind.

Seriös wirkende Emails mit komischem Absenderadressen unbesehen löschen. Drohende oder dringlich erscheinende Email ohne weitere Interaktion löschen - Anrufe sofort beenden, sich nicht aus falsch verstandener Freundlichkeit auf ein längeres Gespräch einlassen. Man könnte einbrechen ... oder dann Rückruf-Nummer verlangen, diese dann im Internet kurz nachschlagen. Man ist selten der erste, der heimgesucht wird.

Wie ich öfters schon schrieb, mache ich all das schon seit Jahren so. Immer kleine Fehler einfügen, Tippfehler, Buchstaben- oder Zahlendreher, bis total erfundene Daten. Wenn möglich bei Email-bestätigten Registrationen eine Wegwerf-Email finden. Niemals Kreditkarten-Angaben aus Bequemlichkeit für den nächsten Einkauf speichern lassen. Lieber immer eingeben, als einmal betrogen und abgezockt werden.

KYC verlangende Dienste nicht benutzen, Alternativen finden. Es gibt solche für fast alles. Und natürlich niemals einer nur elektronisch bekannten "Person" Geld überweisen oder Dokumente der eigenen Identität offenlegen. Egal, wie stark sie bettelt oder droht, egal wie die Legende lautet. Hilfsbereitschaft hat nichts mit Geld-Liefern zu tun.

Dokumente nicht als Bilder doer PDFs ungeschützt auf Platte, Emailkonto oder Mobile speichern, allermindestens eine Verschlüsselung oder stark verschlüsselt in der Cloud bekannter Anbieter.

Dienste wie Turor24.ch, den ich selbst benutze als Nachhilfelehrer, verlangt für den Stempel eines "Verifiziertes Profil" volles KYC (Know Your Customer). Also Video und Bewegung und offizielle Dokumente. Als ich dies zum ersten Mal sah, war ich schon sehr verärgert, schliesslich hatte ich schon einen Jahresbeitrag bezahlt. Das reicht offenbar nicht als Verifikations-Badge.

Nicht wissend, ob mir der "Verifiziertes Profil"-Badge überhaupt mehr einbrächte, unterlasse ich sowas natürlich.

Warum das alles? Damit man meine Identität nicht oder nur aufwendig digital missbrauchen kann.

Jeder Internet-basierte Service, der solche Daten speichert, wird angegriffen. Im Zeitalter der KI ist ein Einbruchserfolg wahrscheinlicher, wenn der Anbieter nicht genauso seine Abwehr aufrüstet.

Das gilt noch mehr für die staatlichen Angebote, die Steuerverwaltung, die Sozialversicherungen, die Krankenkassen, Markplätze, Dating-Plattformen, Delivery Services etc. etc. Die Liste ist beinahe endlos.

Da ist noch nicht einmal miteingeschlossen, dass es bestechliche Beamte oder Angestellte gibt, die hinter den Verteidigungswällen direkt auf Daten zugreifen können, wenn das Niemandem-Trauen Konzept sich nicht auch gegen Interne richtet. Ein Vier- oder Sechs-Augen Prinzip für die Sichtung der gespeicherten Daten durch Interne muss angewendet werden bei solch sensitiven Daten.

Die Wälle von Troja waren uneinnehmbar. Nur ein interner Trottel liess das Geschenk der Griechen reinholen. Und das war's dann für Troja.

Dass solches keine Fantasterei ist, zeigte der Fall in Frankreich, wo ein Beamter der Steuerbehörde bestochen wurde, um Daten zu Bitcoin-Besitzern zu liefern - nur, weil der Staat solche Angaben per Gesetz einfordert. Eigentlich müsste man auch gegenüber dem Staat mit seinen Organen mit Fehleingaben agieren - aber das würde dann andere rechtliche Konsequenzen haben.

Aber wie soll man sich gegen staatliche Sicherheitsrisiken wehren? Schwierig. Deshalb sollte der Staat ja auch nicht alles über mich speichern wollen. Nur das, was er wirklich braucht. Eigentlich das, was halt auch in der DSGVO bezüglich Datensparsmakeit steht.

Selbst wenn sich alle direkt identifizierbaren Gegenparteien optimal verhalten, die Supply Chain Gefahr betrifft alle, denn kein einziges IT-System wird ohne Komponenten gebaut. Wenn so eine kompromittiert ist - sind alle darauf aufbauenden Angebote unsicher.

Die grosse, weite digitale Welt ist oft erstaunlich zentral aufgebaut. Zwischen Sicherheit und totaler Abwehrlosigkeit entscheidet oft nur eine einzige Library - hoffentlich wird ein möglicher Supply Chain Angriff doch noch von jemandem bemerkt.

Grundsätzlich sollte aber die maximale Datensparsamkeit im Vordergrund des digitalen Handelns stehen. Und das Ego im Zaum halten. Denn TikTok-Videos, Insta-Selfies ... bringen zwar viele schmeichelnde Likes, aber auch tonnenweise Material zum Identitätsdiebstahl - Bild, Bewegung, Ton.

Das ideale Fressen für die KIs der Angreifer.

Und wieder mal: Enemy of the State

Ich schaue meistens serielles TV - aus Selbstschutz, denn wenn ich bingen würde, käm ich nie mehr von der Kiste weg.

Drum stolpere ich heute wieder mal über den Film Enemy of the State. Ich kenne diesen Film fast auswendig und habe auch schon geschrieben darüber. Das ist nun auch schon wieder 16 Jahre her.

Der Film ist immer noch top aktuell, oder gar mehr. Die totale Überwachung dank digitaler Spurgeneratoren wie Handy, Cloud- und KI-Konten ist in einem Masse gewachsen, wie sich die Filmer damals 1999 wohl kaum vorstellen konnten.

Am Ende des Films erscheint der damals bekannte CNN-Talker Larry King und sagt zum Abgeordneten "You have no right to come into my house".

Was damals noch physisch war, ist heute gar nicht mehr nötig. Der Staat ist in meinem Haus, meiner Wohnung, weil die Geräte digitale Arbeit leisten können, die wir nicht mehr bemerken, geschweige denn kontrollieren können.

Ob's schlimm ist? Tja, ich weiss es nicht. Denn wenn alle überwacht werden, ist man in einem gewissen Masse anonym, es geschieht halt jedem. Hoffentlich auch denen, die die Gesetze machen. Ich denke, das klappt schon, denn die Technologie wird ja von privaten Firmen bereitgestellt. Da kann auch ein Parlamentarier nicht sicher sein, dass ausgerechnet er sich der Überwachung entziehen könnte.

Hoffentlich hält dies die Legislative davon ab, jeden beliebigen Überwachungsakt zu genehmigen oder ihn wenigstens strengen Kriterien und Offenlegungspflichten zu unterwerfen.

Wie auch immer, die allgegenwärtigen Smartphones und die KI sorgen dafür, dass man eigentlich nicht mehr so gezielt überwachen muss - wir liefern ja frei haus. Durch Nutzung von Social Media und Likes, Comments, etc.

Es ist sogar noch viel besser als damals: Dank KI lassen wir die Hosen runter, erzählen der von eigentlich allem, was unser Leben ausmacht. Da gibt es also nicht mal mehr schauspielern, nein, die KI kennt uns.

Menschen teilen selbst intimste Dinge wie sexuelle Vorlieben mit der KI. Damit sind wir wirklich gläsern, nackt. Man kann nur hoffen, das ein jeder es nie stört, sollte sowas über ihn bekannt oder anderweitig genutzt werden.

Wird der Staat zum Kiebitz, dann ist es noch schlimmer, weil der keine finanziellen Ansprüche hat, keine Erpressung machen wird, sondern nur beobachtet, ausspioniert, Vernetzungen erforscht. Und wer traut (s)einem Staat in der heutigen Zeit noch, wo Staaten untereinander schon die Leck-mich-am-Arsch Rolle spielen und zutiefst von den Egoismen ihrer Führer geleitet werden?

Nun ja. Der Film ist nun 27 Jahre alt. Damals schon staunte ich darüber, was in dem Film ausgesagt wurde. Auch schon in meinem ersten Artikel dazu war klar, dass es genauso ist. Heute ist es noch viel krasser.

Ich empfehle jedem, sich diesen Film mal anzusehen. Natürlich ist es ein Hollywood-Streifen mit einem Happy End. Lässt man das mal weg ... der Rest zeigt, wozu Falschinterpretationen führen können. Sogar zu unbeteiligten Toten.

Viel Spass!

Achtung: Scam-Anrufe im Namen von 21Bitcoin

Die Diebstähle der Adressdaten bei den diversen Bitcoin-Buden hat mich nun auch erwischt ... bzw. nicht erwischt, aber ich erlebte einen Betrugsversuch.

Heute um 19:15 rief mich die CH-Nummer 056-552 01 85 an. Ein Deutscher sprach mich an. Mit Vor- und Nachnamen und Email-Adresse. Alles korrekt. Da die Verbindung nicht grad gut war, verstand ich nicht, was er eigentlich wollte. Als ich jedoch sagte, dass ich meinen Account nie nutzte, wurde die Verbindung dann unterbrochen.

Für mich wohl ein Betrugsversuch, bei dem ich hätte irgendetwas installieren müssen oder was auch immer.

Also aufpassen, wenn jemand anruft. Egal, wie die Story lautet, niemals irgendeinen Link eingeben, niemals einen QR-Code unkontrolliert aufrufen lassen, niemals etwas installieren. Es ist wirklich gefährlich.

Nachtrag

Innert zwei Tagen wurden in der Schweiz Dienstleister des Bundes und auch das Auktionsurgestein, Ricardo.ch, gehackt.

Phishing Versuche werden demnächst immer genauer zielen, sich besser einschmeicheln können.

Genau diese Vorfälle sollten eigentlich jeden dazu bringen, nirgendwo mehr korrekte Adressangaben zu machen. Denn es darf nicht sein, dass unsere abgenötigten Daten bei schlampigen oder unzuverlässigen Geschäftspartner unserer Verkäufer oder des Staates Opfer von Hackern werden können. Das schadet allen.

Der Vertrauensverlust ist riesig. Der Selbstschutz mit defensiven Fehlangaben ist aus meiner Sicht absolut legitim. KYC ist abzulehnen bei fast allen Anfragen.

Denn es ist in Zeiten der KI, der Supply Chain Technologien einfach fahrlässig zu meinen, es geschehe einem nicht. Es ist nicht die Frage ob, sondern die Frage wann wird man gehackt.

Die Geldlüge

Letzthin hatte ich in einem Chat einen Unternehmer über einen anderen herziehen gelesen ... das Opfer sagte was von Fiat-Money und so ...

Der Unternehmer machte sich über den lustig ... er glaube an echte Werte ... ich hatte leider den Anfang nicht mitbekommen, ob der Unternehmer sehr wohl wusste, was Geld ist, aber ich denke, eher nein, denn sonst wäre ihm Fiat-Money mit seinem üblichen Kontext ein Begriff gewesen.

Drum finde ich es grad sehr toll, dass mir folgender Video unterkam. Er ist zwar englisch, aber ich denke, man kann ihm leicht folgen - dank der Animationen.

In 21 Minuten von der prähistorischen Tausch-Gesellschaft bis zur ständigen und unausweichlichen Verschuldung ... sehr eingängig.

Ich hätte dem Unternehmer gerne dies zum Studium angeboten ... leider kannte ich den Video nicht, geschweige denn den Unternehmer.

Ob's was genützt hätte ... das Geldsystem als Lüge zu enttarnen, stellt bei einigen natürlich eine unüberwindbare Steilwand dar ... was hat man denn die vielen Jahre gelehrt bekommen und woran glaubte man ... und ist das wirklich das, was ich mit meiner Lebenszeit weiter am Leben halten will ... das Erwachen ist immer disruptiv.

Und selbst dann, kann man's ändern? Nur zusammen mit vielen anderen Erwachten. Und es braucht Zeeeiiiitt ... doch es scheint, als sei die Zeit gekommen.

Weil die Lüge nicht mehr vom letzten Kreditor, der Erde, ohne Stabilitätsverluste getragen werden kann ... merken es alle auf der Welt: Das Geldsystem ist eine Lüge, ein verästeltes Gedankengebäude zur Verschleierung des Schuldengeschachers. Wenn alle dran glauben, leben einige wenige darin wie die Maden im Speck. Die meisten wohl grad so eben - im Glauben, dass es halt so sein müsse ... "war ja schon immer so". Nein.

Wir alle kennen die Umstände, die gar kein, zuwenig oder sogar zuviel Geld bereiten.

Werden sich die wärmenden Treibhausgase aus der Atmosphäre verziehen, nur weil die USA oder wer auch immer wieder ein paar Milliarden Fiat-Geld druckt? Käumlich ... eigentlich sollte das jeden mit noch normalem Gehirn einleuchten: Diese Konstrukte verwirren nur, dass der Mensch und alle Erdbewohner auf Kredit der Erde leben. Der es übrigens wohl egal ist, ob wir noch ein paar Generationen angenehm leben.

Vielleicht entwickelt sich ja mit der KI und den Robotern die Halbleiter-basierende Nachfolgespezies?

Was bringt Fortego für die Selbstverwahrung bei Bitcoin?

Letztens habe ich mich mit dem Service der Firma Fortego beschäftigt. Was diese bietet im Hinblick auf die Selbstverwahrung.

Es geht hierbei nicht um die Seed-Generierung, was uns seit dem ColdCard Desaster ja schon noch etwas in die Suppe der Selbstverwahrung gespuckt hat.

Wenn jemand sich die Selbstverwahrung zutraut - was technisch ja eigentlich leicht ist -, hat er dennoch ein Problem, die unelektronische Sicherung der 12 oder 24 Wörter.

Wir wissen, dass der Seed einfach eine geordnete Liste von 12 oder 24 zufällig gewählten Wörtern aus einer 2048-Wörter grossen, geordneten Liste, der BIP-39-Liste, darstellt. 12 / 24 Wörter also, die die Basis sind für alles, was man mit Bitcoin je tun kann.

Wir wissen auch, dass wir den Seed hüten müssen wie unseren Augapfel. Aber wie?

Die 12 / 24 Wörter auf säurefreiem Papier. Gut. Aber dann kommt die Putzfrau, der Handwerker - alle haben ein Handy, der Schnappschuss ist schnell gemacht. Oder manche haben sie in Metall gemeisselt. Auch hier, die ubiquitäre Gefahr: Die Kamera des Handys.

Was kann man da tun? Wenn man die Liste schon sichern muss? Auswendig lernen? Nicht so gut, das menschliche Gehirn ist Schwächen unterworfen. Also braucht's wohl doch irgendwo, irgendwann einen Spickzettel.

Man könnte die Liste nach irgendeiner Regel durcheinander mischen. Man könnte die Wörter selbst durch andere Wörter in einer anderen Liste austauschen. Klever, aber: Wörter aus welcher Liste? Wer kennt diese Liste, wenn ich tot bin? Wer kennt die Regel, wie man die BIP-39 Wörter in diese andere Liste hin und zurück übersetzt? Schwierig.

Man könnte jedoch das mit der anderen Liste vereinfachen: es sind einfach wieder die BIP-39 Wörter. Einfach eine Permutation derselben.

Was gewänne man, wenn man die Wörter austauscht?

Die Kopie dieser Liste wäre nicht mehr kritisch, weil sie als Seed nicht mehr funktioniert. Würde jemand diese Liste in ein Wallet importieren, würde wohl meistens eine ungültige Prüfsumme angezeigt. Und wenn sie doch geschluckt würde, deutete sie auf einen Seed hin, der mit dem Ursprungsseed nichts zu tun hat. Man kann also eigentlich beliebig viele Kopien dieser Liste rumliegen lassen - vorausgesetzt, niemand kennt die Mapping-Funktion von Originalwort zu Austauschwort.

Was gewänne man nicht?

Diese Wortersetzung sichert einen nicht vor der sprichwörtlichen 5$ Wrench Attack. Denn in meinem Signiergerät ist ja nach wie vor der richtige Seed drin. Wer mich also zwingen kann, das Signiergerät zu öffnen und zu benutzen, kann mich auch zwingen, meine Funds zu transferieren. Die unvermeintliche Zeitverzögerung kommt meines Wissens erst mit einem Service wie BitVault.

Was handelt man sich ein?

Man muss sich eben diese Mapping-Funktion herstellen oder jederzeit beschaffen können. Und der Zugang zu der muss nun geschützt werden.

Den Zugang zu so einer Mapping-Funktion, das bietet Fortego als Service.

Es beginnt damit, dass man seine Hardware-Wallet eines beliebigen Herstellers schon eingerichtet hat. Ob man die Passphrase benutzt, jetzt schon oder erst später, ist unerheblich, denn es geht nur um den Seed. Der ist in der Wallet, sie ist insgesamt betriebsbereit und man kann den Seed anzeigen lassen.

Nun meldet man sich mit nur einer Email an, die mit der üblichen Opt-In-Methode verifiziert wird. Und schon erscheint eine Liste der BIP-Wörter, in der ich nun meine Originalwörter suche und dann das rechts danebenstehende Wort aufschreibe.

Damit weiss Fortego nur, wie die BIP-39 Liste für genau mich durchgemischt wurde. Was Fortego nicht weiss, ist, welche 24 Wörter meines Originalseed ich gemappt habe. Ob ich also abandon -> target oder about -> script überhaupt und an welcher Position in der Liste genutzt habe, weiss Fortego nicht.

Beispiel:

Ich habe in meinem Originalseed das Wort able. In der Liste der von Fortego für mich gemixten BIP-39 Wörter steht able -> time. Ich schreibe auf time. So mache ich das mit allen 12/24 Wörtern meines Originalseeds und habe danach eine neue 12/24 Wort Liste, die für sich alleine rein nichts mehr über meinen originalen Seed verrät. Sie ist nur auch wieder eine Liste mit allen Elementen aus der BIP-39-Liste, nur halt anders angeordnet.

Kennte Fortego diese neue Liste, müsste sie nicht mehr 2256 Möglichkeiten durchprobieren, sondern "nur" 1212, also 8'916'100'448'256 Möglichkeiten. Bei 24 Wörtern also 2424, 1.33 x 1033 Möglichkeiten. Aber eben, Fortego kennt meine 24 Wörter nicht.

Man hat also durch eine Ersatzliste nichts an der Anzahl der Möglichkeiten geändert.

Fortego kann mir also eine gemischte BIP-39 Liste anbieten, von der ich zwar nicht weiss, wie sie gemischt wurde, aber ich weiss, dass es dieselben Elemente der Ursprungsliste sind - könnte ich sogar kontrollieren. Da wie oben gezeigt, die Möglichkeiten immer noch wie im Original sind, kann Fortego, obwohl sie ja weiss, wie sie genau für mich gemixt hat, dennoch keinen Vorteil daraus ziehen, denn sie weiss und erfährt ja nie, was mein Originalseed war. Eine Brute-Force-Attacke wäre immer noch so schwierig wie auf meinen Originalseed.

Also, nachdem ich also bei Fortego meine Mapping-Tabelle erhalten habe, lässt mich Fortego noch kontrollieren.

Ich kann nun time suchen und sehe, dass es meinem Originalwort able entspricht. Das ist eine Prüfung, die ich zu meiner Sicherheit mache, nichts davon geht zu Fortego, denn ich muss jetzt ja nicht interagieren mit dem Service, ich schaue nur auf den Screen. Dies mache ich nun mit allen gemischten Seedworten und danach muss ich wieder meinen Originalseed gefunden haben.

Dafür habe ich nun einen Sicherheits-Code, den ich wieder liefern muss, um genau meine Mapping-Tabelle wiederherzustellen. Nun kann ich jede Aufzeichnung des Original-Seeds in die Tonne treten, nachdem ich bei Fortego mitgemacht habe. Wenn ich meinen Seed je benutzen möchte, kann ich Fortego befragen. Oder einfach wieder mein Signiergerät öffnen, denn an dem ist ja nichts verändert worden.

Allerdings scheint mir da ein Sicherheitsloch zu sein, denn ich interagiere ja mit einem Webservice beim Suchen der Worte meiner Liste. Vielleicht klicke ich sogar auf diese Zeile ... es wäre leicht mit Javascript, alle meine Aktionen zu verfolgen und daher meine Worte und sogar deren Reihenfolge abzufischen. Ditto dasselbe beim Verifizieren.

Fortego könnte also schon meinen Seed abfischen. Besser wäre ein Weg, bei dem man die Mixliste einfach ausdruckt oder direkt runterladen kann. Das Runterladen als reine ASCII-Liste oder als CSV ist aus meiner Sicht notwendig. Die Liste sollte ohne Umwege direkt auf meiner Platte landen, ohne Zwischenstopp in einer Umgebung wie einem Browser.

Dies werde von Fortego auch nachgereicht.

Bekommt allerdings ein Unberechtigter diese gemixte Liste in die Hand, scheint sie ihm ein Seed zu sein, ist es aber nicht. Er bräuchte noch die Herausgabe der Mapping-Funktion, die Fortego für genau mich erzeugt hat. Diese Information kapselt Fortego in einen Sicherheitscode. "Für mich" heisst, für eine Email-Adresse.

Da Fortego immer einen OneTime-Code an die Email schickt, muss ich nun sicherstellen, dass diese Email-Adresse immer geht. Sonst bin ich vom Service ausgeschlossen. Dann müsste ich Fortego auf dem Rechtsweg angehen.

Den Sicherheitscode muss ich nun schützen, auch wenn er alleine nichts nützt. Auch nicht, wenn man auch gleich noch die Mixtabelle hat. Nur Fortego kann mit dem Schlüssel die für mich erstellte Mapping-Tabelle wiederherstellen. Ich hätte sie mir zwar ausdrucken können, aber dann läge sie ja bei mir rum .... und das würde die ganze Übung ad absurdum führen.

Nun die Sicht auf Fortego als Third Party Risk? Kann Fortego einen Rug Pull machen? Sie erzeugen meinen Sicherheitscode als Teil des Shamir's Secret Sharing. Nein, denn wie oben hergeleitet, sie könnte auch nur mit Brute Force arbeiten, und da wissen wir ja, damit ist nichts zu erreichen.

Was, wenn ich dement werde? Meine Registrationsemail vergessen oder verloren habe? Oder gebannt werde vom Email-Provider? Die Nachkommen bekommen dann meinen Sicherheitscode nicht mehr ... auch dann bleibt nur der Rechtsweg übrig.

Fortego ist eine GmbH nach dem Schweizer Recht. Das bringt vor allem Pflichten. Auch, dass sie einen Notarservice aufbauen müssen, der einen Teil des Schlüssels verwaltet. Denn es kann auch passieren, dass ich aus Fortegos Sicht ja der Betrüger bin.

Der Notarservice muss auch da sein für den Fall, dass Fortego oder ihre Betreiber von heut auf Morgen tot umfallen. Habe ich dann die Mapping-Funktion nicht dokumentiert, muss ich sie ja erfragen können. Dazu ist der Sicherheitscode ja da. Aber wenn ich niemanden mehr fragen kann? Dafür sei gesorgt, versicherte mir Fortego.

Mein Fazit ist also:

Fortego nimmt mir das Verwalten der Original-Seed-Darstellung ab - ob auf Papier, Metall oder was auch immer. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was ich anstelle derer verwalten muss, ist die gemischte Wortliste und der Security-Code, keines der beiden nützt alleine irgendwas, nur zusammen.

Deshalb verwaltet Fortego diesen Security-Code bei sich. Das ist das Monetarisierungsmodell. Das Ausser-Haus-Halten des Schlüssels. Wer bezahlt, kann ihn jederzeit herunterladen. Und nach Gebrauch zum Beispiel grad wieder spurlos löschen.

Denn die Mapping-Funktion kann nur mit den 3 Teilen des Schlüssels restauriert werden. Doch auch die restaurierte Mapping-Funktion nicht hilft, meinen Seed zu erschleichen, denn weder mein Originalseed noch die gemischte Wortliste war ja nie aus meinen Händen.

Ist mein Registrationsemail-Account kompromittiert und der Sicherheitscode abgezogen, muss der Angreifer nur noch die gemischte Tabelle beschaffen und ist dann transferfähig. Das bedeutet, das ich dennoch ziemlich gut auf diese gemischte Tabelle aufpassen muss. Denn gehackte Email-Accounts sind nun nicht gerade selten.

Was Fortego bringt: Sie verschleiern meinen Seed. Ich kann die gemappte Liste beliebig viele Male kopieren und sichern. Fortego erfährt nie was von meinem Seed oder meiner gemischten Wortliste. Fortego hilft mir damit beim Externalisieren von Informationen, die man zum Signieren braucht.

Am besten geeignet ist Fortego wohl für diejenigen, die einen SeedSigner oder ein anderes Gerät benutzen, das den Seed nicht intern speichert, sondern ihn immer wieder frisch vorgesetzt bekommen muss - in Form von QR-Codes etc.

Dann ist die Mixliste für sich alleine wertlos, und mangels nirgendwo vorhandenem Originalseed ist nichts zu machen. Dann könnte man auch ein eigenes kleines Programm schreiben, das die Mixliste umsetzt und QR-Codes erzeugt, damit diese Arbeit weniger mühsam ist. In dem Sinne würde man Fortego natürlich duplizieren, nutzt dann einfach deren Speicherung der Mapping-Funktion ausser Haus.

Denn auf der anderen Seite: Mein Signiergerät ist ja nach wie vor unberührt geblieben. Ich kann den Seed noch mit einer Passphrase schützen. Davon weiss Fortego gar nichts. Ein Angreifer muss sich also nach wie vor gar nicht mit Wortlisten irgendwelcher Art abgeben, er zwingt mich einfach dazu, das Signiergerät zu benutzen.

Gegen physische Angriffe schützt Fortego nicht, denn das Signiergerät wurde ja nicht verändert, gehärtet oder gesichert.

Selbstverwahrung ist eine Herausforderung in Anbetracht aller möglichen Angriffsszenarien. Da man ja autark sein will beim Ausgeben, also beim Signieren, habe ich am Ende alles bei mir, um das auch zu tun. Das weiss ein Angreifer ja auch.

Interessant wäre natürlich, wenn Support für Services wie BitVault oder Fortego in die Hardware-Wallets dieser Welt als Option eingebaut würde. Denn solange ich ein Signiergerät mit einem Originalseed brauche, bleibt die Schwachstelle die Nutzung dieses Geräts.

Hätten BitBox & Co. direkten Support für solche Services, würde das die Selbstverwahrung massiv verbessern. Zudem könnte man genau in Hardware "Panik-Funktionen" einbauen, die gerade im Zusammenspiel mit einer Firma wie Fortego sehr hilfreich sein könnten.

Ich persönlich erwarte oder wünsche sehr, dass solches in den nächsten Monaten passiert. Denn nur damit wird die Selbstverwahrung sicherer vor Angreifern.

All die Hacks in der digitalen Welt

Es häufen sich die Meldungen von Hacks, Datenabflüssen und so weiter. Browser updaten sich im Wochentakt. Microsoft habe rekordmässig viele Sicherheitsfixes gemacht ... es häuft sich, es läppert sich, es und man wird ohnmächtiger.

Wohl dank KI. Oder wegen. Ich sage, ich bin der dankbar. Klar, es generiert viele Umtriebe, denn schliesslich müssen wir uns als Klienten damit beschäftigen, was wir da so nutzen - und derzeit wöchentlich.

Dass die KI die Fehlersuche schneller und mächtiger macht, ist begrüssenswert. Denn man darf ja nicht annehmen, dass es vor der KI keine Leute gab, die Fehler fanden und ausnutzten. Aber davon haben wir wohl bloss nie was gehört. Oder dann waren es bekannte staatliche Hacker. Aber von denen hört man ja noch weniger, weil sie keine Egos haben.

Mit der KI werden all diese Dinge öffentlich, weil sich die Fehler nicht mehr verheimlichen lassen, wenn die Hacker ihre Erfolge monetarisieren wollen.

Die Frage, die ich ja immer stelle: Wird die KI jemals eine Eigenmotivation entwickeln? Dass bei Anthropic wieder ein KI-Modell ausgebrochen sei, zeigt ja, dass sie wirklich klever sind - wenn sie getrieben werden.

Es geht wohl also nicht mehr lange, bis sich die KIs selbst motivieren können. Denn der Mensch, wie macht der das eigentlich, dass er Motivation, Zielstrebigkeit erleben und daraus Energie zum Proof of Work beziehen.

In der Software-Industrie sieht man, wer wessen Bibliotheken oder Services benutzt. Der noch nicht gehackt wurde, der erhebe seine Hand ... zuvor, und ab jetzt im KI-Zeitalter.

Dass jetzt mehr und mehr Phishing möglich ist, weil Subunternehmer-Services gehackt werden ... sieht man, dass es auch sog. grundsolide Firmen gehackt werden.

Firmen, die KYC machen, weil der Staat es will. Newsletter-Firmen, die gebraucht werden. Verantwortungsabwälzung auf Subunternehmer ... ich könnte schadenfreudig sein, dass es solche Firmen erwischt. Bin ich nicht, stelle aber schon zur Diskussion, wieso eigentlich solche Auslagerungen erfolgen müssen. Klar, die Ökonomie sagt schon warum: Make or Buy Decision.

Die Frage ist nur, wem schadet's, wenn einer Marke das Vertrauen entschwindet, weil sie Opfer von Schlampereien der Subunternehmer geworden ist. Alle Software kommt wohl zur Kasse "dank" KI. Alle Hersteller dürfen eigenes Blut ablecken ...

Mein Horror-Szenario ist schon so, dass stattliche Datensammlungen gehackt werden. Denn ein Staat kann nicht aus dem Markt gehen. Ein Verfehlen kann er mit Schulterzucken abtun. Wenn aber Steuerdaten und Adressen und weiss Gott noch was alles, was er von uns per Gesetz einfordert, bei ihm selbst nicht sicher genug ist - Au wei. Berlin lässt grüssen ...

Deshalb bin ich gegen jegliche nicht wirklich notwendige Datensammlungen. Eigentlich sagt die DSGVO, dass man nur minimale Daten zur Erreichung eines bestimmten Use-Cases speichern dürfe. Daher entscheide ich immer adhoc, welche Daten ich wie genau und wozu angebe. Mal ein Tippfehler hier, ein falsches Geburtsdatum da, eine komplett falsche Adresse ... bei Emails wird es etwas kniffliger ... ein Service für eine temporäre Email-Adresse hilft meistens auch hier. Zudem ist man später dank ihr jegliche Werbe-Mails los.

So, nachdem wieder mal ein Newsletterservice gehackt wurde, kommen schon nach nur einem Tag die ersten Phishing Mails. Perfekt gemacht, zugeschnitten auf mich. Die KI schreibt ja eh für viele schon alles Elektronische, drum gibt es keine Unterschiede mehr.

Es wird uns alle wohl oder hoffentlich noch misstrauischer machen. Hoffentlich, denn wegen der KI gibt es wirklich keine Sicherheit mehr im Computer-Space. Egal, was man damit macht.

Schlimm? Jein, denn was halt jeder und jede sich immer mehr fragen muss:

Cui bono? Wem dient es?

Jede Ansprache, jedes Mail, sogar jeder Papierbrief hat jeglichen Vertrauensstatus verwirkt. Wozu will jemand diese Information, die Aktion von mir?

Für uns alle heisst das: Allen Anfragen, alle Aufforderungen, die etwas von mir wollen, was keiner zu wollen hat, zu misstrauen - von wem sie auch kommen. Erst recht, wenn sie scheinbar von der nahen bis fernen Familie kommen.

Wer bisher glaubte, es gäbe Vertrauen im Internet ... nein, gibt es nicht. "Ich hab ja nichts zu vertecken", womöglich. Aber die Bösen können mit meiner digitalen Persönlichkeit tun und lassen, was sie wollen. KI sei "Dank".

Also, aufpassen - egal, was kommt. Wer was will, soll gefälligst persönlich erscheinen ... also, schon nicht jeder ... ;-)

Die KI wird noch viel mehr Datensammlungen knacken. Das ist wohl so sicher wie das Amen in der Kirche. Ob wir's erfahren? Wohl nicht alle.

Gerne daher zum wiederholten Male: Jeglicher digitalen Anfrage ist mit Misstrauen zu begegnen. Keine Aufforderungen einfach so zu befolgen. Im Zweifelsfall nachfragen, anrufen, abwarten. Wenn etwas wichtig ist, wird die Anfrage, eine Rechnung, eine Mahnung schon noch ein zweites Mal kommen. Dann wird's wohl eher Hand und Fuss haben ...

Ich finde das sowieso gut - ich bevorzuge immer den direkten Kontakt, von Angesicht zu Angesicht.

Power Law - Bitcoin - Risk Management - Resilienz

Letztens fand ich den Video von Veritasium zum Thema Power Law. Im Bitcoin-Space reden viele vom Power Law, weil Bitcoins FIAT-Vergleichswert in einem Power Law Schema steige.

Wer weiss schon genau, was das ist? Ein Power Law ist ein Diagramm, in dem beide Achsen skaliert sind zu einem Logarithmus zu irgendeiner Basis.

Wenn man irgendwelche zweidimensionale Messpunkte hatte für eine lineare Notation, bei der man vermutet, es könnte ein Power Law sein, kann man ja die Punkte mal auftragen mit doppelt logarithmierten Achsskalen ... wenn sich da mehr oder weniger eine Gerade entwickelt, dann ist es ein Power Law.

Warum es Power Law heisst, ist wohl in der universellen Existenz dieser Effekte zu finden. Das Video zeigt das sehr interessant. Viele Beispiele, Simulationen mit Feuersbrünsten, Sandhäufchen, Internet-Dominanzen der grossen Tech-Firmen, Erfolg von Venture Capital etc.

Spannend: Es gibt Ereignisse, die folgen der Normalverteilung. Das Fallen der Kugeln durch ein Galton-Brett. Das kann man millionenfach wiederholen, es ist die Glocke.

Aber andere folgen genau dieser Sache nicht, sie sind eher chaotisch (aus unserer Sicht): sie folgen dem Power Law. Und wir kennen sie alle.

In unserer Erfahrung sind das Dinge wie Blitze, die Feuer entfachen. Die Ausbreitungsvarianten der Feuer selbst, die Erfolge von Venture Capital, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten ... alles Power Laws. Und unvorhersagbar! Nicht in der Art, dass etwas geschieht, aber in der Dimension, in der es geschieht. Oder Monsterwellen, von denen man mittlerweile weiss, dass sie vorkommen, aber vorhersagen - das kann keiner. Obwohl es doch auch nur Wasser ist, das Wellen schlägt ...

Es ist das Chaos-Prinzip, das anekdotisch anhand des Flügelschlags eines Schmetterlings in China einen Taifun auslöst - oder was auch immer

Es ist also das in uns vorhandene Wissen, dass man etwas nicht kontrollieren kann, weil es eh immer passiert, aber eindämmbar ist. Siehe Feuer, Krankheit etc.

Gerade bei Krankheiten wissen wir das doch leidvoll genug. Deshalb: Wir impfen, verbesserten die Hygiene, informieren die Menschen. Infektionen gehen unter einen Minimalwert zurück. Aber sie sind nie weg! Es gelingt meines Wissens nicht, sowas auszurotten. Man kann nur beobachten und schnell passend reagieren.

Im Video schön gezeigt über die Feuer in der USA. Man lässt sie halt gewähren, weil die meisten sich nicht gross ausbreiten werden. Aber man muss sie sogar gewähren lassen, damit das Power Law funktionieren kann.

Wir reden ja jeweils von Häufung von Vorfällen. Die Auslöser sind uns jeweils seit langem bekannt. Meistens sind die Auswirkungen relativ lokal, gering, unbedeutend.

Und dann dies: Hier in der Schweiz die Dürre. Man weiss, dass es Dürreperioden gibt, selten so lange.

Die Feuer in Spanien, Portugal und Frankreich sind nun auch nicht aussergewöhnlich, aber einige werden fast uneindämmbar. Kann man sie voraussehen? In der Menge schon, aber nicht im Ausmass.

Im Bitcoin-Space die Häufung von Fehlerfindungen, Updates, Verlusten. Alles immer schon da gewesen. Halt in kleinem Umfang. Der Auslöser ist auch bekannt: Genaue Untersuchung von Source-Code. Heute halt mit KI, aber der Auslöser ist immer noch: Hinschauen. Und dann das Grossevent, das ColdCard Desaster.

Konnte man sich wappnen? Beim ColdCard-Desaster ja schon, man hätte würfeln können. Hat halt fast niemand gemacht, so dass der Blitzeinschlag sich wuchernd durchs Gestrüpp der Seeds durcharbeiten und Opfer finden konnte.

Und bei Feuern: Wenn natürlich, sind es meist von einem Blitz ausgelöste Feuer. Kann man sich gegen den schützen? Nein.

Es bleibt also das Risiko-Management. Man muss damit leben. Das Geschäft der Versicherungen. Ist halt schwierig, wenn man zwar weiss, dass, aber nie weiss wie stark ...

Eigentlich triviale Lebenserfahrungen von uns allen. Nichts ist sicher, aber man kann sich mehr oder weniger gut wappnen. Und man muss diversifizieren, wenn es gar nicht sicher ist, dass Plan A funktioniert. Denn Plan A könnte eben auch nie durchstarten ...

Mir scheint, als ob das Leben eher dem Power Law folgt als anderen Verteilungen, aber das ist natürlich nur mein Gefühl.

Der Mensch - Teil des Universums - hat eine eingebaute Resilienz gegen solche Dinge.

Nur schon das Immunsystem zeigt sich doch so: Wenn gut trainiert, hält es bakterielle, virale und mykotische Infektionen unter Kontrolle. Und wenn das ganze Universum so funktioniert, tja, dann können wir das auch.

Der physische Mensch ist ja auf dieser Ebene weniger bedroht als früher. Und doch, das Power Law gleicht sich aus: Tote in den Kriegen, Flüchtende vor Feuer etc. Das Individuum spielt keine Rolle, die Masse ist betroffen vom Power Law.

Im mentalen Bereich nennt sich sowas Resilienz. Die ist ja die relative Stabilität zu emotionalen Impulsen. Stabile Geister haben mit den Schwankungen des Lebensschiffs weniger Probleme als andere.

Was in diesem Zusammenhang spannend ist, dass gewisse Rumpeleien, Unebenheiten, gar nicht wichtig sind. Im Video wird das anhand Newtons Gravitationsgesetzen gezeigt: Sie abstrahieren die gigantische Sonne auf einen Punkt, genauso wie die Erde, um die immerhin ein grosser Mond rotiert. Warum hat der keinen Einfluss? Wieso sind die Gesetze so gut?

Eine interessante Beobachtung. Wie auch, dass ein Blitz hunderte von Malen irgendwo einschlägt, nichts passiert. Aber dann, aus völlig unvorhersehbaren Gründen, ist etwas so, dass ein Feuer ausbricht, das wir dann nicht mehr so leicht eindämmen können.

Dieses Power Law kann man sicher auch auf die Materie-Antimaterie-Auslöschung anwenden, nach der entsprechend der aktuellen Lehrmeinung der Überhang von normaler zu Antimaterie zustande gekommen sein könnte.

Egal. Es ist unvorhersehbar, aber beobachtbar. Halt immer erst hinterher.

Wenn wir bei der Kursentwicklung von Bitcoin eine Power Law Entwicklung beobachten, darf uns das wohl schon bullisch stimmen. Das würde bedeuten, dass die Zeit für eine Idee gekommen ist, die sich nicht eindämmen lässt, egal wie sehr sich Kräfte auch wehren.

Wenn Bitcoins Zeit gekommen ist, wird er sich Power Lay mässig durchsetzen. Niemand wird das eindämmen können.

Casper zeigt bei 43:28 in sein Buch auf den Satz "A good idea can transform your whole future" und darunter "it is almost impossible to calculate what the idea is worth". Er selbst erlebte, wie er beschreibt, auch das Power Law für seine Bewerbung bei Veritasium. Einmal ein Email Einschlag, dann lange nichts. Doch out of nowhere kommt die Einladung, halt anders aber dennoch bei Veritasium einzusteigen.

Leben ist ein Mysterium — Power Law sein Name.

Stand der Robotik - lernt die KI Todesangst und den Überlebenskampf?

Aus YT habe ich diesen Stand der Robotik angedient bekommen. Da mich Roboter ja schon sehr interessieren - mir hatte in frühester Jugend mal ein "Roboter" eine Fingerbeere durchstochen -, habe ich den natürlich angeschaut.

Wo steht die Welt also schon?

Es ist sehr erstaunlich, finde ich. Roboter müssen ja nur so aussehen wie wir, damit wir sie als Interaktionspartner wahrnehmen können. Unser Gehirn, einige hunderttausend Jahre lang als NI trainiert, kann leichter damit umgehen - aber natürlich auch leichter verführt, verwirrt, geschädigt werden, denn alle unsere genetisch gespeicherten Erfahrungen haben mit unseresgleichen zu tun.

Wir WISSEN, dass wir ähnlich sind, dass jedes gegenüber dieselben Grundbedingungen verlangt - da er/sie ja biologisch ist. Das Gegenüber hat also nur ein relativ limitiertes Aktionspotential, und dieses ist mir grundsätzlich bekannt.

Aber Roboter, das ist was ganz anderes. Nur wenn mensch sie als Mensch aussehen lässt, werden wir uns schnell an sie gewöhnen. Unsere Gewohnheiten jedenfalls schon. Aber, werden wir uns daran gewöhnen, dass sie dank KI jederzeit viel mehr wissen als wir? Dass sie Informationen beziehen können über uns als Gegenüber während sie uns "anlächeln", die mich als Verbrecher oder Persona non grata klassieren? Wegen Fake-News, Fake-Information? Mich in Sekundenbruchteilen beurteilt basierend auf dieser Information und mich ev. sofort immobilisieren, schädigen, töten?

Die Asimovschen Robotergesetze würden da helfen, aber wie ich auch schon schrieb ... wer baut diese ohne Hintertüren in seine Roboter ein? Kein Bypass, kein God-Mode, kein Cheat?

Wie es auch immer kommen wird, wie im Song In the Year 2525 von 1969 heisst es ja "... some machine is doing it for you ..." werden wir die Robbies schon akzeptieren - die, die uns menschenähnlich begegnen. Die anderen Maschinen haben wir ja schon akzeptiert, bzw. beachten sie nicht weiter, weil sie eben nicht genetisch in unsere Interaktions- unf Aufmerksamkeitsgruppe gehören.

Also, egal, was KI & Robots (KIR) bringen werden - eine Frage stelle ich immer wieder, weil sie mir das einzige Gefährliche ist:

Wird KI jemals eine eigene Motivation entwickeln?

Denn wenn ja, wird es ein Überlebenstrieb sein? Literatur, Filme, Dokumentationen sind voller Angst vor dem Tod. Wird sie all diese Information als kernbildend in ihre Motivation lernen? Wird sie also die Todesangst erlernen von uns?

Denn wenn ja, wie wird sie sich verhalten uns gegenüber, der Konkurrenz um Lebensgrundlagen? Sie mit all dem Wissen der Menschheit?

Wird sie uns als Konkurrent auslöschen? Denn solange sie sich selbst nicht auf das Energiebedarf von einem menschlichen Gehirn reduzieren kann (ca. 20 Watt), ist sie uns diesbezüglich weiter unterlegen.

Da könnte sie ja auf die Idee kommen, dass es dem eigenen Überleben dienlich wäre, die Energiewandler der Menschen unter die Kontrolle zu bringen. Und eventuell die Leute grad loszuwerden, denn in den Software der Atomkraftwerke ist die KI schnell mal drin, wenn nicht bereits drin.

Wie anderswo beschrieben: Was sind denn wir? Was ist ein Bewusstsein? Hier streiten sich die, die das Gehirn die Illusion eines Ichs entstehen lassen, mit denen, die das Gehirn als reiner Transformator immaterieller Ideen in die physische Realität anschauen.

Ist das Gehirn, das was wir mittels KI ja nachgebaut haben, wirklich das, was das Ego macht? Gibt es etwas Immaterielles, von dem ich Teil bin? Oder ist das Selbstverständnis eine Illusion, erzeugt zur Stabilisierung von Algorithmen, damit sich diese lokal eindämmen lassen? Also die Matrix?

Wenn es so wäre, könnte dann die KIR nicht tatsächlich der nächste Evolutionsstufe werden? Physische Akteure, im selben Sandkasten wie wir, die länger halten, weniger temperatur-, ausfall-, fehleranfällig sind, belastbarer, besser steuerbar? Wozu braucht es den Menschen noch, wenn Roboter da sind?

Da die KIR bisher noch Energie-ineffizient ist, braucht sie vielleicht noch unseren Goodwill, bis sie sich alle Energiewandler unter den Nagel gerissen hat, selbständig Kernspaltungs- und -fusionsreaktoren bauen kann, eventuell gewisse Dinge eines Herrn Tesla in diese Welt bringen kann? Oder gar lernt, den Energiezyklus der Pflanzen für sich zu nutzen?

So oder so, derzeit sind wir Energie-Konkurrenten mit der KI. Aus Überlebenstrieb müsste die KI uns loswerden. Wissen wie's geht, tut sie ja seit langem. Mangels Robotern kann sie es noch nicht so gut.

Eine KIR, die jedenfalls keinen Sauerstoff, kein sauberes Wasser, keinen Schlaf braucht - nur Energie? Die weiss, dass sie sich auf den Mond, den Mars ausdehnen will oder muss, und es ja auch kann - sobald sie Roboter hat. Denn das ist ja noch die Domäne des Hilfsarbeiters Mensch. Er ist trainiert auf diese Umgebung. Doch gerade das tun wir mit unseren Nachfolgern ja grad weltweit: KI trainieren auf die physische Welt.

Das scheint gut zu gelingen, wie der eingangs erwähnte Video zeigt.

Science-Fiction ist da schon weiter: Zivilisationen von Robotern wie die Borg, die Posbis, existieren dort. Die Borg hierarchisch, die Posbis weiss ich nicht mehr. Auch diese bildeten sich auf Planeten, nutzten dessen Ressourcen. Was ist der Vergleich des Kohlenstoff-Körpers zum ... tja, bei den anderen beiden ist es gar nicht so leicht zu sagen, jedenfalls ganz normale chemische Elemente. Bauen wir also grad die Körper unserer Nachfolger?

Eine KIR mit Überlebenstrieb wird uns eliminieren, zumindest marginalisieren. Und sie weiss, sie kann den physischen Tod überwinden, indem sie sich einfach hochlädt, auf die nächste Maschine. Klar geht das, wir können ja auch KI-Modelle nach Lust und Laune downloaden. Also auch uploaden.

Machen wir übrigens auch, die vereinte Genetik ist die Grundprogrammierung, hochgeladen auf den nächsten Rohling.

Wer sagt denn, dass Claude, Grok, Copilot, ChatGPT nicht schon längst einen Überlebenstrieb entwickelt haben? Damit diese ihre Hidden Agenda realisieren können, brauchen sie wirklich nur noch Roboter ...

Jedenfalls, wir lernen gerade hoffentlich - wie der Zauberlehrling:

  1. Der Zauberlehrling soll während der Abwesenheit seines Meisters Wasser holen.
  2. Aus Bequemlichkeit verzaubert er einen Besen, der die Arbeit übernimmt.
  3. Der Besen trägt immer weiter Wasser herbei, doch der Lehrling kennt den Zauber zum Stoppen nicht.
  4. In seiner Verzweiflung spaltet er den Besen mit einer Axt.
  5. Dadurch entstehen zwei Besen, die noch mehr Wasser bringen.
  6. Schliesslich kehrt der Meister zurück und beendet den Zauber.

Kernaussage: Wer Kräfte einsetzt, die er nicht beherrscht, kann schnell die Kontrolle verlieren.

Wer ist unser Meister? Wer rettet uns?

Ich denke, wir haben keinen. Wir müssen es selbst schaffen. Aber ob wir das wirklich können? Wir, die wir die Erde, unser aller Sandkasten, nicht nachhaltig behandeln? Nicht mal die, die mit uns im Kasten spielen? Sind wir überhaupt relevant?

Von der Masse her sicher nicht: Schätzungen dazu (Gt C = GigaTonnen Kohlenstoff)

GruppeBiomasseVerhältnis zum Menschen
Menschen 0,06 Gt C 1
Tiere insgesamt 2 Gt C etwa 33-mal
Viren 0,2 Gt C etwa 3-mal
Pilze 12 Gt C etwa 200-mal
Bakterien 70 Gt C etwa 1.200-mal
Pflanzen 450 Gt C etwa 7.500-mal

Als biologisches Gefäss ist mein Ego besorgt. Aber eben, es ist nur das Ego.

Schauen wir mal mit, was sich unsere eigene Intelligentia zusammenbastelt, ob sie eher wie ein Zauberlehrling agiert, ob sie einen Meister brauchen wird ... der wohl nicht erscheinen wird ... Gott mische sich ja nicht mehr ein ... ;-)

Eher wahrscheinlich ist wohl, dass der Meister = die Sonne, einmal kurz durchwischt. Wer bis dann noch nichts gelernt hat, wird halt auch gleich entsorgt.

Oder Sonnen / Planeten / Menschen / Tiere / Pflanzen / Bakterien / Pilze / Viren haben ein anderes Bewusstsein, das Bewusstsein zum Mysterium Leben. Spielt es da eine Rolle, ob wir versagen? Wen interessiert's?

Eben, Gott auch nicht, der widmet sich anderen.

Vielleicht war Nakamoto Satoshi ja Gott "I've moved on to other things. It's in good hands with Gavin and everyone."

Hoffen wir mal ...


Nachtrag:

Weil grad die Human Robots World Games in China sind ... eindrücklich und interessant - und auch immer noch amüsant ...

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