Es ist Stille. Peter Schieweck hat gewechselt

Gerade erfuhr ich, dass mein langjähriger Trainer und Freund, der Bewusstseinstrainer, Peter Schieweck gewechselt hat. Wir nennen das so, der Tod ist der Wechsel in eine andere Ebene - eine, die weder dem Ego noch dem Verstand, den Produkten dieser Ebene, zugänglich ist, da sie wohl nicht polar ist. Wie Peter jeweils sagte "Was hier undurchlässig ist, ist auf einer anderen Ebene durchlässig und umgekehrt", "Was hier eine Form hat, ist auf einer anderen Ebene eine blosse Vorstellung - und umgekehrt".

Die Erinnerung des Wesens, an eine durchlässigere Welt, scheint ja in uns allen zu sein: Glaube an Gott, die Liebe, das Vereint-Sein-Wollen mit dem geliebten Partner, wozu nach der Einschätzung vieler auch der physische Sex dienen solle, der Vereinigung, die dennoch auf der körperlichen Ebene nicht erreicht werden kann. Und dennoch probieren es immer viele damit ... ;-)

Wie Peter sagte: "Wie fühlt sich ein Regentropfen, wenn er endlich im Ozean aufgeht?". Wir wollen alle irgendwie dorthin, werden auch alle dort enden, wo dieses scheinbare Getrennt-Sein sich für unseren Verstand aufheben solle. Es ist nur der, der das nicht verstehen kann, darauf deutet ja so schön im Deutschen die Vorsilbe "ver" - dass das Verb danach irgendwie nicht klappt.

Selbst die von mir heiss geliebte SciFi-Serie Deep Space 9 nahm sich dieses Themas einmal an: Als der in der Welt der Menschen einzigartige Formwandler Odo, der sich darob immer sehr einsam fühlte und sich bärbeissig und mürrisch gab, sich einmal nach langer Suche auf der Heimatwelt seiner Spezies in die formlose grosse Vereinigung auflösen durfte - sein innigster Wunsch - die Heimkehr. Er tat es, und formte sich doch wieder, um in der Menschenwelt weiterzumachen. Diesmal aber mit der Erfahrung der Vereinigung, die ihn heiter und gelassen die getrennte Form leben liess.

Genau dasselbe. Der Tropfen strebt zum Ozean ... löst sich auf, und kann doch wieder Tropfen werden, wenn ihn die Sonne anhebt und als Regen wieder fallen lässt. Er kann auch Ozean bleiben ...

Viele Bilder und Filme, alle zur Darstellung eines total immateriellen Wunsches: Nicht mehr allein zu sein.

Peter lehrte mich, einen wissenschaftsorientierten, starken Verstandesmenschen, die Limiten des Verstandes anzuerkennen, das Dahinter kennenzulernen und zu erfahren. Erwischt hat es mich auch gerade weil seine Sache ein rationaler, begreifbarer Weg sein solle - kein "glaub gefälligst, statt wisse." stattdessen "erkenne und verstehe den Mechanismus, finde und probiere eine neue Strategie aus und entscheide danach, wie es künftig ablaufen soll".

Ich war und bin immer noch IT, wo man alles probieren kann. Reingeschoben als Jugendlicher, fasziniert ob der immateriellen Freiheit des Programmierens. In diesem Raum konnte sich mein Verstand austoben, brauchte dann die materielle Komponente des Computers, um Teile der Ideen in dieser Ebene umzusetzen. So passte das perfekt - spirituelle Information, als Erweiterungen von "Wissen" über Baryonen, Quarks, Elektronegativität, Lichtjahren, Black Holes, Supernovae, Galaxienhaufen, Paralleluniversen und Konsorten.

Im Verlaufe des gemeinsamen Gleiten als Tropfen bis zum Ozean, durfte ich seit 1992 zuerst in der "Ausbildung" mit Übungen wie den Tabus, dem gefürchteten Kneten, den Unvollendeten Handlungszyklen und langwierigen Kristallelaufen und später in den viel heiteren "Ferien vom Ich" erfahren, wie verstrickt die allermeisten Egos mit der Illusion dieser Ebene sind. Wie sehr wir uns Gedanken (wirklich eigene, oder übernommene?) machen über dies und jenes, wie sehr wir festhalten wollen, wie sehr wir meinen, im Recht zu sein, wie sehr wir den eigenen Willen durchsetzen wollen, wie sehr wir uns mit Gleichgesinnten verbinden, um das Andere, Fremde zu bekämpfen, dass es nur eine für alle geltende Wahrheit gäbe, die natürlich gerade ich mit dem Löffel gefressen habe. Wie wenn Wasser sich von Wasser unterschiede ...

Etwas vom Bemerkenswertesten, was wohl jeder Teilnehmer seiner Seminare erlebte: Das bewusste Erkennen des eigenen Leitmotivs. Ein kurzer Programmsatz nur. Aber wow, welch ungeheure Energie, welch diktatorische Macht, welch Verkleidungskünstler, welch hinterlistiges Biest. Meint man es überwunden zu haben, erscheint es in anderer Situation fast ganz sicher wieder - "kuckuck, da bin ich wieder und hab dich immer noch im Griff, hehe". Und wie wir uns alle sträubten, sein Wirken überall, aber wirklich überall im eigenen Leben zu erkennen ... meist wohl als Verhinderer — und wie wir es dank Peters Techniken doch alle schafften, dem Leitmotiv seinen unerschöpflichen Energiezufluss doch noch abzugraben.

Spannend zu beobachten für mich, wie sich das Leitmotiv auch auf die Bekanntenliste auswirkte: Schon bevor ich mein Leitmotiv kannte, lernte ich dort an den Seminaren ja auch Leute kennen. Einige wurden gute Freunde, wir waren also charakterlich ähnlich, verstanden uns gut, ich fühlte mich in ihrer Umgebung akzeptiert, teilweise sogar wohl. Dann erfuhren wir unsere Leitmotive und die waren - oh wunder - oft recht ähnlich in ihrer Bedeutung.

Wie der ehemalige Seminar-Partner von Peter, Horst Vogel, mal süffisant bemerkte "Wie glaubt ihr, finden Menschen als Partner zusammen? Weil sie sich lieben? Vielleicht, aber ganz sicher, weil die Programme zueinander passen". Tja. Demgemäss sind wir (meistens) nicht viel mehr als Bioroboter, gesteuert von Algorithmen aus der Matrix ... jener Film war ja schon ein Griff hinter die Kulissen dieses Welttheaters ... damals lächelte man dann ... um zu entdecken, dass es genau so ist. Tja, und das Ego, das Ich, etwas Icing on the cake.

Was mit dem Erkennen der vielen anderen Programmen und Entscheidungsketten immer klarer und klarer wurde - wer natürlich diese Dinge kennt, spielt damit und manipuliert uns Bioroboter fast nach Belieben. Und das Ego merkt davon selten was. Deshalb schreibe ich oft am Schluss meiner Blogartikel die Erinnerung ans Ego: "Cui bono?" - "wem nützt es", oder "Think globally, act locally" - "denke global, agiere angepasst im direkten Umfeld", damit das Ich immer daran erinnert wird, dass das Schiff, dessen Kapitän es meint zu sein, halt doch von den Programmen des Autopiloten gelenkt wird.

Und wenn das Ich denn wirklich sich aus dem einlullend bequemen Kapitänssitz aufraft und seines Amtes walten will, soll es sich am besten mal um die Programme kümmern, alte rausschmeissen, oder wenigstens langsam anpassen, oder die Trigger der Programmaufrufe finden und auf geeignetere Routinen zu lenken. So ein Supertanker ist ja eh schon eine träge Masse, da kann man nicht einfach mal alles ändern. Zuviel würde das Schiff ja eh nur unsicher machen, schliesslich macht der Autopilot seinen Job ja meistens gut. Aber stimmt sein Kompass noch?

Ich merke all das nicht zuletzt jetzt wieder: Es fühlt sich an wie vor 8 Jahren mit dem Wechsel meiner Mutter. Das Ego weint, es ist traurig. Das Wesen ist sich dessen gewiss, dass es ja natürlich ist. Die physische Erscheinung verschwindet aus dieser Ebene, der erkennbare, einzelne Tropfen hat sich aufgelöst im Ozean. Die noch Einzeltropfen erkennen den Verschwundenen nicht mehr, obwohl sie selbst dasselbe sind wie der Vermisste.

Für mein Ego, das auch ein Produkt dieser Ebene ist, fühlt es sich allein gelassen, verlassen an. Wie bei meiner Mutter kann ich mich in das Ego versenken und dann kommt das Heulen. "Nun bin ich alleine". Der Verstand hilft ein wenig in meinem Fall, da meine Mutter immer kränklich, später sehr krank war. Da konnte sogar der Verstand sagen, dass es wohl gnädiger sei, wenn sie gehen könnte. Ich weiss von meiner Cousine, dass sie ihre sehr tatkräftige Mutter sehr vermisse ...

Peter, der als Exbanker der Deutschen Bank ebenfalls von seinem Vorgänger unterwiesen wurde über die Vorgänge im Bewusstsein, hat massgeblich dazu beigetragen, dass ich den Wechsel meiner Mutter in Ruhe und Gelassenheit durchleben konnte.

Vor Jahren am Abschluss eines Seminars sagte er zu uns "Wenn es mir gelang, etwas Ruhe in das ständige innere Geschrei zu bringen, dann ist es gelungen". Obwohl diese Information eigentlich der Hauptzweck der ganzen Ausbildung war, wurde mir erst bei diesem Satz wirklich bewusst, was das Training in meinem System bewirkte: Es wurde ruhiger, gelassener, stiller. Denken ist zuweil nun ein Müssen, keine Automatik mehr. Eben, das Geschrei ist weg.

Natürlich, in meiner IT-Arbeit denke ich viel, doch dazu ist der Verstand ja auch da, er ist ein Werkzeug aus dieser Ebene für diese Ebene, das man einsetzen kann. Wenn es Sinn macht. Doch das Werkzeug darf uns nicht übernehmen. Früher übernahm mich mein Verstand. Heute liegt er friedlich wie mein Hund zu meinen Füssen und wartet, bis er gerufen wird. Vielleicht hat diese Erkenntnis Stephen Hawking, Elon Musk und andere erreicht, wenn sie neuerdings vor der KI (Künstlichen Intelligenz) warnen ...

Der Verstand weiss nicht, was kommt. Er hat als Berechnungsgrundlage nur die Vergangenheit. Daher kann man ja auch so trefflich diskutieren und streiten. Weil jeder Tropfen einen eigenen Verstand beschäftigt, der aus der scheinbaren einzigartigen Geschichte heraus argumentiert. Und wenn er einen eben übernommen hat, sich auch durchsetzen will, sogar so, dass er andere Tropfen vernichten will. Wie wenn Wasser Wasser vernichten könnte ...

Ich als Tropfen mischte mich daher 1991 mit einem anderen Tropfen, die schon was beim Tropfen Peter gelernt hatte, und wir trennten uns dann wohl wegen einer winzigen Unebenheit und kullerten wieder getrennt weiter, ich im Rinnsal des Tropfens Peter. Unsere Wässer schieden sich nicht mehr ... auch wenn uns jeweils bald 900km in dieser Ebene trennten. Jährlich berührten sich unsere Tropfen wieder, die "Haut" des Tropfens wurde jeweils durchlässig und so spürten wir ansatzweise zuerst nur Sekunden, später viele Minuten lang, wie es sich wohl anfühlt, wenn der Tropfen sich im Ozean aufgelöst hat.

Viele von uns, die wir von ihm lernten, geben das Gelernte und Erfahrene in mannigfaltiger Art weiter. Ich ja auch. Und jeden freut es, wenn die Oberflächenspannung eines anderen daherkullernden Tropfens kurzzeitig zusammenfällt, damit sich Wasser mischt - auf dem Weg zum Ozean. So dass andere erkennen, was hinter all dem Gedöns und Geschrei der Emotionalität ist.

Peter war ein zielstrebiger Tropfen. Es erfüllt mich mit tiefster Dankbarkeit, dass mein Tropfen sich in diesem Leben seinem Kielwasser anschloss und so lernte, wie und wo es zum Ozean geht. Der Ozean, der eigentlich überall ist - wenn ich meine Oberflächenspannung durchlässig werden lasse. Dies zu erkennen und zu erfahren, trotz Verstand und Form, ist etwas, das wir offenbar alle können. Was wiederum beweist, dass es zu anderen Ebenen keine wirklich undurchdringlichen Barrieren gibt. Sonst könnten wir uns ja nicht nach Vereinigung etc. sehnen. Es muss uns halt einfach ab und an einer begegnen, der uns nass macht.

So, es kommt mir nichts mehr in den Sinn. Das Ego weint und trauert wohl noch etwas. Drum dieser Artikel. Das Wesen, der Ozean, war und ist gewiss, dass es so natürlich ist. Aus ihm kam der Tropfen, fiel auf den Boden, folgte der Schwerkraft und beendete seinen "Egotrip" ... löste sich auf und fühlt sich - das sagt mein Ego nun - hoffentlich zuhause und in harmonischer Heiterkeit.

Ich danke dir Peter für all das, was ich bei dir (wieder) lernen durfte. "Es ist Eins, mit es ist Stille, mit es ist Grenzenlos"

Morgenstund ...

Ich bin ein Abend- Nacht- bis Frühmorgen-Mensch ... nicht erst seit ein paar Jahren, sondern eigentlich schon seit immer. Wenn ich keine fixen Termine habe, endet im Sommer mein Tag, wenn er für andere schon beginnt.

So ist dieses Handy-Foto vor meinem Schlafengehen entstanden ... andere standen schon auf dem Perron bereit für den ersten Pendlerzug. Für mich ist so eine tolle Sicht der Gute-Nacht-Eindruck ...

Ich habe mittlerweile sicher Hunderte solcher Stimmungsbilder. Und das Tolle an solchen ist immer, dass sie Erinnerungen an einen Gemütszustand hervorholen - in meinem Fall immer an eine totale Losgelöstheit.

PS: Wenn jemand einen offenen Job kennt für einen Nachtmenschen ... möglichst Teilzeit, bitte melden ... Danke!

Hobby Gärtner gesucht, Region Hochdorf, Luzern

Eine gute Freundin von mir hat seit vielen Jahren einen wunderschönen Garten in der Nähe der grösseren Stadt Hochdorf im Hinterland der Kantons Luzern. Sie hat ihn sukzessive aufgebaut und vergrössert, viel Liebe steckt darin, und der Garten war immer offen für Besucher. So wurde es ein Garten der Stille, viele schöne Sitzecken, eine üppige Weitsicht, und viele kleine Details am Boden, in den Installationen.

Nun ist sie nach einem langwierigen und nervernaufreibenden Streit mit der Gemeinde de facto gezwungen worden, den Garten für die Öffentlichkeit zu schliessen. Sie und ihr Partner haben nun aber genug und haben sich ein Haus in einem anderen Dorf besorgt und möchten dorthin umziehen. Allerdings soll der Garten weiter gepflegt werden - auch weiterhin von ihnen selbst, aber nicht mehr nur von ihnen alleine.

Drum möchte sie nun Gärtner finden, die aus Freude an der Sache ab und an aber regelmässig sich des Gartens annehmen möchten. Es kann keine bezahlte Lohnarbeit sein, denn dafür haben sie kein Geld übrig, denn wie gesagt: Meine Freundin hat ihn über Jahre aufgebaut, ohne irgendwelche Absichten, nur aus Spass und Liebe zur Gestaltung. Über andere Ausgleichsarten können sich Interessierte gerne mit ihr direkt unterhalten. Der Garten alleine ist für manchen Hektiker schon Paradies genug ... es könnte also ein Mix aus Arbeit und Genuss sein, den die gewünschten Gärtner da anträfen.

Und Gärtner müssten sie schon sein, bzw. wirklich anpacken können. Der Garten ist recht gross, nichts für Nur-Schrebergärtner. Meine Freundin sagt mit einem lachenden und tränenden Auge, dass die "jungen Leute ins Fitness gehen und was sonst noch und sich gestählt fühlen, aber im Garten versagen sie, selbst wenn sie gerne möchten".

Das Alter und die Arbeitsgeschwindigkeit spielen übrigens weniger eine Rolle als einfach das seriöse und halt auch mal heftige Arbeiten im Garten. So der Wunsch meiner Freundin. Sie ist ja auch nicht mehr die Jüngste, aber halt Frau eines Bauern, also weiss sie schon, was arbeiten heisst. Ausreichend Verpflegung wird daher auch immer vorhanden sein.

Damit ein Eindruck von ihrem Garten entsteht, hier ein paar Fotos davon. Bei Interesse meldet Euch doch mal bei mir unter der Email-Adresse martin(at)orientierungshilfe.biz ... ich werde geeignete Interessenten dann an sie weiterleiten. Denn sie hat's eben eher mit der Natur :-) nicht wie wir bleichen Computerhocker mit Email und Trallala ...

Also, meldet Euch und sagt es weiter ...

Nun die Fotos:

Das StarGate steht in Dessau-Brambach

Letztens war ich für einen Kurzurlaub in Dessau. Ein Gasthaus in Brambach wurde mir empfohlen. Brambach ist ein abgelegter Weiler der deutschen Stadt Dessau in Sachsen-Anhalt und liegt direkt am rechten Ufer der Elbe. Auf dem gegenüberliegenden Ufer ist Natur pur - nachts nichts zu sehen, weil unbewohnt, unbefestigt, Wald. Scheinbar endlos, weil es in jener Region auch topfeben ist.

Ich hatte ein Zimmer mit Balkon und da ich ein Nachtmensch bin, sass ich oft auf demselben und genoss die mächtige Stille, das Ausbleiben von Fremdlicht ... bis auf eben dieses. Tagsüber ein Tor am Ende eines Anlegestegs für Flussdampfer, des Nachts fast schon mystisch ein Tor in eine andere Welt ... für mich als Sci-Fi Fan war die Assoziation naheliegend ... ;-)



Farbenfroher als der Name vermuten lässt: die Blue Hour

Ich liebe die Blaue Stunde. Dann, wenn die Sonne untergeht, beginnt meine liebste Aufenthaltszeit draussen. Dann kann es sein, dass ich im Cabrio irgendwohin fahre, vielleicht spontan jemanden besuche, doch etwas hängenbleibe und dann in der späteren Stunde heimfahre. Wenn das Dach offen ist, schweift mein Blick gerne umher und sieht dann manchmal Kulissen, die mich zum Halten verführen. Eine Kamera hab ich ja eh immer im Wagen, so dass es nur darum geht, wie gut ich sie im Griff habe und wie stabil die gefundene Unterlage ist.

Die Schwärze des Vordergrundes ist zwar in der Erinnerung ja nicht so stark, aber wenn man keine HDR Aufnahmen machen will, ist sie der Gegenpart, der die Farben des Himmels so eindrücklich macht. Das Dunkle muss offenbar in ausreichendem Masse da sein, damit das Spektrum des Lichts als intensiv herausstechen kann ...

Noch etwas später - heimfahrend durch ein kleines Seitental statt der Hauptverkehrsachse - fand ich hochblickend an den Kamm der Hügelkette den Mond sehr inspirierend. Da auch immer ein Stativ im Wagen liegt, musste ich dies in die Kälte der Nacht stellen. Dann noch etwas Herumspielen mit den Einstellungen und einige Klicks später fand ich folgendes Bild doch am passendesten zu meiner Erinnerung des Augenblicks ...

In der Nacht ist nicht nur alles dunkler, Farben und Helligkeiten erscheinen intensiver. Sie scheinen stärker, wie leisere Töne abends auch allmählich den tagsüber allgegenwärtigen Noise ersetzen dürfen.

Herbst in Südtirol

Spontan war's, dass ich Ende Oktober für wenige Tage ins Südtirol fahren wollte. Ich hatte Glück, das Wetter hielt noch. So war ein Ausflug ins Val Gardena grad passend. Auf dem Weg zum Grödener Joch zeigte sich bei wolkenlosem Himmel die Natur nochmals in farbensprengender Kraft.

Da habe ich natürlich als Landschaftsfotograf viele Chancen geboten bekommen, die Speicherkarte zu füllen. Viel zum Ansehen, hier halt nur wenige Fotos, die einen Eindruck vermitteln können. Nicht, dass wir das in der Schweiz nicht auch hätten - aber es geht ja darum, im Alltag zu sehen, wie schön es sein kann auf der Welt. Und das dies alles kostenlos geboten wird - für die mit Zeit, mit offenen Augen ...

Im Wald aufs Grödener Joch fands ich eine stehene Goldwand ... vor überragenden Steinmonumenten:

Da wäre doch ein kleines Hüttchen wie dies eine nette Sache:

Der eigene Gebirgsgarten ist zwar weder englisch getrimmt noch überhaupt trimmbar, aber dafür romantischer, urchiger und verwunschener:

Auf dieser um diese Jahreszeit bereits verlassene Hütte im grob gezimmerten Holzstuhl die untergehende Sonne auf der Haut spüren zu dürfen ... unbezahlbar.

Meine Swiss Views

Ich liebe es, ohne grosse Ziele durchs Land zu fahren, egal welches Land. Ich komme halt nicht sooo weit rum, weil mir derzeit dazu die Kohle fehlt, aber manchmal sind Blicke aus den Fenstern der eigenen Wohnung ja schon auch bemerkenswert.

Da ich heute wieder mal einige Speicherkarten der Fotokameras aufräumte, dachte ich, ich zeige diese Sujets doch auch möglichen Zuschauern. Ich hoffe, sie gefallen ...

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So viel Wasser rund um Berlin und Potsdam - ein Lieblingsort

So, nun bin ich zurück vom dritten Trip nach Berlin dieses Jahr. Genauer war ich eine Woche lang in Liebenberg im Löwenberger Land und danach eine Woche in Potsdam.

Während die erste Woche die eines Seminars war, lebt ich in der zweiten Woche in dem gerade in der Renovation befindlichen Altbau eines Freundes. Der machte die Arbeit selbst, so dass ich eigentlich in einer Baustelle lebet. Im dreistöckigen Haus war die unterste Wohnung grad mal mit wenigstens einem funktionierenden Klo ausgestattet. Dusche klappte noch gar nicht. Dafür durfte ich jeweils am Morgen zuerst 1'100 Meter spazieren, um in Alt Nowawes in einer Werkstatt duschen zu können. Natürlich gab's genau kein Internet.

Zum Glück hatte ich grad für meinen neuen Laptop eine neue WAN-Karte mit HSDPA gekauft ... die bescherte mir sogar Video über Zattoo. Dass ich damit aber auch wieder eine Ladung Dreck gefischt habe, nicht an Hardware, aber an Software dazu, das ist eine andere sehr ärgerliche Geschichte gewesen. Gemerkt habe ich es natürlich erst in Potsdam, der Test bei mir zuhause ging (natürlich) gut.

In Potsdam selbst durfte ich mit dem Wagen meines Freundes, netterweise ein US BMW Cabrio mit Automat, in der Gegend rumfahren. Es ist schön toll, all die Alleen in der Gegend. Erst recht in den Ostgebieten, südöstlich von Berlin. Dort fühlte man sich selbst mit dem Auto in den grossen Wäldern fast verloren oder einsam ... denn die Deutschen rasen auf den Autobahnen, ich cruiste über Landstrassen ... die Impulse der Natur strömten intensiv ein. Ich liebe das, es gibt nichts Schöneres für mich als in Ruhe und Gelassenheit durch die Natur zu fahren, halten zu können, wann und wo ich will.

Denn frei von Zeitdruck finden sich schöne Plätze, hier an irgend einem Fluss ...

Bin ich selbst in Ruhe und Stille, erlauben mir die Tiere, sie nah zu beobachten und ab und an ein Foto zu machen.

Grün ist es aber nicht nur auf dem Land, sondern in der Stadt selbst. Potsdam gilt als die grünste Stadt Europas - glaub ich sofort, wenn ich Stadt-Wohnhäuser im "Wald" sehe:

In Alt Nowawes, so sagte mir mein Freund, habe der Kaiser ehedem mal holländische Weber angesiedelt, was zum dort typischen Strassenbild führte.

Der Strasse angrenzend ist eine ca 6 Meter breite Wiesenzone, auf der die Weber damals die Stoffe zum Gerben unter die Sonne legten. Heute bieten diese Zonen Platz für schöne kleine Kneipen. Zum Glück auch unter Bäumen, denn zum Gerben heiss wurde es unter der prallen Sonne.

Heiss war es in Berlin, grausam im Stau spürbar, weil doch grad die letzten 200 Meter vor dem Brandenburger Tor umgeleitet waren - der Empfang der Deutschen Nationalmannschaft war grad tags zuvor. So standen alle Autors für ca. 400 Meter fast 45 Minuten. Dafür gab's dann Blicke in die Arbeitszukunft in Berlin ...

Unerwarteterweise fand ich sogar Schweizer Relikte in der Gegend um Babelsberg ...

Andere Fabeltiere wie den Moby Dick erwartete ich hingegen nicht zu finden in den Kanälen und Seen rund um Potsdam. Trotzdem gab's da einen:

Zum Abschluss meines Aufenthalts war eine Bootsfahrt auf dem Schnellboot meines Freundes angesagt. Zuvor genehmigten wir uns noch ein paar gute Kuchenstücke in einem Strassenkaffee im Herzen Potsdams. Dass es dort Gutes gibt, haben die Spatzen offenbar auch schon längst geschnallt, so dass sie mir relativ leicht Modell standen, während wir am Frühstücken waren.

Dann endlich aufs Wasser. In den Kanälen herrschte reichlich Bootsverkehr, so dass man sich schon wie im Stau auf der Autobahn fühlte ...

So dümpelten wir denen halt nach ... immerhin konnte mein Freund und Kapitän sich dann auch mal einen genehmigen.

Etwas erstaunt war ich dann noch, dass er meinte, wir führen noch kurz bei Adli ein. Die haben doch tatsächlich einen Anlegeplatz nur für Aldi Kunden. So kann der Obermacker angeben, er fahre mit dem Schiff zum Aldi. Gestimmt hat's, aber der Aldi war auch per Auto erreichbar, keine grosse Show, mit dem Kahn anzulegen ... zumal da grössere Pötte schon die Anfahrt versperrten ...

Dafür erlaubt das langsame Fahren auf den Kanälen Blicke an tolle Stellen, öffentliche ...

... wie auch private, solche der wohl oberen Zehntausend ...

Natürlich kreuzte der Moby Dick auch wieder unseren Kurs ...

Ob die hier aber wirklich soweit gerudert sind, bezweifle ich ... auf jeden Fall mussten wir schön langsam dahinkuttern, solange solche in der Nähe waren ...

... denn immerhin, wenn mein Freund Gas gab und der 6.5 Liter Motor das Wasser aufwühlte, war die Heckwelle doch beeindruckend und hätte einige kleine Boote in Bedrängnis gebracht.

Doch statt den Abend mit den Freunden so zu beenden ...

galt es für mich, um knapp 20h00 auf dem Flugplatz zu sein. So wurde ich vom Vater meines Freundes am Steg wieder empfangen und nach Tegel gefahren. Es fiel mir schon sehr schwer, diese Stimmung, dieses Erlebnis, diese schöne Gegend zu verlassen ...

Ich liebe diese Gegend. Ich würde viel drum geben, an diesen Wassern ein kleines Häuschen mit etwas Land zum Leben nutzen zu dürfen.

Wer also etwas wüsste ... sofort anrufen ... ne Provision gäb's schon ... :-)

Gestern per Schiff zu Zürichs EM-Fanzone ...

Da gestern wenigstens ein schöner Tag war, dachte ich, dass ich mich aufs Schiff platziere und gemächlich nach Zürich tuckere, mitten hinein in die EM-Fanzone. Naja, es wurde wohl allen gewahr, dass es ein richtig schönes Gewitter gab, als die Spanier grad mal etwa das 2:0 gegen die Russen einspielten.

Während der Fahrt fand ich einige hübsche Fotosujets, ein paar amüsantere zeige ich mal.

Frage: Was ist hier falsch?

Etwas anderes fand ich wieder mal typisch schweizerisch bemerkenswert – nota bene neutral gemeint: Bei uns hat alles seine Ordnung, auch wenn ich nicht sicher bin, ob ein typischer Fan sich das wirklich alles freiwillig zu Gemüte führt:

Ich habe es nicht alles im Detail angeschaut. Immerhin, ich kam mit Kamera und Handy rein. Eigentlich mag ich Volksaufläufe nicht so, erst recht nicht in grosser Alkoholschwemme. Beides hatte es gestern nicht, denn es waren ja keine Matches in der Schweiz. So hatte es reichlich Platz, selbst dann, als die Stimmungsmacher Tickets verschenkten und die Russisch-Kenntnisse der Besucher prüften ...

Da ich von der Qualität des Bildschirmes nicht so überzeugt war, auch nicht lange rumstehen wollte, weil die Sitzplätze der Tribüne kostenpflichtig waren, mir die Preise von Wurst und Getränk sowieso aufstiessen, verliess ich die Zone und verzog mich Richtung Bahnhof Stadelhofen.

Auf dem Weg dorthin konnte ich immerhin mal bei TeleZüri reinschauen, die zwecks Vergleich einen Flachfernseher mit normaler und einen mit HD Suisse laufen liessen, auf letzterem mit der HD Suisse Auflösung 720p. Obwohl ich das nur aus ca. 5 Metern Entfernung begutachten konnte, war die Detailverbesserung schon schön zu sehen. Schade, dass ich die Spiele zuhause nicht auch so sehen kann.

Mittlerweile kündigten einige Gewitterdonner die Ankunft des vorhergesagten, regnerischen Wetters an, doch da war ich glücklicherweise schon im Zug, denn Regenschutz hatte ich echt nicht dabei.

Auf der Rundfahrt mit der S5 ging's dann richtig los: Ich sah nicht nur wegen der Fensterspiegelungen nichts mehr draussen, alles grau und nass. Allerdings finde ich solches Wetter genauso wunderbar wie wenn die Sonne scheint.

Warten auf dem Bahnhof auf die Bahn nach Hause hatte daher auch was Schönes.

So, nun hatte ich genug "Baden in der Menge" und vor allem "Fast-Baden im Regen" und war froh, zuhause duschen zu können und aus dem Fenster die Wasserfäden draussen niedergehen zu sehen.

Es war ein schöner Tag.

Immer wieder Berlin und Umgebung

Ich finds schon toll, die Region um Berlin herum, diesmal war ich ca, 50 km ausserhalb von Berlin Mitte, im Südosten, in der Nähe von Fürstenwalde.

Genauer im Schloss Steinhöfel. Ebenfalls ein Gemäuer mit langer Geschichte, das die Jetztzeit nur erlebt, weil es halt zu einem Hotel umgerüstet wurde. Allerdings nicht zuviel, einen Lift hat es beispielsweise nicht, auch keine trendige Wellnesserei.

Die östliche Frontseite bescherte mich am Morgen mit den Sonnenstrahlen, die direkt in mein Zimmer schienen. Akustisch verwöhnten dutzendweise singende Vögel des grossen Schlossparkes das Aufwachen.

Auf der Nordseite schliesst sich ein kleiner Teich an, der das mir wichtige Element Wasser ins Geschehen bringt. Er ist der Anfang eines grossen Schlossparks, den zu umschreiten etwa 1.5 Stunden in Anspruch nimmt.

Viele alte Bäume geben dem Park eine urwüchsige natürliche Aura, da ist nichts gepützelt wie in einem englischen Garten. Viele Bächlein durchziehen den Park, der dem Schloss gegenüber von einem natürlich belassenen Waldteil begrenzt wird.

So finden sich überall viele romantische Orte, dem Blick öffnen sich schöne Ansichten, auch wenn der Jahreszeit wegen noch nicht alles schon voll erwacht ist.

Es waren schöne, ruhige, gelassene und sehr heitere Tage.

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