The Pale Blue Dot ... statt Weihnachts-TV

Da ich ja derzeit alleine lebe, keine Familie habe, ist mir Weihnachten unwichtig und wichtig zugleich ... unwichtig, weil ich schon seit Dekaden aus der Kirche ausgestreten bin, unwichtig, weil ich die kommerzielle Ausrichtung und -beutung des Festes daneben finde, unwichtig, weil es typisch ist für den Menschen, sich auf etwas nur einmal pro Jahr zu fokussieren, obwohl es jeden Tag des Fokus' bedürfte ...

Wichtig, weil offenbar so viele die Message dahinter immer noch wichtig für uns als Menschheit empfinden, wichtig, weil es mir zeigt, dass es einsam ist, wenn Familie fehlt, wichtig, weil Besinnlichkeit, Rückbesinnung etwas Alltägliches sein sollte ...

Also habe ich statt die diversen heile Welt TV-Shows den Abstand grösser gemacht ... so weit weg von der Erde, wie es nur Voyager je schaffte ... mit seinem Blick zurück zum Pale Blue Dot ... einem winzigen blass hellblauen Pixel in der Rückschau der Voyager-Kamera.

Ich habe den Dot hier schon mal beschrieben ... aber wichtig ist eigentlich, dieses Bild mit Musik und Carl Sagans Text zu hören und einwirken zu lassen.

Youtube ist voll mit Videos dieses Textes ... und jedes Video ist gleichermassen eindringlich ... gerade in diesen Zeiten, wo auf diesem winzigen Digital-Kamera-Pixel zwei so markante Kriege herrschen, das Klima uns das bisherige Leben auf den Kopf stellen wird ... und dennoch, es hat keine Auswirkung, denn es gibt niemanden, der es beobachtet ... niemand ausserhalb dieses Blaupixels weiss von mir, Euch, Putin, Stalin, Hitler, Ghandi, MLK, Mandela, Jesus, Gott ... denn alle und alles, was wir je durchlebt haben, all die Ozeane von Blut, Tränen und Schweiss ... haben das blaue Pixel noch nie verlassen. Niemand ist da, der davon wüsste, der danach forschte, der sich erinnerte ...

Für mich ist das die wahre Predigt, die ich hören möchte ... gerade zu Weihnachten.

Hier ein paar Links ... alle natürlich zum selben blassblauen Pixel ... mit verschiedener Musik unterlegt ... halt alle naturgemäss englisch ... doch jedem verständlich ... einen fand ich deutsch gesprochen

Pale Blue Dot, deutsch

Pale Blue Dot 1

Pale Blue Dot 2

Pale Blue Dot 3

Pale Blue Dot 4

Bitte anschauen ... und ab dann die eigenen Entscheidungen und Einstellungen zu anderen Menschen überdenken und dann danach handeln ... was ist wirklich wichtig - in Deinem Leben?

Wird Israel zur defacto Demokratur?

Schon Donald Trump hat sich - und sicher nicht als Erster - daran bedient, seinen Ideologie-Bereich über seine Rolle hinaus zu erweitern. Selbst in einem noch demokratischen Staat kann ein Ideologe über seine Rolle hinaus beeinflussen, wenn die Staatsregeln Schwächen haben.

Der amerikanische Präsident kann die Mitglieder des höchsten Gerichts, des Supreme Courts, bestimmen, denn der Senat sie mit einfacher Mehrheit bestätigt. In diesem System ist es so, dass die höchsten Richters nicht abgewählt werden können, sondern dort bis zum Tode, grobem justiziablen Fehlverhalten oder selbstgewählten Austritt dort verbleiben. So verbleibt eine Weltanschauen, eine Ideologie, ein Vorurteil über den zeitlichen Wirkungsbereich des Präsidenten hinaus erhalten.

Es ist also essentiell, dass die Gewaltentrennung erhalten bleibt. Denn wenn ein CEO das Gericht nach Lust und Laune austauschen kann, dann ist die in Streitfällen anzurufende Instanz ja immer der verlängerte Arm des CEOs.

In einem Staat wie die USA hat die lebenslange Ernennung eines Richters eigentlich die Idee, dass eine Stimmung einer Regierung eben gerade nicht die Haltung des Supreme Courts ändern kann. Auf der anderen Seite ist die USA eigentlich ein Zwei-Ideologien-System. So wird wohl auch der Supreme Court im schlimmsten Fall halt auf eine sehr lange Zeit hinaus eine Haltung vertreten. Wenn ein amtierender Präsident mit Senatsmehrheit das Glück hat, dass ein Richter ausgetauscht werden muss, dann schlägt die Stunde der aktuell herrschende Ideologie. Wenn diese nur ein kurzer Funke in der Geschichte ist, kann sie dennoch viel länger schwelen ...

Ich habe höchsten Respekt für die Israelis, die gegen diese schleichende Ideologie-Vereinnahmung protestieren. Kommt die Regierung da durch - wie weit ist es denn bis zur Demokratur?

Die Gewaltentrennung ist in meiner Sicht eines der allerhöchsten Güter in Demokratien. Eine schleichende Abweichung davon ist zu bemerken und aufs schärfste zu verurteilen und inakzeptabel. Daher: Chapeau für die protestierenden Israelis! Es möge ihnen gelingen, ihr höchstes Gericht so gut wie möglich frei zu halten von Partikulärinteressen der aktuell herrschenden Ideologie.

Immer kritisch bleiben ... Danke Dr. Daniele Ganser!

Ich muss etwas Abbitte leisten. Mir selbst gegenüber. Ich wurde – wie viele andere wohl auch – etwas eingeschläfert in der Sache Ukraine / Russland.

Ich habe heute wiedermal beim Youtube-Kanal des kritischen und fleissigen Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser rein geschaut.

Im speziellen den Video Ukraine 2014, ein illegaler Putsch des Westens aus dem Jahre 2015, in dem er Bildung fördert, wie das Imperium USA seit 70 Jahren Regierungen austauscht, wenn diese den kommerziellen und geopolitschen Machtansprüchen des Imperiums im Wege stehen.

Ich empfehle jedem/r, diesen Video, der doch knappe 2 Stunden zur Indizienbeweisführung dauert, anzuschauen und zu beachten: Das Video wurde 2015 aufgenommen, und Ganser sagt genau das voraus, was wir heute mit der Ukraine und Russland erleben. Und dass die neue Regierung, aktuell Wolodymyr Selenskyj, sich unter den Schutzschirm der NATO begeben will, obwohl diese gegenüber Russland keine Erweiterung in den Osten nach Rückgabe der DDR an die BRD versprochen hatte. Leider halt nicht schwarz auf weiss. Ganser betont mehrere Male, dass Russland sich und seine Militärinstallationen aus der DDR abgezogen hat – ohne einen Schuss oder gar Toten –, um die Vereinigung überhaupt möglich zu machen. Welches andere grosse Land hätte das gemacht ...

Dass die NATO sich danach einen Dreck ums Versprechen kümmerte und dieses nicht mal schriftlich dokumentiert ist, erklärt schon, wieso Russland hässig wurde.

Das Frappante an diesem Video: Das menschenverachtende Machtinstallationssystem der USA hat für mehrere Millionen von Toten gesorgt über die Jahre. Unbekannt für viele. Ich wusste auch nur Teile davon, aber Ganser listet es auf. Und er hat eine klare und völlig einleuchtende Analogie: Es ist ein Spielertausch, wie beim Fussball. Bringt ein Spieler nicht mehr die von aussen (Trainer) gewünschte Leistung, wird er ausgetauscht. Vom Trainer, dem Imperium USA. Warum ist der allgemeinen Öffentlichkeit selten bekannt ... auch mir nicht, obwohl ich doch immer sage, die Frage Cui Bono führt immer zum Ziel ... doch Ganser als Historiker muss immer Quellen finden, denn was ich vielleicht intuitiv finde, muss er belegen können, um damit öffentlich auftreten zu können.

Ich muss auch ein bisschen Abbitte leisten, wie ich über Putin schrieb. Im Vergleich zum Imperium ist es der Bad Man ... und dafür wird in der Meinungsmache vom Imperium explizit immer dafür gesorgt – dass ganz klar ist, wer aktuell das zur Zeit ist. Vielleicht ist ja noch einigen bewusst, dass die USA ehedem Saddm Hussein im Irak unterstützt hat. Doch als der halt nicht mehr genehm war, wurde eine Legende geschmiedet und publiziert, um ihn jagen und töten zu können.

Ich war erzürnt über den Ukraine-Krieg, aber ich wusste halt nicht genug. Diese meine Bildungslücke korrigiert Ganser.

Er sagt selten, ich kann etwas beweisen, aber was er immer wieder sagt: Frage dich, wem etwas dient, wie es aussähe, wenn man einfach die Rollen der Beteiligten umdrehen würde ...

Ich bin immer noch der Meinung, dass Putin die Ukraine nicht hätte mit Militärmacht angreifen dürfen. 1. weil es Leid bringt und 2. weil es die NATO auch in die Ukraine einlädt - verpackt als souveräner Hilferuf des pro-Westen orientierten Wolodymyr Selenskyj.

Es ist sooo fies, dass man in die Meinungsmache einfach langsam und unmerklich reinflutscht und nicht mehr die kritischen Fragen stellt – weil niemand in der Öffentlichkeit, in den "Qualitätsmedien" diese Fragen stellt. Und Ganser hat Quellen, die belegen, dass das Imperium die Fäden zieht. Er sagt auch ganz klar, als oberster Chef der USA hat Obama den Putsch der Regierung in der Ukraine zu verantworten. Die Herleitung dessen erklärt er überzeugend.

Und eben, der Video beschreibt genau das, was wir nun 7 Jahre später erleben. Genau dies finde ich heute, wo ich diesen alten Video sehe, so immens eindrücklich: Würde Ganser Schrott erzählen, wieso sieht es dann heute genauso aus, wie es die Methoden des Imperiums nach seiner Analyse aussehen lassen wollen?

Wirklich immer wieder sehenswert, denn das kritische Hinterfragen muss zu uns gehören, denn wie er sagt: Die grösste Macht auf dem Planeten ist die USA – aber die zweitgrösste ist die öffentliche Meinung. Und die sind wir.

R.I.P. Queen Elizabeth II - what a dedication

Eigentlich ziemlich schnell ist nun die Queen gegangen. Alle Welt schaut dorthin. Einige Tränen hatte auch ich. Ich bin ja überhaupt nicht liiert mit Royals, dem UK, noch England in irgendeiner Weise - zumindest wüsste ich nichts davon in diesem Leben.

Dokus, die ich sah, brachten mir das Wesen der Queen allerdings sehr nahe. Ich bin ja von Astrologie ein Stier. Die seien sehr loyal und treu. Vielleicht hat es mich daher gerüht, was die Queen demonstrierte: eine offenbar absolute Widmung eines ganzen Lebens, um als ethisch oder moralische Instanz für ein ganzes Land, sogar für den Commonwealth zu stehen. Egal, was ihre eigenen Regierungen unter oder neben ihr veranstalteten. Zuletzt der Pausenclown BJ.

Ich kann mir gut vorstellen, das ein Brite immer noch wusste: Ok, BJ ist ein Doofkopp, aber der ist eh nicht wichtig, die Queen ist der Fels in der Brandung des intriganten Politspiels. Auch wenn sie sich möglicherweise nie dazu äusserte - zumindest weiss ich davon logischerweise rein gar nichts.

Auch, ob sie ein Fadenzieher im Hintergrund war - ich denke für mich, dass nicht. Doch als Ethik-Leuchtturm hat sie wohl sicher gedient und wollte das auch so.

Es wird wohl so schnell niemand in die extrem grossen Fussabdrücke der Queen treten können. Zu übermächtig ist dieses Vorbild. Nun, einige gäbe es wohl. Prinz Charles ist mir sympathisch geworden, als ich erfuhr, wofür er sich einsetzt.

In jedem Fall nötigte das Leben der Queen wohl jedem Beobachter allerhöchsten Respekt ab. Wohl nur wenige hätten diese Konstanz und Unaufgeregtheit so lange aufrecht erhalten können. Eine Inspiration für viele Menschen jeglichen Alters auf der ganzen Welt, und zwar nicht nur für Staatenlenker.

Daher freue ich mich auch, dass sie ihren Wechsel so schnell hinkriegte und ihre Essenz nun in einer anderen Dimension wohl ähnliche Qualität ausstrahlt.

Wir alle sind sterblich. Aber nur wenige strahlen in diesem Leben so wie die Queen.

Die Kryptokalypse in allernächster Zukunft?

Ich bin ja ziemlich versiert in Kryptografie. Daher empfand ich den Text auf Heise sehr eindringlich und möchte hier diesen verbreiten.

Auch wenn die wenigsten sich mit Kryptografie beschäftigen, will wohl jeder sicher sein, dass eine angesurfte Website die ist, die man meint. Oder dass Datenverkehr übers Internet, die Online-Zahlung zumindest auf dem Weg von mir zum Ziel unknackbar ist. Dass ein Testament, ein Vertrag, eine Beglaubigung nicht fälschbar ist.

Der Quantencomputer (QC) ist das Damoklesschwert, das über der modernen digitalen Kommunikation hängt. Kann ein QC elliptische Kurven oder RSA knacken, ist ALLES BISHERIGE GESPEICHERTE ein offenes Buch für alle Interessierten - seien es White oder Black Hat Hackers. Und da sich wohl nur Staaten oder Reiche einen QC leisten können, heisst das wohl, dass wiedermal nur die oberen 10000 (oder weniger) davon profitieren. Und wir anderen stehen in der digitalen Kommunikation mit heruntergelassenen Hosen / Röcken da.

In aller Klarheit: Alles bisherig Signierte oder Verschlüsselte ist dann lesbar! Da Datenkraken ja mindestens seit 15 Jahren alles speichern, ob es nun heute knackbar ist oder nicht, heisst das, dass RÜCKWIRKEND alles lesbar wird. Das kann sogar lebensgefährlich werden für Leute, die das TOR-Netzwerk benutzen, um aus gefährlichen Umgebungen digital zu kommunizieren.

Die Forschung ist daher angehalten, Algorithmen zu entwickeln, die (selbstverständlich) jedem Angriff von konventionellen Supercomputern aber auch eben dem QC widerstehen können.

Dieser Artikel Kryptokalypse transportiert diese Botschaft so, dass wir in der digitalen sicheren Kommunikation noch etwa 4 Jahre vor dem Abgrund, der totalen Vernichtung aller bisherigen digitalen Vertrauenssicherheit stehen. Das Tragische an der Geschichte ist, dass mit Verschlüsselung geschüttze Leute wie Dissidenten oder andere staatlich Verfolgte dann ja noch leben. Nicht auszudenken, was Diktaturen wie Russland etc. dann mit diesen Leuten machen ...

Ohne einen neuen Algorithmus würden alle elektronischen Daten vor einem QC nicht mehr sicher sein. Privacy adé. Das in den Datenhalden der Grossen Player gespeicherte Zeug ist sowieso schon Makulatur, denn ein QC wird wohl elliptische Kurven und RSA knacken können in wenigen Jahren. Also, die digitale Apokalypse ist sowieso unausweichlich.

R.I.P. Michail Sergejewitsch Gorbatschow

Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Der Spruch ist allgemein bekannt.

Es bedeutet, dass Landgenossen halt Visionäre, Andersdenkende oft als Nestbeschmutzer sehen.

Wenn in Russland offenbar genau dies gelte, dann kann man nur sagen: Die aktuelle Geschichte zeigt, dass es bei Gorbatschow so ist.

Wir werden ja erleben, wie es Russland nach diesen Krieg ergehen wird ... schon heute sagen viele, dass Russland ins Mittelalter zurückgebombt wird ... von den Bomben, die Russland in der Ukraine fallen lässt. Sprich, die wirtschaftlichen Schäden könnten gigantisch sein ...

Auch das tausendjährige Reich der Nazis hielt nicht mal 25 Jahre. Es gibt nur den beständigen Wandel, nichts ist fix. Putin wird wohl erst sterben müssen, damit es dort weitergeht. Denn es ist schwierig, mit einem Land und Millionen von unbescholtenen Einwohnern umzugehen, nur weil ihre diktatorische Regierung sich absolut unter aller Sau benimmt. Also, soll Putin verschwinden, dann geht's weiter ... hoffentlich ohne Grossmachtsfantasien mehr.

Bis dahin zeigt Putin immerhin eine "gute" Seite: Er bringt uns fette und faule Europäer in die Sätze. Und straft Jahrzehnte langes Ignorieren ... die Energiesituation. Und was wissen unsere Politiker als einziges: Wir müssen wieder die Fossilen anwerfen ... dabei weiss an sich jeder, dass nur die Erneuerbaren der einzige Ausweg ist, die Stromlücke zu überbrücken. Aber es dauert halt ... doch "dank" Putin fallen wenigsten die idiotischen Regularien gegen Installationen für Erneuerbare. "Danke" Putin. Wengistens für etwas warst gut.

Es ist beschämend, dass es immer noch so ist ...

Kürzlich bekam ich eine 21 Punkte Liste ... aber nicht was zu Bitcoins, wo das ja die magische Zahl ist. Sondern eine Liste der Dinge, die ein schwarzer Mensch in der USA immer noch, und vielleicht / wahrscheinlich nicht nur dort, im Alltag als ungeschriebenes Gesetz beachten muss, damit er/sie unversehrt, unbelästigt oder gar einfach nur lebendig durch den Tag kommt. In Englisch.

Wenn ich jeweils sowas lese, schäme ich mich manchmal, mich als "gleiches" Teil der Menschheit betrachten zu müssen. Ich bin ja physisch genau so wie alle, wirklich alle anderen menschlichen Körper auf der Welt. Aber das Ich ist ja etwas anderes - es ist der Charakter, der sich als die Summe der Erfahrungen im Leben und den getroffenen Entscheidungen gebildet hat. In diesem Sinne bin ich natürlich nicht wie die anderen, und die sind nicht wie ich.

Es ist also doch ok zu sagen, dass ich mich fremdschäme - dass Menschen solche Erfahrungen machen müssen, weil andere Menschen nicht lernen, nicht gelehrt werden, dass doch alle Menschen nicht nur physisch gleich sind.

Oder hat denn jemand je ein Baby erlebt, das schon rassistisch sprach oder sich benahm in den ersten 3-4 Lebensjahren? Also.

Lesenswert, weil es einem den Spiegel vorhält .. also, bitte lesen, damit man sich nicht "wie die andern" verhält gegenüber andersfarbigen Menschen.

Bitcoin - Realitäten

Heute Sonntag habe ich zufällig eine ganz nette Erfahrung gemacht zu zwei Realitäten um Bitcoin herum.

Die erste entstand durch Thomas, den Bitcoin-Mentor. Da ich ja wirklich gerne nach El Salvador gereist wäre und natürlich auch weiterhin würde und wie viele andere auch aber nicht hin gelangen konnten, kam mir seine Empfehlung des Videos der Y-Kollektivs gut an, die ein Video drehten mit einer Repräsentantin, die an diese geführte Reise ins erste Bitcoin Land eingeladen wurde.

Diese Realität des Bitcoins wollte ich erfahren, so dass mir dieses Video gut gefiel. Ich selbst hatte mir schon oft die Frage gestellt, was läuft da ab? Wie narzisstisch ist ein Präsident eines Landes, der auf Parties die Errichtung von Bitcoin Cities verspricht und die ausländischen Besucher in der seiner Presse als ausländische Investoren betitelt. Vielleicht ist das ja der wahre Beweggrund. Denn der junge Nayib Bukele ist nicht gerade das, was man als einen stillen Schaffer für sein Volk bezeichnen würde. Offenbar ist er ein (noch?) wohlgelittener Diktator, der das von sich selbst ja auch so twitterte: ich bin der coolste Diktator. Nur schon diese eigene Wortwahl lässt tief blicken .... Im Video also wurde diese Seite, aber auch diejenigen aus den Rand- und Armenbezirken beleuchtet. Da, wo der Bitcoin zwar bekannt ist, aber nicht ankommt, weil die versprochenen USD 30 pro Einwohner dann irgendwie doch verschwinden und daher nicht beim legitimen Empfänger ankommen. Dies ist natürlich nicht dem Bitcoin anzulasten, aber wer trennt denn schon immer genau ...

Die zweite Bitcoin-Video-Erfahrung bot Youtube selbst mit seiner Empfehlungsmotorik .. der Video von Hoss zur Analyse über den Crash von Bitcoin in diesen Tagen und Wochen. Ich kannte den nicht, da ich ja kein Trader bin. Zum Glück kenne ich wenigstens das Vokabular der Trader, so dass ich interessiert seinen Ausführungen folgen konnte. Die Realität dieses Menschen ist so anders als diejenige eines Salvadorianers, wie es nicht drastischer sein kann. Seine Chartanalysen sagen einfach aus, dass es ... tja, was "abends verbreitet dunkel" und "morgens eher hell". Ich will das nicht niedermachen ... es ist nur irgendwie nicht meine Welt und etwas lächerlich. Aber, wer halt tradet, für den ist das Alltag. Ich mochte und möchte nicht, dass so etwas Alltag für mich würde ... es ist mir zu langweilig.

Interessant an diesem Sonntag: Man kann wirklich Videos schauen und was lernen. Jede Dokumentation ist eine Informationsquelle ... keine Wahrheit. Mir gefiel der erste Video eher, weil es mir da um ein breiteres Spektrum menschlichen Lebens ging.

Wer mag, schaut sich die Videos doch einfach auch an.

Immer wieder gut, Dr. Daniele Ganser, kritischer Historiker

Ich habe heute zufällig wieder mal einen Youtube Video erwischt von Dr. Daniele Ganser, dem Schweizer Historiker, der immer so unangenehme Fragen stellt. Zu allem und jedem. Ich mag das.

Sein Video Können wir den Medien noch vertrauen? ist wiedermal ein toller Vortrag, die Fähigkeit zu erlernen oder zu bewahren, in die Beobachterhaltung zu kommen. Was bedeutet das?

Es ist so einfach: Niemandem einfach etwas abzunehmen, zu glauben, nur weil er/sie/es glaubhaft oder bedeutungsschwanger oder mit vielen Likes oder Thumbs Up darstellen können. Mein Lieblingstext, den ich hier auch schon öfters erwähnte Cui bono?, (Wem nützt es?), ist immer die Frage, wieso wird eine Information mir zugetragen? Und vor allem wie? Und was soll sie in mir bewirken? Nur wenn man sich diese Fragen immer wieder stellt, jeden Text, jedes Bild, jeden Podcast, jedes Video daraufhin abklopft, kommt man in diese Beobachterhaltung, die eigentlich so früh wie möglich - alle gelehrt - ein Leben lang halten soll.

Warum ist das wichtig? Weil es zerstörerisch ist, wie Fake-Informationen die Leute teilen ... wir sehen es aktuellerweise beim Corona, früher beim Irak-Krieg, bei 9/11 und sonst noch ach so vieles ...

Ich schreibe diesen Artikel aufgrund des Videos auch genau deshalb, weil Ganser in einem Nebensatz noch gleich die Nationalbanken abhandelt, die nach ihren eigenen Regeln Papier bedrucken und das Geld nennen und wir daran glauben (sollen) ... und das ist ja das Bitcoin-Thema.

Zum Jahresabschluss also noch diese Video-Empfehlung, denn das Geld liegt doch wohl den meisten am nächsten ... und da sollten wir ganz genau hinschauen. Cui Bono?, Cantillon-Effekt, Zensur, Währungsmanipulation, Imperialismus, Diktatur, Meinungskontrolle, Angstschürer, Influencer ... alles sehr interessante Themen, die nur schon beim Geld wichtig sind ... aber eben natürlich immer und überall am Laufen sind.

Wenn ich mir etwas für alle im neuen Jahr wünsche, dann, dass jeder und jede sein / ihr Gehirn benutzt und sich eben fragt: Cui Bono? und dann für sich selbst entscheidet, mit dem Herzen dabei, folge ich dem Vorgebeteten oder entscheide ich mich anders und befolge einen möglicherweise menschlicheren und verantwortungsvolleren Weg und den auch mit klaren Schritten und Taten begeht.

Das würde die Welt in unserer hochmedialen Gesellschaft wieder natürlicher machen.

Die Crux mit all den Kryptowährungen: das MindSet

Bevor ich den Videolink poste, den ich erhalten habe, der genau dieses Thema angeht, möchte ich einige Worte verlieren zum Thema Kryptowährungen und deren Inflation.

Ich schrieb ja vor einigen Tagen, dass ich Bitcoin verfolge. Und dummerweise einen BTC wohl verloren habe, weil ich nicht einsah, was dieses Bitcoin eigentlich soll.

Damals war Mining billig; die's machten hatten schnell einmal ein paar BTCs. Doch was damit anfangen? Bei anderen eintauschen gegen Geld? Oder behalten? Als technische Spielerei abtun? Als Proof-of-Concept? Bei mir war es wohl das PoC. Nett, aber eben, wozu.

Seither ist viel Zeit vergangen, geblieben ist die Frage, wozu. Genauer, diese ist nun für mich beantwortet, BTC als Ersatzgold. Andere Kryptos könnten das auch, darum gibt es ja soviele. Jeder mit missionarischem Geschick kann seine eigene Kryptowährung aufpoppen lassen - denn es ist ja nur Software. Und natürlich kann er sich dann leicht und schnell mal einige Coins seiner eigenen Währung schürfen. Er kann ja auch die Regeln aufsetzen, nach denen ein Coin geschürft ist, die Belohnung dafür, die Strategie zur Coinvermehrung, die Strategien für Streitfälle bei Transaktionen, Übernahmeversuche etc. etc.

All das ist nur Software. Was nun noch fehlt, ist das Publikum, das (gefälligst) schürfen und mitmachen soll. Schliesslich hat der neue Coin ja keinen irgendwie gearteten Wert. Man kann davon nichts kaufen, anfangs nicht mal tauschen gegen andere Coins, es ist einfach eine kryptografische Freizeitübung. Die Erfinder und ihre Early Adopters hoffen einfach, dass irgendwann in der Zukunft gerade ihre Spielerei in der realen Welt eine Beachtung, eine Relevanz finden möge.

Warum also habe ich damals nicht erkannt, was BTC sein wird? Weil ich eben zu technisch schaute. Was mir fehlt, ist die Weitsicht oder das Gefühl für Dinge, die kommen könnten. Ich beschäftige mich eigentlich lieber mit dem, was schon da ist. So habe ich nicht gesehen, dass immer mehr Menschen den Wert von Kryptowährungen erkannten, nachdem sie sich damit beschäftigten und somit in diese investierten. Und weil BTC halt der erste war, halt in den. Hätten es andere sein können? Es gibt ja welche, die auch gut im Rennen liegen bezüglich Konvertierbarkeit zu Geld. Ich bleibe bei BTC, weil ich diese am besten verstehe und weil mir diese am unabhängigsten von allen zu sein scheint. Vor allem unabhängig vom und zum Erfinder.

Denn wenn nicht mal der seine Währung manipulieren kann, wer dann? So spielt er selbst keine Rolle mehr für die Währung, was das Vertrauen in deren Unabhängigkeit massiv stärkt.

Doch auch das macht BTC noch nicht per se brauchbar. Ausser: Wenn die Menschen sehen, dass dieser Mangel an BTC-Inflation genau etwas vom Tollen an BTC ist. Denn dann kann ihnen das etwas wert sein oder auch nicht. BTC-Anleger sind wohl meistens Leute, die ihre Assets gerne auch in 10-30 Jahren als wertvoll sehen möchten. Wenn es von etwas nur eine begrenzte Stückzahl gibt, aber immer mehr Leute davon wollen, so treibt das den Wert des Dings in die Höhe. Das hat mit dem Ding dann nichts zu tun, sondern mit der menschlichen Psyche, denn die vergibt den Wert, empfindet das Begehren, die Gier, das Haben-Wollen.

Als dann vor wenigen Jahren klar wurde, dass BTC erschienen ist um zu bleiben, war mir dieser Mechanismus zwar auch klar, doch ich sah immer noch nicht, wieviele Menschen auf der Welt ihren mentalen Fokus auf den BTC legten. So ging der BTC zu CHF Kurs immer weiter rauf - ich hörte es, aber es machte noch nichts mit mir. Hätte es doch ...

Mein freigeistiger Freund Thomas Lohbeck@bitcoin-mentor.me machte es besser. Er erkannte viel früher den Wert des BTCs. Obwohl wir in der Zeit öfters darüber sprachen, war mir sein Enthusiasmus zwar aufgefallen, doch ich fand es immer noch etwas amüsant, dass man sich für eine reine Software-Lösung so ins Zeug legen konnte. Nun, wenn's um Geld ginge, müsste ich ihn ja nun heute beneiden.

Worum geht es also? Was ist denn der Wert von Bitcoin, einer kryptografischen Computer-Anwendung? Immer noch keiner, aber die Menschen geben ihm nun Wert. Weil sie erkennen, was diese Rechnerei bringt, weil sie erkennen, wovon diese Rechnerei sie unabhängig macht. Weil Anonymität, alleinige Herrschaft über eigene digitale Informationen, jederzeitige ortsunabhängige Verfügbarkeit in unserem Online-Zeitalter Werte sind, die die bisherigen Geldsysteme nicht bieten.

Beispiel: Weil die Politik es so wollte, kann meine Bank mir keinen Zins mehr auf mein Geld geben, verlangt aber Gebühren für ihre Arbeit, selbst dann, wenn ich gar nichts von ihr will. De facto vermindert meine Bank also mein Vermögen durch den simplen Umstand, dass ich in dieser realen Welt eine Bank (noch) brauche. Von der Geldmengen-Inflation durch politische Wirren und Fehlverhalten ganz zu schweigen.

Zudem habe ich auf meine weniger flüssigen Assets nicht mal sofortigen Zugriff, da beispielsweise ich nicht ohne sie am Börsenhandel teilnehmen kann, ich brauche die Bank dafür - die natürlich an jeder Transaktion wiederum was verdient.

Für mich ist es also ein grundlegender Wert, dass mein Vermögen mir jederzeit direkt und ohne Wegelagerer zur Verfügung steht. Eine digitale Lösung wäre mir also willkommen - nur, kann ich damit Miete, Food und anderes zahlen? Im Migros, Coop, Denner, Aldi, Lidl etc.? Noch nicht. Also komm ich im Alltag leider um eine klassische Währung nicht herum. Dass Banken hierzulande mit TWINT etc. eine schnelle, bequeme und aus meiner Sicht durchaus brauchbare, mobile Zahlungslösung anbieten, spielt keine Rolle, denn damit halten sie sich immer noch im Spiel.

Das war mir alles soweit klar - und drum bin ich etwas spät dran mit BTC Investments. Denn ich wartete wie wohl viele auf den Durchbruch des BTC. Für mich bedeutete das nicht unbedingt den Durchbruch als Geldspeicher, sondern als für den Alltag nutzbare Währung. Als vor wenigen Jahren der Kanton Zug verkündete, man könne Gebühren via BTC zahlen, fand ich das interessant, aber es bewegte mich immer noch nicht.

Es geht also um Werte. Nicht materielle vorerst, sondern gesellschaftliche, persönliche. Und um Nutzen, eben die Manipulationsfreiheit, die Anonymität, die Verfügbarkeit.

BTC hat nun einen sehr grossen Wechselkurs-Wert erhalten, weil Menschen entschieden, viel klassisches Geld in BTC umzuwandeln, weil sie mit BTC ihre Werte für sicherer gespeichert glauben als im klassischen Finanzgeschäft

Um Kryptowährungen zu verstehen, geht es also nicht um die Technik, oder zumindest nicht primär, sondern um das Verständnis, was gesellschaftliche Werte sind, wie sie entstehen und wie man damit tauschen kann.

Es geht also ums neudeutsche Mindset. Die persönlichen Werte und Vorstellungen übers Leben und Zeit.

Der verlinkte englische Video kann hierbei vielleicht Klärung bringen. Denn nur dieses Wertedenken macht eine Krpytowährung auch in der realen Welt wertvoll.

Bisher haben es nur wenige Kryptowährungen geschafft, sich den Anforderungen unserer Zeit als gewappnet zu erweisen. Bitcoin schaffte das als Pionier. Und weil das immer mehr Menschen erkennen, weil sie ihr Mindset ändern, fliegt der BTC in den Konversionsbörsen ...

Wer sein Mindset ebenfalls ändern möchte, lese doch einfach meinen Artikel und mache mit ... mit der Währung des Informationszeitalters ...

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