Zwei Bitcoin Bücher: Die Orange Pille und Bitcoin Durchblick

Eigentlich wollte ich schon lange mal etwas zu Bitcoin Büchern schreiben, doch wie es so ist, die Zeitpräferenz zum Schreiben ...

In Ijoma Mangolds Die orange Pille (Erstausgabe 2023) geht es um die private Reise des Feuilleton-Journalisten Ijoma Mangold, der sich wohl ehedem lieber im Geld-affinen, aber Geld-agnostischen Kulturbetrieb rumtrieb. Man hat Geld, spricht aber nicht drüber. Das meint er aufgrund seiner Herkunft nicht selbst über sich, auch ich nicht über ihn, aber er dient seinen Rabbit-Hole Reisebericht solchen Leuten zur wohlwollenden Beleuchtung an. Es mag ihm wohl gelingen. Ich kenne keine entsprechende Feedback-Aufschlüsselung.

Mich gewann er mit dem einführenden Zitat

"Nichts hat mich so misstrauisch gegen Bitcoin gemacht wie die Rasanz, mit der ich von ihm überzeugt war".

Ein Lächeln huschte über mein Gesicht ... "so ist's recht, so mag ich's" ... denn der gottgegebene Verstand muss auch überzeugt werden, nicht nur die Emotionalität der Triebe. Also, ich las es. Erst letztens, weil Vorweihnachtsgeschenk. Obwohl ich doch an Ijomas Präsentation in Zürich vor Jahren persönlich zugegen war. Damals kannte ich Ijoma nicht, nicht mal aus TV oder sonst woher. Wie viele, dachte ich nicht grad neutral über Feuilletonisten, die sich am Thema Bitcoin versuchten ... doch nur schon, dass Ijoma ein Buch dazu schrieb, es promotete, machte mich milde neugierig, weshalb ich die Veranstaltung im Schlepptau anderer Bitcoiner besuchte.

Kurz: Mir hat das Buch gefallen, sehr sogar, denn die offen dokumentierte Egoperspektive eines Konvertiten ist immer spannend ... wie ergeht es ihm, was passiert mit seinen White Spots, wo entdeckt er Wissenslücken und blankes Desinteresse an Grundlagen ökonomischer, gesellschaftlicher oder technischer Bereiche ... all dies ist sehr schön zu lesen - natürlich, weil es Brechtsches Theater ist ... das Ziel ist ja bekannt, Ijoma ist's, ein wahrer Bitcoiner.

Sehr schön und süffig zu lesen, wohl alles abdeckend. Und noch ein Qualitätszeugnis dazu: Meine beste Freundin, die seit geraumer Zeit zwar stackt, aber bis vor 2025 nicht wirklich in den Kaninchenbau lugte, fand es im Vergleich zu Saifedeans Bitcoin Standard lebhaft, leicht verständlich, eingänglicher, kurzweiliger, müheloser. Sic.


In Filip Balonis Bitcoin Durchblick (Erstausgabe 2025) versucht der Autor, sich dem Thema Bitcoin so neutral, fast wissenschaftlich historisch zu nähern. Ich hörte von dem Buch in einem Podcast, indem Filip es vorstellte. Obwohl ich eigentlich in solchen Büchern eigentlich nichts Neues mehr zum Kernthema lernen kann (was sich bewahrheitete), wollte ich es mir besorgen, um es womöglich anderen, tiefer Interessierten andienen zu können - denn als sicherliches Eigenstellungsmerkmal hat das Buch jeweils pro Abschnitt grosse Kontrollabfragen mit Lösungen. Also wohl perfekt als Lektüre zum Selbststudium. Wie eben Bitcoin ist: Don't trust, verify.

So attestiere ich, dass es sehr wohl sehr neutral, geradezu kühl wissenschaftlich anmutet. Mithin auch trocken. Es ist umfassend, beleuchtet alle wichtigen, faktenbasierten Eckwerte von Bitcoin und auch Lightning. Es vermeidet jegliche rhetorische Emotionalität. Der Abschnitt Diskussion ist dann etwas "wärmer", denn hier geht es um die meistens eben emotional geführten, wohlbekannten Diskussionspunkte.

Etwas, was mir allerdings wirklich sehr missfiel, waren die lieblos dahingekritzelten schwarzweissen Erklärdiagramme. Hier hätte mehr Stil, mehr Kunstfertigkeit dem ansonsten ja trockenen Buch sehr gut getan. Kamen sie in den Kontrollfragen vor, hatte ich keine Ahnung, worum es da ging, was ich an ihnen erklären sollte. Gibt es eine zweite Auflage, empfehle ich die Aufarbeitung aller grafischen Elemente sowie ein gründlicher arbeitendes Lektorat. Das Deutsch muss ja nicht grad an den Level von Ijoma ranreichen ...

Fazit

Beide Bücher sind gut. Ijomas Pille ist dem routinierten Literaten eingängiger als das aus meiner Sicht sperrige, weil sehr trockene und etwas lieblos produzierte Buch von Balonis. Beide geben umfassend Auskunft über den Stand der Bitcoin-Bubble.

Ganz persönlich empfand ich die Lektüre der Pille als angenehmer - ich bin ja auch ein Mensch - emotional, schadenfreudig, besserwisserisch - so konnte ich diese Emotionen beim Lesen seines Buches etwas aufköcheln.

Quo vadis, Bitcoin?

Alles Gute und Erfreuliche wünsche ich meinen Lesern fürs 2026. Irgendwie ein hohler Satz, wiederholt er sich doch identisch jedes neue Jahr. Alle wissen das und dennoch: In der Geschichte eines Lebens ist der Bitcoin gerade erst 16-jährig. Seine Pubertät, seine Reife wird nun getestet.

Wie bei einem jungen Erwachsenen fragt es sich, wie sein Weg aussehen könnte, wächst er doch in eine schon längst aufgeteilte Welt hinein. Mächte, Player, Interessen, Konkurrenz, Bedrohungen, Visionen werden immer mehr auf ihn eindringen, aber seine starke Gefolgschaft wird ihn beim Durchhalten unterstützen. Wir Bitcoiner.

Und doch: Ein Weg könnte sein, was dieser Video anspricht, dass der Jüngling absorbiert und weggesperrt wird - in Analogie zur abgewürgten Jugend des von mir höchst geachteten Dalai Lama. Obwohl schon gottesgleich, wurde ihm seine "niedrige" menschliche Jugendphase verwehrt.

Es gibt noch etwa eine Million Bitcoins zu finden - was sich bis etwa 2140 hinziehen wird. In gut 2 Jahren wird es pro Tag nur noch im Schnitt 144 * 1.5625 BTC als Coinbase geben. Und dann weiter im Epoche-Rhythmus immer weniger. Es wird also für alle immer schwieriger, Bitcoins zu finden - nicht, zu kaufen, denn von den wohl frei verfügbaren 12 Millionen Bitcoins werden wohl einige OGs verkaufen. Schliesslich meint wohl nicht mal der härteste Bitcoin-Maxi, dass er eine Hyperbitcoinization erleben wird - die Phase also, in der Bitcoin statt Fiat im Alltagsleben genutzt wird.

Was passiert also, wenn die Bitcoins einfach von den Fiat-Reichen aufgekauft und dem Fluss entzogen werden? So, wie Michael Saylor das derzeit macht?

Im Video wird gezeigt, dass Bitcoin einfach wie jedes andere Asset von den Reichen mit Fiat vom Markt weggekauft wird. Und diese Reichen brauchen es nicht als Geld, sondern als Beweis ihrer Potenz, denn es ist ja so oder so schwer, an Bitcoins zu kommen. Entweder schürft man sie oder man kauft sie. Beides verlangt nach viel Fiat-Energie.

In der Bitcoin Historie wird jeweils die Analogie von diesen grossen Steinrädern gesprochen, die auf dem Marktplatz stoisch und unverrückbar als Mahnmal des Reichtums irgendwelcher Stammesangehöriger dienten. Diese Besitzer mussten die nicht verschieben, da jeder in der Community wusste, welche Anteile wem gehörten.

Wie die damals auch immer den Alltag bestanden, es musste sich aufgrund der physischen Immobilität des Assets ja schon etwas wie ein Token etabliert haben. Wie auch immer. Also das, was unser Fiat-Geld ja auch ist, ein Token, da wir Gold nicht rumschleppen wollen - ach ja, ist ja nicht mehr so, dass ich Anteile an Gold habe - bzw. versprechen würden's mir die Banken ja schon, würde ich welches kaufen wollen - nur sehen, das würde ich es wohl kaum, geschweige es im Alltag benutezn wollen oder können.

Wird also Bitcoin in den Wallets der Fiat-Reichen versauern? Eine schöne Idee, schubladisiert wie unerwünschte Patente bei denen, die sie unterdrücken wollen? Und damit das Fiat-System erstens behalten und zweitens weiterhin zur Unterdrückung anderer nutzen wollen?

Ich nenne mich ja seit jeher Bitcoin-Purist - Reinheitler. Doch, es gibt in der bipolaren Welt nichts Reines, es gibt immer die Rückseite der Medaille.

Ich persönlich sehe Bitcoin mittelfristig - auch wenn ich das genau so nicht will - als ein Elite-Geld. Ausser, es wird noch schneller und globaler von der gesamten Menschheit adoptiert als jetzt - was bekanntlich Leidensdruck und Ausbildungswunsch voraussetzt.

Mein Satz dazu: Nur wenn mir jemand ein Haus an einem idyllischen See in Kanada oder wo auch immer für einen Bitcoin übergibt, braucht mich das Fiat-System nicht zu interessieren. Dann wird einfach ein High-Quality Asset gegen ein anderes getauscht. Der eine erhält ein höchst mobiles, der andere ein höchst immobiles Asset. Wem es auch wie dient.

Dann ist es egal, ob der Bitcoin bei CHF 500K oder CHF 5M liegt.

Doch wenn nicht so, dann wird es über Fiat-Konversion laufen. Da hat dann der Staat wieder seine Finger drin, weil er die Banken unter der Knute hat.

Wird die Menschheit also wirklich je mit Bitcoin leben? Vielleicht, aber meiner Erwartung nach nicht in den nächsten 20 Jahren.

Natürlich, Bitcoin ist nicht dazu da, Besitzerverhältnisse zu demokratisieren. Doch genau deshalb wird er ein Elite-Asset bleiben. Die im Weltvergleich privilegierten westlichen Bürger sind diese Eliten, denn sie haben jetzt genug Fiat, Bitcoin zu beschaffen neben ihren Alltagsausgaben.

Der Text von anderen dazu ist oft: Wenn man Bitcoin nicht mehr ausgibt, sie nur als Potenzdemonstration hortet, verlören sie ja an Wert. Vielleicht, aber wie die Steinräder ja auch verwitterten, blieben die digitalen Anteilszuschreibungen ja wohl unberührt von der analogen Materialermüdung des Assets.

Das einzige, was Bitcoin für einen leistet, ist die vertrauenslose Beweisbarkeit des Besitztums. In unserer Welt kauft das eigentlich nichts, aber da wir ohne Bitcoin nur glauben müssen, ist es in der digitalen Welt das einzige, wozu es eben keinen Glauben an die Aussagen einer Gegen- oder Drittpartei braucht.

Solange dieses Alleinstellungsmerkmal wichtig ist, bleibt Bitcoin wichtig. Ob man ihn dazu in Fiat bemessen wird - das weiss ich nicht und ich glaube es eigentlich nicht.

Meine Lieblingsanalogie dazu ist ja das: Bitcoin ist das Beste für die digitale Welt. Aber wir Menschen, auch Saylor und Konsorten, sind Organismen, die auf die Ressourcen einer anderen Gegenpartei angewiesen sind: Dem letzten Kreditor, der Erde.

Wie schon Häuptling Seattle gesagt haben soll: "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann." ... von diesen Sprüchen gibt es ja genug. Sie verdeutlichen, das wir am Ende der Tage immer die Ressourcen der Erde brauchen um zu überleben. Nicht ein Token. Solange wir materiell sind.

Im Video wird diese Version wohl vorweggenommen. Bitcoin werde verschwinden, in den Assetverwaltungen der Fiat-Reichen. Sporadisch hergezeigt zur Klärung des Ranges, der Hackordnung, an Events wie dem White Turf in St. Moritz - ansonsten aber eher ein verschwiegenes, doch wohlbekanntes Geheimnis. Denn solches Verhalten kann man an den wohlbekannten Walen heute schon beobachten: Die Putzerfische umschwärmen sie ...

Also doch, alter Wein in neuen Schläuchen. Wohl ja. Aber doch anders: die Welt könnte ihn benutzen, sofort, zum Austausch, jetzt: OnChain oder mit Lightning oder mit Ecash. Und niemand wüsste davon, könnte es verhindern etc. etc.

Daher setze ich mich für die Verbreitung, einhergehend mit Ausbildung ein, bis ich wohl nicht mehr kann und aus der materiellen Realität verschwinde.

Denn für mich ist es die Reinheit des Bitcoins, die Abwesenheit von menschlichen Einflussmöglichkeiten, die dieses Token auszeichnet. Und das passt zu meiner puristischen Sicht auf das Leben aller Kreaturen auf dieser kleinen Kugel im Nichts.

Saifedean Ammous - Der Gold Standard

Saifedean Ammous' neues Buch, der Gold-Standard, das er offenbar in Amsterdam diesen November vorgestellt hat, zeigt, was für ein klarer, ironisch-sarkastischer Analyst er ist.

Er sagt, Fiat ist geboren im Fiat-Chain Genesis Block, dem ersten Weltkrieg. Und damit ist die Pandorra-Büchse geöffnet, denn der sich selbst erhaltende Zyklus von Krieg verlangt nach Fiat-Geld und Fiat-Geld begünstigt und ermöglicht weitere Kriege, wurde damit in die Welt entlassen. Und wuchert in ihr. Ein Teufelskreis, eine Feedback-Schleife.

Saddam Husseins Irak wurde von den Amis - die Unwahrheit der veröffentlichen Verdächtigungen wissend und verheimlichend - platt gemacht. Daran erinnert sich wohl noch jeder. Die Amis wussten, dass der Irak nichts hatte. Aber Geroge W. Bush und seine Entourage wollten den Krieg - Öl halt, Ressourcenabluss nach USA beim Nachkriegsaufbau, was auch immer.

Zum Kriegerlen braucht's Geld. Wenn man gewinnt, raubt man den Unterlegenen auf die eine oder andere Art aus, dessen Ressourcen verleibt man sich dann einfach ein. Einfaches Rezept.

Wie auch immer. Saifedean erzählt: Wir hatten bisher gelernt, dass die Ermordung des österreich-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajevo im Juni 1914 der Auslöser für den ersten Weltkrieg war. Wer dann wieso in den Krieg eintrat ... egal. Krieg ist an sich Krieg und ist immer nur schädlich. Saifedean erläutert sehr klar, dass Kriegführen teuer ist, dass es teuer ist, Menschen zu töten - zumindest damals. Darum gab es früher auch einfach die klassischen Söldner, die sich für gutem Sold für die hinterbliebene Familie umnieten liessen. Und vor allem, früher waren Kriege geographisch beschränkte Ereignisse. Was heute anders ist, was daher zu immer mehr Kollateralschäden (= Zivilisten) führte. Und die Kriegstechnologien wurden immer "fähiger - bis zur Atombombe der Amis oder sicherlich existierenden BC-Waffen der modernen Welt.

Heute sind die Kollaterale aber sogar strategische Kriegsziele, wie man leicht an Russland mit der Ukraine und Israel mit der Hamas sieht. In Afrika könnte man wohl am ehesten noch die Kriegsführung lokaler Warlords vergleichen mit den Kriegen im frühen Europa - siehe Sudan. Wer betroffen ist, leidet dennoch darunter. Heute wie damals handeln andernorts die Kriegsparteien dennoch miteinander.

Krieg ist also nur eine Geldbeschaffungsmassnahme und kann nur gestartet werden, wenn man den Money Printer hat. Denn, wer geht schon aus lauter Freud an der Sach in den Krieg ...

Saifedean nennt nun aber Quellen, die 2017 erst entdeckt worden seien, wonach der Weltkrieg akribisch genau von den Briten eingefädelt wurde. Im Stil des Bitcoin Standard Slangs sagt Saifedean dazu, dass diese Ermordung der Genesis Block der seither laufenden Fiat-Blockchain sei.

Er erläutert das hinreichend einleuchtend, so dass man wirklich sehen kann, dass seine Argumentation gar zwingend logisch ist. Er erwähnt dabei Holland und die Schweiz, die in einer Welt, in der dieser Coup nicht gelungen wäre, die wirtschaftlichen Grossmächte unserer Zeit hätten sein können - nicht die USA.

Wieso ist das so? Nun, weil die Koppelung des Geldes an eine natürliche Ressource ausgehebelt wurde. Nixon war nicht der erste mit diesem Trick. Saifedean nimmt in seiner Erklärung fast in jedem Satz das Wort Money Printer in den Mund. Kein Krieg ohne beliebig viel Money, ergo Money Printer.

Ich werde mir sein Buch besorgen. Für viele, die schon seine Bücher Bitcoin Standard, geschweige denn der Fiat Standard, recht trocken bis schwer empfanden, dürfte wohl auch dieses neue Buch harter Tobak sein. Aber mir gefällt das. Wahrheiten sollten trocken benannt werden, damit keiner in die Verführung gerät, sie emotional aufzuladen und wie andere Leute in die Ecke der Fake-News zu drängen. Dass Saifedean Zusammenhänge mit dem Slang der Bitcoin-Welt erzählen wird, nehme ich mal an und es wird mich auch dann erheitern, wie man solch schreckliche Dinge mit profanen Begriffen aus der Bitcoin-Welt erklären kann, in der sich seine geneigten Leser ja auskennen ... es reduziert Ungeheuerlichkeiten wie Kriege auf simple Techniken zur Manipulation der Menschen.

Ich wusste von diesen Quellen aus 2017 nichts. Wenn das so stimmt, ist es schon krass, wie ein ganzer Kontinent einer Lüge aufgesessen war - deren Auswirkungen bis heute ja Millionen von Toten und Leid in die europäische Welt brachte und die grabenkriegsähnliche Polarisierung förderte und bewahrte. Es zeigt nur wieder mal, dass wir nichts davon wissen, was hinter den Kulissen wirklich läuft. Doch wir lassen uns einspannen - die einen mehr, die anderen weniger. Und das Mittel dazu? Fiat-Geld.

Ich werde eventuell mal von meinen Eindrücken berichten, sobald ich das Buch gelesen habe. Ich bin gespannt.

Bitcoin auf 100x? "Naturgemäss" sagt Pius Sprenger

Letztens sah ich den Video von Investmentbanker Pius Sprenger. Ich kannte den nicht. Weshalb ich diesen Video erwähne, ist, weil der Dinge erwähnt, die ich auch so einschätze.

1. Bitcoin ist Leben. Schrieb ich erst grad in einem älteren Eintrag. Die Netzwerkeffekte sind sichtbar in den rekursiven Strukturen der Natur. Wir als Menschen scheinen nicht verbunden, schwirren auf einer Kugel rum. 4-5 Potenzen kleiner sind wir in der Organisation der Zellen. Nochmals 5 Potenzen kleiner sind wir bei den Atomen. Eigentlich findet die Wissenschaft überall dieselben Organisationsmechanismen ... das nennt sich Rekursion. Einem Programmierer ist Rekursion (hoffentlich) geläufig. Alle diese natürlichen Systeme brauchen Energie. Man sagt, dass wir Menschen erst soweit evolutionieren konnten, weil wir uns mehr Energie zuführen konnten, weil wir Energie-Vorsammler, nämlich die Tiere, fangen und fressen konnten. Der Eiweissgewinn sorgte fürs unser Gehirnwachstum. Dieses sorgte für die Entwicklung vom Jäger zum sesshaften Bauern, weiter dann zu Städten und anderen Organisationen.

Alle diese funktionieren nach den gleichen, natürlichen Vorbildern: Grossstädte, unsere "Gehirne", werden über dicke Autobahnen und Zugtrassen verbunden, wobei die Energieerzeuger bisher allerdings ausserhalb der Gehirne sind, die Kraftwerke. Im Körper: Die grossen Schaltzentralen werden von potenten Arterien versorgt, das Pumpwerk, das Herz, ist allerdings etwas entfernt von den Energiewerken wie der Darm, der ja ein "rotes Telefon" zum Gehirn hat. Denn die sind im Zusammenspiel enorm wichtig - wie wir heute viel besser wissen als noch vor 10 Jahren. Der Darm ist das zweite Gehirn, wesentlich wichtiger als das Gehirn vielleicht, denn ohne ihn geht dem Gehirn die Energie aus.

2. Es braucht eine bestimmte Grösse, bevor der nächste Evolutionsschritt überhaupt stattfinden kann. Wenn wir heute zurückschauen und erkennen, dass es für den Bauern ein planendes Gehirn brauchte, so schliessen wir, dass es also ein fähiges Gehirn braucht. Wie kam es dazu? Eben, die Jäger frassen Tiere, die Gehirne entwickelten sich, mehr geistige Vorstellungskraft konnte damit bearbeitet werden, der Wunsch nach nicht-mehr-so-mühsamer-Energiebeschaffung kam auf, ergo Bauer werden.

In der Rückschau können wir sagen: Das hat's gebraucht, damit dies sich realisieren konnte. Und natürlich finden wir "dies" gut, denn aus der Warte erst können wir die Rückschau betreiben. Es ist bekanntlich immer leichter, sich Dinge in der Rückschau zu erklären. Dann ist zwar alles schon vorbei ... aber die Wissenschaft interessiert das, weil sie Gesetzmässigkeiten erkennen will, die ja erst eine Vorschau ermöglichen können. Denn die Beobachter sind wie Hamster in einem Rad: Alles was an Boden kommt, auf dem sie vorwärtsrennen, war ja schon da. Der Hamster ist einfach nicht in der Lage, zu erkennen, dass er in einem Rad rennt - er schaut halt immer nur nach vorn. Gescheiter wäre, er schaute mal nach links oder rechts ... der Seitenblick, das ist der Blick der Wissenschaft.

3. Evolutionäre Gesetze. Wenn ein System zahlenmässig grösser wird, die Einzelteile miteinander in Verbindung stehen, dann werden sie Strukturen bilden. Immer. Warum das so ist, wissen auch die Kosmologen nicht wirklich, die Massenansammlungen wie The Great Wall im All finden, oder die Kernphysiker, die Antimaterie finden, sich dann aber fragen, wieso ist die so selten, wenn im angenommenen Urknall die Energieverteilung etwa gleich war? Wieso ist eine Art der Materie vorherrschend? Und wenn ein Teilchen der anderen Art erzeugt wird, es mit einem dieser Art zusammenkommt, es sich in einem Energieausbruch vernichtet? Wieso also gibt es uns? Leben ist ein Mysterium.

Es scheint also, als ob es axiomatische ist, dass verbundene Systeme sich aus an sich autonomen bis autarken Teilen organisieren. Und das in jeder beliebigen, von uns beobachtbaren Grössenordnung. Im Video wird das skaleninvariant genannt. Informatiker sagen dazu einfach eben Rekursion. Oder Fraktale.

Das Universum scheint so gross, das Sonnensystem so klein, die Menschlein unsichtbar, die Mikroorganismen geradezu nicht-vorhanden ... und doch überall Strukturen, Selbstorganisation, dezentral. Was aber in allen von uns beobachtbaren Skalen gleich ist: das, was die Wissenschaft interessiert, die Naturgesetze. Was sie bisher nicht kann, ist die Einmaligkeit des Universums beweisen. Denn wir haben noch keine Methoden, die es möglicherweise braucht, in andere Universen hineinzusehen, ja sie überhaupt zu erkennen. Denn wir kennen ja nur Methoden, die auf Basis der hiesigen Naturgesetze entwickelbar sind. Lassen wir mal die spirituellen Lehren aussen vor in diesem Artikel, denn die haben noch andere Dimensionen, die halt mit den Mitteln der bekannten Naturgesetze (noch) nicht beweisbar sind. Den Spirituelles ist ja anerkanntermassen etwas Individuelles, das mögen die Wissenschaftler nicht ...

Ist so ein Naturgesetzt identifiziert und verifiziert, kann man Vergangenes erklären und Zukünftiges voraussagen, wenn ein System die Grössenordnung wechselt. Diese Naturgesetze scheinen die Regeln zu sein in unserem Universum, nach denen sich alle wachsenden Systeme orientieren.

Dass Bitcoin soviel Energie braucht, zeigt, dass es ein System des nächsten Evolutionsschrittes sein könnte. Das können noch nicht alle sehen, siehe 1.

Auch KI gehört dahin. Ist es nicht interessant, dass die erste KI Forschung sicher schon 60-70 Jahre alt ist? Dass es den Computer brauchte (Systeme im Mikrometer-Bereich), das Internet (System im globalen Bereich), den Mitteilungswille der Teilnehmer (Kommunikation, Interaktion)? All dies brauchte es, damit die KI realisierbar wurde. Deren Gehirn braucht noch mehr Energie, sogar noch mehr als Bitcoin. Und wir alle wollen das - wir erkennen alle, dass die KI die nächste Evolutionsstufe darstellt in der technologischen Welt.

Die Kardaschow-Skala versuchte, den Zustand und damit die Fähigkeiten einer Zivilisation in Abhängigkeit zu ihrer Fähigkeit, vorhandene Energie zu nutzen, einzuteilen.

Sollte diese Skala wahr sein, so muss Bitcoin und KI kommen, wenn es einen Evolutionsschritt unserer globalen Gesellschaft gibt in naher Zukunft.

Zurück zum Video: Wenn also Pius Sprenger zu der Aussage kommt, dass Bitcoin in 20-30 Jahren in heutigem Fiat bemessen auf 10 Millionen steigen kann, dann ist das die Grössenordnung eines Evolutionssprungs und ist die Vorbedingung, dass es zu jenem kommen kann.

Wohin es geht? Keine grosse Ahnung. Doch es gibt ja in jeder Ebene Einzelzeile, die sich nicht gemäss der vorherrschenden Regeln benehmen. In der Unterhaltungsindustrie sind das wohl die Science Fiction Autoren, Gene Roddenberry, um nur einen der bekanntesten zu nennen. Sie versuchen einen Blink in die Zukunft, wissend, woher sie kommen, welche Naturgesetze sie benötigen, um sich vielleicht etwas vorstellen zu können, was kommen wird.

Eventuell wird der elektrochemisch funktionierende Körper ja wirklich abgelegt zugunsten eines ein Paar Exabyte grossen Memory-Block in irgendeinem Schiffscomputer der Star Trek Flotte ... (dieses Thema kam des öfteren vor in Star Trek). Wer weiss es schon? Niemand. Aber gewisse Leute können den nächsten Evolutionsschritt erahnen.

Ob Nakamoto das konnte ... auch keine Ahnung, aber er hat gehandelt, denn Ideen müssen ja in die aktuelle Ebene umgesetzt werden. Er nahm zusammen, was schon da war, fügte klevere Ideen hinzu und so kam es, dass die Idee eines dezentralen und beeinflussungsfreien Tauschsystems in die Welt kam. Bitcoin. Zusammen mit der KI ... Voraussetzungen für den nächsten Evolutionsschritt der Menschheit zu einer echten planetaren Zivilisation vom Typ I?

Spannend. Wie Pius auch zitiert: Die erfolgreichsten Händler sind die, die sich ständig adapatieren an das beobachtbare (Geld)Universum. Es gilt also das Mantra "So habe ich das noch nie gesehen" -> Kein Ego, denn nur das will an der Vergangenheit leben.

Bitcoin ist also eventuell die Basis für den nächsten Evolutionsschritt, zusammen mit KI.

Wer jetzt Bitcoin studiert, schafft es vielleicht relativ gemütlich und unbeschadet in den Beginn des nächsten Evolutionsschrittes ...

PS:

Was mir halt immer fehlt bei Videos wie diesem: Wenn wir NGU spielen, also die Zahl geht hoch, dann ist das ja immer nur der Vergleich zu einem anderen System. Hier also CHF. Und man unterstellt, dass dieses System verharrt. NUR dann sind Schritte wie Bitcoin krass. Wenn heute einer einen Bitcoin hat, was kann er damit in 20 Jahren tun? Was ist dann das Vergleichssystem? Hat er wirklich 100x "Kaufkraft"? Vielleicht sind die realen Lebensgrundlagen im Preis dann mitgewachsen? Dann bleibt die Relation von heute ja auch in der Zukunft erhalten ... denn auch die alten Systeme ändern sich, die waren auch mal Erfolgssysteme. Verschwinden die einfach? Ohne Spur? Keine Nebenwirkungen? Kein Aussterben der Lebewesen jener Zeit? Würden die Dinosaurier heute wir sein, wenn der Asteroid nicht gekommen wäre?

Nun ja, als Wesen in einem menschlichen Körper habe ich nichts dagegen, wenn sich meine Kaufkraft schon in 5 Jahren verzehnfacht ... ;-) .. denn die für den Körper notwendigen Rahmenbedingungen ändern sich wohl kaum lebensgefährdend bis dann ...

Kann man noch Bitcoin kaufen? Ja, natürlich, denn BTC ist Natur

Anlässlich eines Meetups, wo ich jeweils folgendes Beispiel erzähle, möchte ich dies nun mal schriftlich machen, dann kann ich oder der Leser die Leute hierher verlinken. Und ich muss die Bereitwilligkeit der Leute an Meetups weniger beanspruchen ;-)

Es startet mit der Relation von Gütern in der realen, materiellen Welt. Noch ohne BTC.

Das Beispiel beginnt mit einem Flugzeugträger. Das ist ein sehr grosses, sehr sehr teures, von Menschen gebautes Gut. Gemäss Schätzungen kostet der Bau eines solchen zwischen 10 und 20 Milliarden USD (10-20 GUSD).

Ein Brötchen dagegen kostet so 1 USD. Die Relation ist also 1:110.

Ein Geldsystem soll doch wohl diese Relation, diese Skalierung erhalten. Das tut Fiat derzeit, mit Preisen, die nach oben offen sind. Die Relation dieser beiden Güter, also 110, muss sich im Geldsystem BTC auch abbilden, denn im Fiat ist es ja so - eben diese 110.

Nun kann man meines Wissens noch keinen Flugzeugträger mit BTC kaufen, aber er wäre per heute ja schon für 100'000 BTC zu haben. Viel, aber nicht alle Welt für einen OG. Oder 10 Mal Pizza-Day ;-)

Nehmen wir mal an, dass alle 21 Millionen BTC nur einen Flugzeugträger kaufen können sollen. Dann ist das Brötchen BTC 0.0021 (ca. CHF 192).

Recht teures Brötchen, aber hey, es gibt ja noch viele Güter in der Welt, nicht nur einen Flugzeugträger, den man mal mit BTC kaufen können soll.

Also, wieviele Güter gibt es, die neben 1 Flugzeugträger bezahlt werden sollen ... es gibt ja schon sicherlich 10 aktive Flugzeugträger in ... würde man die mit BTC bezahlen wollen, kann also einer nicht mehr als MBTC 2.1 kosten. Ergo das Brötchen BTC 0.00021 (CHF 19.2). Schon besser.

Was gibt es aber noch mehr an Gütern als diese 10 Flugzeugträger? Sagen wir mal, es gibt auf der ganzen Welt noch (moderat geschätzt) 100'000 Dinge, die mindestens so teuer oder werthaltig wie ein Flugzeugträger sind.

Also müssen die 21 MBTC auch dafür reichen, ein einziger Flugzeugträger darf also nur noch BTC 210 kosten. Ergo das Brötchen nur noch BTC 0.000'000'021, also 2.1 Sats, schon im Millisats Bereich.

Die Formel Alles durch 21 Millionen zeigt also, dass jeder, der heute auch nur einige Millionen Sats besitzt, reichlich begütert ist. Es lohnt sich daher in der heutigen Zeit immer noch zu stacken. Es braucht ja nicht jeder einen Flugzeugträger, aber genügend Brötchen aufs Leben hinaus schon.

Das ist die Magie des BTC, eines gedeckelten Geldaustauschsystems. Wenn der Zufluss von Gütern anhält, müssen ja auch die Relationen der realen Welt ins BTC System einfliessen. Die Relation Flugzeugträger zu Brötchen ist ja wohl auch in der BTC-Welt abzubilden. Der Druck des Güterzufluss kann wegen der BTC Deckelung nur nach unten abfliessen. Daher wird ein Brötchen 2.1 Sats sein (CHF: gratis ;-) )

Diese Entwicklung der Bepreisung von realen Dingen leitet sich nicht aus irgendeiner Währung ab, sondern aus den Relationen aus unserer alltäglichen materiellen Realität. Ein Geldsystem sollte dies abbilden. Die Fiat-Währungen können das nur, indem sie nach oben offen sind. Wer in einem Fiat-System 1 Million Einheiten besitzt, wird diese Kaufkraft verlieren, weil immer mehr Güter ins System reinfliessen. Diese sind nach unten limitiert, daher muss das Fiat-System nach oben ausweichen, ergo immer grössere Fiat-Beträge.

Staaten verschulden sich ja nicht einfach so, es gibt für sie mehr zu tun, daher lassen sie Geld drucken, um dies alles zu stemmen. Das können sie, weil sie eigentlich reale Güter besitzen wie Land etc.

Daher glaubt man ihnen auch, dass sie in Fiat diese grossen Beträge aus auszahlen könnten - wenn es je soweit kommen könnte - was ja wohl auch niemand wirklich glaubt (siehe Gold).

Wie ich immer andernorts sage, der letzte Gläubiger ist die Erde. Staaten sind also nichts anderes als unsere bekannten Geschäftsbanken mit minimaler Eigenkapitalisierung gegenüber der "Weltbank" Erde. Die lässt sich halt nicht in Fiat bezahlen, sondern in Taten und sinnvollem Verhalten ...

Daher sage ich jeweils: BTC löst kein einziges Problem der Menschheit, ausser eben das des monetären Tauschsystems.

Dass BTC in Vergleichs-Fiats immer höher bewertet wird, zeigt ja genau diesen Mechnismus. Der BTC macht nichts, tut nichts, ist nichts wert. Aber die Menschen erkennen, dass ein gedeckeltes Geld-System zur Natur unseres Daseins gehört, wie wir als Menschen zur letzten Kreditorin, der Erde, gehören.

Das ist der Use-Case BTC, alles andere ist Projektion.

Wieso bloss liess sich Nixon 1971 zu so einem Schritt verführen? Weil es er konnte und weil er wider die Natur gehandelt hat.

Auch dies ist der Mensch: Unvernünftig, grössenwahnsinnig, ignorant ...

Nun gut.

Alles, was wohlwollende Bitcoiner tun können, ist noch am Fiat-System Teilnehmenden zu verklickern, das BTC das bessere globale Wertetauschsystem ist. Dass dieser im Vergleich zu Fiat steigt, ist nicht BTCs Verdienst, sondern der Menschen, die immer mehr damit bezahlen wollen und daher die Relationen der materiellen Welt im Geldsystem abbilden wollen.

BTC ist naturgemäss, BTC ist wirklich das Pendant zum materiellen, natürlichen Gold. Nur halt mit den Vorteilen, die eine digitalisierte Menschenwelt gut gebrauchen kann.

Bitcoins CHF ATH bei CHF 100'000.-

So, wenn man den Bitcoin-Preis in einem starken Shit-Coin, dem CHF, bemisst, dann war der Bitcoin noch nie höher als CHF 100'000.- Das ist nun passiert gemäss CoinGecko am 6. Oktober 2025 um etwa 20h57 CET.

Schon krass ... 1 BTC = 1 BTC ... nur in den Vergleichssystemen, in denen wir halt leben, passiert das Merkwürdige. Etwas "Sinnloses" wird so stark bemessen ... daher mein anderer Artikel Wer schenkt mir 7 Bitcoins? Und warum?. Es ist ja schliesslich wirklich erstaunlich, wie wir zu "Geld" eingestellt sind ...

Was auch immer die Kritiker vorbringen ... muss denen ja als Verhöhnung ihrer Meinung vorkommen. Nun, aus meiner Sicht zurecht :-)

So, wenn der Bitcoin noch gegen 1 Mio. XYZ gehen soll, dann auf zu neuen unerklommenen Höhen. Hühott

Being Nice gewinnt immer ... oder hinterlässt wenigstens keine tote Erde

Youtubes Algorithmus hatte mir letztens wieder mal einen Video meines Lieblingskanals Veritasium vorgeschlagen. Diesen hier:

Warum ich genau diesen jetzt hier sogar einbette, ist der Zustand der Welt und der Leute.

Denn dieses Video zeigt in einem simplen Computerspiel, dass Kooperation das beste aller Interaktionsmodelle zwischen zwei Parteien darstellt.

Wenn wir in die aufgeheizte Atmosphäre der westlichen Menschen und daher in die Regierungen schauen, sehen wir, dass wir diese bestmögliche Taktik verlassen.

Dieses schleichende Verlassen der Kooperation ist allgegenwärtig. Wir sollten aufpassen, denn obiges Experiment zeigt, dass die Kooperation uns am besten dient.

Bewusste Kooperationserfolge sind hoffentlich für die meisten von uns eine bereichernde Erfahrung. Und wenn noch nicht, ist der Video wenigstens ein Zugang über den Verstand, der zumindest das Setup versteht, dem aber die Begründung wohl nicht eingängig ist. Es ist natürlich zu kooperieren. Viele sind und benehmen sich halt nicht mehr natürlich.

Bekannt sind solche Spielereien und Simulationen als Spieltheorie, Mini-Max-Strategien etc.

Wir sollten wohl im Interesse Aller wieder mehr auf die Kooperation vertrauen, überall, auf allen Ebenen und Beziehungen. Denn die Isolation schädigt. Alle.

In der digitalen Welt herrscht Konkurrenz, also meistens genau das Gegenteil. Bitcoin ist das Element, das die Kooperation trotz aller Konkurrenz herstellt: alle konkurrierenden Player kooperieren in der Verwendung des Bitcoin-Protokols.

Long live Bitcoin!

"Weaponized Ethereum" las ich letztens in Linked-In

Der Autor äusserte, dass die Malware-Scammer und -Hacker nicht nur die sattsam bekannten Methoden nutzen, sondern auch die Blockchains, gerade alle Etherium-Derivate. Daran hatte ich bisher noch keinen Gedanken verschwendet, aber hat was ... denn wie könnte man besser Malware etc. öffentlich transportieren lassen, sogar noch so (pseudo)anonym wie auf einer Blockchain? Das bringt natürlich auf einen Schlag die OP_RETURN Sache der BTC-Blockchain wieder aufs Tapet.

Also: Wenn ich ein Böser wäre, könnte ich in dezentral verfügbar gemachte Links, verschlüsselte oder verschleierte Malware, Code-Blöcke etc. nutzen, die ja ewig und zwei Tage unverrückbar und abrufbar dezentral vorliegen. Man könnte Code sogar schön fragmentieren, denn die Blockchain ist ja eh eine Timechain und schön sortiert.

Dann publiziere ich eine mehr oder weniger sinnvolle App, die einen beliebigen Use-Case hat, es muss ja nicht mal was mit Geld zu tun haben - also nicht mal ein x. Wallet. Irgendein einfache Instinkte triggerndes Spiel oder sonstwas. Wir sind ja alle im Internet, geben auf Smartphones den Zugriff aufs Internet frei, erst recht, wenn mein Phone eine globale High-Score Liste mit meinen Rekorden befüllen soll.

Wir könnten wohl auf keine Art und Weise so eine App beim Zusammensetzen und Ausführen von Malware auf Phones oder PCs hindern, erst recht nicht, wenn man selbst mit Etherium rummacht und dazu eh eine Wallet hat. Da Etherium ja eine Touring-complete Scriptsprache hat, könnte nur schon in der Blockchain etwas drin sein, dass meine Harmlos-Software zu etwas Schlimmen veranlasst. Mit oder ohne bewusstem Mitspielen der Software. Und wenn die Software nur schon dazu gebracht wird, dass sie die CPU meines Geräts den Akku leersaugen lässt, damit ich blockiert bin, wichtige Trades zu machen ... etc. etc. etc.

Das sind technische Implikationen. Daher bin ich ja ein Minimalist in den Produkten, die ich benutze für Geld Use-Cases. So ist es die Bitcoin-only Bitbox aber eben auch die Blockchain meines Vertrauens, und das ist halt nur die BTC-Blockchain, die die Vertrauenslosigkeit, Unabhängigkeit und Dezentralität bisher garantiert.

Mit dem OP_RETURN war auch hier eine hitzige Diskussion am Laufen, denn natürlich kann sich auch die BTC-Blockchain nicht dagegen schützen, dass sie Malware für ziemlich lange in Diamant giesst. Das ist ihr zwar egal - daher auch die Diskussion -, aber die Möglichkeiten von auf Ewig verfügbaren Daten sind halt wohl unendlich. Man bedenke nur, dass die Malware-Lieferanten ja je nach Blockfrequenz sogar sehr schnell Updates ihrer Malware dezentral in die Welt raushauen können. Und alle propagieren sie mit ... ne Blockchain sei ja das Genialste ... Schwachsinn.

Ich entwickle Software seit 40+ Jahren. Von Assembler bis diverse DSLs. Spielt keine Rolle, wenn das einem nichts sagt. Daher weiss ich, dass es noch keine fehlerfreie Software gibt ... im Gegenteil, immer weniger, denn die Software-Schichten auf unseren Geräten werden immer dicker, die möglichen Fehlerquellen, bewusst oder unbewusst vorliegend, immer mehr und immer spezifischer. Welcher Entwickler hat nicht schon mal Stunden verbraten, ein ganz spezifisches Bedingungssetup herzustellen, in dem ein Fehler überhaupt erst reproduzierbar wird. Wenn er überhaupt die Zeit dazu bekommt.

Und je mehr unsere Systeme vernetzt sind, desto mehr Möglichkeiten hat eine bewusst eingeführte Malware. Wer meint, ich plaudere nur, der möge bitte jeweils den Ende Jahr stattfindenden Chaos Computer Congress beobachten. Wenn sich da einem nicht die Haare aufstellen, hat keine mehr, oder es ist ihm eh schon alles egal. Da wir diesen Zustand haben, kann eine KI hier meines Erachtens überhaupt nichts verbessern. Denn sie wurde mit all dem fehlerhaften Zeug ja trainiert.

Je mehr die Welt sich polarisiert, werden unsere Geräte wohl voll von Spionage-Software aller Herren Länder sein. Die sich erst noch gegenseitig beharken. Denn das sind nicht die geld- oder ruhmgeilen Hackerleins, sondern eben institutionalisierte Hacker von Staaten. Computerhardware ist ja immer noch so wie eben Touring sie als Universalmaschinen proklamierte. Da wird man nichts merken von deren Unwesen auf unseren Geräten - diese Auswirkungen spüren wir dann, wenn plötzlich die Polizei einen zu sich bittet oder gar grad selbst vorbeikommt. In den demokratischen Staaten hoffentlich noch mit harmlosen Nebeneffekten. Anderswo, hmmm, schauder.

Nun ja, wenn des Autors Befürchtungen wirklich schon da sind, dann lass ich die Finger erst recht von jeder non-BTC-Blockchain, denn nur bei BTC weiss ich, wozu die Blockchain herhalten muss. Wer das nicht weiss -> Study Bitcoin!

PS:

Habe gerade einen Text zu einem sehr nervigen VPN- Produkt gelesen. Ein VPN, das ja Privatsphäre bieten soll, aber genau das Gegenteil macht, es macht Browser Screenshots! Es ist wirklich nicht zum Lachen, dass wir unsere Technik im Alltag nicht überwachen, geschweige denn ihr trauen können.

Volker Pispers - über die Religion des Kapitalismus

Als er noch aktiv war, habe ich ihn geliebt: Ein kabarettistischer High-Quality-Denker aus Deutschland. Seine Vorträge waren und sind dank Youtube besser als jede BWL oder sonstwas Vorlesung. Denn, sie sind kondensierte Realitätsbeschriebe und erst noch erheiternd.

Letzthin wurde mir über einen Linked-In Account eines seiner Videos angedient zum Thema Kapitalismus, zu der Religion, der heiligen Kuh, der Tradition, dem Machtinstrument, der Lüge.

In Zeiten des Bitcoins erscheinen seine Vorstellungen auch - oder besser - gerade heute absolut aktuell. Volker habe sich zurückgezogen, weil sich nichts ändere ... selbst wenn doch viele Leute wie er die anderen bilden wollten. Aber eben, der Betroffene liest nicht was Gscheites, sondern die Bild.

Bitte sich die Kapitalismus-Vorstellungen alle anschauen. Im Schnitt sind alle Videos 10 Jahre alt. Und alle immer noch richtig. Gerade weil sie schon 10-jährig sind, lassen sie sich so gut mit der aktuellen Lage vergleichen. Man wird wohl leicht erkennen, dass es noch viel schlimmer geworden ist.

Der Kapitalismus ist wirklich nur eine verlogene Religion. Religion, weil man die übernimmt und nur deren Gesetze ausführen muss, um gefällig, gefügsam und akzeptiert zu sein. "Geld ist eine Phantasie", "die Schulden des einen sind das Vermögen des anderen".

Der folgende Video ist speziell ab dieser Stelle interessant, denn hier steigt Volker ein ins Fantasy-Land der Geldreligion: die Finanzkrise 2008.

Genau derselbe Grund, Kicker für einen gewissen Satoshi Nakamoto, das Bitcoin Protokoll zu veröffentlichen ... Pispers hat sich zurückgezogen, Bitcoin hat sich ins Rampenlicht gemausert.

Von oben herab geht es mit Lügerei weiter, von unten kommt mit Bitcoinern der Tsunami zur Korrektur dieser Lüge Kapitalismus.

Wer schenkt mir 7 Bitcoins? Und warum?

Ich hatte heute wieder mal eine dieser staunen machenden Youtube Videos geschaut. Überhaupt nicht zum Thema Bitcoin, aber zur Natur des Menschen. Daraus ergab sich diese Frage, die durchaus erst gemeint ist.

Also, wer schenkt mir 7 Bitcoins? Warum 7? Nun ja, 7 und 9 sind meine Lieblingszahlen, und ich wollte nicht übertreiben. Denn die nächste ist 37, eine Primzahl, die nicht nur ich statistisch relevant nenne. Wie auch immer: 37 gerne, aber 7 reichen auch – auch 5, 3 oder 2, die restlichen Primzahlen.

Nebenan ist der QR-Code einer meiner Bitcoin-Adressen. So einfach.

Wer 1000 Bitcoins besitzt, ja auch wenn nur 100 Bitcoins, ist das für den viel? Einmal 7‰, einmal 7% Wer schenkt mir also weniger als einen Tausendstel oder einen Hundertstel seines Besitzes? Ich würde das tun, denn es schmerzt mich nicht. Nicht jedem, aber dennoch, es würde mich nicht viel kosten. Denn immerhin hilft es dem anderen ja.

Also, wer schenkt mir 7 Bitcoins? Nebenan auf diese Bitcoin-Adresse? Gerne mit einer Meldung im Kommentar. Ich werde den hier veröffentlichen.

Ich bedanke mich schon mal anonymerweise recht herzlich. Ach ja, was ich damit tun möchte: Wie viele andere auch, habe ich bisher mein Leben lang für Fiat gearbeitet. Nun in meinem Alter möchte ich einfach damit aufhören, und dafür als Vagabund noch etwas die schönen Plätze und Menschen dieser Welt besuchen ... und gegebenenfalls geneigten Zuhörern die Geschichte des Bitcoin erzählen ... aka Orange-Pillen ... es war schon immer mein Traum, mobil und nicht mehr gebunden zu sein. Denn wir alle leben auf derselben Heimat, wir haben keine andere: die Erde.

PS:

Es ist schon ernst gemeint. Denn es geht mir um was anderes - jeder und jede möge sich doch mal wieder Gedanken machen, wieso er oder sie es früher gemacht hätte oder gar hatte und heute nicht mehr oder eben gerade aufgrund der Erkenntnis eben doch. Bitte nicht grad stoppen beim Offensichtlichen ... ich bin gespannt auf Eure Texte. Denn: Ein Bitcoin ist ein Bitcoin, nicht wahr?

Je nachdem, was reinkommt, werde ich entsprechend informieren ... :-)

PPS:

Eigentlich ist es klar, dass ich keine Schenkung erwarte. Denn wer das NGU-Game spielt, ist noch in der Fiat-Welt. Und da gibt es jetzt fast keine haltbare Begründung, wieso man jemandem 7 Bitcoins schenken sollte. Weil man's kann. Weil man ein Bitcoin-Wal ist. Oder weil man halt wirklich nur Prozente oder Promille an Bitcoins schenken würde. Würde mir einer schreiben "ja früher, da hätte ich das gemacht" ... sagte ich "was hindert dich denn heute?" ... trapped: 1 BTC = 1 BTC ... so go ahead and donate ...

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