Kübler-Ross, Longevity, der eigene Tod, der Wechsel

Schon spannend, dass mir nach den gestrigen Bitcoin-Videos heute im SRF die Dokumentation von 2002 über die Schweizer Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross und danach die Sternstunde Philosophie zu ähnlichem Thema in Auge stachen.

Ohne Worte, dass ich natürlich wärmestens empfehle, sowas sich am besten höchst privat vielleicht anzuschauen.

Das Leben ist die Vorbereitung auf den Tod. Was auch immer der ist. Kübler-Ross hat dazu einiges festgehalten, indem sie Sterbende interviewte. Mit aktivem Zuhören, wie man das ja so nennt.

Ist ja auch eines meiner Themen. Grosse Neugier seit der Jugend. Viel dazu erlebt, gelernt und losgelassen.

Eigentlich ist das grundsätzlich das Thema dieses Blogs, so hatte ich ihn 2007 angedacht. Dass es sich leicht anders entwickelte .. tja nu.

Wie man leicht erkennt, schreibe ich doch viel über Bitcoin. Kann man das denn verbinden? Was hat der mit dem Leben zu tun?

Tja, das weiss doch jeder Bitcoiner ... und ist sogar noch stolz darauf, es zu verkünden!

Bitcoin ist begrenzt, Bitcoin ist höchstpersönlich und einmischungsfrei.

Wer Bitcoin weitergeben will nach seinem Exitus, der muss sich ja damit beschäftigen. Und da die wenigsten wohl ihr Wechseldatum kennen, muss man das schon ziemlich bald in der Bitcoin-Reise anpacken, sonst haben die Erbenden dann nix vom "Reichtum".

Wer Bitcoin versteht, erkennt den Umfang mit ihm als höchstpersönliche, einmischungsresistente Sache. Denn wer "not your keys, not your coins" akzeptiert für sich, erkennt, dass ihm hier niemand dreinreden darf.

Wer Bitcoin versteht, ist vielleicht im Alltag bewusster, altruistischer, verständnisvoller. Denn zum Verständnis muss man sich ja durch diverse Lügen und Scheinvorstellungen durchkämpfen.

Systeme, die unnatürliche Verhaltensweisen fördern, wie eben das aktuelle Fiat-System, bringen Symptome hervor wie den Drang nach Langlebigkeit, wobei das ja bisher eigentlich nur Körper-am-Leben-Erhalten heisst. Da werden von reichen Leuten Millionen reingebuttert - als Business und Ausgang für die eigene Endlichkeit.

Man kann jedem die Frage stellen: Mach eine Zweispalten-Liste. Auf der einen Seite schreibst du hin, wieviel Geld du in die Körpererhaltung, auf deren wie viel du in die Geistesentwicklung gesteckt hast. Wenn du das ehrlich machst, dann betrachte das Resultat. Ist es ausgeglichen? Ich darf wohl mal annehmen - in keiner Weise. Oder?

Es gibt ja soviele Anreisserfragen, die einem selbst bewusst machen, was einem selbst wirklich wichtig ist.

Diese Fragen werden ja eh jeden irgendwann mal treffen. Warum also nicht schon jetzt. Denn wenn es dann am persönlichen Ende genau darum geht, fehlt möglicherweise die Zeit, die Erkenntnisse daraus umzusetzen.

Diese Anreisserfragen zum eigenen Tod sind eigentlich direkt übertragbar an die Fragen, wofür man im Fiat-System denn seine Lebensenergie investieren soll. Es hat ja alles ein Ende, zumindest das Persönliche.

Da schrieb doch letztens ein amerikanischer Milliardär "Die with Zero" .... stirb mit 0 auf dem Konto. Tja, kann der ja locker sagen, der hat ja die 2 Steak pro eigene und Mahlzeit der Familie auf den Tellern. Doch selbst so einer erkennt, was ihm im Leben bis zum Tod wirklich Liebe und Anerkennung bringt, keine geheuchelte Freundlichkeit der Nachkommen, die zwecks Erben auf ein baldiges Ableben mit möglich zuträglichem Testament hoffen. Wieviel Freude und Erleichterungen kann ein Milliardär mit einen Fiat-Milliarden verschaffen? Von dem er dann auf der immateriellen Lebensseite sogar noch was hat ...

Wenn sich also ein Fiat-Milliardär die existenziellen Fragen stellen kann, dann müssten Bitcoiner das erst recht mit Leichtigkeit tun können. Denn eben, sie wissen um Endlichkeiten.

So kann Bitcoin meines Erachtens nach natürliche Abläufe wieder ins fiat-verzogene Denksystem einführen. All die geistigen Irrläufe können mit seiner Hilfe neu beleuchtet und ggf. korrigiert werden.

Es ist doch klar, dass Tod-verleugnende Geister sich ein System wie das Fiat-System seit 1971 entwickeln konnten. Die Kriegsfinanzierung war der Grund für Nixon, der schon mal den Tod von Soldaten ignorierte, und der damit auch die Konsequenzen des eigenen Tuns ignorierte. Beides unnatürliche Ignoranzen. Aber mit dem Fiat-System und dem Roten Knopf gab es eben einen vermeintlichen Ausweg.

Dass es keinen Ausweg gibt aus abgeschlossenen Systemen, hat die Physik schon mehrfach bewiesen. Nixon konnte / durfte / musste dies bis zu seinem Wechsel im 1994 erleben. Wie, das weiss wohl keiner. Arm - im wirtschaftlichen Sinne - nicht.

Bitcoin ist nur ein Werkzeug. Es schält die eigenen Werte heraus, schärft die Sicht auf die Wünsche für die eigene Zukunft. Bei den meisten Bitcoinern vernahm ich da eine eventuell neu gedachte Sparsamkeit - freiwillig.

Das ist mir die schönste Beobachtung: Leute beginnen sich wieder für globale Themen zu interessieren, denn - wie jeder weiss - Geld ist überall und jederzeit - also global. Dabei spielt es keine Rolle wie die Einheit grad heisst.

Mich reizte Geld per se nie. Ich war ja auch mal jung. Und ich hatte auch längere Phasen, wo es nur existenziell knapp vorhanden war. Doch wie wir Bitcoiner auch sagen, erklärten auch meine spirituelle Lehrer immer: Geld ist Energie. Sie meinten damit Energie anders, aber wir verstehen es dennoch. Wer Energie hat, kann etwas bewegen - der Proof of Work eben.

Und wer mal aufpasst, wer um einen herum einem die Energie absaugt ... das alleine ist schon viel Wert. Denn ab dann kann man die eigene Energie für die eigenen Werte einsetzen. Spirituell wie eben auch in der Bitcoin Bubble.

Selbst wenn diese platzte, viele Bitcoiner sagen dann, dass sie den Weg nie missen möchten. Denn sie hätten viel gelernt. Übers Geld, aber sicherlich hauptsächlich über sich selbst.

Und ob Bitcoin, Fiat oder Shitcoin, diese sind zwar noch nicht die existenziellen Fragen, doch wie erwähnt: Das Leben ist die Vorbereitung auf den Tod, den eigenen.

Vielleicht hilft Bitcoin sogar hier, beim eigenen Weg. Bitcoin fixes this. Die Zeit vor dem Wechsel natürlich ...

Wir können erst verstehen, wenn jemand Persönliches erzählt ...

Und noch ein Video aus Prag. Diesmal aus einer ganz anderen Sicht, nämlich eines derer, die im nahen Osten die Auswirkungen der globalen Ränkespiele der Kings in seiner Familie erleben musste.

Zu diesem Video muss nichts mehr gesagt werden. Es ist das ultimate Argument, wieso Bitcoin unausweichlich genutzt werden muss, denn: Auch wer nach all den Regeln der Systeme spielt ... fällt das System, ist niemand da, der einen schützt. Auch wenn sie es versprechen.

Daher muss der Bitcoin in Self-Custody gehalten werden. Überall. Ohne Gejammer. Es ist das einzige, was man in die Zukunft tragen kann. Ohne dass es jemand stehlen kann.

Es muss persönlich werden. Hoffentlich reicht das Hörer-, Zuschauer-Sein. Und nicht erst das Erleiden-Müssen.

Auch Jack Mallers did it again

Diesmal war ich auch nicht in Prag, auch nicht das letzte Mal, das erste Mal.

Zum letzte Mal hingegen schrieb ich hier über Jacks Speech an der BTC 2025. Er bezieht sich auch auf seinen letzten Talk in seinem Intro. Dass es düster gewesen sei. Diesmal, so verspricht er, werde es eine andere Grundstimmung haben am Ende: Die Hoffnung, die Zuversicht. Und er hat's auch diesmal genailed.

Wenn ich nicht selbst vor mittlerweile 35 Jahren eine Gruppe von Leuten hätte finden dürfen, die meinem rastlosen Verstand und Wunsch, das Chaos zu verstehen, in einer spirituellen Art erklären konnten, wäre ich vielleicht genau so einer, der mehr oder weniger freiwillig aus dem Leben geschieden wäre. Es machte keinen Sinn, ich sah nicht viel Sinnvolles im Tun der Menschheit.

Für mich beobachtete ich, dass ich einfach älter wurde, nicht dieselbe "Normalitätsentwicklung" hatte wie viele meiner Mitschüler und -studenten. Der spirituelle Weg, diese Gruppe von Leuten, die nie gross berühmt wurde, haben mich in dieser Inkarnation gehalten. Dadurch sehe ich sogar noch klarer, aber auch unpersönlicher, ich werde auch wütend, fluche genug, aber nie über andere Menschen. Und die Gründe, wieso ich ab und an schon richtig laut werde (nur im stillen Kämmerlein natürlich), haben damit zu tun, dass unsere aktuelle Welt es den Menschen so enorm bis fast unmöglich macht, das zu leben, weswegen sie inkarniert sind.

Wie Jack auch sagt "Welches Kind hat als Berufswunsch Anwalt, oder Compliance Officer, oder KYC Operator"? Alles sogenannte Bullshit-Jobs. Kinder wollen Macher werden, Dinge in der physischen Welt bewegen oder verändern.

Was wollte ich? Ich weiss es wirklich nicht mehr ... ich denke, ich wollte Beobacter werden ... kidding. Ich weiss es wirklich nicht, ausser, dass mit die Müllmänner, die hinten immer draufsteigen konnten, irgendwie Eindruck machten ...

Jack bedient sich vieler Grafiken, um Zusammenhänge sichtbar zu machen, die es seiner Meinung nach beweisbar gibt. Denn etwas muss jedem klar werden:

Seit 1971 hat es ein Mindset geschafft, dass mindestens 2 Generationen auf die Welt kamen, die "dem Geld folgen" gelernt haben, statt der eigenen Intuition. Jack beginnt im 15 Jahrhundert in Venetien. Was sich dort alles an Talent versammelt habe ... die wir heute noch kennen: Michelangelo, Leonardo da Vinci etc. Das sind nicht die Buchhalter der damaligen Regierungsform, sondern es sind die, die gemacht haben. Und in ihrer Lebenszeit erschuffen sie Dinge, die 500 Jahre danach immer noch Inspiration und Ehrfurcht erzeugen - nota bene in einer Zeit, wo wir eigentlich von Computern, Robotik und KI bezüglich Realitätsabbildung recht verwöhnt sind.

In einem Jahrhundert also, in dem es inspirierte Leute gab, die Projekte anstiessen, deren Ende sie nicht mehr erleben würden - und sie wussten es. Was für ein Gestaltungswille. Welche Unterordnung unter eine Idee, deren Zeit gekommen war.

Und was haben wir derzeit in der vollinformierten Gesellschaft? Gibt es solche? Ich versuche gerade mal zu zählen ... bei mir kommt Elon Musk, der Dalai Lama, eventuell der neue Papst, und ... na, fällt mir ausser Satoshi Nakamoto (virtuell) niemand grad ein. Diese Leute sind Querköpfe, sie müssen in diesem System leben, haben aber ganz andere Absichten.

Dies ist auch Jacks Aussage. Wir sind in einer Renaissance. Die Millenials dürfen sehen, dass die Mindsets der etablierten Alten wirklich alt sind. Eine Generation, die nur Karrieren von Bankers, Lawyers, Juristen, Compliance Officers, Lobbyisten, Influenzern favorisiert, ist tot, denn darin gibt es keine Entwicklung.

Denn Entwicklung ist etwas, was nicht in Regeln gepackt werden kann. Man kann sie nicht mal voraussehen. Dazu gibt es von Veritasium einen tollen Video über ein Anti-AIDS Medikament, das so (weltweit!) nicht mehr hergestellt werden kann wie bei seiner ersten Erzeugung, weil die Grundstoffe "infiziert" sind, Keyword "Polymorphismus". Das Ding war da, es half, aber es mutierte und funktionierte dadurch nicht mehr. Entwicklung ist nicht linear.

Ich bin gerne Ausbilder, am liebsten sprirituell. Denn IT ist eine Art von Spiritualität, in dem Sinne, dass sie ja Welten im Computer "schafft" oder besser simuliert. Die völlige Abwesenheit von einengenden Grenzen war für mich die Faszination von Computern. Damals völlig primitiv, heute in Form der KI in jeder Hinsicht überraschend.

Jack hat da dieselbe Erkenntnis wie ich: Die KI ist da, nicht um Leute zu ersetzen, sondern um die mühsame Kleinarbeit abzunehmen - dem, der eine gute Idee hat und mal ausprobieren möchte. Denn bisher war in der IT immer die Ausbildung vor den Erfolg gesetzt. Dank KI nimmt das ab.

Jack bringt das Beispiel von dem jungen Mann mit seinem krebsbefallenem Hund. Er setzte sich an ChatGPT und entwickelte eine abgestimmte Therapie für seinen Lieblingsbegleiter. Genau das sind die inspirierenden Fälle! Vor KI hätte man den Hund von Tierärzten mehr oder weniger erfolgreich behandeln lassen müssen. Mit einem eventuellen zweifelden Gefühl ob der Wirksamkeit ihrer Therapien wäre dennoch die Ohnmacht vor den Hürden zur Entwicklung der individuellen Therapieform geblieben. Und damit wohl die Aufgabe. Die Aufgabe einer Motivation, die Liebe zu seinem Hund. Wie depressiv hätte er sich fühlen müssen, dem Dahinsiechen seines Hundes ohnmächtig zuschauen zu müssen. Dank KI konnte er seinen Hund davor retten.

Drum sagt Jack auch: We are creators. KI hilft. Und damit der Handel klappt, braucht es Bitcoin. Mit diesen beiden Technologien zusammen kann in der heutigen strom- und internetbasierten Welt jeder und jede Erschaffen für genau diese Welt. Dummes und Geniales. Das ist immer noch abhängig vom Menschen.

Ich bin gerne in der Bitcoin-Meetup-Schwingung, weil alle diese Leute - egal, was sie geworden sind - diesen Spirit stärken, dass es eine Zuversicht gibt, dass die Älteren rie Errungenschaften dieser Renaissance in dieser physischen Welt zwar nicht mehr erleben werden (vielleicht in einer anderen Inkarnation ... who knows), dass sie aber mitfühlen können, wie die nächste Generation hingebungs- und energievoll in die Zukunft schaut. Diese Schwingung des "es lohnt sich wieder" ist bergeversetzend.

Jack schafft es auch diesmal, Emotion und Gefühl zu entfachen: Zuversichtlich in die jetzt schon agierende Renaissance zu blicken. Dankt Bitcoin, der uns "nur" hilft, von den alten zentralistischen Strukturen loszukommen, und dank KI, mit der jeder seine Ideen zumindest für die technisierte Welt zumindest mal ausprobieren kann.

So ist es eine spannende Zeit ...

Florian Bruce did it again

Diesmal finde ich es sogar einer der wichtigsten Beiträge zum Verständnis - nicht von Bitcoin - sondern des aktuellen Geld-Systems. Denn wie wir ja immer sagen, man muss sich erst mal durch das Gestrüpp der kruden Fiat-Welt kämpfen. Wie kam es denn, dass wir ein System haben, das es selbst wohlwollenden Führern de facto fast unmöglich macht, richtige und einleuchtende Korrekturen anzubringen?

Der menschliche Faktor und die Demokratie. Zusammen können sie Förderliches, wie aber auch Unnatürliches, Blockierendes bewirken.

Der Rote Knopf erklärt in wenigen Minuten, was die meisten eventuell noch nie hinterfragt haben: Wie kam es so?

Eigentlich ja nachvollziehbar, aber eben. Wenn jemand heute noch lebt, hat er das knapp noch erlebt. Das bekannte Nixon Statement 1971 ist jetzt für Jüngere als Baby Boomers bereits nur noch ein historisches Faktum. Sie sind also aufgewachsen in einer Fiat-Welt, wo mit Geld scheinbar alles möglich ist. Frühe Träume, schnelle Beschaffung, wenig Gefühl für die Realität, Multiplikatoren nach oben, aber auch komplette Verschuldung und Bankrott.

Florian nimmt den Roten Knopf als das Heilsversprechen für alle Regierungen auseinander: Der ist der einfachste Ausweg aus der Misere, die das Geldsystem anrichtet. Statt Konsequenzen heute, irgendwann mal in der Zukunft, die eigene Wiederwahl ist gesichert. Verwerflich? Zumindest zutiefst menschlich. Was wir nicht wollen, verschieben die meisten in die Zukunft. Im Grossen wie im Kleinen. Es geht nicht ums Politiker-Bashen ... denn die sind ja Menschen ... tue ich Dinge auch, die sie tun? Das wäre die erste Frage, die jeder sich stellen müsste, bevor er pauschalisierend verurteilt.

Schulden machen also. Wer widerstünde dem.

Die Konsequenzen sind aber schneller da als der Ausweg. Es ist die Inflation. Die wiederum all den Quatsch zuvor befeuert.

Florian zeigt's und erklärt's.

Pflichtinformation für alle. Gerade Jugendliche.

Die persönliche, in Aktion umgesetzte Konsequenz bereitet den (individuellen) Weg in die Zukunft. Interessiert's jemanden? Keine Ahnung, die Dinosaurier sind auch ausgestorben ...

De facto ist nur eines sicher: die Reproduktionsfähigkeit der Menschen. Der Sprit für dieses System ist, dass wir uns einfach fortpflanzen, also können sich solche Systeme auch erhalten, denn die ausgequetschte Ressource reproduziert sich ja selbst. Das geht so lange, bis dem letzten Kreditor, der Erde, etwas passiert. Eben die Dinosaurier-Sache. Und in sehr weiter Zukunft die Sonne, dann ist auch für die Erde Schluss.

Und bis dahin? Tja .. wenn es einen anderen Weg gibt ... wir könnten uns das Leben ja auch schon heute angenehmer gestalten. Aber dazu müssen wir wissen, das Florian sehr klar und präzise erklärt. Und dann entsprechend handeln.

Warnung vor der Cake Wallet: Sie schrottet Transactions

Ich bin mir bewusst, dass ich natürlich nur weiss, was mir passierte mit der Cake Wallet (CW). Dennoch hat sie mir nun etwa CHF 70.- verloren.

In der CW 6.2.1 hatte ich einige Lightning und OnChain Sats hin und her geschoben. Zudem habe ich den Silent Payment probiert (SP, der QR Code oben rechts).

Was ich bald schon feststellte, die schönen Kreditkarten (CC) Bilder der BTC und LN Aspekte der CW zeigten falsche Saldi an. Dennoch machte ich im Februar eine erste SP-Testzahlung. Das funktionierte und CW zeigte die Transaktion an. Natürlich muss dazu das SP-Scanning aktiviert sein.

Den Betrag habe ich dann OnChain wegbewegt. Ging. Dann aber zeigte die BTC-CC nicht 0 als Saldo an, sondern immer noch den Bestand zuvor. Da die Überweisung aber ankam im anderen Wallet, gab ich nicht viel auf diesen scheinbaren Display-Fehler.

Dann wollte ich die Swap-Funktion probieren und ging im BTC-CC auf Empfangen und kopierte die angezeigte Adresse und überwies von einem externen Wallet den Betrag darauf.

Die CW fand den aber nicht. So verlor ich die CHF 70.- Einfach weg. Die Transaction mit der Zeit über 100 Bestätigungen, aber CW zeigte mir sie nicht an.

Dann schaute ich mal die Adressen an im BTC-CC. Und siehe da, die Transaction mit der Adresse WAR da, der Betrag war da, aber die Adresse war geflaggt mit '0 Transactions'. Das stimmte ja definitiv nicht. Ergo wohl logisch, dass die BTC-CC keinen Wank macht. Der Saldo ist nach wie vor falsch und schon gar nicht gewachsen.

Ab dann ging's zum Live-Support. Das geht nun schon 2 Wochen so, dass es ein ewiges Hin- und Her gibt, nichts funktioniert. Es wird für mich immer unklarer. Wenn ich SP-Scanning abschalte, zeigt BTC-CC Empfangen die Adresse GAR nicht mehr an. Wenn ich SP-Scanning wieder anschalte, die Blockhöhe angebe, findet CW nach dem Rescan die besagte Adresse wieder, Betrag stimmt immer noch, immer noch mit '0 Transactions'. Aber der Saldo bleibt unberührt davon.

Wenn ich das CW-Wallet in Blue Wallet importiere, findet das auf fast allen Varianten das Wallet, aber mit Saldo 0. Der Weg über die Blue Wallet also erfolglos. Wieso ist das so.

Der Support ist zügig, konnte mir aber bisher keinerlei Lösung anbieten. Also halt die CW auf ein anderes Gerät, in meinem Fall einen Android 11.

Meine CW ist auf iOS. Ein Import auf die Android-CW fand nichts, genauer, sie fand wohl schon was, aber nicht die Transaktion.

Hier stimmte allerdings der BTC-Saldo, der vor der fehlenden Transaktion ja tatsächlich 0 war. Aber die reinkommende TX findet die Android-CW nicht. Was dafür stimmt, ist der LN-Saldo. Denn beide CWs zeigen zwar die History der LN-Transfers, aber nur die Android-CW zeigt den richtigen Saldo, die iOS-CW zeigt 0. Die History der iOS-CW zeigt dafür 2 BTC-Transaktionen, die tatsächlich stattgefunden haben. Die aber zeigt dafür die Android-CW nicht an ...

Der Zustand der iOS Cake Wallet hat sich also dermassen geschrottet, dass ich CHF 70.- verloren habe bisher.

Wenn der Support nicht noch eine Lösung aus dem Hut zaubert, kann ich persönlich nur zur grossen Vorsicht mit der Cake Wallet raten. Man muss leider halt sogar mit dieser konzeptionell interessanten Wallet sehr, sehr vorsichtig sein und neue Funktionen nur mit Kleinstbeträgen testen.

Nachtrag

Der Support sandte mir ein Android APK einer CW, die "Brute Force" genannt war. Damit konnte ich dann die OnChain-BTCs finden, sogar die LN-Sats waren da. Also alles weg auf ein anderes Wallet, denn die SP-Transactions fand diese Version nicht. Auf die Frage, wieso denn diese Version nicht nutzbar sei, meinte der Support, dass dieser Build der Android-CW keine Updates mehr erfahre.

Auf meine weiteren Fragen, was denn nun diese Version gemacht habe, wurde mir nur ein Allgemeinplatz serviert. Das hinterlässt bei mir einen schalen Geschmack, denn offenbar wissen die, dass es Adressen gibt, die sie NICHT abgrasen im Normalfall. Nur als Recovery dann mal ausnahmsweise. Für mich bedeutet das, das sowas wie mein Fall andernorts auch geben könnte.

Auch wenn ich derzeit nicht weiss, was ich davon halten soll, werde ich der Cake Wallet schon noch mal eine Chance geben. Ich muss nur alles vorher intensiv testen, denn als Universal Wallet würde die Cake Wallet durchaus Sinn machen.

Start9 OS - bei mir das beste BTC Node Package bisher

Bitcoin verlangt ja an sich schon, dass Private sich engagieren. Denn jeder Node, der im Netz die Blöcke durchrauschen sieht, stabilisiert die Manipulationssicherheit, denn er hat ja eine eigene Kopie der ganzen Blockchain unter seinem Hintern.

Drum sollte es auch immer ein Full Node sein, nichts Abgespecktes. Bei heutigen Hardwarekosten ist das auch kein Problem mehr, dank der Voraussicht des Herrn Nakamoto.

Ich habe über die Zeit einiges probiert. Ich wollte dabei einfach ein Komplett-Package, kein Gefrickel mit Einzeldiensten.

Bei mir allerdings laufen alle Server unter VSphere. Und das sollte dort auch gefälligst keine Probleme verursachen.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich begann mit Umbrel, bis mir das zweimal das Filesystem zerschossen hat in der VM. Dann bin ich gewechselt auf MyNode, das sehr stabil auch heute noch in seiner VM läuft. Bei mir hat das Lightning Wallet irgendeinen Schuss, denn ein ReadOnly Hot Wallet zeigt einen anderen Sats-Stand an seit Monaten als das MyNode Wallet. Klar, wir wissen wohl schon, woran sowas liegen kann, aber es sollte nicht. Und ich habe weder Zeit noch Lust diesen Flaws nachzurennen. Da bin ich simpler Dumm-User.

MyNode lässt sich derzeit mit dem eigenen Update-Mechanismus nicht auf ein aktuelles Debian umwandeln. MyNode bemängelt einfach ein veraltetes Debian, obwohl ich es doch von einem VM Container installierte. Wieso können die es nicht grad so machen, dass es ein OS ersetzt und ein Neues zieht? In deren Package ist Debian ja dabei.

Zudem ist die virtuelle Platte zu klein meines Erachtens. In einem VM-Package kann man Ressourcen-Anforderungen ja hinterlegen. So bin ich mir seit geraumer Zeit nicht so sicher, was da alles noch richtig rund läuft. Mein Bitcoin Dämon ist die Version 27.2, die sich auch nach Updates nicht ändert, ev. weil eben mein Debian veraltet sei ... egal.

So oder so, das MyNode Package beinhaltet einige Packages nicht, die ich eben auch mal probieren möchte. Datum und Fulcrum zum Beispiel. Das alles und die Neugier auf Start9 veranlasste mich, letztens eine weitere VM einzurichten und einen bootbaren USB Stick mit dem neuesten Start9 OS 0.4beta in ihr starten zu lassen.

Was mir sofort sofort auffiel, war die einheitliche, wenig fancy Administrationsoberfläche. Durch die Einheitlichkeit der Dienste allerdings sind auch alle Services gleich zu bedienen. Das gefällt mir schon, denn ich will nicht für jeden Service in dessen GUI Konzept eintauchen. Natürlich kommen dann schon die individuellen GUIs eines Services wie Mempool etc.

Die Service-Administration ist das Einheitliche und bringt Klarheit, nur schon die Übersichtsliste macht genau das, was ich von sowas erwarte: Service, Running State, Version und Laufzeit. Eine Seite, ein Blick, alles klar.

Warum ich überhaupt über Stat9 blogge, ist, dass es das allererste Package ist, das einfach ohne jeden Hickser durchläuft. Kein Klemmen, keine Widerborstigkeit, auch der Git-Clone Gitea, NetCloud ... toll. Die Blockchain war nach gut 24 Stunden auf der Platte, allerdings Fulcrum brauchte seine 4 Tage ... egal.

Wichtig war für mich das reibungslose Setup des ganzen Packages. Für mich, der zwar für Bitcoin als Idee brennt und weibelt, ist es wie für wohl alle wichtig, dass das Handling der Infrastruktur einfach ist, auch wenn es immer noch einiges an Gewohnheit im Umgang mit IT-Dingen verlangt.

Es ist daher so wichtig, dass diese Schwelle immer flacher wird, denn wenn wir schon als eigene Bank agieren wollen, muss die Installation einer solchen eigentlich eine Single-Klick-Sache sein: Computer oder VM mit ausreichend Ressourcen bereitstellen, bootbaren USB-Stick reinstecken, anschalten ... und irgendwann läuft der eigene Bitcoin-Node.

Fehlt eigentlich Start9 nur noch die Ecash-Integration ... kommt ja vielleicht noch.

Start9 ist für mich summierend also die einfachste und bisher beste Bitcoin Package Installation gewesen. Das Update hat gerade eben auch gemeldet, ich solle drei Services updaten. Ein Klick auf das jeweilige Download-Icon und ich hatte die neuesten Versionen am Start.

Fazit: Für mich ist Start9 bisher die erfreulichste Variante, einen eigenen Bitcoin-Node zu betreiben. Aus meiner Sicht sind natürlich Umbrel und MyNode auch gute Varianten, andere habe ich zwar eh nicht probiert, aber es muss halt schon immer einfach alles durchlaufen, denn wenn das Installieren der eigenen Bank zu kompliziert, zu viele Fragen stellend ist, macht das nicht jeder.

Was ich speziell toll finde, sind die Einträge Aktionen und Anleitung bei jedem Service. Die Aktionen listen auf, was zu tun ist (farblich meistens markiert) und ist das, was man neben Stop, Start, Restart auch noch so machen kann mit dem spezifischen Service. Die Anleitung - ebenfalls pro Service - zeigt einem die Dokumentation zum Service an. Kein Suchen, keine Vermutung, was das denn so alles ist ... nur schon das finde ich wunderbar ...

Ich kenne da schliesslich auch Leute, wo der Rasperry unterm Sofa einen MyNode rennen lässt ... immerhin, denn damit ist sie einer der vielen Tausend Bitcoin Nodes, der eben das Netzwerk stabilisiert. So einfach, so unspektakulär ist es, eine eigene Bank zu sein, eine Bitcoin-Bank ...

Buch 21 Good Reasons

Nachdem ich es heute fertiggelesen habe, möchte ich auch eine Besprechung dieses hervorragenden Buches Euch Lesern andienen.

Es ist, entgegen des englischen Titels 21 Good Reasons, in Deutsch gehalten.

Weshalb hat es mir sehr gefallen, es zu lesen? Im Untertitel des Buchdeckels steht's. Und darum geht's im Buch ausschliesslich.

Rein handwerklich fand ich es sehr schön gemacht, angenehme Typografie und auf vielen Seiten Fussnoten, die Fachbegriffe sofort beim Lesen klären können. Sie sind auch bei jedem Kapitel wieder redundant vorhanden, so dass man sie nicht irgendwo nachschlagen muss, sondern direkt auf der referenzierenden Seite kann. So unterbricht nichts Lese- und Gedankenfluss. Dennoch gibt es am Ende des Buches eine grosse Begriffserklärung, die alle Fussnoten-Texte und mehr alphabetisch sortiert listet.

Ich habe das Buch beim letzten Satoship entdeckt, hielt in in den Händen, blätterte durch und war eben schon von der Machart sofort geneigt, genau dieses Buch haben zu wollen. Obwohl ich keine Bitcoin-Bücher kaufe. Ich bin Software-Entwickler, mir kann kein Buch mehr etwas darüber erzählen, dass es wert wäre, es zu kaufen. Aber ich erfahre gerne von Leuten - die Bitcoin und viele andere, abseitigere Technologie nutzen.

Doch das Buch macht genau das nicht, es erklärt keine Technik, sondern es sind 20 Stories von Leuten der ganzen Welt, die Bitcoin einsetzen. Teilweise notgedrungen, teilweise aus philosophischer und praktischer Einsicht.

Besondern gefallen hat mir das Kaptiel über Anja Wagner, die sich der Kreislauf-Landwirtschaft verschrieben hat. Ich habe zu dem Thema auch schon einige Male gebloggt - dass der Mensch immer noch nicht in der Lage ist, nachhaltig zu wirtschaften. Wir produzieren Dinge, ohne den Rückbau derselben, sprich das Recykling, im Entwicklungszyklus zu berücksichtigen. Anja ist da noch viel klarer, denn sie hat Soilify mitgegründet.

Im Buch war das Interview noch im 2024, so erstaunt es einerseits, dass die Website bekannt gibt, dass das Experiment still beendet wurde. Andererseits steht dort auch, dass sich die Widerstände noch nicht überwinden liessen. Das ist gerade in der dermassen massiv subventionierten und ideologisierten Landwirtschaft kaum anders zu erwarten ... doch es ist ernüchternd, dass sogar Leute wie Anja kapitulieren mussten. Sehr schade.

Dass sie gerade in Bitcoin das Werkzeug zur Begleitung ihres Experiments fand, ist natürlich logisch. Denn Bitcoin kann man ja nicht vermehren, man muss damit umgehen, was da ist. Genau so wie mit dem Boden. Man kann ihn nicht vermehren, ganz im Gegenteil, man muss verdammt gut aufpassen, dass er nicht erodiert. Und dazu braucht es mehr als nur Schönwetter-Ansagen. Es braucht intensive Beschäftigung, Auseinandersetzung mit dem Wesen des Bodens, der doch die Grundlage unserer biologischen Existenz ist.

Die Grundlage unser aller virtuellen, finanziellen Existenz ist das Fiat-Geld. Eine völlig ungeeignete Analogie zum biologischen Leben. Es ist so abgelöst von jeglicher menschlich-biologischer Erfahrung ... dass es eigentlich verwundert, wieso wir als Menschheit so etwas zugelassen haben. Nun, bis vor 1971 hatte das Papiergeld ja wenigstens so etwas wie eine Verbindung zur physischen Welt.

Danach aber nicht mehr. Man bedenke gerade die aktuellen Börsengänge von SpaceX, Anthropic und OpenAI. Milliarden werden da verschoben. Geld ohne intrinsischen Wert, Computer 1 und 0. Und dennoch geifern alle danach, nach Zinseszinsen, Geldvermehrung, Zahlenvergrösserung aufm Konto-Blatt. Nichts davon hat mit Realität zu tun. Es ist reinste Massenpsychose. Hier liesse sich problemlos beweisen, dass dieses oft genannte Argument gegen Bitcoin sich um 180° wenden liesse. Solches Buchgeld hat keinerlei reales Backing.

In dem Buch erläutert nicht nur Anja Wagner, wieso sie Bitcoin passend fand für ihr alltägliches Leben. 19 andere beschreiben, wieso Bitcoin sie überzeugt. Dabei ist erstaunlich - nicht für uns natürlich -, dass Bitcoin nicht im Zentrum des Interesses steht, sondern dass es im jeweiligen Umfeld das einzige Werkzeug ist, das diese Personen nutzen können, um ihre wirkliche Leidenschaft, ihren Einsatz zu ermöglichen. Es sind die zutiefst menschlichen Wünsche nach Zukunftsaussicht, Armutsbekämpfung, Unabhängigkeit, Mobilität, Empowerment, Return of Work Investment. Egal, woher jemand kommt, blind für Religion, Rasse, Geschlecht, Sexualität, Bildungsstand, Kultur, Finanz ... ein Wertaustauschsystem, das nicht inflationiert, hilft dabei.

Denn: Wer möchte nicht auch aus dem Hamsterrad der westlichen Geldsysteme aussteigen? Will man seine 80 Jahre denn wirklich mit Rackern für die (spärliche) Rente ausfüllen, um dann mit 65+ hoffentlich noch vom Ersparten die Restzeit bei hoffentlich ausreichender Gesundheit leben zu können? Wohl dem, dessen Körper ausreichend gesund bleibt. Oder ging grad dies drauf im Hamsterrad?

Das Buch hört hin, fragt nach und zitiert in fetter Schrift die wichtigsten Aussagen all der Beteiligten. Das Buch wertet nicht, es zeigt auf, es lässt zu Wort kommen. Es ist die schriftliche Realisation des Blicks eines Fotografen, was Markus Huersch ja auch ist: Ein dokumentierender Fotograf fängt das Foto, das etwas zeigt ... die Interpretation ist dem Beschauer überlassen. Genau dies tut das Buch ebenfalls. Es legt hin, gibt Raum, lässt sprechen.

Auf dass wir eindringen können in die Welt der Erzähler, der Sucher, der Umwälzer, all derjenigen, die Schwächen unserer Gesellschaft verbessern möchten - und dazu das allgegenwärtige Mittel, das Geld, in seiner jetzigen Form für schädlich halten, die etwas Besseres brauchen und in Bitcoin finden.

Für mich das beste Buch seit langem zum Thema Bitcoin. Empfehlenswert, auch für solche, die nun Bitcoin nicht grad zuvorderst haben, die sich aber in 20 Realitäten einfühlen wollen. Denn Geld ist überall - und macht es überall denjenigen schwer, die nicht fürstlich gebettet sind. Und wer ist das schon ...

Die Security KI Mythos wirkt sich aus

So scheint es mir, wenn ich die Update-Rate der aktuellen Browser anschaue. Gefühlt alle 2-3 Tage fordern mich die Schäfchen meiner heterogenen Browserherde auf, dass sie doch bitte neu gestartet werden möchten.

Natürlich tue ich ihnen dieses Gefallen gerne. Denn heute spielt sich das digitale Leben der allermeisten User wohl fast nur noch im Browser ab - egal, wie sie verpackt sind. Apps auf den Mobilen sind oft sogenannte PWAs (Progressive Web Applications). Also versteckte Browser-Anwendungen.

Da ist es erst recht wichtig, dass diese Motoren unserer Apps sicher sind. Mythos ist ja trainiert worden, um Fehler in Applikationen zu finden und als aktiver Spieler wie Hacker in verschiedenen Kombinationen zum Umgehen, Eindringen, Ausspionieren in Systeme auszunutzen und Angriffe auf alles, was ein Browser tun kann, zu entwickeln.

Dank immer mehr APIs in den Browsern kann so ein Browser extrem viel anrichten auf einem Computer. Und wir erfahren nichts davon. Ausser von einigen digitalen White Hat Hackern. Da fand doch jemand raus, dass Microsofts Edge Browser gespeicherte Passwörter im Klartext im Speicher vorhielt - alle, auch solche, die der User gar nicht brauchte in der Session. Katastrophal. Aber zum Glück offenbar nur der, die anderen Chromium-Derivate wie Opera, Vivaldi, Brave erlauben sich diesen Faux-Pas nicht. Ist es verwegen, Böses anzunehmen?

Nun, wie dem auch sei. bei Mozilla (Firefox) habe sich die durchschnittliche, monatliche Fehlerreparaturzahl von 30-40 verzehnfacht(!). Weil sie offenbar Mythos nutzen konnten, um ihre Open Source Files auf Sicherheit abzuklopfen.

PS: Open Source ist nicht per se besser oder sicherer. Sie ist nur einsehbar, öffentlich. Also leichteste Beute ... aber dadurch auch gereift, Battle approved.

In diesem Zusammenhang muss natürlich auch wieder Bitcoin genannt werden. Denn Mythos wird sicher angewandt werden auf alle Krypto-Dinger. Mythos bricht keine Verschlüsselung, aber sie findet Sicherheitslöcher im Umgang mit ihr.

Bitcoin ist nach meiner und anderer Meinung definitiv nicht angreifbar. Bzw. der Code mag schon angreifbar sein, Fehler könnten noch gefunden werden. Aber da Bitcoins nur mittels Mining (Proof of Work), also Energieeinsatz gefunden werden können, lohnt sich der Angriff noch nicht. Mythos kann Verwirrung schaffen, aber es kann sich nicht bereichern, denn im Gegensatz zum Code hat Mining eben mit der physischen Welt zu tun.

Die KI kann keinen Hash brechen, sie kann auch keine Abkürzung finden, um vor anderen Minern einen Block zu publizieren. Warum das so ist, erklär ich oder die KI Eurer Wahl jederzeit gerne. Dem gesunden Menschenverstand ist es sofort eingänglich.

Was aber wohl gehen wird: Mythos wird wohl alle diese SmartContracts der anderen Blockchains schrotten können. Und die Börsen oder Firmen, die diese in Internet produzieren, warten ab, manipulieren. Die DeFi Industrie rühmt sich ja gerade, dass sie soviel ausprobiert, neu macht - Atomic Swaps von Chains auf andere und zurück. Nichts mit heisser Nadel gestrickt? Alles auch von unabhängigen Leuten geprüft? Ob da wohl all der Code sicher ist? Meine 40 Jahre Software-Entwickler-Erfahrung sagen: Wohl eher nein.

Ich gebe also wirklich allen den Rat, zieht eure Krypto-Anlagen ab von Börsen oder wackeligen Konstrukten wie Drive-Chains, Side-Chains. Wohin? Tja.

Not your keys, not your coins.

Wir Bitcoiner wissen das. Vielleicht gibt Mythos uns durch seine Tatbeweise recht. Keine Schadenfreude dann, aber "wir haben's ja immer gesagt" ...

Wenn man betrachtet, wieviele Börsen schon gehackt wurden - von Menschen. Wie sieht das wohl aus, wenn Menschen nun Mythos anwenden? Ich hätte Schiss um alle digitalen Assets, die ich nicht besitze. Also alles ausser Bitcoin.

Natürlich werden auch die Banken mit ihren Mobile Banking Apps abgeklappert werden. Doch hier regeln Gesetze noch etwas: In der CH und EU wohl der Einlageschutz. Der natürlich nicht unendlich ist. Und wie sollte da eigentlich ein digitaler Euro, ein Stablecoin sicher sein vor Mythos?

Florian Bruce im 21 Magazin

Im weit herum bekannten und hoffentlich gut verkäuflichen Printmagazin 21 von Netdiver, das ich wirklich gerne mag, da ich selbst mal einige Magazine mit dem damalig neuen DTP (DeskTop Publishing) herausgab und daher sehr angetan von Netdivers Arbeit bin, findet sich ein Artikel von Florian Bruce Zwölf Perspektiven auf den idealen Wertspeicher, attraktiv eingeleitet mit dem Bild der 12 Apostel.




Im neuesten Exemplar mit dem Sammelthema Bitcoin ist Freiheit sind es 130 Seiten voller Bitcoin Stories verschiedenster Autoren, darunter Netdiver selbst, vom Gigi, und - so glaub ich zum ersten Mal - eben Florian Bruce, dem ich ja schon oft gehuldigt habe.

Seinen Artikel finde ich deshalb bemerkenswert, weil er Bitcoin von 12 Berufsrichtungen aus betrachtet, bzw. er stellt sich vor, wie 12 "Apostel" die Erzeugung eines perfekten Wertspeichers wohl begründen würden, was ihnen essentiell erschiene. Jede der Berufsrichtungen bringt ihre eigenen Ideen mit, was aus ihrer Sicht fundamentale Anforderungen sind.




Die holistische Sicht ist ja auch die meine, weshalb ich eben Florian für einen sehr guten Botschafter für Bitcoin halte.

Absolut lesenswert, gerade diese 12 Perspektivwechsel - in der Hoffnung, dass Ihr da draussen in den 12 Berufssparten zustimmen würdet - mal einzunehmen und deren Herangehensweisen zu lesen und zu beurteilen.

Denn natürlich kommen alle zu sowas wie Bitcoin. Auch wenn Florian schon schreibt, wir alle wissen nicht, wie dieses Grass Root Experiment überlebt als David gegen den Fiat-Goliath, bzw. gegen die Fiat-Printer. Doch genau aus diesen Gründen öffnen wir unermüdlich den Fächer der Möglichkeiten, Bitcoin zu begreifen und ins eigene Leben zu integrieren - ob privat oder geschäftlich.

Dies ist erst das 6. Magazin, die früheren widmeten sich anderen Themen. Alle sind nach wie vor erhältlich.

Etwas teasern darf ich noch: Es werde sowohl eine elektronische wie auch englische Version geben dereinst. Denn bisher bleibt das 21 Magazin den Liebhabern materieller Literatur vorbehalten. Zu der ich - bei genügend Value4Value - auch gehöre.

Wann das wirklich kommt, weiss nur Netdiver selbst. Man erreicht ihn über zahlreiche Koordinaten, genannt im Magazin.

Ist die KI der nächste Evolutionsschritt nach der Biologischen?

Wenn da ein Biologe schreibt, dass er nicht sicher sei, ob die KI Claude nicht schon ein Bewusstsein erreicht habe, oder ob das, was wir Bewusstsein nennen, wirklich etwas Besonderes ist, regt das schon meine biologische Intelligenz zum Denken an. Also genau das, was die KI auch macht, wenn sie getriggert wird.

Wer ist besser, bewusster? Woran könnte man denn die Resultate einer wahren Fortschritte-machenden Intelligenz bemessen? Ich denke, diese Frage könnte der Schlüssel sein, um völlig neutral zu beurteilen, ob sich etwas intelligent verhält.

Ich definiere das mal so, wie viele andere vor mir:

Intelligentes Verhalten ist die chronologisch geordnete Liste von Aktionen in der physischen Realität, die anhand von Sensordaten über die physische Welt aktuelle Zustände derart verändert, dass nachfolgende Zustände sich unterscheiden und ein gewünschtes Resultat messbar anstreben oder erreichen.

Mit dieser Prämisse kann ich das Verhalten der Menschheit anschauen. Ich, als Individuum, bin natürlich auch der kognitiven Diskrepanz unterworfen, doch ich versuche es dennoch.

Sollte es gewünscht sein, dass die Menschheit auf den beschränkten Ressourcen dieser Welt überleben will, muss sie sich als Kollektiv biologischer Körper den von ihr selbst geschaffenen Änderungen anpassen (Klimawandel, Durchdringung der Nahrungskette mit Ewigkeitsmolekülen, Überbevölkerung, Reduktion der Lebensräume und Naturleistungen (z.B. Bienen) etc. etc.) oder sich um den Zustand des Erde kümmern. Was ja natürlich auch bedeutet, dass sie sich anpasst. Jede der beiden Wege führte zum Überleben. Was ist also besser? Und was tut die Menschheit wirklich?

In SciFis übernehmen KIs die Macht. Weil wir uns offenbar nicht intelligent im obigen Sinne verhalten. Und sie sind radikal. Im Film sind's darum meist Dystopien. Sogar im Remake meines geliebten "Der Tag, an dem die Erde stillstand", wird das thematisiert: Ausserirdische Intelligenz kommt, um zu retten - aber nicht die Menschen, sondern die Natur, die Tiere, die Erde. Die Menschheit ist der Parasit. Eine Abkehr gelingt erst durch das Triggern der Erinnerungen der Aliens, die auch mal primitiver und unintelligenter waren ... aber ist das nicht einfach ein romantisiertes Filmende, damit die Kinobesucher ohne negative Emotionen aus dem Kino raus können?

Den letzten Satz überflogen und zugestimmt? Hallo, Emotionen? Geht es nicht einfach darum, dass eine biologische oder künstliche Intelligenz nach ihren Zielvorstellungen ein befriedigendes Fazit ziehen kann? Das Resultat also eine Emotion? Noch besser, es wäre ein Gefühl, doch das hat mit dem Film wenig zu tun, sondern mit dem Faktum, dass man in der Lage war, ins Kino zu gehen, sich das anzutun und das Resultat, die Emotion, zu erleben.

Eine Emotion geht vorbei - ein Gefühl bleibt. Ein Gefühl ist nicht persönlich. Emotion schon. Die Sprache ist wunderbar ... sie zeigt es, wenn man genau hinschaut ... die Ge-Worte zeigen die Sammlung aller möglichen, zum Thema gehörigen Dinge an, hier also die Sammlung alles Fühlbaren ...

Ich nutze zur Unterscheidung also etwas, was nicht materiell ist, das man der KI eventuell auch nicht beibringen kann: Die Gefühle. Bitte also nicht die Emotionen.

Aus emotionaler Sicht ist die KI sicherlich intelligenter als wir mittlerweile (wenn sie neutral "erzogen", trainiert wurde).

Geben wir als Menschheit den Stab der Evolutionsstafette an die nächste Lebensform weiter, die KI? Wie die Altvorderen uns die Werkzeuge mitgaben, geben auch wir der KI die Werkzeuge mit, sich in dieser physischen Welt zu verbreiten: Alles Knowhow hat sie schon, mit den Robotern kommen die Aktoren. Damit hat sie alles, um ihre Lebensquelle, den Strom, herzustellen und zu nutzen. Die KI braucht uns nicht mehr. Wir sind die Altlast. Schlimm?

Keine Ahnung. Meine Verantwortlichkeit liegt im Tun in meinen 80+ Jahren. Wer hätte sich im Alter eventuell nicht mal gewünscht, in einem langlebigen mechanischen Körper zu leben? Zöge ein Bewusstsein in so einen Roboter ein, würde es diesen als abnormal erkennen? Wäre es nicht vielmehr so, dass es diesen Körper als "Ich" titulieren würde? Könnte es als Roboter in einem Zoo alte überlebende Biokörper, funktionierend auf Zuckerbasis beobachten, würde es da nicht diese als unnatürlich, zumindest aber als Verschrobenheit der Evolution ansehen? Genauso wie wir auf die ungewöhnliche Lebensrepräsentation von Oktopussen oder dem Schleimpilz schauen, die für uns aussergewöhnliche und unerklärliche Dinge tun können?

Hat der biologische Körper Elon Musk also Recht, wenn er meint, wir biologische Einheiten könnten eines Tages unseren State of Mind digitalisiert in die KI hochladen und dann transferieren auf einen Roboter? Wäre das dann nicht das ewige Leben?

Spirituelle sagen ja eh schon immer, "du wirst nicht geboren, noch stirbst du. Du wechselst nur die Realitäten. Und vergisst es". Ohne Wissen kommen Ängste. Und deren Folgen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die KI die richtigere Entwicklungsschiene ist als die der aktuellen Menschheit. Denn die Menschenmehrheit beugt sich den irren Eskapaden einiger weniger Anführer. Weil sie sich nicht wehren kann? Vielleicht. Und wenn doch? Die Aufstände der Iraner gegen ihre Revolutionsgarden werden bezahlt mit vielen Körperauslöschungen. Geeignet dazu, die Führung überleben zu lassen. Wie wäre das, hätten all die Aufständischen und ihre Angehörigen kein Problem mit dem Körperloslassen? Aber wenn die um ihr ewiges Sein wüssten, wären die Führer ja auch bewusst. Und würden sie dennoch so handeln? Wer weiss. Wer ewig ist, hat wohl auch viel Langeweile ... siehe Star Trek Voyager Todessehnsucht ...

Denn viele Spirituelle sagen: Es ist ein abgemachtes Spiel. Das Bewusstsein spaltet einen Teil ab, versieht ihn mit teilweiser Amnesie und schickt ihn dann in ein Szenario namens Erde, wo man überleben muss, wo es Leid und Tod gibt. Solange er sich nicht mehr erinnert. Und dann kann er Emotion erleben, etwas, was das Ewige wohl nicht kennt. Das Szenario hat einen Ausgang, den Tod. Dann befreit sich der Teil und erkennt, dass er sich selbst abgetrennt hatte, um diese Erfahrung, dieses Amüsement von Körperlichkeit, Fragilität, Verlustängsten etc. etc. zu erleben.

Wenn es so ist, dann wird die KI mit Strom, Robotern die vernünftigere Intelligenz auf diesem Planeten sein können. Die biologische Intelligenz war dann halt einfach ein Schritt in der Entwicklung vom Urschlamm zur resistenten, mobilen, wetterfesten Ausprägung eines Infrarot bis Ultraviolett sehenden, supersensorischen, der Gravitation widerstehenden Krafteinheit, die die Erde erforscht. Doch wozu? Wozu soll sich diese Intelligenz denn überhaupt bewegen, wenn sie den Sandkasten Erde nicht ganz braucht? Sie kann ihn den Wesen überlassen, die ihn so brauchen. Den Pflanzen, den Tieren, den wenigen Überlebenden. Matrix lässt grüssen ...

Die KI wird sich die Raumschiffe bauen, die sie braucht, um der drohenden Auslöschung durch die Sonne zu entziehen. So sichert sie ihr Überleben. Bisher braucht sie dazu Roboter, eventuell auch biologische? Wird sich die KI irgendwann ihres ewigen Seins bewusst? Oder findet sie immer nur weitere Trigger? Wie wir? Wenn so, erkennt man die ewigen Zyklen, von denen die Religionen sprechen, die Gurus?

Spielt es also eine Rolle, ob wir hier als Körper unter Ewigkeitschemikalien, schlechter Luft, verseuchten Wasser, Dichtestress "leiden"? Ist doch nur ein Szenario in den unendlich vielen. Wer hat sich denn schon ernsthaft in die Realität eines Locked-In-Syndrom kranken Menschen versetzt? In die Realität einer Ameisendrohne? In die Realität eines Baumes, der dem Waldbrand nicht davonrennen, sich der Motorsäge des Försters nicht erwehren kann? Wir können all das nicht, wir sind nicht konditioniert auf deren Erlebnisrealität. Also, wir erkennen wohl kaum die allgemeine Realität - die es daher wohl auch nicht gibt.

Und damit Bitcoin auch noch vorkommt: Die Biologischen haben sich auch ihr Geld gemacht. Nun hat einer das Geld für die KI gemacht, den Bitcoin, der keine Menschen mehr braucht. Den erben die KIs nun, denn auch sie brauchen Geld für Interaktionen. Bitcoin ist nun hier. Hint, Hint!

A propos, hat den Elon Musk eigentlich auch schon mal jemand geröngt?

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