frontal ZDF - Der Sparkassenfall Gelsenkirchen

Heute sehe ich ZDFs frontal, wo sie den Megaraub in Gelsenkirchen anschauen. Mit Kernbohrern wird der Tresorraum der Sparkasse geknackt. Nicht der erste Fall dieser Art.

Herzerweichend, dass eine Sekretärin mit Nebenverdienst fürs Alter alles im Schliessfach speicherte. Und dann alles, ihre Altersvorsorge, ca. €400'000 verloren, weil jemand - der Verwahrer - schlampt? Mag sein, aber der Gerichtsgutachter sagt, man müsse mit Kernbohr-Einbrüchen rechnen. Und sich darauf vorbereiten. Aber eben, Prävention ist ja nicht sexy und in der physischen Welt teuer.

Nun, herzerweichend oder schadenfreudig ... wer auch immer den Schaden übernehmen muss ... zeigt es doch, dass materielle Güter mindestens so fragil sind wie digitale Coins. Bei diesen allerdings ist oft der Inhaber selbst Verursacher des Verlusts.

Das ist genau das, was Bitcoin ja auch betrifft. Was wir sagen können, ist, dass auf einem eigenen Hardware-Wallet gehaltene Seeds schon mal dafür sorgen, dass Bitcoins eben nicht geklaut werden können von der Strasse - Bitcoins liegen ja auf der Strasse, in der öffentlichen Blockchain.

Wenn die dann sagen, dass es im Tresorraum nur einen und erst noch abgeklebten Bewegungssensor gegeben habe ... sträubt sich einem doch grad alles. Wenn die Materie dann weg ist ... tja, dann ist sie eben weg. Und das nur, weil der Verwahrer einen hundsmiserablen Job macht(e).

Gleiches bei Bitcoin, aber immerhin, eben die Bitcoins können nicht bewegt werden ohne Seeds. Es braucht also keine Bank, keinen Verwahrer. Aber dafür die Eigenverantwortung. Und die schafft eigene Herausforderungen.

Wie kann man denn den Seed einer Wallet gut aufbewahren? Nun, da gibt es ja viele Lösungen, meines Erachtens sind die zwar sicherer, aber bergen natürlich auch Risiken, denn anstelle des Tresorraums werden wir als Menschen halt die Ziele, denn auch die Kriminellen wissen ja, dass Bitcoin einen Seed brauchen - und der ist bei Menschen zu finden.

Das ist also das Risiko in der digitalen Welt. Es gibt aber eine Hilfe, die wir haben: die Zeit.

Wenn diese kann auch der Verbrecher nicht beugen. Daher ist die Lösung mit den Totmanns-Schalter wohl die beste.

Der Totmanns-Schalter ist eine Tretplatte, die ein Lokführer in regelmässigen Abständen niederdrücken musste, damit die Lok nicht automatisch abbremste. Denn wenn er das nicht mehr tat, war er eben tot. Das musste die Lok erkennen und abbremsen, damit dem ganzen Zug nichts passiert. Also eben die Zeit - auch hier schon.

Für Bitcoin gibt es die Liana Wallet. Damit kann man sich Bitcoins selbst überweisen, die danach mit einem Time-Lock versehen sind für bis zu ca. 1.3 Jahre. So einen gelockten Bitcoin kann daher niemand in diesem Zeitraum ausgeben - auch nicht man selbst. Allerdings danach schon. Drum muss man vor dem Ablauf der 1.3 Jahre eben auch einmal den Totmanns-Schalter treten. In der Liana Wallet heisst das einfach, einen Refresh-Button zu drücken. Unter der Haube wird eine Transaktion an sich selbst ausgelöst, der einem wieder 1.3 Jahre Ruhe verschafft. Dies kann man solange wiederholen wie man will. Sobald einmal die 1.3 Jahre abgelaufen sind, kann jeder diese Bitcoins überweisen.

Die Zeit halt wieder. Man kann so den Grossteil der eigenen Bitcoins schützen vor Diebstahl, denn so sind Coins einfach nicht zu bewegen von einem Räuber.

Dann gibt es aufgrund dieser Wallet noch Services wie der von Tobias. Dabei übernimmt er eine menschliche Sicherheitsposition. Während Liana für eine Einzelperson schon Schutz bietet, geht Tobias weiter, denn er hält in einem 2 von 2 Schlüsselverfahren einen der Schlüssel (2 of 2 Multisig). Wenn ich meine Bitcoins ausgeben will, muss ich ihn mitsignieren lassen. Das hat zur Folge, dass ich ihn erreichen muss, wenn ich die so geschützten Bitcoins ausgeben will. Unter persönlicher Bedrohung kann ich ein Schlüsselwort vereinbaren mit ihm, das ich beispielsweise am Telefon nennen kann, um ihn zum Signieren oder Verweigern veranlassen. Auch hier liefe die Bedrohung eines Verbrechers ins Leere. Sollte übrigens Tobias selbst unerwartet verschwinden, kann man seinen Schlüssel ebenfalls à la Liana sichern, so dass man den eigenen einen Schlüssel automatisch nach 1.3 Jahren als einzigen Schlüssen nutzen kann, um die Bitcoins auszugeben. Tobias' Geschäftsmodell ist dabei, dass er Gebühren verlangt, die auch die Anzahl der möglichen Transaktionen pro Jahr bestimmt. Denn eben, man muss ihn ja mitsignieren lassen, ohne ihn geht's nicht.

Und dann gibt es auch noch Bitvault, die etwas ähnliches anbieten. Dabei werden Transaktionen mit mit den eigenen Bitcoins sofort ausgelöst - allerdings mit einer Verzögerung von wenigen Stunden bis zu 15 Tagen. Und es braucht keinen menschlichen Signierungspartner. Hier sorgen Smart-Contracts dafür, dass erst nach dem Ablauf der Zeit eine Weiterverarbeitung erfolgt. Die Bitcoins sind also vorerst mal weg. Sie sind zwar sicher bei Bitvault, aber man kann sie halt auch nicht mehr anderweitig ausgeben, sie sind weg. Im Smart-Contract ist die Verarbeitung nach Zeitablauf bereits vorgegeben. Der Trick hier ist aber, dass man eine Transaktion ja erneut versenden kann, mit höherer Gebühr. Veranlasst also ein Räuber mich dazu, Bitcoins bei Bitvault tatsächlich zu versenden, so wird der wieder abhauen und mir damit genug Zeit geben, um die Transaktion zu übersteuern und die Bitcoins wieder an mich zu senden. Bitvault ist also eher ein Transaktionsengpass / -verlangsamung als eine langfristige Verhinderung. Doch damit ist Bitvault gut brauchbar fürs Daily Business.

Man mag sich selbst schlau machen. Man kann sie ja mal mit Kleinstbeträgen ausprobieren oder mit dem Testnet im Falle von Liana. Dies nur mal so als Startpunkte.

Mir geht es um etwas anderes: Man sieht, dass in der digitalen Welt die Zeit der einzige Schutz ist. Denn Verbrecher wollen ja nicht warten. Schliesslich muss das Geld sofort weiterwandern, um die Spuren zu verwischen. Liana, Tobias und Bitvault vermasseln genau dies. Räuber können - selbst mit physischer Bedrohung - die Bitcoin-Überweisung nicht verschnellern.

Wenn man also die Signierung der eigenen Bitcoins hinauszögern kann, hat man diese Bedrohung ausgeschaltet. Man darf nur hoffen, dass Räuber, die Bitcoin wollen, wissen, was TLCs sind, also Time-Locked-Contracts. Denn auch sie können die Zeit nicht beugen.

Nach diesem Exkurs zurück zu Gelsenkirchen. Da kamen also physische Preziosen weg - endgültig. Beim Verwahrer. Da bin ich doch lieber selbst der Verwahrer und nutze solche TLCs. Dann kann ich ruhig schlafen. Und niemand klaut mir meine Altersvorsorge.

Ist das nicht ein cooles Argument für Bitcoin?

Bitcoin Buddha - Satoshi Nakamoto

Ich selbst stelle die kombinatorische Leistung von Nakamoto auf dieselbe Ebene wie Einstein oder Newton.

Weil er Bisheriges kombinierte zu einem neuen System, in dem es für alle Beteiligten besser und lohnender ist, an dessen Regeln zu spielen denn bescheissen zu versuchen.

Daher hat es mich nicht verwundert, im Podcast von Nico von einem Buddhisten diesen Vergleich zu hören.

Denn wie Bitcoin ist der Buddhismus dezentral, es gibt keinen Gott, kein für alle gültiges Oberhaupt, denn es gibt verschiedene Schulen, Richtungen im Buddhismus. Und wenn doch mal Zentralismus aufkommt, hat auch schon der Dalai Lama recht drastisch solche verirrte Leute zur Grundlage des Buddhismus zurückgerufen.

Ich selbst habe ebenfalls eine Richtung dieser Lebensweise begonnen und genossen und lebe de facto bis heute danach. Ich bin aus der Kirche mit meiner ersten eigenen Steuererklärung ausgetreten. Ohne Groll, sondern weil ich nicht wusste, wozu ich in der Steuererklärung eigentlich Kirchensteuer bezahlen muss für etwas, was ich höchstens als freiwillige Spende hätte akzeptieren wollen.

In jener Zeit fand ich dann Anschluss zu Leuten, die etwas lehrten, was mir um einiges mehr gefiel als jede Lehre aus der Vergangenheit. Vor allem aber deren Motto: "Don't trust, verify!" ... auf Deutsch damals: "Probiert es aus und beobachtet die Wirkungen auf euch selbst und eure Umfelder. Dann entscheidet, ob ihr weitermachen wollt.". Um 1990 rum.

Dies war wichtig für mich, denn ich hatte damals auch Lust, Bhagwan / Osho in Indien zu besuchen. Nun, eher die Vorstellung, ich sollte es tun. Spirituelles zog mich sehr an. Es kam nie dazu, denn ich hatte das Glück, dass über interessante Umwege ich Leute in Deutschland fand, die diese Lebensweise auf eine moderne, westliche Art lehrten - die, die wollten.

So musste ich nicht mal weit weg und wurde de facto buddhistisch geschult. Dezentral, ohne Helden, ohne Götter, aber mit klaren Anleitungen, Methoden, Techniken, das Leben zu bewältigen in allen Darreichungsformen. Sie sagten und jeweils "Danach [nach der Ausbildung] wird es nicht besser, aber anders. Und ihr könnt nicht mehr sagen, ihr hättet nichts gewusst."

So ist der Titel dieser Nico-Folge interessanterweise auch "Bitcoin wird dein Weltbild zerstören."

Weil alle, die sich erst später im Leben mit Buddhismus beschäftigen, dasselbe auch mit Bitcoin erleben: Alles, was sie zuvor meinten als gesichtert annehmen zu können, ist revisionsbedürftig und zerfällt. Wie alle Bitcoiner lernen, dass das Fiat-System im Kern verfault und klinisch tot ist.

Es ist übrigens hilfreich, Buddhist oder Stoiker zu sein ... wenn man Dinge wie diese lesen muss: Eine Milliarde KYC Daten offen im Netz. Es bleiben mir die Worte weg ... eine Mischung aus Wut, Schadenfreude, Unverständnis und Kopfschütteln bewegte mich.

KYC Daten! Offen im Netz! Die sensibelsten Daten, die eine Person hat. Und sie wegen Regierungen rausrücken MUSS. Fotos von Ausweisen, Biometrie ... und das von einer Firma, die diese Daten in 26 Ländern erhebt für eben diese Regierungen. Freiwillig würde das ja niemand machen. Und dann lässt so eine *ç/%)*ç"% Firma diese Daten auf der Hauptstrasse liegen. Es ist unfassbar.

Man darf sich nun gefasst machen auf unendliche Identitätsdiebstähle, Phishing-Angriffe, und was an Üblem sonst noch möglich ist, wenn man de facto die Identitäten von so vielen Leuten kennt und jederzeit elektronisch wiedergeben kann - jemand anderem gegenüber ... es ist unglaublich, wie fahrlässig so eine Firma ist. Eigentlich hoffe ich, dass diese Firma nun absäuft unter Schadensersatzklagen.

Die Empfehlung ist ja ohnehin, nirgendwo die Hosten runterzulassen, wenn man nicht unbedingt muss. Es ist Nötigung. Hoffentlich findet sich jeweils an anderes Angebot, das ohne KYC funktioniert.

Ich bin ja eingetragen bei tutor24 als Nachhilfe-Coach. Kostenlos und freiwillig, aber ich könnte für mehr Glaubwürdigkeit mein Profil verifizieren zu lassen. Für eine Nachhilfe-Website! Volles KYC? Geht's noch!

Buddhist oder Stoiker zu sein, hilft also. Oder Alter. Denn sonst wird man schon wahnsinnig bei vielen der bescheuerten Dinge, die wir heutzutage ergeben hinnehmen zu scheinen.

Also erst recht den Podcast hören.

Ach ja, wie gross ist das Volumen einer 8-dimensionalen Kugel schon wieder?

Klar, diese Frage ist natürlich essentiell. Schliesslich ... äh, was ist denn eine 8-dimensionale Kugel? Gibbet dat? Und wenn ja, wieso und was kümmert's mich?

Nun ja, im 3D Leben ist das uninteressant - vielleicht - who really knows.

Aber in der Mathematik gibt es ja keine Physik, keine Materie, nur Formeln und Rechnen. Drum sagen ja einige, Mathematik ist die purste Wissenschaft. Auch wenn ihre Resultate aber auch gar nichts mit unserer Erfahrungswelt zu tun haben. Denn eine 8D Kugel, was soll das denn sein?

Spannenderweise ist das Volumen einer 8D Kugel wieder kleiner als eine 3D oder 4D Kugel. Wie kann sowas denn sein?

Klingt schon esoterisch, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen ... aber: Archimedes tat das 2000 Jahre vor uns schon ... und wir alle kennen ja die Kreisformeln.

Also:

der Umfang eines Kreises: 2 πr
die Fläche des Kreises: π r2

die Fläche der Kugel: 4 π r2
das Volumen der Kugel: 4/3 π r3

für den Radius = 1 können wir das r ja weglassen und dann ist es

der Umfang eines Kreises: 2 π
die Fläche des Kreises: π

die Oberfläche der Kugel: 4 π
das Volumen der Kugel: 4 / 3 π

Soweit kennen wir das wohl alle.

Die Fläche einer 4D Kugel?

Einfach: π2 / 2
das Volumen der 4D Kugel: π2 / 2

Und die 8D Kugel?

Einfach: π4 / 3
das Volumen der 4D Kugel: π4 / 24

Woher ich das weiss? Was heisst schon wissen ... ich habe mir dieses Video von 3Blue1BRown angeschaut, und es hat mich fasziniert. Denn auch wenn ich physikalisch nicht weiss, was eine 8D Kugel ist, so kann ich doch der mathematischen Herleitung folgen. Und die ist bestechend, denn sie startet da, wo wir uns alle auskennen, in der 3D Erlebniswelt und der Abstraktion der 2D Welt, die wir auch kennen, weil die 2D-Welt in der 3D-Welt enthalten ist. Demzufolge ist die 3D-Welt in der 4D-Welt enthalten ... aber das geht für unsere 3D Sensoren und Erfahrungen ja schon nicht mehr. Vor allem der Verstand klinkt sich aus. Denn der wurde halt geschaffen für den Umgang in der 3D-Welt.

Die Entwicklung der allgemeinen Formel zur Berechnung des Volumens von n-dimensionalen Kugeln lautet also:

π(n / 2) / (n / 2)!

Easy, nicht? Hat zwar etwas Komisches drin, die Fakultät eines Bruches. Aber da die Fakultät ja rekursiv definiert ist, kann man jede gebrochene Fakultät ja ausrechnen lassen. Diese Formel entstand einfach durch mathematisches Verallgemeinern und Umformen.

Eben, drum, Video schauen. Die Mathematik macht es einem einfach - den Bezug zur gewohnten Realität herstellen ... wohl unmöglich für uns.

Es ist spannend zu philosophieren, ob diese Formel eine Bedeutung haben könnte für uns Menschen. Vielleicht die, dass es wirklich 3 bis 4 oder gar noch 5 Dimensionen brauchen kann, um Leben Raum zu geben, denn ab 7 und mehr Dimensionen nimmt das Volumen der Kugel ab - ergo weniger "Platz" für Wesen.

Wie und was auch immer - wie den Vortragenden im Video finde ich es faszinierend, wohin reine mathematische Überlegungen führen. Und was jeder eventuell für sich daraus ziehen könnte.

Interessante Betrachtung über Zero-Energy Financing

Ich fand letztens diesen Video zur Kartenhaus-Finanzierungswelt der KI. Ich fand, der Youtuber hat - wenn seine Recherchen alle richtig waren - sehr schön aufgezeigt, wie sich gewisse Systeme hochschaukeln können, nur weil das Fiat-System eben so funktioniert, wie es funktioniert. Er nennt das eben Kartenhaus. Nun, es ist halt möglich, also gibt es Leute, die so etwas ausnützen. Und wenn's klappt, dann fragt niemand danach. Wenn's nicht klappt ... wer muss dann die Schulden tragen?

Der alte Spruch: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.

Wenn man USD 100 Milliarden braucht und versprechen kann, so wissen wir, dass das nur geht, weil der MoneyPrinter Geld aus dem Nichts heraus erzeugen kann. Ohne dies kämen solche Gigantoprojekte ja nicht zustande. Wenn es also klappt, war es diese virtuelle Energie wert?

Wie würde der KI Markt sich entwickeln, wenn es nur Bitcoin gäbe als Währung? Für Bitcoin ist das die Kernfrage: Kann Bitcoin eigentlich so eine Entwicklung unterstützen? Oder braucht es eben genau für sowas ein Fiat-System? Wie käme OpenAI zu Kapital, gäbe es nur Bitcoin? Nun, ich denke, es gäbe schon eine Finanzierung, aber die Geschwindigkeit der Entwicklung wäre wohl langsamer, da man ja nicht einfach (Geld)Energie nach Lust und Laune erzeugen kann.

Würde das Entwicklungen wie der KI schaden? In der Rasanz wohl schon. Wäre das denn schlimm? Ich glaube nicht, denn wenn alle langsamer sind, bleiben die Relationen der Firmen ja dennoch erhalten. Eine OpenAI wäre immer noch top, NVidia auch. Durch die Verlangsamung würden vielleicht weniger im Rückspiegel verschwinden ... oder die Spitze wäre eventuell breiter, es wären vielleicht nicht nur immer die üblichen Verdächtigen, die Geld und Erfolg erhalten.

Eventuell würden ganz neue Konkurrenten erwachsen können ... oder leichter erwachsen können. Siehe DeepSeek oder OpenClaw.

Natürlich, Geldeinheiten sind ja schon genug da, auch in Bitcoin, denn die unsere 21 x 106 x 108 Sats sind ja 2.1 Billiarden Einheiten, also nochmals 200x mehr als dieser Fiat-Deal. Wäre 1 Sat = 1 USD, könnte man diese Deals also noch machen. Aber natürlich immer nur, wenn bisherige BTC-Halter ihre Sats auch wirklich loslassen wollen. Das würde wohl kaum so schnell geschehen, wie es im Fiat-System eben geht.

Ob das schlecht wäre? Keine Ahnung. Braucht es diesen Speed überhaupt für so disruptive Technologien wie die KI? Wäre es sinnvoller, wenn die menschliche Gesellschaft eher mitkäme? Oder ist es wünschenswert, dass es solche Speerspitzen wie das OpenAI, NVidia und Oracle Trio geben können muss?

OpenClaw, Martial Arts Robots, Gen5 LFP Akkus, Bitcoin ... die Welt wird agiler - ohne uns

Die Highlights häufen sich für diejenigen, die technologische Fortschritte händeringend oder mindestens mit offenen Händen begrüssen. Elektrisch ist die Welt schon, aber nun werden bekanntlich viele menschliche Tätigkeiten elektrifiziert und damit ohne ihn machbar. Angefangen hatte es mal im letzten Jahrtausend, als IBMs Programm Deep Blue den besten Schachspieler der Welt bezwang, dann vor ziemlich genau 10 Jahren besiegte AlphaGo den besten Go Spieler der Welt. Go, ein Spiel mit noch astronomischeren möglichen Stellungen als Schach ...

Gehirnleistung ist also in Spezialbereichen schon seht mehr als 10 Jahren genug da. Doch der Einfluss in unseren Alltag war gering. Weil im Alltag die physischen und anderen Erfordernisse von Menschen gedeckt werden müssen, bevor Schach oder Go eine Rolle spielt. Was alle betrifft auf dieser Welt, ist Geld ...

Seit mehr als einer Dekade ist die Elektrifizierung und vom Menschen entkoppelte Methode, Wert in der Welt herumzuschicken, getan, Bitcoin und halt auch noch die Stablecoins. Es braucht keine Menschen mehr dazu. Also auch beim Geld. Es geht ohne Menschen.

Aber bisher macht keiner was mit den neuen elektrischen Möglichkeiten. Ah doch, die KI. Aus den 1950, Alan Turings Test. Es begann damals, das menschliche Denken zu imitieren und von Menschen beurteilen zu lassen. Heute kennt jeder OpenAIs ChatGPT und Claude, und wie sie alle heissen. Keine Denkmaschinen, oder doch? Wie lernen denn Kleinkinder Dinge? Durch Nachahmen. Genau wie KI, sie ahmen so lange nach, bis wir nichts mehr haben, um ihre Antworten von menschlichen zu unterscheiden. Wie bei Kindern, haben auch die KI Dinger eigentlich noch nichts selbst entdeckt, sondern bauen auf die Erfahrungen der Eltern auf. Ein Baby kommt nicht alleine zurecht, selbst wenn es physisch das könnte, geht es ein. Es stirbt, weil das Metawissen, das Wissen und die Emotionen dieser Welt ihm nicht über seine Eltern vermittelt werden. Das dies so ist, weiss man seit Beobachtungen in nahöstlichen Spitälern, wo Kinder des Krieges wegen (nicht der aktuelle RU-UK) verkümmerten, weil sie in Kinderheimen aufwachsen mussten, ohne emotionale Bindung an ihre umgekommenen Eltern.

Also, Kinder werden angelernt, so wie KI angelernt werden. KIs Eltern sind Menschen, die in 8 Stunden Tagen in Billiglohnländern menschliches Alltagswissen anhand von Entscheidungen der KI zum Lernen aufbereiten. Vergessene Menschenpower, die in einer KI steckt. Eine Vorleistung, wie beim Bitcoin die Energie fürs Mining.

Es gibt also immer Quellen, aus denen Neues entsteht oder zumindest bildet das Alte die Aufstiegsbasis für das Neue. Eine Trivialität, ich weiss, aber man sollte sie gerade bei der KI noch nicht vergessen, denn: Die KI erscheint fast allmächtig, aber sie ist immer noch nur die Suchmaschine über das gesamte elektronische Material, was Menschen geleistet oder einfach erzeugt haben. Wie in der Wissenschaft oft gehört in einer Laudatio: "Ich stehe auf den Schultern von Giganten", also, ich konnte etwas nur erreichen, weil viele Generationen vor mir sich schon einen Thema widmeten. Auch eine Trivialität, aber eben.

Ich persönlich nutze KI auch täglich und ich knie nieder, weil ich nach 30+ Jahre Softwareentwicklung statt stundenlagen Suchen nach genau richtigen Antworten auf meine Fragen nun eine Maschine besprechen kann, die mich zumindest mal versteht, bzw. sie erkennt, welcher Art meine Fragen sind, welche Begriffe ich verwende, welche Themenbereiche ich offenbar berühre ... alles statistische Merkmale, die eingenen, welche Wahrscheinlichkeiten Antworten haben müssen, um mir eine Antwort auf meine Frage überhaupt anbieten zu können. Und es freut mich, dass die KI mir Antworten gibt, die zur Frage passen, die Dinge erwähnen, die andere schon in diesem Umfeld elektronisch gegeben haben. Denn wie gesagt, es ist eine Suchmaschine über das gesamte menschliche, digitale Wissen. Bisher eher als Read-Only-Device, mit Agenten durchaus auch als Read/Write Device - ich lasse sie auch Source-Files ändern, im Browser ihre eigenen Resultate prüfen und iterieren, bis sie stimmen. Aber halt nicht mehr.

Nun ändert sich das alles nochmals, jetzt kommen Dinge hinzu, die nicht nur passiv mit all den elektronischen Dingen hantieren, sondern die aktiv selbst was tun, wenn sie dazu aufgefordert werden.

Der OpenClaw Agent macht Furore. Er tut Dinge, statt nur zu antworten. In diesem Interview erscheint Steinberger etwas wie der Zauberlehrling, sobald die Fragen kritischer werden. Es ist klar, dass keiner wirklich weiss, wohin diese Emanzipation der Agenten führen wird. Werden sie das Internet verstopfen mit viel Geschwätzigkeit? Werden sie uns alle lehren, dass keinerlei Antwort, keine Information mehr gesichert wahr sein könnte? Nun ja, ich erzähle schon seit knapp 30 Jahren, dass die Leute zumindest Abstand zu elektronisch gelieferten Informationen haben sollen - denn auch schon früher wusste man nicht, was echt, was wirres Zeug, was richtiger digitaler Betrug war.

OpenClaw habe ich nicht ausprobiert. Man muss nicht alles mitmachen, man kann ja am Fluss sitzen und die hinabtreibenden Leichen der Unvorsichtigen beobachten ... eine KI hat - meines Wissens - noch kein Bauchgefühl, keine Intuition. Wenn sie also alles machen kann, was ich mit und vor oder gar vom Computer abwesend machen lassen kann, tja, dann wird's heiss. Um so mehr Vorsicht wäre geboten.

Denn Geld ist ja nun digital. Agenten handeln direkt Preise aus und über die Kryptochannels werden Werte verschoben, Preise gehandelt. Im Detail gibt's das alles schon lange, aber eben nicht ohne irgendwelche Übersicht. Konnte eine Bank noch Geldflüsse noch überwachen und ggf. stoppen, ist das nicht mehr möglich oder nötig, denn die Agenten wissen, wie sie ein Wallet bedienen. Und da Geld wie gesagt in unser aller Leben überall vorhanden ist ... mit der KI und dem digitalen Geld verlieren Banken ihr Tagesgeschäft ...

Doch auch dies ist noch nicht so "schlimm". Damit meine ich, dass die Auswirkungen der KI noch nicht unmittelbar in der physischen Welt in meinem Umfeld wirksam sind. Die Lebensgrundlagen für einen physischen Körper sind noch nicht immanent. Die KI kann mich noch nicht vom Gang zum Supermarkt abhalten, mich in Fesseln legen, denn bisher ist die nicht physisch.

Doch auch dies ist nun vorbei.

Die Martial Arts Robis von China oder etwas in Deutsch zeigen, wie weit man offenbar sein kann. Ich habe diesen Video verlinkt, weil er mehr Meta-Informationen bietet. Der originale Video ist eindrücklicher, aber vielleicht auch unglaubwürdiger. Sollte es aber echt sein (Videomaterial können wir alle schon genug lang täuschend echt herstellen), lässt sich nur noch die Frage stellen: Fahren diese Robis einfach eine Choreographie Liste ab, die von aussen ihre Aktionen steuert, oder sind sie schon autonom, Mein Gefühl sagt hier, sie sind noch wie eine Drohnen-Show. Spektakulär aber noch nicht eigenständig. Rein physisch sind sie's aber: Es gibt im Original die kleine Episode, wo der Roboter einen Stab horizontal hält. über die ein Kind springt, aber mit dem Fuss leicht einhängt. Der Roboter tariert das perfekt aus, genau so wie es ein Mensch tun würde.

Wir wissen, dass Roboter das schon länger können, siehe auch die Videos von Boston Dynamics. Dennoch, so habe ich das noch nie gesehen und deswegen war es allerhöchst eindrücklich.

Was alle diese Systeme noch brauchen, ist elektrische Energie - zuhauf, lange vorhaltend.

Hierzu stellt ein Youtuber die nächste Generation von LFP Akkus vor. Vorersts gedacht für Autos. Diese Batterien haben eine Reichweite von 1'800'000 km und sind dann erst auf 80% unten - die können noch jahrelang in stationären Zyklen Energie aufnahmen und wieder abgeben. Zum Beispiel für die Robis.

Es fügt sich also zusammen. Vor mehr als 30 Jahren hat mir mal ein esoterischer Mensch gesagt, dass nach dem Öl-Zeitalter das Zeitalter des Stroms komme. Ich war erfreut, denn schon damals wollte ich ein elektrisches Auto. Und wenig verwunderlich, ging meine Karriere ja mit dem Computer los, mein Sandkasten, mein Experimentierfeld, meine Welt.

Nun kommen Technologien zusammen, die absolut disruptiv sein werden. Der Challenge ist wohl, wie die Gesellschaften mit der Biomasse der Menschen umgehen. Extra so formuliert. Klar, wir haben das alles unter dem Titel "es soll alles besser werden" initiiert, aber haben wir uns je überlegt, wie's dann um uns steht?

Die Science Fiction hat dies in unzähligen Büchern und Filmen vorweggenommen. Wenn Star Trek die optimistische Version ist, sind Star Wars und andere einfach die Fortführung des gesellschaftlichen Status Quo mit mehr Technik. Derzeit hat wohl eher der Orwellsche Überwachungsweg die Nase vorn. Doch auch diese ging ja davon aus, dass man Menschen schon noch braucht, denn die Leute darin waren ja schon berufstätig.

Jetzt aber wird's anders: Intellektuelle Leistungen braucht's nicht mehr für den Alltag, die KI machts. Einkaufen gehen, liefern lassen, gefährliche Arbeiten, die Robis machen's.

Auf der politischen Ebene haben wir Segregationen, "leck mich am Arsch"-Politik auf höchster Ebene, Eliten, für die keinerlei Regeln gelten ... und wir kleinen? Wir werden zerrieben? Wir sind ja auch die biologisch nachwachsende Ressource, die pflanzt sich auch ohne Driver fort. Mit der Technologie kann man sie aber in Schach halten und für sich arbeiten lassen. Siehe Film Matrix.

Und natürlich, China könnte wohl ein paar tausend dieser Robis nach Taiwan schicken. Orchestriert aus sicherer Entfernung - genau so wie die Amis das mit Drohnen in Afghanistan machten. Kommt es also bald zum direkten Kampf von Robis gehen Bioroboter? Wer weiss, denn logischerweise wissen wir Kleinen nie, das die Eliten schon planen und am Start haben.

Wie das alles rauskommt? Keine Ahnung. Wir sind jedenfalls eventuell in einer Zeit, in der wir immer mehr ersetzbar werden. Der einzelne wird noch unwichtiger, aber halt auch elimierbarer. Doch wozu? All das, was die Technologie-Jünger sich erhoffen ... wem soll's denn dienen? Den Eliten? Schöne Zeit uns Kleinen.

Aber wir haben eine Waffe: Die Eliten ziehen uns ja die Energie ab: Wer erzeugt denn die in Geld bemessenen Dinge, die sie dann instrumentalisieren können? Die Waffe ist also das Geld, das wir bekommen - auch wenn es eventuell (zu)wenig ist. Drum gibt es wohl nicht viel andere Alternativen als bewusst sein Geld auszugeben. Trau schau wem. Mit den Füssen abstimmen.

Zum Thema habe ich grad noch einen je nachdem sehr aufwühlenden Video auf Youtube gefunden ... wie sieht die Welt bis 2040 aus? Das Ende der Arbeit: Prognose 2026-2040 (die wahre Macht der KI).

Es sind interessante Zeiten.

Dystopie - Der Niedergang der Ökonomie des Westens

Heute sah ich mir diesen recht langen, dafür dystopischen ( :-) ) Podcast an. Wieso der Smiley ... nun, es sind zwei lachende Augen ... das eine, weil es so herrlich tragisch ist, zum anderen, weil es so klar ist. Einer seiner weiteren Podcast, den ich mir zu Gemüte führte, war dieser hier.

Letzterer ist viel krasser, weil es darum um die Frage geht, wer das US Imperium ersetzen soll, wie das transnationale Kapital mit welchen Mitteln (Kriege, KI, Robotik, Arbeitslosigkeit, Technologie, Aktionmärkte, Währungen und natürlich die Inflation) und Marionetten (Trump und Organisationen, America First, Australia First, Brittain First ... ) die Machtbalance auf der Erde beeinflussen wollen, können und auch tun.

Kurzes Fazit: Nur ein Asset, was man wirklich besitzen kann, wird dem kleinen Mann das Überleben sichern, keine ETFs, keine Aktien, nichts, weil alle Anlageprodukte als Waffe benutzt werden, um sich realer Güter zu bemächtigen und somit die Anleger auszubluten. Also helfen nur Gold, Silber und Bitcoin. Gold ist ein sicherer Hafen, Silber ist ein geopolitisches industrielles Werkzeug, eher ein Spielball als ein Gold. Und natürlich ist Bitcoin das digitale Geld. Denn nur damit können wir auch mit den Füssen abstimmen: Value4Value, lokale Wirtschaft und Produkte unterstützen, Produkte und Projekte der Grossen boykottieren.

Im ersten der genannten Videos geht um den Niedergang des Finanzwesens westlicher Art, seit etwas mehr als 100 Jahren Britischer Art. Simon Dixon analysiert treffend, wie sich die westlichen Staaten und Firmen dem Hegemon USA untergeordnet, ausgeliefert, unterworfen haben. Und wie keiner da mehr raus kommt, solange er irgendwo Schulden hat. Und mit er meine ich nicht nur Menschen, sondern jeden beliebigen Akteur, sei es nun ein Bauer, Elon Musk, Apple oder Venezuela oder - jeden US Bürger selbst.

Simon schafft eine präzise Analyse der Situation, die wegen Trumps auftreten eigentlich nur sichtbarer für die Welt wird. "Funktionieren" tut die Welt ja schon lange so, eben sie 120+ Jahre. Seit man Schulden machen kann und seit es die USA geschafft haben, mit dem Petro-Dollar ihre Währung wichtig zu machen. Wäre das nicht passiert, wäre die USA auch nur eine Regionalmacht. Und der Rest der Welt würde nicht unter ihrem Zuckerbrot und Peitsche Spiel leiden.

Die Ironie ist noch, dass die Briten diese Strategien wohl vom Zaun gebrochen haben und schon seit 20+ Jahren die Opfer derselben sind, niedergekommen, eine Kleinnation, zerrieben bis zerstört von der eigenen Doktrin. Denn deren Zögling, die USA, spielt das Spiel besser bis heute ... so fressen die Kinder ihre Eltern auf ...

Ich finde es lohnenswert, jene Podcasts zu hören. Sie sind in englisch, aber man kann sie heute ja in Echtzeit übersetzen lassen.

Übrigens das eine lachende Auge: All diese am Schluss des Videos kommenden Erkenntnisse sind Jahrtausende alt. Und zeitlos wahr, denn die einzige wichtige Ressource ist die eigene Lebenszeit und die Erde, in der wir alle leben. Bitcoins 21 Millionen Einheiten, das sind die Ressourcen, das einzige, was zu besitzen sich wohl lohnen wird, denn alle anderen Systeme sind irgendwann, -wo und -wie mit der Schuldenfalle verbunden. Nur Besitz von Assets, physisch oder eben Bitcoin, sei das einzige, was Leuten auch in der Zukunft ein respektables Leben ermögliche. Daher stack Sats .... und keine ETF, ETN, ETP, keine Derivate, keine Versprechen ...

Man sieht ja jetzt grad wieder anlässlich des WEF in Davos, wie peinlich es eigentlich ist, dass alle westlichen Nationen kuschen vor einem exzentrischen, narzistischen Puppenspielern - denn mehr ist auch der nicht - erst recht nicht nach Kenntnisnahme jenes Podcasts.


Wer nach der desillusionierenden Visierung der Videos etwas braucht, was das alles in einen anderen, ziemlich unwichtig machenden Kontext versetzt: Dem empfehle ich wieder mal den Pale Blue Spot. Was ist danach einem jeden, einer jeden wirklich wichtig?

Coop vierzgerlet jetzt

Offenbar muss Coop mehr Geld reinholen. Coop füfzgerlet nicht mehr, sondern vierzgerlet am frühen Vorabend mit Nahrungsmitteln, die am aktuellen Tag auslaufen.

In meinem Coop sehe ich nun nur noch 40% Rabatt statt der gewohnten 50% der letzten Jahre. Nun ja, was wollte ich dagegen sagen ... wichtig ist, dass produzierte Nahrungsmitteln nicht in der Tonne, sondern im besten Fall noch in einem Kochtopf oder zumindest bei den Tafeln landen.

Zwei Bitcoin Bücher: Die Orange Pille und Bitcoin Durchblick

Eigentlich wollte ich schon lange mal etwas zu Bitcoin Büchern schreiben, doch wie es so ist, die Zeitpräferenz zum Schreiben ...

In Ijoma Mangolds Die orange Pille (Erstausgabe 2023) geht es um die private Reise des Feuilleton-Journalisten Ijoma Mangold, der sich wohl ehedem lieber im Geld-affinen, aber Geld-agnostischen Kulturbetrieb rumtrieb. Man hat Geld, spricht aber nicht drüber. Das meint er aufgrund seiner Herkunft nicht selbst über sich, auch ich nicht über ihn, aber er dient seinen Rabbit-Hole Reisebericht solchen Leuten zur wohlwollenden Beleuchtung an. Es mag ihm wohl gelingen. Ich kenne keine entsprechende Feedback-Aufschlüsselung.

Mich gewann er mit dem einführenden Zitat

"Nichts hat mich so misstrauisch gegen Bitcoin gemacht wie die Rasanz, mit der ich von ihm überzeugt war".

Ein Lächeln huschte über mein Gesicht ... "so ist's recht, so mag ich's" ... denn der gottgegebene Verstand muss auch überzeugt werden, nicht nur die Emotionalität der Triebe. Also, ich las es. Erst letztens, weil Vorweihnachtsgeschenk. Obwohl ich doch an Ijomas Präsentation in Zürich vor Jahren persönlich zugegen war. Damals kannte ich Ijoma nicht, nicht mal aus TV oder sonst woher. Wie viele, dachte ich nicht grad neutral über Feuilletonisten, die sich am Thema Bitcoin versuchten ... doch nur schon, dass Ijoma ein Buch dazu schrieb, es promotete, machte mich milde neugierig, weshalb ich die Veranstaltung im Schlepptau anderer Bitcoiner besuchte.

Kurz: Mir hat das Buch gefallen, sehr sogar, denn die offen dokumentierte Egoperspektive eines Konvertiten ist immer spannend ... wie ergeht es ihm, was passiert mit seinen White Spots, wo entdeckt er Wissenslücken und blankes Desinteresse an Grundlagen ökonomischer, gesellschaftlicher oder technischer Bereiche ... all dies ist sehr schön zu lesen - natürlich, weil es Brechtsches Theater ist ... das Ziel ist ja bekannt, Ijoma ist's, ein wahrer Bitcoiner.

Sehr schön und süffig zu lesen, wohl alles abdeckend. Und noch ein Qualitätszeugnis dazu: Meine beste Freundin, die seit geraumer Zeit zwar stackt, aber bis vor 2025 nicht wirklich in den Kaninchenbau lugte, fand es im Vergleich zu Saifedeans Bitcoin Standard lebhaft, leicht verständlich, eingänglicher, kurzweiliger, müheloser. Sic.


In Filip Balonis Bitcoin Durchblick (Erstausgabe 2025) versucht der Autor, sich dem Thema Bitcoin so neutral, fast wissenschaftlich historisch zu nähern. Ich hörte von dem Buch in einem Podcast, indem Filip es vorstellte. Obwohl ich eigentlich in solchen Büchern eigentlich nichts Neues mehr zum Kernthema lernen kann (was sich bewahrheitete), wollte ich es mir besorgen, um es womöglich anderen, tiefer Interessierten andienen zu können - denn als sicherliches Eigenstellungsmerkmal hat das Buch jeweils pro Abschnitt grosse Kontrollabfragen mit Lösungen. Also wohl perfekt als Lektüre zum Selbststudium. Wie eben Bitcoin ist: Don't trust, verify.

So attestiere ich, dass es sehr wohl sehr neutral, geradezu kühl wissenschaftlich anmutet. Mithin auch trocken. Es ist umfassend, beleuchtet alle wichtigen, faktenbasierten Eckwerte von Bitcoin und auch Lightning. Es vermeidet jegliche rhetorische Emotionalität. Der Abschnitt Diskussion ist dann etwas "wärmer", denn hier geht es um die meistens eben emotional geführten, wohlbekannten Diskussionspunkte.

Etwas, was mir allerdings wirklich sehr missfiel, waren die lieblos dahingekritzelten schwarzweissen Erklärdiagramme. Hier hätte mehr Stil, mehr Kunstfertigkeit dem ansonsten ja trockenen Buch sehr gut getan. Kamen sie in den Kontrollfragen vor, hatte ich keine Ahnung, worum es da ging, was ich an ihnen erklären sollte. Gibt es eine zweite Auflage, empfehle ich die Aufarbeitung aller grafischen Elemente sowie ein gründlicher arbeitendes Lektorat. Das Deutsch muss ja nicht grad an den Level von Ijoma ranreichen ...

Fazit

Beide Bücher sind gut. Ijomas Pille ist dem routinierten Literaten eingängiger als das aus meiner Sicht sperrige, weil sehr trockene und etwas lieblos produzierte Buch von Balonis. Beide geben umfassend Auskunft über den Stand der Bitcoin-Bubble.

Ganz persönlich empfand ich die Lektüre der Pille als angenehmer - ich bin ja auch ein Mensch - emotional, schadenfreudig, besserwisserisch - so konnte ich diese Emotionen beim Lesen seines Buches etwas aufköcheln.

Quo vadis, Bitcoin?

Alles Gute und Erfreuliche wünsche ich meinen Lesern fürs 2026. Irgendwie ein hohler Satz, wiederholt er sich doch identisch jedes neue Jahr. Alle wissen das und dennoch: In der Geschichte eines Lebens ist der Bitcoin gerade erst 16-jährig. Seine Pubertät, seine Reife wird nun getestet.

Wie bei einem jungen Erwachsenen fragt es sich, wie sein Weg aussehen könnte, wächst er doch in eine schon längst aufgeteilte Welt hinein. Mächte, Player, Interessen, Konkurrenz, Bedrohungen, Visionen werden immer mehr auf ihn eindringen, aber seine starke Gefolgschaft wird ihn beim Durchhalten unterstützen. Wir Bitcoiner.

Und doch: Ein Weg könnte sein, was dieser Video anspricht, dass der Jüngling absorbiert und weggesperrt wird - in Analogie zur abgewürgten Jugend des von mir höchst geachteten Dalai Lama. Obwohl schon gottesgleich, wurde ihm seine "niedrige" menschliche Jugendphase verwehrt.

Es gibt noch etwa eine Million Bitcoins zu finden - was sich bis etwa 2140 hinziehen wird. In gut 2 Jahren wird es pro Tag nur noch im Schnitt 144 * 1.5625 BTC als Coinbase geben. Und dann weiter im Epoche-Rhythmus immer weniger. Es wird also für alle immer schwieriger, Bitcoins zu finden - nicht, zu kaufen, denn von den wohl frei verfügbaren 12 Millionen Bitcoins werden wohl einige OGs verkaufen. Schliesslich meint wohl nicht mal der härteste Bitcoin-Maxi, dass er eine Hyperbitcoinization erleben wird - die Phase also, in der Bitcoin statt Fiat im Alltagsleben genutzt wird.

Was passiert also, wenn die Bitcoins einfach von den Fiat-Reichen aufgekauft und dem Fluss entzogen werden? So, wie Michael Saylor das derzeit macht?

Im Video wird gezeigt, dass Bitcoin einfach wie jedes andere Asset von den Reichen mit Fiat vom Markt weggekauft wird. Und diese Reichen brauchen es nicht als Geld, sondern als Beweis ihrer Potenz, denn es ist ja so oder so schwer, an Bitcoins zu kommen. Entweder schürft man sie oder man kauft sie. Beides verlangt nach viel Fiat-Energie.

In der Bitcoin Historie wird jeweils die Analogie von diesen grossen Steinrädern gesprochen, die auf dem Marktplatz stoisch und unverrückbar als Mahnmal des Reichtums irgendwelcher Stammesangehöriger dienten. Diese Besitzer mussten die nicht verschieben, da jeder in der Community wusste, welche Anteile wem gehörten.

Wie die damals auch immer den Alltag bestanden, es musste sich aufgrund der physischen Immobilität des Assets ja schon etwas wie ein Token etabliert haben. Wie auch immer. Also das, was unser Fiat-Geld ja auch ist, ein Token, da wir Gold nicht rumschleppen wollen - ach ja, ist ja nicht mehr so, dass ich Anteile an Gold habe - bzw. versprechen würden's mir die Banken ja schon, würde ich welches kaufen wollen - nur sehen, das würde ich es wohl kaum, geschweige es im Alltag benutezn wollen oder können.

Wird also Bitcoin in den Wallets der Fiat-Reichen versauern? Eine schöne Idee, schubladisiert wie unerwünschte Patente bei denen, die sie unterdrücken wollen? Und damit das Fiat-System erstens behalten und zweitens weiterhin zur Unterdrückung anderer nutzen wollen?

Ich nenne mich ja seit jeher Bitcoin-Purist - Reinheitler. Doch, es gibt in der bipolaren Welt nichts Reines, es gibt immer die Rückseite der Medaille.

Ich persönlich sehe Bitcoin mittelfristig - auch wenn ich das genau so nicht will - als ein Elite-Geld. Ausser, es wird noch schneller und globaler von der gesamten Menschheit adoptiert als jetzt - was bekanntlich Leidensdruck und Ausbildungswunsch voraussetzt.

Mein Satz dazu: Nur wenn mir jemand ein Haus an einem idyllischen See in Kanada oder wo auch immer für einen Bitcoin übergibt, braucht mich das Fiat-System nicht zu interessieren. Dann wird einfach ein High-Quality Asset gegen ein anderes getauscht. Der eine erhält ein höchst mobiles, der andere ein höchst immobiles Asset. Wem es auch wie dient.

Dann ist es egal, ob der Bitcoin bei CHF 500K oder CHF 5M liegt.

Doch wenn nicht so, dann wird es über Fiat-Konversion laufen. Da hat dann der Staat wieder seine Finger drin, weil er die Banken unter der Knute hat.

Wird die Menschheit also wirklich je mit Bitcoin leben? Vielleicht, aber meiner Erwartung nach nicht in den nächsten 20 Jahren.

Natürlich, Bitcoin ist nicht dazu da, Besitzerverhältnisse zu demokratisieren. Doch genau deshalb wird er ein Elite-Asset bleiben. Die im Weltvergleich privilegierten westlichen Bürger sind diese Eliten, denn sie haben jetzt genug Fiat, Bitcoin zu beschaffen neben ihren Alltagsausgaben.

Der Text von anderen dazu ist oft: Wenn man Bitcoin nicht mehr ausgibt, sie nur als Potenzdemonstration hortet, verlören sie ja an Wert. Vielleicht, aber wie die Steinräder ja auch verwitterten, blieben die digitalen Anteilszuschreibungen ja wohl unberührt von der analogen Materialermüdung des Assets.

Das einzige, was Bitcoin für einen leistet, ist die vertrauenslose Beweisbarkeit des Besitztums. In unserer Welt kauft das eigentlich nichts, aber da wir ohne Bitcoin nur glauben müssen, ist es in der digitalen Welt das einzige, wozu es eben keinen Glauben an die Aussagen einer Gegen- oder Drittpartei braucht.

Solange dieses Alleinstellungsmerkmal wichtig ist, bleibt Bitcoin wichtig. Ob man ihn dazu in Fiat bemessen wird - das weiss ich nicht und ich glaube es eigentlich nicht.

Meine Lieblingsanalogie dazu ist ja das: Bitcoin ist das Beste für die digitale Welt. Aber wir Menschen, auch Saylor und Konsorten, sind Organismen, die auf die Ressourcen einer anderen Gegenpartei angewiesen sind: Dem letzten Kreditor, der Erde.

Wie schon Häuptling Seattle gesagt haben soll: "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann." ... von diesen Sprüchen gibt es ja genug. Sie verdeutlichen, das wir am Ende der Tage immer die Ressourcen der Erde brauchen um zu überleben. Nicht ein Token. Solange wir materiell sind.

Im Video wird diese Version wohl vorweggenommen. Bitcoin werde verschwinden, in den Assetverwaltungen der Fiat-Reichen. Sporadisch hergezeigt zur Klärung des Ranges, der Hackordnung, an Events wie dem White Turf in St. Moritz - ansonsten aber eher ein verschwiegenes, doch wohlbekanntes Geheimnis. Denn solches Verhalten kann man an den wohlbekannten Walen heute schon beobachten: Die Putzerfische umschwärmen sie ...

Also doch, alter Wein in neuen Schläuchen. Wohl ja. Aber doch anders: die Welt könnte ihn benutzen, sofort, zum Austausch, jetzt: OnChain oder mit Lightning oder mit Ecash. Und niemand wüsste davon, könnte es verhindern etc. etc.

Daher setze ich mich für die Verbreitung, einhergehend mit Ausbildung ein, bis ich wohl nicht mehr kann und aus der materiellen Realität verschwinde.

Denn für mich ist es die Reinheit des Bitcoins, die Abwesenheit von menschlichen Einflussmöglichkeiten, die dieses Token auszeichnet. Und das passt zu meiner puristischen Sicht auf das Leben aller Kreaturen auf dieser kleinen Kugel im Nichts.

Wer wollte oder könnte Trumps USA von der Annexion Grönlands abhalten?

Es ist schon bedrohlich für die bisherige Ordnung, die gerundet wohl auch erst 100-300 Jahre alt ist. Auch wir Älteren, die die letzten 50 Jahre bewusst erlebt haben, sind eingelullt von der in Europa zumindest stabilen geopolitischen Lage.

Wenn wir sehen, wie Putin die Ukraine einfach angreift ... aus welchen Gründen auch immer ... so dachten wir, die Amis werden sich so nicht verhalten.

Tja, und wenn doch? Die USA darf offenbar schon recht viel machen per heute auf Grönland. Mehr Militärpersonal hinschicken ginge offenbar problemlos. Und die Insel grad usurpieren? Dazu braucht es ja nicht mal einen Flugzeugträger. Und sollte sich dennoch jemand wehren, dann kreuzt so einer samt Begleitschutz halt auf und Europa, Dänemark, Grönland sind am Arsch.

Würden wir (und wer ist das) einen Krieg beginnen mit der USA? Echt? Mit dem väterlichen Freund seit dem WW II? Die Briten wären wohl sowieso auf der Seite der Amis. Nur Frankreich könnte mit dem Atomschlag drohen. Und der Rest? Wir würden wohl einfach die Waffen strecken müssen, wenn die fähigste Militärmacht dieser Welt ernsthaft auffährt.

Kleiner Nebenaspekt: Ich als ITler finde es ja lustig, dass wir gerade Kampfflugzeuge von den Amis kaufen ... wird ein F-35 sich wirklich gegen die USA einsetzen lassen? Oder doch eine Do-Not-Attack Regel irgendwo im Code versteckt? Der Chaos Computer Club hat sich den Source all der Software ja noch nie ansehen können ... wenn die USA Partei wird, darf man ohnehin nichts aus deren Produktion kaufen oder einsetzen ... erst recht, wenn man doch weiss, dass in heutiger High-Tech sowieso hauptsächlich SOFTWARE die Regeln vorgibt, egal, ob man von ihr weiss oder nicht ...

Kommt nach 250 Jahren nach der französischen Revolution, die uns menschzentrierte Werte brachte, wieder das Faustrecht? Der Stärkere nimmt sich, was er will? Wenn Trump sich Grönland krallt, inwiefern würde Russland reagieren (müssen)? Und wird der derzeitige europäische Feind plötzlich zum künftigen Freund?

Teilen sich die USA und Russland die Welt nach Lust und Laune auf? Ist der Deal über die Ukraine wirklich nur ein Deal unter Rivalen? Die USA lassen den Russen die Ukraine durchgehen, damit sie selbst von den Russen nicht getadelt werden, wenn sie sich Venezuela unter den Nagel reissen?

Echt? Die Hegemone dieser Welt spielen wieder Länder-Einverleiben? Auf einer kleinen Kugel mit grad mal 12'700 km Durchmesser? Auf der alle leben müssen? Verwüstet einer die Erde, mag er dann selbst noch darauf leben wollen oder können?

Ich persönlich wusste und weiss nicht, was besser ist für die Welt: Eine militärische Supermacht wie die USA, eine klar kleinere Grossmacht und mehrere mittlere Mächte, die sich alle noch der Supermacht, dem Weltpolizisten unterordnen, oder eine Welt mit mehreren gleichstarken Playern? Und welche wären das ...? Militärisch wären die sicher schnell identifiziert, aber es gibt ja noch andere Mächtigkeiten ... wirtschaftlich, wissenschaftlich ...

Erinnern wir uns an Corona. Die kleinsten Dinge regeln die Welt, nicht Bomben und egomanische Diktatoren, sondern Bakterien, Viren, Pilze. Und alle auf der Welt beschäftigen sich mit ihnen.

Die Grossmächte haben garantiert abartig viele Waffen basierend auf dem Kleinsten im Giftschrank, die sie einfach auf die Welt loslassen können. Ein Bakterium mit eingebauter Maximallebenszeit, das mal Tabula Rasa macht und dann sich selbst vernichtet, damit der Aggressor über die Leichen der Gegner schreiten kann?

Wenn Trumps USA die Ukraine völlig egal ist, wäre dann eben Venezuela oder Grönland dem Putin egal? Und dann gibt's ja eben noch die kleineren Grossmächte China oder Indien ... wann krallt sich China Taiwan? Und wer wird sich für Taiwan einsetzen oder dessen Annexion nur beobachten?

Ab wann muss man nicht mehr Schiss haben, dass der Weltpolizist einem auf die Finger haut, wenn man diese ins Nachbarland ausstreckt? Wie lange geht das noch, bis es anderswo auch knallt?

Nehmen wir mal an, dass die Grossmächte ihr Spiel wieder aufnehmen. Dann wird es heftige, aber wohl eher kürzere Kriege geben in den Ländern, die irgendwas an begehrlicher Materie haben. Menschen werden das nicht sein, denn davon gibt es genug und die können sich hinreichend schnell reproduzieren, die sind also eine Quantité négligeable. Warum nicht mal eine kleine Welle Röteln oder durchs Land schicken, oder eine kleine lokale Verstrahlung à la Tschernobyl? Die Tiere scheinen dort ja nicht von der Strahlung beeinträchtigt zu sein - weil sie's nicht wissen? Also, wer will, kann schon mal mit kleinem Aufwand ein paar tausend Quadratkilometer menschenfrei kriegen ... der Trend geht ja eh vom Grossgerät zu kleinen Dingern wie Drohnen. Dagegen kann man sich fast nicht mehr wehren, die schlüpfen immer irgendwo durch. Und eben, die ganz kleinen Dinge, die BC-Waffen, sind sowieso nicht aufhaltbar.

Man kann nur hoffen, dass gerade die Menschen, die eine Grossmacht ja bilden, sich empathisch zeigen und sich gegen ihre Diktatoren wehren würden. Gemäss dem Motto, zuerst vor der eigenen Türe zu kehren.

Denn wenn es den Amis, den Russen, den Chinesen, den Indern scheissegal ist, wie andere Menschen leiden oder vernichtet werden, dann ist wieder Wild West, Auge um Auge, the winner takes it all.

Ich weiss nicht, was kommen wird. Ich werde - vielleicht zum Glück - die unschönen Möglichkeiten nicht mehr erleben müssen. Ich möchte allerdings doch noch sehen, wie die schönen Möglichkeiten sich entfalten. Wie Mose, der nicht mehr ins gelobte Land einziehen durfte. Er starb mit einem schönen Traum.

In diesem Sinne mein Lieblingsspruch: Think globally, act locally. Deine Reichweite ist beschränkt, aber innerhalb derer bist du verantwortlich, was du denkst, sagst, tust. Die Masse der Menschen wird dann die Stimmung machen, das Umfeld, die Sicherheit, die Zusammengehörigkeit, die Einsicht, dass die Erde halt immer noch nur 12'700 km Durchmesser hat. Und wir alle zusammen vorderhand auf ihr leben müssen - oder dürfen.

Eine schöne christliche Feierzeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2026 und in jenem eine menschenwürdige Umgebung und -würdigende Landesführung.

Mehr Einträge

BlogCFC was created by Raymond Camden. This blog is running version 5.9.8.012. Contact Blog Owner