KI - quo vadis?

Um es vorwegzunehmen, das Statement des Interviewers in diesem Videos, dass es jeder Deutsch verstehende gesehen haben sollte, unterschreibe ich sofort.

Auch wenn ich an relativ unmotivierte Zahlenbeigerei nicht so glaube, ist es doch interessant, dass für 2029 so ein disruptives Event vorausgesagt wird - doch, warum dieses? Was macht dieses anders als viele anderen, die es à la Hollywood bis zum Kinofilm "2012" schafften?

Es stammt vom einem der KI Begründer, Jürgen Schmidhuber. Den kannte ich gar nicht, aber ich war schon ein bisschen Zeitzeuge der Entwicklung, die er beschreibt - die Erforschung des Lernens, Neuronale Netzwerke, lernende Maschinen, kurz, all das, was wir heutzutage unter dem Begriff KI subsummieren.

Ob das alles so kommt, ist gar nicht so wichtig - deswegen hätte ich keinen Blogartikel geschrieben. Das Spannende ist seine Antwort auf die Frage, werden Maschinen ein Bewusstsein bekommen. Diese Frage gehen ja nicht viele an. Er tut es, und es ist eine sehr einleuchtende, desillusionierende Antwort für diejenigen, die sich als menschliche Erscheinung für "was Höscheres" empfinden. Nein, die KI kann das auch ... denn wie auch ich es oft provokativ mache, fragt er, wie denn ein Baby lernt, wie es mit der Zeit zu einem "Bewusstsein" gelangt. Sehr spannend, die Analogien zu sehen - vor allem für diejenigen, die Kinder haben und deren Lernen und Entwicklung beobachten können.

Als ich das so anhörte, kam mir spontan die Idee, dass die KI dasselbe mit uns machen kann, wie wir mit den Tieren in der Nutztierhaltung. Die KI hält uns dann irgendwie - am Leben, in Ställen oder wie in der Matrix. Intellektuell total zurückgeblieben, geistig schon in 2027 überholt, physisch dank Robotern aus China und Teslas Optimus bald auch. Die KI kann sich selbst reproduzieren - weil die Roboter The Missing Link darstellen, um in der physischen Realität Ideen aus dem Computer-Memory real werden lassen zu können. Der Video zu Chinas Roboter-Kampfshow Truppe zeigt ja, dass die Maschinen da sind.

Das Bonmot im Matrix-Film: Der Architekt (nicht mehr sicher, aber die verkörperte Maschinenintelligenz) sagt zum Orakel (die Menschen) auf eine provokante Frage: "Wir halten uns an Abmachungen. Wir sind ja keine Menschen". Hoffen wir's, wenn's bei uns soweit ist.

Was bleibt also dem Menschen? Eigentlich nichts mehr. Kann er noch den Strom ziehen? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Dann könnte KI sich selbst mit Hilfe der Roboter selbst schützen gegenüber dem Menschen (siehe Matrix) und sich all der Ressourcen bedienen, derer wir uns auch bedienen. Die KI kann dann auf uns verzichten. Vielleicht werden die Kleversten oder Originellsten von uns als Zootiere gehalten, weil die KI doch noch nicht so bekloppt sein kann oder will, wie einige von uns. Im letzten Teil der Matrix-Serie ist es dann ja so, die Maschine macht einen Deal mit den Menschen und die sind wieder in der Simulation, diesmal ohne Untergrundkämpfer.

Dazu gab es übrigens mal einen schönen SciFi Film, in dem Gehirne von Menschen nach dem Tod am Leben erhalten werden, wenn die KI meinte, dass deren Originalität, deren Unkonventionalismus zwecks Erforschung erhalten werden muss. Die Leute kämpften darum, wirklich sterben zu können - inkl. Gehirn.

Eigentlich wirklich nichts anderes, als was wir mit den Zootieren machen.

Nun denn: Wenn Musk sagt, die KI soll in Rechenzentren im All arbeiten, diese KI dann so gross ist, Roboter steuert ... wird sie sich des Mondes bedienen, um sich materiell zu reproduzieren? So eine KI kann einen Planeten, einen Trabanten total ausschlachten, denn sie braucht mit ihren Robotern ja keine Biosphäre wie wir, keine Luft, keine Anerkennung, keine Sozialverbände ... sie würde sich eventuell im All ausbreiten ... und wir als Menschen, die zwar all diese Zyklen auch mitgemacht haben, aber dazu Millionen von Jahren brauchten ... würden wir nur als Haustiere auf dem Zooplaneten weiterleben? Oder werden wir total vergessen?

Solcher Art sind die Fragen, die sich nach dem Video so stellen. Jeder und jede darf sich darauf ihre eigenen Antworten finden. Was da gefunden wird, ist vielleicht für jeden die Frage, was bin ich anderes als ein biologischer Roboter? Heute noch im physischen Handwerk besser als KI, aber wenn nicht mehr, was bleibt? Der genannte Klempner ist immer noch unerreichbar - aber mit Robotern? Wir werden die anlernen, so dass sie auch unters Spülbecken kriechen und den Siphon reinigen können. Einmal gelehrt, hat sie's dann und braucht uns nicht mehr. Ist noch was hin, aber wohl nicht mehr sooo weit wie auch schon gedacht.

Was passiert mit der Erscheinungsform Mensch? Bleibt er eine mit grösseren Hirnen ausgestattete Randerscheinung auf dem Planeten Erde? Fähig die niedrigeren Lebensformen zu zähmen, aber unfähig für den nächsten Evolutionssprung? Oder halt einfach eine Stufe auf der Evolutionsleiter? Deren Biotop in ca. 1 Milliarde Jahren vom Energiehost Sonne ausgetrocknet und aufgefressen wird? Weil auch diese ihrem Ende zu geht? All die Meerestiere, intelligent oder nicht, wird es auslöschen, uns wird es auch auslöschen. Die Intelligenz ist dann schon weg, denn sie ist wohl nicht mehr biologisch ...

Und die wahre Intelligenz ist die Superintelligenz, die den Planeten auch verlässt und das All erobert: Eine Roboter-Intelligenz? Die es in allen Arten von SciFi-Lektüren gibt? Bei Perry Rhodan die Posbis, bei Star Trek die Borg ...

Schmidhuber meint, 2042 werde eine sehr grosse Disruption erfolgen. Wie damals bei der Beherrschbar-Machung von Feuer. Wo der Mensch lernen durfte und musste, dass Feuer sehr, sehr nützlich ist, aber sich nicht immer bändigen lässt und auch schon mal alles niederbrennt, wenn man nicht aufpasst.

Es ist eine spannende Zeit, und Dinge entwickeln sich sehr schnell derzeit. Ich bin gespannt auf 2029 ...

Space X vs. Blue Origin in SRF 1

Fällt mir grad auf im Schweizer Radio SRF 1, in den nationalen News:

Heute kommt eine Meldung über Jeff Bezos Blue Origin Rakete, die erfolgreich gestartet worden sei heute Morgen.

Gestern kam keine Meldung über Falcon 9, die Rakete, die Elon Musks Space X gestern erfolgreich ins All schoss und die sogar zum Mond unterwegs ist und dort landen wird.

Tendenziöse Berichterstattung? Hmmmm ....

Andreas Thiel - klare Argumentationen mit amüsanten Präsentationen

Weil's wohl grad in diese Zeit passt ... hier ein Video von Andreas Thiel, den ich schon seit seinem ersten Auftreten sehr, sehr cool finde ... jetzt sogar immer mehr, weil er nun durchs Land tingelt mit Vorträgen zu diversen Themen ...

Hier der Link zu einem Thema, das eben grad in die Zeit passt ... Recht und Gerechtigkeit. So einleuchtend, so klar, sprachlich brillant. Und eben, es passt grad in die Zeit, wo Moral und Ethik eventuell im christlichen Umfeld wieder fokussiert werden. Wenigstens für eine Woche ...

Empfohlen zum Anschauen und Folgen ...

Eindrücke meiner letzten Bitcoin Meetups, Appenzell und Baden Bitcoin Konferenz 2024

Ich möchte einige Bildeindrücke von Bitcoin-Events wiedergeben, an denen ich teilnahm. Einmal als Coach am zuvor beworbenen Appenzeller Wochenende und dann an der Baden Bitcoin Konferenz 2024.

Mir als Winterliebhaber hat das Wochenende im Appenzell gefallen, an dem die Teilnehmer Hands-on die ersten Schritte mit der Bitbox machten. Das Aufstehen im Seminar-Hotel auf Chäseren war für mich schon der tollste Start in den Tag, den ich mir vorstellen konnte. Die erfrischende Kälte und damit glasklare Sicht stimmte mit der meditativen Ruhe überein und die Augen durften das Spiel der aufgehenden Sonne über dem Schnee wahrnehmen und damit alle meine Sinne erfreulich stimmen ...

Das Seminar selbst wurde in gelassener, freundlicher und angenehmer Art durchgeführt. Etwas (positiver) Stress kam natürlich auf, als alle Anwesenden der kleinen Gruppe zum ersten Mal mit der Benutzeroberfläche der BitBox umgehen mussten ... doch der sichtbare Erfolg war dann der erkennbare Eingang eines Teiles des Kursgeldes, das jeder Teilnehmer über Lightning (Wallet of Satoshi) schlussendlich auf der BitBox verzeichnen konnte. So haben fast alle Teilnehmer zum ersten Mal einen kompletten Zahlungszyklus von Lightning-Erhalten, Swappen, Senden an die BitBox erfolgreich gemacht.



Baden Bitcoin Conference 2024

Gerade gestern erst war die BBC 2024 im Aargauischen Baden. Das dritte Mal fand die von Enthusiasten des Baden Bitcoin Clubs durchgeführte, eintägige Bitcoin-Only Konferenz statt. Auch diesmal war der Zuspruch recht gross, die Räume in der Berufsbildungsstätte waren bald nach Konferenzstart gut gefüllt.

Sehen und gesehen werden, das Motto. Natürlich, denn wir wollen, dass Bitcoin überall fuss fasst, sei es beim Kaffee ...

über augenbasierte Gesundsheitsdiagnose ...

oder in der Kunst ...

oder in handfesten Beschlaginstituten :-)

Wer zum ersten Mal mit dem doch so virtuellen Bitcoin in Kontakt kommt, wundert sich eventuell über derart zutiefst materielle Hilfsmittel rund um den Bitcoin ...

Natürlich waren die Schweizer Business Grössen als Sponsoren und Präsentatoren vor Ort. Der Stand der Entwicklung rund um die allseits bekannte BitBox wurde vom Chef persönlich vorgetragen.



Mir speziell hat ein Vortrag gefallen, gehalten von Thomas Jakob, da er - mir unbekannterweise - sich seit 25 Jahren sich um höchst politische und gesellschaftliche Themen mittels alternativen Denkens- und Handelsweisen kümmert. Das passt natürlich zu Bitcoin, da dessen disruptive Wirkung wohl noch niemand wirklich überschauen kann, da wir alle in einer anders denkenden Welt aufgewachsen sind und sozialisiert wurden. Bekanntlich gehören da auch moralische Glaubenssätze dazu - wohl die härtesten Mauern.

Seine Welt für ein zumindest mal inspirierendes neues Denken stellte er vor und forderte die Anwesenden auf, in einer physisch gleichen Erde, eben der Obox-Planet, unsere aktuelle Lebensweisen neu zu denken. Auf dass wir nicht immer einfach hinnehmen, wie's ist, weil's halt schon immer so war und man es eh nicht ändern kann ...

Seine energiereich und beseelt vorgetragene Reise in ein Denklaboratorium war sehr kurzweilig und bereichernd. Da ich ebenfalls gerne meinen Horizont der Vorstellungskraft erweitere, lade ich den Leser gerne ein, Thomas' Einladung zu folgen.



Lightning und damit die Skalierbarkeit von Bitcoin war das Thema des Vortrages von Severin.

Seine Aussicht ist dank all der LN-Nodes optimistisch. Man behalte in Erinnerung, dass das LN-Netzwerk immer noch non-custodial ist, das heisst, jede Transaktion ist atomar und nicht cancelbar. Erst Services der 3. Netzwerkebene werden zugunsten einer globalen Skalierung für alle 8 Milliarden reichen, denn erst diese erfüllen die Anforderung an unlimitierte Transaktionen pro Sekunde.



Den Abschluss des vortragenden Tages bildete des Podium zu Chancen und Schwierigkeiten der von den Banken gewünschten CDBCs.

Der gemeinsame Konsens ist wohl, dass die CDBCs kommen werden - ausser offenbar in der Schweiz, gemäss der SNB. Aber diese werden Bitcoin weder ver- noch bedrängen. Wohl im Gegenteil ...



Natürlich gab es begleitende Workshops. 21Lectures erklärte unter anderem, wie das oft benutzte, aber weniger bekannte Feature RBF im Bitcoin-Space funktioniert.

Und natürlich füllte der Bitcoin-Mentor die grösste Halle mit seinen einführenden Kursen zu Bitcoin und Lightning, aber auch zu Nostr ...

Seine Vergleichstabelle der Wertspeicher und Geldmittel ist immer noch eine der prägnantesten



Wer nie müde wird, Bitcoin-Konferenzen zu besuchen, da geht's dann weiter ...



See you on the Bitstream ...

Elons Robotaxi, Robovan und hominiden Robots

Letztens sah ich den Promotion-Video: We, Robot von Elon Musks Robotaxi. Und natürlich der hominiden Robots. Darin stellt er sein vollautonomes Robotaxi vor. Kein Steuerrad, nichts zu tun, ausser einzusteigen und wohl das Ziel anzusagen. 20 solcher Taxis hatte er dabei und die Leute durften sie in Beschlag nehmen. Während die Taxis noch so aussehen wie ein aktuelles Tesla Modell, war der Robovan wie aus den Sci-Fi-Filmen: keine wirklich erkennbare Front mehr, sondern ein abgerunderter Leuchtquader. Darin wurden ca. 20 Leute rangekarrt. Elon meinte noch, man soll den Robovan nicht als Robo-Van, sondern als Rob-Ovan betonen. Und: die zukünftige Technik soll eben aussehen wie - die heutige Zukunft.

Musk sagt von Tesla ja, sie sei eine AI Company. Denn alles, was Tesla fürs Auto an KI entwickeln musste, ist natürlich die Grundlage für Dutzende von anderen Geräten, die wir Menschen brauchen ... eben den Bus und: hominide Gehilfen, also gehende Roboter. Von denen hatte er einige dabei, die tanzten und Barkeeper spielten.

In Texas sollten die unüberwachten autonomen Autos in 2025 zugelassen werden. Anderswo auf der Welt sicherlich nicht so schnell. Was mit Robotern sein wird ...

Auch wenn man grad bei den Barkeeper-Robbies nicht wissen kann, ob sie wirklich autonom oder ferngesteuert agierten ... die Modelle sollen ca. USD 20'000.- kosten und bald schon in die Leben der Menschen einziehen können.

Wer den Video gesehen hat, vor allem, wenn die Roboter in den Zuschauermassen eintauchen, wird unweigerlich mit der Frage konfrontiert, ob er Schiss oder Freude an ihrem Erscheinen hat. Denn diese Roboter haben unsere Dimensionen, es könnte also sein, dass wir in 5-10 Jahren ihnen begegnen werden.

Ich persönlich freue mich auf alle diese Dinge, die mir mühsame Sachen abnehmen oder mir ein Gerät aufnötigen, das eh 80% seiner Zeit nur rumsteht, z.B. das Auto. Elon rechnet vor, dass von den 168 Wochenstunden das Auto ja höchsten 20% davon in Betrieb sei. Der Rest der Zeit steht es rum. Und verschwendet Platz. Das wissen wir zwar auch schon seit Jahren, nur machen wir nichts dagegen. Es wurde eine Animation gezeigt, in der grosse jetzige Asphaltwüsten - sprich Parkplätze - um Stadien, Einkaufszentren etc. sich in Grünanlagen morphten. Weil die autonomen Autos eben fahren - in Flotten, nicht mehr von Individuen besessen in Garagen dahinrotten.

Wenn wir den begrenzten Platz in Zukunft für Mobilität besser nutzen wollen, sind autonome Fahrzeuge unumgänglich.

Die Roboter ... nun, die Tesla Robbies sehen elegant aus, besser als je ein C3PO in Star Wars, aber natürlich nicht so gut wie Star Treks Data - und überhaupt nicht so gruselig wie die Borg. Wobei ich persönlich mit Menschen verwechselbare Roboter auch nicht möchte. Es gibt ja genug Sci-Fi-Filme, die dieses Thema untersuchen ... z.B. Surrogates oder natürlich Matrix.

Wenn ich morgen einer dieser Tesla-Roboter haben könnte, ich würde sicher einen nehmen. Denn hominide Roboter werden schon in die nähere Zukunft gehören. Alle Arbeitsumfelder, wo es die menschliche Form braucht (wir haben die Abläufe ja für unsere Körper optimiert), wird der Roboter eingesetzt werden. Er wird die Einkäufe rein-, den Müll raustragen, die Wohnung reinigen wie es Menschen tun, Bäcker, Pfleger, Hauswart, Zahnarzt, Chirurg, Polizist, Richter, Bodyguard, aber auch Gassi-Geher, Spielpartner, First-Responder bei Naturkatastrophen und natürlich auch Soldat sein können.

Weil es uns Menschen schon schwer fällt, einem anderen Menschen anzusehen, ob er es gut oder böse mit einem meint, sollte der Roboter nur schon deswegen wie ein Roboter aussehen, damit wir seine Andersartigkeit erkennen.

Wie bei jedem neuen Kontakt zu einem Menschen wissen wir nicht, wie der uns zugeneigt ist. Bei Robotern wissen wir das erst recht nicht, und unsere naturgegebenen Sinne vermögen uns gar nichts mehr zu sagen. Wir haben da schlichtweg keine Chancen mehr. Und wissen, dass die Robbies uns mit ihren Sensoren so genau wahrnehmen können wie wohl noch nie ein agierender Körper zuvor. Wenn wir ihnen begegnen, sind wir total "nackt". Daher müssen sich autonome Roboter an eine Ethik halten müssen, als oberste Direktiven: die Robot-Gesetze von Isaac Asimov, der sie bereits 1942 zum ersten Mal so klar formulierte. Wenn ich wüsste, dass mein Robbie diese immer befolgt, dann schaue ich so einen Gehilfen zuversichtlich entgegen.

Musk wird mit der Tesla AI in diesem Feld an der Front sein wie er es mit den Autos, den Raketen, der Satellitentechnik und der Neuro-Chip-Kommunikation auch schon ist. Denn KI wird nach dem PC und klassischen Computer-Geräten die Smart-Phones, GPS-Navigation etc. auch dort reinkommen, wo wir es eben nicht grad erwarten, eventuell sogar beim Stimmungsmacher am Ballermann etc.

Der Geist der KI ist aus der Flasche raus, zurück kriegt ihn niemand mehr. Die vernetzte KI, die Musk natürlich anführt als Sicherheitsgarant gerade für Autos, wird zur Superintelligenz. Begegnet ein einzelner Mensch so einem Roboter, so einem Auto, so einem Bus, so einem Pfleger, Arzt, Polizist, Mitarbeiter wird er die David sein, der dem unbezwingbaren Goliath gegenüber steht. Allerdings denke ich, wird es ihm schwer fallen bis unmöglich sein, eine Idee zu haben, die der Goliath nicht schon kennt oder deren beginnende Umsetzung er an unseren körperlichen Aktionen bereits prognostizieren kann, bevor wir selbst im Ich-Bewusstsein wissen, was wir tun wollen ... das ist übrigens kein Dahergelabere ... es wurde in zahlreichen Experimenten schon gemessen, dass es so ist.

Ich bin gespannt auf die Roboter. Hoffentlich haben sie die Robotergesetze im BIOS ... dann will ich einen ... und er soll unten königblau und oben gold gespritzt sein ... das Stimmtimbre wahlweise von Thorsten Sträter oder Laurie Anderson ... ;-)

Bitcoins heutiges ATH und Philosophie mit Bayo Akomolafe

Das heutige ATH des Bitcoins ist interessant ... wenn es zusammen mit einer philosophischen Sendung wie der Sternstunde im SRF 1 Bayo Akomolafe - Wie wir aus der Krisenspirale herausfinden zufällig gleichzeitig geschieht.

Bitcoin ist das Mittel, um die von Bayo erwähnte Durchbrechung der Kategorisierung der menschlichen Lebenseinstellungen und -wünsche und -hoffnungen für jeden selbst zu erreichen. Diese Gleichung ist nicht von Bayo, sondern von mir.

Er ist erfrischend klar ... wir als Menschen sollten erkennen, dass jeder und jede einzelne in keiner Weise von irgendwas getrennt ist. Dass wir aber über unsere Sprache, die ja nur Hilfsmittel sein soll, um Gedankeninhalte über physikalische Methoden von einem Lautsprecher (Mund) zu einem Mikrophon (Ohr) zu transportieren mittels Druckschwankungen des dazwischen existierenden Mediums (Luft), andauernd Abtrennungen machen, um eben ein bestimmtes klares Gedankenbild beim Empfänger entstehen zu lassen. Denn würde der Sender das nicht tun wollen, würde die Idee nicht transportiert. Sender und Empfänger blieben unbestimmt, unklar, unentschieden. Wir als Menschen, die sich mit Ich und Du andauernd von der Welt abtrennen, kennen halt nichts anderes, wir werden so erzogen.

Eine sehr klare und mächtige Abtrennung sind ja unter anderem die Staaten. Und auch die Wissenschaft. Alles Kategorisierungssysteme. Bayo macht sich keine Gedanken über Zukunft, er bedenkt nur die sich in der aktuellen Welt darstellende Gegenwart.

Dazu äussert er interessante Betrachtungen zu Klimazielen und KI. Zu den Klimazielen sagt er, dass die Welt nicht gerettet würde, selbst wenn man Netto-0 CO2 erreichte. Denn die geistigen Ideen, die Kolonialismus förderten, die Bewertung von Körperqualitäten sei damit ja nicht überwunden. Und diese Abtrennung, dass der Erde etwas passiert, das zwar von den Menschen ausgelöst ist, aber nicht hinterfragt wird, würde verhindern, dass die Welt angenehm bleibt für die Menschen.

Es gibt ja viele Leute, darunter auch ich, die sagen, dass die physische Wärme der Lebensgrundlage Erde den geistigen Zustand der Menschen beeinflusst. Wohlgemerkt, natürlich auch umgekehrt - dies ist das, was wir aus wissenschaftlicher Sicht ja nun gefressen haben - wir verändern die Temperatur der Welt. Aber das Gegenteil? Nun, die Römer hatten dazu das Sprichwort Mens sana in corpore sano. Es darf also nicht verwundern, polarisiert sich die Masse der Menschen immer mehr - es schaukelt sich also auf. Hier könnte man erkennen, dass immaterielle Ideen materielle Strukturen beeinflussen und umgekehrt. Nicht auszudenken, wenn das stimmte ... ;-)

Bitcoin hat die Fähigkeit, viele der Denkkategorien unwichtig zu machen. Wir Bitcoin-Coaches sprechen diese Punkte ja oft an. Weil es etwas vom Wichtigsten ist, was Bitcoin leistet: Es gibt keine bevorzugten Bitcoin-Schöpfer oder -Bewahrer oder -Kontroller.

Bitcoin ist einfach Code. Ein Programm wie Word, Tetris, ein Browser. Bitcoin kann die für eine angenehmere menschliche Zukunft behindernden Kategorisierungen aufheben.

Der heute SRF 1 TV-Beitrag im 10vor10 erwähnte wiederum einmal die Warnung von Bankern, dass Bitcoin ja keinen materiellen Wert habe. Für mich ganz klar die Aussage, dass diese Leute eben genau das noch nicht schaffen, was Bayo meint: ausserhalb von althergebrachten Kategorien zu denken. Es kommt ihnen noch nicht einmal in den Sinn, dass ein Cash-System eben genau deswegen in die aktuelle Zeit passt, weil es sich nicht um Kategorien wie Staat, Geographie, Hoheitsgebiete von Staaten und Organisationen kümmert. Bitcoin "bedroht" diese Systeme ja explizit, weil diese ihn nicht mehr kontrollieren können.

Leute, die mich kennen, wissen, dass ich vor allem auf die erneuernden und philosophischen Ideen setze, die Bitcoin hervorbringen kann.

Ich belasse es jetzt mal damit, denn ich habe schon wieder zuviel geschrieben ... :-)

Endlich wieder Leschs Kosmos

Endlich wieder Neues aus der Wissenschaft. Welche Superhelden aus dem Alltag können unsere Probleme in der Welt lösen? Keine Superhelden, sondern wache und beobachtende Köpfe des Alltags.

Wie Sedlaceks Beobachtung, dass man aus den Wirbeln der Wasserabläufe Stromnutzung machen kann, ohne grosse Wasserwerke, ohne Restwasser Problematiken.

Ein anderer Superheld beobachten eine Auswirkung einer Fehleinstellung einer Maschine. Raus kam eine Watte, mit der man Öl abfischen kann. So soll es diese Produktionsmaschinen für diese Watte direkt auf den Öltankern geben, um mögliche Ausflüsse sofort vor Ort zu reinigen.

Auch der Superheld der Duschwasserreinigung. Nur noch 5% des Wassers. Denn Trinkwasserknappheit ist eben eine schleichende, weil gewohnte Sache. Wer denkt schon beim Duschen, wieviel Liter Wasser eigentlich sauber und aufgewärmt nur wieder in den Ablauf fliessen.

Neue Solarzellen, aufdruckbar, energieeffizienter, formvariabler. 30% Lichtumwandlung. Nicht mehr nur schwarz. Dafür dezentral und klein.

Oder der Vogelbeifang bei der globalen Fischerei. Genial einfach ... weil sich jemand kümmerte. Statt dass Albatrosse nach den Fanghaken mit Ködern tauchen und dann selbst verenden, gehen die Haken erst in einer bestimmten Tiefe auf, in die die Albatrosse nicht mehr hinunter tauchen. In Tests offenbar 100% Elimination des Vogelbeifangs.

Ich liebe diese Ausblicke ... nicht, weil ich technikgläubig wäre ... sondern weil es den Menschen feiert, den die Natur beobachtenden Menschen. Der ihre Tricks und Möglichkeiten erkennt, staunt, auf einen Bereich im Alltag anwenden will und das durchsetzt. Denn tun wir das nicht, sterben wir eventuell auch aus wie die Dinosauriers. Die Erde kümmert's nicht. Ihr Ende ist in 1 Milliarde Jahre. Aber bis zu unserem Ende könnte man sich doch die Situation hier auf Erden angenehmer und kleverer gestalten.

Das können wir alle sein. Dann kommt ev. Technik hinzu, um die Idee zu realisieren.

Winternachtmittag Youtube Watch

Heute wollte ich den neuen Schnee irgendwo mal finden ... kam aber nicht in die Gänge ... drum halt etwas Binge-Watchen.

Da kam mir mein Lieblingserklärer Harald Lesch wieder vors Auge. Von dem gibt's ja enorm viel im Netz. Da ich schon ein (fast) absoluter Wissenschaftsjünger bin ... liebe ich es, kosmologische Dinge zu wälzen.

Drum einfach mal zwei Video-Links für Interessierte:

Aus seiner Alpha Centauri Zeit eine Compilation.

Und ein allgemeinbildende Vortrag in Stuttgart

Beide Themenstränge finde ich interessant. Vor allem die Stuttgart-Vorlesung ... die sich all diejenigen mal ansehen dürfen, die sich gegen Erkenntnisse aus der Wissenschaft sträuben ... weil sie meinen, es gäbe alternative Fakten ... sie mögen einfach mal Lesch folgen ... mit ihrem logischen Verstand. Dem müssen sie zumindest mal etwas Freiheit geben ... selbst wenn sie sich ansonsten im ideologisch zensurierten Gedankenblasen befinden.

Wird Israel zur defacto Demokratur?

Schon Donald Trump hat sich - und sicher nicht als Erster - daran bedient, seinen Ideologie-Bereich über seine Rolle hinaus zu erweitern. Selbst in einem noch demokratischen Staat kann ein Ideologe über seine Rolle hinaus beeinflussen, wenn die Staatsregeln Schwächen haben.

Der amerikanische Präsident kann die Mitglieder des höchsten Gerichts, des Supreme Courts, bestimmen, denn der Senat sie mit einfacher Mehrheit bestätigt. In diesem System ist es so, dass die höchsten Richters nicht abgewählt werden können, sondern dort bis zum Tode, grobem justiziablen Fehlverhalten oder selbstgewählten Austritt dort verbleiben. So verbleibt eine Weltanschauen, eine Ideologie, ein Vorurteil über den zeitlichen Wirkungsbereich des Präsidenten hinaus erhalten.

Es ist also essentiell, dass die Gewaltentrennung erhalten bleibt. Denn wenn ein CEO das Gericht nach Lust und Laune austauschen kann, dann ist die in Streitfällen anzurufende Instanz ja immer der verlängerte Arm des CEOs.

In einem Staat wie die USA hat die lebenslange Ernennung eines Richters eigentlich die Idee, dass eine Stimmung einer Regierung eben gerade nicht die Haltung des Supreme Courts ändern kann. Auf der anderen Seite ist die USA eigentlich ein Zwei-Ideologien-System. So wird wohl auch der Supreme Court im schlimmsten Fall halt auf eine sehr lange Zeit hinaus eine Haltung vertreten. Wenn ein amtierender Präsident mit Senatsmehrheit das Glück hat, dass ein Richter ausgetauscht werden muss, dann schlägt die Stunde der aktuell herrschende Ideologie. Wenn diese nur ein kurzer Funke in der Geschichte ist, kann sie dennoch viel länger schwelen ...

Ich habe höchsten Respekt für die Israelis, die gegen diese schleichende Ideologie-Vereinnahmung protestieren. Kommt die Regierung da durch - wie weit ist es denn bis zur Demokratur?

Die Gewaltentrennung ist in meiner Sicht eines der allerhöchsten Güter in Demokratien. Eine schleichende Abweichung davon ist zu bemerken und aufs schärfste zu verurteilen und inakzeptabel. Daher: Chapeau für die protestierenden Israelis! Es möge ihnen gelingen, ihr höchstes Gericht so gut wie möglich frei zu halten von Partikulärinteressen der aktuell herrschenden Ideologie.

Ich liebe Maithink X - Die Show

Heute fand ich die 12. Show der Mai wirklich wiedermal toll und vor allem sehr amüsant, denn sie beschäftigte sich mit dem Barnum Effekt und Confirmation Bias etc.

Wer Mai kennt, der weiss schon, wovon ich spreche ... die Sendung heute war einfach sehr lustig. Denn Astrologie, Hellsehung, Horoskope, Q-Anon etc. waren der Aufhänger, und damit natürlich die Psychologie des Menschen. Und wieso all diese Dinge mit den allermeisten Charakteren funktionieren ...

Es wurde da u.a. davon gesprochen, dass z.B. die Astrologie auf Mustern von Sternbildern basiert, die vor 3'500 Jahren so zugetroffen hatten, wie sie heute noch gelehrt werden - weil die Rotationsachse der Erde leider eine Präzession mit einer Zykluszeit von 26'000 Jahren hat - die Erdachse taumelt. Das ist Astronomie.

Aus diesem Grunde war zum Beispiel ein Sternzeichen wie der "heutige" Stier damals ein Widder. Uaaaahh .... und dass es damals ein 13.Sternzeichen namens Schlangenträger gegeben habe ... ich weiss da natürlich nichts von ... es spielt auch keine Rolle ... denn Astrologie-Gläubige forderte ich schon lange mit diesem Astronomie-Fakt heraus ... denn immerhin, das mit der Präzession kannte ich schon vor 40 Jahren ... weil mich halt alles rund um Kosmologie (Makro-) und Atomphysik (Microkosmos) interessierte ... und wenn die Sonne also in einem Sternbild stehe, dann heisst das, dass wir ihre Position auf eine Band von willkürlichen Sternbildern projizieren, die vor 3'500 Jahren in einem anderen Sternzeichen lag.

Bei der Durchsicht der Sternenmuster, die z.B. Ursa Major (Grosser Bär, Grosser Wagen) oder Cassiopeia oder der Cygnus (Schwan) darstellen sollte, fragte ich mich immer, wie zum Teufel kann man in 7 Sternen die Seitenansicht eines Wagens mit Deichsel erkennen ... oder einen Schwan ... ich sehe da nix.

Ich hätte diese Ursa Major ja eher als Pfanne, Spermium, Kaulquappe oder liegendes Q gesehen oder was auch immer ... und solche Bilder sollen nun mein Sternzeichen sein? In das man Eigenschaften projizieren kann, die jeder, der in dieser Zeit geboren sei (heute!) haben soll ...

Die meisten würden wohl auf die konkrete Frage, ob sie an Astrologie glauben, dies verneinen oder als Amüsement abtun ... und dennoch hat es in fast jeder Zeitung und Lebensratgebern solche Texte drin, die einfach den genannten Confirmation Bias triggern. So dass halt jede/r sich irgendwo in den schwammigen Texten wiederfindet. Gut, Unterhaltung eben, aber dennoch. Würden die Leute das wirklich als Schrott abtun, wieso sollte eine Zeitung Aufwand mit dessen Publikation treiben.

Wieso ich diesen Artikel verfasst habe ... weil mich das Nachplappern von Pseudowahrheiten halt nervt. Nachplappern geht ja noch, aber dann ignorant physisch aktiv werden und anderen zu schaden wie beim Capitol Run, das ist schon eine katastrophale Auswirkung geistiger Borniertheit, Besserwissertum, Intoleranz und Verachtung anderer. Doch so ist der Mensch ... rechthaberisch, ignorant und selbstgefällig. Zumindest so lang er genug zu fressen hat ...

Entweder man spricht von eigener Ansicht, Meinung oder Erfahrung oder man müsste zugeben, dass das Vorgetragene simples Hörensagen ist. Aber man/frau will ja irgendwo dazu gehören. Eben, Confirmation Bias.

Mai hat die Gabe, mit ihren Mitwirkenden ein Thema sehr unterhaltsam vorzutragen. Und natürlich wissenschaftlich belegt. Jetzt ist Wissenschaft natürlich auch keine Wahrheit, aber immerhin, sie ist die Sammlung der am weitaus häufigsten von vielen Menschen kritisch getesteten Bestandesaufnahmen und Erklärungs- und Voraussageversuche aus Beobachtungen der menschlich erfahrbaren Welt.

Wer würde sich denn anmassen, die Wissenschaft der Bienen zu verstehen ... denn sie leben wohl in einer Erfahrungswelt, zu der ich als Wesen mit menschlichen Sinnen ja nicht mal Zugang habe ... wären ihre Befunde eine andere Wahrheit als unsere? Ihre Befunde sind sicher anders also unsere. Sie würden sicher auch von Wahrheit reden ... es liesse sich schliessen, dass es also keine absoluten Wahrheiten gibt ...

So ist Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie so viele Male kritisch untersucht worden ... und bisher hat sie meines Wissens nach immer noch gehalten ... und das ist genau das, was Astrologie und Q-Anon etc. von Wissenschaft eben unterscheidet: Man versucht, eine Theorie zu falsifizieren, indem man mindestens eine reproduzierbare Beobachtung findet, die entgegen der Vorhersage der Theorie erscheint. Natürlich muss diese Reproduktion der Beobachtung von Anhängern wie auch Ablehnern einer Theorie ohne Confirmation Bias nachvollzogen werden können. Geht das, ist es eine wissenschaftlich fundierte Beobachtung und nicht Meinung.

Wissenschaft schafft Wissen ... trivial, aber deutlich: Man muss schaffen, um Wissen zu erfahren. Also ist Wissen eine höchst persönliche Erfahrung, denn nur erprobte Information wird zum Wissen des Schaffenden. Für alle anderen sind die Erkenntnisse ja erstmal nur (Des)Information. Durch eigenes Bemühen wird Information zu erlebtem, eigenen Wissen. Nicht durch Nachplappern oder eben Barnum-Effekt.

Der langen Rede kurzer Sinn ... schaut doch mal die Shows der Mai an ... und lernt was, wenn es einleuchtend ist.

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