Chromium Bug? In Picture Scaling?

Today, I faced a problem with all Chromium derived browsers, like Google Chrome (83.0.4103.116), Opera (69.0.3686.49), Vivaldi (3.1.1929.45) - but not Firefox, not MS Edge.

The problem was like this: We produce a Interleave 2of 5 barcode and put it as an img to a html page. It worked for all browsers for years, but since the last few days, Chromium distorts the scaling of the picture in some subtile and wrong way. In stanrd 100% page scaling, the barcode is kind of blurred.

See this distorted image - the linear barcode could not be read anymore. We used some CSS to have it fit in its container:

and removing the CSS height restored the correct scaling ... funny enough that the CSS height restores a horizontal aspect ...

Just to let some readers know ...

Lachs Essen geht nur nicht mehr, nach diesem Lanz

Heute habe ich den Markus Lanz mit Hannes Jaenicke gesehen. Der machte ein Buch über die Lachs-Produktion in Norwegen. Die Sauereien, die diese Produktion erzeugt, haben mir per sofort jede Lust auf Lachs, den ich wirklich sehr gerne habe, auf einen Schlag verdorben und abgestellt. Und schon gar nicht mehr gesund, von wegen Omega-3 Fettsäuren und sonstigem Gelaber.

Die Cocktails an Medikamenten und Soja, die aus dem Raubfisch einen gemästeten Vegetarier machen, dessen Aufzuchtsabfälle dann einfach ins Meer entlassen werden, wo andere Fische das Fressen und natürlich die Medis und resistenten Bakterien in die Nahrungskette anderer verbreiten.

Der Rest machte das Bild eines ausgemergelten Grizzly-Bären, der am Flus auf die jährlich kommenden - und eben NICHT mehr kommenden Lachs wartete und dort jämmerlich verhungerte und starb.

500'000 Wildlachse habe es in Norwegen, 500 MILLIONEN seien es in den vollautomatisierten Zuchtbecken ... Lachse lassen sich dummerweise leicht züchten ... und das befeuert die feuchten Träume von Börseninvestoren ... und natürlich zerstört die Gier nach einfacher Kohle die Umwelt und andere Lebenformen.

Ich schäme mich so, dass wir alles kaputtmachen, verrecken lassen, einen Scheiss drauf geben, wie Zusammenhänge sind, was passiert, wenn wir alles für Scheisskohle optimieren wollen. Ich kann das wirklich fast nicht mehr ertragen, das Sehen, was wir alles anrichten.

Im Lanz vom Tag zuvor war dann noch die Rede, dass die Samenbanken auf der Welt, die ja mehr oder weniger unbemerkt von der Öffentlichkeit ihre Arbeit tun, sich seriös auf den Untergang der Menschheit vorbereiten und Samen aller Pflanzen sammeln für die Teile der Menschheit, die den Untergang überleben. Seriös. Die Wissenschaft sieht es nicht mehr besser.

Ich schlage grad mal nach nach einem Blogeintrag, den ich vor vielen Jahren wohl machte ... ah hier, vor 13 Jahren, 2007.

Ich weiss manchmal wirklich nicht mehr, was mir noch Freude bereiten soll auf dieser Welt ... die ja schon schön ist. Aber die Leute darauf ... ich wiederhole mich: die Leute sollten allesamt mal von aussen auf die Erde schauen. Und sich mal Gedanken darüber machen, was er tut, dass der Pale Blue Dot weiterhin Kindern eine schöne Lebensgrundlage und Quell für Freude bleiben kann.

Ich bin froh, kam Corona ... es scheint immerhin im den Köpfen der Leute noch Potential zum Bedenken und Überdenken jahrzehntealter Dogmen zu geben. Sicher nicht bei allen, die sollten endlich von der Welt verschwinden. Mir ist eigentlich egal, wie.

Rassismus - so lächerlich auf diesem kleinen Planeten

Der Titel soll nicht insinuieren, dass ich Rassismus lächerlich finde ... bzw. ich finde ihn schon lächerlich im Sinne, dass ich nicht im geringsten verstehen kann, wie mensch sich abgrenzen will von anderen Menschen. Hätte er nicht so unakzeptable Auswirkungen, könnte ich nur mitleidig lächeln über Typen, die rassistisches Zeug aus dem Maul kotzen.

Auch das rassistische Ranking ist total lächerlich. Dass Minderheiten - obwohl sich schon subjektiv unten fühlend - sich doch auch noch anderen Minderheiten gegenüber genau so rassistisch benehmen können, ist ein schlechter Witz in sich selbst.

Meiner Meinung nach sollte jeder Mensch sich mal mit dem All beschäftigen. Um zu sehen, wie lachhaft ein Ringen um - ja worum denn? - Ansehen oder persönlicher Wichtigkeit oder Zugehörigkeit ist. Welche Bedeutung hat ein Sandkorn in der Wüste? Keine. Die Wüste als solche ist eindrücklich und versetzt Leute ins Nachdenken. Sie wirkt als Vereinigung aller Sandkörner. Kein einzelnes Korn hat eine Individualität. Und doch, es ist Teil der Wüste. Dasselbe kann man ja auch mit dem Tropfen Wasser und dem Ozean illustrieren. Oder Heuschrecken, oder Ameisen oder Grashalme.

Das Sandkorn, der Wassertropfen, die Heuschrecke, die Ameise kommen nicht auf die Idee, sich anders als andere Sandkörner, Wassertropfen, Heuschrecken, Ameisen zu fühlen. Können sie fühlen, können sie sich als Ego wahrnehmen? Das ist natürlich die Schlüsselfrage, wenn man annehmen will, dass wir Menschen anders als die Genannten sind.

Ich sage, wir sind nichts anderes als die Genannten. Das eigenständige Ausstattungsmerkmal des Menschen ist eventuell nur, dass er einen Verstand und die Planungsfähigkeit hat. Und doch, auch dieses Wesen kann nicht weg von der kleinen blauen Kugel - er gehört dazu.

Der reife Mensch sollte sich daher als Teil der Kugel sehen. Er sollte nicht um Vorherrschaft um einen Teil der Kugel kämpfen mit anderen, die auch auf der Kugel sind. Denn es gibt nichts zu gewinnen. Er sollte mit allen anderen Wesenheiten auf der Kugel sorgen, dass diese ihnen eine angenehme Lebenszeit schenken kann. Denn wenn man von aussen schaut, diese Kugel im leeren All ist für alle Wesenheiten hier wie auch für die nächsten paar dutzend Generationen der einzige Lebensraum, den sie haben und haben werden.

Die Lebensform Corona hat nun mal kurz die Menschen betroffen. Und schnell ging's. Auch die Reaktion der Spezies Mensch auf der Kugel. Weil es jeden Menschen betrifft, ging's schnell. Weil Corona jeden einzelnen mit der Endlichkeit und Bedeutungslosigkeit seines Lebens konfrontiert. Der Kugel, also dem Lebensraum aller, droht ja die Verschlechterung unseres Lebensraums. Wie kann es sein, dass uns, die wir von ihr leben, egal ist, wie es ihr geht? Wir wissen doch, dass es uns schaden wird. Und wir könnten nicht weg ... die Kugel nimmt's nicht persönlich. Ihr Ende beginnt in einer Milliarde Jahren. Unseres hat schon begonnen und wir meinen, es sei nicht ernst. Es geht halt schleichend und in grösserem Rahmen vor sich, der Klimawandel. Doch da pressiert es nicht so. Offenbar.

Amerika ist derzeit wie die Kugel im Kleinen auf dieser Kugel. Wir schauen hin und schütteln den Kopf "wie kann man nur so sein". Und vergessen, dass wir auch so sind, hier im eigenen Land. Wir haben es immer noch nicht gelernt. Wozu soll man sich bekämpfen? Was gibt es zu gewinnen? Wie lange hätte man etwas vom Gewinn? Wie müsste man den Gewinn schützen? Was müsste man dazu einsetzen? Geht es mir dann wirklich besser, wenn's den anderen schlechter geht? Geht es mir besser, wenn ich nur noch einer klimatisierten Wohnung leben kann, weil es draussen zu heiss, zu giftig, zu gefährlich, zu ungesund, zu leblos für meinen Körper geworden ist? WOZU DAS ALLES?

Denn: Unsere blaue Kugel ist winzig im All. Und nur sie erlaubt uns, diese bescheuerten Spiele überhaupt zu machen. Sollte es einen Gott für dieses Universum geben, wieso sollte der sich überhaupt noch erinnern, dass es unsere Kugel gibt.

Und wir auf dieser eventuell gottvergessenen Kugel machen uns das Leben schwer. Es ist sooooo lächerlich. Wir wissen doch, dass wir sterben werden. Wir enden als Lebensform auf dieser Kugel, Jeder, alle. Und da will man sich gegenseitig die Lebenszeit madig machen?

Hier in einem Video, den ich auf Youtube entdeckte, sollte man sich mal etwas auf die Grössenverhältnisse einlassen. Es geht darum, wo die Sonde Voyager jetzt ist und wie sie die Erde (noch) sieht.

Voyager I 1977-2020 untermalt mit der einlullenden Musik von Interstellar zeigt, wie weit die Sonde schon gekommen ist. Und wie winzig diese für uns gigantische Distanz doch ist nur schon im Vergleich zur Stecke nach Alpha Centauri, dem nächsten Sonnensystem.

Ab Minute 2:07 hat Voyager die Plutobahn erreicht - und die NASA liess Voyager mal nach hinten schauen. Von dort aus ist unsere blaue Kugel nur 1 Pixel eines Fotos, fast nicht von anderen Pixeln zu unterscheiden, nur seine Helligkeit lässt diesen Pixel herausstechen.

Dieser als Blue Pale Dot bekannter Pixel ist die Erde. Dieses Bild - Dank gebühre der Person, die diese Idee der Sicht nach Achtern hatte - erschütterte das Selbstverständnis manches Menschen - da ist nichts, fast nichts.

Und auf diesem Nichts, da leben alle und alles, was wir als Menschen kennen. Und nur dort, auf dem kleinen Pixel.

Ab Minute 9:45 trägt der Sprecher einen Text von Carl Sagan vor. Bewegend, eindrücklich, erschlagend, demütig machend.

Ab Minute 5.26 liest und hört man den von Jimmy Carter verfassten Text auf der Goldenen Schallplatte, die mit Voyager I reist. Etwas später Hallos von verschiedenen Sprachen, auch einem Kind. Und das aus dem Land Amerika. Vereint und nicht mal den gesamten blauen Pixel einnehmend ... of a fraction ... of a dot

Der Video endet mit Voyager, der noch Millionen Jahre reisen kann - und mit sich die Schallplatte trägt, die einem Finder nur bezeugen kann We existed ... wir existierten. Vergangenheitsform. Egal, was wir waren, wie wir uns benahmen. In jenen Zeiten und Räumen interessiert das dann nur Kosmologen von eventuellen fremden Intelligenzen. Alles, war wir taten, ist bedeutungslos, so weit aus der Ferne.

Alles, was wir tun, ist hier scheinbar voller Bedeutung. Und wenn's der andere nicht anerkennt, bin ich beleidigt oder will ihm meine Bedeutung einbläuen. Wozu? Ich möchte mit dem anderen respektvoll austauschen, wie er seine winzig kurze Lebenszeit gestaltet, was ihn zum Weinen bringt, aus Angst, Schmerz, Trauer. Ich fühle mit ihm, wenn er davon erzählt, um sich davon zu erleichtern. Und ich freue mich mit ihm, wenn er von grosser Freude erzählt, anderen Menschen, mit denen er gemeinsam Freude empfinden konnte.

Ich möchte so mit meinen anderen Sandkörnern umgehen dürfen. Denn Freude ist wohl all das, was wir wünschen. Unsere jungen Sandkörner zeigen uns das in ihren frühen Lebensjahren - jederzeit. Bilder von spielenden Kindern aller Farben und Formen, die lachend die gemeinsame Zeit ihn ihren Leben verbringen.

Wie wollen wir winzige Sandkörner denn auf diesem kleinen blauen Pixel leben? Der uns dennoch so viel Schönes zeigen kann und uns am Leben hält? Wollen wir uns nicht mit allen anderen Körnern dafür einsetzen, dass diese Kugel uns weiterhin mit all der Pracht mit viel Freude am Leben erhalten kann?

Kann sich ein Rassist wirklich diesen Zusammenhängen entziehen? Kann er sie leugnen? Deshalb hoffe ich, dass Weltraum-Tourismus bald jedem erschwinglich werden solle ... nicht für die Bucket List, sondern für die Einsicht ... dass sich bekriegen und bekämpfen auf dieser schönen blauen Kugel nichts wert ist ... angesichts der grossen Leere, wenn man wie ehedem Voyager nach vorne schaut. Oder wie er ganz weit weg mal aus dem Heckfenster schaut, wo gleich er doch her gekommen sei ... ist es da nicht lächerlich, das Getue auf dem Pale Blue Dot?

Schaut den Youtuber Rezo - Chapeau, Hut ab!

Am 31. Mai 2020 hat Rezo wieder einen wirklich guten Video produziert. Die Zerstörung der Presse ist eine Abrechnung mit der Industrie des Geldscheffelns mittels Information. Information hat ja nichts mit Wahrheit zu tun, sondern ist einfach mal etwas, was unsere Sinne erfassen und dem Gehirn zur Verarbeitung vorlegen können. Im Internet-Zeitalter heisst das halt, Bild und Video.

Rezo ist die neue Generation, ich schreibe meinen Blog. Ich hoffe sehr, dass er viele Junge erreicht, damit diese ihre Gehirne trainieren, den konstant eindröhnenden Datenfluss nicht mit Wahrheit zu verwechseln. Immerhin, schon 1.2 Millionen Aufrufe in der Nacht auf den 2. Juni 2020.

Lernen, offen sein, nicht bewerten, Abstand halten.

Danke Rezo

Und eben immer mein Lieblingsmotto: Cui bono? Also, wem nützt es? Man muss sich ja nur immer diese Frage stellen, wenn eine Information erscheint ... denn eben, Information ist ja nicht Wahrheit.

Wir Menschen sind interessiert an anderem, klar. Das ist der Eingang, mir Informationen einzuspielen. Und da wir das ja wollen, fragen wir uns wohl selten, wieso wir genau diese Information eingespielt bekommen - und nichts anderes. Klar, jeder Sender färbt Information. Die Pflicht des Empfängers ist es daher, die Information von der emotionalen Begleitsauce zu trennen.

Und dann soll jeder Empfänger sich Rechenschaft abgeben, ob es sinnvoll ist, diese Information weiterzuverbreiten und was diese anrichten könnte.

Nochmals, bravo Rezo.

Empfehlenswert.

Wie der Mensch sich der KI ausliefert ...

Ich bin ja selbst ein KI Fan bzw. habe einfach keine Angst vor ihr, aber Respekt vor dem, was sie in der Breite wohl bewirken wird ... daher möchte ich die Lektüre dieses Artikels ans Herz lege ... mit einem Zitat daraus ...

"Wenn man sich auf den Mythos der Technologie und des distanzierten Tötens verlässt, um die rationalen Grundlagen für einen vereinfachten Krieg zu legen, wird man seine Seele verlieren."

Wie KI das menschliche Handlungsvermögen untergräbt

Bedenkenswert!

Endlich: Erneuerbare Energiegewinnung billiger als fossile

Dies stimmt mich schon zuversichtlich für uns, die Umwelt und somit für alles aktuelle Leben auf diesem Planeten:

Studie zur Preisentwicklung der Energiespeicher

Wie geht's weiter mit und nach Corona (1)

Keiner weiss das, bzw. keiner weiss, wie lange Corona wirken wird. Aus meiner Sicht diskutieren wir nur auf der ökonomischen, kapitalistischen Basis. Es ist klar, dass diese Finanzjongliererei grausam sind ... 1-2 Jahre lang direkte oder indirekte Berufsverbote, Kurzarbeit ... wie man's nimmt, es geht immer nur um "Wer kann was bezahlen und woher bekommt er das Geld".

Fakt ist: Die Arbeit, wofür Menschen sich einsetzen, bleibt. Punkt. Es geht ja nur darum, dass mann/frau weniger bis ev. nicht mehr bezahlt wird, um diese Arbeit zu erledigen. Derzeit zerfallen ganze Geschäftsmodelle. Und wie in einer Dominosteine-Kaskade - wenn man einen Stein entfernt, bleibt die Bewegung der umfallenden Steine stehen.

Andersrum: Alles in unseren Wirtschaften ist vernetzt. Selbst wenn man viele Branchen retten könnte, aufgrund der Vernetzung wird das nicht oder nur zum Schaden anderer klappen. Und wer ist 'man'? Der Staat und der Staat sind wir.

Wenn Corona weiterhin so bekämpft werden muss, wie wir es derzeit machen, kippt meines Erachtens das System 'Geld gegen Arbeit'. Was bleibt denn, wenn sich diese Kausalketten eben nicht entflechten lassen?

Die psychischen Drucksituationen für Menschen allerdings sind ja auch nicht zu verachten. Siehe nur schon mal den Druck auf die vietnamesischen Kleiderschneiderinnen - weil arrogante Mode-Konzerne bereits vertraglich bestellte Ware nicht bezahlt haben. Bei denen geht's ums Verhungern, bei uns "nur" ums Zuhause-Bleiben.

Wie man's auch immer dreht, die Vernetzung aller - in die wir ja hinein gewachsen sind - drangsaliert irgendwo immer jemanden, wenn sie sich ändert.

Ok, der Staat soll helfen. Aber auch hier rechnet man ja kapitalistisch. Wenn wir nach dem schreien, wird das nicht helfen, denn solange kapitalistisches Rechnen hinter all dem steht, gilt ja nur 'Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben'.

So eine Situation ruft eigentlich nach dem bedingungslosen Grundeinkommen. Denn wie gesagt, die Arbeit bleibt. Diese Arbeit würde auch gern erledigt werden von Menschen. Aber wenn nun jeder Schiss ums Geld haben muss, wie soll den hier die Lösung ausschauen? Die Reichen sind ja nur darum reich, weil die Massen als Multiplikator denen Geld ins Portemonnaie spülen. Wenn die also ausfallen, trifft's dann auch die Reichen, zumindest trifft es bei den Normalen die nächsten Generationen. Sollen die unter einer buchhalterischen Last leiden?

Denn für physische Ressourcen ist die Erde zuständig, keine buchhalterische Zahlenspielereien. Wenn wir jetzt durch Corona gehen müssen, dann sollte der Kapitalismus einfach mal Pause machen für ein Jahr. Es ist ja schon kein natürliches System, sondern eine Gewinn-Machen-für-Besitz Maschine für Wenige.

Da wir derzeit im Kapitalismus 'dank' Corona keine Sündenböcke mehr haben, ist diese Situation möglicherweise der Beginn des Endes des Kapitalismus. Der unpersönliche Virus kennt keine Grenzen, Klassen, Gesellschaften, Glaubenssysteme, Geographien, Hierarchien, Ideologien - er ist wohl ein wahrer Demokrat und Kosmopolit ...

Home-Office ging ja nun auch von gestern auf heute. Für ich amüsant, weil ich mir dafür seit Jahren den Mund fusselig redete. Nicht, das SoHo eine Allerweltslösung wäre, aber es hat sich wohl gezeigt, dass der von den HR-Managern befürchtete Kontrollverlust über die Mitarbeiter sich nicht in Faulheit oder verminderter Arbeitsleistung derselben resultierte.

Selbst wenn sich mit kapitalistischem Denken kurzfristig eine Lösung finden lässt, vielleicht ändert sich am Glauben an dieses Goldene Kalb etwas. Nötig wäre es meines Erachtens. Eine Krise rüttelt am Stahlskelett grosser erstarrter Gedankengebäude. Und das kann der winzige Virus aus der Mikrowelt.

Nach Corona - zurück zur ... 'Normalität'?

Ich hoffe nicht, denn was war die 'Normalität'? Preisdumping, zu billiger Transport von Waren um den Planeten? Stundenlange Staus? Burn-Outs? Sinnloser Flugverkehr? Umweltzerstörung? Schlechte Luft? Stress? Überlaufene Orte? Überfüllte Züge und Strassen? Lebenszeitverschwendung in Rush-Hours? Sinnlose Events? Weiterhin globale Ignoranz gegenüber des Klimawandels? Agieren, als ob wir in 1-2 Generationen auf eine andere Erde auswandern könnten?

Also, ich hoffe doch, dass etwas von Bescheidenheit bleibt. Wie wäre es, wenn jeder wenigstens nachhaltig 1-2 Tage Homeoffice machen wird?

Normal sollte heissen: Natürlicher ... denn selbst wenn Corona als Projektionsfläche verschwindet ... der Klimawandel hat ja nicht aufgehört inzwischen.

Die Natur ist nicht persönlich. Wir sind an sich ja auch Teil der Natur, auch nicht persönlich. In diesem Sinne werden wir wohl erleben und hinnehmen müssen, was die anderen "Naturteilnehmer" erleben: In Australien werden Tierarten eventuell aussterben, weil die Population nach den gigantischen Buschbränden derart ausgedünnt ist, dass Arten halt verschwinden werden.

Wir werden sehen. Eigentlich sollte schon jeder gesehen haben, dass unsere Gesellschaft derart vernetzt ist, dass man nicht weitermachen kann, wenn ein Störeinfluss derart breitbandig alle Menschen flachlegt.

Corona ist wie die Neutronenbombe: Alles Unbelebte würde weiterfunktionieren ... aber wozu?

Gratulation Delphi 1 bis 10.3 - die ersten 25 Jahre

Delphi feiert Geburtstag. 25 Jahre alt ist die Orakel-Software. Sie damals als so lange so erfolgreich zu sehen, hätte wohl das gleichnamige Orakel gebraucht. Wissen tat's wohl niemand.

Ich war schon mit Turbo Pascal unterwegs. Das ideale Teil, um mit der damaligen Lehrsprache an der ETH - Pascal - ins berufliche Leben zu starten.

Als dann Borland dieses graphische Ding brachte, Delphi 1 für Windows 3.x, war es eh um mich geschehen. Seit damals bin ich bis zum heutigen Tag ein Delphianer. Damals gab es nichts Vergleichbares, nichts Einfacheres, nichts Bequemeres, nichts Portableres. Portabel, weil man EXE-Dateien einfach kopieren konnte - ohne sich um Bibliotheken etc. - kümmern zu müssen. Es wurde einfach alles Nötige reingelinkt.

Mein winziges Bedauern war nur, dass Borland damals Modula-2, Modula-2++ oder Modula-3 nicht übernahm. De facto war das dann über die Zeit nicht mehr so wichtig, weil Delphi sich schnell entwickelte und weil die sprachkonzeptionellen Vorteile von Modula sich dann doch nicht so wichtig erwiesen - ich hatte damals auch mit dem Logitech Modula-Compiler zu tun. Da hatte ich zwar Modula, aber der Komfort von Delphi, den gab's dort nicht. Damals ein lachendes und ein weinendes Auge. Aber Hauptsache, einer der Niklaus Wirth Schöpfungen war erfolgreich und ist es bis heute.

Wie auch immer: Happy Birthday Delphi!

Wer eine kleine Tour d'Horizon dazu anschauen möchte:

25 Years of Delphi

PS: Der Link zur noch recht jungen Community Edition, für die, die es mal probieren möchten, denn Delphi ist immer noch eine der verbreitesten Lernsprachen. Wie ehedem Pascal.

Was am trüben Sonntag tun? Getting in the Humor-Mood

Der Sonntag begann mit etwas Wintersonne, wurde dann etwas trüber. Ich wusste nicht, was zu tun. Wieso ich aufs Youtube kam, weiss ich gar nicht mehr, auch nicht, wieso ich dann diesen tollen Video fand. Es war mit etwas langweilig, arbeiten wollte ich erst am Abend ... mein Gehirn und mein System waren also im idle-Modus. Das ist ja sowieso immer der beste Zustand, weil nur da neue Impulse durchkommen können aus dem Unbewussten, ohne grad vom Verstand oder anderen Regeln unterdrückt zu werden.

Also wie auch immer, Youtube schlägt mir Vera F. Birkenbihl - Humor in unserem Leben vor. Humor ist immer gut, also einfach mal klick. Eine Aufzeichnung aus dem Jahre 2000. Und ich hatte noch nie was von ihr gehört. Doch nur schon die ersten paar Sekunden hatten mich am Haken.

Es geht dabei um Bewusstseinstraining, denn Humor zeichnet aus das Sein in der Gegenwart. Und Gegenwart ist Bewusstsein. Dargelegt und äusserst humorvoll vorgetragen von Frau Birkenbihl.

Da die Videos eine mitlaufende Uhr eingeblendet haben, ist es leicht, einige Highlights herauszupicken. Wie beispielsweise 14'57'' und 16'39''. Sehr lustig.

Es geht aber auch um Kreativitität, wie man gar mit mechanischen Dingen wie Wortlisten z.B. über Berufe und Tiere Erfindungsreichtum und Humor "produzieren" kann (54'30''). Strategien dazu ab 1:23'19'' und Frusttoleranz. Die positiven Wirkungen des Lachens auf das Immunsystem erläutert sie ab 1:37'56''.

Informationsvermittlung mit bestem Humor ... 1:42'44'' :-D

Interessant auch das Intro ab 6'02'' in Vera F Birkenbihl, Männer und Frauen Teil 1 und 2. Wer das mal macht .... :-)

Vera bringt ja Zahlen, die bereits von anderen Forschern erhoben wurden. Wenn man da lachen kann, ist es schon mal gut. Doch das Bild, das die Daten zeichnen, ist mindestens tragikomisch.

Evolutionswissenschaft sehr humorvoll und immer humorvoll bissig :-) ... 13'10'' ... und das "eine Frau kann einem Mann nicht sagen, was ein richtiger Mann sei, ausser in ...." ... 37'30'' :-)

Ich konnte viele Male herzhaft lachen ... von Langeweile keine Spur mehr ... doch die Langeweile ermöglichte das Auftauchen eines neuen Wegs, einer Entdeckung, die wunderbar war. Schade, dass ich in diesem Leben Frau Birkenbihl nicht mehr in corpore antreffen kann.

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