Immer wieder Berlin und Umgebung

Ich finds schon toll, die Region um Berlin herum, diesmal war ich ca, 50 km ausserhalb von Berlin Mitte, im Südosten, in der Nähe von Fürstenwalde.

Genauer im Schloss Steinhöfel. Ebenfalls ein Gemäuer mit langer Geschichte, das die Jetztzeit nur erlebt, weil es halt zu einem Hotel umgerüstet wurde. Allerdings nicht zuviel, einen Lift hat es beispielsweise nicht, auch keine trendige Wellnesserei.

Die östliche Frontseite bescherte mich am Morgen mit den Sonnenstrahlen, die direkt in mein Zimmer schienen. Akustisch verwöhnten dutzendweise singende Vögel des grossen Schlossparkes das Aufwachen.

Auf der Nordseite schliesst sich ein kleiner Teich an, der das mir wichtige Element Wasser ins Geschehen bringt. Er ist der Anfang eines grossen Schlossparks, den zu umschreiten etwa 1.5 Stunden in Anspruch nimmt.

Viele alte Bäume geben dem Park eine urwüchsige natürliche Aura, da ist nichts gepützelt wie in einem englischen Garten. Viele Bächlein durchziehen den Park, der dem Schloss gegenüber von einem natürlich belassenen Waldteil begrenzt wird.

So finden sich überall viele romantische Orte, dem Blick öffnen sich schöne Ansichten, auch wenn der Jahreszeit wegen noch nicht alles schon voll erwacht ist.

Es waren schöne, ruhige, gelassene und sehr heitere Tage.

Klimaschutz - es geht halt wirklich nur übers Portemonnaie

Heute wurde im TV die Firma Pavatex vorgestellt, die so "vorbildlich" mit der CO2-Steuer umgeht, sprich, sie installiert nun einen Biomasse-Gas-Konverter, um damit ihre CO2-Steuer zu reduzieren. Und das lohne sich auch noch, denn nach 10 Jahren habe sich die Investition von MCHF 7 in eine gleichhohe Einsparung umgewandelt.

So löblich das auch ist, aber wieso machte die Firma diese Berechnung eben erst, als die Steuer drohte? Die Ausgangslage hat doch wohl schon lange so bestanden, dass man hätte sparen können. Und zwar auch ohne Steuer, denn die Einsparung reduziert den Gas-Bedarf, der bei dieser Firma im Jahr MCHF 11 koste. Die Umbaumassnahme reduziere dies um je eine Million Franken pro Jahr. Aha, war die Million zuvor also nicht einsparenswert. Aber jetzt ist halt die Steuer da, da kostet's sogar noch mehr, soviel Energie zu brauchen.

Klar, toll, wie die das machen, aber es zeigt auch, dass es halt nur über den Druck von Gesetzen und Vorschriften geht.

Seien wir also froh, dass in Europa die Staaten noch halbwegs die Zügel in den Händen halten. Machtlose Staaten werden wohl nie die Kurzsichtigkeit der Bewohner zum langfristigen Nutzen aller überwinden können.

Gort, barada niktu

So oder ähnlich befahl der Ausserirdische Klaatu seinem fast omnipotenten Roboter Gort, die Erdlinge nicht grad zu vernichten, als ein übernervöser Soldat auf Klaatu schoss, weil der in seine Jacke griff, um ein Begrüssungsgeschenk hervorzuholen.

Ich liebe diesen 1951 gedrehten Film, der heute wieder mal im TV lief. Es ist, soviel ich mich erinnern kann, mein erster Science-Fiction Film gewesen, den ich sah und der mich beeindruckte. Ich war damals noch ein Kind und wusste wohl kaum etwas vom kalten Krieg, von der geopolitischen Lage, von Grabenstellungen, von Bedrohungen.

Ich weiss auch nicht mehr, wann ich den zum ersten Mal Film sah, aber er ist enorm hängengeblieben, drum auch das Zitat im Titel. Mir ist eingefahren, wie im Film ein offensichtlich freundlich gesinnter Ausserirdischer durch die - man verzeihe mir - vollidiotische Panik eines Soldaten angeschossen wird.

Also ein Erstkontakt von undisziplinierten Idioten verbockt wird, statt einer förderlichen Begegnung. Klar, ist ja Storyline, aber als Kind schaut man Filme wohl anders. Und ich war damals wütend auf diese Figur, die alles schon im Anfang durch kleinlichen Schiss zerstörte. Nun, der Klaatu überlebte das ja, weil Gort ihn ins Raumschiff holte, wo er Klaatu wiederbeleben konnte.

Für mich war Science Fiction, der Weg ins All, die endlosen Weiten, die Möglichkeiten, in der Folge das, was mich sicher ein Jahrzent faszinierte. Meine kindliche Naivität, die grad zu diesem Film passte, verblich und machte einem Wunsch nach "realistischen" Science-Fiction-Filmen platz. So ärgerte ich mich über Kampfstern Galactica und auch Star Wars, so dass ich mich doch lieber der SF-Literatur hingab. Da gab es keine vorgelebten Filmrealitäten, sondern nur Vorstellungsrealitäten, in denen alles so realistisch war, wie ich es mir vorstellten konnte.

Dennoch, dieser Film blieb bestehen, weil er einfach war, der Roboter war keine Tech-Konstruktion wie der Terminator oder Robbies in anderen Filmen wie Star Wars etc. Natürlich, die hatten damals wohl auch keine anderen Möglichkeiten. So ist Gort eine nahtlose Figur, zwar menschengleich, aber ohne Falten, Löcher etc. Er hatte nur eine Blende vor den Augenregion, hinter der sich eine Lichtwaffe befand. Einfach und doch imponierend, weil im Film ihm niemand was anhaben konnte.

Schön aber auch, dass dieser unvernichtbare Roboter seine Macht nicht nutzte, sondern nur seine Möglichkeiten einsetzte, um Hindernisse zu beseitigen, um Klaatu zu holen. Das hat mich beeindruckt, keine Vergeltungsmassnahmen, keine Rache, obwohl die Primitiven die Nerven verloren. Der Mächtige(re) hier hat sie jedoch behalten. Zuerst Gort und danach Klaatu.

Für mich wohl das Faszinierendste an der Storyline, dass es offensichtlich mächtigere Parteien gibt, die der Schwächeren sogar Verfehlungen nachsieht, die eigene Leute verletzt oder fast tötet.

In der Folge fand ich alle Technik-verliebten SF-Filme saudoof, in der immer nur mit militärischer Gewalt gegen böse oder vermeintlich böse Extraterrestrische vorgegangen wird. So fand ich Krieg der Welten im Original zwar auch sehr beindruckend, weil ich noch jung war, das aktuelle Remake von Spielberg jedoch eigentlich langweilig im Vergleich mit dem Original, von der Trivialität der Storyline in beiden Fällen nicht zu reden.

Drum wohl gefielen mir dann die Star Trek Geschichten besser, weil es meistens Stories waren, in der eine fortgeschrittene Menschheit Neuem begegnet und in der Technik zwar vorhanden, aber nicht Hauptzweck ist.

Wohl das war es, was mich unbewusst anzog, die Vorstellung und den Wunsch nach einer bewussteren und fortgeschrittenen Menschheit.

Aber eben: Per aspera ad astra ...

BlogCFC was created by Raymond Camden. This blog is running version 5.9.8.012. Contact Blog Owner