Grund fürs Bienensterben nun (eventuell) geklärt

Aus Slovenien komme die Erkenntnis, wieso die Bienenvölker zu sterben begannen vor einigen Jahren, und wieso deren Bestand bald schon kritisch ist, wenn man bedenkt, dass viele Früchte ohne die Bienen nicht unsere Gaumen erfreuen können.

Keine Bienen, keine Befruchtung, keine Früchte, keine köstlichen Erdbeeren und Himbeeren etc.

In Slovenien habe man nun herausgefunden, dass die Pflanzenschutzstoffe für Raps und Mais die Bienen langsam vergiften.

Imker dieser Gegend entfernen nun ihre Völker aus den Rapsfeldern und sie befürchten noch mehr Untergänge von Bienenvölkern, wenn der Mais kommt.

Es zeigt sich halt wieder: Der Mensch greift immer viel zu früh und mit höchstens Halbwissen in Millionen Jahre alte fein abgestimmte Zyklen ein und setzt Ursachen, die ihn dann selbst treffen. Übel ist es halt, dass er meistens meint, er könne es schon besser als die Natur (Dünger, Pflanen"schutz"mittel, GVO etc.)

So ist es halt hier.

Ein versöhnliches EM-Ende mit Yakin, Zuberbühler und Kuhn

Die Schweizer Nati hat es doch noch geschafft, ein Spiel zu gewinnen, auch wenn die Portugiesen nur die B-Besetzung ins Rennen schickte. Das haben sie nun davon, eine Niederlage gegen den Fussballzwerg Schweiz.

Mir hat der Match gut gefallen, es wäre interessant gewesen zu sehen, ob die Schweizer nur darum besser waren, weil es die B-Mannschaft war oder weil sie halt nun ohne Druck aufspielen konnten. Dies wird nun halt nicht beantwortet.

Nun ist das nächste Ziel die WM 2010 in Südafrika, auf die sich die Schweiz nun seriös vorbereiten muss, um dort überhaupt reinzukommen. Da wird sich zeigen, was die Nati gelernt hat, denn nun muss sie sich wieder qualifizieren und hat keine automatische Startberechtigung.

Obwohl ich ja schon etwas schwach über Hakin dachte, ist er jetzt zum Goalgetter geworden, auch wenn er wie in den anderen Spielen nur noch das letzte Glied in der Angriffskette war. Immerhin, diesmal hat er die Vorlagen genutzt und die Tore gemacht. Saubere Sache.

So haben Köbi Kuhn und Pascal Zuberbühler ihre Abschiedsgeschenke bekommen: Einen hin und her wogenden Match mit dem Sieger Schweiz.

Tja, hätte und wenn und so ... das ist schon alles Vergangenheit. Die Zukunft heisst, ausrichten auf WM 2010. Dort wünsche ich dann mehr zu sehen von der Schweizer Nati. Dann, wenn die meisten beteiligten Spieler 2 Jahre mehr Erfahrung und Routine gesammelt haben, wenn Frei, Barnetta und Behrami ganz gesund sind. Die werden's dann hoffentlich schon richten ...

Mir hat der heutige Match auf jeden Fall gut gefallen. Und das Ende war auch schön emotional, als die Kamera das Pergament "Merci Köbi" einfing. Hach, wie bin ich doch nahe am Wasser gebaut ...

Well then, see you in South Africa 2010!

Die Nationen rüsten auf ...für künftige Kriege um die Ressourcen?

Einer Studie zufolge rüsteten fast alle Staaten dieser Welt im letzten Jahr wieder gewaltig auf, sprich, ihre Militärbudgets steigerten sich um zweistellige Prozentzahlen.

Anachronistisch, wenn man bedenkt, dass die Erde nicht grösser wird, Nahrungsmittel sich nicht vermehren, die Luft zum Atmen, das Meer für die Fische nicht reiner werden, die Umweltsünden grösser werden.

Was wollen die denn erreichen mit ihren Flugis und Pänzerlis? Natürlich, die Ressourcen eines Nachbarn usurpieren, sollte es soweit kommen können. Denn wenn Öl, sauberes Wasser, Bodenschätze knapp werden, der Nachbar aber noch welche hat, wieso nicht mal eben unter dem Gartenzaun durch fressen?

Dass man dieses Geld besser investieren könnte, gerade in Ausbildung, Forschung, Umweltschutz, neue Konzeptionen für das staatliche Selbstverständnis, ist wohl klar.

Aber in fast allen Köpfen vernebeln halt alte Geschichtsvorstellungen und was man doch sei die Sicht auf die Zukunft. Und wenn man aus Erfahrungen der Vergangenheit argumentiert, dupliziert man diese ja nur in der Zukunft. Das lässt sich ja auch jederzeit leicht beweisen. Und es ist bei jedem Menschen so. Aber solange der Mensch nicht beginnt, sich das klarzumachen und sich von Altem zu trennen, so wird es halt so bleiben.

Auf jeden Fall ist es betrüblich zu sehen, dass immer mehr Geld ins Militär fliessen, statt in Förderliches. Dass andere dabei weniger oder fast gar nichts mehr zu fressen haben, ist den Betonköpfen total egal, denn ihre geistige Reichweite scheint nur bis zu den Bodenschätzen des Nachbarn zu gehen - und um da ran zu kommen, braucht es natürlich die optimale Killing Machine.

So ist diese Welt, auf der wir doch alle leben.

Wieso beschneiden Erwachsene ihre Kinder?

Die einfache Antwort wäre wohl: Weil Eltern, Grosseltern und deren Vorgänger das halt schon immer so taten, also "Weil es schon immer so war".

Die Filmdokumentationen, die ich über dieses Thema über die Zeit gesehen habe, zeigen nie ein Mädchen, das bei der Beschneidung lacht, im Gegenteil: Es ist immer sichtbar gewesen, dass diese Sache schmerzt, sehr sogar. Und dass die seelischen Nachwirkungen noch lange halten werden, weil dem die Eltern liebenden Kind vieleicht zum ersten Mal brutal beigebracht wird, dass die eigenen Eltern es bewusst und mit Zwang verletzen.

Jetzt hat in der Schweiz in Fribourg zwar eine eine bedingte Halbjahres-Strafe bekommen, weil sie ein Mädchen, ihre Schwester offenbar, in den Sudan brachte, mit der einzigen Absicht, dass diese dort beschnitten wird.

Beschnitten werde auch in der Schweiz, man kann die "Beschneidungsfachkraft" ja auch zu Besuch einladen; so geschieht es dann auch bei uns, unerkannt.

Es gebe die Ausrede der Eltern, sie hätten nicht gewusst, dass sie die Beschneidung in der Schweiz nicht druchführen dürften.

Keinerlei Reflektion darüber, dass sie ihre Mädchen physisch und vor allem psychisch verletzen. Hirnloses Repetieren alter Überlieferungen, keinerlei Bewusstsein bei der Aktion. Rein mechanisches Abspielen eingeprägter Gewohnheiten.

Und das Perfide daran: Die Opfer werden als Eltern zu Tätern, wenn sie nicht endlich mal ihr Bewusstsein wenigstens für ein paar Sekundenbruchteile aufblitzen lassen und sich einfühlen in ihre Kinder. Das Krasse ist jeweils, das selbst beschnittene Frauen sich sehr vehement dafür einsetzen, dass ihre Tochter auch beschnitten werde. Völlig unmenschlich, aber halt normal.

Es ist klar, dass dies etwas schwierig ist für Leute, die Traditionen - und seien sie auch noch so bireweich - unbedacht repetieren. Selbst wenn Zweifel kämen: haben die Eltern das selbst so als Opfer erlebt, ist der emotionale Druck derart gross, dass sie es sich nicht zugeben können, dass es falsch war, dass sie selbst Opfer einer falschen Tradition waren. Da kommt die Rechtfertigungsmaschine sofort ins Laufen und liefert Milliarden von Gründen, wieso es für die eigenen Kinder nun doch auch noch so gehöre.

Gut finde ich, dass den hier lebenden Anhängern dieser Praktik per Gesetz ein Denkanstoss verpasst wird: In unserem Teil der Welt gibt es dies nicht. So werden sie wohl stänkern über das Gesetz ... einige mögen aber hoffentlich endlich mal menschlich werden und ihre für andere schädlichen Gewohnheiten zu hinterfragen beginnen.

Gestern per Schiff zu Zürichs EM-Fanzone ...

Da gestern wenigstens ein schöner Tag war, dachte ich, dass ich mich aufs Schiff platziere und gemächlich nach Zürich tuckere, mitten hinein in die EM-Fanzone. Naja, es wurde wohl allen gewahr, dass es ein richtig schönes Gewitter gab, als die Spanier grad mal etwa das 2:0 gegen die Russen einspielten.

Während der Fahrt fand ich einige hübsche Fotosujets, ein paar amüsantere zeige ich mal.

Frage: Was ist hier falsch?

Etwas anderes fand ich wieder mal typisch schweizerisch bemerkenswert – nota bene neutral gemeint: Bei uns hat alles seine Ordnung, auch wenn ich nicht sicher bin, ob ein typischer Fan sich das wirklich alles freiwillig zu Gemüte führt:

Ich habe es nicht alles im Detail angeschaut. Immerhin, ich kam mit Kamera und Handy rein. Eigentlich mag ich Volksaufläufe nicht so, erst recht nicht in grosser Alkoholschwemme. Beides hatte es gestern nicht, denn es waren ja keine Matches in der Schweiz. So hatte es reichlich Platz, selbst dann, als die Stimmungsmacher Tickets verschenkten und die Russisch-Kenntnisse der Besucher prüften ...

Da ich von der Qualität des Bildschirmes nicht so überzeugt war, auch nicht lange rumstehen wollte, weil die Sitzplätze der Tribüne kostenpflichtig waren, mir die Preise von Wurst und Getränk sowieso aufstiessen, verliess ich die Zone und verzog mich Richtung Bahnhof Stadelhofen.

Auf dem Weg dorthin konnte ich immerhin mal bei TeleZüri reinschauen, die zwecks Vergleich einen Flachfernseher mit normaler und einen mit HD Suisse laufen liessen, auf letzterem mit der HD Suisse Auflösung 720p. Obwohl ich das nur aus ca. 5 Metern Entfernung begutachten konnte, war die Detailverbesserung schon schön zu sehen. Schade, dass ich die Spiele zuhause nicht auch so sehen kann.

Mittlerweile kündigten einige Gewitterdonner die Ankunft des vorhergesagten, regnerischen Wetters an, doch da war ich glücklicherweise schon im Zug, denn Regenschutz hatte ich echt nicht dabei.

Auf der Rundfahrt mit der S5 ging's dann richtig los: Ich sah nicht nur wegen der Fensterspiegelungen nichts mehr draussen, alles grau und nass. Allerdings finde ich solches Wetter genauso wunderbar wie wenn die Sonne scheint.

Warten auf dem Bahnhof auf die Bahn nach Hause hatte daher auch was Schönes.

So, nun hatte ich genug "Baden in der Menge" und vor allem "Fast-Baden im Regen" und war froh, zuhause duschen zu können und aus dem Fenster die Wasserfäden draussen niedergehen zu sehen.

Es war ein schöner Tag.

Wieso bloss stellt sich das Parlament gegen Parallelimporte?

Heute hat der Nationalrat erneut gegen den Parallelimport von patentbehafteten Artikeln gesprochen.

Ich habe mich andernorts schon darüber ausgelassen. Ich verstehe es nicht. Alles Hergestellte ist doch mit Patenten geschützt.

Im Nationalrat haben wohl die Lobbyisten gut gearbeitet, bzw. es hocken dort ja viele Verwaltungsräte grosser Firmen, auch grosser Generalimporteure, denen ein freier Import wohl gegen den Strich gehen dürfte.

Nun werde eine Volksinitiative in Angriff genommen, um den Import per Stimme des Souveräns, des Volkes, durchzusetzen. Meine Stimme hat sie, auch wenn ich gar kein grosser Profiteur von Parallelimporten wäre, denn ich bin ein Minimalist bezüglich Chemie für Gesundheit und Duft oder Gebrauchselektronik etc. Aber ich sehe da nur Protektionismus.

Ich hoffe, dass sich das Parlament doch mal kundenfreundlicher zeigt, denn nicht alle haben das Einkommen, wie die dortigen Neinsager.

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