Elon Musk beim Siechmar Gabriel

Wie der Newsticker von Heise sagte, sei der Elon Musk, Chef von Tesla, beim Sigmar Gabriel gewesen und habe dem gesagt, dass man [gefälligst] statt Subventionen für E-Autos den CO2-Ausstoss belasten solle. Für den Rest, also die Entwicklung, habe Deutschland ja tolle Ingenieure. Die Stickoxid-Sauerei von VW ist da nicht grad so tragisch, die CO2 Geschichte ist bekanntlich mittlerweile viel bedrohender - und nicht nur für die lokale Atembefindlichkeit.

Wenn schon Anreize nichts bringen, dann halt Geldabzüge ... bekanntlich ändert sich der gesättigte, änderungsresistente Wohlstandseuropäer erst dann, wenn ihn finanzielle Bedrohung dazu "verführt".

Nun denn, egal, wie's kommt. Ich will ja immer noch einen Tesla ... hab nur kein Geld dafür ... hint, hint

SciFi wiederholt Deep Space 9 - passend in der Zeit

Meine liebste Variante von Star Trek war in Kenntnis aller Serien Deep Space 9. Schon spannend, dass der SciFi-Channel gerade jetzt diese Serie wiederholt. Obwohl: es hat wohl keinen Zusammenhang und ist reiner Zufall.

In allen anderen Star Trek Serien gibt es eine klare Hierarchie und eine kleine Bühne, jeweils ein Raumschiff. Die Chefs waren militärische Captains. In DS9 gibt es einen menschlichen Vorstand, aber keine militärische Ordnung. Denn die Bühne ist eine Durch­gangsstation, so eine Art Autobahn­rast­stätte im All. Eine ganz andere Art der Spielbühne.

Das hat mir gefallen, denn wenn in den anderen Serien der Captain was befehlen konnte, ist es im DS9 nicht mehr so klar. Hier müssen sich die verschiedenen Parteien arrangieren, trotz Rassen­unter­schiede miteinander leben. Nicht alle mögen sich, es ist eine Nach-Kriegssituation, DS9 eine ehemalige Militärstation. Die Vorbesitzer haben sie verlassen müssen. Exponate all dieser verschiedenen Rassen sind permanente Akteure in der DS9-Serie. Also kein Captain, der die Macht hat. Zudem kommt mit den sehr religiösen Bajoranern ein Aspekt hinein, der bis anhin in den Star Treks nie eine Rolle spiele: Glaube und Religion trotz Raum­fahrt­technologie und Kriegs­bereit­schaft.

Ist das eventuell mehr als ein Zufall, dass DS9 grade jetzt zur Unterhaltung wiederholt wird, wo Europa grad ähnliches erlebt? Zusammenleben müssen mit Leuten, die Europa scheinbar nicht mag, die erst noch einer anderen Religion frönen? Zumindest nicht in der anonymen Masse - im Einzelfall ja dann eventuell schon?

Naja, den SciFi-Channel können nicht alle sehen und wohl nur wenige sind auch SF-Fans, die die ethischen und philosophischen Aspekte einer SF-Fantasie spanned und inspirierend finden. Dass dies so ist, scheint mir die Tatsache zu beweisen, dass alle anderen Star Trek Serien schon x-mal wiederholt wurden, DS9 meines Wissens aber noch nie. Nun, mir gefällt's. Und wer sich offen auf diese 45-Minuten-Geschichten einlässt und die Umgebung und die verschiedenen Ethiken auf sich wirken lässt, der hat's dann vielleicht auch viel einfacher mit Mitgliedern der eigenen Species, einfach mit ein paar anderen Hautfarben ... also nicht wirklich anders.

VW wie VerWerflich?

Schon unglaublich: Wenn es denn stimmt, so konnte Volkwagen es wagen, seine Wagen, na, in Beschisskarren zu verwandeln.

Da wurde offenbar per Software entdeckt, wenn der Wagen auf einem Testprüfstand gefahren und gemessen wurde. Da habe sie die Motorparameter so umstrukturiert, dass die Abgasnormen eingehalten wurden. Entdeckte die Software hingegen Alltagsbetrieb, liess sie die Sauerei einfach laufen.

Klar, happig formuliert, aber das Vergehen ist meiner Meinung nach auch happig. Denn offenbar können die ihre Kisten mit konformen Parametern betreiben ... wieso um alles in der Welt machen sie es denn nicht immer so? Wenn das nicht an verarschende Arroganz sondergleichen erinnert, weiss ich also auch nichts mehr.

Recht so, dass die VerWegenen einer Strafforderung von USD 18 Mia. gegenüberstehen. Dass sowas nicht in Europa auffällt ... nun ja - hôni soit qui mal y pense. Und wenn doch: Die hiesige Busse wäre wohl etwas für die Portokasse. In dieser Hinsicht finde ich doch gut, dass in Amiland manchmal Riesensummen in Aussicht gestellt werden.

Pelzig hält sich gut - und Köppel bei Maischberger schlecht

Schon grad spannend heute abend. Beim Pelzig, den ich sehr schätze, erzählt der, dass gemäss Schätzungen aufgrund des Klimawandels in den nächsten Jahren 200 Millionen Klimamigranten ihre Wohnorte verlassen müssen. Nicht Flüchlinge, Migraten. Die UNO nennt die so, weil: Flüchtlinge in der UNO-Terminologie muss man als UNO-Mitgliedsstaat aufnehmen. Migranten nicht. Die wissen also, wieso sie die Migranten nennen, damit die UNO nicht ins Messer läuft, für diese Menschen in irgendeiner Art sorgen zu müssen, bzw. damit sie nicht allen Mitgliedern an den Karren fahren muss, weil die Gründe der Migration ja von den Mitgliedsstaaten erzeugt werden.

Da die sog. zivilisierten Ländern ja bei weitem die Klimagase erzeugen, sagt Pelzig, müssten gemäss des US-Anteils von 15% die Amis also 30 Millionen Klimaflüchtlinge aufnehmen müssten. Natürlich nicht nur die USA, sondern auch Europa, Russland, China und Australien.

Einer seiner Gäste hieb in dieselbe Kerbe: Wir sind die Verursacher all dieser Probleme durch unseren Konsum, das Wirtschaftswachstum. Wenn es mies läuft, wird das Gespenst des mangelnden Wirtschaftswachstums heraufbeschworen, bzw. wie er es sagte "mantramässig wiederholt". Niemand stelle sich der Frage, wie eine Transformation in ein System zu machen wäre, das nicht mehr Wachstum verlangt, um Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen.

Denn wir konsumieren heute Dinge, die Welt zerstören, die wir vor 50 Jahren noch nicht hatten: Flugtourismus, Kreuzfahren, Geld für exotische Luxusgüter, wir brauchen den Erwerb ja nicht mehr fürs Essen und die Miete, sondern um eine Freizeit zu füllen.

Es muss also JEDEM/JEDER in den westlichen Ländern in aller Konsequenz klar werden, dass WIR die Verursacher des Klimaproblems sind - im Alltag - und daher diese Klimamigration verursachen und aushalten müssen. Klar, dass wir lieber Klimamigranten sagen, als Klimaflüchtlinge - obwohl wir genau das tun: Wir bedrohen und vernichten durch unser Handeln die Lebensgrundlagen der dortigen Bevölkerung. Sie fliehen also vor uns, zu uns. So ist das.

Und wir machen einfach weiter: Pelzig erzählt von der EU, die den Afrikanern ein Wirtschaftsabkommen aufnötigte, damit die EU ihren subventionierten (Landwirtschafts)Überfluss noch einfacher dorthin karren kann - was die lokale Landwirtschaft noch mehr zerstört.

WIR also machen das: All der Schrott - durchaus wörtlich zu nehmen - den wir "verbrauchen" - muss ja irgendwo hin gedumped werden. Da kommen die unzivilisierten Neger grad recht. So ist das.

Ich habe mich schon öfters darüber ausgelassen, wie wir mit einer Leck-Mich-am-Arsch Haltung Zeug produzieren und tun, ohne auf dessen Konsequenzen auch nur einen Gedanken zu verschwenden.

In Form der Flüchtlinge wird der Zustrom von Leuten also nicht eine Ausnahme bleiben, sondern es wird diese Migration einfach konstant geben. Pelzig spielte da jeweils einen Clip ein, wo eine Politikerin einem Flüchtling sagt "da müsse der Staat halt mehr machen". Richtig, aber der ist wirtschaftshörig in den westlichen Ländern.

Und als Kontrastprogramm darf unser Neo-SVPler Roger Köppel bei Maischberger nach wie vor was labern von Merkels Fehlern, Leute quasi einzuladen. Zur Argumentationslinie, die Köppel stellvertretend posaunt, habe ich mich auch schon geäussert. Es ist reaktionär, Mauern hochzuziehen, es ist vor allem reaktionär, die globalen Zusammenhänge konstant ausblenden zu wollen. DAS geht einfach nicht mehr. Und wenn ich bis anhin Köppel noch für einen intelligenten Zeitgenossen hielt, bleibt das mit dem Intellekt zwar, aber ich zweifle an seiner Offenheit - nicht nur an seiner natürlich.

Ich habe ja oft den Spruch Think globally, act locally nach meinen Artikeln. Das meine ich eigentlich verdammt ernst. Wer bei einer Effekthascherei beliebigen Inhalts zuerst einmal ein paar Schritte zurück macht, sich fragt: Wem dient die gewünschte oder propagierte Reaktionsweise? Wer will welche Verantwortung abwälzen oder vergessen machen?

Kurz: Wem nützt es?

Es ist immer diese Frage, die wahre oder verstecktere Beweggründe offenbart, denn der Verstand eines jeden packt das sofort - ausser, der persönliche Fall hat einen Emotionsschutzwall aufgebaut. Dann geht es halt prima vista nicht - bzw. dadurch ist man halt auch manipulierbar - von denen, denen's nützt.

Emotionen helfen aber auch, denn im Wort ist ja Motio ) Bewegung drin: Mir gefällt, wie in München die Leute - nicht die Politik - die Flüchtlinge solidarisch empfängt etc. Und viele Politiker sich erstaunen - de facto haben die also als Bedenkenträger Zeug vorgetragen, das das Volk so nicht macht. Klar, das Bild des tot am Stand liegenden Buben hat sicher bewegt ... eben emotionalisiert. Zum Glück - denn eine Emotion gibt Schwung. Ich wünsche mir, dass sich jeder beim nächsten Umwelt-verbrauchenden persönlichen Event, Urlaub etc. sich kurz erinnert, global zu denken - und sein Vorhaben eventuell auch einfach mal sein zu lassen.

Eben: Think globally, act locally

BlogCFC was created by Raymond Camden. This blog is running version 5.9.8.012. Contact Blog Owner