Lesch again - und immer noch keine CO2-Senken

Ich kann Harald Lesch einfach immer schauen ... nicht nur, wenn er vom Kosmos spricht. Auch, wenn er vom Klimawandel spricht. Seine Information ist sehr dicht, ich kann mir nicht alles merken. Natürlich, aufnehmen kann man je jederzeit, aber darum geht's mir nicht. Erneutes Hören enthüllt immer wieder neue Dinge, die ich zuvor nicht wahrnahm oder die untergingen.

Schön, wie er die Allianz-Arena als Raumschiff, als Landeplatz für Raumschiffe ansagt, weil er sonst keine (sinnvolle) Begründung für diese Energieverschwendung findet.

Aus der esoterischen Ecke kommen zwar andere Ansagen zur künftigen Energiegewinnung, allein, ich bin nicht sicher, ob es so schnell geht. Für Harald Lesch ist es natürlich die Kernfusion.

Mein Blog-Entry zum Thema CO2-Senken ergab leider keine Hinweise von kundigen Leuten, wie man CO2 aus der Atmosphäre nehmen könnte. Denn wie Lesch so schön erklärte, ist der jetzige Klimaerwärmung ja die Folge der 100 letzten Jahre, in der unbekümmert CO2 in die Luft gejagt wurde.

Lesch will ja nicht zum moralinsauren Zeigefingerschwinger werden, doch er meint, dass wir uns das schon anhören sollten - wir wollen doch überleben, nicht wahr?

Er sagt "Wir brauchen die Sichtweise eines Schachspielers von Beginn bis zum Ende. Dazu brauchen wir Zeit, Zeit und Ruhe". "Wir allerdings wüssten noch nicht mal was von den Regeln, bzw. nur ganz wenig."

Eindrücklich halt, weil ich eine akademische Bildung habe und ihm und seinem weiten Denken folgen kann, das ja auch immer selbst den Leuten sagte ... und mich darum bemühte, Jobs zu haben, die "energiesparend" sind.

Für mich war es immer ein Ziel, Arbeit zu finden, die ich von zuhause aus machen kann. Ich sah und sehe es nämlich nicht ein, wieso tagaus tagein ganze Städtebevölkerungen verschoeben werden. Mobile Flexibilität heisst das ... energetischen Schwachsinn nenne ich es. Es spielt keine Rolle, ob man per ÖV oder im Auto pendelt, natürlich, ÖV ist energetisch schon passender. Alle leute, die sich in ein Pendlerleben haben einzwängen lassen, haben es sich erlaubt, ihre Gedanken von Fremden formen zu lassen. Es kann mir ja niemand erzählen, dass es Spass macht, in überfüllten Zügen und je nach Jahreszeit merkwürdigen Gerüchen ausgesetzt, keinen Sitzplatz zu finden. Und wie die Lemminge durch die Bahnhofshallen zu quellen.

Wer kennt noch den Film Koyaanisqatsi? Zur paralysierenden Musik von Phlilip Glass strömen dort Menschen in U-Bahnen rein und raus. Minutenlang. Irrsinniges Leben oder so heisse das indianische (soviel ich weiss) Wort "Koyaanisqatsi".

Das Pendeln von Menschen ist - wenn nicht Irrsinn - zumindest Energieverschwendung und - frage man im eigenen Umgelf - nie der Wunsch eines Arbeitenden. Doch er tut's und er hinterfragt's nicht mehr.

Welches sind wohl noch die menschengerechtetsten Berufe? Vielleicht nur noch Bauern, Krankenschwestern, Hausbesuche machende Ärzte, Oma und Opa?

Erst wenn sich die Leute erlauben, ihre Lebenszeit in Relation zur Arbeit wieder zu hinterfragen, ihren kindlichen Wünschen nachzugehen ... dann kommen sie vielleicht zu Schlüssen, dass es nicht nur materielle, sondern auch geistige Energieverschwendung ist, immer mehr Lebenszeit im Weg zur Arbeit zu verschwenden.

Ich stelle es mir nämlich enorm spannend vor, wenn die Leute die Arbeitgeben zwängen, endlich mal die Arbeit von zuhause aus zu fördern. Dies erbrächte sicherlich recht energiesparende neue Konzepte. Und Familien würd's wohl auch gut tun, die ihren Vater nur noch am Abend kurz sehen.

Die üblichen anderen Dinge wie saison-gerecht einkaufen etc. etc. lasse ich hier aus. Ist mir ja schon etwas peinlich, darauf rumzureiten.

Also, Leute, überlegt mehr, was Ihr Euch antun lasst - nur zum Zwecke des Arbeitslebens. Ist der Gewinn - meistens ja Geld - es wert, all das auf sich zu nehmen?

Ceterum censeo: Think globally, act locally.

19% Lohnerhöhung für Schweizer Manager

Die Statistiker belegen: Schweizer Manager haben sich letztes Jahr durchschnittlich 19% mehr Lohn genehmigt - 20 mal mehr als für Arbeiter. Und die Schere zwischen diesen und jenen öffne sich. Dies sagt eine Studie der Gewerkschaft Travail Suisse.

Ist schon krass, wann hat sich ein Büezer letztes mal eine Lohnerhöhung von - sagen wir mal - einem Fünftel dessen, also knapp 4%, angedeihen lassen dürfen? Bei der Arbeitsbelastung sicher, aber bei der Arbeitsentlöhnung?

Ich bin ja schon auch dafür, dass Löhne eine Korrelation zur Leistung haben. Zur Leistung, nicht zur Grösse des Ladens.

Wie ich schon öfters andernorts sagte, ist es meinem Verstand unerklärlich, wie sich ein Mensch so versteigern kann zu glauben, er oder seine Arbeit sei Tausende Male mehr wert als die eines seiner Untergebenen.

Es ist mir auf der anderen Seite natürlich schon klar, es ist ein aufgeblähtes Ego, das die meisten dieser Abzocker-Manager verleitet. Und erst noch Verkennung der Lage. Ein erfolgreicher Laden ist wohl nicht dank des Managers so erfolgreich, sondern weil er etwas anbietet, das derzeit gewünscht wird. Ein Manager reitet also nur auf der Welle der aktuellen Situation. Verebbt die Welle, nützt auch der beste Manager nichts mehr - siehe Swissair.

Es täte diesen Egos gut, sich zu redimensionieren und sich mal auf der spirituellen Ebene ausbilden zu lassen, damit sie erkennen, dass nicht sie den Erfolg machen, sondern ganz andere Faktoren. Denn so ergäbe sich auch eine passendere Bescheidenheit. Die darf sich ja schon auch gut bezahlen lassen, aber nicht mehr losgelöst jeglicher sozialerträglicher Realitäten.

Spricht Neid aus mir? Möglicherweise einige Prozente. Allerdings ist mir Geld nicht so wichtig. Was ich aber auch bei mir bemerke, ist, dass meine Loyalität zu Strukturen im Umfeld eines normalen Schweizerbürgers wie Steuern, Kunden, Mitarbeitern davon bedroht ist. Und nicht nur meine, denn wie Travail Suisse zeigte, zieht diese Abzocker-Mentalität von den Top-Shots nun weiter und runter auf die mittleren Firmen. "Häja, wenn die das können, will ich doch auch." Solche Gedanken des Egos führen zu immer stärkerem Ellbogeneinsatz im Verteilungskampf der materiellen Güter. Abnhame der Arbeitsmoral, der Firmenloyalität, Vertraulichkeit, Verschwiegenheit, Stolz ein xy-ler zu sein, all dies sind vorhersehbare Konsequenzen.

Und wenn ich mir solche Gedanken als Angestellter bei einer Firma erlaube, so werden diese ausufern auf bisher unbeteiligte Lebensbereiche und Personen. Es wird also einfach rauher und unmenschlicher.

Desozialisierung also, in Richtung amerikanische Verhältnisse. Wollen wir in Europpa das wirklich? Hier, wo der Humanismus hochgehalten wird?

Es ist immer das Ego, das Probleme erschaft. Es ist immer das Wesen, diese lösen kann.

Alinghi - möge der Hochmut uns nicht strafen

Einen tollen Einstieg bot für uns Schweizer die Alinghi. Immerhin ist ja wirklich ein einziger Schweizer mit an Bord - der mit der Kohle. Hmmm, sollte das bedenklich stimmen? Sollen andere bestimmen.

Was mir gestern beim zweiten Race auffiel, war die etwas hochnäsig erscheinende Unbekümmertheit von Brad Butterworth, der die Neuseeländer einfach unkontrolliert auf die Steuerboard-Schlaglinie segeln liess, so dass diese die Alinghi über jene hinaus drängen konnten und so ein Aufholen der da erst noch langsameren Alinghi verunmöglichten.

Klar, die Strafe kam eben sofort, der Verlust des Races. Ich hoffe, dass der Gegner ebenbürtig betrachtet wird, denn nur so beobachtet man ihn und reagierst angepasst.

Es ist ja schon toll, wie so ein Team funktioniert. Jeder hat seine Rolle, jeder unterordnet sich dem Ziel. So klappt es. So gewann Alinghi vor 4 Jahren. Schert auch nur einer aus und meint, seine Rolle nicht mehr soooo genau spielen zu müssen, kommt also sein Ego ins Spiel, ist bereits ein Keim des Misserfolgs gesät. Denn seine ganze mentale Energie ist nicht mehr zu 100% aufs Ziel ausgerichtet.

Ist ja eigentlich ganz einfach mit etwas Mathematik: Nur wenn alle Vektoren in dieselbe Richtung zeigen, ist die Summe aller am grössten. Weicht auch nur einer etwas davon ab, ist die Summe schon kleiner als das Optimum bezüglich der Zielausrichtung.

Ich bin zwar gar kein Segler, aber ich hoffe doch, dass das Schweizer Käse/Schoggi/Fondue- und halt auch UBS/Nestle-Boot gewinnt - mit einem wieder eingeordneten Brad Butterworth. Somit beweist die Schweiz, dass Multikulti sehr gut funktionieren kann. Wenigstens hier ...

Also, hopp Alinghi!

Seldwyla in Zürich

TeleZüri brachte es .. und es ist wirklich zum Heulen und Lachen zugleich. Da hat die Stadt Zürich in der Seeanlage einen neuen Spielplatz bauen lassen. Und der ist nun gefährlich und wird de facto ausser Betrieb gesetzt.

Was war geplant? Ein Spielplatz, betoniert, mit Bauminselchen für je einen von knapp 40 Ahornbäumen. Dazwischen Spielgeräte und in den Betonboden eingelassenen Wasserdüsen.

Nachdem die Wasserdüsen abgestellt wurden, weil die spielenden Kinder regelmässig auf dem dann glitschigen Boden ausrutschten, ist der Beton unter der Sonne siedend heiss, auch nichts mehr zum Spielen. Kinderheulen statt Kinderlachen.

Was sagt die Stadt dazu? Der Künstler wollte es halt so, so einen Boden, der passe zum Le Corbusier Haus in der Nachbarschaft.

Die interviewten Mütter blieben noch zurückhaltend genug. Der Stadtsprecher dazu, dass die Bäume ja noch 20 Jahre wachsen müssten: Die Natur braucht halt Zeit. Ja, mann, dann hätte man halt ausgewachsene Bäume dahin verpflanzen sollen.

Es ist typisch für Schreibtischtäter: Null Hirn, null Willen, vor Ort die Wünsche und Bedürfnisse abzuholen und statt sich egomanischer Selbstbefriedigung hinzugeben und eventuell einen Gestaltungspreis zu erschleichen, sich den Bedürfnissen des Projektziels, der Betroffenen unterzuordnen.

Die Mütter mit den Kindern können nun warten, bis diese erwachsen sind. Dann sind die Bäume endlich schattenspendend.

Ceterum censeo: Think globally, act locally.

Jetzt hat das Ding einen Namen: Bore-Out-Syndrom

Ich war in meinem Leben ein einziges Mal angestellt, sonst immer freischaffend. Jedesmal, wenn ich als Freischaffender in einem Betrieb arbeitete, bemerkte ich an mir und an anderen, wie sie sich oftmals der Langeweile ergaben. Natürlich nicht schlafend vor einem Computer, aber aktiv in privaten Aktionen. Langeweile macht krank, drum heisst Unterforderung am Arbeitsplatz nun eben Bore-Out-Syndrom.

Boring heisst ja langweilend. Langeweile sah ich oft auch bei mir, als ich angestellt war. Gerade in den Grossbetrieben ist sie auch weit vorhanden, denn dort hemmen den eigenen Produktivitätsfluss Regeln, Warten auf Bestätigungen von Vorgesetzten, auf Informationen von Mitarbeitern.

Jedesmal, als ich freischaffend vor Ort war, hatte ich für mich damit zu kämpfen, dass trotz viel Geld pro Stunde auch viel Lnageweile da war. Ich denke, bis auf den Start meiner damaligen Karriere hat mich ein Freelance-Job nie wirklich über längere Zeit gefordert. Natürlich, es gab immer Zeiten, allerdings kurze, die mich forderten, der Rest der Zeit konnte mich nie auslasten. Denn die Erfüllung reiner Präsenzpflicht ist etwas, was ich überhaupt nicht aushalten kann.

Das ist wohl der Grund, weshalb ich trotz grosser IT-Kunde nie eine Karriere in einem Grossbetreib machen konnte - und wollte. Wenn es mir langweilig ist, will ich diesen Ort sofort verlassen, sehr wörtlich: Wenn ich in einem Büro gelangweilt sässe und die Sonne draussen scheint, müsste ich sofort gehen können, in den Wald, an den See, raus in die Natur auf jeden Fall.

Ich durfte auch erleben, was mich frisch hält: Vife, präsente Menschen, die eine gute Allgemeinbildung haben, vernetzt denken können, vorurteilslos beobachten und Hintergründe erkennen. Ich hatte das Glück, auf meinem längsten und aus der Not geborenen Freelance-Job den weitgereisten und erfahrenen Andreas kennenzulernen, der jeweils aus Hannover eingeflogen kam. Er war nur 4 Tage pro Woche da, aber diese 4 Tage waren eine Freude zu arbeiten, obwohl wir uns nur in den Pausen sahen, denn wir arbeiteten in verschiedenen Bereichen.

Der letzte Tag der Woche, an dem Andreas nicht vor Ort war, war es mir langweilig, obwohl ich die Software fertigstellte, die mein Job war.

In jenem Jahr lernte ich, dass nur Arbeiten mich meistens langweilt. Der Umgang mit Menschen oder der Natur ist mein Elixier. Lernen, Austauschen, Lachen, Spass haben, eine gute Zeit haben. Das ist es, was mich reizt. Wenn das nicht zugegen ist, ist es mir langweilig. Deshalb war ich also bis heute selbständig.

Ich weiss also aus eigener Erfahrung, was Bore-Out heisst. Man werde krank davon - dem entging ich, indem ich mich eben nicht festhalten liess an einem derartigen Ort.

Wer also selbst seine eigene Langeweile am Arbeitsplatz verstecken muss und mit jemand Externem darüber sprechen will, der kann's mit mir machen.

Verhältnisblödsinnige Empörung wegen Flickr Filterung in Deutschland

Flickr hat ja jetzt in Deutschland die Zensur eingeführt, in ihrem Wording heisst es "Filterung zur Anpassung an das deutsche Gesetz". Und nun ärgern sich fast alle. Weil sie nicht mehr sehen dürfen ... was wohl? Hier ein paar Beispiele von dem, was die Benutzer meinen, nicht mehr sehen zu dürfen, oder wie sie sich "wehren" wollen. Die üblichen Verdächtigen, also Erotik- und Sexbilder etc.

Ich benutze Flickr nicht. Ich kenne es nur von sehr seltenen Besuchen. Es geht mir auch gar nicht darum, was genau gefiltert wird. Ich finde die Empörung über das Filtern viel lustiger, wirklich lustig, bis unverständlich.

Sobald man dem Volk die Brot und Spiele wegnimmt oder filtert, merkt es erst, dass es nur die Informationen erhält, die andere für geeigent finden. Weiterhin motzt es nur, wenn Unterhaltung wegfällt. Keiner meckert, wenn Bilder aus Regionen der Welt unterdrückt oder einfach nicht mehr gemacht werden.

Klar, Bilder aus unappetitlichen Regionen der Welt schaut sich niemand zur Unterhaltung an. Aber in den Nachrichten am TV glauben wir dann den höchstens minutenlangen Spots zur Illustration einer Sachlage, z.B. im nahen Osten.

Wieso sind viele Leute so bildersüchtig? Glauben, dass ein Bild echt ist, etwas Wahres erzähle? Wollen, dass man ihnen ja kein einziges Bild (echt oder gestellt) vorenthalte.

Und werden doch kein bisschen gescheiter oder bewusster. Selbst wenn ein Bild verfinge, das nächste stoppt einen anlaufenden Lernprozess sofort wieder mit seinen Reizen.

Für die Kontrollierenden ist das ein blosses Bauernopfer. Wir scheinen also nicht weiter zu sein als 'in good old Rome': Brot und Spiele fürs tumbe Volk, wenn die Schwingug gar krass ist, darf's auch mal ein vor die Löwen geworfener Christ sein.

Derweil hat in der Schweiz der Bundesrat festgelegt, dass man - zwar nur bei begründeten Verdacht auf Gefährdung der inneren und äusseren Sicherheit - doch schon präventiv Privaträume mit Wanzen, Post und elektronische Inhalte eines Computersystems (Artikel 18ff) überwachungstechnisch anderen verfügbar zu machen habe. Sicher, weil die auch nur ein paar neue Bilder sehen wollen ... die wollen ja nur spielen ...

Ceterum censeo: Think globally, act locally.

1% der Sahara deckt den gesamten Energiebedarf der Menschheit

So zumindest sagen die deutschen Forscher, die in Spaninen Solarkraftwerke betreiben. Es seien Kraftwerke in Marokko in Planung, die auch das Geld fanden realisiert zu werden. Strom von dort könnte über Gibraltar bis nach Deutschland transportiert werden. Die Transportverluste, die bei Strom ja immer anfallen, sollen sie bis auf 3% gedrückt haben. Das ist natürlich eine tolle Sache. Was für eine Aussicht für die dortigen Staaten.

Werden die sogenannten Entwicklungsländer in der tropischen Klimazone die "Erdöl"-Staaten der Zukunft? Wie lange können sich die Erdöl-Lobby und andere Ewig-Gestrige noch halten, ihre Intrigen spinnen, bis Solargeschichten in Grossprojekten realisiert werden?

Wer finanziert das? Die USA wohl kaum, die haben wohl nicht Freude daran, Länder wie Libyen, Algerien zu unterstützen, erst recht nicht, solange ihre Wirtschaft noch am Öl hängt. Europa? Vielleicht, denn wir merken ja, dass wir nicht Spielball der Russen sein wollen. Und der Umwelt-Gedanke ist hier doch langsam genug stark.

Wenn die Solarprojekte kommen, die grossen natürlich, dann wird Nordafrika eine Energiegrossmacht. Dazu muss aber viel mehr auf Elektrobetrieb umgeschaltet werden. Wenn beides im Gleichklang sich entwickeln darf, dann kann der Strombedarf durchaus wachsen, er kommt ja dann aus der essentiellsten Quelle für das Leben auf diesem Planeten: der Sonne.

Ich wünsche diesen Anstrengungen allen Erfolg.

Ceterum censeo: Think globally, act locally.

Was könnte man alles tun - mit den 1488 Milliarden Militärgeldern

Es ist schon unglaublich. 1488 Milliarden CHF haben die Länder auf diesem kleinen Planeten letztes Jahr ausgegeben, um sich die Wehrhaftigkeit für ein paar Tausend Quadratkilometer auf dieser kleinen Kugel zu sichern. Trinken dasselbe Wasser, atmen dieselbe Luft, essen von denselben Naturgaben.

Aber nein, die kleinkarierten Erbsenzähler schaffen es nicht, ihre Nase aus dem eigenen Scheissdreck zu heben und mal etwas höher als über den eigenen Dungwall zu heben.

Was könnte man alles tun mit 1488 GCHF? Wenn ein guter Wissenschaftler oder anderweitig Forschender 200 KCHF pro JAhr kostet, könnte man damit knapp 7.5 Mio. Leute ein Jahr lang forschen lassen - an dem, was wirklich alle bedroht auf der genannten Kugel.

Zum CO2-Thema: China und die USA wollen sich nicht drängen und also auch nicth in die Pflicht nehmen lassen. Da gerade die USA fast die Hälfte der Militärausgaben leisten, könnten die sich sehr stark engagieren in Brainpower für die globalen Probleme.

Natürlich, die Militärforschung lässt immer mal was fallen für andere Bereiche, dennoch: Statt Kriegsspiele für das eigene Gärtchen, das ohne den grossen Garten nicht überlebt, könnte man endlich anfangen, sich um den grossen Garten Eden zu kümmern. Gemeinsam. Denn nur dann kann auch jedermanns Schrebergärtchen blühen.

Wann wird man je verstehn ...

Ceterum censeo: Think globally, act locally.

R.I.P. CAC Zürich

Nach seinem 24. Altersjahr ist er nun endlich gestorben, der Computer Anwender Club Zürich. Ich war bei der Gründung dabei, als er in einem Restaurant mitten Zürich in sehr kleinem Rahmen entstand. Ich glaube, es waren grad mal so 6-10 Leute, die sich da bewaffnet mit Listen von Programmen zusammenfanden, nachdem sie irgendwo einen Flyer vom charismatischen Initiator gelesen hatten.

Die Programme waren natürlich fast ausschliesslich Raubkopien. Das war damals halt so und - die Geschichte weiss es - ohne sie hätten gewisse Computermodelle niemals solche Absatzzahlen erreichen können wie sie es taten. Es ist klar, dass ich vom Commodore C64 rede, der legendären Kiste, die sowas wie Hardware-unterstützte Sprites hatte, einen dreikanaligen Soundchip und eine Grafik von 320x200 Pixeln. Keiner wusste damals, was Sprites seien. Und natürlich 64 KByte RAM, von welchen 39 KByte für Basic oder Assembler-Programme zur Verfügung stand. Wahnsinn.

Damals war Information knapp gesät, der Club das Zentrum des Austausches über Anwendungen, Programmiertricks, Selbstdarstellungen, Kontakte knüpfen und Karriere starten. Jahre danach geschieht es mir, dass ich irgendwo in eine IT-Firma trete und mich da einer erkennt und sagt "Du warst doch auch im CAC". Manchmal ist das förderlich, manchmal auch nicht, denn damals war ich bekannt als Crack, der aber auch recht mühsam im Umgang war.

In der Zeit des Aufstiegs des Personal Computers war der Club bis zu 850 Mitglieder gross. Koryphäen entwickelten sich, Showmen und sitzfreudige Stammstischbrüder, denn nach den Clubtreffs ging's ins Restaurant essen und trinken.

Vor ca. 10 Jahren begann auch der Niedergang, denn bald hatten die Mitglieder die potenteren Maschinen zuhause als wir im Club. Die Treffen wurden nur noch zum Anstoss des Abendprogrammes. Es kamen immer weniger. Den Informationsaustausch übernahmen Fachzeitschriften als unidirektionale Quellen.

Vor 10 Jahren ebenfalls habe ich angeregt, den Club aufzulösen, weil er nicht mehr seine Absicht erfüllen konnte. Die Clubleitung oder die Mitgliedermehrheit war nicht meiner Ansicht. Fortan war ich immer seltener bis gar nicht mehr an den Clubtreffen.

Heute allerdings konnten sich auch die ergrauten Chefs den Tatsachen nicht widersetzen: Der Club war schon lange klinisch tot und hing nur noch der Lebenserhaltungsmaschine, so lange wie das Clubvermögen noch ausreichte.

Nun ist er tot, der Club. Ich verdanke dieser Zeit viele spannende Erlebnisse, viele tolle Kollegschaften, teilweise auch einige Freundschaften, viel Spass und Lachen, auch Früste, aber wenige. Meine journalistische Karriere begann in der Zeit, denn erste Artikel von mir erhielten in Fachzeitschriften und dann während dreier Jahre auch in der Clubzeitung ein Publikum. Dies war eine gute Schule für mich.

Was nun nach 24 Jahren übrig bleibt, ist eine museumsreife Ansammlung fast aller Computer vom PET 2001 bis zum Pentium 4. Alle natürlich lauffähig.

Wer die will, kann sich bei mir melden.

Mitteilung: Die planetarische Creatrix

Dies ist ein recht langer Text, den ich hier eins zu eins wiedergebe. Es ist ein Text, der aus dem esoterischen Umfeld stammt und sicher viele Begriffe und Termini bereithält, die manche nicht kennen. Das ist hier nicht so wichtig, denn es geht um was anderes. Die Hauptbotschaft versteht jeder.

Der Text ist für die, die sich in der aktuellen Situation nicht wohl fühlen, die meinen, dass ihre Existenz bedroht wäre, die an der Welt verzeifeln.

Ich habe mich entschieden, die deutsche Übersetzung des englischen Originaltextes zu präsentieren. Am Schluss des Textes finden Sie einen Link zum englischen Text.

Lesen Sie ihn durch und lassen Sie ihn wirken. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

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