2012 hat schon längst begonnen - Freude herrscht

Die Esoteriker lieben ja das Datum 2012 ... in dem nach einigen Meinungen ja Wunderbares geschehen soll. Dabei hat 2012 doch schon längst begonnen. Wirschftskrise, Umweltbewusstsein, Regierungskrisen, Kriege haben eine andere Qualität bekommen, der Wechsel der Machtkonstellationen, wirschaftlich zumindest langsam Richtung Osten.

In der USA wird einer Präsident, der die Umweltkrise ernst nimmt, der offenbar der grünste aller US-Politiker sein soll. Sinnlose Kriege werden zumindest langsam offiziell als solche anerkannt. Die Wirtschaft, die dem grenzenlosen Kapitalismus huldigte, wird zurückgebunden, indem offebar wird, dass sie nicht (mehr) dem jeweiligen Volk dient, sondern nur noch den Zielen einiger unfassbarer Magnaten, die dieses Wirtschaftsspiel meisterlich beherrschten.

2012, so es denn wirklich eine markante Jahreszahl werden sollte, beginnt ja nicht am 1.1.2012. All das, was wir derzeit erleben, ist der Beginn von 2012. Das grosse System (also diese Welt oder gar Sonnensystem) beginnt, die nicht mehr passenden Ideen zu verbrennen. Der unbegrenzte Kapitalismus zum Beispiel. Die breite Masse nimmt wahr, dass er unsolidarisch ist, dass er Grundlagen zerstört und vor allem, dass er im Alltag niemandem nützt. Denn der menschliche Körper braucht Nahrungsmittel und eine gelassen Lebensumgebung, weil er sonst krank wird - er braucht keine Globalisierung - oder zumindest eine, die ihm die Sicherheit gibt, sein Leben friedvoll und ohne übertriebenen Leidensdruck führen zu können.

Jeder kann selbst innert einer Minute aufzählen, was ihm wirklich wichtig ist im Alltag, der Zeit also, die das Leben ausmacht. Kommt da Wirtschaft, der Kontostand vor? Es scheint, als ob mittlerweile die grossen Strukturen zerfallen, ihr morsches und verwurmtes Gebälk offenbaren und die Luftschlösser wie herumfurzende Luftballons die letzten Geräusche von sich geben, bevor sie platt am Boden liegen.

Es ist ja nicht so, dass es Systemkritiker nicht gegeben hätte, aber die hatten einfach noch keine Chance. Jetzt, wo die Menschen lernen, dass der Zustand der Umwelt alle betrifft, auch wenn erst einige Inseln in der Südsee überschwemmt werden, dass die Börsenkurse nichts Essbares sind.

Es ist also möglich, sich zu freuen auf die Wechsel, die da kommen. Denn es ist doch klar: Wenn auf einem Platz ein abruchreifes Haus steht, nützt alles nörgeln und begutachten nichts, es muss irgendwann abgerissen werden, damit ein neues gebaut werden kann, das dann all die bekannten Fehler nicht mehr hat - dafür vielleicht andere, die man auch erst wieder in 1-2 Generationen entdecken wird.

In diesem Sinne: Freuen wir uns auf die Zukunft, denn das einzig Beständige ist der Wandel.

Spanned: Wie metzget sich Österreich gegen die EU im Lastwagenstreit?

Etwas, was ich schon seit Jahren interessiert beobachte, ist, wie sich Österreich als EU-Mitglied wehrt oder wehren kann gegen die EU-Allmacht, wenn es um den Umweltschutz in der Brennerregion geht. Wie die Schweiz auch, hat Österreich mit dieser Region ein empfindliches Tal, in dem eine Lastwagenkolonne ungeheuren Ausmasses rollt - alles unter dem Paradigma der Transportfreiheit.

Dass dabei Leute zugrunde gehen, ist statistisch beweisbar, interessiert jedoch nicht. So gebe es zum Beispiel pro Jahr 4000 neue Asthma-Kranke und die Lebenserwartung sei um 12 Monate zurückgegangen im Vergleich zu früher.

Per 1. Januar habe Österreich nun zum zweiten Male ein wahrscheinlich teilweises Verbot für Lastwagentransporte in Kraft gesetzt. So sollen demzufolge 200'000 Lastwagen weniger pro Jahr über den Brenner fahren.

Gegen dieses Verbot habe die EU bereits Klage eingelegt wegen Verstoss gegen die erwähnte Transportfreiheit.

Wir in der Schweiz können auf Lange Sicht ev. schon sehr froh sein, dass wir nicht in der EU sind, denn wenn die EU Macht im fernen flachen Brüssel die lokalen Bedenken und real erlebbaren Nachteile des Transport-Kults einfach in den Wind schlägt, so können wir froh sein, dass wir vorderhand solches nicht übernehmen müssen ... und ich hoffe, dass unsere Regierung auch nicht salamitaktisch solche EU-Rechtssprechungen im vorauseilenden Gehorsam übernimmt.

Meiner Meinung nach muss Österreich damit durchkommen können. Denn ein grosses Konstrukt wie die EU kann nur dann erfolgreich überleben, wenn sie nach meinem Lieblingsspruch handelt:

Think globally, act locally

In diesem Sinne allen ein heiteres und gelassenes neues Jahr.

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