Kopenhagen - ein überschätztes St. Florian-Event

Mit etwas distanzierter Beobachtung habe ich den Verlauf von Kopenhagen verfolgt. Einge gewaltige, emotionale und - nota bene - energieverschwendende Veranstaltung, geeignet, um sich darzustellen, den Wichtigen zu markieren, sich aber auch mit vielen Leuten zu treffen, die sich sonst wohl nie kennenlernen würden. Die ehrlich Bemühten treffen auf Zaghafte, Realitätsverweigerer und Machtusurpatoren. Und das in den Variationen aller 192 Länder. Konnte das überhaupt klappen?

Ich hätte gewünscht, es kommt mehr raus. Und das nicht unbedingt, um das CO2-Ziel zu erreichen, sondern um den Puls zu erkennen, der die Gedankenwelt der Führer bestimmt. Der zeigt nun also an, dass man sich nicht festlegen will, dass man aus Rücksicht auf zuhause - oder der eigenen Verflechtung in Abhängigkeiten - keine Schritte raus aus denselben machen kann oder will.

Aber wir: Wieso sind wir denn enttäuscht? Hätte ein Vertrag irgendwas an der eigenen Verschwendung von Resourcen irgendwas geändert? Hätten wir nicht eigentlich nur darauf gehofft, dass wir "dank" Gesetzen einfach gezwungen werden, etwas an den eigenen Gewohnheiten zu ändern? So müssten wir nicht die Hand aus dem Hintern nehmen und selbst was tun, sondern könnten wie gewohnt als unwillig blökende Lämmer hinter dem Tätschmeister nachtrotten.

Dass es darum ginge und dass dies dem einen leicht, dem anderen schwer fällt, zeigte ein beeindruckender Dok-Film über ein finnisches Ehepar, das sich vornahm, ein ganzes Jahr lang auf alles mit Plastik zu verzichten, so wenig wie möglich Öl zu verbrauchen, CO2 zu produzieren.

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