Squeezebox Boom - ein mächtiger und weitreichender Radiowecker

In meinem Schlafzimmer habe ich seit Urzeiten eine kleine Radio-/Tape-/CD-Kombination von Sony für den Genuss von Musik. Da das Ding nach wie vor sexy und funktional zugleich ist, habe ich es nicht ersetzt, obwohl bei mir Musik mittlerweile nur noch digital gespeichert ist. Für den Weckdienst, habe ich einen batteriebetriebenen Chinesen-Wecker. Das Sony hätte natürlich auch einen Wecker, aber den zu stellen für meine variierenden Termine ist aufwendig. Und das Tape brauche ich eh nicht mehr und das CD-Laufwerk - immer eine CD brennen, nur um die gewünschte Musik im Schlafzimmer zu haben, bringt's auch nicht.

Aus diesen Gründen habe ich schon seit Erscheinen des Angebots von Logitech auf die Squeezebox Geräte geschielt. Bis Herbst letzten Jahres waren diese Geräte jedoch dafür geplant, digitale Audio-Daten über WLAN oder LAN zu bekommen und an vorhandene analoge Wiedergabegeräte auszuliefern. Ideal, um vorhandene Stereoanalagen zu füttern. Hätte ich auch mit meinem Sony tun können, aber ich mag nicht mehrere Geräte haben für denselben Job.

Drum habe ich mir vor Tagen die Squeezebox Boom gekauft, das erste Gerät von Logitech, das die gesamte Squeezebox Funktionalitäten mit einem rekorderähnlichen Gerät verheiratet.

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Unfreiwilliger Humor, angefallen bei einer doch nicht so humorlosen Versicherung

Ich habe ja schon seit 15 Jahren Webseiten. Eine davon war privat und beinhaltete eine Humor-Sektion. Diese Website ist schon lange nich mehr aktiv, doch letzthin zeigte ich sie auf meinem Staging-Server einer Bekannten. Sie fand diese Versicherungsstilblüten derart amüsant, dass sie meinte, ich solle sie doch wieder öffentlich verfügbar machen. Ihr Wunsch ist mir Befehl.

Hier also einige Stilblüten, die der Legende nach tatsächlich so bei der Schweizerischen Mobiliar (Versicherung) protokolliert und freigegeben wurden. Einige Dinge davon hat die Versicherung ja seit längerem schon als Grundlage für TV-Werbespot verwendet.

Viel Spass!


Die Unfallzeugen sind dem Schadenformular beigeheftet.

Meine Frau hat nach dem Unfall mehrere Ärzte konsumiert.

Im gesetzlich zulässigen Höchsttempo kollidierte ich mit einer unvorschriftsdmässigen Frau in der entgegengesetzten Richtung.

Ich habe den Hund meines Nachbarn erschossen, weil er, nachdem er mich gebissen hatte, auch noch ständig Grimassen schnitt.

Hiermit möchte ich meinen Sohn als Unfall melden.

Ich sagte dem anderen Idioten, was er sei, und fuhr weiter.

Ich hatte eine Meinungsverschiedenheit mit meinem Mann. Der Hund wurde wütend und biss mich in das linke Bein.

Der Mann, der mit dem Auto in mich hineinfuhr, machte einen verwahrlosten Eindruck, trug aber keinen Bart.

Die Massage hat meinen Schultern wieder auf die Beine geholfen.

Nach dem Unfall wurde mir Blut und der Fahrausweiss abgenommen.

Zu meinem Unfall: Ich half gerade meiner Frau beim Treppenreinigen, indem ich sie mit Stahlspänen abrieb.

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Depressionen - falsch verstandene Signale der Seele

Heute war in der Rundschau das Thema Depression angesagt - und dass sie zunehmen, dass bereits 20% aller Schweizer ihr unterlegen sind. Im TV-Artikel ging es darum, ob Psychotherapie oder Chemie die Heilmittel sind gegen Depression.

Der Streit sei offenbar recht giftig, vehement und verhärtet. Die Chemiker sagen, dass Depression eine Stoffwechselkrankheit sei, die Psychotherapeuten meinen, sie sei seelisch bedingt.

Abgesehen davon, dass der Streit niemandem nützt, ausser dem Portemonnaie beteiligter Helfer, ist dies der Streit um Henne und Ei. Was war zuerst da? Der Körper mit den Stoffwechselproblemen oder die Seele, die den Körper in Mitleidenschaft zieht?

Die Chemikerin Brigitte Woggon meinte "man habe bei Leichenöffnungen keine kleine Geistwesen entdeckt" und meint damit, dass Erklärungen der Psychotherapeuten Humbug seien.

Der Psychotherapeut Daniel Hell leitet die Depression von der wachsenden Überforderung der Leute her. Die Seele verweigere den Dienst in einem Umfeld, das immer mehr geistig belastend sei, wir leben ja immer mehr in einer Dienstleistungsgesellschaft. War früher der Körper die ausgebeutete Resource, so ist es heute der Geist. Früher starben die Leute öfters bei der Arbeit oder waren im Alter sehr gezeichnet davon. Heute ist der Körper weniger belastet, dafür geht es dem Geist nicht gut. Die entsprechenden Effekte sind daher geistiger Natur - und wie ich sage, logischerweise mit Auswirkungen auf den Körper.

Während früher diese Abnutzungen wohl dem Körper eine abgekürzte Betriebsphase bescherten, ist der Körper heute an sich noch gut im Schuss. Nur, die geistigen Belastungen schlagen auf ihn durch. Da die Funktionen des Körpers heutzutage noch hinhauen, fällt nun auf, dass es geistige Konzepte gibt, die es eben auch zu beachten gilt, damit die verlängerte Körperhaltbarkeit die geistige Gesundheit nicht überholt.

Die im TV-Beitrag vorkommenden Personen zeigen, dass das Sprechen über geistige Zustände offenbar immer noch zu den grösseren Tabus in unserer vermeintlich aufgeklärten Gesellschaft zählt. Mir ist das natürlich schon klar, ich habe mich schon öfters im Zusammenhang mit den Amokläufen darüber ausgelassen.

Mich verwundert es, dass es noch Leute gibt, die meinen, es sei Materie, die bestimmt. Natürlich, man kann Erfahrungen keinem "ins Bewusstsein transferieren". Doch man kann sich es mal theoretisch klarmachen, wer da wen führt und bestimmt. Wer Kinder beim Aufwachsen beobachten konnte, sollte eigentlich klar erkannt haben, dass der Geist die Materie führt.

Die depressiven Leute argumentieren oft "ich konnte nicht mehr das tun, was ich wollte". Tja, wer sagt denn, dass wir wirklich das tun sollen, was wir zu wollen meinen? Im Beitrag kam zumindest niemand vor, der sich fragte, ob nicht er, sondern das System krank sei. Vielmehr bemerkten sie nur, dass sie mit dem System, der Gesellschaft nicht mehr klar kommen.

Eigentlich ist es doch klar, dass das System krank ist. Und alle, die sich den Systemführern gedankenlos und ohne Abstand anschliessen oder einfach nur deren Sprüchen folgen, werden dabei krank. Denn jeder, der sich für das System einsetzt, gibt ihm ja auch Teile seiner eigenen Energie und macht es dadurch stärker. Das System wird dadurch immer schneller und mächtiger, weil ja so viele dabei mitmachen. Ob das System menschenwürdig ist, spielt aus der Sicht des Mechanismus keine Rolle: Er funktioniert einfach. Wenn das System also Menschen krank macht, so ist das sein Erfolg. Der Erfolg des Mechanismus.

Immer mehr Menschen erkennen auf die eine oder andere Art - Gefühl oder Verstand -, dass das System kränker wird - und vor allem - krank macht.

Diese Erkenntnis taucht entweder kognitiv auf oder äussert sich in Körpereffekten, denn die Seele weiss schon, dass das Leben eines Individuums nicht dazu da ist, in einem erst noch fremden Erfolgsmechanismus einfach aufgerieben zu werden.

Ob man diesem Signal des Systems Mensch nun mit Chemie zu Leibe rückt oder mit Psychotherapie, ist eigentlich unbedeutend, denn jeder Klient nutzt eh nur die Methoden, die in seine Weltsicht passen. Wichtig ist nur, dass der Mensch sich auch zu überlegen beginnt, bin wirklich ich es, der nicht mehr ins System passt, oder ob das System eigentlich gar nicht mehr zum Leben, zum Mensch-Sein passt.

Ich denke, man muss nach den Ereignissen der letzten paar Monate nicht mehr nach menschenunwürdigen Zuständen in Indien, Afghanistan oder anderen "unterentwickelten" Ländern suchen. Jedem ist wohl klar, dass wir in den "entwickelten" Ländern einiges anderes haben unterentwickelt bleiben lassen.

Letzthin kam im TV ebenfalls ein Beitrag über eine Firma aus dem Emmental, die ihre speziellen Netze hier in der Schweiz plant, sie aber in Vietnam fertigen lässt. Nicht (nur) aus finanziellen Gründen, sondern, weil die Vietnamesen offenbar ausnehmend geschickte Leute sind. Da werden nun viele Leute beschäftigt. Die haben einen Job. Wäre es denn sinnvoll, dass wenn maschinell gefertigt, statt - sagen wir mal - 20 Leuten nur noch 2 für die Steuerung von Maschinen beschäftigt würden? Was machen denn die anderen 18? Die sterben ja nicht einfach weg, die wollen ebenfalls seine sinngebende Beschäftigung für ihr Leben.

Oder die Meerespiraten oder Menschenschlepper in Afrika: Wer hat denen denn die Lebensgrundlagen entzogen? Das System. Nun beginnt es eben, seine Kinder zu fressen.

Die Leute mit Depressionen merken das unbewusst. Und werden vom System als krank bezeichnet. Eigentlich müsste man ja nur hinhören, was sie sagen, um zu erkennen, wie das System geändert werden müsste. Doch es hat halt noch immer sehr viel Eigendynamik.

Den Depressiven hilft - meines Erachtens - nur Bewusstseinstraining, damit Einsichten kommen dürfen. Denn das System ist zu gross und zu mächtig ... auch die grossen Propheten haben es nicht geschafft, es wirklich zu ändern, auch wenn ihre Botschaften seit mehreren Tausend Jahren im Geist der Menschen widerhallen.

Erkenntnis ändert nicht das System, aber es ändert die eigene Einstellung gegenüber dem System. Dies ist das, was den Depressiven hilft. Dann verschwinden Emotionen wie Wertlosigkeit, Ohnmacht, Unfähigkeit etc.

Ich unterstütze Leute mit Depressionen jederzeit in Gesprächs- oder auch Schweigetherapien dabei, Ruhe in die Gedanken zu bringen. Anruf genügt und ich komme zu Euch.

Der Vorleser - TextAloud mit Yannick

So, nun habe ich mir grad eben endlich einen guten Vorleser gekauft. Ich habe mich vor Jahren schon für das Programm TextAloud interessiert und es damals schon gekauft. Hab's dann allerdings liegen gelassen, weil es doch nicht so gut war. Diesen Blog-Artikel werde ich denn auch grad als MP3 gesprochen von diesem Programm mit der Stimme Yannick als Beilage hochladen. So könnt Ihr sehen und hören, wie gut für Euch die Stimme auf diesen Text hin klingt.

Ich liess mir mal zum Spass einige meiner Blog-Artikel vorlesen und wurde gnadenlos aufmerksam auf jeden noch unentdeckten Tippfehler. Wieso? Weil Yannick natürlich sofort jeden falsch ausspricht. Es ist erschütternd, wieviele Fehler einem Tipper wie mir noch durchgehen. Ich schreibe die Artikel ja ohne Spell-Checker-Support. Obwohl ich die Texte durchlese, fallen mir halt doch nicht alle Dinge auf. Und ok, ich will ja keinen Orthographie-Wettbewerb gewinnen. Mir geht es primär ja nur ums Vermitteln einer Idee, eines Gedankenganges oder ähnlichem.

TextAloud kann mehrere Sprachen und Sprecher integrieren. Diesen Abschnitt jetzt werdet Ihr von Steffi vorgelesen bekommen. Damit mal etwas Abwechslung reinkommt. Yannick ist aber neuer, so dass ab dem nächsten Absatz wieder er sprechen wird.

Natürlich wollte ich mal Dinge testen, wie StGB und OR und DNS ausgesprochen werden. Aber auch Daten wie 5.4.2009 und 6:15 bis 21h50. Natürlich ging das im Auslieferungszustand daneben, doch TextAloud bietet einen einfachen Ausspruchseditor, mit dem man einige Dinge korrigieren kann, so eben auch die Aussprache von StGB und den Zeitangaben. Datumsangaben kann es jedoch schon von Hause aus. Die Pausen nach Interpunktion kann man ebenfalls variabel gestalten, denn zum Beispiel nach dem Doppelpunkt sprang die Stimme geradezu zum nächsten Satz. Diese nervige Sache konnte ich dann auch abklemmen, so dass es so klingt: Wie Ihr eben grad habt hören können.

Schön ist, dass automatisch alle Copy-Aktionen von TextAloud überwacht werden können. So kann man sehr schnell mal eben eine Email mit CTRL-A/CTRL-C markieren und sofort aussprechen lassen. Der Text ist im TextAloud Hauptfenster sichtbar und auch editierbar.

Der Output kann in eine MP3-Datei geleitet werden, so dass man z.B. Online-Zeitungs- oder eben Blog-Artikel einfach mal sprechen lassen kann, um sie dann im MP3-Player irgendwo zu "lesen". Natürlich "spricht" TextAloud den Text dann bis zu 150 mal schneller ins File.

Der aktuelle Sprecher Yannick ist eine der vielen Stimmen, die verfügbar sind. Jede Sprache braucht natürlich ihre eigenen Sprecher und Sprecherinnen. Man kann die sich alle auf der Website anhöhren. Allerdings sollte man sie schon auch mal auf den gewünschten Themenbereich abklopfen: TextAloud hat selbst verschiedene Anwendungen auf der Website, einen Wetter-Sprecher, einen Börsen-Sprecher etc. Das sind wohl einfach Programme, die auf die Abkürzungen und Spezialwörter dieser Themenbereiche angepasst sind.

Das Programm TextAloud kostet ohne eine hochwertige Stimme USD 30. Eine gute Stimme - wie eben Yannick oder Steffi -kosten dann ca. USD 45. Gerade an diesem Satz hat man hören können, dass der deutschsprachige Yannick mit einem Trick das Aussprechen von USD oder das englische Aussprechen von TextAloud erst lernen musste. Steht eine Zahl grad am Schluss eines Satzes, so wird aus 45 eben 45. Es scheint etwas Roulette zu sein, wann TextAloud dann die Zahl kardinal oder ordinal ausspricht.

Natürlich kann TextAloud auch ein PDF ein- und danach vorlesen. Alte deutsche Orthographie wie "Selbständiges Berufsleben" muss trainiert werden, damit das Wort selbständig richtig klingt. Fehlgriffe in der Betonung der Silben sind etwa grad eben beim Wort damit hörbar gewesen - das kann man derzeit leidern nicht ändern.

Der Ausspruchseditor erlaubt dank Regulären Ausdrücken recht klevere Ersetzungen. Aus meinem CV klingt der Adressblock ohne Optimierungen relativ amüsant:

Web: www.orientierungshilfe.biz Mail: martin@orientierungshilfe.biz Tel: 0901 81 0901 oder: +41-44-123 45 67

Man höre, dass in Web-Adressen der Punkt als Dot ausgesprochen wird - sollte ja mittlerweile zumindest in der Schweiz jeder verstehen. Diese Dinge kann man mit den Regulären Ausdrücken allerdings alle korrigieren.

TextAloud als Programm ist nur in Englisch verfügbar. Die Stimmen in den meisten geläufigen Sprachen.

Ich habe viele Dokumente als PDF im NAS gespeichert. Ich weiss nicht, ob ich mir die jemals durchlesen werde. Aber ich weiss, dass ich sie mir vorlesen lassen würde. Und genau das kann TextAloud in mehr als akzeptabler Qualität. Es ist klar, dass man natürlich eine gute Stimme kaufen muss, denn die bei Windows integrierte Stimme Sam von Microsoft ist derart grottenschlecht, dass man sich keinen normalen Satz antun will, erst recht nicht auf einem Kopfhörer an einem MP3-Player.

Oder will jemand Sam hören? Ok, sam speaks english, so I should give him a chance to express himself in his native tongue. Anyway, I think no one likes Sam, so Steffi will continue narrating.

Der Computer kann bisher ja billionenweise Buchstaben speichern, er kann Sprache teilweise schon recht gut erkennen, aber aussprechen, das kann er immer noch nicht annähernd so gut im Verhältnis zu dem, was ihn sonst auszeichnet. TextAloud bringt dem Computer immerhin eine durchaus auch über längere Zeit akzeptable Vorlesequalität bei.

Man stelle sich vor: Zusammenfassungen von Büchern einfach bei getAbstract als PDF kaufen und dann vorlesen lassen. Wo immer man will, beim Sport, im Zug, im Schlaf ... mir gefällt das. Empfehlenswert!

Das war der Blog-Artikel "der Vorleser - TextAloud mit Yannick" von Martins Blog unter www.orientierungshilfe.biz/blog. Äähh, wohl doch noch mal besser nachlesen ... smile

Wer TextAloud gleich kaufen möchte, kann es über diesen Link gerne sofort tun:

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