Meine Mutter ist gestorben - Alltag auf dieser Welt
Und wieso schreibe ich darüber? Vielleicht, weil es Alltag ist - doch sicher eher, um das, was selbst nach dem Abschiednehmen noch verbleibt, mit mir selbst zu klären. Der Vorgang, dass jemand stirbt, ist das alltäglichste, was es gibt, denn Geburt und Leben, den neuen Tag erleben, all dies würden wohl auch alle als alltäglich bezeichnen. Ja man denkt wohl nie darüber nach,woher denn das Kind kommt, was denn geschieht, wenn man einschläft, und was das Aufwachen ist ... alles hunderte Male erlebt, Gewohnheit, denn es fehlt ja nichts am Morgen, alles und alle sind immer noch da. Dem Tod hingegen begegnet man selten und er nimmt etwas weg.
Auch das wird schulterzuckend zur Kenntnis genommen. Das gilt zumindest so lange, wie es nicht jemanden trifft, der im persönlichen, im familiären Umfeld lebt. Erst recht nicht, wenn es die eigene Mutter, der eigene Vater ist. Es ist zwar jedem im Kopf klar, dass nichts ewig bestehen bleibt, auch nicht die Mutter, der Vater. Doch jeder Mensch erlebt, dass die Mutter, der Vater immer da war. Bis sie dann sterben. Wie es mir dabei erging, diese Erfahrung zu machen, schildere ich hier - für mich selbst und alle, die diese Erfahrung eventuell noch vor sich haben.


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