ColdFusion und die vermaledeite Java Null Pointer Exception (NPE)

Den Blog, den ich da benutze, ist der BlogCFC von Ray Camden. Basierend auf Adobes ziemlich genialen ColdFusion Applikationsserver erzeugt der Blog mir seit langer Zeit eine Java Null Pointer Exception. Ich schrieb kurz darüber, weil der mich hindert, meine Schreiblust auszuleben.

Gestern habe ich wieder mal eine ganze Nacht um die Ohren geschlagen, um rauszufinden, wieso das bei mir passiert. Und nun schreibe ich davon, damit eventuelle Zufallsleser - oder auch andere natürlich - mir eventuell den erlösenden Tipp geben können.

Also, der BlogCFC ist Opensource, er unterstützt MySQL, MSSQL, Orcale und MA Access. Da wir als Datenbank nur ein System nutzen wollen, ist generell eine Sybase SQL Anywhere Version 11.1 am Werken. Eine frühere Version untermauerte schon lange den Blog, den ich ja seit anfangs 2007 betreibe.

Der Java Null Pointer Exception taucht ausschliesslich im BlogCFC auf, in keiner anderen CF-Applikation, die ich auf dem Server hoste.

Das aktuelle Setup ist hier also wie folgt:

  • JRUN4 based ColdFusion 9 mit HotFix 1
  • SQL Anywhere 11.1 Build 2355
  • jConn4 Java Connector für die Datenbankanbindung in CF9

Damit es grad klar ist, ich benutze den BlogCFC mit dem Datenbanktyp MSSQL, zu dem SQL Anywhere sourcelevel-kompatibel ist. Und wie gesagt, die Datenbank dieses Blogs lief auf der Version SQL Anywhere 9.0.2 problemlos, mit eben diesem MSSQL Datenbanktyp eingestellt.

Das Problem ist unabhängig von der jConn und ColdFusion Version. Es tauchte bereits mit CF8 und wie gesagt SQL Anywhere 9.0.2 auf, welches noch mit jConn3 angebunden war.

Hier passiert es, dass eine Datenbankquery, die einen neuen Eintrag erzeugt, eine Null Pointer Exception erzeugt. Das SQL Statement wird aber noch ausgeführt, denn sonst könntet Ihr gar keine Artikel mehr lesen. Doch die Query erzeugt die Exception, das erste Statement nach der Query wird schon nicht mehr ausgeführt.

Da man bei der Query ja das vom Blog dynamisch erzeugte SQL-Statement mit all seinen Parametern und Varianten abfragen kann, habe ich das natürlich gemacht, aber nicht mal dies wurde fertig, die Query selbst erzeugte die NPE, obwohl das SQL-Statement korrekt ausgeführt wurde.

Ray Camden, mit dem ich über Wochen über das Problem konferierte, ist absolut ratlos – so wie ich.

Wer mir hier also einen Tipp geben könnte, der endlich dieses Problem behebt, hat zumindest eine "Honorable Mention" verdient.

Ich danke sehr im voraus.

Mühsame Arbeitsuche - arrogante Arbeitsvermittler

Ich schrieb ja schon mal, dass ich einen Job brauche, eigentlich fast egal, was. Mittlerweile wird es langsam existenziell ... sprich, ich brauche innert der nächsten beiden Monate einfach einen Job oder irgendwas, was die Miete bezahlt. Ich bin ja selbständig und daher kann ich nicht irgendwo Geld abholen. Also, wer etwas wüsste, ich schrieb hier, was es alles sein könnte, der möge sich doch melden. Darf auch in Deutschland oder Österreich sein.

Natürlich schaue ich auf den gängigen Job-Seiten nach und benutze die angebotenen Services. Da erlebt man schon interessante Dinge ...

Die Portalseiten der Jobbörsen haben einige Timesavers eingebaut, doch die Anfragen gehen dann natürlich oft direkt an andere Firmen, Bodyleaser oder Fleischverkäufer, wie wir (als ich noch Freelancer war) sie nannten.

Da habe ich mich also über so ein Jobportal beworben, habe gesehen, dass diese Bewerbungen dann doch an dieselbe Firma gingen, hab's zur Kenntnis genommen und wartete.

Dann irgendwann kam die "Leider nein" Mail, aber worauf bezog sich die? Meint Ihr, die hätten in der Mail geschrieben, auf welche meiner Bewerbungen sich das "Leider Nein" bezogen hätte? Natürlich nicht.

Da musste ich natürlich anrufen, um das halt herauszufinden. Die Tussi am Telefon: "So, es steht nicht in der Mail, worauf sich die Abzsage bezog?", "Ne". Ein Schlachtrind wird besser gemanaged als ein Arbeitsbewerber, das Rind kriegt einen RFID-Knopf ins Ohr und bleibt bis als Filet in die Tiefkühltruhe verfolgbar. Aber einem Arbeitsbewerber können die nicht mal sagen, worauf sich die Absage bezieht. Und das im Computerzeitalter. Ich musste schon recht an mich halten, um der nicht alle Schande zu sagen.

Es ist offensichtlich, dass man als Arbeitssuchender Commoditiy ist, also Handelsware. Denn das Frechste ist ja eigentlich, dass der Job, für den ich mich bewarb, bei der Firma Yellowshark immer noch ausgeschrieben ist, obwohl meine Bewerbung und die Absage nun bereits ca. 1.5 Monate zurückliegen. Was ist das denn für ein Geschäftsgebahren?

Yellowshark ist aber nicht allein mit dieser Masche. Mich nimmt Wunder, wie deren Geschäftsmodell ist gegenüber ihren Kunden. Wie bei der ALV? Kriegen die Kohle, wenn sie die Bemühungen - sprich Anzahl Bewerber - vorweisen können, auch wenn sie sie abweisen? Äusserst merkwürdig.

Ich war kurzzeitig vor x Jahren ja selbst Freelance-Vermittler. Mir hatte dabei gefallen, Zeit für den Kandidaten zu haben, ihn kennenzulernen, damit ich ein Bild seiner Persönlichkeit gewinnen und ihn so vor dem Kunden zu 100% bewerben zu können. Heute jedoch scheint es so zu sein, dass die Arbeitssuchenden wirklich nur Boxmover-Ware sind, die eine eigene Gilde bewirtschaftet. Der es egal zu sein scheint, ob sie sich für die Kandidaten einsetzen oder nicht. Wohl eher nicht.

Aus vielen Jahren Erfahrung weiss ich, dass ich nicht viel Chancen habe, wenn ich mich nicht persönlich vorstellen kann. Gerade in der IT. Denn hier fehlen mir Zettel - sprich Zertifikate -, für welche ich früher Leute ausbildete. Denn früher gab es diese Geschichten halt noch nicht in dem Umfang. Und sorry, all diesen Käse nachzuholen, das macht mich gar nicht an. Mea culpa, scio. Leute mit breiten Kenntnissen, viel Übersicht und grosser Erfahrung sind in der IT offenbar nicht mehr gesucht, lieber Fachidioten.

Natürlich gibt es in meinem beruflichen Umfeld sicher besser geeignete Leute, das ist unbestritten. Doch ich denke, dass es kaum stimmt, dass immer nur besser geeignete Leute für etwas gefunden werden, von dem ich denke, dass es eigentlich fast ideal für mich wäre. Und der Job dann doch noch ausgeschrieben bleibt. Ich habe da einige Stories erlebt, die belegbar sind. Doch ich will ja nicht spekulieren, es könnte ja auch sein, dass ich mich irre, deshalb erwähnte ich keine weiteren Firmen, die Leute such(t)en. Es geht hier nur um die Fleischhändler.

Nun denn, in dem Artikel kommt ein Thema von mir zum Ausdruck, das ich Zeit meines Lebens habe: Ich werde wütend, wenn ich ohnmächtig irgendwelchen desinteressierten Leuten ausgeliefert bin. Hat sich über die letzten Jahre zwar zu 97% aufgelöst, doch es sticht ab und an immer noch.

Nun ja, mal sehen, was geschehen wird. Vielleicht sollte ich mir schon mal die Brücke meiner Wahl finden gehen ...

(Wissenschaftliche) Ignoranz - die Geissel der Menschheit

Letzthin habe ich einen interessanten Tv-Artikel zu sehen bekommen, in dem ein Wissenschafftler eine fast schon romantische Verknüpfung des Klimas auf der Erde mit dem Universum belegen konnte.

Der Klimawandel oder zumindest die Beeinflussung des Klimas wird landläufig nur irdischen Faktoren zugestanden. Natürlich spielt die Sonne noch mit, aber nicht wie erwartet.

Die Wolken auf der Erde sind natürlich ebenfalls ein Klimafaktor, entstehen sie, strahlen sie eintreffendes Licht wieder ins All ab und behalten die Wärme unten. Fehlen sie, strahlt auch die Wärme am Boden schneller ins All ab.

Die Meteorologen haben natürlich Erklärungen, wie Wolken entstehen. Diese gelten als stimmig. Niemand hinterfragte sie, wozu auch.

Der Forscher Nigel Calder fand jedoch heraus, dass die Wolkendichte spannenderweise mit den Sonnenflecken korrelierte. Ist die Sonne eher ruhig, hat also weniger Sonnenflecke, dann gibt es mehr Wolken auf der Erde. Ist sie aktiv, strahlt also mit einem starken Teilchenstrom auf uns nieder, so gab es weniger Wolken.

[Mehr]

Ich danke dem Vulkan, der Idiotien enthüllt

Es ist schon krass: Ein Vulkan muss mal husten, damit Idiotien sichtbar werden. Die Idiotie ist der Mobilitätswahnsinn. In der knappen Woche, wo der Flugbetrieb in Teileuropa flach lag, seien 300'000 Flüge nicht durchgeführt worden. Klingelt's da? Bewegt diese Zahl etwas im Grosshirn? Oder wenigestens in der Amygdala?

50'000 Flüge jeden Tag, und das wie gesagt in nur Teileuropa! 50'000 mal eine Jet-Tankfüllung, die ja ein paar Tausend Kilo Kerosin sein kann. 50'000 mal Lärm, 50'000 mal Abgase, Gestank, Kerosin, Dreck in hohen Luftschichten - gespart! Der Erde, der Umwelt, der Natur erspart!

Aber was machen die Leute? Sie beklagen sich über einige Tage Verspätung statt über diese schon längst zur Gewohnheit gewordene Vollidiotie mal nachzudenken. Mal zu überlegen, was sie für ihre Kinder wollen. Und wenn sie schon das nicht können, was sie für sich wollen, denn im Schnitt hat ja jeder noch ca. 40 Jahre vor sich. Da will jeder in unberührter Natur wohnen oder sich zumindest ausspannen können, aber natürlich nicht ohne jederzeit mit dem Flugi hirnlos an den Sandstrand jetten zu können, um sich dort von der Sonne braten zu lassen. Ah, eventuell ist die nicht vorhandene Denkfähigkeit ja ein Schaden des Ferntourismus: Ausgetrocknete Gehirnmasse.

[Mehr]

BlogCFC was created by Raymond Camden. This blog is running version 5.9.8.012. Contact Blog Owner