In Memoriam Gerry Rafferty

Mit wenigen 63 Jahren sei gestern der Musiker Gerry Rafferty gestorben. Er hatte zwar nur einen einzigen Nr. 1 Hit, nämlich Baker Street, aber der hatte wohl das Saxophon wieder einmal als verführend(st)es Lead-Instrument herausgestellt. Dieses Sax-Solo ist wohl so bekannt geworden wie ein Gitarren-Riff aus Satisfaction oder Smoke on the Water.

Seine Musik hatte mich in meiner Jugend sehr beeindruckt, seine sehr nasale Stimme war irgendwie ein Zeichen für mich, dass man keine glockenklare Stimme haben muss, oder dass dieses Schmauchende gerade der Schlüssel zu einem eingängigen Song sein kann. Sein Album City to City begleitete mich jahrelang auf den diversen Walk-Kisten beim Spazieren in allen Gefühlslagen. Man kann sicher nicht sagen, dass er melancholisch im Grundton ist, doch mich packten damals seine eher derart ausgerichteten Songs.

Natürlich unterstützte er diese Stimme mit netten und sehr melodiösen Songs. Keine krassen Setups, schöne gefällige Pop-Songs. Baker Street ist für mich nicht mein Lieblingssong, da gibt es andere, die mir mehr einfahren. Auch aus Kooperationen mit Mark Knopfler in Total Hero.

Danke für die schönen Titel und die Erinnerungen, die ich damit verknüpfen kann. Und dafür, dass man sich trefflich streiten konnte, ob man seinen Vornamen nun Gerri oder Dscherri aussprechen musste. Eigentlich sollte ja das letztere stimmen ... nun ja, die Amis haben ja verschiedene Aussprache-Ausnahmen ...

Apple, wie peinlich ist das denn?

Ich kann es mir wirklich kaum verkneifen, hämisch und auch vor Unverständnis zu grinsen, wie man als selbsternannter Usability-Leader so einen Bock schiessen kann.

Wie kann es nur geschehen, dass eine Wecker-Funktion über den Jahreswechsel nicht mehr funktioniert? Eine sehr spät zurückkehrender Y2K-Problem-Boomerang? Wenn's wenigestens 2012 wäre, wo die Welt bekanntlich unter- oder übergeht - aber doch nicht 2011. Oder ist das erst der Vorbote dessen, was dann alles schiefgeht aufs Jahr 2012? *schauder*

Ich wäre diesmal gern Mäuschen, um diesen Fall mal geklärt zu bekommen bei Apples Teamsitzungen. Sowas Triviales wie ein Wecker. Tststs, der Timer im selben Modul hat ja funktioniert.

Es soll heute ja noch ein Bugfix kommen, der die ersten paar Leute, die heute verschlafen haben, vor weiteren peinlichen Ausreden morgen wohl noch retten kann.

Shame on you, Apple. :-)

PS: Hier kann ich ja noch grinsen, bei anderen Strategien von Apple kann ich es nicht. Nun ja, Produkte kann man ja zum Glück wählen. Deshalb ist das iPhone das einzige Apple-Produkt, das ich derzeit habe.

Ein heiteres und gelassenes 2011 wünsche ich Euch allen!

Weihnachtskoller? Ich lade ein ...

Wie in jedem der vergangenen Jahre lade ich Leute ein, die dem Weihnachtskoller erliegen. Am 25. und 26.12. können Leute, die nicht gerne alleine sind - aus welchen Gründen auch immer, ob jung ob alt - mich besuchen kommen. Sie brauchen nichts ausser sich selbst mitzubringen. Ob sie dann reden oder einfach sein wollen, ist egal. Musik steht in reichlicher Fülle und Art zur Verfügung, darf auch mitgebracht werden.

Ich habe keine grosse Wohnung, so dass es sein könnte, dass ich jemanden auf später vertrösten müsste, sollten viele zugleich kommen wollen. Allerdings kann auch das nahe Seeufer für einen Spaziergang genutzt werden, womit der Enge entgangen werden kann.

Wenn jemand essen möchte, bringe er etwas für sich mit. Als Getränke stehen hier Wasser, Kaffee und eine Früchteteemischung ausreichend zur Verfügung. Andere Getränke ausser Alkohol sind auch willkommen. Raucher müssen ihrer Sucht für die Aufenthaltsdauer bei und mit mir entsagen.

Ich bitte um Anmeldung per Email oder via Telefon auf die Nummer auf der Stammseite www.orientierungshilfe.biz. Ich und meine beiden Katzen empfangen Euch dann jeweils ab 14h00 bis gegen Mitternacht.

Die Neurowissenschaft übt die Demut

Die Neuroforscher hatten in den letzten Jahren gemeint, dass gewisse Krankheiten, und vor allem auch psychologische Effekte, sich biologisch in bestimmten Gehirnarealen materiell niederschlagen. Immer öfters kamen MRI und andere Bilder des Gehirns in die Publikationen, die belegen sollen, dass irgendeine Krankheit, sagen wir mal Klaustrophobie, oder die Gewalttätigkeit in einer bestimmbaren Region des Gehirns stattfinden. Andersrum gesagt: Wenn die Gehirnaufnahmen an der Stelle exzessive oder gar keine Aktivitäten zeigen, sei dass der Grund der Krankheiten. Demzufolge könne man die Verhaltensweisen eines Menschen verändern, indem man diese Regionen "therapiere". Ohne mechanisch/elektrische Einflüsse gelingt uns das aber wohl noch lange nicht. Ergo, sei man halt dem Zustand des Gehirns ausgeliefert.

Diese Sicht der Dinge führte ja auch zum Disput der Unverantwortlichkeit eines Mörders: Konnte man bei ihm die erwarteten Gehirnaktivitäten feststellen, so musste man ihm doch attestieren, dass sein Missverhalten genetisch begründet sei - und er also nicht willentlich so geworden sei. Ja, dass ein Mördergen existiere. Dass diese Kausalsicht höchst umstritten ist, zeigt ihre sehr emotionale Diskussion.

Einige Fürsprecher dieser klaren biologischen Gehirn-Footprints werden nun offenbar kleinlaut. Es sei mechanistisch vereinfacht, Schubladisierungswahn, diese kausale Sicht, denn es sei eher zu beobachten, dass psychsiche Krankheiten Strukturänderungen im Gehirn auslösen. Der Geist, nicht ortbar, beeinflusst die Materie, das Gehirn, sehr wohl ortbar.

Die Neurowissenschaften würden erwachsen. Der kindliche Einordnungstrieb der übereifrigen Forschercharaktere weiche dem reifen Beobachten und Revidieren von Ansichten. Es sie nicht mal mehr sicher, ob man je wissen werde, wie Gehirn und Verhalten zusammenspielen. Etwas mehr Demut halte Einzug in den Fachbereich.

Sehr schön - oder endlich. Für mich und sicher viele andere ist es klar, dass das Gehirn ein Umsetzer ist von geistigen Impulsen in die Realität dieser Ebene, des Körpers also.

Dies ist für die materiell orientierten Gehirnforscher natürlich entweder ein NoGo oder ein Grund, ihre Überzeugung oder ihren Beruf zu verlassen. ICh glaube, anderswo schon mal erwähnt zu haben, dass es ja interessante Gehirnbeobachtungen gibt an meditierenden Mönchen, einer der Begleiter vom Dalai Lama liess sich mal Elektroden ansetzen, während er in tiefe Meditation versank. Die Messung am "Material" war spannend, denn das materielle Gehirn ging in einen Sparmodus, Power-Save, Standby, whatever. Wieso? Weil der Geist dieser trainierten Leute einfach damit endete, andauernd Impulse auszusenden, und damit das Gehirn nicht mehr bombardierte. Und der Körper funktionierte weiter. Man könnte burschikos sagen: Die Bedeutung des Gehirns für den Körper wird weithin überschätzt ...

Trainierte Meditatiönler wissen ja aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, in einer tiefen Meditation oder Ruhe zu sein. Die wissen, wozu das Gehirn und damit natürlich auch der Körper da sind.

Erfreulich, dass die Neurowissenschaftler zurückkrebsen. Oder verschafft die Aussicht, ein deterministischer Automat zu sein, wirklich Freude? Auch wenn die meisten sich wie solche benehmen ... aber das ist eine andere Geschichte ... :-)

Die Schweizer Unabhängigkeit von der EU ein Auslaufmodell? Sicher nicht!

Die EU macht ja kräftig Druck auf die Schweiz. 18 Mia. soll sie beisteuern, um der EU hausgemachtes Finanzdebakel auszulöffeln. Es ist jedem überlassen, sich über einen Beitritt der Schweiz zur EU Gedanken zu machen. Ich für meinen Teil will die Schweiz weiterhin von der EU formal unabhängig sehen. Ob wir Rosinenpicker sind, sei dahingestellt. Dieser Vorwurf liesse sich allen EU-Ländern machen, denn alle sahen einmal einen Vorteil darin, bei dieser Kunstkonstruktion dabei zu sein.

Es scheint jetzt fast so, als wäre Neid der EU-Länder die Motivation, die Schweiz zu bedrängen. Sie wird ja wohl überall als reiches Land wahrgenommen. Was liegt da näher, als dieses Land und deren (vermeintliche) Resourcen unter die eigene Kontrolle zu bringen? Einen möglichen Nettozahler an Bord zu holen, um ihn dann dank der eigenen Gesetzesmacht in die Knie zu zwingen? Schauen wir doch mal auf andere Konstrukte oder Naturgeschehen, die als Analogie herhalten mögen, um einen Gedankenanstoss zu geben, ob solche Systeme sich wirklich halten können.

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Am 30.11. mit 50% Rabatt in die Zürcher Tonhalle zu Tschaikowsky

Gerne unterstütze ich die ESPERIA Foundation, die den Kultur- und Wissensaustausch aus der Schweiz mit der Ukraine und der Schwarzsee-Region und umgekehrt fördert. Speziell dann, wenn sie Leistungen der Ukraine in den Westen bringt, um diese Region hier klar von Russland zu trennen.

Gemäss ESPERIA-Chef Eduard Siegenthaler meinen hier im Westen immer noch sehr viele, dass Ukraine der Russe sei. Tja, wie man in Amiland halt über die Schweiz meine "Oh yeah, great, Sweden".

ESPERIA bringt ein 90-köpfiges Philharmonie-Orchester der Ukraine nach Zürich. Gespielt werden Werke von Tschaikowsky, zu Ehren seines 170. Geburtstages. Die erste Vorstellung in Basel fand gestern statt und sie habe allen Beteiligten gut gefallen, so dass es ganze fünf Zugaben gegeben habe.

In der Zürcher Tonhalle findet am 30.11.2010 die letzte Aufführung des Orchesters statt.

Ich darf dazu 20 Rabattcodes veröffentlichen, die jeweils bis zu 5 Tickets beliebiger Ticket-Klassen um 50% vergünstigen.

Einzulösen bei www.klicket.net/go/esperia für den Spielort Zürich.

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3A84514E
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Es würde uns freuen, wenn noch möglichst viele Leute den Ukrainern einen guten Eindruck der Schweiz mit nach Hause gäben. Sollte jemand einen Rabattcode für eine andere der noch gespielten Location wünschen, kann er sich bei mir melden.

DOK Film über Aussteiger aus der Scientology

Ich war recht interessiert an diesem DOK-Film, denn ich hatte in der Jugend Kontakt mit Dianetik, der "Vorstufe" der Scientology. Es ergab sich, dass sie mich jedoch nicht einverleiben konnten. Sie machten ein paar Fehler, die man einem kritischen Verstand wie meinem nicht vorsetzen darf. So hatten sie dann schon verloren. Ich war damals wohl etwa 18 Jahre alt, als sie mich im Niederdorf in Zürich im damaligen Lädelchen draussen anquatschten. Zuvor hatte meine Familie wie viele andere auch die bekannten Flyers im Briefkasten, nach welchen wir nur 10% unseres Gehirns nutzten.

Anyway, da mich damals schon die Thematik interessierte, hatte ich den Flyer halt ausgefüllt und wurde dann mal in den erwähnten Laden zitiert, um mir meinen Zustand zu erläutern. Bei dem sah man logischerweise ausreichend Grund für Verbesserung. Der Weg ging dann mit Auditing los in Zürich.

Wie dem auch sei, all das ist schon lange her und sie hatten keine Chance bei mir. Details brauchen hier nicht veröffentlicht zu werden. Wer sich aus eigener, aktueller Lage dafür interessiert, weil er oder sie von der Scientology loskommen oder ihr gar nicht erst verfallen will, kann mich kontaktieren.

Hier der Video, den ich zur Beachtung empfehle. Es ist ein DOK-Film, der doch fast wie eine Begleitdokumentation zum deutschen Scientology Spielfilm "Bis nichts mehr bleibt" anmutet.

DOK vom 15.11.2010

Ja zum Bedingungslosen Grundeinkommen für Alle

So, es probiert's wieder mal jemand. Die Idee ist nicht neu, von vielen wird sie als ein wichtiger Schritt in eine wirklich menschenwürdige Zukunft eingeschätzt. Als Thema des Parteiprogramms der SP Schweiz wird es auch wieder aufs Tapet gebracht - und einige Deutsche wollen das auch übernehmen. Kein Wunder, steht bei denen doch im Grundgesetzt Artikel 1 Absatz 1 „Die Würde des Menschen ist unantastbar". Hehre Worte.

Nun zur Realität: In einem Interview, das der Fürsorgebezüger Christian Sandmeier anlässlich eines Armutskongresses vor den gewichtigen Herrschaften der Politik gab, lieferte er Argumente aus dem Leben. Er schilderte die Zusammenhänge und Konsequenzketten, die sich aus einem nicht vorhandenen Einkommen ergeben. Er betont auch, dass die derzeitigen Unterstützungsmittel doch nicht gleichwertig wie ein Einkommen beurteilt würden. Ein Einkommen wird anders betrachtet als eine Fürsorgeleistung, weil halt immer mitschwinge, dass der Bezüger anderen auf der Tasche liege. Und das reicht vielen Leuten, sich über jene zu erheben. Das ist eine Stigmatisierung der Kapitalismus-Inkompatiblen. Und man komme da fast nicht raus, sagte er.

Seine Argumente sind alle nachvollziehbar, weil sie wohl jeder kennt, entweder durch Erleben, durch Beobachten oder durch Nachdenken – sofern er seine Augen davor nicht verschliesst.

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Reguläre Ausdrücke ... ein langwieriger Zeitvertreib

Reguläre Ausdrücke, das sind die Programmregeln, die man aufbauen kann, um mit einer sie verstehenden Final State Machine beliebige Daten auf Muster abzugrasen. Woran erkennen wir Menschen denn, dass eine Telefonnummer eine solche ist und keine IBAN, oder umgekehrt?

Am Format: Eine Telefonnummer folgt in der Schweiz der Regel aaa-bbb cc dd, also 043-123 45 67. Schriebe ich sie einfach so 0431234567, so wäre es wohl nur irgendeine Nummer. Erst der Hinweis, dass es eine Telefonnumer wäre, würde einen sie erkennen lassen.

Eine IBAN ist eine 20 bis 34-stellige Nummer, die formal mit dem Landescode beginnt, danach folgend nur noch Zahlen, gruppiert in Vierergruppen, CH12 3456 7890 1234 5678. Der Teil ab der 5. Stelle ist eine Kontoidentifikation, die von Land zu Land verschieden sein kann.

Viele Nummern folgen also rein formal darstellerisch Regeln. Nicht weil diese Darstellungsart nötig wären, aber vor dem Computerzeitalter mussten die Menschen sich diese Nummern ja irgendwie merken können - und das geht fürs Gehirn einfacher, wenn es Zusatzinformationen mit der Zahl verlinkt speichern kann. Da ein Format eine Art Bild und das Gehirn seit Äonen auf Bilderkennung getrimmt ist, können wir uns formatierte Zahlen merken.

Wie dem auch sei: Für ein kleines Projekt musste ich mich wiedermal damit auseinandersetzen, was denn eine URL ausmacht. Eine URL, wie sie im Internet andauernd vorkommt, ist oft einfach, aber sie kann auch komplex sein. In jedem Fall folgt sie dennoch einem Regelset, auch wenn das nicht immer leicht zu erkennen ist.

Wenn ich also einen Regulären Ausdruck finden möchte, der aus einem beliebigen Text URLs entdecken kann, so muss ich den Aufbau der URLs kennen.

Nun, bin ja nicht der erste, der sowas macht / machen muss. Und ich kenne Reguläre Ausdrücke sehr gut. Aber es ist schon immer wieder knackig. Gerade weil URIs so komplex sein können, gestaltet sich das Finden des auf sie alle passenden Regulären Ausdruckes als knifflig.

Natürlich schaue ich auch im Internet, was dort vorhanden ist. Doch die Lösungen haben alle Haken. Meine Lösung zeige ich mal, danach folgt eine recht gute Lösung, die allerdings Syntaxregeln für URLs nicht befolgt.

r_proto = "(([a-z]+:\/\/)|mailto:|javascript:)"; // https://, mailto:

r_user = "(\w[\w\.-]+(:\w[\w\.-]+)?@)?"; // user:password@

r_host = "\w[^\/\?\b\s:]+"; // orientierungshilfe.biz

r_port = "(:\d{1,5})?"; // :8808

r_uri = "(\/?[\w\/\.+&]*)(\.\w*)?"; // /dir/subdir/oder.cfm

r_params = "(\?\w[\w+-]*=[\w+-]*(&\w[\w+-]*=[\w+-]*)*)?"; // ?p1=kain+und+abel%p2=&p3=qw_12

r_anchor = "(#\w+)?"; // #anchor

Damit kann man nun Regeln für URLs zusammenstellen. Denn im Internet gibt es absolute und relative URIs. Absolute müssen mit dem Protokoll und einer Hostadresse beginnen, gefolgt von dem, was man eine relative URI nennt. So kann man also drei verschiedene Arten von Regulären Ausdrücken zimmern, die je eine oder beide URIs zusammen finden können.

So kann ich dann im Werkzeug meiner Wahl, hier also ColdFusion, folgende drei Variablen zusammenbauen.

uri_any = "(?i)\b(" & r_proto & r_user & r_host & r_port & ")?" & r_uri & r_params & r_anchor;

uri_abs = "(?i)\b" & r_proto & r_user & r_host & r_port & r_uri & r_params & r_anchor;

uri_rel = "(?i)\b" & r_uri & r_params & r_anchor;

Das klappt auch sehr gut so. Damit kann ich nun das Projekt abschliessen.

Weshalb ich das veröffentliche? Eben, es gibt im Internet Tausende von solchen Lösungen. Wie eingangs erwähnt, hat diese auch Schwächen: Sie unterstützt keine Notationen mit Ӓ. Auch der Begriff Localhost wird nicht erkannt, beides brauche ich nicht und sie kommen auch selten vor. Beides wäre natürlich zu machen, aber ich möchte die einzelnen Blöcke nicht komplizieren.

Der ebenfalls im Internet auffindbare Reguläre Ausdruck

(?i)\b((?:[a-z][\w-]+:(?:/{1,3}|[a-z0-9%])|www\d{0,3}[.]|[a-z0-9.\-]+[.][a-z]{2,4}/)
(?:[^\s()<>]+|\(([^\s()<>]+|(\([^\s()<>]+\)))*\))+(?:\(([^\s()<>]+|
(\([^\s()<>]+\)))*\)|[^\s`!()\[\]{};:'"".,<>?«»""'']))

Ist auch mächtig, aber er eignet sich nicht für relative URIs. Zudem: Reguläre Ausdrücke haben den Ruf von Unverständlichkeit. Äh ja, der hier gehört definitiv dazu und ist ein wunderbarer Förderer dieses Klisches ... :-)

Wichtig: Meine RegExs (wie man die bei Programmieren halt nennt - hat nichts mit Ex-Königin aka Ex-Freundin zu tun) beachten die Syntaxregeln so gut es geht. Der URI-Parameterblock wird nur dann erkannt wenn er wirklich mit einem ? beginnt. Der obige Krypto-RegEx erlaubt auch syntaktisch falsche URIs.

Der Kryptische findet auch Dinge, die ich nicht zu einer URI gehörig empfinde: so werden dort auch CSS-Dinge wie z-index:110 oder position:absolute gefunden.

Beide lassen übrigens die Parent-Directory-Notation .. durch, aber auch ... und ...... und Doppelslashes wie // oder gar ////. Wie gesagt, RegEx können beliebig kompliziert sein, meine und der Kryptische sind hier pragmatisch und schlucken das. Denn leider kann man in einem RegEx nicht eben mal temporär ein Symbol definieren, so dass man .. als Parent-Directory im Ausdruck als atomares Symbol verwenden könnte.

Wieso geht das denn eigentlich so lange, einen passenden regulären Ausdruck zu finden? Nun, das hängt eben von der Komplexität der Zielmuster (hier die URIs) ab. Und da wir Menschen keine Maschinen sind, wissen wir auch nicht sofort, ob ein RegEx wirklich nur das findet, was wir wollen. Das Feintuning eines RegEx geschieht daher meistens anhand realer umfangreicher Daten. Sie sollen ja so genau wie möglich nur das Gewünschte finden, doch sie können auch mal was in den Daten erwischen, woran keiner im voraus dachte.

Dies macht RegEx zu den zwar einfach zu erlernenden Programmierhilfen, doch sie zu meistern, das ist eine harte Knacknuss. Wie gesagt: Zeitvertreib, ich habe doch einige Stunden gekniffelt, bis das Set nun steht. Anhand einiger Testdaten mit heiklen Test-URIs habe ich ein gutes Gefühl für ihre Korrektheit entwickelt.

Aber natürlich gilt: Ich übernehme keinerlei Haftung für das Zeug ... :-) ... genauso wie es im Text der GPL steht.

PS: Verbesserungen werden natürlich dankend entgegengenommen ...

Frankreich anno 2060

Heute sehen wir eventuell in die Zukunft. Frankreichs Streikkultur zeigt, wie es in 50 Jahren aussehen kann, wenn das Benzin ausgeht ... alle motzen nur rum, alle hocken ins und im Auto, alle haben null Idee, wie sie mit der Situation auf andere Art umgehen könnten. Natürlich, zumindest mal die, die's ins TV schaffen. Es mag andere geben.

Ich hoffe doch, dass die Situation auch noch zum Denken anregt, statt nur zum Fluchen.

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