Gedankenlosigkeit - die Quelle vielen Übels

Gestern hat mir mein Freund wieder mal sein Leid geklagt. Der Umgang mit seinen Mitarbeitern macht ihm grösste Mühe, weil die Leute keinen Millimiter über die eigene Nase hinaus denken.

Ich war auch davon betroffen, von seinem Ärger, genauer, von dessen Ursachen. Ich sollte in sienem Auftrag eine Website anpassen. Das Material dazu hatte er mir relativ ungesichtet weitergereicht. So fragte ich nach, wie das nun mit den x Varianten an Fotos sei, ob ich da Auswählen könnte. Nein, es müssten alle eingesetzt werden. Na danke.

Recht hatte er. Der Job ist, eine Darstellung des Teams des Auftragebers zu entwickeln. Dabei sollen alle Fotos pro Person eingesetzt werden. Doch die Fotos wurden angeliefert im Riesenformat, wurden netterweise von meinem Freund verkleinert. Doch was für Fotos! Adresse Damen und Herren, teilweise in schwarzen Blazers, vor teilweise schwarzem Hintergrund. Ja, wie soll man das denn freistellen, was ja immerhin gewünscht ist.

Die Fotos seien von einem Profi gemacht werden. Das kann ja wohl kaum sein, oder der wurde nicht richtig instruiert. Der Auftraggeber verlangt von uns, dass die Personen freigestellt werden, sagt dies dem Fotografen nicht oder der scherte sich nicht darum.

Es ist nun an uns, die Fotos aufzubereiten. Hätte der Fotograf dies getan oder für passende Hintergründe gesorgt, müssten wir das nicht tun. Natürlich kriegen wir keine zusätzliche Zeit gesprochen, um die knapp 150 Fotos zu bearbeiten.

Er erzählte mir also, was für Art Leute das sind, mit denen er zusammenarbeiten muss. Wie sie seine Mails - er ist immerhin IT-Direktor bei der Firma - unbeachtet lassen, ihn dafür ebenfalls per Mail oder gar per Telefon Tage danach nerven mit Fragen, die genau alle in seinem Mail vorweggenommen und erklärt worden sind. Oder ihn dann zusammenscheissen, weil etwas nicht mehr so tut wie gewohnt - was auch in jenem Mail gestanden hätte.

Kurz, er war fast vor dem Zusammenbruch. Ich kann ihn verstehen, ich sehe diese Gedankenlosigkeit fast überall. Die Leute schauen vermehrt nur für sich, nehmen sich keine Zeit oder haben kein Interesse, sich in die Arbeit des anderen kurz reinzudenken, um diese Zusammenarbeit zu vereinfachen.

Der Job wurde ja vom gemeinsamen Chef aufgetragen, also sollte man sich doch etwas üpberlegen, wie man am optimalsten miteinander die Arbeit aufteilen kann.

Es ist verständlich in der heutigen Erziehung der Business-Managers, die getrimmt werden auf Business-Erfolg, statt Umgang mit den Mitarbeitern. Alltägliche Abläufe, die eine Firma zu Hunderten hat, werden zwar definiert, aber die Ausführung derselben ist teilweise miserabel.

Solche Reibungen wie ich hier nur eine kleine dargelegt habe, sorgen dafür, dass gute arbeitswillige Leute ausbrennen, innerlich kündigen, schlechter arbeiten und eventuell auch wirklich kündigen.

Und wenn diese Leute dann irgendwann doch dem Druck nachgeben undzusammenbrechen, ist dann das grosse Heulen, weil möglicherweise einige Dinge nur dank solchen Leuten überhaupt funktioniert haben.

Es ist nur zu hoffen, dass so ein Zusammenbruch ohne Kollateralschäden ausgeht. Noch besser, indem die Mitarbeiterbetreuung eben Chefsache wird. Es ist zu hoffen, dass der Chef diese Sensitivität habe ...

Endlich kommt die Innovationsprüfung für neue Medikamente

Ich habe mich ja schon öfters darüber aufgehalten, dass die Medizinalchemie mit denjenigen Schlitten fährt, die an die Medikamente als alleiniges Mittel glauben.

Da ja jedes Medikament zugelassen und der Preis vom Bund festgesetzt wird, hat der de facto die Preisgestaltung der Chemieriesen im Griff.

Wenn die Chemie also zwecks Geldoptimierung ein bestehendes aber schon "altes" und daher wegen der Generica günstiges Medikament weg haben will, bastelt sie ein neues, mit leicht anderer Zusammensetzung, anderer Verpackungseinheit, neuem Namen etc. Dieses kann man dann preislich neu ansetzen und damit die alte vertrocknende Milchkuh ablösen.

Nun bemüht sich endlich eine Kommission, dass die Preise der Innovation eine Medikaments angepasst werden sollen. Der Komissionsführer sagte, dass für neue Medikamente die Wirkungsstudien ebenfalls von der Chemischen initiert udn bezahlt werden. Von 10 solchen Studien werden dann nur die 2 am besten ausfallenden Studien publiziert und zur Prüfung eingereicht. Auf dieser Basis muss die Bundesstelle dann die Innovation und somit den Preis einschätzen.

Eine Innovationsprüfung bedeutet also, dass andere Studien, unabhängige, die innovative Wirkung gebenüber einem älteren Medikament belegen müssen. Auf diesem Wege könnte ein gleichwirkendes, neues Medikament ein altes nicht ablösen, nur um die Gewinnmarge für die Chemische wieder zu optimieren.

Ich hoffe, dass diese Regelung wirklich kommt. Denn schliesslich würde das auch den konstanten Wachstum der Krankenkassenprämien etwas bremsen.

Und abgesehen davon: Es sollte doch wirklich so sein, dass neue Dinge auch besser sein sollten: Der Volksmund kennt den Spruch "Das Bessere ist des Guten Feind". Eben, das Bessere, nicht dasselbe, einfach neu verpackt. Dafür gibt's den "Alter Wein in neuen Schläuchen". Nachgerade also etwas zwischen Betrug und Gaunerei, je nach Auslegung, was die Chemische da treibt.

Gäbe es eine wirklich freie Medikamentenwahl, könnte es ja egal sein, denn dann regulierte der Markt die Preise. In unserem System jedoch gibt es keine wirklich freie Wahl, denn man "muss" ja nehmen, was der Arzt empfiehlt. Und der wird von der Chemischen gut gehätschelt. Und wer sind "wir", die Laien, die nicht das scheinbar Bessere wollen? Widerstehen wir den Ärzten?

Umwelttechnisch ist so eine Betrachtung ja auch sogar noch nützlich. Wenn man einer Industrie nachhängt, die nur immer neue Gadgets auf den Markt schmeisst, welche man kauft und damit die mögliche Lebenszeit eines Gegenstandes künstlich verkürzt, ist das wohl wenig sinnvoll.

Im Ernst, was wäre die Handy-Industrie, gäbe es diese Wegwerf-Mentalität nicht ...

Schweizer Illustrierte - was seid ihr nur für Menschen?

Schade, dass der Rothenbühler nicht mehr da arbeitet, der würde diese Anspielung verstehen.

Heute sah ich ein Werbeplakat für die Schweizer Illustrierte (SI) an einem Tramwartehäuschen in der Stadt Zürich, auf dem eine Blondine in einem roten kurzen Satinkleid eine Kühlschranktür auf macht, reinschaut und offenbar entscheidet, was sie nehmen will. Man sieht sie von links hinten, ohne ihr Gesicht zu sehen - sie steht für eine Prominente. Links und rechts von Tür je ein halbes Dutzend Gaffer. Der Slogan "Wir bringen Sie den Stars noch näher" o.ä.

Miserable Message, meine Herren und Damen des SI-Marketing. Oder das Eingeständnis, dass Ihr nun auch schon runter auf dem Niveau von geifernden Paparazzis seid, die keinen Respekt mehr vor Privatsphäre haben. Ist das das Zielniveau Eures Blattes? Wo ist da denn noch der Unterschied zur englischen Sun oder deutschen Bild?

Wenn Prominente ausrasten, so hat das schon damit zu tun, dass sie offenbar ihre Emotionen nicht (mehr) so lenken können, wie es förderlich wäre. Jedoch zeigt es auch, dass sie wohl unter einem Druck stehen, den wir Gesichtslose gar nicht verstehen.

Waren wir in der Schweiz nicht stolz darauf, dass hier Berühmte und Politiker ohne Bodyguards und Panzerlimousinen ganz normal auf der Strasse gehen können? Ohne dass sie belästgt werden? Was freute es mich, als ich mal Tina Turner im Niederdorf über den Weg lief, sie nur mit einer Begleiterin unterweg. Viele erkannten sie wohl, aber nichts geschah.

Die SI suggeriert mit diesem Werbeplakat, dass sie es richtig findet, den Promis nur der profanen Gafferlust wegen bis ins Haus zu folgen, sie möglicherweise am besten noch in Schlafkleidung zu erwischen. Dass die Blondine auf dem Plakat nicht noch grad nur einen Slip und ein durchsichtiges Negligee an hatte, verwunderte mich grad noch ein wenig.

Wen wundert's, werden alle Umgangssitten immer mehr verludert, ignoriert oder gar nicht mehr gelehrt. Wer war zuerst da, die teils polemischen Angriffe auf Bundesräte in unserem System oder die Gafferei bei den Celebrities?

Wer anderen mit Worten und/oder Bildern so reinfährt, wie offenbar der Blick beim Pierro tat, der darf sich nicht wundern, wenn es irgendwann mal sogar das Ventil im Dampfkochtopf verjagt, und das Auto als Rammbock benutzt wird. Auf den Mann spielen heisst halt auch, dass man selbst einen in die Fresse kriegt, wenn man eine gewisse Distanz ohne nachzufragen überschreitet.

Plakate wie das von der SI sind genau diese Aufheizer, die solches Verhalten mit jedem Blick auf das Plakat ins Unterbewusste des Hinguckers bringt, bis es ihm ganz normal erscheint. So manipuliert man die Leute.

SI, das ist tiefste Schublade, wirklich.

Der Herbst, meine liebste Jahreszeit

Es ist schon so, ich mag Frühling und Herbst am liebsten, zwischen den beiden könnte ich mich fast nicht entscheiden, denn ich mag sowohl saftiges Grün wie auch Rot- bis Orange-Töne in der Natur.

Grüne Sträuche, an denen man das Jahr über vorbeigeht, zeigen im Herbst, dass die offenbar Mitbewohner hatten, die sich nun outen.

Wenn die Sonne nicht mehr direkt von oben heizt, werden die Lichtspielereien, die Farbtöne spannend. So strahlen Töne des ganzen Farbkreises und bieten Liebhaber jedweder Couleur einen Hingucker.

Abends am See schwebt immer eine schöne Stimmung über dem meist ruhigen Wasser. Die Menschen sind gelassen, heiter, scheinen es zu geniessen, scheinen die Schwingung bewusst zu spüren - obwohl ich hier manchmal schon zweifle, wenn ich sehe, was die Leute fortwerfen, obwohl es ausreichend Abfallkörbe gibt.

Dennoch, es ist die Stimmung des Jahresabends. Alles Natürliche beginnt sich für die Nacht, den Winter, vorzubereiten. Die sichtbarste Erscheinung ist, dass die Bäume die Säfte aus den Blättern zurückziehen, das Grün verschwindet und andere Farben treten hervor. Farben der Wärme, obwohl's doch kühler wird.

Die Natur kennt die grossen Zyklen, ihr Tag ist unser Jahr. Kennen wir noch unsere natürlichen Zyklen?

50 Jahre Sputnik - Wie weiter? Und wozu?

Der ZDF zeigte eine lange Nacht zu den 50 Jahre Sputnik. Anregend, wenn verkleidete Trekkies den zwei Deutschen Astronauten Fragen stellen wie "In unseren Universum ist es ja recht bequem zu reisen, wie ist es in euer Kapsel gewesen?".

Auf der einen Seite die Fantasiereisen und auf der anderen die realen Erlebnisse.

Es ist schön zu sehen, dass einige Leute nach wie vor Fan der Raumfahrt sind, auch wenn es bisher ja nicht raus ist, ob die Nationalismen, die das irdische Leben versauen, angesichts des Raums endlich entschwinden und wahrer Kooperation weichen.

Will China den starken Mann spielen? Ist Bush wirklich so arrogant, das All als "our economical region" zu bezeichnen?

Zum Glück ist die bisherige Raumfahrt enorm geldintensiv, so dass man sich um dieses Säbelrasseln noch nicht viel Gedanken machen muss.

Ich selbst bin seit kleinauf ein Sehnsüchtiger nach dem Raum, nach der Möglichkeit, in diesem Universum zu reisen, Dinge zu sehen "wo noch nie ein Mensch war".

Ein Trekkie bin ich zwar nicht, oder zumindest nicht äusserlich. Diese Erdnähe habe ich noch, dass ich nicht in den Kleidern der TV-Stars rumrenne.

Science-Fiction war jedoch früher das einzige an Belletristik, was ich lesen wollte. Als Jugendlicher fuhr ich oft in der Nacht auf einen Hügel, nur um da in den mondlosen Sternenhimmel zu schauen und zu spüren, wie sich in mir eine Sehnsucht aufbaute, die eine mir damals unerklärliche und enorme Kraft ausübte.

Über die Jahre hat sich das drastisch entleert, dennoch: Es ist mir offenbar immer noch möglich, eine tränentreibende Sehnsucht zu aktivieren, die mich dann wirklich kräftig rüttelt. Früher kam dies fast automatisch bei der Ansicht von Galaxien, Sternennebeln, Kugelhaufen.

Jetzt flaut diese Brise nur noch kurz auf und wird von mir dann gehandelt.

Wieso gibt es Science-Fiction Serien, die über 40-50 Jahre lang laufen? Star Trek, Perry Rhodan? Wieso gibt es diese Trekkies? Ist es allen diesen Leuten gemein, dass sie sich in den Raum wünschen? Wie kommt das denn? Erinnern die sich an etwas, was die sehr irdischen Leute schon vergessen haben? Eventuell an eine geistige Heimat, in der es dieses futterneidige, nationalistische, konkurrierende, kapitalistische, dieses Rassen- und Religionen trennende Ich-bin-besser-als-Du nicht mehr gibt? Wo zumindest alle Menschen gleich wären und als Einheit den Raum erforschen?

Wieso sitzen Verliebte gerne unter dem Sternenhimmel und schauen da hoch? Welche Emotionen werden von dem geweckt?

Ich finde es toll, wenn man da mal hochschaut und sich die existenziellen Fragen stellt: Wie wichtig bin ich angesichts des offenbar grossen Universums, wo sogar unsere Galaxis nur eine unter Hunderten von Milliarden anderen sei. Wozu ist das alles da? Sind meine Probleme - nur schon vom Mond aus betrachtet - eigentlich wirklich bedeutend? Sieht man mich von dort oben überhaupt? Sieht man mein Haus, meine Stadt überhaupt?

Ist es daher wert, auf diesem Planeten überhaupt Probleme haben zu wollen? Oder gerade deswegen, weil ohne Probleme ein einzelner Mensch an dem Sinn seiner eigenen Existenz verzweifeln könnte? Da ist ein Streit mit dem Lebenspartner, ein Hass auf eine alte Geschichte natürlich existenzgebend.

"Fremdenfeindlichkeit" .. auf einem Planeten, wo es nun wirklich keine physischen Fremde gibt? Absolut lachhaft, auf einem Stammbaum zu beharren, wenn alles hiesige, physische Leben als Stammbaum die explodierten Sterne des Universums hat? Besteht nicht jeder Körper aus denselben Arten von Atomen? Interessiert es die, ob sie einen Nazikörper formen oder einen Kommunisten? Einen weissen oder schwarzen Körper?

Und dennoch, die Leute schauen hoch und es wird ihnen wohl allen ganz anders ... so soll es wohl sein, denn eventuell ist dort ja ein Ausgang aus dem irdischen Hamsterrad. Nicht physisch, aber geistig ... und wer das schafft, hat dann vielleicht auch physisch ein anderes künftiges Leben.

Müssen wir also physisch auf den Mond, den Mars und weiter? Ich denke schon, denn wenn auch spirituelle Erfahrungen unabhägngig sind vom Aufenthaltsort des Körper, den in dieser Hinsicht nicht mal brauchen, so hilft es eben schon, den Körper dorthin zu verschieben, denn wir haben ihn halt nun und nur durch ihn machen wir Erfahrungen. Unmittelbare (siehe die Bekundungen aller Astronauten).

So soll es also weiterhin heissen: Per aspera ad astra!

Meine Gesinnung - heute

Also, nachdem ich bei einigen Blogs diese SmartVote Spiders gesehen habe, die die soziopolitische Ausrichtung in ein Radarbild umsetzt, habe ich gedacht, dass ich das ja auch mal probieren könnte.

Gesagt, getan.

Hier also mein Radarbild:

Und da dies nur relativ zu meinen eigenen Positionen ist, hier noch eine Chart, die relativ zur allgemeinen Positionsbenennung ist (meine Position in weiss):

Die grünen Punkte sind diejenigen Positionen von Zürcher Grünliberalen Nationalrats(kandidaten). Dass diese passen, sagte mir SmartVote leider nicht selbst grafisch, so dass ich die halt mit Trial und Error fand.

So, nun weiss ich's also, wie ich denke. Das sei ironisch vermerkt, denn nun kann man mich in eine Schublade stecken. Genau das, wogegen ich meistens anrede: Schubladisieren.

Mir ist es natürlich egal, ob man mich schubladisiert oder nicht. Ich tue es mit anderen jedenfalls nicht. Und nur das eigene Tun ist relevant. Natürlich nicht als Freibrief zu verstehen. Die Grenze ist da, wo einem anderen geschadet wird.

Jede eigene Aktion darf niemanden verletzen und soll zum Wohle der Gruppe, dann erst dem eigenen dienen.

Blackwater - wieder ein Skandal nach dem Irakkrieg

Die Sicherheitsfirma Blackwater, angestellt vom US Aussenministerium, steht unter Anklage, unverhältnismässig im Irak agiert zu haben, aggressiv, sogar tötend. Ein besoffener Mitarbeiter habe einen Body Guard des dortigen Ministerpräsidenten erschossen. Der Betrunkene sei zwar sofort in die USA zurückgeschickt, aber strafrechtlich nicht zur Rechenschaft gezogen worden.

Aber nicht nur Blackwater alleine ist unter Beschuss, sondern auch die Vertuschungsaktionen des US Aussenministeriums.

Seit diese Firma im Irak seit 2001 aktiv ist, habe ihr die USA 1 Milliarde Dollar überwiesen. Das ist enorm viel Geld, das wohl kaum nur in den Sold der Blackwater-Beschäftigten geflossen ist.

Wie dem auch sei, es ist ein "wunderbares" Beispiel, wie die Gier der Menschen aus jedem Schicksal Geld machen wollen. Es ist ja auch in diesem Fall nicht neu, dass US Protektionismus ausgegebenes Wiederaufbaugeld fast nur zurück in amerikanische Konzerne fliessen liess.

Viel Geld für Wiederaufbau raushauen ist natürlich publikumswirksam, aber Betrug, wenn's wieder in den eigenen Sack fliesst. Nur, davon bekommen wir ja selten was mit.

Die dort unten bekommen das aber mit. Wann wird die scheinheilige Grossmacht USA endlich merken, dass sie den Terrorismus nie bezwingen werden, wenn sie solche Geschichten erzeugen: Leute, die in der Fremde andere töten, nicht mal zur Rechenschaft zu ziehen. Und eben diesmal nicht die Soldaten, deren Handwerk halt der Krieg ist, sondern Privatleute, die unter dem Titelchen "Security" arbeiten. Natürlich autorisiert vom Kriegsgewinner.

So kann der Hass auf den Aggressor niemals entladen werden. Das Gegenteil geschah und geschieht weiter.

Wieso finden auch alle immer diese USA sooooo toll. Ich nicht. Ich finde sie diesbezüglich nur peinlich und auf dem Niveau eines Pubertierenden.

Paypal - (fast) nichts als Ärger und Inkompetenz

Bevor ich diesen Eintrag schreibe, hab ich mir überlegt, ob er sinnvoll sei, da ich eventuell mit genau diesem Ärger mit der Firma Paypal eventuell alleine dastehe.

Ich entschloss mich dennoch dafür, denn vielleicht kann ich damit jemand anderen davor bewahren, genau dasselbe Theater durchzumachen.

Also: Wie viele andere habe ich auch einen Paypal-Account, den ich selten aber regelmässig nutze, um bei eBay und ricardo einfach Geld auszahlen oder empfangen zu können.

Ich gab natürlich auch ein Bankkonto an und war damals schon stutzig, dass dieses Paypal-Backoffice einem ersten nur erlaubt, Konten ohne Striche und Punkte anzugeben. Mein Bankkonto hat aber Striche. Naja, dann halt ohne Striche eingeben, Paypal frisst das ja.

Was Paypal aber nicht unterstützt – und das ist absolut unverständlich – ist die IBAN, die International Bank Account Number, die ja gerade deshalb entwicklet wurde, um die teilweise esoterischen Bankkonto-Bezeichnungen in den Griff zu bekommen. Und da wirbt Paypal noch mit dem Spruch "so bezahlt man heute".

Ich hatte bisher noch nie darauf geachtet, aber meine derzeitigen Geschäftsbeziehungen laufen ausschliesslich über Konten, die Striche und Punkte beinhalten.

Anyway, dass ich mal mit Paypal ein Problem haben könnte, das wusste ich jahrelang nicht, denn ich habe nie Geld vom Konto auf das Bankkonto transferieren wollen.

Nun, Ende Juli wollte ich das tun. Also, die Zahlung im Backoffice veranlasst, zur Kenntnis genommen, dass dies bis zu 5 Tage dauern könnte. Gewartet und gelegentlich den Stand des Bankkontos gecheckt, stutzig geworden, als nach 2 Wochen das Geld immer noch nicht da war.

Also ein Blick auf Paypal, wo doch tatsächlich steht "Transfer storniert". Ohne Angabe von Gründen. Naja, dafür gibt's ja die Hilfe.

Die da genannte Telefonnummer gibt es nicht mehr. Ich bin ja schon ein emotionaler Mensch, deshalb nervte mich das schon langsam. Hab aber doch noch ne Nummer gefunden irgendwo, wo ich tatsächlich durch kam und auf einer miserablen VoIP-Leitung akustisch dechiffrieren durfte, was die mir da erzählen will: Ich müsse halt schon meine Banknummer richtig eingeben. Ich konnte an mich halten und mit normaler Stimme sagen, dass ich das alles schon richtig gemacht habe und nicht der Dümmsten einer bin.

Nun ja, die konnte mir nicht helfen. Also zur Bank. Die verschanzte sich hinter der an sich logischen Aussage, dass sie nicht helfen könne, wenn sie keinen Transfereingang oder wenigstens den Versuch eines solchen habe, den sie auf ein Konto mappen sollte/könnte.

Also, die Bank kann mir nicht helfen, was mir einleuchtet, schliesslich kenne ich die IT-Abläufe genug gut, ist ja meine Geschichte. Denen konnte ich also mangels entsprechenden Vermutungen nicht wirklich sauer sein.

Deshalb wieder zu Paypal. Mit Hilfe meiner Bank habe ich bis gerade vor wenige Tage mittlerweile drei verschiedene Varianten der Notation meines Bankkontos - alles natürlich ohne Striche und Punkte, aber eben nicht die IBAN - bei Paypal probiert.

Ingesamt habe ich viermal versucht, meinen Kontostand bei Paypal aufs Konto zu transferieren. Es hat bis heute nicht geklappt.

Ich habe natürlich auch einen dazugehörigen Email-Verkehr mit Paypal, der belangloses Verharren auf dem Standpunkt, ich oder meine Bank mache es halt falsch, offenlegt.

Auch meiner Aufforderung, zu bestätigen, dass Paypal auch schon Geld an ein Credit Suisse Bankkonto ausgezahlt habe, wurde nie entsprochen. Denn alle Credit Suisse Konten haben Striche und/oder Punkte meines Wissens.

Ich habe bisher von Paypal noch nie gehört, weshalb der Banktransfer nicht funktioniert habe. Und das arrogante Gehabe dieser Firma um meine Klärungswünsche und Vorschläge zu Auszahlungsvarianten macht mich wirklich enorm hässig.

Ich habe denen zweimal meine IBAN geschickt, damit die die Auszahlung anderweitig erledigen. Nichts geschah.

Ich habe also bis heute das Geld von Paypal immer noch nicht. Kein Supporter meldet sich, es wird einfach totgeschwiegen.

Da fällt mir also nur noch das ein:

"Hey pal, don't use paypal"

PS: Zur Einschätzung, ob ich in der Art wirklich einen Einzelfall erlebe, bitte ich um kurze Kommentare. Erst recht natürlich, wenn grad jemand genau dasselbe Problem hatte oder hat und wie er zu einer Lösung kam.

PPS: Von einem Freund erfuhr ich, dass Paypal nun eine Bank-Lizenz habe, das heisst, die müssen sich nun an Bankgesetze halten. Inwiefern mir das bei meinem Fall was nützt, weiss ich jetzt nicht. Vielleicht jemand von Euch?

Glück gehabt - Schutzengel hielten mein Auto zusammen

Über Nacht brachte ich mein Auto zum Garagisten, damit der es vorführbereit macht. Alle paar Jahre wieder muss das Auto halt gesäubert und gecheckt werden, ob es die Vorführung überleben wird oder nicht.

Ich wusste, dass die Handbremse nachgestellt werden muss, die Scheiben könnten auch mal wirklich sauber gemacht werden, und irgendwas war mit der Lenkung merkwürdig, das allerdings seit 6 Monaten und ich hatte mich damit arrangiert - wusste zwar nicht, was es war, aber es liess sich ja fahren. Ich schrieb ihm eine Notiz, dass er doch beiläufig auch mal auf die Lenkung achten möge.

Also ahnte ich nichts Schlimmes. Um 7h40, eine für mich unchristliche Zeit, klingelte das Telefon, der Garagist, etwas echauffiert, aber nicht wegen mir, sondern wegen meines Autos.

"Ich bin nun schon seit 26 Jahren in dem Business, aber sowas habe ich noch nicht gesehen oder erlebt" begrüsste er mich. Als er das Auto mit den Lift gehoben hat, hätte es einen grossen Knall getan und die Spurstangen seien von alleine rausgefallen, die Vorderräder liessen sich danach unabhängig voneinander schwenken.

Die Kugelbolzen oder was auch immer (ich bin kein Auto-Crack) seien grad rausgesprungen. Der Garagist meinte, das hätte sehr ins Auge gehen können, eine leichte Bodenwelle oder was auch immer, und ich hätte einen lebensgefährlichen Unfall haben können.

Naja, so einen Unfall habe ich in diesem Leben schon eingezogen.

Ziemlich überdreht erzählt er mir also, was alles hätte geschehen können - und ich im Bett dachte "Hoppla, hatte ich Glück die letzten 6 Monate", schliesslich war ich mit dieser Lenkungsanomalie noch die 3'000 km nach Berlin und Umgebung gefahren - und erst noch in Polen über die Holperstrassen. Und auf deutschen Autobahnen fährt man ja auch nicht nur 120.

Und grad vor einigen Tagen grad beim ersten Schnee nach Arosa - Kenner wissen, dass es ab Chur ja 400 Kurven weit geht bis nach Arosa. Relativ zackig, da ich die Strecke gut kenne. Ein Bruch dort und Abflug ins Tal, wohl tödlich.

Glück gehabt - oder halt doch kein Autounfall mehr in diesem Leben. Wie auch immer, es ist bereits Vergangenheit und hat schon keine Bedeutung mehr für mich.

Ausser, dass die Reparatur mein Budget unerwartet belastet ...

Deutsche Sprach immer noch schwere Sprach

Letzthin durfte ich wieder mal an einer Website einer grossen Firma etwas ändern. Darunter war auch ein Text, der mir als Word-Doc vorlag.

Ist natürlich eine leichte Sache, ist ja mein Beruf. Im Text hatte es eine Passage, die wie folgt lautete:

"... während den Präsentationen ..."

So, ich als Möchtgern-Deutsch-Könner bin Fan des Genetiv und korrigierte das auf

"... während der Präsentationen ..."

Das Gut zum Druck respektive Online-Schalten wurde mir postwendend verweigert mit der Anordnung, dass ich es auf

"... während den Präsentationen ..."

ändern müsse. Da bekanntlich der Dativ dem Genetiv sein Tod sei, musste ich mich selbst rückversichern auf duden.de.

Dort stand netterweise auch jetzt noch, also nach der Deutsch-Reform:

2. wäh|rend <Präp. mit Gen.> [vgl. ->während]: bezeichnet eine Zeitdauer, in deren Verlauf etwas stattfindet ...

Was mich daran belustigte, war, dass diese Firma immer sehr pingelig ist bei den Texten. Gut, das hat den Vorteil, dass man nicht selbst überlegen muss, wie man was schreibt, und dass man daher auch untertänigst um die genaue Formulierung nachfragen darf, ohne als hirnloser oder fauler Unfähiger zu gelten.

Weiterhin ist es für mich auch jedesmal wieder ein Kick, mich punkto Deutsch zu refreshen - ähh upzudaten, ne, aktualisieren, auch nicht ganz - meinen Wortschatz und/oder Grammatik und/oder Orthographie aufzufrischen.

Da ich ja ein Schweizer bin, ist Deutsch eine angelernte Sprache für mich und verlangt mir mehr Konzentration ab, um nicht einen Helvetizimus anheim zu fallen.

Ich habe bemerkt, dass ich schon längst nicht mehr ganz sicher bin bei Dativ und Genetiv.

Man könnte sagen "macht ja eh nichts". Ich finde jedoch, dass eine gute Sprachbeherrschung schon wichtig ist. Die Sprache ist ja ohnehin schon eine Bandbreitenverengung dessen, was man wirklich transportieren möchte. Wenn man also in einem limitierten Werkzeugset noch ein paar Teile davon unbrauchbar macht durch Verschleiss, Mangel an Pflege, so fehlt noch mehr an Möglichkeiten, seine Gedanken genau zu formulieren. Und damit erschwert dies natürlich dem Empfänger das Verständnis der Mitteilung.

Eine typische Situation, wo Sprachkenntnis getestet wird, ist beispielsweise der Arztbesuch. Wenn der Arzt fragt, wie sich ein Schmerz anfühle ... tja, wie gut könnten Sie beschreiben, wie sich Ihr Kopfschmerz darstellt, dessentwegen Sie beim Arzt um Hilfe nachsuchen?

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