Die Security KI Mythos wirkt sich aus
So scheint es mir, wenn ich die Update-Rate der aktuellen Browser anschaue. Gefühlt alle 2-3 Tage fordern mich die Schäfchen meiner heterogenen Browserherde auf, dass sie doch bitte neu gestartet werden möchten.
Natürlich tue ich ihnen dieses Gefallen gerne. Denn heute spielt sich das digitale Leben der allermeisten User wohl fast nur noch im Browser ab - egal, wie sie verpackt sind. Apps auf den Mobilen sind oft sogenannte PWAs (Progressive Web Applications). Also versteckte Browser-Anwendungen.
Da ist es erst recht wichtig, dass diese Motoren unserer Apps sicher sind. Mythos ist ja trainiert worden, um Fehler in Applikationen zu finden und als aktiver Spieler wie Hacker in verschiedenen Kombinationen zum Umgehen, Eindringen, Ausspionieren in Systeme auszunutzen und Angriffe auf alles, was ein Browser tun kann, zu entwickeln.
Dank immer mehr APIs in den Browsern kann so ein Browser extrem viel anrichten auf einem Computer. Und wir erfahren nichts davon. Ausser von einigen digitalen White Hat Hackern. Da fand doch jemand raus, dass Microsofts Edge Browser gespeicherte Passwörter im Klartext im Speicher vorhielt - alle, auch solche, die der User gar nicht brauchte in der Session. Katastrophal. Aber zum Glück offenbar nur der, die anderen Chromium-Derivate wie Opera, Vivaldi, Brave erlauben sich diesen Faux-Pas nicht. Ist es verwegen, Böses anzunehmen?
Nun, wie dem auch sei. bei Mozilla (Firefox) habe sich die durchschnittliche. monatliche Fehlerreparaturzahl von 30-40 verzehnfacht(!). Weil sie offenbar Mythos nutzen konnten, um ihre Open Source Files auf Sicherheit abzuklopfen.
PS: Open Source ist nicht per se besser oder sicherer. Sie ist nur einsehbar, öffentlich. Also leichteste Beute ... aber dadurch auch gereift, Battle approved.
In diesem Zusammenhang muss natürlich auch wieder Bitcoin genannt werden. Denn Mythos wird sicher angewandt werden auf alle Krypto-Dinger. Mythos bricht keine Verschlüsselung, aber sie findet Sicherheitslöcher im Umgang mit ihr.
Bitcoin ist nach meiner und anderer Meinung definitiv nicht angreifbar. Bzw. der Code mag schon angreifbar sein, Fehler könnten noch gefunden werden. Aber da Bitcoins nur mittels Mining (Proof of Work), also Energieeinsatz gefunden werden können, lohnt sich der Angriff noch nicht. Mythos kann Verwirrung schaffen, aber es kann sich nicht bereichern, denn im Gegensatz zum Code hat Mining eben mit der physischen Welt zu tun.
Die KI kann keinen Hash brechen, sie kann auch keine Abkürzung finden, um vor anderen Minern einen Block zu publizieren. Warum das so ist, erklär ich oder die KI Eurer Wahl jederzeit gerne. Dem gesunden Menschenverstand ist es sofort eingänglich.
Was aber wohl gehen wird: Mythos wird wohl alle diese SmartContracts der anderen Blockchains schrotten können. Und die Börsen oder Firmen, die diese in Internet produzieren, warten, manipulieren. Die DeFi Industrie rühmt sich ja gerade, dass sie soviel ausprobiert, neu macht, Atomic Swaps von Chains auf andere und zurück. Ob da wohl all der Code sicher ist? Meine 40 Jahre Software-Entwickler-Erfahrung sagen: Nein.
Ich gebe also wirklich allen den Rat, zieht eure Krypto-Anlagen ab von Börsen oder wackeligen Konstrukten wie Drive-Chains, Side-Chains. Wohin? Tja.
Not your keys, not your coins.
Wir Bitcoiner wissen das. Vielleicht gibt Mythos uns durch seine Tatbeweise recht. Keine Schadenfreude dann, aber "wir haben's ja immer gesagt" ...
Wenn man betrachtet, wieviele Börsen schon gehackt wurden - von Menschen. Wie sieht das wohl aus, wenn Menschen nun Mythos anwenden? Ich hätte Schiss um alle digitalen Assets, die ich nicht besitze. Also alles ausser Bitcoin.
Natürlich werden auch die Banken mit ihren Mobile Banking Apps abgeklappert werden. Doch hier regeln Gesetze noch etwas: In der CH und EU wohl der Einlageschutz. Der natürlich nicht unendlich ist. Und wie sollte da eigentlich ein digitaler Euro, ein Stablecoin sicher sein vor Mythos?

