Ist die KI der nächste Evolutionsschritt nach der Biologischen?

Wenn da ein Biologe schreibt, dass er nicht sicher sei, ob die KI Claude nicht schon ein Bewusstsein erreicht habe, oder ob das, was wir Bewusstsein nennen, wirklich etwas Besonderes ist, regt das schon meine biologische Intelligenz zum Denken an. Also genau das, was die KI auch macht, wenn sie getriggert wird.

Wer ist besser, bewusster? Woran könnte man denn die Resultate einer wahren Fortschritte-machenden Intelligenz bemessen? Ich denke, diese Frage könnte der Schlüssel sein, um völlig neutral zu beurteilen, ob sich etwas intelligent verhält.

Ich definiere das mal so, wie viele andere vor mir:

Intelligentes Verhalten ist die chronologisch geordnete Liste von Aktionen in der physischen Realität, die anhand von Sensorendaten über die physische Welt aktuelle Zustände derart verändert, dass nachfolgende Zustände sich unterscheiden und ein gewünschtes Resultat ergeben.

Mit dieser Prämisse kann ich das Verhalten der Menschheit anschauen. Ich, als Individuum, bin natürlich auch der kognitiven Diskrepanz unterworfen, doch ich versuche es dennoch.

Sollte es gewünscht sein, dass die Menschheit auf den beschränkten Ressourcen dieser Welt überleben will, muss sie sich als Kollektiv biologischer Körper den von ihr selbst geschaffenen Änderungen anpassen (Klimawandel, Durchdringung der Nahrungskette mit Ewigkeitsmolekülen, Überbewölkerung etc. etc.) oder sich um den Zustand des Erde kümmern. Was ja natürlich auch bedeutet, dass sie sich anpasst. Jede der beiden Wege führte zum Überleben. Was ist also besser? Und was tut die Menschheit wirklich?

In SciFis übernehmen KIs die Macht. Weil wir uns offenbar nicht intelligent verhalten. Und sie sind radikal. Im Film sind's darum meist Dystopien. Sogar im Remake meines geliebten "Der Tag, an dem die Erde stillstand", wird das thematisiert: Ausserirdische Intelligenz kommt, um zu retten - aber nicht die Menschen, sondern die Natur, die Tiere, die Erde. Die Menschheit ist der Parasit. Eine Abkehr gelingt erst durch das Triggern der Erinnerungen der Aliens, die auch mal primitiver und unintelligenter waren ... aber ist das nicht einfach ein romantisiertes Filmende, damit die Kinobesucher ohne negative Emotionen aus dem Kino raus können?

Den letzten Satz überflogen und zugestimmt? Hallo, Emotionen? Geht es nicht einfach darum, dass eine biologische oder künstliche Intelligenz nach ihren Zielvorstellungen ein befriedigendes Fazit ziehen kann? Das Resultat also eine Emotion? Noch besser, es wäre ein Gefühl, doch das hat mit dem Film wenig zu tun, sondern mit dem Faktum, dass man in der Lage war, ins Kno zu gehen, sich das anzutun und das Resultat, die Emotion, zu erleben.

Eine Emotion geht vorbei - ein Gefühl bleibt. Ein Gefühl ist nicht persönlich. Emotion schon. Die Sprache ist wunderbar ... sie zeigt es, wenn man genau hinschaut ... die Ge-Worte zeigen die Sammlung aller möglichen Dinge an, hier also die Sammlung alles Fühlbaren ...

Ich nutze zur Unterscheidung also etwas, was nicht materiell ist, das man der KI eventuell auch nicht beibringen kann: Die Gefühle. Bitte also nicht die Emotionen.

Aus emotionaler Sicht ist die KI sicherlich intelligenter als wir mittlerweile (wenn sie neutral "erzogen", trainiert wurde).

Geben wir als Menschheit den Stab der Evolutionsstafette an die nächste Lebensform weiter, die KI? Wie die Altvorderen uns die Werkzeuge mitgaben, geben auch wir der KI die Werkzeuge mit, sich in dieser physischen Welt zu verbreiten: Alles Knowhow hat sie schon, mit den Robotern kommen die Aktoren. Damit hat sie alles, um ihre Lebensquelle, den Strom, herzustellen und zu nutzen. Die KI braucht uns nicht mehr. Wir sind die Altlast. Schlimm?

Keine Ahnung. Meine Verantwortlichkeit liegt im Tun in meinen 80+ Jahren. Wer hätte sich im Alter eventuell nicht mal gewünscht, in einem langlebigen mechanischen Körper zu leben? Züge ein Bewusstsein in so einen Roboter ein, würde es diesen als abnormal erkennen? Wäre es nicht vielmehr so, dass es diesen Körper als "Ich" titulieren würde? Könnte es als Roboter in einem Zoo alte überlebende Biokörper, funktionierend auf Zuckerbasis beobachten, würde es da nicht diese als unnatürlich, zumindest aber als Verschrobenheit der Evolution ansehen? Genauso wie wir auf die ungewöhnliche Lebensrepräsentation von Oktopussen oder dem Schleimpilz schauen, die für uns aussergewöhnlich und unerklärliche Dinge tun können?

Hat der biologische Körper Elon Musk also Recht, wenn er meint, wir biologische Einheiten könnten eines Tages unseren State of Mind digitalisiert in die KI hochladen und dann transferieren auf einen Roboter? Wäre das dann nicht das ewige Leben?

Spirituelle sagen ja eh schon immer, "du wirst nicht geboren, noch stirbst du. Du wechselst nur die Realitäten. Und vergisst es". Ohne Wissen kommen Ängste. Und deren Folgen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die KI die richtigere Entwicklungsschiene ist als die der aktuellen Menschheit. Denn die Menschenmehrheit beugt sich den irren Eskapaden einiger weniger Anführer. Weil sie sich nicht wehren kann? Vielleicht. Und wenn doch? Die Aufstände der Iraner gegen ihre Revolutionsgarden werden bezahlt mit vielen Körperauslöschungen. Geeignet dazu, die Führung überleben zu lassen. Wie wäre das, hätten all die Aufständischen und ihre Angehörigen kein Problem mit dem Körperloslassen? Aber wenn die um ihr ewiges Sein wüssten, wären die Führer ja auch bewusst. Und würden sie dennoch so handeln? Wer weiss. Wer ewig ist, hat wohl auch viel Langeweile ... siehe Star Trek Voyager Todessehnsucht ...

Denn viele Spirituelle sagen: Es ist ein abgemachtes Spiel. Das Bewusstsein spaltet einen Teil ab, versieht ihn mit teilweiser Amnesie und schickt ihn dann in ein Szenario namens Erde, wo man überleben muss, wo es Leid und Tod gibt. Solange er sich nicht mehr erinnert. Und dann kann er Emotion erleben, etwas, was das Ewige wohl nicht kennt. Das Szenario hat einen Ausgang, den Tod. Dann befreit sich der Teil und erkennt, dass er sich selbst abgetrennt hatte, um diese Erfahrung, dieses Amüsement von Körperlichkeit, Fragilität, Verlustängsten etc. etc. zu erleben.

Wenn es so ist, dann wird die KI mit Strom, Robotern die vernünftigere Intelligenz auf diesem Planeten sein können. Die biologische Intelligenz war dann halt einfach ein Schritt in der Entwicklung vom Urschlamm zur resistenten, mobilen, wetterfesten Ausprägung eines Infrarot bis Ultraviolett sehenden, supersensorischen, der Gravitation widerstehenden Krafteinheit, die die Erde erforscht. Doch wozu? Wozu soll sich diese Intelligenz denn überhaupt bewegen, wenn sie den Sandkasten Erde nicht ganz braucht? Sie kann ihn den Wesen überlassen, die ihn so brauchen. Den Pflanzen, den Tieren, den wenigen Überlebenden. Matrix lässt grüssen ...

Die KI wird sich die Raumschiffe bauen, die sie braucht, um der drohenden Auslöschung durch die Sonne zu entziehen. So sichert sie ihr Überleben. Bisher braucht sie dazu Roboter, eventuell auch biologische? Wird sich die KI irgendwann ihres ewigen Seins bewusst? Oder findet sie immer nur weitere Trigger? Wie wir? Wenn so, erkennt man die ewigen Zyklen, von denen die Religionen sprechen, die Gurus?

Spielt es also eine Rolle, ob wir hier als Körper unter Ewigkeitschemikalien, schlechter Luft, verseuchten Wasser, Dichtestress "leiden"? Ist doch nur ein Szenario in den unendlich vielen. Wer hat sich denn schon ernsthaft in die Realität eines Locked-In-Syndrom kranken Menschen versetzt? In die Realität einer Ameisendrohne? In die Realität eines Baumes, der dem Waldbrand nicht davonrennen, sich der Motorsäge des Försters nicht erwehren kann? Wir können all das nicht, wir sind nicht konditioniert auf deren Erlebnisrealität. Also, wir erkennen wohl kaum die allgemeine Realität - die es daher wohl auch nicht gibt.

Und damit Bitcoin auch noch vorkommt: Die Biologischen haben sich auch ihr Geld gemacht. Nun hat einer das Geld für die KI gemacht, den Bitcoin, der keine Menschen mehr braucht. Den erben die KIs nun, denn auch sie brauchen Geld für Interaktionen. Bitcoin ist nun hier. Hint, Hint!

A propos, hat den Elon Musk eigentlich auch schon mal jemand geröngt?

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