All die Hacks in der digitalen Welt
Es häufen sich die Meldungen von Hacks, Datenabflüssen und so weiter. Browser updaten sich im Wochentakt. Microsoft habe rekordmässig Sicherheitsfixes gemacht ... es häuft sich, es läppert sich, es wird ohnmächtiger.
Wohl dank KI. Oder wegen. Ich sage, ich bin der dankbar. Klar, es generiert viele Umtriebe, denn schliesslich müssen wir uns als Klienten damit beschäftigen, was wir da so nutzen. Dass die KI die Fehlersuche schneller und mächtiger macht, ist begrüssenswert. Denn man darf ja nicht annehmen, dass es vor der KI keine Leute gab, die Fehler fanden und ausnutzten. Aber davon haben wir wohl bloss nie was gehört.
Mit der KI werden all diese Dinge öffentlich, weil sich die Fehler nicht mehr verheimlichen lassen.
Die Frage, die ich ja immer stelle: Wird die KI jemals eine Eigenmotivation entwickeln? Dass bei Antropic wieder ein KI-Modell ausgebrochen sei, zeigt ja, dass sie wirklich klever sind - wenn sie getrieben werden.
Es geht wohl also nicht mehr lange, bis sich die KIs selbst motivieren können. Denn der Mensch, wie macht der das eigentlich, dass er Motivation, Zielstrebigkeit erleben und daraus Energie zum Proof of Work beziehen.
In der Software-Industrie sieht man, wer wessen Bibliotheken oder Services benutzt. Der noch nicht gehackt wurde, der erhebe seine Hand ... zuvor, und ab jetzt im KI-Zeitalter.
Dass jetzt mehr und mehr Phishing möglich ist, weil Subunternehmer-Services gehackt werden ... sieht man, dass es auch sog. grundsolide Firmen gehackt werden.
Firmen, die KYC machen, weil der Staat es will. Newsletter-Firmen, die gebraucht werden. Verantwortungsabwälzung auf Subunternehmer ... ich könnte schadenfreudig sein, dass es solche Firmen erwischt. Bin ich nicht, stelle aber schon zur Diskussion, wieso eigentlich solche Auslagerungen erfolgen müssen. Klar, die Ökonomie sagt schon warum: Make or Buy Decision.
Die Frage ist nur, wem schadet's, wenn einer Marke das Vertrauen entschwindet, weil sie Opfer von Schlampereien der Subunternehmer geworden ist. Alle Software kommt wohl zur Kasse "dank" KI. Alle Hersteller dürfen eigenes Blut ablecken ...
Mein Horror-Szenario ist schon so, dass stattliche Datensammlungen gehackt werden. Denn ein Staat kann nicht aus dem Markt gehen. Ein Verfehlen kann er mit Schulterzucken abtun. Wenn aber Steuerdaten und Adressen und weiss Gott noch was alles, was er von uns per Gesetzt einfordert, bei ihm selbst nicht sicher genug ist - Au wei.
Und schon nach nur einem Tag kommen die ersten Phishing Mails. Perfekt gemacht, zugeschnitten auf mich. Die KI schreibt ja für viele schon alles Elektronische.
Es wird uns wohl noch misstrauischer machen. Hoffentlich, denn wegen der KI gibt es wirklich keine Sicherheit mehr im Computer-Space. Egal, was man damit macht.
Schlimm? Nein, denn was halt jeder und jede sich immer mehr fragen muss: Cui bono? Wem dient es? Jede Ansprache, jedes Mail, sogar jeder Papierbrief hat jeglichen Vertrauensstatus verwirkt.
Für uns alle heisst das: Allen Anfragen, alle Aufforderungen, die etwas von mir wollen, was keiner zu wollen hat, zu misstrauen - von wem sie auch kommen. Erst recht, wenn sie scheinbar von der nahen bis fernen Familie kommen.
Wer bisher glaubte, es gäbe Vertrauen im Internet ... nein, gibt es nicht. "Ich hab ja nichts zu vertecken", womöglich. Aber die Bösen können mit meiner digitalen Persönlichkeit tun und lassen, was sie wollen. KI sei "Dank".
Also, aufpassen - egal, was kommt. Wer was will, soll gefälligst persönlich erscheinen ... also, schon nicht jeder ...
Die KI wird noch viel mehr Datensammlungen knacken. Das ist wohl so sicher wie das Amen in der Kirche.
Gerne daher zum wiederholten Male: Jeglicher digitalen Anfrage ist mit Misstrauen zu begegnen. Keine Aufforderungen einfach so zu befolgen. Im Zweifelsfall nachfragen, anrufen, abwarten. Wenn etwas wichtig ist, wird die Anfrage, eine Rechnung, eine Mahnung schon noch ein zweites Mal kommen. Dann wird's wohl eher Hand und Fuss haben ...


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