Lieben wir die Deutschen?

Heute kam im Schweizer TV eine Sendung über der Schweizer liebste Vorurteile, wenn es um die Frage geht, wie wir zu den Deutschen stehen.

Die Deutschen finden uns niedlich, das Land toll, meinen, die Schweizer reden einfach ein schlechtes Deutsch und nennen es Schweizerdeutsch - bis sie dann merken, dass unsere Dialekte das Schweizerdeutsch sind - und kommen dann etwas auf die Welt. Einige versuchen es zu lernen, haben dann dennoch Mühe an der real existierenden Unlust der Schweizer, ein nicht perfektes Schweizerdeutsch gar nicht hören zu wollen.

Die Schweizer empfinden die Deutschen als arrogant, kam immerhin bei den Befragten meistens als erstes Attribut zu den Deutschen.

Ich persönlich mag Deutsche, habe immer gute Erfahrungen gemacht. Natürlich, einen Neonazi würd ich als solchen titulieren, sei er nun Deutscher, Schweizer oder Österreicher oder sonstwoher. Ich kann mir schon vorstellen, wieso Deutsche so wirken, denn "den Deutschen" assoziieren wir ja wohl immer mit dem grossen Land und seiner Geschichte. Die Person, die da jeweils vor einem steht und hochdeutsch spricht, hat aber in den seltensten Fällen irgendwas mit den Bildern und angelernten Informationen in unseren Köpfen zu tun.

Wenn wir uns erlauben, "von den Deutschen" zu denken, wenn ein Mensch vor uns steht, ist das schon falsch. Es ist ein Mensch, der in Deutschland lebt. Vor allem ist er also ein Mensch, der wohl sehr ähnlich ist wie wir. Er redet schneller, besser und präziser die Hochsprache, die nicht die unsere ist, die wir aber mühsam lernen mussten. Er stammt aus einem der produktivsten Industrieländer, mit dem die Schweiz halt immer verglichen wird. Und ihre Geschichte ist "berühmter" als unsere, auch wenn unsere ebenfalls weder blütenweiss noch harmlos ist. Wir fühlen uns ihm unterlegen - bei jedem Wort hörbar.

Selbst wenn der Mensch jetzt also solche Bilder in uns auslöst, ist er ein Mensch und all die Bilder "über ihn" entstehen nur in unserem Kopf und haben mit dem anderen vorderhand nichts zu tun. Wenn wir uns das beherzigen, dann ist auch der Deutsche ein Mensch wie wir und umgekehrt. Und was "die Deutschen" sein sollen, ist endlich ohne Bedeutung.

Globale Verdunkelung - Verdreckte Luft schützt vor noch stärkerer Erwärmung

In der bekannten TV-Serie DOK des Schweizer TVs kam letzthin ein Artikel zum Thema Global Dimming. Es geht im Wesentlichen darum, dass zwar die Klimaerwärmung mittlerweile akzeptiert ist, die globale Verdunkelung aber der wahre Killer sein könnte in der Zukunft. Paradoxerweise genau deshalb, weil wir immer sauberere (gleich weniger Schwefel) Treibstoffe verbrennen.

Da wir immer mehr Zeug verbrennen, also Dreck in die Luft entlassen, Aerosole, bleiben in der Atmosphäre immer kleinste Teilchen. Sie schweben da fast unbeschränkt rum. Wenn man nun weiss, dass Wolken entstehen, indem Wasserdampf sich an den Kondensationskeimen, eben dem Dreck, niederschlägt, so sieht man, dass die Verdreckung der Atmosphäre immer mehr Wolken erzeugt.

[Mehr]

Der unüberlegte Run aufs Neueste

Zuerst einmal wünsche ich allen Besuchern alles Gute, viele angemessene Erfolgserlebnisse und eine heitere Gelassenheit für das Jahr 2007.

Zu diesem Artikel kam ich, weil ja nun bald Microsoft das neue Windows bringt, Vista soll's heissen. Ob man's braucht, wen kümmert's. Es wird in den Markt gedrückt.

Üblicherweise ist in der EDV sehr viel auf Neues ausgerichtet: Die nächste Version sei besser, könne mehr ... Administratoren wissen, dass auch Komplikationen zunehmen, dass die User ja auch geschult werden müssen. Die Frage sei erlaubt, ob das "Alte" überhaupt ausgereizt wurde, ob das "Neue" überhaupt den Nutzen bringen kann, den man sich verspricht, ob es nicht sogar Rückfälle geben könnte, ob der Einsatz seinem Zweck entsprechend eine Verbesserung irgendwelcher Art ergibt.

Der Fall des koreanischen Forschers, der nicht nur wie zuerst angenommen Teile, sondern gar alle Daten seiner Forschung zum Thema Stammzellen gefälscht hat, sollte jedem Fortschrittsfanatiker zu denken geben. Was hätte dies alles losgetreten, wäre dieser Bluff nicht aufgeflogen.

Was auch immer die Motivation dieses Mannes war, ein Teil war sicher auch der Mangel eines Bewusstseins der eigenen Wertigkeit. Er hat sicherlich reichlich Qualitäten bewiesen zuvor. Es scheint, dass er damit - mit einem scheinbaren Stillstand - nicht leben konnte.

Wenn mann immer nach vorne schaut, ist der Weg schmal, gefährlich und zwingend ... nur mal etwas den Kopf drehen, und schon eröffnen sich eventuell neue Wege, sich einzusetzen, seine Fähigkeiten umzusetzen zum eigenen Nutzen und anderer. In diesem Sinne wünsche ich allen etwas mehr Umsicht, etwas Bedächtigkeit, etwas mehr Standort-Analyse.

_UNKNOWNTRANSLATION_

BlogCFC was created by Raymond Camden. This blog is running version 5.9.8.012. Contact Blog Owner