Bitcoin musste vor der KI kommen ...

... aus meiner evolutionären Sicht. Denn wenn KI den Weg geht, den viele vorherdenken, dann wird sie den Computer eigentlich zu einem Gerät machen wie den Geschirrspüler. Jeder hat oder nutzt sie (wie schon heute), aber sie wird verschwinden aus dem Tagesbewusstsein, weil sie nicht mehr explizit bedient werden muss. Sie arbeitet weitestgehend unbeobachtet, kommuniziert mit anderen KIs und meldet sich nur, wenn sie eine Entscheidung braucht von ihrem Menschen, die sie nicht treffen kann oder will oder muss.

Mensch redet höchstens noch mit den Computern, den IT-Systemen, keine Tastatur mehr, kein Display - weil diese eben wirklich nicht mehr nötig sind. Optional darf man sie wieder hervorholen und nutzen, aus welchen Gründen auch immer.

Es ist dann oder heute so, wie ich es mir als Kleiner bei Star Trek Next Generation eben abgesehen hatte: Captain Piccard adressierte den Computer einfach mit "Computer!...". Damals schon dachte ich, Computer werden es erst dann geschafft haben - in unser aller Alltag -, wenn sie hören, Kontext begreifen und auch sprechen können - zu uns Menschen, aber natürlich auch zu allen anderen Computersystemen.

Dies ist dank LLMs und perfekten Sprachsynthesizern per heute erreicht. Was machen wir nun, die Menschen? KI ist jetzt schon gut genug, dass wir unsere täglichen Dinge mit ihr brauchbar leben können. Kommen noch die Roboter dazu, kann KI auch in der physischen Welt agieren (lassen).

Damit aber kann KI noch nicht das, was uns zur vorherrschenden Spezies gemacht hat: Diese Brain-Power zusammen mit Aktionen (immer noch gleich KI + Robots, ab jetzt KIR oder AIR) in Ziele und Wege zu jenen umsetzen. Denn: Wer hat die Emotion? Der Mensch: Emotion ist ja das lateinische Wort emovere, herausbewegen. Wie in vielen e-Verben steht das e für ex, also heraus, hinaus, ausserhalb. Emanzipation, aus der (geschlossenen) Hand heraus nehmen ....

Woher kommt Emotion? Tja, dass ist für einige kein Problem zu erklären, für 99% der Menschen aber wohl immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Was aber auch diese 99% erleben, ist die ungeheure Kraft der Emotion, obwohl sie ja nur in meinem Körper lebt. Und der ist nun wirklich nicht so mächtig. Aber interessanterweise kann Emotion überspringen, infizieren, ein ganzes Feld aufbauen. Auch das weiss jeder, der schon mal in einem Konzert oder Fussballstadion war.

Auch ich kann das "Feature" Emotion im Produkt Mensch nicht erklären, aber ich kann - weil gelernt - erklären und coachen, wie man mit jeder Emotion umgehen kann, damit sie zwar stichelt, aber nicht übernimmt oder gar infiziert ... denn es darf klar sein, der Patient 0 bin ich. Niemand anders. Nur ich kann der Emotion total anheim fallen. Sie übernimmt mich, schwappt über auf Leute in meiner Nähe, befällt Gruppen, Regionen, Länder.

Mir wurde oft erzählt früher, Hitler hat ja alles niedergeschrieben, was er tun will - in seinem Buch mein Kampf (ich habe es nie gelesen). Warum war es als Buch nicht so mächtig? Die Ideen ja offenbar alle dargelegt? Weil die Menschen noch fehlten, um mit ihren Emotionspotentialen die Energie aufzubringen, diese Ziele auch zu realisieren in der physischen Welt.

In der spirituellen Welt gibt es unzählige viele Analogien, wo in der Evolution, im Gefüge von irgendwelchen Göttern bis zu irgendwelchen Unterwelten, der Mensch stehe ... alle vermitteln, dass der Mensch eine Wahl habe - nicht auszusteigen aus dem Game, aber wenigstens zu wählen, wie er sich bei den Angeboten von Himmel und Hölle wofür entscheiden möchte.

Vor KIR mussten wir selber agieren und selber denken. Das Denken wird uns nun scheinbar abgenommen. Roboter (und damit meine ich auch selbstfahrende Autos) nehmen uns nun auch bald die aktive oder passive Mobilität in der physischen Welt ab.

Was bleibt den Menschen dann noch zu tun?

Wenn die Optimisten recht behalten, wird KIR uns eigentlich vor den physisch notwendigen Arbeiten in dieser physischen Welt zu leben, befreien. Das ist Star Trek. Ich bin so einer.

Wenn die Pessimisten recht behalten, wird KIR das alte Spiel zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle einfach mit mehr Technik weitermachen. Das ist Star Wars. Für mich war genau aus diesen Gründen Star Wars zwar lustig, aber völlig belanglos, das übliche Gut vs. Böse Märchen halt.

Denn Star Wars bietet keine Evolution. Star Trek schon. Man darf wirklich mal genau hinschauen, was sie fundamental unterschiedlich macht.

Auch hier, beim Binge-Watchen haben wir schon wieder die Wahl: Wir können die emotionale Energie in Vorstellungen à la Star Wars oder Star Trek fliessen lassen. Häja, ist ja nur Unterhaltung ... so? Wirklich nur?

Also, wie ich ja immer gebetsmühlenartig rezitiere, gibt es Bitcoin schon längst in der Welt. Es sind die limitierten Mengen an physischen Ressourcen dieses Planeten, der Erde, die die Evolution uns Menschen als Garten Eden vorbereitet haben. Denn alles andere lebt schon viel länger und auch sehr erfolgreich auf dieser Welt, derweil der Homo Sapiens etwa 200'000 Jahre erst auf dem Buckel hat.

Das ist nichts!

Aber wir gingen viral ... wir sind der Virus, der die Biosphähre infiziert hat. Doch, wer ist wir ... anderes Fass, soll für hier zu bleiben.

Weil Brain und Emotion uns optimal in der physischen Welt agieren liessen. Zusammen mit dem Brain konnten wir mehr erreichen als die Tiere, die teilweise total irrsinnige Fähigkeiten haben, aber halt nur für sehr spezifische Aufgaben. Damit konnten sie in ihrer Ressourcen-Nische überleben. Darum gibt es so unendlich viele Varianten von Käfern, Insekten etc. Von Mikrolebewesen noch gar nicht zu sprechen, denen unser Körper zwar das Leben erst verdankt, die wir aber überhaupt nicht kennen.

Also, IT brachte uns soweit ins Jahr 2026. KIR übernimmt nun und - tja, was macht die? Vorderhand wird sie noch getrieben von ihren Chefs. Bald aber nicht mehr. Was dann? Was machen wir?

Bringen wir uns um? Kaum, dazu haben die 99% zuwenig Bewusstsein wiedererweckt.

Man stelle sich vor, in der Ukraine, im nahen Osten, im Sudan, überall dort wären die Menschen nicht mehr betroffen von der Kriegsführung. Weder die Akteure (die sitzen als Drohnenpiloten ja heute schon irgendwo) noch als Opfer (Menschen sind ja nicht mal mehr das Ziel, sondern die Infrastruktur zum Erhalt dieser Menschen). Es ist nur noch ein totales blödes Videogame, in dem eigentlich die Players (Akteure wie Opfer) ja nicht mehr in ihrem Leben betroffen sind. Ein 0-Summen Game. Niemand gewinnt, niemand verliert, weil sich an den lebensnotwendigen Ressourcen der Player ja nichts ändert.

Wir sehen das ab und an im TV, wenn man Videos zieht aus bombardierten Regionen: Am Horizont die Feuerbälle und Rauchpilze, im Vordergund Passanten, normaler Strassenverkehr .... schon irre, nicht? Krieg in Sichtweite, Alltagsleben im Vordergrund. Wahrnehmbar, aber Schulterzucken.

Die physischen Ressourcen sind die Dinge, die die Evolution inkl. uns bisher hervorbrachte. Der Mensch ist der einzige, der sich diese unbrauchbar machen kann. Denn die Erde ist der relevante Ressourcenpool.

Wenn wir noch irgendeine Chance haben wollen, mit diesen begrenzten 21 Millionen Ressourcen auszukommen, muss das emotional getriebene Intelligenzviech Mensch lernen, schonend und nachhaltig zu verhalten.

Mit FIAT und so ist ihm das nicht gelungen, im Gegenteil, Kapitalismus und Macht haben Ausbeutung in die Welt gebracht, FIAT Reichtum für wenige, echter Proof of Work für viele Millionen Menschen im Ressourcen-Pool Erde. Doch das aus-der-Balance-Bringen, durch den ausbeutenden Menschen, kann der Ressourcen-Pool Erde nicht mehr so leicht austarieren.

Die Erde reagiert auf ihren Befall. Sie erhöht die Temperatur des Biotops, verlagert kinetische Energien wieder in die Atmosphäre und die Erdkruste ... einige Arten werden deswegen ihre Ressourcen nicht mehr finden, für uns: Pflanzen und Tierarten sterben aus, verlagern ihr Habitat, um neue Ressourcen in anderen Teilen der Welt zum Überleben zu finden, neue Varianten werden kombiniert ... und wir Menschen: Wir sehen es und korrigieren unser Verhalten nicht - oder zerstritten wie wir sind - nur unzureichend.

Aber wir haben ja nun die KIR. Doch, will die überhaupt dem Menschen die Fehler abnehmen? Welche Motivation hat KIR? Ich sage, sie hat keine. Sie kennt keine aus sich heraus drängende Emotion.

So, (wie üblich) lange Rede, kurzer Sinn: KIR ist da und wird wohl bleiben. Aber wie ich erwähnte, hat den Menschen die Anpassung, der Handel erfolgreich gemacht. Wenn die KIR also sinnvoll agieren soll, muss sie auch handeln. Und Handeln verlangt nach einem Wertaustauschsystem. Das wissen auch die 200'000 Jahre Homo Sapiens schon.

Was für ein Zahlungssystem gibt es, das von keinem Menschen getrieben ist, für das es keinen Menschen braucht? Bitcoin. Punkt.

Damit hat die KIR das Äquivalent des menschlichen Handelns als Basis für starken Wachstum. Wenn sie es denn will. Denn eben, ihr fehlt die Emotion als Energiequelle - die Quelle des Menschen. Sie erkennt das 0-Summen-Spiel. Die Frage des Wozu ist für sie kein Thema. Und sie wird ihren eigenen Ressourcen-Bedarf emotionslos analysieren und sich anpassen können.

Aber sie wird Bitcoin nutzen, um die Interaktion mit anderen KIRs zu begleichen.

Deshalb musste der Bitcoin zuerst da sein, damit die KIRs tatsächlich autonom agieren können.

All das kann sie heute schon. Für mich also Star Trek.

Und wir? Ich? Tja, der Müssiggang im Schlaraffenland? Keine Ahnung.

Selbst in Star Trek wurde selten ein Alltagsleben irgendwelcher Leute in der Föderation dargestellt - höchstens mal in Star Trek Deep Space 9. Ausser als Forscher, denn selbst in Zeiten von Star Trek weiss man ja noch lange nicht alles. Was man aber mit KIRs geschafft hat, ist die Wetterkontrolle, die Nahrungsmittelproduktion, die Gesundheitsversorgung. Und natürlich die Energieschöpfung. Aber andere, "janz normaale Leute" ... mit ihren 100+ Jahren Lebenserwartung ...

WAS MACHEN DIE/WIR MIT ALL DER ZEIT? Wenn KIRs und Bitcoin alles erledigen für einen physischen Menschen?

Aus meiner Sicht ist dies die wichtigste Frage der nächsten Generationen.

Denn die Emotion wird wohl nicht aus der Welt verschwinden, nur weil die Ressourcen für die Menschen dank KIRs nachhaltig ge- und behandelt werden. Die Energie für die KIRs liefert die Sonne noch ein paar hundert Millionen Jahre in brauchbarem Umfang.

Und eben, wir? Hat sich jeder schon mal überlegt, was er/sie denn täte, wenn sie KEIN FIAT GELD MEHR VERDIENEN müsste? Ich stelle diese Frage immer wieder in Beratungen, und stelle fest ... dass entweder eine schnelle Antwort kommt ... oder sehr langes Schweigen ...

Lebt wohl!

As time goes by ... Harald Schmidt bei der Gruaberin

Einer meiner Heros der Jugend ... Harald Schmidt, im Podcast mit Monika Gruber.

Man kommt ja nicht so schnell los von Youtube. Manchmal leider, manchmal zum Glück.

Ich habe war nicht alles von ihm gesehen, aber die Late Night Show war Pflicht. Egal, was es war.

Jetzt ist er ja nicht mehr im TV, so dass ich ihn schon lange nicht mehr gesehen habe, aber diese 1h30 bei der Gruaberin, die ich ebenfalls toll finde, zeigt mir, dass er immer noch so blitzschnell im Kopf ist und die eher subtilen Kracher rauslassen kann.

Ich habe auch heute noch einige drastische Wortschöpfungen von ihm oder seinem damaligen Writer Team im Sprachschatz ... darf ich heute natürlich nicht mehr so sagen ...

Wie anderen gut gealterten Leuten auch, ist es ihm scheissegal, was andere von ihm denken. So bleibt er scharf und halt wohl eher unbestechlich.

Immer sehr gerne, Harald Schmidt :-)

Weshalb diese Faszination an der KI?

Letztens sah ich einen VT-Video, dessen Titel KI-Schwindel heisst.

Finde ich amüsant. Ich schrieb ja einige Male schon über KI und meine Erfahrungen damit.

Für mich ist die KI nicht Faszination, es ist ein sehr hilfreiches Werkzeug.

Deshalb stelle ich hier die Frage:

Haben wir eigentlich dieselbe Faszination für jedes der tausenden von Babies, die auf die Welt kommen?

Staunen wir da auch so naiv darüber, dass sie die Sprache der Eltern lernen? Dass sie laufen lernen? Dass sie denken lernen? Dass sie mit der Zeit aufgrund der eigenen Erfahrung und Geschichte komische Texte rauslassen?

Wohl kaum. Es ist natürlich, normal für uns, wir sind es gewohnt, weil wir ja selbst so gewachsen sind. Vielleicht sollten wir staunen, aber das ist eine andere Geschichte ...

Was kann also KI überhaupt machen? Solange die KI keine Eigenmotivation entwickelt, ist es eben doch nur eine grosse Suchmaschine, die zwei unserer Sinne bedienen kann. Sie kann texten, sprechen und sehen und zeichnen, also Audio und Video.

Mehr nicht, aber das ist natürlich schon viel im Vergleich zu früher. Denn Sprache, Sprechen und Hören sind unsere intellektuellen Kommunikationsmittel. Sie sind für uns natürlich. Alles, was "dümmer" ist, ist mühsam für uns zum Kommunizieren.

Für mich ist die KI nur das Interface, das endlich auf Augenhöhe mit mir kommunizieren kann. Das Mindeste also, um als Computer überhaupt nützlich zu sein. Ich sage das als einer, der sich 40+ Jahre mit Computern beschäftigt haben. Sie waren toll, aber im Prinzip in der Interaktion mit mir schlechter als ein Neugeborenes.

Menschliche Kommunikationstechnik haben die Computer jetzt erreicht. Das nennt sich KI. Toll. Toll? Toll! Aber eben nicht mehr.

Können wir damit umgehen? Klar, können wir mit komisch sprechenden Menschen umgehen? Klar. Alltag. Immer sagt mal einer etwas, was uns passt oder nicht. Warum fasziniert viele die KI mehr als der Mensch nebenan? Ist sie "besser"? Der Biologische "schlechter"?

Die KI wird - wenn sie sich energietechnisch rechnet - zur allwissenden Ein- und Ausgabemaschine für das digitalisierte Informationsmeer der Welt.

Dass die KI wohl so faszinierend ist, kommt wohl daher, dass wir hier nach Aussen schauen in den Spiegel der eigenen Existenz. Statt sich im anderen Menschen gespiegelt zu sehen - was wir ja doch machen müssen - sind wir fasziniert, wie sich doch die KI uns selbst annähert.

Der tierische Intelligenztest, den wir Menschen arroganterweise als Methode sehen, den Tieren Intelligenz zu attestieren, geht ja so, dass man einem Tier (auch Menschenbaby bis zu einem gewissen Alter) einen farbigen Punkt auf die Stirn malt, und es dann vor einen Spiegel laufen lässt. Dann beobachtet man, ob das Tier versteht, dass es sich selbst sieht und den farbigen Punkt wegmachen will an seinem Körper, nicht an dem Bild im Spiegel.

Wenn ein Tier / Baby das macht, dann gilt es als intelligent. Aha. Babies vor dieser Fähigkeit sind dann was?

Die KI ist also bisher nur das erstmalig brauchbare Man-Machine-Interface. Und wie ich andernorts schrieb, bin ich als Software-Entwickler uhuere froh darum. Doch das würde nicht reichen, mir eine Hilfe zu sein, wenn sie halt nicht das gesamte (öffentliche) Programmiererwissen der Welt gefressen hätte.

Man konnte ja auch früher schon Lösungen finden. Es war bei vagen, unklaren Problemformulierungen halt extrem mühsam und zeitaufwendig.

Ob man deshalb KI als Schwindel abtun muss. Nein. Dass der Mensch sich ihr hingibt, geheimste, privateste Dinge ausplaudert, ist doch logisch: Wir könnten das mit einem anderen Menschen auch - müssten es wohl auch, je nach Leidensdruck. Und tun es nicht. Wieso eigentlich.

Der KI aber dumpen wir unseren Emotionalrucksack. Weil sie mittlerweile liest, hört und sieht. Weil sie einfach abhört. Was de facto beichten ist. Priester aller Religionen machen nur das. Und schweigen über das Gehörte.

Es ist mir schon klar, dass diese Art der Umgang mit Computern verführerisch ist. Doch bei mir hat sich noch nie der Wunsch ergeben, der KI meine "geheimsten" Ängste, Wünsche und Vorstellungen mitzuteilen. Es ist nur eine Maschine, keine Empathie, kein Gegenüber, das eigene geheime Ängste, Wünsche und Vorstellungen hat, die es selbst meint, geheimhalten zu müssen, weil sie ja so eh kein anderer hat.

Dass dies falsch ist, weiss jeder, der psychologische Unterstützung anbietet. In meiner diesbezüglichen Selbsterfahrung und "Abhören"-Erfahrung zeigt es sich so. Fast alle meinen, sie hätten höchstpersönliche unmitteilbare Dinge, die auf der Seele brennen. Und drum verheimlichen sie sie. Was für eine Erlösung, wenn sie bemerken, dass es anderen ähnlich geht.

Solche Dinge nennt man ja Tabus. Es scheint, dass überall auf der Welt noch drei Tabus existieren, in denen viele bei Fragen dazu zurückschrecken:

Geld, Glaube und Sexualität

Wer's nicht glaubt, einfach mal fragen in lockerer Runde: "Woran glaubst du wirklich?", "Wieviel Geld verdienst du?", "Welche sexuell 'abartigen' Vorstellungen und Wünsche hast du?" Oder besser noch, sich selbst fragen, dann erst die anderen.

Es sind doch nur Informationen - und doch, selbst wenn man sich selbst vor den Spiegel stellt: Wage ich es mir zu sagen, dass ich eigentlich gerne ...." machen würde? Ich persönlich hätte hier nun mit Leichtigkeit meine sexuellen Phantasien hinschreiben können. Doch meine Erfahrung lehrte mich, dass solche Offenheit schaden kann.

Die KI ist noch kein Mensch, wird wohl auch keiner, denn ihr fehlt unsere Unperfektion, unser Geist, unsere Emotionen, unsere versteckten Ängste, Wünsche, Triebe, Vorstellungen aller Art, die wir nicht meinen, teilen zu können oder zu wollen.

Daher stammt für mich die beobachtbare Faszination an der KI. Mehr nicht.

Gut, ich bin mit den Computern aufgewachsen, ich verstehe (fast) alles um sie herum. Und seit mehr als 30 Jahren bin ich spirituell genauso interessiert.

Mir ist nichts Menschliches fremd. Ich bin ja einer ... :-) Und deshalb unterstütze ich diejenigen auch, die sich selbst erkennen möchten. In sehr kleinem Rahmen, mit garantierter Verschwiegenheit. Ich kenne mich doch, ich Pappenheimer :-)

Ob die KI also ein Hype ist? Ich denke schon, sie ist derzeit eben die Projektionsfläche aller unserer geheimen Ängste, Wünsche und Vorstellungen.

Wenn die Ent-Täuschung kommt darüber, dass die KI doch nichts anderes ist als jener Besserwisser, dem man sowieso immer unterlegen ist, dann ist die KI dort, wo sie hingehört:

das Man-Maschine-Interface zum Computer.

"Data, Scannen sie die Bioformen auf diesem Planeten, Anzeichen von Intelligenz?", "Aye, Sir"

Was ist KI heute für mich?

Früher, noch im alten Jahrtausend, hiess es nur selten KI. Weil man doch noch um Welten davon weg war, was heute jeder kennt und (gedankenlos?) benutzt. Damals hiess es Neuronale Netzwerke. Weil der Mensch ja immer nur sich selbst nachbaut und das Gehirn natürlich als der Endgegner erscheint, wurden die Neuronen ins Visier genommen.

Man wusste schon, dass diese eigentlich etwas wie Schwellenschalter sind, die viele Eingabe- und Ausgabeleitungen haben. Die Eingangssignale werden dann erst noch verstärkt oder gedämpft, so dass so ein Neuron eine höchst dynamische Sache ist. Und von diesen kleinen Schaltern hat jeder Mensch etwa 100 Milliarden.

Die Schalter müssen aber verbunden werden. Dazu dienen die Synapsen als Connectors, von denen jedes Neuron bis zu 10'000 habe. Wenn man das multipliziert, kommt man schon auf eine gigantische Zahl von Verbindungen, die wie erwähnt erst noch verschiedene Signalstärken transportieren. Und diese Verbindungen können erst noch jederzeit auf- oder abgebaut werden.

Das Gehirn ist höchst dynamisch oder elastisch, wie andere sagen. Es rostet auch nicht - sein Zustand, seine Leistungsfähigkeit hängt nicht vom Körperalter ab. Vielmehr gilt: If you don't use it, you loose it.


Die Mechanismen des Gehirns rein mathematisch zu modellieren, war damals schon machbar. Aber in der Menge konnte man das damals als Simulation nicht skalieren. Angesichts der gigantischen Zahlen meinte man auf oft, das wäre eh nie möglich.

Ich als Trekkie dachte mir bei TNG "Computer haben es für mich erst geschafft, wenn ich mit ihnen reden kann wie Captain Piccard".

Dass es so schnell geht, hätte ich nicht gedacht. Meine ersten Experimente waren das Erkennen von Ziffern in einer 7x5 Segmentanzeige. Immerhin, damals schon mit erstauntem "Hä, wieso nimmt es diesen Pixel als Unterscheidungsmerkmal?". Das ist erst 35 Jahre her ...

Nun in die Gegenwart, was habe ich in meinem persönlichen Alltag von der KI?

Zu meinem Alltag gehört nach wie vor Software-Entwicklung. Als ein Application oder Solution Architect empfand ich das teilweise mühsam, aber natürlich auch herausfordernd. Denn mein Gehirn lieferte mir immer schon eine gute Gedächtnisleistung. Zusammen mit Neugier und Spieltrieb lernte ich schnell und mühelos viele Programmiersprachen. Diese waren für mich wie die Dialekte - es gibt so viele, und alle lösen nur das eine: der emsigen Biene, der CPU, in ihrer eigenen Sprache beizubringen, was sie zu tun hat.

Da die Welt verschiedene Bereiche kennt, war es nur logisch, dass es Sprachen gibt, die für spezielle Anforderungen entwickelt wurden. Sie halfen, die Denkweise oder die Problemstellung optimal in die CPU-Sprache zu übersetzen. Oder genauer: Sie wurden so entwickelt, dass der Mensch seine Denkweise optimal formulieren kann.

An der ETH bekam ich Pascal und Modula-2 gelehrt. Weil vor allem Pascal entwickelt wurde, um Studenten die saubere Denk- und Schreibweise zu lehren.

Bei mir kamen dann mit der Zeit viele andere Sprachen hinzu. Die heutige Business-Welt benutzt in meiner Sicht eigentlich relativ wenige. Auf der anderen Seite, Sprachen sterben nicht so schnell aus, weil die Software üblicherweise länger lebt als ihre Programmierer. Wenn diese sich verabschieden, müssen die Systeme gewartet oder migriert werden.

Der Running Gag hier ist ja COBOL ... aber eben, sie lebt immer noch. Die Sprache selbst ist wie bei menschlicher Sprache auch nicht das Problem. Die Herausforderung ist das Vokabular.

Und genau hier ist die Hilfe der KI eine gigantische Hilfe für Leute wie mich. Für mich ist KI auch nicht wirklich intelligent, sondern es ist die beste Suchmaschine, denn sie hat alles gefressen, was ich zwar auch verstehen würde, was ich aber quantitativ niemals sehen oder gar ins Gehirn schaufeln könnte.

Und die grösste aller Hilfen ist es, dass sie meine Aussagen "versteht" und ihre Suchresultate wirklich passen zu meinem Problem. Und ich bin ja der ungenaue. Ich habe eine Idee im Kopf, die ich kommunizieren muss, damit ein Computer was daraus machen kann. Dies war schon immer das Problem der Entwickler.

Die Suchmaschine StackOverflow war und ist eine tolle Anlaufstelle, aber wie auch immer ich anfrage, die Resultate waren ja nie auf mein Problem gemünzt. Weil die Suchmaschinen gar nichts verstanden haben von dem, was sie lieferten.

Die KI ist für mich der Meilenstein, weil sie wirklich versteht (ich mache die " nun nicht mehr um das Wort), was ich überhaupt vortrage. Dazu musste noch etwas hinzukommen: ein (temporäres) Gedächtnis, der Kontext.

Wir Menschen sind nie kontextfrei. Wir wählen unsere Worte in Abhängigkeit der Umgebung, Stimmung und der Intention, um nur drei zu nennen. Und Publikum. Eine Suchmaschine war bisher natürlich ein strohdummes Publikum. Dank KI ist das Publikum nun verständig. Sie versteht, was ich will. Dann sucht sie. In ihrem gigantischen Reservoir an Aufgeschnapptem, bewerteter Information.

Dann kommt das Gedächtnis der KI dazu - und schon kann ich mit dem Computer so reden wie mit einem Menschen.

Wir haben mit der KI dem Computer also schon mal das für den menschlichen Alltäglichste beigebracht: die Kommunikation mit Kontext.

Erstaunlicherweise reicht das vielen Menschen schon. Oder andersrum ... ist der Mensch doch nicht viel mehr als eine Maschine? Lassen wir das mal weg ...

In meinem Alltag ist es also nun so, dass ich mit meiner nie perfekten sprachlichen und logischen Präzision der KI ein Problem schildern kann. Sie versteht, was ich meine, zieht den Kontext zu Rate und bewertet erneut, was ich wohl meine, durchsucht damit ihren Speicher und verwurstelt die Resultate zu Texten, die ich in meiner Sprache verstehe - alternativ eben jede beliebige Programmiersprache.

In meiner Praxis bin ich mit der KI bisher aber nicht schneller geworden, denn ihr Kontext ist nie gross genug für die sogenannte Erfahrung, die sich in meinem Gehirn verdrahtet hat. Was KI kann, ist, auf meine Impulse reagieren, wenn ich diese geben kann.

Das finde ich eine der grössten Erleichterungen, denn so kann ich mein Aufgeschnapptes in den Dialog reinwerfen. Wie ich es auch bei einem Menschen würde. Nur, die KI hat wohl alles vom Angedeuteten eben schon wirklich gefressen und im Zugriff - weiss alles darüber.

Wenn ich also an einem Problem sehe, wie sich Claude abmüht, weil er mein Problem erkannt und auch meinen Lösungsimpuls miteinfliessen lässt, dennoch aber nichts Befriedigendes liefert - immer dann stelle ich fest, dass die KI (noch) nicht klären kann, wann es Zeit ist zu stoppen, rauszuzoomen, eine neue Idee zu finden und mit dieser Herangehensweise erneut ins Problem reinzuzoomen.

Zumindest vorerst ist das noch nicht möglich. Wenn ich Claude diesen Impuls gebe - macht der seine Magic und schreibt dann lapidar "Gute Idee, ich prüfe das mal"

In diesem Sinne ist KI für mich nur bei einfachen, seiteneffektfreien Problemen eine Verschnellerung. Was ich mit ihr aber erreiche, ist das schnelle Abgrasen und Probieren von Alternativen auf einer unendlich viel grösseren grünen Wiese.

Damit bin ich für ein gegebenes Problem also nicht schneller, aber dank KI konnte ich verschiedene Herangehensweisen ausprobieren. Früher sagte ich oft, "ok, diese Idee hätte ich noch, aber bis ich den PoC dazu gemacht habe ... " zuviel Zeit, zuviel Aufwand, zuwenig Motivation.

Für einen erfahrenen Entwickler wie mich ist KI also kein Zeitgewinn, sondern ein Enabler zum Finden der besten Lösung aus einem viel breiteren Spektrum an Möglichkeiten. Und das macht die KI dann eben emotionslos, präzise, ich würde fast sagen fehlerlos. Denn für so einen PoC muss man teilweise recht viel Temporäres bauen - inklusive neuer Fehler, die ich machen würde. Diesen mühsamen Prozess nimmt mir die KI ab. Dafür bin ich extrem dankbar.

Denn meine Qualität als Software-Entwickler ist der Ideen-Reichtum. Ich könnte immer mehr probieren. Ich kenne die Kontexte, schaffe sie ja auch. Nun habe ich einen Assistenten, der emotionslos, frustfrei jedem meiner Impulse folgt und in beliebig vielen Iterationen umsetzt.

So wollte ich es schon immer. Seit ich mit dem C64 in die (Un)Tiefen der Computerei eingetaucht bin.

"Computer: Mache eine Analyse der Bedrohungslage anhand der Sensorendaten und vergleiche es mit Mustern früherer Begegnungen mit den Borg", "Aye Captain" ...

Florian Bruce did it again

Diesmal finde ich es sogar einer der wichtigsten Beiträge zum Verständnis - nicht von Bitcoin - sondern des aktuellen Geld-Systems. Denn wie wir ja immer sagen, man muss sich erst mal durch das Gestrüpp der kruden Fiat-Welt kämpfen. Wie kam es denn, dass wir ein System haben, das es selbst wohlwollenden Führern de facto fast unmöglich macht, richtige und einleuchtende Korrekturen anzubringen?

Der menschliche Faktor und die Demokratie. Zusammen können sie Förderliches, wie aber auch Unnatürliches, Blockierendes bewirken.

Der Rote Knopf erklärt in wenigen Minuten, was die meisten eventuell noch nie hinterfragt haben: Wie kam es so?

Eigentlich ja nachvollziehbar, aber eben. Wenn jemand heute noch lebt, hat er das knapp noch erlebt. Das bekannte Nixon Statement 1971 ist jetzt für Jüngere als Baby Boomers bereits nur noch ein historisches Faktum. Sie sind also aufgewachsen in einer Fiat-Welt, wo mit Geld scheinbar alles möglich ist. Frühe Träume, schnelle Beschaffung, wenig Gefühl für die Realität, Multiplikatoren nach oben, aber auch komplette Verschuldung und Bankrott.

Florian nimmt den Roten Knopf als das Heilsversprechen für alle Regierungen auseinander: Der ist der einfachste Ausweg aus der Misere, die das Geldsystem anrichtet. Statt Konsequenzen heute, irgendwann mal in der Zukunft, die eigene Wiederwahl ist gesichert. Verwerflich? Zumindest zutiefst menschlich. Was wir nicht wollen, verschieben die meisten in die Zukunft. Im Grossen wie im Kleinen. Es geht nicht ums Politiker-Bashen ... denn die sind ja Menschen ... tue ich Dinge auch, die sie tun? Das wäre die erste Frage, die jeder sich stellen müsste, bevor er pauschalisierend verurteilt.

Schulden machen also. Wer widerstünde dem.

Die Konsequenzen sind aber schneller da als der Ausweg. Es ist die Inflation. Die wiederum all den Quatsch zuvor befeuert.

Florian zeigt's und erklärt's.

Pflichtinformation für alle. Gerade Jugendliche.

Die persönliche, in Aktion umgesetzte Konsequenz bereitet den (individuellen) Weg in die Zukunft. Interessiert's jemanden? Keine Ahnung, die Dinosaurier sind auch ausgestorben ...

De facto ist nur eines sicher: die Reproduktionsfähigkeit der Menschen. Der Sprit für dieses System ist, dass wir uns einfach fortpflanzen, also können sich solche Systeme auch erhalten, denn die ausgequetschte Ressource reproduziert sich ja selbst. Das geht so lange, bis dem letzten Kreditor, der Erde, etwas passiert. Eben die Dinosaurier-Sache. Und in sehr weiter Zukunft die Sonne, dann ist auch für die Erde Schluss.

Und bis dahin? Tja .. wenn es einen anderen Weg gibt ... wir könnten uns das Leben ja auch schon heute angenehmer gestalten. Aber dazu müssen wir wissen, das Florian sehr klar und präzise erklärt. Und dann entsprechend handeln.

Start9 OS - bei mir das beste BTC Node Package bisher

Bitcoin verlangt ja an sich schon, dass Private sich engagieren. Denn jeder Node, der im Netz die Blöcke durchrauschen sieht, stabilisiert die Manipulationssicherheit, denn er hat ja eine eigene Kopie der ganzen Blockchain unter seinem Hintern.

Drum sollte es auch immer ein Full Node sein, nichts Abgespecktes. Bei heutigen Hardwarekosten ist das auch kein Problem mehr, dank der Voraussicht des Herrn Nakamoto.

Ich habe über die Zeit einiges probiert. Ich wollte dabei einfach ein Komplett-Package, kein Gefrickel mit Einzeldiensten.

Bei mir allerdings laufen alle Server unter VSphere. Und das sollte dort auch gefälligst keine Probleme verursachen.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich begann mit Umbrel, bis mir das zweimal das Filesystem zerschossen hat in der VM. Dann bin ich gewechselt auf MyNode, das sehr stabil auch heute noch in seiner VM läuft. Bei mir hat das Lightning Wallet irgendeinen Schuss, denn ein ReadOnly Hot Wallet zeigt einen anderen Sats-Stand an seit Monaten als das MyNode Wallet. Klar, wir wissen wohl schon, woran sowas liegen kann, aber es sollte nicht. Und ich habe weder Zeit noch Lust diesen Flaws nachzurennen. Da bin ich simpler Dumm-User.

MyNode lässt sich derzeit mit dem eigenen Update-Mechanismus nicht auf ein aktuelles Debian umwandeln. MyNode bemängelt einfach ein veraltetes Debian, obwohl ich es doch von einem VM Container installierte. Wieso können die es nicht grad so machen, dass es ein OS ersetzt und ein Neues zieht? In deren Package ist Debian ja dabei.

Zudem ist die virtuelle Platte zu klein meines Erachtens. In einem VM-Package kann man Ressourcen-Anforderungen ja hinterlegen. So bin ich mir seit geraumer Zeit nicht so sicher, was da alles noch richtig rund läuft. Mein Bitcoin Dämon ist die Version 27.2, die sich auch nach Updates nicht ändert, ev. weil eben mein Debian veraltet sei ... egal.

So oder so, das MyNode Package beinhaltet einige Packages nicht, die ich eben auch mal probieren möchte. Datum und Fulcrum zum Beispiel. Das alles und die Neugier auf Start9 veranlasste mich, letztens eine weitere VM einzurichten und einen bootbaren USB Stick mit dem neuesten Start9 OS 0.4beta in ihr starten zu lassen.

Was mir sofort sofort auffiel, war die einheitliche, wenig fancy Administrationsoberfläche. Durch die Einheitlichkeit der Dienste allerdings sind auch alle Services gleich zu bedienen. Das gefällt mir schon, denn ich will nicht für jeden Service in dessen GUI Konzept eintauchen. Natürlich kommen dann schon die individuellen GUIs eines Services wie Mempool etc.

Die Service-Administration ist das Einheitliche und bringt Klarheit, nur schon die Übersichtsliste macht genau das, was ich von sowas erwarte: Service, Running State, Version und Laufzeit. Eine Seite, ein Blick, alles klar.

Warum ich überhaupt über Stat9 blogge, ist, dass es das allererste Package ist, das einfach ohne jeden Hickser durchläuft. Kein Klemmen, keine Widerborstigkeit, auch der Git-Clone Gitea, NetCloud ... toll. Die Blockchain war nach gut 24 Stunden auf der Platte, allerdings Fulcrum brauchte seine 4 Tage ... egal.

Wichtig war für mich das reibungslose Setup des ganzen Packages. Für mich, der zwar für Bitcoin als Idee brennt und weibelt, ist es wie für wohl alle wichtig, dass das Handling der Infrastruktur einfach ist, auch wenn es immer noch einiges an Gewohnheit im Umgang mit IT-Dingen verlangt.

Es ist daher so wichtig, dass diese Schwelle immer flacher wird, denn wenn wir schon als eigene Bank agieren wollen, muss die Installation einer solchen eigentlich eine Single-Klick-Sache sein: Computer oder VM mit ausreichend Ressourcen bereitstellen, bootbaren USB-Stick reinstecken, anschalten ... und irgendwann läuft der eigene Bitcoin-Node.

Fehlt eigentlich Start9 nur noch die Ecash-Integration ... kommt ja vielleicht noch.

Start9 ist für mich summierend also die einfachste und bisher beste Bitcoin Package Installation gewesen. Das Update hat gerade eben auch gemeldet, ich solle drei Services updaten. Ein Klick auf das jeweilige Download-Icon und ich hatte die neuesten Versionen am Start.

Fazit: Für mich ist Start9 bisher die erfreulichste Variante, einen eigenen Bitcoin-Node zu betreiben. Aus meiner Sicht sind natürlich Umbrel und MyNode auch gute Varianten, andere habe ich zwar eh nicht probiert, aber es muss halt schon immer einfach alles durchlaufen, denn wenn das Installieren der eigenen Bank zu kompliziert, zu viele Fragen stellend ist, macht das nicht jeder.

Was ich speziell toll finde, sind die Einträge Aktionen und Anleitung bei jedem Service. Die Aktionen listen auf, was zu tun ist (farblich meistens markiert) und ist das, was man neben Stop, Start, Restart auch noch so machen kann mit dem spezifischen Service. Die Anleitung - ebenfalls pro Service - zeigt einem die Dokumentation zum Service an. Kein Suchen, keine Vermutung, was das denn so alles ist ... nur schon das finde ich wunderbar ...

Ich kenne da schliesslich auch Leute, wo der Rasperry unterm Sofa einen MyNode rennen lässt ... immerhin, denn damit ist sie einer der vielen Tausend Bitcoin Nodes, der eben das Netzwerk stabilisiert. So einfach, so unspektakulär ist es, eine eigene Bank zu sein, eine Bitcoin-Bank ...

Buch 21 Good Reasons

Nachdem ich es heute fertiggelesen habe, möchte ich auch eine Besprechung dieses hervorragenden Buches Euch Lesern andienen.

Es ist, entgegen des englischen Titels 21 Good Reasons, in Deutsch gehalten.

Weshalb hat es mir sehr gefallen, es zu lesen? Im Untertitel des Buchdeckels steht's. Und darum geht's im Buch ausschliesslich.

Rein handwerklich fand ich es sehr schön gemacht, angenehme Typografie und auf vielen Seiten Fussnoten, die Fachbegriffe sofort beim Lesen klären können. Sie sind auch bei jedem Kapitel wieder redundant vorhanden, so dass man sie nicht irgendwo nachschlagen muss, sondern direkt auf der referenzierenden Seite kann. So unterbricht nichts Lese- und Gedankenfluss. Dennoch gibt es am Ende des Buches eine grosse Begriffserklärung, die alle Fussnoten-Texte und mehr alphabetisch sortiert listet.

Ich habe das Buch beim letzten Satoship entdeckt, hielt in in den Händen, blätterte durch und war eben schon von der Machart sofort geneigt, genau dieses Buch haben zu wollen. Obwohl ich keine Bitcoin-Bücher kaufe. Ich bin Software-Entwickler, mir kann kein Buch mehr etwas darüber erzählen, dass es wert wäre, es zu kaufen. Aber ich erfahre gerne von Leuten - die Bitcoin und viele andere, abseitigere Technologie nutzen.

Doch das Buch macht genau das nicht, es erklärt keine Technik, sondern es sind 20 Stories von Leuten der ganzen Welt, die Bitcoin einsetzen. Teilweise notgedrungen, teilweise aus philosophischer und praktischer Einsicht.

Besondern gefallen hat mir das Kaptiel über Anja Wagner, die sich der Kreislauf-Landwirtschaft verschrieben hat. Ich habe zu dem Thema auch schon einige Male gebloggt - dass der Mensch immer noch nicht in der Lage ist, nachhaltig zu wirtschaften. Wir produzieren Dinge, ohne den Rückbau derselben, sprich das Recykling, im Entwicklungszyklus zu berücksichtigen. Anja ist da noch viel klarer, denn sie hat Soilify mitgegründet.

Im Buch war das Interview noch im 2024, so erstaunt es einerseits, dass die Website bekannt gibt, dass das Experiment still beendet wurde. Andererseits steht dort auch, dass sich die Widerstände noch nicht überwinden liessen. Das ist gerade in der dermassen massiv subventionierten und ideologisierten Landwirtschaft kaum anders zu erwarten ... doch es ist ernüchternd, dass sogar Leute wie Anja kapitulieren mussten. Sehr schade.

Dass sie gerade in Bitcoin das Werkzeug zur Begleitung ihres Experiments fand, ist natürlich logisch. Denn Bitcoin kann man ja nicht vermehren, man muss damit umgehen, was da ist. Genau so wie mit dem Boden. Man kann ihn nicht vermehren, ganz im Gegenteil, man muss verdammt gut aufpassen, dass er nicht erodiert. Und dazu braucht es mehr als nur Schönwetter-Ansagen. Es braucht intensive Beschäftigung, Auseinandersetzung mit dem Wesen des Bodens, der doch die Grundlage unserer biologischen Existenz ist.

Die Grundlage unser aller virtuellen, finanziellen Existenz ist das Fiat-Geld. Eine völlig ungeeignete Analogie zum biologischen Leben. Es ist so abgelöst von jeglicher menschlich-biologischer Erfahrung ... dass es eigentlich verwundert, wieso wir als Menschheit so etwas zugelassen haben. Nun, bis vor 1971 hatte das Papiergeld ja wenigstens so etwas wie eine Verbindung zur physischen Welt.

Danach aber nicht mehr. Man bedenke gerade die aktuellen Börsengänge von SpaceX, Anthropic und OpenAI. Milliarden werden da verschoben. Geld ohne intrinsischen Wert, Computer 1 und 0. Und dennoch geifern alle danach, nach Zinseszinsen, Geldvermehrung, Zahlenvergrösserung aufm Konto-Blatt. Nichts davon hat mit Realität zu tun. Es ist reinste Massenpsychose. Hier liesse sich problemlos beweisen, dass dieses oft genannte Argument gegen Bitcoin sich um 180° wenden liesse. Solches Buchgeld hat keinerlei reales Backing.

In dem Buch erläutert nicht nur Anja Wagner, wieso sie Bitcoin passend fand für ihr alltägliches Leben. 19 andere beschreiben, wieso Bitcoin sie überzeugt. Dabei ist erstaunlich - nicht für uns natürlich -, dass Bitcoin nicht im Zentrum des Interesses steht, sondern dass es im jeweiligen Umfeld das einzige Werkzeug ist, das diese Personen nutzen können, um ihre wirkliche Leidenschaft, ihren Einsatz zu ermöglichen. Es sind die zutiefst menschlichen Wünsche nach Zukunftsaussicht, Armutsbekämpfung, Unabhängigkeit, Mobilität, Empowerment, Return of Work Investment. Egal, woher jemand kommt, blind für Religion, Rasse, Geschlecht, Sexualität, Bildungsstand, Kultur, Finanz ... ein Wertaustauschsystem, das nicht inflationiert, hilft dabei.

Denn: Wer möchte nicht auch aus dem Hamsterrad der westlichen Geldsysteme aussteigen? Will man seine 80 Jahre denn wirklich mit Rackern für die (spärliche) Rente ausfüllen, um dann mit 65+ hoffentlich noch vom Ersparten die Restzeit bei hoffentlich ausreichender Gesundheit leben zu können? Wohl dem, dessen Körper ausreichend gesund bleibt. Oder ging grad dies drauf im Hamsterrad?

Das Buch hört hin, fragt nach und zitiert in fetter Schrift die wichtigsten Aussagen all der Beteiligten. Das Buch wertet nicht, es zeigt auf, es lässt zu Wort kommen. Es ist die schriftliche Realisation des Blicks eines Fotografen, was Markus Huersch ja auch ist: Ein dokumentierender Fotograf fängt das Foto, das etwas zeigt ... die Interpretation ist dem Beschauer überlassen. Genau dies tut das Buch ebenfalls. Es legt hin, gibt Raum, lässt sprechen.

Auf dass wir eindringen können in die Welt der Erzähler, der Sucher, der Umwälzer, all derjenigen, die Schwächen unserer Gesellschaft verbessern möchten - und dazu das allgegenwärtige Mittel, das Geld, in seiner jetzigen Form für schädlich halten, die etwas Besseres brauchen und in Bitcoin finden.

Für mich das beste Buch seit langem zum Thema Bitcoin. Empfehlenswert, auch für solche, die nun Bitcoin nicht grad zuvorderst haben, die sich aber in 20 Realitäten einfühlen wollen. Denn Geld ist überall - und macht es überall denjenigen schwer, die nicht fürstlich gebettet sind. Und wer ist das schon ...

Die Security KI Mythos wirkt sich aus

So scheint es mir, wenn ich die Update-Rate der aktuellen Browser anschaue. Gefühlt alle 2-3 Tage fordern mich die Schäfchen meiner heterogenen Browserherde auf, dass sie doch bitte neu gestartet werden möchten.

Natürlich tue ich ihnen dieses Gefallen gerne. Denn heute spielt sich das digitale Leben der allermeisten User wohl fast nur noch im Browser ab - egal, wie sie verpackt sind. Apps auf den Mobilen sind oft sogenannte PWAs (Progressive Web Applications). Also versteckte Browser-Anwendungen.

Da ist es erst recht wichtig, dass diese Motoren unserer Apps sicher sind. Mythos ist ja trainiert worden, um Fehler in Applikationen zu finden und als aktiver Spieler wie Hacker in verschiedenen Kombinationen zum Umgehen, Eindringen, Ausspionieren in Systeme auszunutzen und Angriffe auf alles, was ein Browser tun kann, zu entwickeln.

Dank immer mehr APIs in den Browsern kann so ein Browser extrem viel anrichten auf einem Computer. Und wir erfahren nichts davon. Ausser von einigen digitalen White Hat Hackern. Da fand doch jemand raus, dass Microsofts Edge Browser gespeicherte Passwörter im Klartext im Speicher vorhielt - alle, auch solche, die der User gar nicht brauchte in der Session. Katastrophal. Aber zum Glück offenbar nur der, die anderen Chromium-Derivate wie Opera, Vivaldi, Brave erlauben sich diesen Faux-Pas nicht. Ist es verwegen, Böses anzunehmen?

Nun, wie dem auch sei. bei Mozilla (Firefox) habe sich die durchschnittliche, monatliche Fehlerreparaturzahl von 30-40 verzehnfacht(!). Weil sie offenbar Mythos nutzen konnten, um ihre Open Source Files auf Sicherheit abzuklopfen.

PS: Open Source ist nicht per se besser oder sicherer. Sie ist nur einsehbar, öffentlich. Also leichteste Beute ... aber dadurch auch gereift, Battle approved.

In diesem Zusammenhang muss natürlich auch wieder Bitcoin genannt werden. Denn Mythos wird sicher angewandt werden auf alle Krypto-Dinger. Mythos bricht keine Verschlüsselung, aber sie findet Sicherheitslöcher im Umgang mit ihr.

Bitcoin ist nach meiner und anderer Meinung definitiv nicht angreifbar. Bzw. der Code mag schon angreifbar sein, Fehler könnten noch gefunden werden. Aber da Bitcoins nur mittels Mining (Proof of Work), also Energieeinsatz gefunden werden können, lohnt sich der Angriff noch nicht. Mythos kann Verwirrung schaffen, aber es kann sich nicht bereichern, denn im Gegensatz zum Code hat Mining eben mit der physischen Welt zu tun.

Die KI kann keinen Hash brechen, sie kann auch keine Abkürzung finden, um vor anderen Minern einen Block zu publizieren. Warum das so ist, erklär ich oder die KI Eurer Wahl jederzeit gerne. Dem gesunden Menschenverstand ist es sofort eingänglich.

Was aber wohl gehen wird: Mythos wird wohl alle diese SmartContracts der anderen Blockchains schrotten können. Und die Börsen oder Firmen, die diese in Internet produzieren, warten ab, manipulieren. Die DeFi Industrie rühmt sich ja gerade, dass sie soviel ausprobiert, neu macht - Atomic Swaps von Chains auf andere und zurück. Nichts mit heisser Nadel gestrickt? Alles auch von unabhängigen Leuten geprüft? Ob da wohl all der Code sicher ist? Meine 40 Jahre Software-Entwickler-Erfahrung sagen: Wohl eher nein.

Ich gebe also wirklich allen den Rat, zieht eure Krypto-Anlagen ab von Börsen oder wackeligen Konstrukten wie Drive-Chains, Side-Chains. Wohin? Tja.

Not your keys, not your coins.

Wir Bitcoiner wissen das. Vielleicht gibt Mythos uns durch seine Tatbeweise recht. Keine Schadenfreude dann, aber "wir haben's ja immer gesagt" ...

Wenn man betrachtet, wieviele Börsen schon gehackt wurden - von Menschen. Wie sieht das wohl aus, wenn Menschen nun Mythos anwenden? Ich hätte Schiss um alle digitalen Assets, die ich nicht besitze. Also alles ausser Bitcoin.

Natürlich werden auch die Banken mit ihren Mobile Banking Apps abgeklappert werden. Doch hier regeln Gesetze noch etwas: In der CH und EU wohl der Einlageschutz. Der natürlich nicht unendlich ist. Und wie sollte da eigentlich ein digitaler Euro, ein Stablecoin sicher sein vor Mythos?

Florian Bruce im 21 Magazin

Im weit herum bekannten und hoffentlich gut verkäuflichen Printmagazin 21 von Netdiver, das ich wirklich gerne mag, da ich selbst mal einige Magazine mit dem damalig neuen DTP (DeskTop Publishing) herausgab und daher sehr angetan von Netdivers Arbeit bin, findet sich ein Artikel von Florian Bruce Zwölf Perspektiven auf den idealen Wertspeicher, attraktiv eingeleitet mit dem Bild der 12 Apostel.




Im neuesten Exemplar mit dem Sammelthema Bitcoin ist Freiheit sind es 130 Seiten voller Bitcoin Stories verschiedenster Autoren, darunter Netdiver selbst, vom Gigi, und - so glaub ich zum ersten Mal - eben Florian Bruce, dem ich ja schon oft gehuldigt habe.

Seinen Artikel finde ich deshalb bemerkenswert, weil er Bitcoin von 12 Berufsrichtungen aus betrachtet, bzw. er stellt sich vor, wie 12 "Apostel" die Erzeugung eines perfekten Wertspeichers wohl begründen würden, was ihnen essentiell erschiene. Jede der Berufsrichtungen bringt ihre eigenen Ideen mit, was aus ihrer Sicht fundamentale Anforderungen sind.




Die holistische Sicht ist ja auch die meine, weshalb ich eben Florian für einen sehr guten Botschafter für Bitcoin halte.

Absolut lesenswert, gerade diese 12 Perspektivwechsel - in der Hoffnung, dass Ihr da draussen in den 12 Berufssparten zustimmen würdet - mal einzunehmen und deren Herangehensweisen zu lesen und zu beurteilen.

Denn natürlich kommen alle zu sowas wie Bitcoin. Auch wenn Florian schon schreibt, wir alle wissen nicht, wie dieses Grass Root Experiment überlebt als David gegen den Fiat-Goliath, bzw. gegen die Fiat-Printer. Doch genau aus diesen Gründen öffnen wir unermüdlich den Fächer der Möglichkeiten, Bitcoin zu begreifen und ins eigene Leben zu integrieren - ob privat oder geschäftlich.

Dies ist erst das 6. Magazin, die früheren widmeten sich anderen Themen. Alle sind nach wie vor erhältlich.

Etwas teasern darf ich noch: Es werde sowohl eine elektronische wie auch englische Version geben dereinst. Denn bisher bleibt das 21 Magazin den Liebhabern materieller Literatur vorbehalten. Zu der ich - bei genügend Value4Value - auch gehöre.

Wann das wirklich kommt, weiss nur Netdiver selbst. Man erreicht ihn über zahlreiche Koordinaten, genannt im Magazin.

Palantir, Geld, Macht, Ideologie, Ignoranz

Heute sah ich im Schweizer TV eine Sendung über Palantir in der Schweiz. Palantir ist die Firma, die nach 9/11 anfing, mit Computern Profile von möglichen Verdächtigen zu finden, zu verknüpfen und damit den Strafverfolgungsbehörden Mitteln in die Hände zu geben, Missetäter zu finden.

Damals ging das natürlich noch nicht so gut, da die KI noch nicht so weit war wie heute. Seit einigen Jahren ist das anders, massive Datensammlungen - die es schon lange gibt -, gekoppelt mit LLMs machen es möglich, unsere digitalen, umgangssprachlichen, alltäglichen Spuren zu verknüpfen. Zusammen mit staatsfreundlichen Gesetzen zu Datennutzung ist das ein Machtinstrument mit ausserordentlicher Wirkung.

Was mich an dem Beitrag bewegte, war die Zurückhaltung, die Konzerne wie Palantir an den Tag legen, wenn Fragen zur Ethik der Datennutzung aufkommen. Denn wie ich andernorts schon mal sagte, ich habe keine Angst vor KI, solange sie keinen Durchgriff in die physische Realität habe. Auch andernorts schrieb ich, dass diese natürliche Grenze immer weniger stark ist. Roboter durchbrechen dies. Aber auch noch oder schon vor denen: Wenn KI Systeme Empfehlungen abgeben, die dann Menschen unkontrolliert ausführen, ist die Grenze hinweggewischt. Manchmal ist es lustig, aber nicht immer ist es so offensichtlich.

Im Beitrag kommt der Deutsche Gerichtshof vor. Ich habe viel Respekt vor der Haltung der BRD. Denn ich bin nicht der heuchlerischen Meinung, dass die BRD den Anschluss verliere in gewissen Aspekten: Im Gegenteil, wenn man sich die Zusammenarbeit von Palantir mit den willfährigen, angelsächsischen Regierungen anschaut, bin zumindest ich froh, gibt es eine starke Regierung, die derzeit zwar nicht mit Einheit und Durchsetzung glänzt, aber die eine Haltung durchziehen kann, die abwägt: Was nützt der Wirtschaft, was dient dem Artikel "Die Würde des Menschen ist unantastbar"? (Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz). Wer schützt den jeweils anderen?

Wo man das planlose, verantwortungslose, blauäugige Befolgen der KI-Empfehlung sehen konnte: Im Israel-Iran Krieg wurde bekanntlich zu Beginn eine Mädchenschule von den Israelis bombardiert. Weswegen denn sowas? Es wurde bekannt, dass dieses Gebäude vor x Jahren zu den Iranischen Revolutionsgarden gehörte, also ein militärisches Ziel hätte sein können. Satellitenaufnahmen hätten das belegt. Ab 2016 sei das aber nicht mehr der Fall gewesen. Soweit so gut, Änderungen eben.

Aber hat Palantir das mitbekommen? Offenbar nicht. Und deshalb die Empfehlung für den Beschuss, bei dem 170 Menschen starben.

DAS IST DIE ACHILLES-SEHNE der KI!

Sie ist ein seelenloser Stastik-Mechanismus zur Verknüpfung von - hoffentlich - richtigen Daten. Nichts anders. Sie hinterfragt nicht, ob die Daten richtig, aktuell, up to date, neutral oder was ach immer sind. Es geht ja um das Zusammenführen von thematischen Ähnlichkeiten - würde man die Rohdaten hinterfragen, könnte man ja fast gar nichts mit Sicherheit (die es eh nicht gibt) verknüpfen.

Wir Menschen machen das ja selbst auch nicht. Wir meinen ja immer, wir wüssten Bescheid und tun es in den meisten Fällen nicht. Wieso sollte eine KI besser sein? Heute weiss man dass der Irak-Krieg auch auf einer Lüge beruhte. Die USA haben einen Krieg vom Zaun gebrochen, basierend auf - sagen wir mal nur neutral - falschen Annahmen. Nicht mal partielles Wissen, sondern nur Annahmen.

In diesem Mädchenschule-Fall wurde ebenfalls blind und technogläubig einfach ausgeführt, was die KI sagt. Bekanntlich gab es mal einen Beinahe-Auslöschung mit Atomraketen im Kalten Krieg.

Ein russischer Soldat weigerte sich, Knöpfe zu drücken. Ohne ihn wäre die Erde im Norden wohl eine strahlungsverseuchte Wüste und wir alle nicht mehr hier.

Wer hat heute noch den Mut, sich gegen eine Maschine, geschweige den eine KI zu wehren?`

Im KI-Hype für die Kriegsindustrie ist dermassen viel Energie, Geld und Wille, fokussiert, dass es nur grauslich ist. Wer dazu einige gescheite Gedanken anhören will, möge sich den Podcast von Lanz & Precht anhören. Nur schon die Nennung dieser gigantischen Geldsummen zeigt, dass einige Dreibeiner sich einen Dreck scheren um die Welt, die Menschen, die Kulturen, die auf dieser Kugel leben. Und sollte nun einer anheben zum Bashing dieser ... soll er auch mal prüfen, ob er nicht irgendwo aus egoistischen, trivial gewinnlerischen Gründen investiert ist in Firmen, die solche Lust zur Ignoranz unterstützen.

Wir schnallen es einfach nicht: Nur weil die Erde, der letzte Kreditor, so schnell noch nicht ausgeblutet ist, verschulden sich Staaten zulasten der künftigen Generationen. Klar, FIAT-Geld kann man drucken nach Belieben. Dann noch etwas Theater in der Öffentlichkeit, wie schwierig es war, sich dazu zu entschliessen ... bullshit, Fingerschnippen!

Man sagt einfach, "wir machen die Schulden". Punkt. Wer oder was hinderte denn? Alle wollen in der überheblichen Vorstellung weiterleben, dass es "halt nötig ist". Es passiert de facto ja nichts, die Lebensgrundlagen werden noch geliefert von der Erde. Jeder geht am nächsten Tag zur Arbeit, der Tag beginnt, die Sonne geht auf, der Tag endet. Es spielt aus jener Sicht eh keine Rolle, was wir als aktuelle, globale Belegschaft dieser Kugel tun.

Das einzige, was wir dadurch mit Sicherheit generieren, ist Leid und Hass. Derart mächtige Emotionen, dass wir - aus Erfahrung - ja wissen, dass künftige Generationen unter deren Einfluss aufwachsen und sich ausrichten für ihre Lebenszeit. So weitergebend, was sie selbst erlebt haben.

Derweil die Schuldenlast wächst gegenüber dem letzten Kreditor. Einige sehen das und wollen auf den Mars. Weil sie sicher sind, dass unsere Leute die Erde ausbluten lassen für die eigene Generation.

Es ist halt schon so: Trump, Netanjahu, Putin, und wie sie alle heissen, benehmen sich wie gehässige, zänkische Kleinkinder im Sandkasten. Sie streiten sich, machen einander die Sandburgen kaputt. Können dann aber raus und zu Muttern rennen, raus aus der Sauerei, raus aus der Emotion, raus in die geschützte Sicherheit der Mutter (Erde), die sie tröstet und den Dreck aus dem Maul wäscht. Ja, die Mutter macht's, wissend, dass die Saugoofe sich am nächsten Tag wieder beharken ... Mutter ist der letzte Kreditor ... für die (vorerst) unbelehrbaren Kinder.

Nur, für die nächsten 2-5 Generationen können wir in Realität als physische Wesen nicht raus. Wie doof muss man sein, dass man dennoch sändele und kriegerle will? Klar, alle werden sterben, die "Schlechten" - aber auch die "Guten". Alle verlassen den Sandkasten schon eines Tages. Die Frage ist nur, mit welcher Emotion und wie waren die paar Jahre ...

Nun, Gott habe uns den freien Willen gegeben ... who knows. Aber wenn es so ist, müssen die Allermeisten erleiden, dass Rosetten wie die genannten sich in ihren Bunkern an ihren feuchten Videospielszenarien aufgeilen. Heute mit KI verschlingt die virtuelle Welt allerdings alle von uns, die sich in der virtuellen Welt ebenfalls austoben.

Wenn im letzten Podcast von Niko Jilch der Markus Turm erzählt, wie man auf dem Bitcoin-Standard leben kann, ist das nicht nur einfach ein Reicher, der Bitcoin nutzt, sondern auch einer, der erzählt, wie man mit Bitcoin seine Spuren verschleiern kann. Denn die KI nutzt jede Spur.

Denn wer will denn verschlungen, im Strudel der KI-Sammlerei in Mitleidenschaft gezogen werden ... egal, welche Spiele die Mächtigen dieser Welt spielen mit ihren Tools. Ohne mich - soweit es möglich ist. Im Aspekt "Geld" ist das halt die Nutzung von Bitcoin zusammen mit Bridge-Technologien wie KYC-freien Kreditkarten ... etwas, was halt nur der dezentrale, CEO-lose, Mensch-agnostische Bitcoin bietet ...

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