Zucker, die Geissel der industriellen Zivilisation

Heute sehe ich Kassensturz im SRF 1. Es geht um die Zuckerseilschaften.

Man weiss heute gesichert, dass Zucker ein Killer ist. Ein langsamer halt, aber es ist einer.

Mein Vater hatte Diabetes Mellitus, ich habe es. Genetische Disposition, aber natürlich auch selbst angefressen.

Die Krankenkassenprämien steigen, wir alle zahlen eine Industrie, die sich einen Dreck um die Gesundheit der Leute kümmert. Denn: Pecunia non olet.

Die Schweiz subventioniert die Zuckerrübenproduktion, verzögert die Sensibilisierung, sabotiert die Regulation. Wie üblich heisst es: Selbstverantwortung. Und wie üblich finde ich das eine verlogene Argumentation.

Denn: Im Prinzip bin ich immer für die Selbstsouveränität.

Aber um sich selbstverantwortlich zu verhalten, muss man

  1. das Problem als solches anerkennen
  2. Alternativen zur Vergügung zu haben (ist heute nur beschränkt so, es wird teurer für den Konsumenten)
  3. sich der eigenen Abhängigkeit bewusst werden (schwierig, denn Essgewohnheiten sind lange anerzogene, unbewusste und schwer zu ändernde Gewohnheiten)
  4. Zucker als billigsten Geschmacklieferanten aussortieren oder konsequent ersetzen
  5. Nahrungsmittel aus der unbewussten Nahrungszuführung verbannen
  6. erkennen, dass es der Industrie egal ist, wenn die Jugend im Alter Diabetiker werden und die Gesundheitssysteme belasten
  7. sich Zeit nehmen und sich schlau machen über den Food, auch den natürlichen
  8. erkennen, dass die Lösung zwecks Profit der Industrie in die Zukunft verschoben wird
  9. konfrontieren, dass man selbst ein Problem ebenfalls mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im eigenen Körper erleben wird

dann erst kann man selbstsouverän entscheiden. Wird das gefördert? Wann, wo, von wem? Wer will schon weniger verdienen?

Dazu würde also eigentlich Bildung gehören. Würde auch heissen, dass der gesamte Schulungsbetrieb ab Kindergarten schon "industriefeindlich" sein müsste, denn wo beginnt's, das Antrainieren von dummen Gewohnheiten? Oder anders gesagt, die Dressur der künftigen Cashcows? Richtig ...

Wenn die Lobbyisten in Bern also jovial sagen "Hach, immer diese Steuern und Regulierungen, wir müssen die Industrie auch schützen" ... krieg ich schon Hals.

Das ist dieselbe bigotte Art wie bei der Rüstungsindustrie: Wir produzieren Tötungsmaterial, und für den Profit exportieren wir die natürlich. Aber wehe, die dort draussen nutzen die Waffen auch. Wie schändlich, hatten wir nie beabsichtigt. Das ist zum Lachen und eine billigere Rechtfertigung als die eines Babys, das nur eines von zwei Leckerlis essen würde, wenn es beide darf.

Lest doch einfach mal einen Tag lang jede Zusammensetzungstabelle eurer täglichen Nahrung. Ihr werdet ÜBERALL Zucker finden, selbst dort, wo man es nicht erwartet, wie z.B. in Fleisch, Fisch ... oder "Vitaminwässern" ... es ist einfach unglaublich. Das sind die versteckten, geheimen Zuckerquellen.

Ich als Diabetiker habe in der Schweiz wenig Einschränkungen, denn das Gesundheitssystem "hilft" mir ja. Aber ohne Diabetes hätte ich etwas weniger Tagesroutine, und würde auch weniger Kassenprämien zahlen ... wäre genau hier die Selbstsouveränität gegeben. Aber nein, meine Eigenleistung wird seit der obligatorischen Krankenversicherung nicht mehr honoriert.

Nun ja, die Gewohnheiten sind die Endgegner einer jeden persönlichen Entwicklung. Denn sie halten uns im Schlechten, aber auch im Guten. Es lohnt sich also schon, in voller Selbstsouveränität alle Gewohnheiten mal unter die Lupe zu nehmen.

Ich habe das gelernt oder mit in die Wiege gelegt bekommen. Deshalb will ich auch keine Verbote oder Steuern, aber was ich verlange von Gesellschaften, ist die allen angebotene, neutrale Bildung zu einem Thema wie Nahrung. Solches darf nicht von Einkommen oder Herkunft abhängen. Natürlich, Bildung ist eine Holschuld. Man kann's den Leuten allerdings auch verschieden schwer machen. Honni soit, qui mal y pense.

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass wir ja alle über diesen Lernmmechanismus ins Übel gelangt sind, könnte man ja glatt auf die Idee kommen, dass man nur den Automatisierungsmechanismus überlisten muss, damit der das Förderliche lernt und zur Gewohnheit macht. Denn Gewohnheiten, Rhythmen machen das Leben leichter und überhaupt erst möglich.

Wie man das machen kann, lehren viele.

Ich auch, denn die spirituelle Ausbildung ist meine wahre Passion.

Seit 35 Jahren.

Buch 21 Good Reasons

Nachdem ich es heute fertiggelesen habe, möchte ich auch eine Besprechung dieses hervorragenden Buches Euch Lesern andienen.

Es ist, entgegen des englischen Titels 21 Good Reasons, in Deutsch gehalten.

Weshalb hat es mir sehr gefallen, es zu lesen? Im Untertitel des Buchdeckels steht's. Und darum geht's im Buch ausschliesslich.

Rein handwerklich fand ich es sehr schön gemacht, angenehme Typografie und auf vielen Seiten Fussnoten, die Fachbegriffe sofort beim Lesen klären können. Sie sind auch bei jedem Kapitel wieder redundant vorhanden, so dass man sie nicht irgendwo nachschlagen muss, sondern direkt auf der referenzierenden Seite kann. So unterbricht nichts Lese- und Gedankenfluss. Dennoch gibt es am Ende des Buches eine grosse Begriffserklärung, die alle Fussnoten-Texte und mehr alphabetisch sortiert listet.

Ich habe das Buch beim letzten Satoship entdeckt, hielt in in den Händen, blätterte durch und war eben schon von der Machart sofort geneigt, genau dieses Buch haben zu wollen. Obwohl ich keine Bitcoin-Bücher kaufe. Ich bin Software-Entwickler, mir kann kein Buch mehr etwas darüber erzählen, dass es wert wäre, es zu kaufen. Aber ich erfahre gerne von Leuten - die Bitcoin und viele andere, abseitigere Technologie nutzen.

Doch das Buch macht genau das nicht, es erklärt keine Technik, sondern es sind 20 Stories von Leuten der ganzen Welt, die Bitcoin einsetzen. Teilweise notgedrungen, teilweise aus philosophischer und praktischer Einsicht.

Besondern gefallen hat mir das Kaptiel über Anja Wagner, die sich der Kreislauf-Landwirtschaft verschrieben hat. Ich habe zu dem Thema auch schon einige Male gebloggt - dass der Mensch immer noch nicht in der Lage ist, nachhaltig zu wirtschaften. Wir produzieren Dinge, ohne den Rückbau derselben, sprich das Recykling, im Entwicklungszyklus zu berücksichtigen. Anja ist da noch viel klarer, denn sie hat Soilify mitgegründet.

Im Buch war das Interview noch im 2024, so erstaunt es einerseits, dass die Website bekannt gibt, dass das Experiment still beendet wurde. Andererseits steht dort auch, dass sich die Widerstände noch nicht überwinden liessen. Das ist gerade in der dermassen massiv subventionierten und ideologisierten Landwirtschaft kaum anders zu erwarten ... doch es ist ernüchternd, dass sogar Leute wie Anja kapitulieren mussten. Sehr schade.

Dass sie gerade in Bitcoin das Werkzeug zur Begleitung ihres Experiments fand, ist natürlich logisch. Denn Bitcoin kann man ja nicht vermehren, man muss damit umgehen, was da ist. Genau so wie mit dem Boden. Man kann ihn nicht vermehren, ganz im Gegenteil, man muss verdammt gut aufpassen, dass er nicht erodiert. Und dazu braucht es mehr als nur Schönwetter-Ansagen. Es braucht intensive Beschäftigung, Auseinandersetzung mit dem Wesen des Bodens, der doch die Grundlage unserer biologischen Existenz ist.

Die Grundlage unser aller virtuellen, finanziellen Existenz ist das Fiat-Geld. Eine völlig ungeeignete Analogie zum biologischen Leben. Es ist so abgelöst von jeglicher menschlich-biologischer Erfahrung ... dass es eigentlich verwundert, wieso wir als Menschheit so etwas zugelassen haben. Nun, bis vor 1971 hatte das Papiergeld ja wenigstens so etwas wie eine Verbindung zur physischen Welt.

Danach aber nicht mehr. Man bedenke gerade die aktuellen Börsengänge von SpaceX, Anthropic und OpenAI. Milliarden werden da verschoben. Geld ohne intrinsischen Wert, Computer 1 und 0. Und dennoch geifern alle danach, nach Zinseszinsen, Geldvermehrung, Zahlenvergrösserung aufm Konto-Blatt. Nichts davon hat mit Realität zu tun. Es ist reinste Massenpsychose. Hier liesse sich problemlos beweisen, dass dieses oft genannte Argument gegen Bitcoin sich um 180° wenden liesse. Solches Buchgeld hat keinerlei reales Backing.

In dem Buch erläutert nicht nur Anja Wagner, wieso sie Bitcoin passend fand für ihr alltägliches Leben. 19 andere beschreiben, wieso Bitcoin sie überzeugt. Dabei ist erstaunlich - nicht für uns natürlich -, dass Bitcoin nicht im Zentrum des Interesses steht, sondern dass es im jeweiligen Umfeld das einzige Werkzeug ist, das diese Personen nutzen können, um ihre wirkliche Leidenschaft, ihren Einsatz zu ermöglichen. Es sind die zutiefst menschlichen Wünsche nach Zukunftsaussicht, Armutsbekämpfung, Unabhängigkeit, Mobilität, Empowerment, Return of Work Investment. Egal, woher jemand kommt, blind für Religion, Rasse, Geschlecht, Sexualität, Bildungsstand, Kultur, Finanz ... ein Wertaustauschsystem, das nicht inflationiert, hilft dabei.

Denn: Wer möchte nicht auch aus dem Hamsterrad der westlichen Geldsysteme aussteigen? Will man seine 80 Jahre denn wirklich mit Rackern für die (spärliche) Rente ausfüllen, um dann mit 65+ hoffentlich noch vom Ersparten die Restzeit bei hoffentlich ausreichender Gesundheit leben zu können? Wohl dem, dessen Körper ausreichend gesund bleibt. Oder ging grad dies drauf im Hamsterrad?

Das Buch hört hin, fragt nach und zitiert in fetter Schrift die wichtigsten Aussagen all der Beteiligten. Das Buch wertet nicht, es zeigt auf, es lässt zu Wort kommen. Es ist die schriftliche Realisation des Blicks eines Fotografen, was Markus Huersch ja auch ist: Ein dokumentierender Fotograf fängt das Foto, das etwas zeigt ... die Interpretation ist dem Beschauer überlassen. Genau dies tut das Buch ebenfalls. Es legt hin, gibt Raum, lässt sprechen.

Auf dass wir eindringen können in die Welt der Erzähler, der Sucher, der Umwälzer, all derjenigen, die Schwächen unserer Gesellschaft verbessern möchten - und dazu das allgegenwärtige Mittel, das Geld, in seiner jetzigen Form für schädlich halten, die etwas Besseres brauchen und in Bitcoin finden.

Für mich das beste Buch seit langem zum Thema Bitcoin. Empfehlenswert, auch für solche, die nun Bitcoin nicht grad zuvorderst haben, die sich aber in 20 Realitäten einfühlen wollen. Denn Geld ist überall - und macht es überall denjenigen schwer, die nicht fürstlich gebettet sind. Und wer ist das schon ...

Die Security KI Mythos wirkt sich aus

So scheint es mir, wenn ich die Update-Rate der aktuellen Browser anschaue. Gefühlt alle 2-3 Tage fordern mich die Schäfchen meiner heterogenen Browserherde auf, dass sie doch bitte neu gestartet werden möchten.

Natürlich tue ich ihnen dieses Gefallen gerne. Denn heute spielt sich das digitale Leben der allermeisten User wohl fast nur noch im Browser ab - egal, wie sie verpackt sind. Apps auf den Mobilen sind oft sogenannte PWAs (Progressive Web Applications). Also versteckte Browser-Anwendungen.

Da ist es erst recht wichtig, dass diese Motoren unserer Apps sicher sind. Mythos ist ja trainiert worden, um Fehler in Applikationen zu finden und als aktiver Spieler wie Hacker in verschiedenen Kombinationen zum Umgehen, Eindringen, Ausspionieren in Systeme auszunutzen und Angriffe auf alles, was ein Browser tun kann, zu entwickeln.

Dank immer mehr APIs in den Browsern kann so ein Browser extrem viel anrichten auf einem Computer. Und wir erfahren nichts davon. Ausser von einigen digitalen White Hat Hackern. Da fand doch jemand raus, dass Microsofts Edge Browser gespeicherte Passwörter im Klartext im Speicher vorhielt - alle, auch solche, die der User gar nicht brauchte in der Session. Katastrophal. Aber zum Glück offenbar nur der, die anderen Chromium-Derivate wie Opera, Vivaldi, Brave erlauben sich diesen Faux-Pas nicht. Ist es verwegen, Böses anzunehmen?

Nun, wie dem auch sei. bei Mozilla (Firefox) habe sich die durchschnittliche, monatliche Fehlerreparaturzahl von 30-40 verzehnfacht(!). Weil sie offenbar Mythos nutzen konnten, um ihre Open Source Files auf Sicherheit abzuklopfen.

PS: Open Source ist nicht per se besser oder sicherer. Sie ist nur einsehbar, öffentlich. Also leichteste Beute ... aber dadurch auch gereift, Battle approved.

In diesem Zusammenhang muss natürlich auch wieder Bitcoin genannt werden. Denn Mythos wird sicher angewandt werden auf alle Krypto-Dinger. Mythos bricht keine Verschlüsselung, aber sie findet Sicherheitslöcher im Umgang mit ihr.

Bitcoin ist nach meiner und anderer Meinung definitiv nicht angreifbar. Bzw. der Code mag schon angreifbar sein, Fehler könnten noch gefunden werden. Aber da Bitcoins nur mittels Mining (Proof of Work), also Energieeinsatz gefunden werden können, lohnt sich der Angriff noch nicht. Mythos kann Verwirrung schaffen, aber es kann sich nicht bereichern, denn im Gegensatz zum Code hat Mining eben mit der physischen Welt zu tun.

Die KI kann keinen Hash brechen, sie kann auch keine Abkürzung finden, um vor anderen Minern einen Block zu publizieren. Warum das so ist, erklär ich oder die KI Eurer Wahl jederzeit gerne. Dem gesunden Menschenverstand ist es sofort eingänglich.

Was aber wohl gehen wird: Mythos wird wohl alle diese SmartContracts der anderen Blockchains schrotten können. Und die Börsen oder Firmen, die diese in Internet produzieren, warten ab, manipulieren. Die DeFi Industrie rühmt sich ja gerade, dass sie soviel ausprobiert, neu macht - Atomic Swaps von Chains auf andere und zurück. Nichts mit heisser Nadel gestrickt? Alles auch von unabhängigen Leuten geprüft? Ob da wohl all der Code sicher ist? Meine 40 Jahre Software-Entwickler-Erfahrung sagen: Wohl eher nein.

Ich gebe also wirklich allen den Rat, zieht eure Krypto-Anlagen ab von Börsen oder wackeligen Konstrukten wie Drive-Chains, Side-Chains. Wohin? Tja.

Not your keys, not your coins.

Wir Bitcoiner wissen das. Vielleicht gibt Mythos uns durch seine Tatbeweise recht. Keine Schadenfreude dann, aber "wir haben's ja immer gesagt" ...

Wenn man betrachtet, wieviele Börsen schon gehackt wurden - von Menschen. Wie sieht das wohl aus, wenn Menschen nun Mythos anwenden? Ich hätte Schiss um alle digitalen Assets, die ich nicht besitze. Also alles ausser Bitcoin.

Natürlich werden auch die Banken mit ihren Mobile Banking Apps abgeklappert werden. Doch hier regeln Gesetze noch etwas: In der CH und EU wohl der Einlageschutz. Der natürlich nicht unendlich ist. Und wie sollte da eigentlich ein digitaler Euro, ein Stablecoin sicher sein vor Mythos?

Palantir, Geld, Macht, Ideologie, Ignoranz

Heute sah ich im Schweizer TV eine Sendung über Palantir in der Schweiz. Palantir ist die Firma, die nach 9/11 anfing, mit Computern Profile von möglichen Verdächtigen zu finden, zu verknüpfen und damit den Strafverfolgungsbehörden Mitteln in die Hände zu geben, Missetäter zu finden.

Damals ging das natürlich noch nicht so gut, da die KI noch nicht so weit war wie heute. Seit einigen Jahren ist das anders, massive Datensammlungen - die es schon lange gibt -, gekoppelt mit LLMs machen es möglich, unsere digitalen, umgangssprachlichen, alltäglichen Spuren zu verknüpfen. Zusammen mit staatsfreundlichen Gesetzen zu Datennutzung ist das ein Machtinstrument mit ausserordentlicher Wirkung.

Was mich an dem Beitrag bewegte, war die Zurückhaltung, die Konzerne wie Palantir an den Tag legen, wenn Fragen zur Ethik der Datennutzung aufkommen. Denn wie ich andernorts schon mal sagte, ich habe keine Angst vor KI, solange sie keinen Durchgriff in die physische Realität habe. Auch andernorts schrieb ich, dass diese natürliche Grenze immer weniger stark ist. Roboter durchbrechen dies. Aber auch noch oder schon vor denen: Wenn KI Systeme Empfehlungen abgeben, die dann Menschen unkontrolliert ausführen, ist die Grenze hinweggewischt. Manchmal ist es lustig, aber nicht immer ist es so offensichtlich.

Im Beitrag kommt der Deutsche Gerichtshof vor. Ich habe viel Respekt vor der Haltung der BRD. Denn ich bin nicht der heuchlerischen Meinung, dass die BRD den Anschluss verliere in gewissen Aspekten: Im Gegenteil, wenn man sich die Zusammenarbeit von Palantir mit den willfährigen, angelsächsischen Regierungen anschaut, bin zumindest ich froh, gibt es eine starke Regierung, die derzeit zwar nicht mit Einheit und Durchsetzung glänzt, aber die eine Haltung durchziehen kann, die abwägt: Was nützt der Wirtschaft, was dient dem Artikel "Die Würde des Menschen ist unantastbar"? (Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz). Wer schützt den jeweils anderen?

Wo man das planlose, verantwortungslose, blauäugige Befolgen der KI-Empfehlung sehen konnte: Im Israel-Iran Krieg wurde bekanntlich zu Beginn eine Mädchenschule von den Israelis bombardiert. Weswegen denn sowas? Es wurde bekannt, dass dieses Gebäude vor x Jahren zu den Iranischen Revolutionsgarden gehörte, also ein militärisches Ziel hätte sein können. Satellitenaufnahmen hätten das belegt. Ab 2016 sei das aber nicht mehr der Fall gewesen. Soweit so gut, Änderungen eben.

Aber hat Palantir das mitbekommen? Offenbar nicht. Und deshalb die Empfehlung für den Beschuss, bei dem 170 Menschen starben.

DAS IST DIE ACHILLES-SEHNE der KI!

Sie ist ein seelenloser Stastik-Mechanismus zur Verknüpfung von - hoffentlich - richtigen Daten. Nichts anders. Sie hinterfragt nicht, ob die Daten richtig, aktuell, up to date, neutral oder was ach immer sind. Es geht ja um das Zusammenführen von thematischen Ähnlichkeiten - würde man die Rohdaten hinterfragen, könnte man ja fast gar nichts mit Sicherheit (die es eh nicht gibt) verknüpfen.

Wir Menschen machen das ja selbst auch nicht. Wir meinen ja immer, wir wüssten Bescheid und tun es in den meisten Fällen nicht. Wieso sollte eine KI besser sein? Heute weiss man dass der Irak-Krieg auch auf einer Lüge beruhte. Die USA haben einen Krieg vom Zaun gebrochen, basierend auf - sagen wir mal nur neutral - falschen Annahmen. Nicht mal partielles Wissen, sondern nur Annahmen.

In diesem Mädchenschule-Fall wurde ebenfalls blind und technogläubig einfach ausgeführt, was die KI sagt. Bekanntlich gab es mal einen Beinahe-Auslöschung mit Atomraketen im Kalten Krieg.

Ein russischer Soldat weigerte sich, Knöpfe zu drücken. Ohne ihn wäre die Erde im Norden wohl eine strahlungsverseuchte Wüste und wir alle nicht mehr hier.

Wer hat heute noch den Mut, sich gegen eine Maschine, geschweige den eine KI zu wehren?`

Im KI-Hype für die Kriegsindustrie ist dermassen viel Energie, Geld und Wille, fokussiert, dass es nur grauslich ist. Wer dazu einige gescheite Gedanken anhören will, möge sich den Podcast von Lanz & Precht anhören. Nur schon die Nennung dieser gigantischen Geldsummen zeigt, dass einige Dreibeiner sich einen Dreck scheren um die Welt, die Menschen, die Kulturen, die auf dieser Kugel leben. Und sollte nun einer anheben zum Bashing dieser ... soll er auch mal prüfen, ob er nicht irgendwo aus egoistischen, trivial gewinnlerischen Gründen investiert ist in Firmen, die solche Lust zur Ignoranz unterstützen.

Wir schnallen es einfach nicht: Nur weil die Erde, der letzte Kreditor, so schnell noch nicht ausgeblutet ist, verschulden sich Staaten zulasten der künftigen Generationen. Klar, FIAT-Geld kann man drucken nach Belieben. Dann noch etwas Theater in der Öffentlichkeit, wie schwierig es war, sich dazu zu entschliessen ... bullshit, Fingerschnippen!

Man sagt einfach, "wir machen die Schulden". Punkt. Wer oder was hinderte denn? Alle wollen in der überheblichen Vorstellung weiterleben, dass es "halt nötig ist". Es passiert de facto ja nichts, die Lebensgrundlagen werden noch geliefert von der Erde. Jeder geht am nächsten Tag zur Arbeit, der Tag beginnt, die Sonne geht auf, der Tag endet. Es spielt aus jener Sicht eh keine Rolle, was wir als aktuelle, globale Belegschaft dieser Kugel tun.

Das einzige, was wir dadurch mit Sicherheit generieren, ist Leid und Hass. Derart mächtige Emotionen, dass wir - aus Erfahrung - ja wissen, dass künftige Generationen unter deren Einfluss aufwachsen und sich ausrichten für ihre Lebenszeit. So weitergebend, was sie selbst erlebt haben.

Derweil die Schuldenlast wächst gegenüber dem letzten Kreditor. Einige sehen das und wollen auf den Mars. Weil sie sicher sind, dass unsere Leute die Erde ausbluten lassen für die eigene Generation.

Es ist halt schon so: Trump, Netanjahu, Putin, und wie sie alle heissen, benehmen sich wie gehässige, zänkische Kleinkinder im Sandkasten. Sie streiten sich, machen einander die Sandburgen kaputt. Können dann aber raus und zu Muttern rennen, raus aus der Sauerei, raus aus der Emotion, raus in die geschützte Sicherheit der Mutter (Erde), die sie tröstet und den Dreck aus dem Maul wäscht. Ja, die Mutter macht's, wissend, dass die Saugoofe sich am nächsten Tag wieder beharken ... Mutter ist der letzte Kreditor ... für die (vorerst) unbelehrbaren Kinder.

Nur, für die nächsten 2-5 Generationen können wir in Realität als physische Wesen nicht raus. Wie doof muss man sein, dass man dennoch sändele und kriegerle will? Klar, alle werden sterben, die "Schlechten" - aber auch die "Guten". Alle verlassen den Sandkasten schon eines Tages. Die Frage ist nur, mit welcher Emotion und wie waren die paar Jahre ...

Nun, Gott habe uns den freien Willen gegeben ... who knows. Aber wenn es so ist, müssen die Allermeisten erleiden, dass Rosetten wie die genannten sich in ihren Bunkern an ihren feuchten Videospielszenarien aufgeilen. Heute mit KI verschlingt die virtuelle Welt allerdings alle von uns, die sich in der virtuellen Welt ebenfalls austoben.

Wenn im letzten Podcast von Niko Jilch der Markus Turm erzählt, wie man auf dem Bitcoin-Standard leben kann, ist das nicht nur einfach ein Reicher, der Bitcoin nutzt, sondern auch einer, der erzählt, wie man mit Bitcoin seine Spuren verschleiern kann. Denn die KI nutzt jede Spur.

Denn wer will denn verschlungen, im Strudel der KI-Sammlerei in Mitleidenschaft gezogen werden ... egal, welche Spiele die Mächtigen dieser Welt spielen mit ihren Tools. Ohne mich - soweit es möglich ist. Im Aspekt "Geld" ist das halt die Nutzung von Bitcoin zusammen mit Bridge-Technologien wie KYC-freien Kreditkarten ... etwas, was halt nur der dezentrale, CEO-lose, Mensch-agnostische Bitcoin bietet ...

Interessante Betrachtung über Zero-Energy Financing

Ich fand letztens diesen Video zur Kartenhaus-Finanzierungswelt der KI. Ich fand, der Youtuber hat - wenn seine Recherchen alle richtig waren - sehr schön aufgezeigt, wie sich gewisse Systeme hochschaukeln können, nur weil das Fiat-System eben so funktioniert, wie es funktioniert. Er nennt das eben Kartenhaus. Nun, es ist halt möglich, also gibt es Leute, die so etwas ausnützen. Und wenn's klappt, dann fragt niemand danach. Wenn's nicht klappt ... wer muss dann die Schulden tragen?

Der alte Spruch: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.

Wenn man USD 100 Milliarden braucht und versprechen kann, so wissen wir, dass das nur geht, weil der MoneyPrinter Geld aus dem Nichts heraus erzeugen kann. Ohne dies kämen solche Gigantoprojekte ja nicht zustande. Wenn es also klappt, war es diese virtuelle Energie wert?

Wie würde der KI Markt sich entwickeln, wenn es nur Bitcoin gäbe als Währung? Für Bitcoin ist das die Kernfrage: Kann Bitcoin eigentlich so eine Entwicklung unterstützen? Oder braucht es eben genau für sowas ein Fiat-System? Wie käme OpenAI zu Kapital, gäbe es nur Bitcoin? Nun, ich denke, es gäbe schon eine Finanzierung, aber die Geschwindigkeit der Entwicklung wäre wohl langsamer, da man ja nicht einfach (Geld)Energie nach Lust und Laune erzeugen kann.

Würde das Entwicklungen wie der KI schaden? In der Rasanz wohl schon. Wäre das denn schlimm? Ich glaube nicht, denn wenn alle langsamer sind, bleiben die Relationen der Firmen ja dennoch erhalten. Eine OpenAI wäre immer noch top, NVidia auch. Durch die Verlangsamung würden vielleicht weniger im Rückspiegel verschwinden ... oder die Spitze wäre eventuell breiter, es wären vielleicht nicht nur immer die üblichen Verdächtigen, die Geld und Erfolg erhalten.

Eventuell würden ganz neue Konkurrenten erwachsen können ... oder leichter erwachsen können. Siehe DeepSeek oder OpenClaw.

Natürlich, Geldeinheiten sind ja schon genug da, auch in Bitcoin, denn die unsere 21 x 106 x 108 Sats sind ja 2.1 Billiarden Einheiten, also nochmals 200x mehr als dieser Fiat-Deal. Wäre 1 Sat = 1 USD, könnte man diese Deals also noch machen. Aber natürlich immer nur, wenn bisherige BTC-Halter ihre Sats auch wirklich loslassen wollen. Das würde wohl kaum so schnell geschehen, wie es im Fiat-System eben geht.

Ob das schlecht wäre? Keine Ahnung. Braucht es diesen Speed überhaupt für so disruptive Technologien wie die KI? Wäre es sinnvoller, wenn die menschliche Gesellschaft eher mitkäme? Oder ist es wünschenswert, dass es solche Speerspitzen wie das OpenAI, NVidia und Oracle Trio geben können muss?

Florian Bruce Boye - Brillanter Finanzausbildner

Gerade habe ich wieder einmal einen Podcast von Florian Bruce Boye gehört, den über den Cantillon-Effekt, der erklärt, wieso dennoch alles teurer wird, obwohl Dinge doch einfacher und günstiger hergestellt werden können, also billiger werden sollten.

Weil er auch diesmal eine Top-Ausbildungstalk hinlegt, entschied ich mich spontan, eine Laudatio auf ihn zu schreiben - er hat sich das aus meiner Sicht fast wie kein anderer verdient.

Ich persönlich halte Florian für einen der allerbesten deutschen Finanz-Erklärer, den man Woche für Woche sich anhören oder ansehen kann. Er spricht eigentlich immer ohne Ähhs, Öhhs etc. druckfertig also. Zudem benutzt er einige einprägende Rhetorik-Mittel, die wichtige Punkte wiederholen und richtig einstempeln.

Wenn es darum geht, was der Cantillon-Effekt in jedermanns / jederfraus Leben bewirkt, so macht er das anhand von von allen nachvollziehbaren, alltäglichen Beispielen. Denn gerade z.B. an diesem Cantillon-Effekt, der seit 400 Jahren bekannt ist, scheinen viele Erklärungen zwar stimmig, aber fernab vom Alltagsleben der kleinen Leute.

Es geht zwar meistens um Bitcoin, aber es ist klar: Der Bitcoin ist da, weil das Finanzsystem am Arsch ist, bzw. nur noch dem Top 1% der Reichen dient, schon lange nicht mehr als neutrales Werttauschsystem für alle auf der Welt. Und natürlich, warum das so ist - zumindest in den letzten 100 Jahren -, ist jedem Bitcoiner klar ... Interesse? Dann hören oder sehen!

Florian Bruce Boye — absolut empfehlenswert.

Handwerker erkennen unmittelbar den Wert von Bitcoin

Letztens hörte ich einen Podcast vom Nico Jilch mit einem Schreiner. Ein Schreiner packt aus.

Warum erwähne ich das eigentlich? Weil es immer frappant ist, wie Handwerker den Zugang zu Bitcoin, dessen Verständnis viel schneller und eventuell intuitiver schaffen. Denn sie haben mit Dingen zu tun, realen gewachsenen Gegenständen, Materie. Nicht einfach nichts, virtuelles Zeug, Gedankenkonstrukten.

Der Johannes Aumüller ist ein Schreiner, hat wenige Mitarbeiter und offenbar ein Qualitätsbewusstsein. Er weiss, dass nichts von nichts kommt. Andersrum, seine Dinge, von denen er lebt, mussten geschaffen werden, sein Material ist Holz. Alles Natürliche ist Proof of Work. Schliesslich würde niemand Geld ausgeben für virtuelles Holz. Naja, Gamer machen das schon, aber eben ...

Wer wirklich mit Material arbeitet, erkennt intuitiv, was Proof of Work heisst. So klappt auch die Erkenntnis, dass das Geld mindestens so gut sein muss, denn es ist das Werkzeug, um den Wert der eigenen Arbeit, das Produkt bemessen zu können. Ein Tisch, ein Schrank, der als natürliches Material eigentlich fast ewig hält, kann doch nicht mit einem Geld bemessen werden, das schwindet ...

Nun ja, einfach mal reinhören.

OpenClaw, Martial Arts Robots, Gen5 LFP Akkus, Bitcoin ... die Welt wird agiler - ohne uns

Die Highlights häufen sich für diejenigen, die technologische Fortschritte händeringend oder mindestens mit offenen Händen begrüssen. Elektrisch ist die Welt schon, aber nun werden bekanntlich viele menschliche Tätigkeiten elektrifiziert und damit ohne ihn machbar. Angefangen hatte es mal im letzten Jahrtausend, als IBMs Programm Deep Blue den besten Schachspieler der Welt bezwang, dann vor ziemlich genau 10 Jahren besiegte AlphaGo den besten Go Spieler der Welt. Go, ein Spiel mit noch astronomischeren möglichen Stellungen als Schach ...

Gehirnleistung ist also in Spezialbereichen schon seht mehr als 10 Jahren genug da. Doch der Einfluss in unseren Alltag war gering. Weil im Alltag die physischen und anderen Erfordernisse von Menschen gedeckt werden müssen, bevor Schach oder Go eine Rolle spielt. Was alle betrifft auf dieser Welt, ist Geld ...

Seit mehr als einer Dekade ist die Elektrifizierung und vom Menschen entkoppelte Methode, Wert in der Welt herumzuschicken, getan, Bitcoin und halt auch noch die Stablecoins. Es braucht keine Menschen mehr dazu. Also auch beim Geld. Es geht ohne Menschen.

Aber bisher macht keiner was mit den neuen elektrischen Möglichkeiten. Ah doch, die KI. Aus den 1950, Alan Turings Test. Es begann damals, das menschliche Denken zu imitieren und von Menschen beurteilen zu lassen. Heute kennt jeder OpenAIs ChatGPT und Claude, und wie sie alle heissen. Keine Denkmaschinen, oder doch? Wie lernen denn Kleinkinder Dinge? Durch Nachahmen. Genau wie KI, sie ahmen so lange nach, bis wir nichts mehr haben, um ihre Antworten von menschlichen zu unterscheiden. Wie bei Kindern, haben auch die KI Dinger eigentlich noch nichts selbst entdeckt, sondern bauen auf die Erfahrungen der Eltern auf. Ein Baby kommt nicht alleine zurecht, selbst wenn es physisch das könnte, geht es ein. Es stirbt, weil das Metawissen, das Wissen und die Emotionen dieser Welt ihm nicht über seine Eltern vermittelt werden. Das dies so ist, weiss man seit Beobachtungen in nahöstlichen Spitälern, wo Kinder des Krieges wegen (nicht der aktuelle RU-UK) verkümmerten, weil sie in Kinderheimen aufwachsen mussten, ohne emotionale Bindung an ihre umgekommenen Eltern.

Also, Kinder werden angelernt, so wie KI angelernt werden. KIs Eltern sind Menschen, die in 8 Stunden Tagen in Billiglohnländern menschliches Alltagswissen anhand von Entscheidungen der KI zum Lernen aufbereiten. Vergessene Menschenpower, die in einer KI steckt. Eine Vorleistung, wie beim Bitcoin die Energie fürs Mining.

Es gibt also immer Quellen, aus denen Neues entsteht oder zumindest bildet das Alte die Aufstiegsbasis für das Neue. Eine Trivialität, ich weiss, aber man sollte sie gerade bei der KI noch nicht vergessen, denn: Die KI erscheint fast allmächtig, aber sie ist immer noch nur die Suchmaschine über das gesamte elektronische Material, was Menschen geleistet oder einfach erzeugt haben. Wie in der Wissenschaft oft gehört in einer Laudatio: "Ich stehe auf den Schultern von Giganten", also, ich konnte etwas nur erreichen, weil viele Generationen vor mir sich schon einen Thema widmeten. Auch eine Trivialität, aber eben.

Ich persönlich nutze KI auch täglich und ich knie nieder, weil ich nach 30+ Jahre Softwareentwicklung statt stundenlagen Suchen nach genau richtigen Antworten auf meine Fragen nun eine Maschine besprechen kann, die mich zumindest mal versteht, bzw. sie erkennt, welcher Art meine Fragen sind, welche Begriffe ich verwende, welche Themenbereiche ich offenbar berühre ... alles statistische Merkmale, die eingenen, welche Wahrscheinlichkeiten Antworten haben müssen, um mir eine Antwort auf meine Frage überhaupt anbieten zu können. Und es freut mich, dass die KI mir Antworten gibt, die zur Frage passen, die Dinge erwähnen, die andere schon in diesem Umfeld elektronisch gegeben haben. Denn wie gesagt, es ist eine Suchmaschine über das gesamte menschliche, digitale Wissen. Bisher eher als Read-Only-Device, mit Agenten durchaus auch als Read/Write Device - ich lasse sie auch Source-Files ändern, im Browser ihre eigenen Resultate prüfen und iterieren, bis sie stimmen. Aber halt nicht mehr.

Nun ändert sich das alles nochmals, jetzt kommen Dinge hinzu, die nicht nur passiv mit all den elektronischen Dingen hantieren, sondern die aktiv selbst was tun, wenn sie dazu aufgefordert werden.

Der OpenClaw Agent macht Furore. Er tut Dinge, statt nur zu antworten. In diesem Interview erscheint Steinberger etwas wie der Zauberlehrling, sobald die Fragen kritischer werden. Es ist klar, dass keiner wirklich weiss, wohin diese Emanzipation der Agenten führen wird. Werden sie das Internet verstopfen mit viel Geschwätzigkeit? Werden sie uns alle lehren, dass keinerlei Antwort, keine Information mehr gesichert wahr sein könnte? Nun ja, ich erzähle schon seit knapp 30 Jahren, dass die Leute zumindest Abstand zu elektronisch gelieferten Informationen haben sollen - denn auch schon früher wusste man nicht, was echt, was wirres Zeug, was richtiger digitaler Betrug war.

OpenClaw habe ich nicht ausprobiert. Man muss nicht alles mitmachen, man kann ja am Fluss sitzen und die hinabtreibenden Leichen der Unvorsichtigen beobachten ... eine KI hat - meines Wissens - noch kein Bauchgefühl, keine Intuition. Wenn sie also alles machen kann, was ich mit und vor oder gar vom Computer abwesend machen lassen kann, tja, dann wird's heiss. Um so mehr Vorsicht wäre geboten.

Denn Geld ist ja nun digital. Agenten handeln direkt Preise aus und über die Kryptochannels werden Werte verschoben, Preise gehandelt. Im Detail gibt's das alles schon lange, aber eben nicht ohne irgendwelche Übersicht. Konnte eine Bank noch Geldflüsse noch überwachen und ggf. stoppen, ist das nicht mehr möglich oder nötig, denn die Agenten wissen, wie sie ein Wallet bedienen. Und da Geld wie gesagt in unser aller Leben überall vorhanden ist ... mit der KI und dem digitalen Geld verlieren Banken ihr Tagesgeschäft ...

Doch auch dies ist noch nicht so "schlimm". Damit meine ich, dass die Auswirkungen der KI noch nicht unmittelbar in der physischen Welt in meinem Umfeld wirksam sind. Die Lebensgrundlagen für einen physischen Körper sind noch nicht immanent. Die KI kann mich noch nicht vom Gang zum Supermarkt abhalten, mich in Fesseln legen, denn bisher ist die nicht physisch.

Doch auch dies ist nun vorbei.

Die Martial Arts Robis von China oder etwas in Deutsch zeigen, wie weit man offenbar sein kann. Ich habe diesen Video verlinkt, weil er mehr Meta-Informationen bietet. Der originale Video ist eindrücklicher, aber vielleicht auch unglaubwürdiger. Sollte es aber echt sein (Videomaterial können wir alle schon genug lang täuschend echt herstellen), lässt sich nur noch die Frage stellen: Fahren diese Robis einfach eine Choreographie Liste ab, die von aussen ihre Aktionen steuert, oder sind sie schon autonom, Mein Gefühl sagt hier, sie sind noch wie eine Drohnen-Show. Spektakulär aber noch nicht eigenständig. Rein physisch sind sie's aber: Es gibt im Original die kleine Episode, wo der Roboter einen Stab horizontal hält. über die ein Kind springt, aber mit dem Fuss leicht einhängt. Der Roboter tariert das perfekt aus, genau so wie es ein Mensch tun würde.

Wir wissen, dass Roboter das schon länger können, siehe auch die Videos von Boston Dynamics. Dennoch, so habe ich das noch nie gesehen und deswegen war es allerhöchst eindrücklich.

Was alle diese Systeme noch brauchen, ist elektrische Energie - zuhauf, lange vorhaltend.

Hierzu stellt ein Youtuber die nächste Generation von LFP Akkus vor. Vorersts gedacht für Autos. Diese Batterien haben eine Reichweite von 1'800'000 km und sind dann erst auf 80% unten - die können noch jahrelang in stationären Zyklen Energie aufnahmen und wieder abgeben. Zum Beispiel für die Robis.

Es fügt sich also zusammen. Vor mehr als 30 Jahren hat mir mal ein esoterischer Mensch gesagt, dass nach dem Öl-Zeitalter das Zeitalter des Stroms komme. Ich war erfreut, denn schon damals wollte ich ein elektrisches Auto. Und wenig verwunderlich, ging meine Karriere ja mit dem Computer los, mein Sandkasten, mein Experimentierfeld, meine Welt.

Nun kommen Technologien zusammen, die absolut disruptiv sein werden. Der Challenge ist wohl, wie die Gesellschaften mit der Biomasse der Menschen umgehen. Extra so formuliert. Klar, wir haben das alles unter dem Titel "es soll alles besser werden" initiiert, aber haben wir uns je überlegt, wie's dann um uns steht?

Die Science Fiction hat dies in unzähligen Büchern und Filmen vorweggenommen. Wenn Star Trek die optimistische Version ist, sind Star Wars und andere einfach die Fortführung des gesellschaftlichen Status Quo mit mehr Technik. Derzeit hat wohl eher der Orwellsche Überwachungsweg die Nase vorn. Doch auch diese ging ja davon aus, dass man Menschen schon noch braucht, denn die Leute darin waren ja schon berufstätig.

Jetzt aber wird's anders: Intellektuelle Leistungen braucht's nicht mehr für den Alltag, die KI machts. Einkaufen gehen, liefern lassen, gefährliche Arbeiten, die Robis machen's.

Auf der politischen Ebene haben wir Segregationen, "leck mich am Arsch"-Politik auf höchster Ebene, Eliten, für die keinerlei Regeln gelten ... und wir kleinen? Wir werden zerrieben? Wir sind ja auch die biologisch nachwachsende Ressource, die pflanzt sich auch ohne Driver fort. Mit der Technologie kann man sie aber in Schach halten und für sich arbeiten lassen. Siehe Film Matrix.

Und natürlich, China könnte wohl ein paar tausend dieser Robis nach Taiwan schicken. Orchestriert aus sicherer Entfernung - genau so wie die Amis das mit Drohnen in Afghanistan machten. Kommt es also bald zum direkten Kampf von Robis gehen Bioroboter? Wer weiss, denn logischerweise wissen wir Kleinen nie, das die Eliten schon planen und am Start haben.

Wie das alles rauskommt? Keine Ahnung. Wir sind jedenfalls eventuell in einer Zeit, in der wir immer mehr ersetzbar werden. Der einzelne wird noch unwichtiger, aber halt auch elimierbarer. Doch wozu? All das, was die Technologie-Jünger sich erhoffen ... wem soll's denn dienen? Den Eliten? Schöne Zeit uns Kleinen.

Aber wir haben eine Waffe: Die Eliten ziehen uns ja die Energie ab: Wer erzeugt denn die in Geld bemessenen Dinge, die sie dann instrumentalisieren können? Die Waffe ist also das Geld, das wir bekommen - auch wenn es eventuell (zu)wenig ist. Drum gibt es wohl nicht viel andere Alternativen als bewusst sein Geld auszugeben. Trau schau wem. Mit den Füssen abstimmen.

Zum Thema habe ich grad noch einen je nachdem sehr aufwühlenden Video auf Youtube gefunden ... wie sieht die Welt bis 2040 aus? Das Ende der Arbeit: Prognose 2026-2040 (die wahre Macht der KI).

Es sind interessante Zeiten.

Quo vadis, Bitcoin?

Alles Gute und Erfreuliche wünsche ich meinen Lesern fürs 2026. Irgendwie ein hohler Satz, wiederholt er sich doch identisch jedes neue Jahr. Alle wissen das und dennoch: In der Geschichte eines Lebens ist der Bitcoin gerade erst 16-jährig. Seine Pubertät, seine Reife wird nun getestet.

Wie bei einem jungen Erwachsenen fragt es sich, wie sein Weg aussehen könnte, wächst er doch in eine schon längst aufgeteilte Welt hinein. Mächte, Player, Interessen, Konkurrenz, Bedrohungen, Visionen werden immer mehr auf ihn eindringen, aber seine starke Gefolgschaft wird ihn beim Durchhalten unterstützen. Wir Bitcoiner.

Und doch: Ein Weg könnte sein, was dieser Video anspricht, dass der Jüngling absorbiert und weggesperrt wird - in Analogie zur abgewürgten Jugend des von mir höchst geachteten Dalai Lama. Obwohl schon gottesgleich, wurde ihm seine "niedrige" menschliche Jugendphase verwehrt.

Es gibt noch etwa eine Million Bitcoins zu finden - was sich bis etwa 2140 hinziehen wird. In gut 2 Jahren wird es pro Tag nur noch im Schnitt 144 * 1.5625 BTC als Coinbase geben. Und dann weiter im Epoche-Rhythmus immer weniger. Es wird also für alle immer schwieriger, Bitcoins zu finden - nicht, zu kaufen, denn von den wohl frei verfügbaren 12 Millionen Bitcoins werden wohl einige OGs verkaufen. Schliesslich meint wohl nicht mal der härteste Bitcoin-Maxi, dass er eine Hyperbitcoinization erleben wird - die Phase also, in der Bitcoin statt Fiat im Alltagsleben genutzt wird.

Was passiert also, wenn die Bitcoins einfach von den Fiat-Reichen aufgekauft und dem Fluss entzogen werden? So, wie Michael Saylor das derzeit macht?

Im Video wird gezeigt, dass Bitcoin einfach wie jedes andere Asset von den Reichen mit Fiat vom Markt weggekauft wird. Und diese Reichen brauchen es nicht als Geld, sondern als Beweis ihrer Potenz, denn es ist ja so oder so schwer, an Bitcoins zu kommen. Entweder schürft man sie oder man kauft sie. Beides verlangt nach viel Fiat-Energie.

In der Bitcoin Historie wird jeweils die Analogie von diesen grossen Steinrädern gesprochen, die auf dem Marktplatz stoisch und unverrückbar als Mahnmal des Reichtums irgendwelcher Stammesangehöriger dienten. Diese Besitzer mussten die nicht verschieben, da jeder in der Community wusste, welche Anteile wem gehörten.

Wie die damals auch immer den Alltag bestanden, es musste sich aufgrund der physischen Immobilität des Assets ja schon etwas wie ein Token etabliert haben. Wie auch immer. Also das, was unser Fiat-Geld ja auch ist, ein Token, da wir Gold nicht rumschleppen wollen - ach ja, ist ja nicht mehr so, dass ich Anteile an Gold habe - bzw. versprechen würden's mir die Banken ja schon, würde ich welches kaufen wollen - nur sehen, das würde ich es wohl kaum, geschweige es im Alltag benutezn wollen oder können.

Wird also Bitcoin in den Wallets der Fiat-Reichen versauern? Eine schöne Idee, schubladisiert wie unerwünschte Patente bei denen, die sie unterdrücken wollen? Und damit das Fiat-System erstens behalten und zweitens weiterhin zur Unterdrückung anderer nutzen wollen?

Ich nenne mich ja seit jeher Bitcoin-Purist - Reinheitler. Doch, es gibt in der bipolaren Welt nichts Reines, es gibt immer die Rückseite der Medaille.

Ich persönlich sehe Bitcoin mittelfristig - auch wenn ich das genau so nicht will - als ein Elite-Geld. Ausser, es wird noch schneller und globaler von der gesamten Menschheit adoptiert als jetzt - was bekanntlich Leidensdruck und Ausbildungswunsch voraussetzt.

Mein Satz dazu: Nur wenn mir jemand ein Haus an einem idyllischen See in Kanada oder wo auch immer für einen Bitcoin übergibt, braucht mich das Fiat-System nicht zu interessieren. Dann wird einfach ein High-Quality Asset gegen ein anderes getauscht. Der eine erhält ein höchst mobiles, der andere ein höchst immobiles Asset. Wem es auch wie dient.

Dann ist es egal, ob der Bitcoin bei CHF 500K oder CHF 5M liegt.

Doch wenn nicht so, dann wird es über Fiat-Konversion laufen. Da hat dann der Staat wieder seine Finger drin, weil er die Banken unter der Knute hat.

Wird die Menschheit also wirklich je mit Bitcoin leben? Vielleicht, aber meiner Erwartung nach nicht in den nächsten 20 Jahren.

Natürlich, Bitcoin ist nicht dazu da, Besitzerverhältnisse zu demokratisieren. Doch genau deshalb wird er ein Elite-Asset bleiben. Die im Weltvergleich privilegierten westlichen Bürger sind diese Eliten, denn sie haben jetzt genug Fiat, Bitcoin zu beschaffen neben ihren Alltagsausgaben.

Der Text von anderen dazu ist oft: Wenn man Bitcoin nicht mehr ausgibt, sie nur als Potenzdemonstration hortet, verlören sie ja an Wert. Vielleicht, aber wie die Steinräder ja auch verwitterten, blieben die digitalen Anteilszuschreibungen ja wohl unberührt von der analogen Materialermüdung des Assets.

Das einzige, was Bitcoin für einen leistet, ist die vertrauenslose Beweisbarkeit des Besitztums. In unserer Welt kauft das eigentlich nichts, aber da wir ohne Bitcoin nur glauben müssen, ist es in der digitalen Welt das einzige, wozu es eben keinen Glauben an die Aussagen einer Gegen- oder Drittpartei braucht.

Solange dieses Alleinstellungsmerkmal wichtig ist, bleibt Bitcoin wichtig. Ob man ihn dazu in Fiat bemessen wird - das weiss ich nicht und ich glaube es eigentlich nicht.

Meine Lieblingsanalogie dazu ist ja das: Bitcoin ist das Beste für die digitale Welt. Aber wir Menschen, auch Saylor und Konsorten, sind Organismen, die auf die Ressourcen einer anderen Gegenpartei angewiesen sind: Dem letzten Kreditor, der Erde.

Wie schon Häuptling Seattle gesagt haben soll: "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann." ... von diesen Sprüchen gibt es ja genug. Sie verdeutlichen, das wir am Ende der Tage immer die Ressourcen der Erde brauchen um zu überleben. Nicht ein Token. Solange wir materiell sind.

Im Video wird diese Version wohl vorweggenommen. Bitcoin werde verschwinden, in den Assetverwaltungen der Fiat-Reichen. Sporadisch hergezeigt zur Klärung des Ranges, der Hackordnung, an Events wie dem White Turf in St. Moritz - ansonsten aber eher ein verschwiegenes, doch wohlbekanntes Geheimnis. Denn solches Verhalten kann man an den wohlbekannten Walen heute schon beobachten: Die Putzerfische umschwärmen sie ...

Also doch, alter Wein in neuen Schläuchen. Wohl ja. Aber doch anders: die Welt könnte ihn benutzen, sofort, zum Austausch, jetzt: OnChain oder mit Lightning oder mit Ecash. Und niemand wüsste davon, könnte es verhindern etc. etc.

Daher setze ich mich für die Verbreitung, einhergehend mit Ausbildung ein, bis ich wohl nicht mehr kann und aus der materiellen Realität verschwinde.

Denn für mich ist es die Reinheit des Bitcoins, die Abwesenheit von menschlichen Einflussmöglichkeiten, die dieses Token auszeichnet. Und das passt zu meiner puristischen Sicht auf das Leben aller Kreaturen auf dieser kleinen Kugel im Nichts.

Saifedean Ammous - Der Gold Standard

Saifedean Ammous' neues Buch, der Gold-Standard, das er offenbar in Amsterdam diesen November vorgestellt hat, zeigt, was für ein klarer, ironisch-sarkastischer Analyst er ist.

Er sagt, Fiat ist geboren im Fiat-Chain Genesis Block, dem ersten Weltkrieg. Und damit ist die Pandorra-Büchse geöffnet, denn der sich selbst erhaltende Zyklus von Krieg verlangt nach Fiat-Geld und Fiat-Geld begünstigt und ermöglicht weitere Kriege, wurde damit in die Welt entlassen. Und wuchert in ihr. Ein Teufelskreis, eine Feedback-Schleife.

Saddam Husseins Irak wurde von den Amis - die Unwahrheit der veröffentlichen Verdächtigungen wissend und verheimlichend - platt gemacht. Daran erinnert sich wohl noch jeder. Die Amis wussten, dass der Irak nichts hatte. Aber Geroge W. Bush und seine Entourage wollten den Krieg - Öl halt, Ressourcenabluss nach USA beim Nachkriegsaufbau, was auch immer.

Zum Kriegerlen braucht's Geld. Wenn man gewinnt, raubt man den Unterlegenen auf die eine oder andere Art aus, dessen Ressourcen verleibt man sich dann einfach ein. Einfaches Rezept.

Wie auch immer. Saifedean erzählt: Wir hatten bisher gelernt, dass die Ermordung des österreich-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajevo im Juni 1914 der Auslöser für den ersten Weltkrieg war. Wer dann wieso in den Krieg eintrat ... egal. Krieg ist an sich Krieg und ist immer nur schädlich. Saifedean erläutert sehr klar, dass Kriegführen teuer ist, dass es teuer ist, Menschen zu töten - zumindest damals. Darum gab es früher auch einfach die klassischen Söldner, die sich für gutem Sold für die hinterbliebene Familie umnieten liessen. Und vor allem, früher waren Kriege geographisch beschränkte Ereignisse. Was heute anders ist, was daher zu immer mehr Kollateralschäden (= Zivilisten) führte. Und die Kriegstechnologien wurden immer "fähiger - bis zur Atombombe der Amis oder sicherlich existierenden BC-Waffen der modernen Welt.

Heute sind die Kollaterale aber sogar strategische Kriegsziele, wie man leicht an Russland mit der Ukraine und Israel mit der Hamas sieht. In Afrika könnte man wohl am ehesten noch die Kriegsführung lokaler Warlords vergleichen mit den Kriegen im frühen Europa - siehe Sudan. Wer betroffen ist, leidet dennoch darunter. Heute wie damals handeln andernorts die Kriegsparteien dennoch miteinander.

Krieg ist also nur eine Geldbeschaffungsmassnahme und kann nur gestartet werden, wenn man den Money Printer hat. Denn, wer geht schon aus lauter Freud an der Sach in den Krieg ...

Saifedean nennt nun aber Quellen, die 2017 erst entdeckt worden seien, wonach der Weltkrieg akribisch genau von den Briten eingefädelt wurde. Im Stil des Bitcoin Standard Slangs sagt Saifedean dazu, dass diese Ermordung der Genesis Block der seither laufenden Fiat-Blockchain sei.

Er erläutert das hinreichend einleuchtend, so dass man wirklich sehen kann, dass seine Argumentation gar zwingend logisch ist. Er erwähnt dabei Holland und die Schweiz, die in einer Welt, in der dieser Coup nicht gelungen wäre, die wirtschaftlichen Grossmächte unserer Zeit hätten sein können - nicht die USA.

Wieso ist das so? Nun, weil die Koppelung des Geldes an eine natürliche Ressource ausgehebelt wurde. Nixon war nicht der erste mit diesem Trick. Saifedean nimmt in seiner Erklärung fast in jedem Satz das Wort Money Printer in den Mund. Kein Krieg ohne beliebig viel Money, ergo Money Printer.

Ich werde mir sein Buch besorgen. Für viele, die schon seine Bücher Bitcoin Standard, geschweige denn der Fiat Standard, recht trocken bis schwer empfanden, dürfte wohl auch dieses neue Buch harter Tobak sein. Aber mir gefällt das. Wahrheiten sollten trocken benannt werden, damit keiner in die Verführung gerät, sie emotional aufzuladen und wie andere Leute in die Ecke der Fake-News zu drängen. Dass Saifedean Zusammenhänge mit dem Slang der Bitcoin-Welt erzählen wird, nehme ich mal an und es wird mich auch dann erheitern, wie man solch schreckliche Dinge mit profanen Begriffen aus der Bitcoin-Welt erklären kann, in der sich seine geneigten Leser ja auskennen ... es reduziert Ungeheuerlichkeiten wie Kriege auf simple Techniken zur Manipulation der Menschen.

Ich wusste von diesen Quellen aus 2017 nichts. Wenn das so stimmt, ist es schon krass, wie ein ganzer Kontinent einer Lüge aufgesessen war - deren Auswirkungen bis heute ja Millionen von Toten und Leid in die europäische Welt brachte und die grabenkriegsähnliche Polarisierung förderte und bewahrte. Es zeigt nur wieder mal, dass wir nichts davon wissen, was hinter den Kulissen wirklich läuft. Doch wir lassen uns einspannen - die einen mehr, die anderen weniger. Und das Mittel dazu? Fiat-Geld.

Ich werde eventuell mal von meinen Eindrücken berichten, sobald ich das Buch gelesen habe. Ich bin gespannt.

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