Interessante Betrachtung über Zero-Energy Financing

Ich fand letztens diesen Video zur Kartenhaus-Finanzierungswelt der KI. Ich fand, der Youtuber hat - wenn seine Recherchen alle richtig waren - sehr schön aufgezeigt, wie sich gewisse Systeme hochschaukeln können, nur weil das Fiat-System eben so funktioniert, wie es funktioniert. Er nennt das eben Kartenhaus. Nun, es ist halt möglich, also gibt es Leute, die so etwas ausnützen. Und wenn's klappt, dann fragt niemand danach. Wenn's nicht klappt ... wer muss dann die Schulden tragen?

Der alte Spruch: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.

Wenn man USD 100 Milliarden braucht und versprechen kann, so wissen wir, dass das nur geht, weil der MoneyPrinter Geld aus dem Nichts heraus erzeugen kann. Ohne dies kämen solche Gigantoprojekte ja nicht zustande. Wenn es also klappt, war es diese virtuelle Energie wert?

Wie würde der KI Markt sich entwickeln, wenn es nur Bitcoin gäbe als Währung? Für Bitcoin ist das die Kernfrage: Kann Bitcoin eigentlich so eine Entwicklung unterstützen? Oder braucht es eben genau für sowas ein Fiat-System? Wie käme OpenAI zu Kapital, gäbe es nur Bitcoin? Nun, ich denke, es gäbe schon eine Finanzierung, aber die Geschwindigkeit der Entwicklung wäre wohl langsamer, da man ja nicht einfach (Geld)Energie nach Lust und Laune erzeugen kann.

Würde das Entwicklungen wie der KI schaden? In der Rasanz wohl schon. Wäre das denn schlimm? Ich glaube nicht, denn wenn alle langsamer sind, bleiben die Relationen der Firmen ja dennoch erhalten. Eine OpenAI wäre immer noch top, NVidia auch. Durch die Verlangsamung würden vielleicht weniger im Rückspiegel verschwinden ... oder die Spitze wäre eventuell breiter, es wären vielleicht nicht nur immer die üblichen Verdächtigen, die Geld und Erfolg erhalten.

Eventuell würden ganz neue Konkurrenten erwachsen können ... oder leichter erwachsen können. Siehe DeepSeek oder OpenClaw.

Natürlich, Geldeinheiten sind ja schon genug da, auch in Bitcoin, denn die unsere 21 x 106 x 108 Sats sind ja 2.1 Billiarden Einheiten, also nochmals 200x mehr als dieser Fiat-Deal. Wäre 1 Sat = 1 USD, könnte man diese Deals also noch machen. Aber natürlich immer nur, wenn bisherige BTC-Halter ihre Sats auch wirklich loslassen wollen. Das würde wohl kaum so schnell geschehen, wie es im Fiat-System eben geht.

Ob das schlecht wäre? Keine Ahnung. Braucht es diesen Speed überhaupt für so disruptive Technologien wie die KI? Wäre es sinnvoller, wenn die menschliche Gesellschaft eher mitkäme? Oder ist es wünschenswert, dass es solche Speerspitzen wie das OpenAI, NVidia und Oracle Trio geben können muss?

Florian Bruce Boye - Brillanter Finanzausbildner

Gerade habe ich wieder einmal einen Podcast von Florian Bruce Boye gehört, den über den Cantillon-Effekt, der erklärt, wieso dennoch alles teurer wird, obwohl Dinge doch einfacher und günstiger hergestellt werden können, also billiger werden sollten.

Weil er auch diesmal eine Top-Ausbildungstalk hinlegt, entschied ich mich spontan, eine Laudatio auf ihn zu schreiben - er hat sich das aus meiner Sicht fast wie kein anderer verdient.

Ich persönlich halte Florian für einen der allerbesten deutschen Finanz-Erklärer, den man Woche für Woche sich anhören oder ansehen kann. Er spricht eigentlich immer ohne Ähhs, Öhhs etc. druckfertig also. Zudem benutzt er einige einprägende Rhetorik-Mittel, die wichtige Punkte wiederholen und richtig einstempeln.

Wenn es darum geht, was der Cantillon-Effekt in jedermanns / jederfraus Leben bewirkt, so macht er das anhand von von allen nachvollziehbaren, alltäglichen Beispielen. Denn gerade z.B. an diesem Cantillon-Effekt, der seit 400 Jahren bekannt ist, scheinen viele Erklärungen zwar stimmig, aber fernab vom Alltagsleben der kleinen Leute.

Es geht zwar meistens um Bitcoin, aber es ist klar: Der Bitcoin ist da, weil das Finanzsystem am Arsch ist, bzw. nur noch dem Top 1% der Reichen dient, schon lange nicht mehr als neutrales Werttauschsystem für alle auf der Welt. Und natürlich, warum das so ist - zumindest in den letzten 100 Jahren -, ist jedem Bitcoiner klar ... Interesse? Dann hören oder sehen!

Florian Bruce Boye — absolut empfehlenswert.

Handwerker erkennen unmittelbar den Wert von Bitcoin

Letztens hörte ich einen Podcast vom Nico Jilch mit einem Schreiner. Ein Schreiner packt aus.

Warum erwähne ich das eigentlich? Weil es immer frappant ist, wie Handwerker den Zugang zu Bitcoin, dessen Verständnis viel schneller und eventuell intuitiver schaffen. Denn sie haben mit Dingen zu tun, realen gewachsenen Gegenständen, Materie. Nicht einfach nichts, virtuelles Zeug, Gedankenkonstrukten.

Der Johannes Aumüller ist ein Schreiner, hat wenige Mitarbeiter und offenbar ein Qualitätsbewusstsein. Er weiss, dass nichts von nichts kommt. Andersrum, seine Dinge, von denen er lebt, mussten geschaffen werden, sein Material ist Holz. Alles Natürliche ist Proof of Work. Schliesslich würde niemand Geld ausgeben für virtuelles Holz. Naja, Gamer machen das schon, aber eben ...

Wer wirklich mit Material arbeitet, erkennt intuitiv, was Proof of Work heisst. So klappt auch die Erkenntnis, dass das Geld mindestens so gut sein muss, denn es ist das Werkzeug, um den Wert der eigenen Arbeit, das Produkt bemessen zu können. Ein Tisch, ein Schrank, der als natürliches Material eigentlich fast ewig hält, kann doch nicht mit einem Geld bemessen werden, das schwindet ...

Nun ja, einfach mal reinhören.

OpenClaw, Martial Arts Robots, Gen5 LFP Akkus, Bitcoin ... die Welt wird agiler - ohne uns

Die Highlights häufen sich für diejenigen, die technologische Fortschritte händeringend oder mindestens mit offenen Händen begrüssen. Elektrisch ist die Welt schon, aber nun werden bekanntlich viele menschliche Tätigkeiten elektrifiziert und damit ohne ihn machbar. Angefangen hatte es mal im letzten Jahrtausend, als IBMs Programm Deep Blue den besten Schachspieler der Welt bezwang, dann vor ziemlich genau 10 Jahren besiegte AlphaGo den besten Go Spieler der Welt. Go, ein Spiel mit noch astronomischeren möglichen Stellungen als Schach ...

Gehirnleistung ist also in Spezialbereichen schon seht mehr als 10 Jahren genug da. Doch der Einfluss in unseren Alltag war gering. Weil im Alltag die physischen und anderen Erfordernisse von Menschen gedeckt werden müssen, bevor Schach oder Go eine Rolle spielt. Was alle betrifft auf dieser Welt, ist Geld ...

Seit mehr als einer Dekade ist die Elektrifizierung und vom Menschen entkoppelte Methode, Wert in der Welt herumzuschicken, getan, Bitcoin und halt auch noch die Stablecoins. Es braucht keine Menschen mehr dazu. Also auch beim Geld. Es geht ohne Menschen.

Aber bisher macht keiner was mit den neuen elektrischen Möglichkeiten. Ah doch, die KI. Aus den 1950, Alan Turings Test. Es begann damals, das menschliche Denken zu imitieren und von Menschen beurteilen zu lassen. Heute kennt jeder OpenAIs ChatGPT und Claude, und wie sie alle heissen. Keine Denkmaschinen, oder doch? Wie lernen denn Kleinkinder Dinge? Durch Nachahmen. Genau wie KI, sie ahmen so lange nach, bis wir nichts mehr haben, um ihre Antworten von menschlichen zu unterscheiden. Wie bei Kindern, haben auch die KI Dinger eigentlich noch nichts selbst entdeckt, sondern bauen auf die Erfahrungen der Eltern auf. Ein Baby kommt nicht alleine zurecht, selbst wenn es physisch das könnte, geht es ein. Es stirbt, weil das Metawissen, das Wissen und die Emotionen dieser Welt ihm nicht über seine Eltern vermittelt werden. Das dies so ist, weiss man seit Beobachtungen in nahöstlichen Spitälern, wo Kinder des Krieges wegen (nicht der aktuelle RU-UK) verkümmerten, weil sie in Kinderheimen aufwachsen mussten, ohne emotionale Bindung an ihre umgekommenen Eltern.

Also, Kinder werden angelernt, so wie KI angelernt werden. KIs Eltern sind Menschen, die in 8 Stunden Tagen in Billiglohnländern menschliches Alltagswissen anhand von Entscheidungen der KI zum Lernen aufbereiten. Vergessene Menschenpower, die in einer KI steckt. Eine Vorleistung, wie beim Bitcoin die Energie fürs Mining.

Es gibt also immer Quellen, aus denen Neues entsteht oder zumindest bildet das Alte die Aufstiegsbasis für das Neue. Eine Trivialität, ich weiss, aber man sollte sie gerade bei der KI noch nicht vergessen, denn: Die KI erscheint fast allmächtig, aber sie ist immer noch nur die Suchmaschine über das gesamte elektronische Material, was Menschen geleistet oder einfach erzeugt haben. Wie in der Wissenschaft oft gehört in einer Laudatio: "Ich stehe auf den Schultern von Giganten", also, ich konnte etwas nur erreichen, weil viele Generationen vor mir sich schon einen Thema widmeten. Auch eine Trivialität, aber eben.

Ich persönlich nutze KI auch täglich und ich knie nieder, weil ich nach 30+ Jahre Softwareentwicklung statt stundenlagen Suchen nach genau richtigen Antworten auf meine Fragen nun eine Maschine besprechen kann, die mich zumindest mal versteht, bzw. sie erkennt, welcher Art meine Fragen sind, welche Begriffe ich verwende, welche Themenbereiche ich offenbar berühre ... alles statistische Merkmale, die eingenen, welche Wahrscheinlichkeiten Antworten haben müssen, um mir eine Antwort auf meine Frage überhaupt anbieten zu können. Und es freut mich, dass die KI mir Antworten gibt, die zur Frage passen, die Dinge erwähnen, die andere schon in diesem Umfeld elektronisch gegeben haben. Denn wie gesagt, es ist eine Suchmaschine über das gesamte menschliche, digitale Wissen. Bisher eher als Read-Only-Device, mit Agenten durchaus auch als Read/Write Device - ich lasse sie auch Source-Files ändern, im Browser ihre eigenen Resultate prüfen und iterieren, bis sie stimmen. Aber halt nicht mehr.

Nun ändert sich das alles nochmals, jetzt kommen Dinge hinzu, die nicht nur passiv mit all den elektronischen Dingen hantieren, sondern die aktiv selbst was tun, wenn sie dazu aufgefordert werden.

Der OpenClaw Agent macht Furore. Er tut Dinge, statt nur zu antworten. In diesem Interview erscheint Steinberger etwas wie der Zauberlehrling, sobald die Fragen kritischer werden. Es ist klar, dass keiner wirklich weiss, wohin diese Emanzipation der Agenten führen wird. Werden sie das Internet verstopfen mit viel Geschwätzigkeit? Werden sie uns alle lehren, dass keinerlei Antwort, keine Information mehr gesichert wahr sein könnte? Nun ja, ich erzähle schon seit knapp 30 Jahren, dass die Leute zumindest Abstand zu elektronisch gelieferten Informationen haben sollen - denn auch schon früher wusste man nicht, was echt, was wirres Zeug, was richtiger digitaler Betrug war.

OpenClaw habe ich nicht ausprobiert. Man muss nicht alles mitmachen, man kann ja am Fluss sitzen und die hinabtreibenden Leichen der Unvorsichtigen beobachten ... eine KI hat - meines Wissens - noch kein Bauchgefühl, keine Intuition. Wenn sie also alles machen kann, was ich mit und vor oder gar vom Computer abwesend machen lassen kann, tja, dann wird's heiss. Um so mehr Vorsicht wäre geboten.

Denn Geld ist ja nun digital. Agenten handeln direkt Preise aus und über die Kryptochannels werden Werte verschoben, Preise gehandelt. Im Detail gibt's das alles schon lange, aber eben nicht ohne irgendwelche Übersicht. Konnte eine Bank noch Geldflüsse noch überwachen und ggf. stoppen, ist das nicht mehr möglich oder nötig, denn die Agenten wissen, wie sie ein Wallet bedienen. Und da Geld wie gesagt in unser aller Leben überall vorhanden ist ... mit der KI und dem digitalen Geld verlieren Banken ihr Tagesgeschäft ...

Doch auch dies ist noch nicht so "schlimm". Damit meine ich, dass die Auswirkungen der KI noch nicht unmittelbar in der physischen Welt in meinem Umfeld wirksam sind. Die Lebensgrundlagen für einen physischen Körper sind noch nicht immanent. Die KI kann mich noch nicht vom Gang zum Supermarkt abhalten, mich in Fesseln legen, denn bisher ist die nicht physisch.

Doch auch dies ist nun vorbei.

Die Martial Arts Robis von China oder etwas in Deutsch zeigen, wie weit man offenbar sein kann. Ich habe diesen Video verlinkt, weil er mehr Meta-Informationen bietet. Der originale Video ist eindrücklicher, aber vielleicht auch unglaubwürdiger. Sollte es aber echt sein (Videomaterial können wir alle schon genug lang täuschend echt herstellen), lässt sich nur noch die Frage stellen: Fahren diese Robis einfach eine Choreographie Liste ab, die von aussen ihre Aktionen steuert, oder sind sie schon autonom, Mein Gefühl sagt hier, sie sind noch wie eine Drohnen-Show. Spektakulär aber noch nicht eigenständig. Rein physisch sind sie's aber: Es gibt im Original die kleine Episode, wo der Roboter einen Stab horizontal hält. über die ein Kind springt, aber mit dem Fuss leicht einhängt. Der Roboter tariert das perfekt aus, genau so wie es ein Mensch tun würde.

Wir wissen, dass Roboter das schon länger können, siehe auch die Videos von Boston Dynamics. Dennoch, so habe ich das noch nie gesehen und deswegen war es allerhöchst eindrücklich.

Was alle diese Systeme noch brauchen, ist elektrische Energie - zuhauf, lange vorhaltend.

Hierzu stellt ein Youtuber die nächste Generation von LFP Akkus vor. Vorersts gedacht für Autos. Diese Batterien haben eine Reichweite von 1'800'000 km und sind dann erst auf 80% unten - die können noch jahrelang in stationären Zyklen Energie aufnahmen und wieder abgeben. Zum Beispiel für die Robis.

Es fügt sich also zusammen. Vor mehr als 30 Jahren hat mir mal ein esoterischer Mensch gesagt, dass nach dem Öl-Zeitalter das Zeitalter des Stroms komme. Ich war erfreut, denn schon damals wollte ich ein elektrisches Auto. Und wenig verwunderlich, ging meine Karriere ja mit dem Computer los, mein Sandkasten, mein Experimentierfeld, meine Welt.

Nun kommen Technologien zusammen, die absolut disruptiv sein werden. Der Challenge ist wohl, wie die Gesellschaften mit der Biomasse der Menschen umgehen. Extra so formuliert. Klar, wir haben das alles unter dem Titel "es soll alles besser werden" initiiert, aber haben wir uns je überlegt, wie's dann um uns steht?

Die Science Fiction hat dies in unzähligen Büchern und Filmen vorweggenommen. Wenn Star Trek die optimistische Version ist, sind Star Wars und andere einfach die Fortführung des gesellschaftlichen Status Quo mit mehr Technik. Derzeit hat wohl eher der Orwellsche Überwachungsweg die Nase vorn. Doch auch diese ging ja davon aus, dass man Menschen schon noch braucht, denn die Leute darin waren ja schon berufstätig.

Jetzt aber wird's anders: Intellektuelle Leistungen braucht's nicht mehr für den Alltag, die KI machts. Einkaufen gehen, liefern lassen, gefährliche Arbeiten, die Robis machen's.

Auf der politischen Ebene haben wir Segregationen, "leck mich am Arsch"-Politik auf höchster Ebene, Eliten, für die keinerlei Regeln gelten ... und wir kleinen? Wir werden zerrieben? Wir sind ja auch die biologisch nachwachsende Ressource, die pflanzt sich auch ohne Driver fort. Mit der Technologie kann man sie aber in Schach halten und für sich arbeiten lassen. Siehe Film Matrix.

Und natürlich, China könnte wohl ein paar tausend dieser Robis nach Taiwan schicken. Orchestriert aus sicherer Entfernung - genau so wie die Amis das mit Drohnen in Afghanistan machten. Kommt es also bald zum direkten Kampf von Robis gehen Bioroboter? Wer weiss, denn logischerweise wissen wir Kleinen nie, das die Eliten schon planen und am Start haben.

Wie das alles rauskommt? Keine Ahnung. Wir sind jedenfalls eventuell in einer Zeit, in der wir immer mehr ersetzbar werden. Der einzelne wird noch unwichtiger, aber halt auch elimierbarer. Doch wozu? All das, was die Technologie-Jünger sich erhoffen ... wem soll's denn dienen? Den Eliten? Schöne Zeit uns Kleinen.

Aber wir haben eine Waffe: Die Eliten ziehen uns ja die Energie ab: Wer erzeugt denn die in Geld bemessenen Dinge, die sie dann instrumentalisieren können? Die Waffe ist also das Geld, das wir bekommen - auch wenn es eventuell (zu)wenig ist. Drum gibt es wohl nicht viel andere Alternativen als bewusst sein Geld auszugeben. Trau schau wem. Mit den Füssen abstimmen.

Zum Thema habe ich grad noch einen je nachdem sehr aufwühlenden Video auf Youtube gefunden ... wie sieht die Welt bis 2040 aus? Das Ende der Arbeit: Prognose 2026-2040 (die wahre Macht der KI).

Es sind interessante Zeiten.

Quo vadis, Bitcoin?

Alles Gute und Erfreuliche wünsche ich meinen Lesern fürs 2026. Irgendwie ein hohler Satz, wiederholt er sich doch identisch jedes neue Jahr. Alle wissen das und dennoch: In der Geschichte eines Lebens ist der Bitcoin gerade erst 16-jährig. Seine Pubertät, seine Reife wird nun getestet.

Wie bei einem jungen Erwachsenen fragt es sich, wie sein Weg aussehen könnte, wächst er doch in eine schon längst aufgeteilte Welt hinein. Mächte, Player, Interessen, Konkurrenz, Bedrohungen, Visionen werden immer mehr auf ihn eindringen, aber seine starke Gefolgschaft wird ihn beim Durchhalten unterstützen. Wir Bitcoiner.

Und doch: Ein Weg könnte sein, was dieser Video anspricht, dass der Jüngling absorbiert und weggesperrt wird - in Analogie zur abgewürgten Jugend des von mir höchst geachteten Dalai Lama. Obwohl schon gottesgleich, wurde ihm seine "niedrige" menschliche Jugendphase verwehrt.

Es gibt noch etwa eine Million Bitcoins zu finden - was sich bis etwa 2140 hinziehen wird. In gut 2 Jahren wird es pro Tag nur noch im Schnitt 144 * 1.5625 BTC als Coinbase geben. Und dann weiter im Epoche-Rhythmus immer weniger. Es wird also für alle immer schwieriger, Bitcoins zu finden - nicht, zu kaufen, denn von den wohl frei verfügbaren 12 Millionen Bitcoins werden wohl einige OGs verkaufen. Schliesslich meint wohl nicht mal der härteste Bitcoin-Maxi, dass er eine Hyperbitcoinization erleben wird - die Phase also, in der Bitcoin statt Fiat im Alltagsleben genutzt wird.

Was passiert also, wenn die Bitcoins einfach von den Fiat-Reichen aufgekauft und dem Fluss entzogen werden? So, wie Michael Saylor das derzeit macht?

Im Video wird gezeigt, dass Bitcoin einfach wie jedes andere Asset von den Reichen mit Fiat vom Markt weggekauft wird. Und diese Reichen brauchen es nicht als Geld, sondern als Beweis ihrer Potenz, denn es ist ja so oder so schwer, an Bitcoins zu kommen. Entweder schürft man sie oder man kauft sie. Beides verlangt nach viel Fiat-Energie.

In der Bitcoin Historie wird jeweils die Analogie von diesen grossen Steinrädern gesprochen, die auf dem Marktplatz stoisch und unverrückbar als Mahnmal des Reichtums irgendwelcher Stammesangehöriger dienten. Diese Besitzer mussten die nicht verschieben, da jeder in der Community wusste, welche Anteile wem gehörten.

Wie die damals auch immer den Alltag bestanden, es musste sich aufgrund der physischen Immobilität des Assets ja schon etwas wie ein Token etabliert haben. Wie auch immer. Also das, was unser Fiat-Geld ja auch ist, ein Token, da wir Gold nicht rumschleppen wollen - ach ja, ist ja nicht mehr so, dass ich Anteile an Gold habe - bzw. versprechen würden's mir die Banken ja schon, würde ich welches kaufen wollen - nur sehen, das würde ich es wohl kaum, geschweige es im Alltag benutezn wollen oder können.

Wird also Bitcoin in den Wallets der Fiat-Reichen versauern? Eine schöne Idee, schubladisiert wie unerwünschte Patente bei denen, die sie unterdrücken wollen? Und damit das Fiat-System erstens behalten und zweitens weiterhin zur Unterdrückung anderer nutzen wollen?

Ich nenne mich ja seit jeher Bitcoin-Purist - Reinheitler. Doch, es gibt in der bipolaren Welt nichts Reines, es gibt immer die Rückseite der Medaille.

Ich persönlich sehe Bitcoin mittelfristig - auch wenn ich das genau so nicht will - als ein Elite-Geld. Ausser, es wird noch schneller und globaler von der gesamten Menschheit adoptiert als jetzt - was bekanntlich Leidensdruck und Ausbildungswunsch voraussetzt.

Mein Satz dazu: Nur wenn mir jemand ein Haus an einem idyllischen See in Kanada oder wo auch immer für einen Bitcoin übergibt, braucht mich das Fiat-System nicht zu interessieren. Dann wird einfach ein High-Quality Asset gegen ein anderes getauscht. Der eine erhält ein höchst mobiles, der andere ein höchst immobiles Asset. Wem es auch wie dient.

Dann ist es egal, ob der Bitcoin bei CHF 500K oder CHF 5M liegt.

Doch wenn nicht so, dann wird es über Fiat-Konversion laufen. Da hat dann der Staat wieder seine Finger drin, weil er die Banken unter der Knute hat.

Wird die Menschheit also wirklich je mit Bitcoin leben? Vielleicht, aber meiner Erwartung nach nicht in den nächsten 20 Jahren.

Natürlich, Bitcoin ist nicht dazu da, Besitzerverhältnisse zu demokratisieren. Doch genau deshalb wird er ein Elite-Asset bleiben. Die im Weltvergleich privilegierten westlichen Bürger sind diese Eliten, denn sie haben jetzt genug Fiat, Bitcoin zu beschaffen neben ihren Alltagsausgaben.

Der Text von anderen dazu ist oft: Wenn man Bitcoin nicht mehr ausgibt, sie nur als Potenzdemonstration hortet, verlören sie ja an Wert. Vielleicht, aber wie die Steinräder ja auch verwitterten, blieben die digitalen Anteilszuschreibungen ja wohl unberührt von der analogen Materialermüdung des Assets.

Das einzige, was Bitcoin für einen leistet, ist die vertrauenslose Beweisbarkeit des Besitztums. In unserer Welt kauft das eigentlich nichts, aber da wir ohne Bitcoin nur glauben müssen, ist es in der digitalen Welt das einzige, wozu es eben keinen Glauben an die Aussagen einer Gegen- oder Drittpartei braucht.

Solange dieses Alleinstellungsmerkmal wichtig ist, bleibt Bitcoin wichtig. Ob man ihn dazu in Fiat bemessen wird - das weiss ich nicht und ich glaube es eigentlich nicht.

Meine Lieblingsanalogie dazu ist ja das: Bitcoin ist das Beste für die digitale Welt. Aber wir Menschen, auch Saylor und Konsorten, sind Organismen, die auf die Ressourcen einer anderen Gegenpartei angewiesen sind: Dem letzten Kreditor, der Erde.

Wie schon Häuptling Seattle gesagt haben soll: "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann." ... von diesen Sprüchen gibt es ja genug. Sie verdeutlichen, das wir am Ende der Tage immer die Ressourcen der Erde brauchen um zu überleben. Nicht ein Token. Solange wir materiell sind.

Im Video wird diese Version wohl vorweggenommen. Bitcoin werde verschwinden, in den Assetverwaltungen der Fiat-Reichen. Sporadisch hergezeigt zur Klärung des Ranges, der Hackordnung, an Events wie dem White Turf in St. Moritz - ansonsten aber eher ein verschwiegenes, doch wohlbekanntes Geheimnis. Denn solches Verhalten kann man an den wohlbekannten Walen heute schon beobachten: Die Putzerfische umschwärmen sie ...

Also doch, alter Wein in neuen Schläuchen. Wohl ja. Aber doch anders: die Welt könnte ihn benutzen, sofort, zum Austausch, jetzt: OnChain oder mit Lightning oder mit Ecash. Und niemand wüsste davon, könnte es verhindern etc. etc.

Daher setze ich mich für die Verbreitung, einhergehend mit Ausbildung ein, bis ich wohl nicht mehr kann und aus der materiellen Realität verschwinde.

Denn für mich ist es die Reinheit des Bitcoins, die Abwesenheit von menschlichen Einflussmöglichkeiten, die dieses Token auszeichnet. Und das passt zu meiner puristischen Sicht auf das Leben aller Kreaturen auf dieser kleinen Kugel im Nichts.

Saifedean Ammous - Der Gold Standard

Saifedean Ammous' neues Buch, der Gold-Standard, das er offenbar in Amsterdam diesen November vorgestellt hat, zeigt, was für ein klarer, ironisch-sarkastischer Analyst er ist.

Er sagt, Fiat ist geboren im Fiat-Chain Genesis Block, dem ersten Weltkrieg. Und damit ist die Pandorra-Büchse geöffnet, denn der sich selbst erhaltende Zyklus von Krieg verlangt nach Fiat-Geld und Fiat-Geld begünstigt und ermöglicht weitere Kriege, wurde damit in die Welt entlassen. Und wuchert in ihr. Ein Teufelskreis, eine Feedback-Schleife.

Saddam Husseins Irak wurde von den Amis - die Unwahrheit der veröffentlichen Verdächtigungen wissend und verheimlichend - platt gemacht. Daran erinnert sich wohl noch jeder. Die Amis wussten, dass der Irak nichts hatte. Aber Geroge W. Bush und seine Entourage wollten den Krieg - Öl halt, Ressourcenabluss nach USA beim Nachkriegsaufbau, was auch immer.

Zum Kriegerlen braucht's Geld. Wenn man gewinnt, raubt man den Unterlegenen auf die eine oder andere Art aus, dessen Ressourcen verleibt man sich dann einfach ein. Einfaches Rezept.

Wie auch immer. Saifedean erzählt: Wir hatten bisher gelernt, dass die Ermordung des österreich-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajevo im Juni 1914 der Auslöser für den ersten Weltkrieg war. Wer dann wieso in den Krieg eintrat ... egal. Krieg ist an sich Krieg und ist immer nur schädlich. Saifedean erläutert sehr klar, dass Kriegführen teuer ist, dass es teuer ist, Menschen zu töten - zumindest damals. Darum gab es früher auch einfach die klassischen Söldner, die sich für gutem Sold für die hinterbliebene Familie umnieten liessen. Und vor allem, früher waren Kriege geographisch beschränkte Ereignisse. Was heute anders ist, was daher zu immer mehr Kollateralschäden (= Zivilisten) führte. Und die Kriegstechnologien wurden immer "fähiger - bis zur Atombombe der Amis oder sicherlich existierenden BC-Waffen der modernen Welt.

Heute sind die Kollaterale aber sogar strategische Kriegsziele, wie man leicht an Russland mit der Ukraine und Israel mit der Hamas sieht. In Afrika könnte man wohl am ehesten noch die Kriegsführung lokaler Warlords vergleichen mit den Kriegen im frühen Europa - siehe Sudan. Wer betroffen ist, leidet dennoch darunter. Heute wie damals handeln andernorts die Kriegsparteien dennoch miteinander.

Krieg ist also nur eine Geldbeschaffungsmassnahme und kann nur gestartet werden, wenn man den Money Printer hat. Denn, wer geht schon aus lauter Freud an der Sach in den Krieg ...

Saifedean nennt nun aber Quellen, die 2017 erst entdeckt worden seien, wonach der Weltkrieg akribisch genau von den Briten eingefädelt wurde. Im Stil des Bitcoin Standard Slangs sagt Saifedean dazu, dass diese Ermordung der Genesis Block der seither laufenden Fiat-Blockchain sei.

Er erläutert das hinreichend einleuchtend, so dass man wirklich sehen kann, dass seine Argumentation gar zwingend logisch ist. Er erwähnt dabei Holland und die Schweiz, die in einer Welt, in der dieser Coup nicht gelungen wäre, die wirtschaftlichen Grossmächte unserer Zeit hätten sein können - nicht die USA.

Wieso ist das so? Nun, weil die Koppelung des Geldes an eine natürliche Ressource ausgehebelt wurde. Nixon war nicht der erste mit diesem Trick. Saifedean nimmt in seiner Erklärung fast in jedem Satz das Wort Money Printer in den Mund. Kein Krieg ohne beliebig viel Money, ergo Money Printer.

Ich werde mir sein Buch besorgen. Für viele, die schon seine Bücher Bitcoin Standard, geschweige denn der Fiat Standard, recht trocken bis schwer empfanden, dürfte wohl auch dieses neue Buch harter Tobak sein. Aber mir gefällt das. Wahrheiten sollten trocken benannt werden, damit keiner in die Verführung gerät, sie emotional aufzuladen und wie andere Leute in die Ecke der Fake-News zu drängen. Dass Saifedean Zusammenhänge mit dem Slang der Bitcoin-Welt erzählen wird, nehme ich mal an und es wird mich auch dann erheitern, wie man solch schreckliche Dinge mit profanen Begriffen aus der Bitcoin-Welt erklären kann, in der sich seine geneigten Leser ja auskennen ... es reduziert Ungeheuerlichkeiten wie Kriege auf simple Techniken zur Manipulation der Menschen.

Ich wusste von diesen Quellen aus 2017 nichts. Wenn das so stimmt, ist es schon krass, wie ein ganzer Kontinent einer Lüge aufgesessen war - deren Auswirkungen bis heute ja Millionen von Toten und Leid in die europäische Welt brachte und die grabenkriegsähnliche Polarisierung förderte und bewahrte. Es zeigt nur wieder mal, dass wir nichts davon wissen, was hinter den Kulissen wirklich läuft. Doch wir lassen uns einspannen - die einen mehr, die anderen weniger. Und das Mittel dazu? Fiat-Geld.

Ich werde eventuell mal von meinen Eindrücken berichten, sobald ich das Buch gelesen habe. Ich bin gespannt.

Volker Pispers - über die Religion des Kapitalismus

Als er noch aktiv war, habe ich ihn geliebt: Ein kabarettistischer High-Quality-Denker aus Deutschland. Seine Vorträge waren und sind dank Youtube besser als jede BWL oder sonstwas Vorlesung. Denn, sie sind kondensierte Realitätsbeschriebe und erst noch erheiternd.

Letzthin wurde mir über einen Linked-In Account eines seiner Videos angedient zum Thema Kapitalismus, zu der Religion, der heiligen Kuh, der Tradition, dem Machtinstrument, der Lüge.

In Zeiten des Bitcoins erscheinen seine Vorstellungen auch - oder besser - gerade heute absolut aktuell. Volker habe sich zurückgezogen, weil sich nichts ändere ... selbst wenn doch viele Leute wie er die anderen bilden wollten. Aber eben, der Betroffene liest nicht was Gscheites, sondern die Bild.

Bitte sich die Kapitalismus-Vorstellungen alle anschauen. Im Schnitt sind alle Videos 10 Jahre alt. Und alle immer noch richtig. Gerade weil sie schon 10-jährig sind, lassen sie sich so gut mit der aktuellen Lage vergleichen. Man wird wohl leicht erkennen, dass es noch viel schlimmer geworden ist.

Der Kapitalismus ist wirklich nur eine verlogene Religion. Religion, weil man die übernimmt und nur deren Gesetze ausführen muss, um gefällig, gefügsam und akzeptiert zu sein. "Geld ist eine Phantasie", "die Schulden des einen sind das Vermögen des anderen".

Der folgende Video ist speziell ab dieser Stelle interessant, denn hier steigt Volker ein ins Fantasy-Land der Geldreligion: die Finanzkrise 2008.

Genau derselbe Grund, Kicker für einen gewissen Satoshi Nakamoto, das Bitcoin Protokoll zu veröffentlichen ... Pispers hat sich zurückgezogen, Bitcoin hat sich ins Rampenlicht gemausert.

Von oben herab geht es mit Lügerei weiter, von unten kommt mit Bitcoinern der Tsunami zur Korrektur dieser Lüge Kapitalismus.

Amüsantes Video zur Zahl des Schachs

Einer der grade im vorherigen Beitrag genannten erstaunlichen Videos ist der zur Legende der Erfindung des Schachs. Gehalten von einem Österreicher. Ich stolperte darüber zufällig (= dank Algorithmus von Youtube, der mich ja mittleriweile eh in- und auswendig kennt). Der Video ist schon 11 Jahre alt.

Wenn ich jeweils in der Ausbildung frage, wieviele der eben legendären Reiskörner auf dem letzten Feld hätten liegen müssen ... bekomme ich nur selten die richtige Antwort — weder die Zahl noch eine Grössenordnung, geschweige denn die Formel. Aber um die geht es ja auch nicht, sondern darum, wie jeder Mensch das im Kopf(!) selbst ausrechnen kann. Es braucht dazu nur Grundkenntnisse der Arithmetik.

Was mich sehr erheiterte in dem Video, sind seine kleinen Spitzen gegen die Politiker und unser Geldsystem, die er österreichisch galant in die Erklärungen einfügte. Und das vor 11 Jahren!

Für mich eine sehr aparte und amüsante kleine Lektion zu grossen Zahlen. Schaut doch mal rein. Denn der Netto-Gewinn ist die Verdoppelungsformel. Wie lange man also bei einem bestimmten Zinssatz warten muss, bis sich der Einsatz verdoppelt hat. Wer das noch nicht wusste, vielleicht bleibt's jetzt mal im Kopf hängen - denn die geschmeidigere Sprachmelodie der Österreicher hilft da möglicherweise mit :-)

Bitcoin Videos zur Inflation, Jack Mallers und zum Spirit der Femmes Oranges

Ich schreibe in letzter Zeit viel über Bitcoin ... weil er so viel Sinnvolles bewirken kann. Auch wenn Videos immer geplant, gemacht, geschnitten werden, um etwas zu erreichen - also mein beliebtes Cui Bono -, so ist die Mehrheit der Aussagen in diesen Bitcoin Videos, dass die Menschen sich eine gerechtere Zukunft, eine erreichbare stabilere, planbare, gestaltbarere persönliche Zukunft wünschen.

Dazu möchte ich gerne diese drei Videos andienen, die dies sehr schön zeigen ...

Les Femmes Orange zuerst ...

und

No more inflation, leider nur in englisch

und wärmstens

Jack Mallers an der Bitcoin Konferenz 2025 in Prag, englisch

Alle drei sind tolle Videos, wichtig sind mir Jack und die Femmes Oranges ... weil beide die Hoffnung auf die Zukunft nicht besser ausdrücken könnten ... mir gefallen die orangenen Damen sehr ... was sie ausstrahlen und sagen ... eben mal nicht die Männer ... die wohl Bitcoin zusammengebastelt haben, aber eben auch Kriege führen, die egoistischeren Trips fahren ... sondern die Frauen, die Familien zusammenhalten, für deren Fortbestand sorgen müssen, deren natürliches Programm eben das Care&Protect Programm ist. Auch wenn sie sich heute emanzipiert fühlen dürften und sollen ... die Programmierung der Natur ist millionenfach älter.

Man könnte sogar sagen, dass die heutige "Hach, ich will mich verwirklichen können" Kultur überhaupt nicht natürlich ist. Doch wir entwickeln uns ja weiter, also kann es durchaus sein, dass sich Frauen und Männer in den naturgemässen Rollen immer mehr annähern. Das wäre dann ein Anzeichen wahrer Entwicklung - zu der wir aber offenbar immer noch nicht fähig sind, nicht mal in der reichen Schweiz. 12% immer noch unerklärliche Money-Gaps in Salärvergleichen zwischen Mann und Frau.

Anyway, die Femmes oranges zeigen und strahlen aus, dass sie nicht unbedingt die Technologie verstehen müssen ... aber sie erkennen allesamt das Potential eines globalen dezentralen gedeckelten Zahlungssystem mit eigener Souveränität, Autarkie, Autonomie. Sie erkennen das und man spürt die Freude darauf, dass Bitcoin das Werkzeug ist, wieder ein naturgemässeres und hoffnungsvolleres Leben führen zu können. Wenn nicht die eigene Generation, dann sicher die nächste ...

Mit der Energie dieser Frauen kann man sich dann den zweiten Video anschauen, der sehr klar macht, was das vermurkste Finanzsystem an Schäden verursacht. Selbst da, wo man es nicht sofort sieht, bei der eigenen Gesundheit, sowohl an Körper und Seele. Und das schon pränatal! Sowas ist logisch und bewiesen ...

Ich sage schon seit Jahren: Bitcoin ist wahrscheinlich die letzte Chance der Menschheit, friedlich in die zweite Hälfte dieses Jahrhunderts zu gelangen. Die lokalen Kriege überall sind ja nur möglich, weil es Fiat-Geld gibt. Wenn Bitcoin regiert, trocknen die Finanzierungen der Kriege allesamt aus. Privatlegionen würden nicht mehr bezahlt werden können, also würden sich die Legionäre andere Jobs suchen müssen, solche, die der Gemeinschaft dient und diese nicht terrorisiert ... und das ist ja nur ein Aspekt ... ich belass es jetzt damit ... sonst kommt man immer vom Hundersten ins Tausendste.

Eingangs schrieb ich, dass ich immer mehr zu Bitcoin schreibe ... weil fast alles von dem, was mir wichtig ist, an den Auswirkungen von Fiat-Geld krankt. In Barcelona demonstriert das Volk gegen Overtourism. Ich selbst gehe nicht mehr gerne ans Zürcher Limmatquai ... total überlaufen von Touris.

Es ist kein Menschenrecht, in andere Länder so beschissen billig fliegen zu können. Meine Mutter selig hat es nie geschafft, ihre Schwester in Kanada zu besuchen, weil sie in ihrer Jugend einen Flug nach Kanada für CHF 4'000 sich einfach nicht leisten konnte. Heutzutage kann man inkl. Spesen für wenige Hundert CHF fast überall hin fliegen. Ist diese Entwicklung wirklich sinnvoll? Nun, lassen wir das, aber schauen wir an: Wieso wurde das Fliegen immer billiger, anderes aber nicht? Obwohl Massentauglichkeit doch genau für Vergünstigungen sorgen sollte? Warum ist Processed Food geschissen billig? Warum ist Kerosin nicht besteuert? Das darf jeder mal für sich selbst beleuchten ...

Es ist nämlich äussert aufschlussreich, welche Dinge billiger werden und welche nicht. Cui bono.

Ich persönlich will immer weniger meiner Lebenszeit in BS-Jobs oder -Arbeiten verlieren. Am liebsten möchte ich für den Rest meines Lebens nur noch Bitcoin-Ausbildung machen ... und damit ich mir ein Brot mit Schinken kaufen kann, einen bezahlten Bitcoin-Job machen ... bezahlt in bester Value-4-Value Attitüde natürlich in Bitcoin.

Anyone to offer me something ...?

All dies und vieles, was ich und andere schon x Male geschrieben und publiziert haben, fasst der Video des Vortrages von Jack Mallers an der diesjährigen Bitcoin Conference in Prag zusammen.

Er als Millenial und als Bitcoin-Unternehmer USD-Superreicher fasst es absolut toll und bewegend zusammen: Bitcoin ist ETHIK. Sein Vortrag ist outstanding. Weil er menschlich ist.

Was auch immer war, die heutige Generation soll vorwärts schauen und bauen. Bauen auf dem Bitcoin-Standard. Damit jeder wieder reale, förderliche Vorstellungen allgemeinnützlicher Ideen und deren Umsetzungen mit Freude füllen kann, mit der Freude, seine Lebenszeit für etwas Sinnvolles einzusetzen. Für etwas, von dem er leben kann.

Wie sagte doch letztens ein Schweizer Politiker zustimmend zur Übersteuerung des kantonal bestimmten Mindestlohnes durch GAVs ... "ein Lohn muss nicht zum Leben reichen" .... was für eine erbärmliche Rosette ... ein alter Sack halt. Die jetzige Generation, und Mallers ist mit gut 30 einer davon, braucht Perspektiven. Solche Texte wie jener sind unverblümt vorgetragene Arroganz, Empathielosigkeit und Selbstgefälligkeit eines, der sich vollgefressen hat als Politiker und nun auf andere scheisst.

Ich merke grad, dass ich sehr intensive Worte wähle ... ja. Es kotzt mich an. Und da dies ein persönlicher Blog ist, darf ich das ja schreiben, es ist nur eine Meinung. Meine. Drum schreibe ich viel, damit der geneigte Leser meine Gedankengänge nachvollziehen kann ... und dann seine eigene Meinung zum Vorgetragenen findet.

2017 schrieb ich zum 10 Jubiläum dieses meines Blogs, dass ich den nur für mich schreibe, damit es einfach aus mir raus kann. Ob es jemandem passt, ob es jemand liest, ist nicht so wichtig. Ich hoffe allerdings doch, dass ich Impulse zum eigenen Denken geben kann. Dann bin ich zufrieden, auch wenn ich nie etwas höre oder lese an Feedback.

Ich habe auch keine Reichweite, ausser vielleicht durch den Podcast bei Dezentralschweiz. Jack Mallers hat sie. Und er spricht mir aus der Seele. Es gibt keine Zeit für den Geist. Es gibt nur Resonanzen. Ich bin Jack Mallers. Wir Bitcoiners sind Jack Mallers.

Also, auf in eine Zukunft mit dem besten Geld seit Menschengedenken.

Die BitBox nun auch für Apple

Letztens kam grad die News von Bitbox, dass sie mit der Bitbox02 Nova dem offenbar wichtigsten Wunsch der Community entsprochen haben, die Bitbox an Apple Geräten nutzen zu können. Ich war ehemals auch einer der Nachfrager, wieso sie dies nicht machten. Als Entwickler kenne ich den Aufwand, den Apple all denen aufhalst, die in den Store gelangen wollen. Ich verstand.

Nun ist sie da, die BitBox, die auch diese Hürde genommen hat. Ein Glascover ist wohl das sofort wahrnehmbare, die versprochene bessere Anzeigehelligkeit empfand ich nie als Problem, eher dann die (Unter/Über)Empfindlichkeit der Touch-Sensoren.



Nun ist die meines Erachtens beste ColdWallet offen für die diversen iPads, die immerhin ein brauchbares Interface für die Bitbox App darstellen. Ich selbst habe nur ein Telefon von Apple - da störte es mich nie, dass ich die Bitbox halt nicht damit benutzen kann.

Obwohl es bequemere Wallets gibt als die Bitbox, hat sie als einzige halt all die Kerndaten, die ich von einem solchen sicherheitsrelevanten Gerät wünsche:

  1. Keinerlei Funktechnologie an Bord (naja, die Nova bricht das nun, aber es gibt ja noch weiteres Wichtiges)
  2. Keinerlei Web-Interface
  3. Ein Security Chip, der sich ausschliesslich um die sichere Verwahrung von Daten wie einem Bitcoin Seed kümmert
  4. Open Source, dank der Interessierte sowohl Software aber auch wichtiger Hardware untersuchen könn(t)en
  5. Datensparsamkeit - ich habe ein Produkt gekauft, punkt. Da will ich sicher nicht noch ein Konto oder persönliche Daten hinterlegen müssen, damit ich es nutzen kann.
  6. Security Audits - unabhängige Fachleute bestätigen durch ihre Untersuchungen, ob die Punkt 1-5 erfüllt sind.

Punkt 4 sollte man nicht überbewerten, denn solange niemand die offengelegten Quellcodes wirklich kompiliert und dieses Kompilat selbst einspielt oder mit einem gelieferten Image vergleicht, verlassen sich die allermeisten wohl darauf, dass Signaturen bei Downloads schon hinreichen. Eigentlich kein gutes Argument, aber eben, mensch ist halt faul.

Darum ist Punkt 6 für mich eigentlich das Wichtigste. Denn wenn ich ein Gerät benutze, gerade sowas wie die Bitbox, dann will ich einfach nicht, dass es irgendwas macht, was ich nicht weiss oder verhindern möchte. Computer sind schnell, wenn ich als Mensch meine, etwas bemerken zu können, dann hat jedes Gerät und erst recht der Computer in seiner Zeitrechnung schon Jahrhunderte Zeit gehabt, die Schweinerei durchzuführen.

Deswegen sind ja Punkte 1 und 2 so wichtig, denn da sähe ich nicht mal, dass was passiert, denn wir menschen haben bekanntlich nur audiovisuelle Distanzsensoren, aber halt keine für elektromagnetische Dinge wie Bluetooth oder WiFi. Ein zufällig oder bewusst offengelassener Port, verbunden mit einem unerkannt laufenden Web-Interface sind absolute Katastrophen aus Sicherheitssicht.

Zu solchen Dingen empfehle ich immer das Anschauen der erheiternden und meist besorgniserregenden Entdeckungen, die jeder am Ende eines Jahres als Videos des CCC (Chaos Computer Club) für sich selbst bewerten sollte.

Den unvermeidlichen Grund, weshald die Nova nun was mit BLE (Bluetooth Low Energy) macht, verstehe ich derzeit noch nicht wirklich, aber wenn ich jemandem die Einhaltung ihrer Grundsätze eher abnehme, dann der Firma Bitbox Swiss. Ich werde mich diesbezüglich natürlich schlau machen.

Daher, und obwohl sie etwas teurer ist als die alte Bitbox, sicherlich jeden Franken wert. Ganz sicher aber in Relation zu den eventuell auf ihr gespeicherten Bitcoins.

Die Bitbox02 Nova.

Ein erklärendes Video zur Nova vom Chef.

Erkenntnis aus dem Video: BLE wird gebraucht, weil man damit keine Lizenzkosten an Apple abdrücken muss. Über den USB-C bekommt man einfach den Strom, spricht aber noch gar nicht mit dem iOS. Der Rest ist einfach richtig gemacht. Wer sich im Security Bereich auf die Sicherheitsversprechen von anderen abstützt, könnte auf die Schnauze fallen, wenn es dort doch ein ungewolltes oder viel schlimmer sehr wohl gewolltes Problem gibt. Da die Bitbox das eh nicht machte, ist es also geklärt.

Jetzt warte ich nur noch, bis es eine Bitbox in orange gibt.

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