ARD: Putins Krypto War

Im ARD kam letzthin diese Sendung über die Spekulation, ob Putin mit massivem Bitcoin-Mining seinen Krieg finanziert.

Dabei wurde gesagt, dass Bitcoin dank billigem Gas aus Russland Bitcoin geschürft wird. Nun, das muss einem egal sein, denn Bitcoin ist Geld für Gegner. Es ist halt nicht zu ändern, dass Bitcoins von jedem Heiligen und jedem Schurken geschürft werden können. Das ist so und so soll es bleiben. Denn alles andere wäre Zensur.

Mir ist das insofern egal, weil ich eben dieses Hallmark von Bitcoin als wichtig ansehe. Was mich allerdings ärgert, ist, dass immer noch Leute unreflektiert sagen, Bitcoin fördere grüne Energien. Das mag schon stimmen. Aber ich entgegnete schon immer, dass dieses Bitcoin-Mining auch einen Markt schafft für "billige" Energie. Und diese kann auch eine Umweltsauerei sein ... wie die Goldschürferei genau dasselbe auch ist.

Denn es ist für "brave" Miner schon so, dass sie die günstigsten Energiequellen brauchen. Aber wenn jemand die Energieproduktion subventioniert, ist die "Grünheit" des Stroms noch nie gesichert gewesen. Das scheint von Putin gemacht zu werden, weil er halt "sein" Gas billig verhökern kann.

Mich nervt also nur, dass hier Gas verstromt wird in einem gewaltigen Ausmass, um politische Ziele zu verfolgen. Weil hier jegliche Ethik oder globale Verantwortung nicht funktioniert, wenn Egomanen die Naturressourcen eines Landes ausbeuten können.

Wenn Bitcoin-Firmen sich brüsten, dass sie nur grünen Strom brauchen, dass dies sogar der Umwelt diene ... ist das natürlich möglicherweise wahr, aber in der ökologischen Wirkung lachhaft, wenn ein Putin aufs C02 scheisst und einfach seine billige Naturressource verstromt.

Ich hielt das schon immer für möglich, dass die Bitcoin-Schönredner gewisse reale Tatsachen einfach ignorieren oder zumindest herunterspielen.

Dass man natürlich mit Kryptowährungen diverse Sachen machen kann, die eben ausserhalb der Kontrolle eines Staates sind, das ist ja schon klar. Es gehört für verantwortungsvolle Leute ja zum Plus. Egal, ob Bitcoin, XRP, XMR ...

Hier kommen die Chain-Analyse-Firmen ins Spiel. Also halt Private, die die Rolle der staatlichen Kontrolle übernehmen. Auch nicht nett, aber immerhin, anders halt. Denn immerhin haben sie nicht das gesellschaftlich sanktionierte Machtmonopol.

Die Sendung erklärt in meiner Sicht gut, dass Kryptowährungen natürlich die menschlichen Fehler nicht beheben können. Es werden nur die Täter und Opfer, die Kontrolle ausgetauscht. Ob es jetzt Fiat ist oder Bitcoin, Tether, A7A5, das ist völlig irrelevant.

Das war schon immer so und bleibt auch so, denn der Mensch wird ja nicht besser, nur weil es kontrollfreie Kryptowährung gibt. Diese sind das sprichwörtliche Messer, das zum Brotschneiden oder Menschen-Abstechen dienen kann.

Also alter Wein in neuen Schläuchen. Und wie gesagt, das ärgert mich nur leidlich. Was mich sehr ärgert, ist die Verantwortungslosigkeit derjenigen, die den Brennstoff der Krypto-Währungen aus der Natur gegen die Natur einsetzen.

Mir ist Putin egal, Trump ditto, jeder andere Hero auch ... schliesslich heisst ein Meme ja, slay your heros. Denn dass die alles nutzen, was brauchbar ist gegen einen Feind, das ist halt so und war immer so.

Wenn das also so ist, dann bitte wenigstens mit der neutralsten Währung, dem Bitcoin.

Der Podcast letztens, in dem Roman "gegen" Robin antrat, zeigte halt, dass es kein Richtig oder Falsch gibt. Roman vertritt halt, dass der Schwarm, der Markt regelt, wie es mit dem Bitcoin weitergeht. Und niemand kommt dagegen an. Robin hingegen findet, dass Bitcoin seine Hallmarks verliert. Beides Meinungen. Auf jeden Fall nur Meinungen von zwei Milliardsteln des Schwarms. Die Gesamtheit allerdings wird die Richtung bestimmen.

Der Schlusssatz der Sendung, dass die Kryptowährungen besser kontrolliert werden müssen ... das finde ich sinnlos. Denn wenn eine Community entsteht um eine Kryptowährung, muss es nur diese interessieren, was sie damit anfangen kann, so bleibt es in ihrer Bubble.

Das war ja auch bei Bitcoin so. Wer heute über den Pizza-Tag lacht, hat vergessen, dass auch Bitcoin einfach "wertlos" war. Es ist einfach eine Technologie, die zum ersten Mal den Double Spend verhinderte und keine Third Party braucht. Das Hauptproblem der digitalen Informationsklonerei. Damit konnte man mindestens das Bescheissen verhindern. Und doch blieb auch dieses Konzept lange "wertlos".

Ich persönlich weiss eigentlich bis heute nicht, was genau den Start der Bitcoin-Hausse auslöste. War es natürlich? War es spekulatives Fiat-Geld-Versenken, Unicorn-Probing? Who knows.

Es ist auch nicht mehr wichtig, denn vielleicht - aber nur vielleicht - haben die fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin wirklich immer mehr Menschen fasziniert. Ich hätte es gerne so, aber ich weiss es wirklich nicht.

Mir gefiel die Sendung. Denn sie zeigte wohl einfach, dass nichts Technisches die Machtspiele einiger verändert, im Gegenteil, sie werden genau dafür genutzt. Aber: die "Guten" geniessen deren Vorteile, denn selbst gutmeinende Institutionen haben nicht das Recht, mich der ökonomischen Handelsfreit zu berauben - unter dem Titel der Bekämpfung der "Bösen".

Und zumindest mit Bitcoin haben wir "Guten" endlich eine wertvolle Alternative zum Kontrollinstrument Fiat-Währung.

Breel Embolo, unsere Nati und Bitcoin, hä?

Tja, ich war auch sehr betrübt, dass die Schweizer Fussballmannschaft ausgeschieden ist - mutmasslich, weil sie ab der 72. Minute ohne Breel Embolo auskommen musste, also 10 zu 11 Spieler für den Rest der Spielzeit und - überraschenderweise - sogar noch einer Nachspielzeit.

Was hat das nun mit Bitcoin zu tun?

Ganz einfach: Wer bei Bitcoin nicht nach den Regeln spielt, verliert. Inevitably, wie die Amis sagen. Unausweichlich. Weil die Kosten für die Verfehlung bei Bitcoin fast so sicher wie das Amen in der Kirche zu einem eigenen ökonomischen Verlust führen. Da spielt man doch lieber nach den Regeln. Dann gewinnen alle - im Sinne des Spiels.

Breel Embolo machte das nicht. Er hatte schon Gelb und fabrizierte eine Schwalbe. Wäre da der VAR nicht gewesen, hätte das auch niemand entdeckt. So hatte Sascha Rufer im SRF TV dann recht drastisch über den VAR gelästert. Emotional verständlich, aber niemand hat ein Wort verloren über Breel. Alle konstatierten, klar, er hat eine Schwalbe hingelegt. Punkt. Aber dass er damit der Mannschaft einen gewaltigen Bärendienst erwies - nun, das 3:1 hat es gezeigt.

Es ist klar, es geht nicht um Breel Embolo, ausser, dass er halt den Spielverderber gemimt hat. Es ist halt gegen die Regeln, bescheissen zu wollen. Alle wissen das, und es gibt eben Konsequenzen. Es lief ja grad gut, warum kam Breel auf so ne Schnappsidee, wenn er doch schon Gelb war.

Beim Fussball haben wir das halt alles schon internalisiert. Übertriebene Härte "sei heute halt so im modernen Fussball" oder soll ich "mordenden" Fussball schreiben?

Fussball hat einen wunderbaren Showcase Charakter: Alle lieben ihn, alle lassen sich packen. Aber auch alle nehmen einfach hin, was da so läuft: Spieler sind ausser an Weltmeisterschaften nicht mehr fürs eigene Land Spieler, sie machen mit am grossen Geld, ganze Clubs gehören Finanzakrobaten, Trainer werden innert kürzester Frist der Erfolglosigkeit geschasst, die teuren Spieler selten hinterfragt ... sooo viel um den Fussball herum ist minderwertig. Die FIFA mit ihrer Machtpolitik ditto.

Aber, der Fussball ist eben auch: Nur ein TEAM gewinnt, eine Schwingung, ein Zutrauen, ein Gemeinsam ... und dieses Ganze packt einen halt, zieht einen rein und lässt einen mitfiebern im "Kampf" mit dem Gegner, der ja auch zum Gemeinsamen gehört. Ich habe eigentlich auch noch nie einen Fan gehört, der für einen Schiedsrichter fant. Wir wissen schon, dass es eigentlich keinen bräuchte, wenn wir nicht vergiftet sind.

Wenn man sich aus eigener Einsicht an die Regeln hält, bräuchte es keinen Schiedsrichter, geschweige denn den VAR.

Bis Embolo den regelwidrigen Abflug machte, lief alles gut fürs Team. Und danach ging's nicht mehr, bzw. das Team musste überproportional mehr Energie aufwenden, um seinen Ausschied zu kompensieren. Wenig oder gar nicht überraschend, dass es nicht reichte für 120 Minuten.

Vielleicht erscheint es zu esoterisch, dass ich sehr spontan auf diesen Konnex kam. Denn nach den Regeln spielen ist halt wirklich einfacher als dagegen. Wer die Regeln so und so aufstellt, das ist natürlich eine ganz andere Story.

Im Fussball sind die Regeln halt einfach, jeder kapiert sie innert kürzester Zeit. Und noch viel mehr: es scheinen ja universelle Regeln zu sein. Sonst wäre Fussball nicht überall in der Welt. Lohnt sich, darüber mal nachzudenken ...

Nicht nur, weil es gestern Nacht also nur noch 10 Leute gegen 11 waren, war mir sofort klar, das geht jetzt nach hinten los. Obwohl ich auch dachte, sie könnten nun endlich mal einen Grossen schlagen, erst recht nach dem Ausgleichstor. Dieses Rankommen nach mehr als einer Stunde war schon beeindruckend. Chapeau.

Schade ... das Beispiel zeigt halt wieder mal: Der Same des Misserfolgs liegt im Kleinen, meist Unbeachteten. Das wird in Myriaden von Sprüchen und Beobachtungen in allen Lebensbereichen seit jeher belegt. Aber eben, wir schauen halt lieber auf grosses Gehampel ...

Der Fussball überlebt's, er überlebt sogar Leute, die ihn auf den Schild heben wie Infantino ... diese Kooperations- und Wettkampfregeln sind stärker als Einzelmasken.

Wäre Embolo nur auch so langweilig einfach den Regeln gefolgt wie die Player bei Bitcoin ... vielleicht stünde die Schweizer Mannschaft nun im Halbfinal ... who knows.

Was ist KI heute für mich?

Früher, noch im alten Jahrtausend, hiess es nur selten KI. Weil man doch noch um Welten davon weg war, was heute jeder kennt und (gedankenlos?) benutzt. Damals hiess es Neuronale Netzwerke. Weil der Mensch ja immer nur sich selbst nachbaut und das Gehirn natürlich als der Endgegner erscheint, wurden die Neuronen ins Visier genommen.

Man wusste schon, dass diese eigentlich etwas wie Schwellenschalter sind, die viele Eingabe- und Ausgabeleitungen haben. Die Eingangssignale werden dann erst noch verstärkt oder gedämpft, so dass so ein Neuron eine höchst dynamische Sache ist. Und von diesen kleinen Schaltern hat jeder Mensch etwa 100 Milliarden.

Die Schalter müssen aber verbunden werden. Dazu dienen die Synapsen als Connectors, von denen jedes Neuron bis zu 10'000 habe. Wenn man das multipliziert, kommt man schon auf eine gigantische Zahl von Verbindungen, die wie erwähnt erst noch verschiedene Signalstärken transportieren. Und diese Verbindungen können erst noch jederzeit auf- oder abgebaut werden.

Das Gehirn ist höchst dynamisch oder elastisch, wie andere sagen. Es rostet auch nicht - sein Zustand, seine Leistungsfähigkeit hängt nicht vom Körperalter ab. Vielmehr gilt: If you don't use it, you loose it.


Die Mechanismen des Gehirns rein mathematisch zu modellieren, war damals schon machbar. Aber in der Menge konnte man das damals als Simulation nicht skalieren. Angesichts der gigantischen Zahlen meinte man auf oft, das wäre eh nie möglich.

Ich als Trekkie dachte mir bei TNG "Computer haben es für mich erst geschafft, wenn ich mit ihnen reden kann wie Captain Piccard".

Dass es so schnell geht, hätte ich nicht gedacht. Meine ersten Experimente waren das Erkennen von Ziffern in einer 7x5 Segmentanzeige. Immerhin, damals schon mit erstauntem "Hä, wieso nimmt es diesen Pixel als Unterscheidungsmerkmal?". Das ist erst 35 Jahre her ...

Nun in die Gegenwart, was habe ich in meinem persönlichen Alltag von der KI?

Zu meinem Alltag gehört nach wie vor Software-Entwicklung. Als ein Application oder Solution Architect empfand ich das teilweise mühsam, aber natürlich auch herausfordernd. Denn mein Gehirn lieferte mir immer schon eine gute Gedächtnisleistung. Zusammen mit Neugier und Spieltrieb lernte ich schnell und mühelos viele Programmiersprachen. Diese waren für mich wie die Dialekte - es gibt so viele, und alle lösen nur das eine: der emsigen Biene, der CPU, in ihrer eigenen Sprache beizubringen, was sie zu tun hat.

Da die Welt verschiedene Bereiche kennt, war es nur logisch, dass es Sprachen gibt, die für spezielle Anforderungen entwickelt wurden. Sie halfen, die Denkweise oder die Problemstellung optimal in die CPU-Sprache zu übersetzen. Oder genauer: Sie wurden so entwickelt, dass der Mensch seine Denkweise optimal formulieren kann.

An der ETH bekam ich Pascal und Modula-2 gelehrt. Weil vor allem Pascal entwickelt wurde, um Studenten die saubere Denk- und Schreibweise zu lehren.

Bei mir kamen dann mit der Zeit viele andere Sprachen hinzu. Die heutige Business-Welt benutzt in meiner Sicht eigentlich relativ wenige. Auf der anderen Seite, Sprachen sterben nicht so schnell aus, weil die Software üblicherweise länger lebt als ihre Programmierer. Wenn diese sich verabschieden, müssen die Systeme gewartet oder migriert werden.

Der Running Gag hier ist ja COBOL ... aber eben, sie lebt immer noch. Die Sprache selbst ist wie bei menschlicher Sprache auch nicht das Problem. Die Herausforderung ist das Vokabular.

Und genau hier ist die Hilfe der KI eine gigantische Hilfe für Leute wie mich. Für mich ist KI auch nicht wirklich intelligent, sondern es ist die beste Suchmaschine, denn sie hat alles gefressen, was ich zwar auch verstehen würde, was ich aber quantitativ niemals sehen oder gar ins Gehirn schaufeln könnte.

Und die grösste aller Hilfen ist es, dass sie meine Aussagen "versteht" und ihre Suchresultate wirklich passen zu meinem Problem. Und ich bin ja der ungenaue. Ich habe eine Idee im Kopf, die ich kommunizieren muss, damit ein Computer was daraus machen kann. Dies war schon immer das Problem der Entwickler.

Die Suchmaschine StackOverflow war und ist eine tolle Anlaufstelle, aber wie auch immer ich anfrage, die Resultate waren ja nie auf mein Problem gemünzt. Weil die Suchmaschinen gar nichts verstanden haben von dem, was sie lieferten.

Die KI ist für mich der Meilenstein, weil sie wirklich versteht (ich mache die " nun nicht mehr um das Wort), was ich überhaupt vortrage. Dazu musste noch etwas hinzukommen: ein (temporäres) Gedächtnis, der Kontext.

Wir Menschen sind nie kontextfrei. Wir wählen unsere Worte in Abhängigkeit der Umgebung, Stimmung und der Intention, um nur drei zu nennen. Und Publikum. Eine Suchmaschine war bisher natürlich ein strohdummes Publikum. Dank KI ist das Publikum nun verständig. Sie versteht, was ich will. Dann sucht sie. In ihrem gigantischen Reservoir an Aufgeschnapptem, bewerteter Information.

Dann kommt das Gedächtnis der KI dazu - und schon kann ich mit dem Computer so reden wie mit einem Menschen.

Wir haben mit der KI dem Computer also schon mal das für den menschlichen Alltäglichste beigebracht: die Kommunikation mit Kontext.

Erstaunlicherweise reicht das vielen Menschen schon. Oder andersrum ... ist der Mensch doch nicht viel mehr als eine Maschine? Lassen wir das mal weg ...

In meinem Alltag ist es also nun so, dass ich mit meiner nie perfekten sprachlichen und logischen Präzision der KI ein Problem schildern kann. Sie versteht, was ich meine, zieht den Kontext zu Rate und bewertet erneut, was ich wohl meine, durchsucht damit ihren Speicher und verwurstelt die Resultate zu Texten, die ich in meiner Sprache verstehe - alternativ eben jede beliebige Programmiersprache.

In meiner Praxis bin ich mit der KI bisher aber nicht schneller geworden, denn ihr Kontext ist nie gross genug für die sogenannte Erfahrung, die sich in meinem Gehirn verdrahtet hat. Was KI kann, ist, auf meine Impulse reagieren, wenn ich diese geben kann.

Das finde ich eine der grössten Erleichterungen, denn so kann ich mein Aufgeschnapptes in den Dialog reinwerfen. Wie ich es auch bei einem Menschen würde. Nur, die KI hat wohl alles vom Angedeuteten eben schon wirklich gefressen und im Zugriff - weiss alles darüber.

Wenn ich also an einem Problem sehe, wie sich Claude abmüht, weil er mein Problem erkannt und auch meinen Lösungsimpuls miteinfliessen lässt, dennoch aber nichts Befriedigendes liefert - immer dann stelle ich fest, dass die KI (noch) nicht klären kann, wann es Zeit ist zu stoppen, rauszuzoomen, eine neue Idee zu finden und mit dieser Herangehensweise erneut ins Problem reinzuzoomen.

Zumindest vorerst ist das noch nicht möglich. Wenn ich Claude diesen Impuls gebe - macht der seine Magic und schreibt dann lapidar "Gute Idee, ich prüfe das mal"

In diesem Sinne ist KI für mich nur bei einfachen, seiteneffektfreien Problemen eine Verschnellerung. Was ich mit ihr aber erreiche, ist das schnelle Abgrasen und Probieren von Alternativen auf einer unendlich viel grösseren grünen Wiese.

Damit bin ich für ein gegebenes Problem also nicht schneller, aber dank KI konnte ich verschiedene Herangehensweisen ausprobieren. Früher sagte ich oft, "ok, diese Idee hätte ich noch, aber bis ich den PoC dazu gemacht habe ... " zuviel Zeit, zuviel Aufwand, zuwenig Motivation.

Für einen erfahrenen Entwickler wie mich ist KI also kein Zeitgewinn, sondern ein Enabler zum Finden der besten Lösung aus einem viel breiteren Spektrum an Möglichkeiten. Und das macht die KI dann eben emotionslos, präzise, ich würde fast sagen fehlerlos. Denn für so einen PoC muss man teilweise recht viel Temporäres bauen - inklusive neuer Fehler, die ich machen würde. Diesen mühsamen Prozess nimmt mir die KI ab. Dafür bin ich extrem dankbar.

Denn meine Qualität als Software-Entwickler ist der Ideen-Reichtum. Ich könnte immer mehr probieren. Ich kenne die Kontexte, schaffe sie ja auch. Nun habe ich einen Assistenten, der emotionslos, frustfrei jedem meiner Impulse folgt und in beliebig vielen Iterationen umsetzt.

So wollte ich es schon immer. Seit ich mit dem C64 in die (Un)Tiefen der Computerei eingetaucht bin.

"Computer: Mache eine Analyse der Bedrohungslage anhand der Sensorendaten und vergleiche es mit Mustern früherer Begegnungen mit den Borg", "Aye Captain" ...

Die FIFA ist noch weniger als eine Bananenrepublik

Infantino hat schon den richtigen Namen. Kindlich wäre ja noch nett, kindisch ist wohl richtiger.

Ein Duckmäuser erster Güte ... der Big Guy on the backyard bellt mal kurz, und Infantino kuscht. Aber eben, man könnte ja sagen, nur die schwachen Charaktere schaffen's zum Top - weil sie sich anpassen, unterwerfen, speichellecken etc. etc.

Nicht meine Linie. Dem Frettchen hätte ich gesagt, bei aller "Liebe", das ist nicht dein Metier, halt dich draussen - einem, der nicht mal weiss, was eine rote Karte ist. Logisch, einer, der sich nicht an Regeln hält, nicht mal seine eigenen. Wie sollte der auch können. In dem Sinne ist die USA ja wohl auch bald eine Bananenrepublik.

Ich frage mich grad, ob man den Bananenrepubliken nicht unrecht tut ...

Nun ja, wir in Europa und natürlich der Schweiz wissen schon längst, welcher Art die FIFA ist. Die Organisation natürlich.

Wenn es nicht so peinlich für Infantino wäre, würde man es wohl unter den zahlreichen Peinlichkeiten des gemeinnützigen Vereins FIFA ablegen können, aber Infantino macht ja auch das Spiel kaputt, weil zum Spiel die unbedingte Akzeptanz der Schiedsrichter und des Regelwerks gehört.

Das amerikanische Team hätte aus Sportsmanship verzichten sollen, den Roten aufzustellen.

Es ist unglaublich, passt halt in die Zeit ... man beachte mal, welche Art von Mensch derzeit die Politik führt. Egal wo, in welchem Land.

Star Trek wird 60

Damit ist die Science-Fiction Serie zwar noch 5 Jahre jünger als Perry Rhodan, aber dennoch, wahrscheinlich kennen die meisten Star Trek eher als PR. Obwohl PR eine deutsche Story ist.

Man weiss ja sicher, dass viele der jetzigen, arrivierten Physiker in ihrer Jugend von Star Trek beeinflusst wurden. So auch Professor Doktor Metin Tolan der TU Dortmund. Den habe ich natürlich selbst nie persönlich erlebt, aber schon oft gesehen im TV, weil er in den populärwissenschaftlichen Formaten regelmässig erscheint. Und er hat Star Trek offenbar auch gefressen ... so wie ich ...

Er hielt im März einen amüsanten Vortrag zur Physik von Star Trek. Dies, um unter anderem zu beweisen, dass die Enterprise inklusive Besatzung eigentlich nur 158 kg schwer sein kann ... :-) ... klar, die haben ja auch Trägheitsdämpfer. Und natürlich sind die 158 kg nur die träge Masse ...

Man bedenke, dass Star Trek seit eben diesen 60 Jahren Sachen erzählt, die phantastisch sind, aber offenbar schon Konsistenz haben ...

Ähnlich amüsant ist auch dieser Vortrag, man erkennt das Thema auch schon von Weitem ... der ist zwar schon 7 Jahre alt ... aber sowas ist immer spannend zum Vergleichen, was wir heute haben, wovon vor 7 Jahren noch als Zukunft gesprochen wurde. Nur schon diese Beobachtung ist viel beeindruckender als mancher Vortrag.

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