Nachtrag 3 zum Thecus N3200 NAS

Da sich doch einige Anfragen sammelten zu meinen Langzeiterfahrungen mit diesem NAS, beantworte ich diese gerne in diesem Artikel.

Dass der RAID-5 Aufbau stinkend langsam ist, das sagte ich schon. Die Temperatur liegt immer im Rahmen, die höchste bisher gesehene lag bei 37°. Da der Ventilator geregelt ist, spielt das keine Rolle, zumal das Netzteil ja extern ist. Zudem habe ich mit der Plattenwahl natürlich auch vorgesorgt.

AD für die ACL wird sehr wohl unterstützt. In dem Zusammenhang ist interessant, dass sich die Box weigert, die AD-Gruppen zu lesen, wenn die Zeitbasis auf dem AD/NT-Server zu stark von der Box abweicht. Es verträgt da wohl nur ein paar Minuten.

Bei mir ist zur Umstellung auf Sommerzeit auf einen Schlag der Zugriff über AD/NT-Gruppen abgeblockt worden. Die Box macht dann einen Fallback auf lokale Users und Gruppen. Da ich die ja nicht einrichtete, hatte ich schon mal einen kleinen Schreck in der Abendstunde, zumal mein Server und die Box ja dieselbe Zeitzone hatten. Der Unterschied: Bei der Box kann man nirgendwo Daylight Saving Time einstellen. Deshalb war die Box dann plötzlich eine ganze Stunde hintennach und akzeptierte nichts mehr.

Bei mir bringt die Box lesend bei Filecopy mindestens 14 MByte und max. 22 MByte/Sek. Mehr liegt offenbar nicht drin, selbst an meinem 1 Gbps Netzwerk mit Jumbo-Frames. Wie ich schon schrieb, finde ich die Performance eigentlich erbärmlich, aber was soll's. Ich habe noch kein HDTV-Material zum Abspielen, wenn mir jemand etwas schickt, dann teste ich es gerne mal ... :-)

Den Media-Server konnte ich nun doch mal testen, ein Laptop mit der Media Edition von Windows fand ihn und konnte seine Inhalte problemlos abspielen.

Ich bin für den Zweck des Einsatzes mit der Box zufrieden, auch wenn der Support während meines Access-Problems zwar schnell, aber wenig nutzbringend war - so mein Eindruck.

Die Box verrichtet ruhig und anstandslos ihren Dienst. Ich muss mich halt nur jeweils bei den Zeitumstellungen erinnern, die Zeit auf der Box nachzustellen. Diese Unterlassung finde ich allerdings sehr ärgerlich. Vielleicht liege ich ja falsch, dann bitte ich um Korrektur!

BAG, ein Amt von Gesundheitstaliban?

Das BAG macht ja schon länger mit mehr oder weniger humorvollen TV-Kampagnen mobil gegen Alkohol, Rauchen und Übergewicht.

Dagegen wehren sich nun einige. Denn wenn's gegen Übergewicht geht, dann eben gegen das Essen. Und Essen muss doch jeder Körper, damit er überlebt.

Es gab da schon mal eine Zürcher Kantonsrätin, spindeldürr, die gegen die Dicken wetterte und sie verknurren wollte, Fettsteuern zu zahlen, wenn sie nicht an einem Abnahmeprogramm mitmachen würden. Meine damalige spontante Reaktion: Ich hätte eine Petition einreichen wollen, mit der man dürre selbstgerechte Kantonsrätinnen gewaltsam in Kurse für Bewusstseinstraining verknurren könnte ... :-)

Es ist unglaublich, worüber sich Leute aufregen können. Beim Alkohol finde ich, dass sein "Problem" ist, dass seine Säufer Hemmungen verlieren und gegenüber anderen Menschen gewalttätig werden können. Das tun nicht alle, ich weiss, doch es passiert. Zudem gefährden sie als Autofahrer die Gesundheit anderer.

Beim Rauchen ist es auch so, dass je nach Raum Anwesende gesundheitlich in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.

Bei Drogen ist es ähnlich wie beim Alhohol. Hier gibt es passive Abhängende, je nach Droge aber auch aufgeputschte Überempfindliche, die nach kleinsten Reizen völlig ausrasten.

Alle diese drei Bereiche haben in sich, dass sie andere gefährden, nicht als Stoffe an sich, sondern weil sie die Selbstkontrolle der Einnehmenden herabsetzen und diese gefährdend werden lassen.

Wie ist das aber bei den Dicken? Wie gefährdet ein Dicker einen Anwesenden (sofern er sich nicht grad auf ihn draufsetzt)? Ah, die Krankenkasse? Ja, das machen die drei anderen schon längst.

Wenn es nur um die KK ginge, dann müsste man wohl fast alle anderen Krankheiten, die in der Bevölkerung weit verbreitet sind, auf den Index setzen: Grippe (müsst halt mehr Vitamin C fressen), Masern (müsst halt gefälligst alle Goofen impfen lassen), Magengeschwüre (müsst halt dem Chef mal die Meinung geigen) oder Altersweitsicht (müsst halt mehr Karotten knabbern) ... absurd nicht?

Wer aber treibt die KK-Preise denn so in die Höhe? Das sind keine der vier Bereiche direkt, sondern der Wahn nach 'mindestens ein CTG in jedem Weilerspital'.

Ich finde es in Ordnung, wenn das BAG vor Auswüchsen in allen diesen Bereichen warnt, durchaus deftig, humorvoll oder drastisch, solange es nicht auf Zwang ausgeht. Sobald man anfängt, bei irgendeinem dieser Bereiche finanzielle Strafen aufzuerlegen, kommt man wohl in Erklärungsnotstand, wieso grad bei bei dem angefangen werde und nicht beim anderen. Sonst könnte ich doch glatt verlangen, dass man eine Steuer auf Dummheit einziehen sollte, damit solche hirnrissigen Ideen wie die der Kantonsrätin eine Nachwirkung für die sie Demonstrierende hat ...

Denn wir wissen doch alle, eine Änderung kann nicht aufgezwungen weren, sie geschieht eh nur, wenn der Betroffene sich selbst endlich entscheidet, sein Problem endlich sein zu lassen. Druck erzeugt diese von Innen kommende Änderung nicht, sonst müsste ja die Kriminalität bekämpfbar sein durch die angedrohten und von manchen erlebten Freiheitsentzüge.

Also, BAG, macht nur weiterhin gescheite Minimovies zu tatsächlich vorhandenen Themen. Bitte weiterhin mit etwas Witz, haltet Euch zurück in der Vernunglimpfung der Menschen. Denn Ihr wisst nicht, wie es dazu kam, dass ein Mensch seinen Weg durch einen oder mehrere dieser Krankheitsgeschichten wählte.

Aus meiner eigenen Geschichte weiss ich, dass kein Arzt wohl je wirklich verstand, was mich zu meiner Körperform veranlasste, und schon gar nicht, wieso sich diese derzeit drastisch ändert ... und zwar ohne Zwang von irgend jemanden.

Ich anerkenne ja auch den begrenzten Horizont jener Kantonsrätin, und ich anerkenne jedermanns Geschichte und ich mische mich nicht unverlangt ein. Ich lasse es einfach so sein, wie es ist.

Drum finde ich BAGs Geschichten amüsant, solange es so bleibt. Es wird ja schon wirken, bei einigen. Das ist dann der Erfolg - weil diese einigen es sich ansehen und entscheiden 'Ja, das hat was, also mache ich es künftig anders'.

Doch halte das BAG doch bitte Abstand vor Zwängen oder entsolidarisierenden Massnahmen, denn diese bewirken niemals das, worum es dem BAG doch gehe.

Wo habe ich das schon zitiert? Das Gegenteil von gut ist nicht böse, sondern gut gemeint.

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