Der Mensch ist halt mehr als eine 1-Sinn-Maschine

Dieser Artikel von heise heute verwundert mich überhaupt nicht.

Immerhin, wenn die US Navy GUIs auf Touchscreens rückgängig macht, kann wohl niemand behaupten, die seien rückwärtsgewandt - zumindest nicht in technischer Hinsicht.

Es ist doch klar, dass der Mensch, der Hunderttausende von Jahren 5 Sinne herausgebildet hat, sich von tumben seichten GUIs mit nur visuellem Input unterfordert fühlt. Nur weil 2007 Herr Jobs die Wischerei als Interaktionsmodell einführte, heisst das ja noch nicht, dass es überall geeignet, geschweige denn fehlertolerant ist ... und schon gar nicht, wenn es um eine möglichst sichere Bedienung eines Geräts geht.

Die Hände und das Gehirn sind mehr als Bildverarbeiter, bzw. wenn man seine übrigen Leistungen wie Haptik, Geruch, Akustik und Erinnerung der Positionen von Fingern an einem bestimmten Griff brach liegen lässt, unterlässt man die Nutzung zusätzlicher, redundanter und simultaner Sicherungsfeatures, die der Mensch dank seinen 5 Sinnen bei jedem Handgriff quasi parallel oder im Multitasking mitlaufen lassen kann.

Bei Wischerei-GUI-Geräten kann man mit echten Tasten die Fingerkuppen als 2. Sicherheitskanal nutzen. Das ist das, was über programmatisch aufblasbare Miniaturtaschen ja auf Touchscreens hoffentlich kommen wird. Dann ist das GUI dann wieder nur ein Kanal, die Haptik der zweite. So, wie der Mensch alle IT-liierten Geräte bis vor Jobs gebaut hat ... aus guten Gründen. Es müssen halt immer zuerst Unglücke passieren, bis auf wahre Erfahrung zurückgegriffen wird.

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