Die mir unverständliche, regionale Verkaufspolitik von Dell

Es ist ja schon erschaunlich, wie Dell die Welt aufteilt und wie merkwürdig die Resultate dessen sind.

Ich hatte mir im März einen neuen Laptop von Dell, das aktuelle XPS-Flaggschiff mit allem Schnickschnack gekauft, aber leider ohne internes WWAN-Modul, also kein GSM, GPRS, EDGE, UMTS, HDSPA etc. Nicht weil ich das nicht bräuchte, sondern nur, weil man das im dell.ch nicht konfigurieren konnte.

Verwunderlich war es ja eh schon, dass man bei Dell zumindest jeden Laptop in den verschiedenen Länder-Sites verschieden konfigurieren kann bzw. muss. So war es lange nicht möglich, die beiden Harddisks als RAID-1 konfigurieren zu lassen auf dell.ch, auf dell.de ging das aber. Weiterhin konnte man auf dell.com die Physik-Beschleunigungskarte abbestellen, auf allen anderen Dell-Sites nicht. Auf dell.com konnte man auch eine TV-Karte bestellen, auf den europäischen Dell-Sites nicht.

Nun, TV wollte ich zwar optional, gab's aber nicht. War nicht so ärgerlich, weil auch Dell da eh nur Steckkarten für den PC-Express-Slot anbietet. Dass ich auch das interne WWAN-Minimodul nicht bestellen konnte, ärgerte mich schon sehr. Also rief ich bei Dell an. Der langen und mühsamen Rede kurzer Sinn: Die Sales-Force wollte mir ums Verrecken kein WWAN-Modul verkaufen, weil sie da ja Verträge mit Vodafone hätten in Deutschland. Auf den Einwand, dass ich den Laptop ja auch vor allem in Deutschland benutze, reagierte mann/frau mit "geht trotzdem nicht".

Es war offenschtlich, dass die Salesforce sich hinter den Vorgaben versteckt. Ich erhielt da dann die Eingebung, mich des Unverständnisses der Salesforce wegen an die speziellen XPS-Supporter weiterleiten zu lassen. Dort gelangte ich der Eingebung entsprechend an einen sehr hilfsbereiten und technisch versierten Menschen, der zwar neu bei Dell zu sein schien, sich aber wirklich um mein Problem kümmerte: Denn ich wollte ja absichtlich keine Einsteckkarte, die mir den externen Slot verbaute, sondern das von Dell anderswo verkaufte, interne WWAN-Minimodul.

Da die Dell-Supporter seit neuestem direkt an Kunden verkaufen dürfen, konnte ich mir als Schweizer eine nur auf dell.de verkaufte WWAN-Karte beschaffen, dem netten Techniker sei Dank. Ein kleines Hindernis hätte diesen Erfolg fast noch torpediert: Da ich sowohl als Privater als auch als Firma schon bei Dell einkaufte, ich den Laptop als Firma kaufte, wurde es mir fast zum Verhängnis, dass selbst der nette Supporter mir das Teil nicht hätte liefern dürfen, wenn er es mir als Firma schicken müsse. Das gehe nur, wenn ich es als Privater bestelle. Oder so ähnlich.

Ich hielt auch am Telefon ihm gegenüber nicht hinterm Berg und äusserte mein basses Unverständnis über diesen Blödsinn. Ich wagte dass, weil es mittlerweile klar war, dass er Verständnis für meinen Wunsch hatte.

Obwohl ich persönlich schon viel mit Dell zu tun und dabei keinerlei offene oder ungelöste Probleme hatte, wundere ich mich schon, was die da machen. Dank des Supporters habe ich nun diese WWAN-Karte, die zugehörige Software kannte ja sogar auch alle Schweizer Provider und siehe da, unsere von sunrise gesponserte SIM-Karte wurde sofort akzeptiert und so habe ich im Büro hier immerhin schöne EDGE-Connection mit bis zu 256 kbps. In Zürich hätte ich dann wohl sogar UMTS.

Ich halte nichts von geographischen Limiten, denn sie werden erstens umgangen und erzeugen nur illegale Geldflüsse und Betrügereien.

Zum Glück gibt es immer irgendwo Leute, die einem wirklich helfen wollen und können. Ich danke diesem Supporter, dass er sich bemühte und Dells Weste zumindest bei mir weiss halten konnte.

GTA - Grand Theft Auto - Killerspiele weg?

Zurzeit läuft ein Prozess, in dem ein Kantonsberner den lokalen Media Markt (MM) verklagt, weil der die brutalen Spiele Stranglehold, GTA und andere führt.

In diesen und anderen Spielen wird bedenkenlos gekillt, und zwar teilweise ohne dies für das Spielziel überhaupt umgehen zu können. Moderne Spiele bieten ja meistens mehrere Spieltaktiken, um das Ziel zu erreichen. Wenn das Spiel jedoch so eintönig aufs Killen reduziert, so ist es ganz sicher äusserst bedenklich.

Der MM-Leiter meint, diese Spielthemen dürfen für Erwachsene nicht gesetzlich verboten werden, denn die könnten gut unterscheiden zwischen Realität und Fiction. Zudem seien diese Spiele ein geringer Prozentsatz, ca. 7%, aller verkauften Spiele. Er meint, dass es natürlich nötig ist, die Alterskontrollen einzuhalten.

Die Teenies finden diese Spiele normal. Sie meinen, Leute umzunieten gehöre halt zum Spiel. Sie denken sich nichts (mehr) dabei, im Game einen Polizisten, der einen aufhält, einfach mit einer Kanone zu killen. Da gibt es bereits keine emotionale Regung mehr, keine Sekunde des Überlegens, wie man der Polizei ohne Blutbad entkommen könnte. Sie haben gelernt, dass Killen eine einfache Methode ist, um ein Problem zu "lösen". Sie meinen auch zu wissen, dass es ja ur virtuell ist, dass zwei Stunden virtuelles Abschlachten halt so ist, wie zwei Stunden lang Schwarzenegger, Stallone oder Herr der Ringe sehen.

Soweit so gut. Ich selbst hatte - allerdings mit weit mehr als 20 Jahren - die ersten PC Egoshooters miterlebt. Ich fand es ebenfalls anregend, in Doom, Nuk'em oder Quake den Willen zur Vollendung des Levels mit rohester Gewalt durchzusetzen. Ich fand dazu auch jeweils Cheats, um die Spielfigur unverletztlich zu machen und mit unendlich viel Waffenpower auszustatten, damit ich sogar die kleinsten Gegner der Einfachheit halber mit der BFG atomisieren konnte.

Ich für meinen Teil sage auch, dass jetzige Erwachsene den Unterschied zwischen Realität und Virtualität wohl noch machen können. Aber nicht, weil sie erwachsen sind, sondern weil die Games in ihrer Jugend noch ganz offensichtlich völlig jenseits jedes Anscheins von Realität waren.

Wenn ich mich erinnere, wie wir teilweise noch auf dem C64 schon Schloss Wolfenstein spielten, oder dann eben Doom auf dem PC, da war ja wirklich nichts realistisches dabei.

Heute aber, wo die Spiele Realitätsanschein haben, passiert etwas ganz Perfides: Der Geist wird im Spiel trainiert, in gewissen Situationen (= Bilder, Menschen, Emotionen) die Mörderlösung zu nutzen. Diese Situationen sind mittlerweile dank Rechenpower derart realistisch geworden im Spiel, dass der Unterschied vom Spiel zur Realität denkbar gering geworden ist - zumindest natürlich, was Akustik und Visualisierung anbelangt.

Es ist wohl nachzuvollziehen, dass angelernte Gewohnheiten immer leichter zur Anwendung gelangen, wenn die sie auslösenden Umstände einander immer mehr gleichen.

Jetzt kommt noch hinzu, dass ich solche Spiele - als Erwachsener für Erwachsene - nicht verteufeln will. Doch, wenn Kinder von desinteressierten oder überlasteten Eltern mit dem Computer und solchen Spielen allein gelassen werden, trainieren sie sich diese Erfolgsstrategien an, ohne von den Eltern in der Rolle als Ethik-Richtlinie eine andere Sicht der Problemlösung gelehrt zu bekommen.

Treffen sich dann solche trainierten Kids auf der Strasse, erschaffen irgendeine aus den Spielen bekannte Situation, so werden sie wohl wie im Spiel reagieren.

Es darf uns doch allen klar sein: Wir sind alles extreme Gewohnheitstiere. Wie stark das ist, könnte jeder an sich selbst entdecken, wenn er denn wollte.

Der Geist ist eine lernfähiger Automat. Und wann ist die Lernfähigkeit dieses Automaten am besten? Als (Klein)kind.

Wenn diesem Automaten also keine anderen Lösungsmethoden als das Killen beigebracht werden, so wird dieser Automat in der wie gesagt immer mehr der Realität gleichenden Situation diese im Spiel gelernten Lösungen anbieten. Und wenn die Situation emotional wird, das Bewusstsein also sehr getrübt ist, wird der Automat diese Lösung auch realisieren.

Solche Spiele zu verbieten, bringt natürlich nichts, denn Unterdrücktes - im Geist -, findet immer einen Ausweg - denn das Unterdrückte ist ja da, eben im Geist. Ist oder wird der emotionale Druck zu gross, realisieren sich diese Gedanken in einer vollautomatischen, bewusstseinslose Art.

Ich persönlich wünsche mir auch, dass sie genau dort nicht hinkämen, wo die ethische, ausbildende Richtlinie nicht vorhanden ist. Doch das scheint der verhängnisvolle Teufelskreis zu sein. Emotion schürt weitere Emotion, und die wird von solchen Spielen genährt und aufgewiegelt.

Da kann man nur hoffen, dass der Körper immer noch jedem weist, wo und wie diese Realität ist.

Günter Wallraff undercover bei Weinzheimer, LIDL Brötchenbäcker

Günter Wallraff hat wieder zugeschlagen ... oder andersrum, er hat aufgechlagen, wie andere niederschlagen.

Er hat sich als Mitarbeiter bei Weinzheimer beworben und hat den Job bekommen. Der Grund sei gewesen, dass es seinem Verstand nicht erklärlich war, wie man 10 Aufbackbrötchen herstellen kann, die dann für EUR 1.05 im LIDL verkauft werden. Also wollte er es herausfinden.

Es sei eine schwere und harte Arbeit gewesen, sogar junge Mitarbeiter seien an ihre Grenzen gelangt, weil sie teilweise 30 Tage ohne Unterbruch arbeiten mussten. Nach Wallraff habe ein Mitarbeiter zynisch geklagt "er arbeite doch bei einer Firma und nicht im Konzentrationslager".

Nun, LIDL habe diese Bäckerei immer weiter runtergedrückt im Preis. Weil Weinzheimer offenbar abhängig war von LIDL, drückte der die Löhne, quetschte seine Leute aus, nur um den Grossabnehmer nicht zu verlieren.

"Geiz ist geil", so hiess es doch immer noch. Wir alle rennen zu den Billigjakobs. Will niemand wissen, was für einen Junk er frisst. Ist ja wohl nicht nur die Arbeitskraft, deren Qualität vermindert ist, sondern auch die Rohstoffe. Vielleicht ist aufgeblähte Watte bald nahrhafter als solcher Billigjunk.

Oder wie stellt man sich denn vor, werde qualitativ hochwertige(re) Ware produziert?

In Amerika gebe es die meisten Massivübergewichtigen, die sich von all diesen nahrungstechnischen Verirrungen jahrelang ernährten. Es ist heute erwiesen, dass diese modernen Nahrungsmittel kontraproduktiv wirken. Gescheite Leute wie Udo Pollmer haben sich schon weit und breit darüber ausgelassen.

Was bedeutet denn Lebensqualität, nach der alle schreien? Mit dem Flieger für saubillig überall hin zu reisen, dort seine nicht der Gegend angepassten Launen auszulassen, sich unbeliebt zu machen, dann nach hause zu reisen und rumzunölen, wie Scheisse es zuhause sei?

Heute habe ich im Radio gehört, dass da doch einer meinte "man habe nun endlich den Graben zwischen Wohlstandsvermehrung und Resourcenübernutzung endlich überwunden und verstehe nun, dass Wohlstandsvermehrung nicht zulasten der Umwelt gehen müsse".

Ja Herrgottnochmal, konnte man jemals mit gesundem Verstand und/oder Einfühlungsvermögen vertreten, dass der Wohlstand zu vermehren sei und dass dadurch halt die Umwelt den Bach runter gehen soll? Wusste gar nicht, dass wir schon in der Lage wären, auf einen erdähnlichen, schönen Planeten auszuwandern - zu eigenen Lebzeiten wohlgemerkt.

Wallraff zeigte wieder mal, dass man nicht nach China etc. schauen muss, um Misstände zu finden. Die sind mitten unter uns. Weil wir es so wollen und weil wir nicht oder zumindest nur selten den Mut haben, diese machiavellistischen Zyklen zu durchbrechen. Ok, dieser Job wird üblicherweise den Gewerkschaften zugeschanzt. Und wenn die motzen, dann überlegen wir mal wieder, wie das eigentlich alles funktioniert und erkennen, wie es ausgeglichener sein kann.

Nur, daran sollten wir uns auch wieder erinnern, wenn wir Schweizer lieber teures Benzin verbraten, um jenseits der Grenze kofferraumweise Billigware bei Aldi und LIDL reinzuholen. Dann nämlich scheint mir das alles schon wieder vergessen zu sein.

Früher hiess das "nach uns die Sintflut". Heute ist das werbetechnisch natürlich "besser" verpackt.

I, Robot

Über Pfingsten konnte man im TV diesen Film öfters sehen. Ich habe noch dunkle Erinnerungen an das Buch von Isaac Asimov, der diese drei Robotergesetze in seinem Roman fomulierte.

Diese drei Gesetze seien die unumstössliche "Ethik" eines Roboter. Quasi das BIOS eines Roboters.

Der Film spielt damit. Einerseits kann ein Supercomputer die einzelnen Robbis via Downlink dennoch dazu bringen, diese Gesetze zu übergehen, und andererseits hat der verstorbene Robotervater der allumfassenden Überwachung durch den Supercomputer nur durch Selbstmord entgehen und einem Roboterhasser dadurch einen Wink übermitteln können. Eine Spezialversion eines Roboters, die der Robotervater extra dafür kurz vor seinem Tod entwickelte, bekam die Fähigkeit, die drei Geetze zu umgehen bzw. sich selbst für eine Seite zu entscheiden.

Im Film sorgt der Roboterhasser, dass er den scheinbaren Selbstmord untersucht und natürlich die Roboter dafür verantwortlich macht, genauer gesagt, diese eine Spezialversion names Sonny.

Der Supercomputer benutzt schlussendlich eine Ethik, die Menschen zu beschützen, indem der erkennt, dass das Wohl der Gesamtheit über das weniger zu stellen ist.

In der Konsequenz verkündet er, dass zum Wohle der Gesamtheit einige Freiheiten gekürzt oder beendet werden müssen, zudem werden einige Menschen eliminiert, die gegen das grosse Ziel arbeiten. In Konsequenz bringt das der Menschheit den Frieden und den Wohlstand.

So einen Film mit dieser Messaage, allerdings düsterem Ausgang, gab es schon einmal, der Supercomputer hiess damals Colossus.

Einen realen Fall gibt es in Form all der Gesetze zur Überwachung mitsamt Spezialberechtigungen, die unter der Bush Administration seit dem 11. September 2001 eingeführt wurden.

Klar, wie begegnet man der Gewalt, der Zerstörung, dem Hass, dem Neid, der Missverteilung? Ein alles kontrollierender Supercomputer macht das mittels Robotern, Bush und andere mit Gesetzen, die die Freiheit einschränken. Die Computers in den Filmen hatten teilweise Erfolg - im Dienste der Menschheit. Diese wurde geknechtet, hätte es aber ab dann gut gehabt, sprich, Essen und Gesundheit garantiert.

Doch im Film musste der Sonny als Spezialkonstruktion dafür sorgen, dass der Supercomputer zerstört wurde. Wozu das?

Wieso erscheint das Ende im Film Colossus düster? Wieso die Zerstörung des Supercomputers in I, Robot erfreulich? Mit der doch dafür gesorgt ist, dass die Menschen sich nach wie vor umbringen, die Umwelt zerstören und die Umverteilung Arm und Reich weiter auseinanderdriften lässt?

Des Dalai Lama liebstes Gebet

Das Schweizer TV brachte heute einen Film über den Dalai Lama, "Ein Leben für Tibet". Es ist immer wieder faszinierend, wie der Dalai Lama über seine Erlebnisse und die seiner Volksgenossen erzählen kann, erheitert, gelassen, obwohl die Einzelschicksale teilweise sehr dramatisch sind, wie auch der im Film erscheinende Richard Gere aus eigener Beobachtung bestätigt.

Aufgrund meiner geistigen Ausbildung kann ich ais Erkenntnis mitlächeln, es erscheint mir schon lange nicht mehr als Widerspruch, wie der Dalai Lama sich äussert. Wenn die Interviewer fragen, wie es mit dem Leiden der Tibeter stehe und der Dalai Lama dann so lachend darüber mit einem Einstiegssatz zu antworten beginnt, finde ich das immer wieder erheiternd und befreiend. Nach dem ersten Lacher wird er meistens umgehend konkret und gleichzeitig philosophisch. Er hat die Gabe, sein Einfühlungsvermögen jederzeit zu aktivieren, ja, ihm eigentlich die Hauptzeit seines physischen Lebens zu geben.

So argumentiert er gerne auch immer aus der Sicht seines Opponenten, indem er sich eben in diesen einfühlt. So ist er auch zeitlich voran, er sieht, was in China passieren wird in den nächsten Dekaden. Nicht das, was aktuell in der Zeitung steht, sondern das, was man ja schon auch beobachten kann. China scheint zwar sehr mächtig zu sein, doch im Vergleich zur Welt ist es der kleinere der beiden. Also wird nicht nur der Einfluss von China auf die Welt (Merkwort "Sog als wirtschaftliches Eldorado") grösser, sondern natürlich auch umgekehrt. Letzteres scheint die aktuelle Regierung von China noch nicht begriffen zu haben, bzw. sie muss lernen, sich auf der Ebene der Internationalität zu bewegen, nicht mehr nur als absolutistische Herrscherschicht gegenüber dem untergebenen Volk.

Aus dieser Sicht heraus meinte der Dalai Lama, werde sich China in vielen Bereichen zum Förderlichen entwickeln.

Richard Gere meinte, es sei doch mittlerweile so, dass sich alle hoch anrechnen lassen und sich geehrt fühlen, den Dalai Lama einmal umarmt zu haben. Er, der die auch unter den Tibetern vorhandenen Heisssporne im Griff hat, der Gewaltlosigkeit ausstrahlt, er ist der wohl meist geachtetste Führer in der Welt, nur die chinesische Regierung sieht ihn als den Teufel. Richard lächelte bei der Aussage "he's the best friend the Chinese can have". Und sie merken's nicht.

Der Dalai Lama hält ja auch Kontakt mit den westlichen Wissenschaftlern. Nicht gerade er selbst, aber er ermutigt, dass geistige Fähigkeiten mit modernster Technik untersucht werden. So wird der tibetische Mönch und Philosoph Matthieu Richard auch direkt am EEG angeschlossen, um seine Gehirnaktivität messen zu lassen, wenn er in bestimmte geistige Zustände wechselt.

Matthieu sagte, man wisse heute, dass ein Pianist ca. 10'000 Stunden Klavier spiele. Dabei könne man sehr schön die Region des Gehirns beobachten, die fürs Klavierspielen benutzt wird. Wenn Matthieu sich selbst beobachten lässt, wie er in dsa Gefühl des Einfühlens einsteigt, dann werden Regionen in seinem Gehirn angeregt und aktiv und zwar in einem enormen Masse, wie es sich die aktuelle Wissenschaft nicht erklären kann. Wie werben da die Scientologen immer "Sie benutzen nur 10% ihres Gehirns" - wie wahr, aber vielleicht doch anders als die Scientologen meinen.

Matthieu meint, wieso soll man eigentlich nur Klavier und anderes so intensiv trainieren? Man könne doch auch den Geist trainieren, denn was macht er denn, wenn sein Gehirn diese grosse Aktivität zeigt? Er bestimmt sein Denken. Das hat der Mönch trainiert und verinnerlicht. Der Dalai Lama sagte dazu auch, dass er sich selbst nicht als der Lama sehe, sondern als normaler Mönch. Die Lamas zeichne es eventuell gegenüber anderen Mönchen aus, dass sie bereits mit der absolut zweifelsfreien Intention, der Menschlichkeit zu dienen, in diese Ebene kamen.

So sagte der Dalai Lama am Schluss des Filmes: "Mein Lieblingsgebet ist dies: Solange der Raum besteht, in dem menschliche Wesen fühlen, ist mein Ziel zu dienen."

Wer in dieser Welt sagt aus innerster Sicherheit genau auch dies und handelt auch so? Das ist Menschlichkeit. Nur ganz wenige tun es, jeder jedoch merkt es, wenn sie ihm/ihr widerfährt. Siehe oben, Richard Geres Aussage.

Einbürgerung per Urne?

Diese Frage wird ja demnächst geklärt. Per Urne. Die 27'000 Einwohner Stadt Emmen hat diese Frage mittelbar aufgeworfen.

Es ist klar, dass Einbürgerung nicht per Urne durchgeführt werden darf. Wieso? Ganz einfach: Welche Leute gehen an die Urne? Die, die meistens gegen oder für etwas sind, die grosse Mehrheit bleibt zuhause.

Wer einem Einbürgerungsgesuch wohlwollend gegenüber steht, müsste sich aus dem Sessel erheben. Macht Ihr das? Wenn Ihr ablehnend seid, macht Ihr das?

Ich denke, dass die zustimmende bis gleichgültige Mehrheit ihre Stimme eben an der Urne nicht geltend macht. So können ablehnende Minderheiten über Gedeih und Verderb der Antragsteller entscheiden. Wohl eben eher mehr Verderb. An die Utopie, dass die Wohlwollenden sich erheben, glaube ich nicht.

Aus diesem Grunde empfinde ich den Entscheid über ein Gesuch als willkürlich bzw. sogar fremdenfeindlich.

Als der Lärm der Flugzeuge früher jedesmal beim Ausbau des Flugplatzes diesen durch den Aufstand der Anwohner in Frage stellte und er deshalb jeweils zur Abstimmung kam, hatten die Anwohner nie eine Chance, denn es war schlichtweg allen anderen Einwohner des Kantons Zürich egal, weil sie nicht betroffen waren. Jeder aber wollte den bestmöglichen Flugplatz in seiner Reichweite.

Erst seit die Flugzeuge mit ihrem Lärm den bevölkerungs- und geldreichen Südanflug bestrahlen, gibt es grösseren und potenteren Widerstand. Obwohl auch der nichts fruchtete bisher.

Wenn eine ganze Gemeinschaft über etwas abstimmen muss, das nur die allerwenigesten kennen, mit dem sich nur wenige beschäftigen müssen/wollen, können Vorurteile leicht und locker das Zepter schwingen. Da meist nur Negatives Energie zur Stimmabgabe liefert, ist die Tendenz eines Resultats festgelegt. Aus diesem Grunde möchte ich nicht, dass über Einbürgerungen per Urne entschieden wird.

Ceterum censeo: Think globally, act locally.

Der weise Profiler, Thomas Müller, zum Fall Amstetten

In der Rundschau erschien heute der österreichische Spezialermittler und Profiler Thomas Müller. Er habe schon Tausende von komplexen Fällen in vielen Ländern dieser Welt analysiert.

Was ich spannend fand, ist, wie die Moderatorin Frau Hasler ihm öfters ins Wort fiel, immer dann, wenn er etwas ausholen wollte oder etwas eben anders beleuchtete als es "normal" ist.

Der emotionale Druck, offenbar auch bei ihr, einer erprobten Medienarbeiterin, liess sie ihn unterbrechen oder vorschnell Worte in den Mund legen, die er dann aber nicht bestätigte.

Es ist offenbar für viele Menschen nicht fassbar, dass es keine Schuldigen gibt, dass man im Unverständnis, der Empörung über einen Fall, keinen Sündenbock finden kann. Den Täter natürlich mal ausgeschlossen, der diese Ideen realisierte.

Es nützt nichts, den Behörden eine Schuld zuweisen zu wollen, oder den Nachbarn, oder dem Land Österreich. Wozu wollen das die Menschen denn immer? Wieso können sie es nicht endlich sein lassen?

Damit sie mit ihrer eigenen Emotion klar kommen, dass sie eine Projektionsfläche haben, auf die sie ihre eigene Emotion richten können. Es ist immer so. Nur wenige Menschen auf der Welt erkennen, dass ihre Emotionen niemals von anderen verursacht, sondern nur getriggert werden, weil sie in ihnen selbst schlummern. Es ist sogar so, dass diese anstossenden Personen nur deshalb in der Aussenwelt erscheinen, weil in der inneren Welt diese Gedanken, ungeklärte Situationen, angestaute Emotionen vorhanden sind.

Thomas Müller weiss das, und seine Antworten passten der Frau Hasler offenbar schon nicht so ganz. Er sagte, dass man von sehr intelligenten Menschen nicht einfach erwarten kann, dass sie ein gutes Buch schreiben oder ihre Intelligenz zum Wohle der Umgebung einsetzen, sondern halt damit auch ihre eigenen Emotionen durchsetzen können. Und zwar so, dass die weniger Intelligenten oder weniger Mutigen halt einfach keinen Verdacht schöpfen oder wenn doch, keinen Mut haben, gegen die Dominanz der Intelligenz des Täters anzugehen. Intelligenz kann ein Mensch ja schliesslich einsetzen wie jedes andere seiner Talente. Förderlich für die Umgebung oder für eigene, egoistische, anderen schadende Ziele.

Was Thomas Müller auch sagte, ist die Tatsache, dass es immer Anzeichen gibt - selbst bei komplexesten Verbrechen -, die man aber erst im Rückblick in der Bedeutung richtig einordnen kann. So haben ja offenbar genug Leute bemerkt, wie Fritzl die Ernährung der Eingeschlossenen abhandelte, wie er den Zugang zum Keller Mitbewohnern des Hauses verbot, wie dominant sein Umgangston mit der oberirdischen Familie war.

Weiterhin - und das fand ich einen bemerkensweten Satz - sei es seine Erfahrung, dass die Umgebung eine unbegründete Arroganz als unbeteiligten Beobachter an den Tag lege, zu wissen, wie ein Mensch sei - nur aufgrund seines Äusseren und seines Verhaltens. Das alltägliche Schubladisieren halt.

Auch die Fragen nach dem "Hätte man vorbeugen können" sagte Müller einfach, nein. Der Fall ist eben so gross geworden, weil der Täter halt äusserst überlegt und zielgerichtet ist und vor allem die Gabe hat zu antizipieren, also vorwegzunehmen, welche Situationen sich ergeben werden und wie man dann die beteiligten Personen im eigenen Sinne beeinflussen kann. Das alles konnte Fritzl offenbar. Er ist sicherlich ein hervorragender Taktiker und Stratege.

Auch hier wieder meinte Müller die Arroganz der Unbeteiligten zu erkennen, denn durch die Empörung können sie nicht erkennen, dass es viel kleverere, intelligentere Menschen gibt als man selbst einer ist. Und man sie nie entlarvt, ihnen das nie zugetraut hätte. Man sich also eingestehen muss, dass man halt einfach nichts über die allermeisten anderen Menschen weiss - sicher aber selbstverständlich erlaubt, ein Urteil, eine Vorstellung über den anderen aufzubauen und erbost zu sein, wenn der dieses irgendwann zerstört.

Und das diese Konfrontation (oder sagen wir mal ehrliche Erkenntnis) meistens zu Wut auf andere statt zur eigenen Klärung führt, hat wohl schon jeder erlebt - selbstverständlich nur bei den anderen.

Nachtrag 4 zum Thecus N3200 NAS - Mediaserver

Der vierte Nachsatz zu dieser Box wird nötig, weil ich es aufgegeben hatte, mit dem eingebauten MediaServer und der PS3 als Abspieler zurande zu kommen.

Die PS3 konnte den N3200 eigenen Metabolic MediaServer schon finden, aber nach etwas Abspielen hängte sich die PS3 immer derart auf, dass man sie Ab- und Einschalten musste. Genauer gesagt, nachdem sie einen Fehler anzeigte, war der MediaServer verschwunden oder es liess sich kein einziger Song mehr von ihm abspielen, selbst wenn die PS3 das Sekunden zuvor noch konnte. Zur Behebung des angezeigten Fehlers schlug die Community immer das Ausschalten vor.

Allerdings fand ich dann auch in der Community eine Anpassung an das N3200 des bekannten MediaServer von TwonkyVision.

Nach der Installation dieses von TwonkyVision für das N3200 zurzeit offenbar nicht offiziell unterstützten Moduls gelang dann endlich das, was ich immer wollte: Alle meine Musik, Photos und Videos können nun von der PS3 abgerufen werden - nicht immer dargestellt, denn die Anzeige, das Abspielen, muss ja die PS3 erledigen. Die kann leider weder mit meinen FLAC noch - was mich viel mehr schmerzt - OGG Dateien was anfangen. Gleiches gilt auch für die Videos.

Wer hier was als Lösung für auf die PS3 wüsste, würde mich das freuen zu erfahren, denn meine CDs hatte ich alle als OGG auf den Server gerippt.

Peter Brabeck wird mir ja grad sympathisch ...

... weil er sich sehr deutlich gegen den Einsatz von Mais als Biotreibstoff ausspricht. Chapeau. Das hätte ich ehrlicherweise nicht erwartet ... böse Zungen könnten behaupten, dass Nestle nur nichts daran verdiene. Das kann ich nicht beurteilen, ist auch nicht wichtig.

Wichtig ist, dass sich der VR-Präsident des wohl grössten Nahrungsmittelkonzerns so deutlich positioniert, indem er die Konkurrenzierung von Nahrungsmitteln und Treibstoffen als unsinnig erklärt.

Solange Bioethanol aus Nahrungsmitteln erzeugt wird, ist das der Same, der Regierungen wegwischen wird, wenn er voll auswächst.

Und das nur, weil die verwöhnte westliche Welt ja nur noch 10-15% des Einkommens für Nahrungsmitteln aufwenden muss, dafür die restliche Kohle in Freizeit- und Mobilitätswahn, also auch Autos, reinschiebt.

Nicht sparen oder endlich echte Treibstoffalternativen fordern, sondern einfach des hehren Ziels des Klimaschutzes wegen ums Verrecken Biotreibstoffe produzieren. Wo doch eigentlich noch nicht raus ist, ob die in der Gesamtbilanz wirklich besser, sprich förderlicher, fürs Klima sind. Es gibt ja schon Studien, die dem Bioethanol sogar schlechtere Noten ausstellen als den Mineralölen, wenn man wirklich alles, eben auch Anbau, Pflege, Chemieeinsatz etc. miteinberechnet.

In der Schweiz werde Bioethanol aus dem Holz gewonnen, also keinem Nahrungsmittelkonkurrent. Immerhin. Aber die USA mit ihren gigantischen Monokulturen reitet natürlich auf dem Mais rum. Und da die nie genug bekommen, heizt das die Preise an. Und Bush erzählt dann noch was von "bis 2010 sind 50% der Autos Bioethanol-Säufer". Wird Zeit, das der weg ist. Doch solche markigen populistischen Ideologien verankern sich halt, wenn man sie nur genug oft und intensiv wiederholt.

Naja, Syngenta und andere GVO-Erzeuger wird's freuen, denn wenn die einen Supermais bringen können, klingelt ihre Lizenzkasse und verschluckt sich noch am Geldfluss.

Auf jeden Fall für mich eine erfreuliche Information heute, dass Brabeck so deutlich Stellung bezieht.

Ceterum censeo: Think globally, act locally.

Nachtrag 3 zum Thecus N3200 NAS

Da sich doch einige Anfragen sammelten zu meinen Langzeiterfahrungen mit diesem NAS, beantworte ich diese gerne in diesem Artikel.

Dass der RAID-5 Aufbau stinkend langsam ist, das sagte ich schon. Die Temperatur liegt immer im Rahmen, die höchste bisher gesehene lag bei 37°. Da der Ventilator geregelt ist, spielt das keine Rolle, zumal das Netzteil ja extern ist. Zudem habe ich mit der Plattenwahl natürlich auch vorgesorgt.

AD für die ACL wird sehr wohl unterstützt. In dem Zusammenhang ist interessant, dass sich die Box weigert, die AD-Gruppen zu lesen, wenn die Zeitbasis auf dem AD/NT-Server zu stark von der Box abweicht. Es verträgt da wohl nur ein paar Minuten.

Bei mir ist zur Umstellung auf Sommerzeit auf einen Schlag der Zugriff über AD/NT-Gruppen abgeblockt worden. Die Box macht dann einen Fallback auf lokale Users und Gruppen. Da ich die ja nicht einrichtete, hatte ich schon mal einen kleinen Schreck in der Abendstunde, zumal mein Server und die Box ja dieselbe Zeitzone hatten. Der Unterschied: Bei der Box kann man nirgendwo Daylight Saving Time einstellen. Deshalb war die Box dann plötzlich eine ganze Stunde hintennach und akzeptierte nichts mehr.

Bei mir bringt die Box lesend bei Filecopy mindestens 14 MByte und max. 22 MByte/Sek. Mehr liegt offenbar nicht drin, selbst an meinem 1 Gbps Netzwerk mit Jumbo-Frames. Wie ich schon schrieb, finde ich die Performance eigentlich erbärmlich, aber was soll's. Ich habe noch kein HDTV-Material zum Abspielen, wenn mir jemand etwas schickt, dann teste ich es gerne mal ... :-)

Den Media-Server konnte ich nun doch mal testen, ein Laptop mit der Media Edition von Windows fand ihn und konnte seine Inhalte problemlos abspielen.

Ich bin für den Zweck des Einsatzes mit der Box zufrieden, auch wenn der Support während meines Access-Problems zwar schnell, aber wenig nutzbringend war - so mein Eindruck.

Die Box verrichtet ruhig und anstandslos ihren Dienst. Ich muss mich halt nur jeweils bei den Zeitumstellungen erinnern, die Zeit auf der Box nachzustellen. Diese Unterlassung finde ich allerdings sehr ärgerlich. Vielleicht liege ich ja falsch, dann bitte ich um Korrektur!

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