Finger weg von Fracking - wenn das Klima halbwegs gerettet werden soll

Fracking ist ja jetzt der neue heilige Gral der Energieverkäufer. Egal, ob Fracking nach Öl oder Gas, es ist Schwachsinn. Es dient höchstens der Verlängerung des Endes mit Schrecken. Denn der Schrecken dabei ist ja die Klimaerwärmung. Der Schrecken erhöht sich dabei um denjenigen des Frackings: die dafür nötige giftige Chemie, die Gefahren der Grundwasserverseuchung, Bodenvergiftung etc. etc.

Dass es diese Klimerwärmung gibt, ist völlig klar. Jeder, der in der Schule den Energieerhaltungssatz lernte, muss das eigentlich wissen:

Erdöl oder Erdgas holen wir ja nur deshalb aus dem Boden, weil es eben gespeicherte Energie ist, die wir dann bekanntlich einfach nur umwandeln, schlussendlich in Wärme, denn Energieverluste erhöhen bekanntlich die Entropie, und Wärmezunahme ist Entropiezunahme. Und da die Prozesse, die Energie aus der Atmosphäre wieder in den Boden bringen, von uns gestört werden oder einfach vergleichsweise langsam sind, ist die Energiezunahme einfach eine logisch begründete Sache.

Anyway, gemäss dem Energieerhaltungssatz bringen wir also einfach zuvor im Boden gebundene Energie in die Atmosphäre. Daher also die Klimaerwärmung bzw. Erhöhung der Energie in der Atmosphäre. Kein Widerspruch möglich, q.e.d.

Daher müssen wir das nutzen, was eh schon in der Atmosphäre an Energie da ist oder was von aussen eingebracht wird: Das tun Sonne und Mond. Also die Kräfte Wind, Licht und Gravitation, also Wasserkraft - durch die vom Mond-Erde-Gespann erzeugten Gezeiten.

Diese Energien erhöhen in der Erzeugung den Energiegehalt der Atmosphäre nicht, deshalb eben klimaneutral.

Aus meiner Sicht: Besteht also darauf, dass die gebundene Energie aus dem Boden dort belassen wird, damit es nicht unausweichlich wärmer wird ... eben, Energieerhaltungssatz.

Und daher wie üblich: Think globally, act locally.

Nachtrag zum "Untergang des Kapitalismus"

Heute hatte ich einen interessanten Diskurs mit einem alten Freund, einem weit gereisten und sehr wachen Beobachter. Als ich ihm den Titel meines letzten Blog-Eintrages nannte, hatte der gleich einen Einwand, den ich gut nachvollziehen konnte. So entschloss ich mich, diesen Begriff "Untergang des Kapitalismus" noch etwas zu präzisieren.

Ich meinte damit, den Untergang des gesellschaftlich allseits akzeptierten Kapitalismus. Hier in Europa ist der ja auch aufgestellt, allerdings neben humanistischen Ideen, die einen starken oder doch wenigstens halbwegs ebenbürtigen Staat vorsehen, damit sich diese beiden Kräfte wie Waage halten können.

Beispiel: Der Staat ist die Gemeinschaft von Menschen, die sich seinen Regularien unterordnet, um damit auf allseits anerkannte Richtlinien im Umgang mit jedem anderen Staatsbürger zählen zu können. Jeder Brüger ist Teil des Staates und hat - und das ist der Konsens eines Staates - gewisse Rechte und Leistungen zu gute, wie auch gewisse Pflichten zu erfüllen. Das heisst, wirschaftliche Unterstützung in gewissen Lebenssituationen, rechtlichen Schutz vor dem Staat und anderen Bürger. Dafür zahlt der Bürger steuern und unterordnet sich den Regeln, die dieser Staat durch Befragung seiner Bürger als für alle gültig entwickelt (aka Gesetze). Im Prinzip sogar freiwillig. Das ist der Deal.

Dies scheint mehr oder weniger nur (noch) auf dem Kontinent Europa halbwegs zu klappen. Hier scheinen die Menschen noch zu wissen, dass man nicht gleichzeitig für den eigenen Egoismus soviel Rendite wie möglich haben will, und dennoch bitte schön auch noch vor den Auswüchsen der kapitalistischen Ausbeutung gefeit zu sein.

Diese Einsicht, dass im jeden einzelnen übergeordneten System, eben Staat und Wirtschaft, eine Parität existieren sollte, dies scheint tatsächlich einen Errungenschaft der Alten Welt zu sein. Da derzeit aufgrund des US-Wahlkampfes wieder viel Dokus über den TV laufen, kann man sehen, dass in der USA selbst die von Kapitalismusauswirkungen zerriebene Mittelschicht, die derzeit durch alle Netze fällt, oft noch dem American Way of Life huldigt. Konsequenz Einzelner: "Ich kann es immer (noch) schaffen, that's America". Fine. Ich denke, das stimmt hinten und vorne nicht. Kleines Bonmot einiger Kabarettisten: "Das Geld is ja nicht weg, es hat's einfach ein anderer". So ist es. Ein Mitt Romney hat einfach darum soviel, weil es ein oder mehrere andere nicht mehr haben. Könnte man ja mal nur für kurz so sehen. Dann aber ist sofort klar, dass es anderen weggenommen wurde - ob mit oder gegen deren Willen oder Kenntnis. In Amerika, Afrika und Asian funktionieren viele Länder so.

Eine Vorstellung, wie eine Gemeinschaft sein sollte, die sich eben um alle kümmert, dies konnte sich offenbar nicht überall entwickeln, denn dazu muss der Denker sein Ego, seine Wünsche und Rücksichtlosigkeiten konsequent ausblenden können. Es ist schon viele Jahre her, da hörte ich aus esioterischen Kreisen den Satz "Europa hat die Rolle, zwischen den Polen Asien und Amerika einen Mittelweg zu finden". Das scheint soweit durchaus passend zu sein.

Wer Bankenkrise und High-Speed-Handel durch ausnahmslos Computer etwas genauer anschaut, erkennt leicht, dass es sich um parasitäre Nebenwelten handelt, denen wir allerdings - wohl aufgrund goldiger Versprechnungen - immer mehr erlaubten, in die reale Welt der Körper einzudringen. Der reale Körper eines jeden Inkarinerten auf dieser Welt, egal ob Chinese, Inder oder Ami, braucht zu trinken, zu essen, zu schlafen und etwas Raum, um sich die Zeit zu vertreiben.

Der Körper braucht keinen Saldoauszug. Wir aber leben so, als ob der Saldoauszug der Herzschlag wäre, die Gesundheit der Organe etc. Es geht sogar so weit, dass virtuelles Gebrabbel Leute dazu bringt, ihren Körper durch Selbstmord zu zerstören, obwohl dem ja gar nichts fehlte (FB-Mobbing etc).

Hier in Europa, wo die Bedürfnisse des Körpers meistens wohl gestillt sind, erlauben wir dieser Scheinwelt, immer mehr Raum über unsere Vorstellungen vom Leben einnehmen zu lassen. Das hat die Konsequenz, dass wir immer mehr von dem sozialverträglichen Kapitalismus abweichen - und zwar auf die harte Linie, die von Jean Ziegler immer so schön als Raubtierkapitalismus bezeichnet wird. Ausbeutung der Körper bis zum Letzten.

Zu Beobachten sind die Anzeichen seit Langen überall. Die Banken und ihre Spiele sind ja nun mehr oder weniger aufgeflogen, wenigestens vereinzelt. Die Schwächen der Staaten sind eklatant: Die Einführung einer spürbaren Steuer auf die Geldtransaktionen der Banken kommt fast nicht zustande oder wird derart homöopathisch sein, dass die Banken ihn als moralisches Denkmäntelchen benutzen können, um erst noch besser da zu stehen.

Die Auslagerung der höchten Tugend des Dienens: Auch der Staat muss aufpassen, denn wenn jede Auskunft, jede Bescheinigung, jedes Papier, ja sogar das Einschicken der Stauererklärung kostet, benimmt der sich auch langsam wie sein Gegenpart. Der Staat dient dem Menschen. Ein Staat, der das tut, wird auch geschätzt und verteidigt von seinen Bürgern. Ein Staat, der dieselben Verhaltensweisen wie ein Multi an den Tag legt, drängt seine Leute direkt dazu, den immanenten Egoismus aufblühen zu klassen. Das Beisppiel dazu: Griechenland. Und Europa will diesen faulen Apfel im Korb behalten. Auch falsch, denn es weiss doch jeder, dass ein fauler Apfel andere in Kürze ansteckt.

So meinte ich es also: Der Untergang desjenigen Kaptialismus, der hier in Europa als Mittelweg zwischen vorgestelltem Kommunismus und erlebten Raubtierkapitalismus versucht wird. Der eine Balance zwischen nationalen Gemeinschaften und der paneuropischen Wirtschaft zuwege kriegen will.

Mein Freund formulierte es grad anders: "Im Gegenteil, der Kapitalismus gewinnt". Er meinte damit den Raubtierkapitalismus. Wobei ich mich grad mal bei allen natürlichen Raubtieren entschuldige, dass wir ihre Lebensrt andauernd mit Auswüchsen unserer Spezies vergleichen. Auf jeden Fall sieht er recht schwarz für die globale Gemeinschaft, er, der gerade in Singapur ist und dort Kontrollsoftware für EDV-Systeme in Banken einrichten soll. Durch diesen Job hat er viel Einsichten in Bankenabläufe, vor allem in den elektronischen Handel, der vor allem dazu genutzt wird, um an Kursen und anderen Indizes zu manipulieren.

Aus diesem Grunde finde ich die Diskussion in der Schweiz, ob EU gut oder schlecht, Beitritt oder Abseitsstehen, meistens recht interessant, denn es gilt zu beobachten, wie stark der Einfluss welcher Seite geltend gemacht wird. Denn unzweifelhaft ist die Idee Eurpoa genau das, was der beinahe allmächtigen Wirtschaft entgegenstehen kann. Diese Idee ist etwas, was über die materielle Ebene hinausgeht. Doch auch Kommunismus war eine Idee mit vielen "übermenschlichen" Ideen. Letzterer scheiterte an "menschlichen" Egoismen, Europa kann dies auch noch passieren. Ob wir dann unsere nationalen Stärken im Ellenbogen-Stil verteidigen würden, weiss ich natürlich nicht. Ob Griechenland dann einfach seinem Schicksal überlassen würde, keine Ahnung. Ob es in der aktuellen Wirtschaftssituation überhaupt wieder zu Gegebenheiten wie vor der EU kommen könnte, keine Ahnung.

Auf jeden Fall ist es an uns allen, Egoismen versus Gemeinschaftssinn und -dienst abzuwägen. Denn der Staat, das sind wir. Da hatte Louis XIV absolut recht "L'Etat c'est moi" - jede Auslegung stimmte. Wir können den Staat so gestalten wie wir wollen: Schwach oder stark. Was ist wohl menschlicher?

Wir alle bewundern wohl Ghandi, Nelson Mandela, Mutter Teresa, Albert Schweitzer etc. Wieso wohl?

Das war also 2012. Der Untergang des Kapitalismus

Heute hatte der Wirtschaftsjournalist Koni Löpfe ein nettes Interview im Schweizer Radio um die beste Mittagszeit. Anlass dieses Interviews war offenbar die Ankündigung der UBS, fast jeden 6. Arbeitnehmer zu entlassen. Wie schon viele sieht er keinen Ausweg aus dem Kollaps des aktuellen Wirtschaftssystems mehr, wenn wir so weiter machen. Weitermachen heisst: Immer mehr, immer weniger.

Immer mehr meint: Mehr Produktivität, mehr Arbeitssuchende, mehr Geld in Umlauf, mehr internationale, entwurzelte Multis. Immer weniger meint: Immer weniger Geld für die aufgeriebene Mittelschicht, die (bald) schon Unterschicht ist, weniger Resourcen, weniger Lebensfreude.

Nun, als ich jung war, sagten dies gewisse Leute alles schon voraus - und jeder, der unbedarft beobachten und überlegen konnte, fand ebenfalls keine andere Schlussmöglichkeit als diese. Löpfte sagte, dass in den letzten 30 Jahren die Industrie ihre Produktivität verdoppeln konnte. Hiesse das denn nicht, dass wir auch nur noch halb so viel arbeiten sollten? Fakt ist aber, dass die 40 Arbeitsstunden pro Woche seit wohl auch bald 30 Jahren geblieben sind, obwohl sie zuvor konstant geringer wurden.

Als der Euro hier für die Schweiz zu schwach wurde, waren Lösungen unter anderem: Mehr arbeiten für weniger Geld. Ja, wozu denn? Ersaufen wir nicht schon längst alle in all dem Konsummüll? Dinge, die keiner wirklich braucht? Gerade in der mir sehr gut bekannten Unterhaltungselektronik, zu der ja auch die gesamte Computer- und Kommunikationsindustrie gehört, gibt es ja den scheinbaren Druck, jedes Jahr etwas Neues rauszubringen. Natürlich, es gibt Gründe, eine Idee zu verfeinern, weiterzuentwickeln, ein Produkt zu verbessern. Soll man dies als Wohlstandkrankheit abtun? So leicht geht es schon nicht, der Mensch will weiter, besser. Auch wenn er in ruhigen Minuten sich eingestehen kann, dass sein Wohl nicht direkt vom Fortschritt abhängt.

In meinem Leben war ich früher sehr aufs Neuste in der Computerei aus. Heute habe ich in meinem Bekanntenkreis wohl die längsten Lebenszeiten von Computerplunder. Auch die digitale Fotografie, die ich seit ihrem ersten Schritten verfolge, macht gewaltige Schritte, und mein "Verstand" wollte immer dabei bleiben, obwohl ich damit ja keinen oder nur zeitweise einen Lebensunterhalt verdiente. Anfangs war es schwer zu widerstehen. Da musste ich eine DSLR haben, die 4 KCHF kostete, einfach zum Haben und zum Spielen. Eigentlich völlig widersinnig. Und gerade letzthin habe ich einem Schnäppchen nicht widerstehen können. So habe ich im Abstellraum nun nebst einer sehr alten Film-Canon drei DSLRs rumliegen, die ich nicht mehr brauche.

Heute ist es so, dass ich mich endlich (trotz Gier auf das Neueste) zügeln kann. Ich kaufe nichts mehr, nur weil es neu und wirklich gut ist, sondern ich warte halt, bis es mal ein Schnäpchen wird (weil die Welle weiterrollt und das neueste halbausgegorene Gadget schon für die Gierigen angekündit ist). Beispiel: iPhone 5. Es ist nicht der Quantum-Leap, der die vorherigen Modelle jeweils waren. Dennoch lechzte die Horde danach und sprengte die Verkaufszahlen der Prognostiker.

Was kann man denn nun wirklich mehr mit dem neuen Teil? Telefonieren nicht, fotografieren nicht, Musik und Video gucken nicht, Siri den Touring-Test bestehen lassen? Man kann eigentlich gar nichts mehr als seit dem iPhone 3. Ähnliches gitl natürlich für Androids etc. Es gebe ja schon ca 10 Mia. Mobilphones, also mehr als Menschen auf der Erde.

Und was bringt's? Diese Frage kann, wer will, sich jeder selbst und immer stellen. Denn ich kann keinem "beibringen", dass es sinnlos ist fürs eigene Glück, immer mehr Materie anzuhäufen. Oder immer mehr arbeiten zu wollen, um mehr Geld zu haben, das man ja üblicherweise nur braucht, um noch mehr Materie zu beschaffen.

Und natürlich blenden wir "Zivilisierten" regelmässig aus, was diese Materiesucht in den Ländern der Bodenschätze ausmacht: Verheerende Naturschäden, Ausbeutung der lokalen Bevölkerung etc.

Jetzt, gegen Ende des Untergangsjahres 2012, geht die Welt tatsächlich für einige Entlassene unter: Gut ausgebildete IT-ler, Investment-Bankers und andere, bisher als sicher geltende Jobs werden in einer der grössten Kapitalismus-Altare, der UBS, gestrichen. So sehr ich mich in jeden Betroffenen einfühlen kann, es ist ein Untergang, der weh tut und der nötig ist. Gerade das Potential all dieser klugen Köpfe musste vielleicht mal etwas in Bedrängnis gebracht werden, auf dass sich diese mit ihren Mitteln um neue Wege bemühen.

Ich bin eine kleine Nummer, ich habe gelernt, mit wenigem zu leben. Es geht mir dabei sehr gut, besser jedenfalls als früher mit all den Hirngespinsten. Tagträume habe ich schon auch noch, die sich jedoch auf Lebens- und Arbeitsumfeld beschränken. Materielles muss ich nicht HABEN, es mitnutzen dürfen, weil es ja eh da ist, das würde ich gerne. Und auch das, was ich HABE, dürfen andere gern mitnutzen.

Ich für meinen Teil bin bereit für den Kapitalismus-Crash. Wie Löpfe auch sagte, es kann doch nicht wirklich aufgehen, dass jeder Chinese und Inder denselben materiellen Lebensstandard anstreben und erreichen soll wie wir. Es geht nicht darum, wer was verdient habe, sondern, was unser nächst grösseres System, die Erde, aushält. Wir Westler waren ev. die "Glücklicheren", die das mal spielen konnten. Aber für die wohl bald 3 Milliarden nur schon aus diesen beiden Ländern, das wird einfach nicht klappen können. Ob die das noch rechtzeitig erkennen? Nun, die Chance besteht, die werden schon merken, wie sie in ihrem dichten Ländern Ansprüche nach Raum und Materie gegen die Masse durchsetzen können oder eben auch nicht.

Der Euro ist am Crashen, in Griechenland gibt es Unruhen gegen verordnete Wirtschaftsmassnahmen, in Spanien gibt es 20% Jugendarbeitslose, in Deutschland kriechen Westbundesländer auf dem Zahnfleisch, und die Geldmächtigen suchen sich einfach das nächste, noch scheinbar sichere Refugium. Wie der Michael Schuhmacher doch letztens drohte, er werde abdüsen, sollte die Pauschalbesteuerung in der gesamten Schweiz eingeführt werden. Tja, dann sag ich nur: Dann hau doch endlich ab. Der auch der Schuhmacher ist ja nicht einer, der grad bescheiden leben will, auch jetzt als Formel-1 Rentner wird's ihm wohl schon noch zu mehr als Nutella auf dem Brot reichen. Der will seine Gigantovilla, die er natürlich nicht dem Volk zu angemessener Nutzung mitüberlässt. Und dann nicht wie die Normalen behandelt werden wollen. Tja, hat diese Art des Egoismus noch Platz in der Zukunft?

Wir Europäer erleben nun, was die Afrikaner und andere durch uns ausgebeutete Regionen der Erde schon lange erleben: Egal, was wir tun, es reicht einfach nicht mehr für ein freudvolles und befriedigendes Leben - solange dieses Geldsystem und diese Wertevorstellungen am Leben bleiben. Die Asubeuter sind die Multis, die Geld und Arbeit global nach Lust und Laune verschieben können. Sie können die Ländern und Völker dieser Welt ausspielen. Denn auch in diesen herrscht ein Wertesystem. Und solange sie als Firmen es ausleben können, werden die Menschen darin es nicht in Frage stellen. Siehe Abzocker-Saläre.

So wie's scheint, geht die Welt nun doch nicht unter, so am Ende 2012. Doch was endlich sterben darf, sind die Wertesysteme des Wachstums.

Mal sehen, was pasieren wird. So, nun ist die Mittagspause vorbei, ich muss/darf noch etwas arbeiten, bevor ich meine Zeit wieder mit "Geld-unwerten" Dingen verbringen kann ...

Herbst in Südtirol

Spontan war's, dass ich Ende Oktober für wenige Tage ins Südtirol fahren wollte. Ich hatte Glück, das Wetter hielt noch. So war ein Ausflug ins Val Gardena grad passend. Auf dem Weg zum Grödener Joch zeigte sich bei wolkenlosem Himmel die Natur nochmals in farbensprengender Kraft.

Da habe ich natürlich als Landschaftsfotograf viele Chancen geboten bekommen, die Speicherkarte zu füllen. Viel zum Ansehen, hier halt nur wenige Fotos, die einen Eindruck vermitteln können. Nicht, dass wir das in der Schweiz nicht auch hätten - aber es geht ja darum, im Alltag zu sehen, wie schön es sein kann auf der Welt. Und das dies alles kostenlos geboten wird - für die mit Zeit, mit offenen Augen ...

Im Wald aufs Grödener Joch fands ich eine stehene Goldwand ... vor überragenden Steinmonumenten:

Da wäre doch ein kleines Hüttchen wie dies eine nette Sache:

Der eigene Gebirgsgarten ist zwar weder englisch getrimmt noch überhaupt trimmbar, aber dafür romantischer, urchiger und verwunschener:

Auf dieser um diese Jahreszeit bereits verlassene Hütte im grob gezimmerten Holzstuhl die untergehende Sonne auf der Haut spüren zu dürfen ... unbezahlbar.

R.I.P. Otto Stich

Gegangen ist er, derjenige, der die Staatskasse so führen wollte, wie jeder kleine Mann es tun muss: Man kann nur das ausgeben, was man einnimmt. Knausrig heisst das von der einen Seite, seriös von der anderen.

Aber: War seine Art nicht richtig? Richtiger als all das Geld-Raushauen in EU etc.? Gäbe es eine Euro-Krise, wären mehr Finanzchefs so wie Otto Stich?

Nun, er muss nun nicht mehr aufs Geld schauen und sich seiner Berufsrolle wegen anfeinden lassen. Dieser Friede sei ihm von Herzen gegönnt.

Waldspaziergänger halt: Kohle zuerst. Ein Effekt der Globalisierung und des Egoismus

Die Waldbesitzer verdienen in der Schweiz zuwenig - weil das Holz aus ihrem Wald immer weniger einbringt. Deshalb müsse eine Kostenbeteiligung des Volkes her, denn Holz sei ein Industrieprodukt, das dort produziert werde, wo's am billigsten ist. So wollen sie es. Doch, wieso muss Wald denn Geld abwerfen?

Ich kenne jetzt zwar die Besteuerung und die Pflichten der Waldbesitzer zuwenig, um deren Lasten wirklich einschätzen zu können, doch lassen wir uns doch mal ein paar Gedanken zu der ganzen Sache durch den Kopf gehen:

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Goldman Sachs - Too big to rule

ARTE hat heute einen Thementag zum Kapitalismus, denn wie wir alle erfahren, sind die wahren Mächtigen ja nicht die Staaten und Politiker, sondern die internationalen Banken. Da Geld überall auf der Welt eine Rolle spielt, haben die die Macht, die über nationale und damit gesetzgebende Grenzen hinweg agieren können.

Wir in der Schweiz haben davon ja auch zwei bekannte Banken.

Goldman Sachs ist auch so eine; eine derart Mächtige, wenn nicht gar die Mächtigste, dass gegen Schluss des Filmes jemand sagt: Die erfolgreichsten Raubtiere auf dem Planeten sind Hunderte von Millionen Jahre alt. Sie sind also älter als der Mensch und werden ihn auch überleben. So wird Goldmann-Sachs verglichen.

Auch wenn offenbar Unmut hochkommt gegen den Darth Vader der Macht, so ist noch nicht raus, ob das irgendwas ändern wird - solange Geld derart wichtig ist.

Interessante Bezüge eröffnet im Film die Dokumentation der Beziehungen von Mario Draghi zu Goldman Sachs. Und wo ist denn der derzeit in der EU angestellt? Richtig, seit November 2011 ist er Chef der EZB. Dass solche Positionen auch entsprechende Ausbildung verlangen, ist ja klar, denn auch Wikipedia weiss, dass er von 2004 bis 2005 der Vizepräsident bei Goldman Sachs in London war.

Die Frage ist halt immer, wes Geistes Kind er ist.

Der Film auf ARTE zeigt Blickwinkel auf, die zumindest bedenkenswert sind. Und selbst wenn sie im Detail ev. nicht stimmen, sollten sie schon wirklich jeden mal zum Nach- und Vordenken bringen über andere Abgeltungssysteme in der weltweiten Gemeinschaft.

Goldman Sachs solle zerschlagen werden, in kleinere Teile. Logisch, denn Divide et Impera (Teile und Beherrsche) ist spätestens seit Sunzi, dem bekannten Militärstrategen der Chinesen (ca. 500 v.Chr.), eine Gewinnstrategie. Nur sind die vielen Staaten halt eher kleinere lokale Herrscher, die niemals die Macht haben, den Oberchef, Goldman Sachs, zu besiegen.

Und doch, das Volk kann in fast jedem Staat wenigstens auf seinem Gebiet herrschen. So kann der Hydra der lokale Kopf schon nachhaltig abgeschlagen werden. Wir in der Schweiz diskutier(t)en die Zerschlagung der UBS ja auch ...

Viel Spass und Aufmerksamheit beim Schauen von

Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt

Dell macht alle Länder flach

Netter Faux-Pas, den sich Dell da leistet in der neuesten Werbemail ... zum Glück verstehen wir Schweizer das Chruutchabis der Holländer teilweise ... :-)

Eine Stunde Video: Tomáš Sedlácek - ein philosophischer Ökonome

Ich habe eine spezielle TV-Gabe: Ich schalte immer wie zufällig auf etwas um, was mich dann total positiv überrascht und interessiert gefangen hält. Dass das Schweizer TV eine Serie hat namens Sternstunden und darin die Unterrubrik Philosophie, wusste ich, denn einige kurze Aufenthate liessen mich sie entdecken. Gefangen hielten sie mich selten, weil halt nur selten mir Unbekanntes geboten wurde.

Doch letzthin war's anders: Da stieg ich irgendwo nach der Hälfte in ein Gespräch ein, wo den gelegentlichen eingeblendeten Kommentare zu entnehmen war, dass hier ein ausgebildeter Ökonome philosophierte. Er sah jung aus und erzählte voller spitzbübischer und energievoller Heiterkeit von der Ökonomie, unserer Indoktrination auf einen einzigen Vordenker, dessen Ideen wir heute ja gar nicht mehr hinterfragen, weil es schon seit einigen Generationen klar ist, dass „es so läuft, wie's eben läuft" und wir ja eh nicht (mehr) wissen, woher eigentlich all diese Ideen über Ökonomie stammen. Und wir vor allem nicht mehr hinterfragen, ob die Ökonomie noch das macht, was wir wollen, oder ob sie schon längst uns alle zu Arbeitszombies gemacht hat, die mit leeren Augen nur noch dem Mechanismus diesen – gedanken- und gefühlslos. Wie halt die Körper in Matrix etc. Bioroboter ist eine neutralere Bezeichnung für Zombies. Nur Arbeiten für den Mechano. Funktionieren. Und das schon ab Teenager - Lebensplanung, scheinbare Bedürfnisse decken mit Geld dank Arbeit, Haus, Familie und – aus.

Der Mann, der da so kurzweilig erzählte, ist Tomáš Sedláek. Er sei mit 24 Jahren schon von Präsidenten der Tschechoslowakei Václav Havel zu dessen Wirtschaftsberater ernannt worden. Nun sei er Chefökonom der grössten tschechischen Bank.

Heute ist er 35 und heimse mit seinem Buch Die Ökonomie von Gut und Böse regelmässig Erfolge ein. Nicht nur bei alternativ Denkenden, sondern (sogar) bei Ökonomen. Denn er geht weiter zurück in die Vergangenheit bei der Suche nach den Gründen der derzeit herrschenden, ökonomietheoretisch basierten Ideologie und findet in Mythen und Religionen Erklärungen, die bereits die Ansätze unserer Gier und der damit möglichen Verleitbarkeit aufzeigen.

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In Memoriam Jon Lord

Da komme ich von einem Openair Kino im Richterswil nach dem romantischen Film The Best Exotic Marigold Hotel mit aufgeräumter Stimmung nach Hause und setze mich noch für eine News-Review vor die Glotze, da höre ich, dass Jon Lord gestorben sei - mit 71 Jahren. Wenn ich je ein musikalisches Idol hatte, war er es. Obwohl ich spät zu Musik kam, speziell zu Hardrock, war er sofort mein Liebling, nachdem ich den Weg zu Deep Purple fand. Ich war in der Jugend eher auf Synthie-Sound aus, das Markige und Urige im Rock ging mir erst später auch in Fleisch und Blut über.

Vor allem an Konzerten zeigte Jon Lord, was ich so toll fand: Seine wilden Roundtrips - gestartet von Child in Time über diverse Klassiker wie Mozart, Bach, Strauss wieder punktgenau landend für Space Trucking - die gab es nur live und die imponierten mir als schlechten Keyboarder schon sehr. Vor allem auch, dass er eine klassische Ausbildung hatte - was ich mir trotz einiger Neigung zur Klassik doch nie antat. Damals lag mir wegen der gymnasialen Musikausbildung die Klassik nahe, Bach wegen seiner Toccata speziell.

Nach Purple mochte ich vor allem dann auch seine Alben Before I Forget, Sarabande und Pictured within haben es mir angetan. Nun, er hat es überstanden. Ich wünsche ihm alles Gute auf seiner weiteren Reise.

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