Kübler-Ross, Longevity, der eigene Tod, der Wechsel

Schon spannend, dass mir nach den gestrigen Bitcoin-Videos heute im SRF die Dokumentation von 2002 über die Schweizer Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross und danach die Sternstunde Philosophie zu ähnlichem Thema in Auge stachen.

Ohne Worte, dass ich natürlich wärmestens empfehle, sowas sich am besten höchst privat vielleicht anzuschauen.

Das Leben ist die Vorbereitung auf den Tod. Was auch immer der ist. Kübler-Ross hat dazu einiges festgehalten, indem sie Sterbende interviewte. Mit aktivem Zuhören, wie man das ja so nennt.

Ist ja auch eines meiner Themen. Grosse Neugier seit der Jugend. Viel dazu erlebt, gelernt und losgelassen.

Eigentlich ist das grundsätzlich das Thema dieses Blogs, so hatte ich ihn 2007 angedacht. Dass es sich leicht anders entwickelte .. tja nu.

Wie man leicht erkennt, schreibe ich doch viel über Bitcoin. Kann man das denn verbinden? Was hat der mit dem Leben zu tun?

Tja, das weiss doch jeder Bitcoiner ... und ist sogar noch stolz darauf, es zu verkünden!

Bitcoin ist begrenzt, Bitcoin ist höchstpersönlich und einmischungsfrei.

Wer Bitcoin weitergeben will nach seinem Exitus, der muss sich ja damit beschäftigen. Und da die wenigsten wohl ihr Wechseldatum kennen, muss man das schon ziemlich bald in der Bitcoin-Reise anpacken, sonst haben die Erbenden dann nix vom "Reichtum".

Wer Bitcoin versteht, erkennt den Umfang mit ihm als höchstpersönliche, einmischungsresistente Sache. Denn wer "not your keys, not your coins" akzeptiert für sich, erkennt, dass ihm hier niemand dreinreden darf.

Wer Bitcoin versteht, ist vielleicht im Alltag bewusster, altruistischer, verständnisvoller. Denn zum Verständnis muss man sich ja durch diverse Lügen und Scheinvorstellungen durchkämpfen.

Systeme, die unnatürliche Verhaltensweisen fördern, wie eben das aktuelle Fiat-System, bringen Symptome hervor wie den Drang nach Langlebigkeit, wobei das ja bisher eigentlich nur Körper-am-Leben-Erhalten heisst. Da werden von reichen Leuten Millionen reingebuttert - als Business und Ausgang für die eigene Endlichkeit.

Man kann jedem die Frage stellen: Mach eine Zweispalten-Liste. Auf der einen Seite schreibst du hin, wieviel Geld du in die Körpererhaltung, auf deren wie viel du in die Geistesentwicklung gesteckt hast. Wenn du das ehrlich machst, dann betrachte das Resultat. Ist es ausgeglichen? Ich darf wohl mal annehmen - in keiner Weise. Oder?

Es gibt ja soviele Anreisserfragen, die einem selbst bewusst machen, was einem selbst wirklich wichtig ist.

Diese Fragen werden ja eh jeden irgendwann mal treffen. Warum also nicht schon jetzt. Denn wenn es dann am persönlichen Ende genau darum geht, fehlt möglicherweise die Zeit, die Erkenntnisse daraus umzusetzen.

Diese Anreisserfragen zum eigenen Tod sind eigentlich direkt übertragbar an die Fragen, wofür man im Fiat-System denn seine Lebensenergie investieren soll. Es hat ja alles ein Ende, zumindest das Persönliche.

Da schrieb doch letztens ein amerikanischer Milliardär "Die with Zero" .... stirb mit 0 auf dem Konto. Tja, kann der ja locker sagen, der hat ja die 2 Steak pro eigene und Mahlzeit der Familie auf den Tellern. Doch selbst so einer erkennt, was ihm im Leben bis zum Tod wirklich Liebe und Anerkennung bringt, keine geheuchelte Freundlichkeit der Nachkommen, die zwecks Erben auf ein baldiges Ableben mit möglich zuträglichem Testament hoffen. Wieviel Freude und Erleichterungen kann ein Milliardär mit einen Fiat-Milliarden verschaffen? Von dem er dann auf der immateriellen Lebensseite sogar noch was hat ...

Wenn sich also ein Fiat-Milliardär die existenziellen Fragen stellen kann, dann müssten Bitcoiner das erst recht mit Leichtigkeit tun können. Denn eben, sie wissen um Endlichkeiten.

So kann Bitcoin meines Erachtens nach natürliche Abläufe wieder ins fiat-verzogene Denksystem einführen. All die geistigen Irrläufe können mit seiner Hilfe neu beleuchtet und ggf. korrigiert werden.

Es ist doch klar, dass Tod-verleugnende Geister sich ein System wie das Fiat-System seit 1971 entwickeln konnten. Die Kriegsfinanzierung war der Grund für Nixon, der schon mal den Tod von Soldaten ignorierte, und der damit auch die Konsequenzen des eigenen Tuns ignorierte. Beides unnatürliche Ignoranzen. Aber mit dem Fiat-System und dem Roten Knopf gab es eben einen vermeintlichen Ausweg.

Dass es keinen Ausweg gibt aus abgeschlossenen Systemen, hat die Physik schon mehrfach bewiesen. Nixon konnte / durfte / musste dies bis zu seinem Wechsel im 1994 erleben. Wie, das weiss wohl keiner. Arm - im wirtschaftlichen Sinne - nicht.

Bitcoin ist nur ein Werkzeug. Es schält die eigenen Werte heraus, schärft die Sicht auf die Wünsche für die eigene Zukunft. Bei den meisten Bitcoinern vernahm ich da eine eventuell neu gedachte Sparsamkeit - freiwillig.

Das ist mir die schönste Beobachtung: Leute beginnen sich wieder für globale Themen zu interessieren, denn - wie jeder weiss - Geld ist überall und jederzeit - also global. Dabei spielt es keine Rolle wie die Einheit grad heisst.

Mich reizte Geld per se nie. Ich war ja auch mal jung. Und ich hatte auch längere Phasen, wo es nur existenziell knapp vorhanden war. Doch wie wir Bitcoiner auch sagen, erklärten auch meine spirituelle Lehrer immer: Geld ist Energie. Sie meinten damit Energie anders, aber wir verstehen es dennoch. Wer Energie hat, kann etwas bewegen - der Proof of Work eben.

Und wer mal aufpasst, wer um einen herum einem die Energie absaugt ... das alleine ist schon viel Wert. Denn ab dann kann man die eigene Energie für die eigenen Werte einsetzen. Spirituell wie eben auch in der Bitcoin Bubble.

Selbst wenn diese platzte, viele Bitcoiner sagen dann, dass sie den Weg nie missen möchten. Denn sie hätten viel gelernt. Übers Geld, aber sicherlich hauptsächlich über sich selbst.

Und ob Bitcoin, Fiat oder Shitcoin, diese sind zwar noch nicht die existenziellen Fragen, doch wie erwähnt: Das Leben ist die Vorbereitung auf den Tod, den eigenen.

Vielleicht hilft Bitcoin sogar hier, beim eigenen Weg. Bitcoin fixes this. Die Zeit vor dem Wechsel natürlich ...

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