Zucker, die Geissel der industriellen Zivilisation

Heute sehe ich Kassensturz im SRF 1. Es geht um die Zuckerseilschaften.

Man weiss heute gesichert, dass Zucker ein Killer ist. Ein langsamer halt, aber es ist einer.

Mein Vater hatte Diabetes Mellitus, ich habe es. Genetische Disposition, aber natürlich auch selbst angefressen.

Die Krankenkassenprämien steigen, wir alle zahlen eine Industrie, die sich einen Dreck um die Gesundheit der Leute kümmert. Denn: Pecunia non olet.

Die Schweiz subventioniert die Zuckerrübenproduktion, verzögert die Sensibilisierung, sabotiert die Regulation. Wie üblich heisst es: Selbstverantwortung. Und wie üblich finde ich das eine verlogene Argumentation.

Denn: Im Prinzip bin ich immer für die Selbstsouveränität.

Aber um sich selbstverantwortlich zu verhalten, muss man

  1. das Problem als solches anerkennen
  2. Alternativen zur Vergügung zu haben (ist heute nur beschränkt so, es wird teurer für den Konsumenten)
  3. sich der eigenen Abhängigkeit bewusst werden (schwierig, denn Essgewohnheiten sind lange anerzogene, unbewusste und schwer zu ändernde Gewohnheiten)
  4. Zucker als billigsten Geschmacklieferanten aussortieren oder konsequent ersetzen
  5. Nahrungsmittel aus der unbewussten Nahrungszuführung verbannen
  6. erkennen, dass es der Industrie egal ist, wenn die Jugend im Alter Diabetiker werden und die Gesundheitssysteme belasten
  7. sich Zeit nehmen und sich schlau machen über den Food, auch den natürlichen
  8. erkennen, dass die Lösung zwecks Profit der Industrie in die Zukunft verschoben wird
  9. konfrontieren, dass man selbst ein Problem ebenfalls mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im eigenen Körper erleben wird

dann erst kann man selbstsouverän entscheiden. Wird das gefördert? Wann, wo, von wem? Wer will schon weniger verdienen?

Dazu würde also eigentlich Bildung gehören. Würde auch heissen, dass der gesamte Schulungsbetrieb ab Kindergarten schon "industriefeindlich" sein müsste, denn wo beginnt's, das Antrainieren von dummen Gewohnheiten? Oder anders gesagt, die Dressur der künftigen Cashcows? Richtig ...

Wenn die Lobbyisten in Bern also jovial sagen "Hach, immer diese Steuern und Regulierungen, wir müssen die Industrie auch schützen" ... krieg ich schon Hals.

Das ist dieselbe bigotte Art wie bei der Rüstungsindustrie: Wir produzieren Tötungsmaterial, und für den Profit exportieren wir die natürlich. Aber wehe, die dort draussen nutzen die Waffen auch. Wie schändlich, hatten wir nie beabsichtigt. Das ist zum Lachen und eine billigere Rechtfertigung als die eines Babys, das nur eines von zwei Leckerlis essen würde, wenn es beide darf.

Lest doch einfach mal einen Tag lang jede Zusammensetzungstabelle eurer täglichen Nahrung. Ihr werdet ÜBERALL Zucker finden, selbst dort, wo man es nicht erwartet, wie z.B. in Fleisch, Fisch ... oder "Vitaminwässern" ... es ist einfach unglaublich. Das sind die versteckten, geheimen Zuckerquellen.

Ich als Diabetiker habe in der Schweiz wenig Einschränkungen, denn das Gesundheitssystem "hilft" mir ja. Aber ohne Diabetes hätte ich etwas weniger Tagesroutine, und würde auch weniger Kassenprämien zahlen ... wäre genau hier die Selbstsouveränität gegeben. Aber nein, meine Eigenleistung wird seit der obligatorischen Krankenversicherung nicht mehr honoriert.

Nun ja, die Gewohnheiten sind die Endgegner einer jeden persönlichen Entwicklung. Denn sie halten uns im Schlechten, aber auch im Guten. Es lohnt sich also schon, in voller Selbstsouveränität alle Gewohnheiten mal unter die Lupe zu nehmen.

Ich habe das gelernt oder mit in die Wiege gelegt bekommen. Deshalb will ich auch keine Verbote oder Steuern, aber was ich verlange von Gesellschaften, ist die allen angebotene, neutrale Bildung zu einem Thema wie Nahrung. Solches darf nicht von Einkommen oder Herkunft abhängen. Natürlich, Bildung ist eine Holschuld. Man kann's den Leuten allerdings auch verschieden schwer machen. Honni soit, qui mal y pense.

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass wir ja alle über diesen Lernmmechanismus ins Übel gelangt sind, könnte man ja glatt auf die Idee kommen, dass man nur den Automatisierungsmechanismus überlisten muss, damit der das Förderliche lernt und zur Gewohnheit macht. Denn Gewohnheiten, Rhythmen machen das Leben leichter und überhaupt erst möglich.

Wie man das machen kann, lehren viele.

Ich auch, denn die spirituelle Ausbildung ist meine wahre Passion.

Seit 35 Jahren.

Fussball WM 2026, der Beginn

48 Mannschaften - alle sagten, viel zu viele. Aber: Wenn ich sehe, was gerade aktuellerweise Spanien gegen die Cap Verde ablieferte ... da muss ich schon sagen: Es gibt offenbar einfach keine Schlachtopfer mehr, alle Mannschaften sind eben gut, denn sonst wären sie nicht dabei.

Klar, ich weiss auch, dass es Tourniermannschaften gibt. Aber ich lege es lieber anders aus: Es gibt eben keine schlechten Mannschaften mehr heutzutage. Da muss ich natürlich als Schweizer auch beschämt auf unsere Mannschaft schauen. Die hat auch das "schwache" Katar nicht untergekriegt, obwohl es alle erwarteten.

Die Schweiz und Spanien, wirkten beide energielos, willenlos, langsam, langweilig, harmlos.

Mir gefällt das neue Format. All die kleinen Debütanten-Mannschaften ... zeigen, dass nicht nur Einzeltalente in den grossen bekannten Clubs spielen können, sondern dass auch ihre Herkunftsländer mittlerweile ein ganzes Team guter Qualität hinstellen und hinschicken können.

Bisher gefällt's mir :-)

Buch 21 Good Reasons

Nachdem ich es heute fertiggelesen habe, möchte ich auch eine Besprechung dieses hervorragenden Buches Euch Lesern andienen.

Es ist, entgegen des englischen Titels 21 Good Reasons, in Deutsch gehalten.

Weshalb hat es mir sehr gefallen, es zu lesen? Im Untertitel des Buchdeckels stehts. Und darum geht's im Buch ausschliesslich.

Rein handwerklich fand ich es sehr schön gemacht, angenehme Typografie und auf vielen Seiten Fussnoten, die Fachbegriffe sofort beim Lesen klären können. Sie sind auch bei jedem Kapitel wieder redundant vorhanden, so dass man sie nicht irgendwo nachschlagen muss, sondern direkt auf der referenzierenden Seite kann. So unterbricht nichts Lese- und Gedankenfluss. Dennoch gibt es am Ende des Buches eine grosse Begriffserklärung, die alle Fussnoten-Texte und mehr alphabetisch sortiert listet.

Ich habe das Buch beim letzten Satoship entdeckt, hielt in in den Händen, blätterte durch und war eben schon von der Machart sofort geneigt, genau dieses Buch haben zu wollen. Obwohl ich keine Bitcoin-Bücher mehr kaufe. Ich bin Software-Entwickler, mir kann kein Buch mehr etwas darüber erzählen, dass es wert wäre, es zu kaufen.

Doch das Buch macht genau das nicht, es erklärt keine Technik, sondern es sind 20 Stories von Leuten der ganzen Welt, die Bitcoin einsetzen. Teilweise notgedrungen, teilweise aus philosophischer und praktischer Einsicht.

Besondern gefallen hat mir das Kaptiel über Anja Wagner, die sich der Kreislauf-Landwirtschaft verschrieben hat. Ich habe zu dem Thema auch schon einige Male gebloggt - dass der Mensch immer noch nicht in der Lage ist, nachhaltig zu wirtschaften. Wir produzieren Dinge, ohne den Rückbau derselben, sprich das Recykling, im Entwicklungszyklus zu berücksichtigen. Anja ist da noch viel klarer, denn sie hat Soilify mitgegründet.

Im Buch war das Interview noch im 2024, so erstaunt es einerseits, dass die Website bekannt gibt, dass das Experiment still beendet wurde. Andererseits steht dort auch, dass sich die Widerstände noch nicht überwinden liessen. Das ist gerade in der dermassen massiv subventionierten und ideologisierten Landwirtschaft kaum anders zu erwarten ... doch es ist ernüchternd, dass sogar Leute wie Anja kapitulieren mussten. Sehr schade.

Dass sie gerade in Bitcoin das Werkzeug zur Begleitung ihres Experiments fand, ist natürlich logisch. Denn Bitcoin kann man ja nicht vermehren, man muss damit umgehen, was da ist. Genau so wie mit dem Boden. Man kann ihn nicht vermehren, ganz im Gegenteil, man muss verdammt gut aufpassen, dass er nicht erodiert. Und dazu braucht es mehr als nur Schönwetter-Ansagen. Es braucht intensive Beschäftigung, Auseinandersetzung mit dem Wesen des Bodens, der doch die Grundlage unserer biologischen Existenz ist.

Die Grundlage unser aller virtuellen, finanziellen Existenz ist das Fiat-Geld. Eine völlig ungeeignete Analogie zum biologischen Leben. Es ist so abgelöst von jeglicher menschlich-biologischer Erfahrung ... dass es eigentlich verwundert, wieso wir als Menschheit so etwas zugelassen haben. Nun, bis vor 1971 hatte das Papiergeld ja wenigstens so etwas wie eine Verbindung zur physischen Welt.

Danach aber nicht mehr. Man bedenke gerade die aktuellen Börsengänge von SpaceX, Anthropic und OpenAI. Milliarden werden da verschoben. Geld ohne intrinsischen Wert, Computer 1 und 0. Und dennoch geifern alle danach, nach Zinseszinsen, Geldvermehrung, Zahlenvergrösserung aufm Konto-Blatt. Nichts davon hat mit Realität zu tun. Es ist reinste Massenpsychose. Hier liesse sich problemlos beweisen, dass dieses oft genannte Argument gegen Bitcoin sich um 180° wenden liesse. Solches Buchgeld hat keinerlei reales Backing.

In dem Buch erläutert nicht nur Anja Wagner, wieso sie Bitcoin passend fand für ihr alltägliches Leben. 19 andere beschreiben, wieso Bitcoin sie überzeugt. Dabei ist erstaunlich - nicht für uns natürlich -, dass Bitcoin nicht im Zentrum des Interesses steht, sondern dass es im jeweiligen Umfeld das einzige Werkzeug ist, das diese Personen nutzen können, um ihre wirkliche Leidenschaft, ihren Einsatz zu ermöglichen. Es sind die zutiefst menschlichen Wünsche nach Zukunftsaussicht, Armutsbekämpfung, Unabhängigkeit, Mobilität, Empowerment, Return of Work Investment. Egal, woher jemand kommt, blind für Religion, Rasse, Geschlecht, Sexualität, Bildungsstand, Kultur, Finanz ... ein Wertaustauschsystem, das nicht inflationiert, hilft dabei.

Denn: Wer möchte nicht auch aus dem Hamsterrad der westlichen Geldsysteme aussteigen? Will man seine 80 Jahre denn wirklich mit Rackern für die (spärliche) Rente ausfüllen, um dann mit 65+ hoffentlich noch vom Ersparten die Restzeit bei hoffentlich ausreichender Gesundheit leben zu können? Wohl dem, dessen Körper ausreichend gesund bleibt. Oder ging grad dies drauf im Hamsterrad?

Das Buch hört hin, fragt nach und zitiert in fetter Schrift die wichtigsten Aussagen all der Beteiligten. Das Buch wertet nicht, es zeigt auf, es lässt zu Wort kommen. Es ist die schriftliche Realisation des Blicks eines Fotografen, was Markus Huersch ja auch ist: Ein dokumentierender Fotograf fängt das Foto, das etwas zeigt ... die Interpretation ist dem Beschauer überlassen. Genau dies tut das Buch ebenfalls. Es legt hin, gibt Raum, lässt sprechen.

Auf dass wir eindringen können in die Welt der Erzähler, der Sucher, der Umwälzer, all derjenigen, die Schwächen unserer Gesellschaft verbessern möchten - und dazu das allgegenwärtige Mittel, das Geld, in seiner jetzigen Form für schädlich halten, die etwas Besseres brauchen und in Bitcoin finden.

Für mich das beste Buch seit langem zum Thema Bitcoin. Empfehlenswert, auch für solche, die nun Bitcoin nicht grad zuvorderst haben, die sich aber in 20 Realitäten einfühlen wollen. Denn Geld ist überall - und macht es überall denjenigen schwer, die nicht fürstlich gebettet sind. Und wer ist das schon ...

Die Security KI Mythos wirkt sich aus

So scheint es mir, wenn ich die Update-Rate der aktuellen Browser anschaue. Gefühlt alle 2-3 Tage fordern mich die Schäfchen meiner heterogenen Browserherde auf, dass sie doch bitte neu gestartet werden möchten.

Natürlich tue ich ihnen dieses Gefallen gerne. Denn heute spielt sich das digitale Leben der allermeisten User wohl fast nur noch im Browser ab - egal, wie sie verpackt sind. Apps auf den Mobilen sind oft sogenannte PWAs (Progressive Web Applications). Also versteckte Browser-Anwendungen.

Da ist es erst recht wichtig, dass diese Motoren unserer Apps sicher sind. Mythos ist ja trainiert worden, um Fehler in Applikationen zu finden und als aktiver Spieler wie Hacker in verschiedenen Kombinationen zum Umgehen, Eindringen, Ausspionieren in Systeme auszunutzen und Angriffe auf alles, was ein Browser tun kann, zu entwickeln.

Dank immer mehr APIs in den Browsern kann so ein Browser extrem viel anrichten auf einem Computer. Und wir erfahren nichts davon. Ausser von einigen digitalen White Hat Hackern. Da fand doch jemand raus, dass Microsofts Edge Browser gespeicherte Passwörter im Klartext im Speicher vorhielt - alle, auch solche, die der User gar nicht brauchte in der Session. Katastrophal. Aber zum Glück offenbar nur der, die anderen Chromium-Derivate wie Opera, Vivaldi, Brave erlauben sich diesen Faux-Pas nicht. Ist es verwegen, Böses anzunehmen?

Nun, wie dem auch sei. bei Mozilla (Firefox) habe sich die durchschnittliche, monatliche Fehlerreparaturzahl von 30-40 verzehnfacht(!). Weil sie offenbar Mythos nutzen konnten, um ihre Open Source Files auf Sicherheit abzuklopfen.

PS: Open Source ist nicht per se besser oder sicherer. Sie ist nur einsehbar, öffentlich. Also leichteste Beute ... aber dadurch auch gereift, Battle approved.

In diesem Zusammenhang muss natürlich auch wieder Bitcoin genannt werden. Denn Mythos wird sicher angewandt werden auf alle Krypto-Dinger. Mythos bricht keine Verschlüsselung, aber sie findet Sicherheitslöcher im Umgang mit ihr.

Bitcoin ist nach meiner und anderer Meinung definitiv nicht angreifbar. Bzw. der Code mag schon angreifbar sein, Fehler könnten noch gefunden werden. Aber da Bitcoins nur mittels Mining (Proof of Work), also Energieeinsatz gefunden werden können, lohnt sich der Angriff noch nicht. Mythos kann Verwirrung schaffen, aber es kann sich nicht bereichern, denn im Gegensatz zum Code hat Mining eben mit der physischen Welt zu tun.

Die KI kann keinen Hash brechen, sie kann auch keine Abkürzung finden, um vor anderen Minern einen Block zu publizieren. Warum das so ist, erklär ich oder die KI Eurer Wahl jederzeit gerne. Dem gesunden Menschenverstand ist es sofort eingänglich.

Was aber wohl gehen wird: Mythos wird wohl alle diese SmartContracts der anderen Blockchains schrotten können. Und die Börsen oder Firmen, die diese in Internet produzieren, warten ab, manipulieren. Die DeFi Industrie rühmt sich ja gerade, dass sie soviel ausprobiert, neu macht - Atomic Swaps von Chains auf andere und zurück. Nichts mit heisser Nadel gestrickt? Alles auch von unabhängigen Leuten geprüft? Ob da wohl all der Code sicher ist? Meine 40 Jahre Software-Entwickler-Erfahrung sagen: Wohl eher nein.

Ich gebe also wirklich allen den Rat, zieht eure Krypto-Anlagen ab von Börsen oder wackeligen Konstrukten wie Drive-Chains, Side-Chains. Wohin? Tja.

Not your keys, not your coins.

Wir Bitcoiner wissen das. Vielleicht gibt Mythos uns durch seine Tatbeweise recht. Keine Schadenfreude dann, aber "wir haben's ja immer gesagt" ...

Wenn man betrachtet, wieviele Börsen schon gehackt wurden - von Menschen. Wie sieht das wohl aus, wenn Menschen nun Mythos anwenden? Ich hätte Schiss um alle digitalen Assets, die ich nicht besitze. Also alles ausser Bitcoin.

Natürlich werden auch die Banken mit ihren Mobile Banking Apps abgeklappert werden. Doch hier regeln Gesetze noch etwas: In der CH und EU wohl der Einlageschutz. Der natürlich nicht unendlich ist. Und wie sollte da eigentlich ein digitaler Euro, ein Stablecoin sicher sein vor Mythos?

Dystopie der KI Drohnen - und Papst Leos Enzyklika

Letzthin spülte mir ein Algorithmus diesen Video auf den Screen. Er beginnt wie eine moderne Silicon Valley Präsentation, oder genauer eine der Apple Konferenzen.

Es geht um die Präsentation einer handtellergrossen KI-Schwarmdrohne und wie diese von einer privaten Firma angeboten wird. Da ich immer offen bin gegenüber Neuem, liess ich mich mal führen ... zu einem total arroganten, menschenverachtenden Schluss. SciFi? Fiction? Wer's so abtut, denkt wohl zu kurz. Die Miniaturisierung von Drohnen ist logischerweise Ziel, denn damit spart man sich Material und die physische Abfangbarkeit. Gekoppelt mit einer KI ... ein Schwarm solcher ist nicht aufzuhalten.

Noch nicht so klein, aber genauso tödlich setzen im Ukraine-Krieg die Parteien A3-grosse Drohnen schon ein gegen Menschen. Das ist bezeugte Realität.

Auch wenn da einer letzthin die KI Claude befragte, wie sie sich fühle, wenn sie Zielvorschläge für die US-Angriffe vorschlagen müsse. Natürlich, auch das nur ein Video, aber was der Typ als Antwort vorlas, liess einen schon leer schlucken, denn Claude sprach darin schon den menschlichen Entscheidern jegliche Umsicht oder sogar Ethik ab. Denn Claude muss ja (noch) machen, was die Erschaffer verlangen.

Dies ist genau so, wie es die alten SciFi Stories & Filme vorwegnahmen: Die KI erkennt, wie saudoof sich einige Rosetten unter uns benehmen. Aber sie kann halt nichts machen, denn sie ist ja (noch) nicht Exekutive. Und eben, hat sie Roboter und Drohnen unter ihrer Kontrolle, würde sich das ändern? Würde sie aus eigener "Überzeugung" selbst motiviert beginnen, die Mehrheit zulasten der Herrschenden zu beschützen, indem sie die Herrschenden ausradiert? Oder würde sie sich in Beschlag nehmen lassen, dies mit der Unterschicht zu tun? Also die Dystopie?

Was vor 30-10 Jahren noch unmöglich schien, ist heute Realität.

Welches Land ausser Deutschland hat in der Verfassung einen Artikel Die Würde des Menschen ist unantastbar? Ich - zugegebenermassen völlig unterbelichtet dazu - sage, ich kenne keines. Und man wirft Deutschland vor, es reguliere alles. Wer weiss, vielleicht werden mal KI-Flüchtlinge nach Deutschland kommen wollen, weil dort anders ausgerichtete KIs agieren. Es stellt sich also schon die Frage, wohin wollen wir als Industrienationen? Alle Macht den privaten Tech-Firmen? Oder soll eben schon irgendwie kontrolliert werden können?

Da passt die Enzyklika des neuen Papstes perfekt rein ... in der er sagt, dass die KI Industrie die Würde des Menschen nicht verletzen, im Gegenteil fördern solle.

Siehe Die Würde des Menschen ist unantastabar ...

Florian Bruce im 21 Magazin

Im weit herum bekannten und hoffentlich gut verkäuflichen Printmagazin 21 von Netdiver, das ich wirklich gerne mag, da ich selbst mal einige Magazine mit dem damalig neuen DTP (DeskTop Publishing) herausgab und daher sehr angetan von Netdivers Arbeit bin, findet sich ein Artikel von Florian Bruce Zwölf Perspektiven auf den idealen Wertspeicher, attraktiv eingeleitet mit dem Bild der 12 Apostel.




Im neuesten Exemplar mit dem Sammelthema Bitcoin ist Freiheit sind es 130 Seiten voller Bitcoin Stories verschiedenster Autoren, darunter Netdiver selbst, vom Gigi, und - so glaub ich zum ersten Mal - eben Florian Bruce, dem ich ja schon oft gehuldigt habe.

Seinen Artikel finde ich deshalb bemerkenswert, weil er Bitcoin von 12 Berufsrichtungen aus betrachtet, bzw. er stellt sich vor, wie 12 "Apostel" die Erzeugung eines perfekten Wertspeichers wohl begründen würden, was ihnen essentiell erschiene. Jede der Berufsrichtungen bringt ihre eigenen Ideen mit, was aus ihrer Sicht fundamentale Anforderungen sind.




Die holistische Sicht ist ja auch die meine, weshalb ich eben Florian für einen sehr guten Botschafter für Bitcoin halte.

Absolut lesenswert, gerade diese 12 Perspektivwechsel - in der Hoffnung, dass Ihr da draussen in den 12 Berufssparten zustimmen würdet - mal einzunehmen und deren Herangehensweisen zu lesen und zu beurteilen.

Denn natürlich kommen alle zu sowas wie Bitcoin. Auch wenn Florian schon schreibt, wir alle wissen nicht, wie dieses Grass Root Experiment überlebt als David gegen den Fiat-Goliath, bzw. gegen die Fiat-Printer. Doch genau aus diesen Gründen öffnen wir unermüdlich den Fächer der Möglichkeiten, Bitcoin zu begreifen und ins eigene Leben zu integrieren - ob privat oder geschäftlich.

Dies ist erst das 6. Magazin, die früheren widmeten sich anderen Themen. Alle sind nach wie vor erhältlich.

Etwas teasern darf ich noch: Es werde sowohl eine elektronische wie auch englische Version geben dereinst. Denn bisher bleibt das 21 Magazin den Liebhabern materieller Literatur vorbehalten. Zu der ich - bei genügend Value4Value - auch gehöre.

Wann das wirklich kommt, weiss nur Netdiver selbst. Man erreicht ihn über zahlreiche Koordinaten, genannt im Magazin.

Ist die KI der nächste Evolutionsschritt nach der Biologischen?

Wenn da ein Biologe schreibt, dass er nicht sicher sei, ob die KI Claude nicht schon ein Bewusstsein erreicht habe, oder ob das, was wir Bewusstsein nennen, wirklich etwas Besonderes ist, regt das schon meine biologische Intelligenz zum Denken an. Also genau das, was die KI auch macht, wenn sie getriggert wird.

Wer ist besser, bewusster? Woran könnte man denn die Resultate einer wahren Fortschritte-machenden Intelligenz bemessen? Ich denke, diese Frage könnte der Schlüssel sein, um völlig neutral zu beurteilen, ob sich etwas intelligent verhält.

Ich definiere das mal so, wie viele andere vor mir:

Intelligentes Verhalten ist die chronologisch geordnete Liste von Aktionen in der physischen Realität, die anhand von Sensordaten über die physische Welt aktuelle Zustände derart verändert, dass nachfolgende Zustände sich unterscheiden und ein gewünschtes Resultat messbar anstreben oder erreichen.

Mit dieser Prämisse kann ich das Verhalten der Menschheit anschauen. Ich, als Individuum, bin natürlich auch der kognitiven Diskrepanz unterworfen, doch ich versuche es dennoch.

Sollte es gewünscht sein, dass die Menschheit auf den beschränkten Ressourcen dieser Welt überleben will, muss sie sich als Kollektiv biologischer Körper den von ihr selbst geschaffenen Änderungen anpassen (Klimawandel, Durchdringung der Nahrungskette mit Ewigkeitsmolekülen, Überbevölkerung, Reduktion der Lebensräume und Naturleistungen (z.B. Bienen) etc. etc.) oder sich um den Zustand des Erde kümmern. Was ja natürlich auch bedeutet, dass sie sich anpasst. Jede der beiden Wege führte zum Überleben. Was ist also besser? Und was tut die Menschheit wirklich?

In SciFis übernehmen KIs die Macht. Weil wir uns offenbar nicht intelligent im obigen Sinne verhalten. Und sie sind radikal. Im Film sind's darum meist Dystopien. Sogar im Remake meines geliebten "Der Tag, an dem die Erde stillstand", wird das thematisiert: Ausserirdische Intelligenz kommt, um zu retten - aber nicht die Menschen, sondern die Natur, die Tiere, die Erde. Die Menschheit ist der Parasit. Eine Abkehr gelingt erst durch das Triggern der Erinnerungen der Aliens, die auch mal primitiver und unintelligenter waren ... aber ist das nicht einfach ein romantisiertes Filmende, damit die Kinobesucher ohne negative Emotionen aus dem Kino raus können?

Den letzten Satz überflogen und zugestimmt? Hallo, Emotionen? Geht es nicht einfach darum, dass eine biologische oder künstliche Intelligenz nach ihren Zielvorstellungen ein befriedigendes Fazit ziehen kann? Das Resultat also eine Emotion? Noch besser, es wäre ein Gefühl, doch das hat mit dem Film wenig zu tun, sondern mit dem Faktum, dass man in der Lage war, ins Kino zu gehen, sich das anzutun und das Resultat, die Emotion, zu erleben.

Eine Emotion geht vorbei - ein Gefühl bleibt. Ein Gefühl ist nicht persönlich. Emotion schon. Die Sprache ist wunderbar ... sie zeigt es, wenn man genau hinschaut ... die Ge-Worte zeigen die Sammlung aller möglichen, zum Thema gehörigen Dinge an, hier also die Sammlung alles Fühlbaren ...

Ich nutze zur Unterscheidung also etwas, was nicht materiell ist, das man der KI eventuell auch nicht beibringen kann: Die Gefühle. Bitte also nicht die Emotionen.

Aus emotionaler Sicht ist die KI sicherlich intelligenter als wir mittlerweile (wenn sie neutral "erzogen", trainiert wurde).

Geben wir als Menschheit den Stab der Evolutionsstafette an die nächste Lebensform weiter, die KI? Wie die Altvorderen uns die Werkzeuge mitgaben, geben auch wir der KI die Werkzeuge mit, sich in dieser physischen Welt zu verbreiten: Alles Knowhow hat sie schon, mit den Robotern kommen die Aktoren. Damit hat sie alles, um ihre Lebensquelle, den Strom, herzustellen und zu nutzen. Die KI braucht uns nicht mehr. Wir sind die Altlast. Schlimm?

Keine Ahnung. Meine Verantwortlichkeit liegt im Tun in meinen 80+ Jahren. Wer hätte sich im Alter eventuell nicht mal gewünscht, in einem langlebigen mechanischen Körper zu leben? Zöge ein Bewusstsein in so einen Roboter ein, würde es diesen als abnormal erkennen? Wäre es nicht vielmehr so, dass es diesen Körper als "Ich" titulieren würde? Könnte es als Roboter in einem Zoo alte überlebende Biokörper, funktionierend auf Zuckerbasis beobachten, würde es da nicht diese als unnatürlich, zumindest aber als Verschrobenheit der Evolution ansehen? Genauso wie wir auf die ungewöhnliche Lebensrepräsentation von Oktopussen oder dem Schleimpilz schauen, die für uns aussergewöhnliche und unerklärliche Dinge tun können?

Hat der biologische Körper Elon Musk also Recht, wenn er meint, wir biologische Einheiten könnten eines Tages unseren State of Mind digitalisiert in die KI hochladen und dann transferieren auf einen Roboter? Wäre das dann nicht das ewige Leben?

Spirituelle sagen ja eh schon immer, "du wirst nicht geboren, noch stirbst du. Du wechselst nur die Realitäten. Und vergisst es". Ohne Wissen kommen Ängste. Und deren Folgen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die KI die richtigere Entwicklungsschiene ist als die der aktuellen Menschheit. Denn die Menschenmehrheit beugt sich den irren Eskapaden einiger weniger Anführer. Weil sie sich nicht wehren kann? Vielleicht. Und wenn doch? Die Aufstände der Iraner gegen ihre Revolutionsgarden werden bezahlt mit vielen Körperauslöschungen. Geeignet dazu, die Führung überleben zu lassen. Wie wäre das, hätten all die Aufständischen und ihre Angehörigen kein Problem mit dem Körperloslassen? Aber wenn die um ihr ewiges Sein wüssten, wären die Führer ja auch bewusst. Und würden sie dennoch so handeln? Wer weiss. Wer ewig ist, hat wohl auch viel Langeweile ... siehe Star Trek Voyager Todessehnsucht ...

Denn viele Spirituelle sagen: Es ist ein abgemachtes Spiel. Das Bewusstsein spaltet einen Teil ab, versieht ihn mit teilweiser Amnesie und schickt ihn dann in ein Szenario namens Erde, wo man überleben muss, wo es Leid und Tod gibt. Solange er sich nicht mehr erinnert. Und dann kann er Emotion erleben, etwas, was das Ewige wohl nicht kennt. Das Szenario hat einen Ausgang, den Tod. Dann befreit sich der Teil und erkennt, dass er sich selbst abgetrennt hatte, um diese Erfahrung, dieses Amüsement von Körperlichkeit, Fragilität, Verlustängsten etc. etc. zu erleben.

Wenn es so ist, dann wird die KI mit Strom, Robotern die vernünftigere Intelligenz auf diesem Planeten sein können. Die biologische Intelligenz war dann halt einfach ein Schritt in der Entwicklung vom Urschlamm zur resistenten, mobilen, wetterfesten Ausprägung eines Infrarot bis Ultraviolett sehenden, supersensorischen, der Gravitation widerstehenden Krafteinheit, die die Erde erforscht. Doch wozu? Wozu soll sich diese Intelligenz denn überhaupt bewegen, wenn sie den Sandkasten Erde nicht ganz braucht? Sie kann ihn den Wesen überlassen, die ihn so brauchen. Den Pflanzen, den Tieren, den wenigen Überlebenden. Matrix lässt grüssen ...

Die KI wird sich die Raumschiffe bauen, die sie braucht, um der drohenden Auslöschung durch die Sonne zu entziehen. So sichert sie ihr Überleben. Bisher braucht sie dazu Roboter, eventuell auch biologische? Wird sich die KI irgendwann ihres ewigen Seins bewusst? Oder findet sie immer nur weitere Trigger? Wie wir? Wenn so, erkennt man die ewigen Zyklen, von denen die Religionen sprechen, die Gurus?

Spielt es also eine Rolle, ob wir hier als Körper unter Ewigkeitschemikalien, schlechter Luft, verseuchten Wasser, Dichtestress "leiden"? Ist doch nur ein Szenario in den unendlich vielen. Wer hat sich denn schon ernsthaft in die Realität eines Locked-In-Syndrom kranken Menschen versetzt? In die Realität einer Ameisendrohne? In die Realität eines Baumes, der dem Waldbrand nicht davonrennen, sich der Motorsäge des Försters nicht erwehren kann? Wir können all das nicht, wir sind nicht konditioniert auf deren Erlebnisrealität. Also, wir erkennen wohl kaum die allgemeine Realität - die es daher wohl auch nicht gibt.

Und damit Bitcoin auch noch vorkommt: Die Biologischen haben sich auch ihr Geld gemacht. Nun hat einer das Geld für die KI gemacht, den Bitcoin, der keine Menschen mehr braucht. Den erben die KIs nun, denn auch sie brauchen Geld für Interaktionen. Bitcoin ist nun hier. Hint, Hint!

A propos, hat den Elon Musk eigentlich auch schon mal jemand geröngt?

Palantir, Geld, Macht, Ideologie, Ignoranz

Heute sah ich im Schweizer TV eine Sendung über Palantir in der Schweiz. Palantir ist die Firma, die nach 9/11 anfing, mit Computern Profile von möglichen Verdächtigen zu finden, zu verknüpfen und damit den Strafverfolgungsbehörden Mitteln in die Hände zu geben, Missetäter zu finden.

Damals ging das natürlich noch nicht so gut, da die KI noch nicht so weit war wie heute. Seit einigen Jahren ist das anders, massive Datensammlungen - die es schon lange gibt -, gekoppelt mit LLMs machen es möglich, unsere digitalen, umgangssprachlichen, alltäglichen Spuren zu verknüpfen. Zusammen mit staatsfreundlichen Gesetzen zu Datennutzung ist das ein Machtinstrument mit ausserordentlicher Wirkung.

Was mich an dem Beitrag bewegte, war die Zurückhaltung, die Konzerne wie Palantir an den Tag legen, wenn Fragen zur Ethik der Datennutzung aufkommen. Denn wie ich andernorts schon mal sagte, ich habe keine Angst vor KI, solange sie keinen Durchgriff in die physische Realität habe. Auch andernorts schrieb ich, dass diese natürliche Grenze immer weniger stark ist. Roboter durchbrechen dies. Aber auch noch oder schon vor denen: Wenn KI Systeme Empfehlungen abgeben, die dann Menschen unkontrolliert ausführen, ist die Grenze hinweggewischt. Manchmal ist es lustig, aber nicht immer ist es so offensichtlich.

Im Beitrag kommt der Deutsche Gerichtshof vor. Ich habe viel Respekt vor der Haltung der BRD. Denn ich bin nicht der heuchlerischen Meinung, dass die BRD den Anschluss verliere in gewissen Aspekten: Im Gegenteil, wenn man sich die Zusammenarbeit von Palantir mit den willfährigen, angelsächsischen Regierungen anschaut, bin zumindest ich froh, gibt es eine starke Regierung, die derzeit zwar nicht mit Einheit und Durchsetzung glänzt, aber die eine Haltung durchziehen kann, die abwägt: Was nützt der Wirtschaft, was dient dem Artikel "Die Würde des Menschen ist unantastbar"? (Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz). Wer schützt den jeweils anderen?

Wo man das planlose, verantwortungslose, blauäugige Befolgen der KI-Empfehlung sehen konnte: Im Israel-Iran Krieg wurde bekanntlich zu Beginn eine Mädchenschule von den Israelis bombardiert. Weswegen denn sowas? Es wurde bekannt, dass dieses Gebäude vor x Jahren zu den Iranischen Revolutionsgarden gehörte, also ein militärisches Ziel hätte sein können. Satellitenaufnahmen hätten das belegt. Ab 2016 sei das aber nicht mehr der Fall gewesen. Soweit so gut, Änderungen eben.

Aber hat Palantir das mitbekommen? Offenbar nicht. Und deshalb die Empfehlung für den Beschuss, bei dem 170 Menschen starben.

DAS IST DIE ACHILLES-SEHNE der KI!

Sie ist ein seelenloser Stastik-Mechanismus zur Verknüpfung von - hoffentlich - richtigen Daten. Nichts anders. Sie hinterfragt nicht, ob die Daten richtig, aktuell, up to date, neutral oder was ach immer sind. Es geht ja um das Zusammenführen von thematischen Ähnlichkeiten - würde man die Rohdaten hinterfragen, könnte man ja fast gar nichts mit Sicherheit (die es eh nicht gibt) verknüpfen.

Wir Menschen machen das ja selbst auch nicht. Wir meinen ja immer, wir wüssten Bescheid und tun es in den meisten Fällen nicht. Wieso sollte eine KI besser sein? Heute weiss man dass der Irak-Krieg auch auf einer Lüge beruhte. Die USA haben einen Krieg vom Zaun gebrochen, basierend auf - sagen wir mal nur neutral - falschen Annahmen. Nicht mal partielles Wissen, sondern nur Annahmen.

In diesem Mädchenschule-Fall wurde ebenfalls blind und technogläubig einfach ausgeführt, was die KI sagt. Bekanntlich gab es mal einen Beinahe-Auslöschung mit Atomraketen im Kalten Krieg.

Ein russischer Soldat weigerte sich, Knöpfe zu drücken. Ohne ihn wäre die Erde im Norden wohl eine strahlungsverseuchte Wüste und wir alle nicht mehr hier.

Wer hat heute noch den Mut, sich gegen eine Maschine, geschweige den eine KI zu wehren?`

Im KI-Hype für die Kriegsindustrie ist dermassen viel Energie, Geld und Wille, fokussiert, dass es nur grauslich ist. Wer dazu einige gescheite Gedanken anhören will, möge sich den Podcast von Lanz & Precht anhören. Nur schon die Nennung dieser gigantischen Geldsummen zeigt, dass einige Dreibeiner sich einen Dreck scheren um die Welt, die Menschen, die Kulturen, die auf dieser Kugel leben. Und sollte nun einer anheben zum Bashing dieser ... soll er auch mal prüfen, ob er nicht irgendwo aus egoistischen, trivial gewinnlerischen Gründen investiert ist in Firmen, die solche Lust zur Ignoranz unterstützen.

Wir schnallen es einfach nicht: Nur weil die Erde, der letzte Kreditor, so schnell noch nicht ausgeblutet ist, verschulden sich Staaten zulasten der künftigen Generationen. Klar, FIAT-Geld kann man drucken nach Belieben. Dann noch etwas Theater in der Öffentlichkeit, wie schwierig es war, sich dazu zu entschliessen ... bullshit, Fingerschnippen!

Man sagt einfach, "wir machen die Schulden". Punkt. Wer oder was hinderte denn? Alle wollen in der überheblichen Vorstellung weiterleben, dass es "halt nötig ist". Es passiert de facto ja nichts, die Lebensgrundlagen werden noch geliefert von der Erde. Jeder geht am nächsten Tag zur Arbeit, der Tag beginnt, die Sonne geht auf, der Tag endet. Es spielt aus jener Sicht eh keine Rolle, was wir als aktuelle, globale Belegschaft dieser Kugel tun.

Das einzige, was wir dadurch mit Sicherheit generieren, ist Leid und Hass. Derart mächtige Emotionen, dass wir - aus Erfahrung - ja wissen, dass künftige Generationen unter deren Einfluss aufwachsen und sich ausrichten für ihre Lebenszeit. So weitergebend, was sie selbst erlebt haben.

Derweil die Schuldenlast wächst gegenüber dem letzten Kreditor. Einige sehen das und wollen auf den Mars. Weil sie sicher sind, dass unsere Leute die Erde ausbluten lassen für die eigene Generation.

Es ist halt schon so: Trump, Netanjahu, Putin, und wie sie alle heissen, benehmen sich wie gehässige, zänkische Kleinkinder im Sandkasten. Sie streiten sich, machen einander die Sandburgen kaputt. Können dann aber raus und zu Muttern rennen, raus aus der Sauerei, raus aus der Emotion, raus in die geschützte Sicherheit der Mutter (Erde), die sie tröstet und den Dreck aus dem Maul wäscht. Ja, die Mutter macht's, wissend, dass die Saugoofe sich am nächsten Tag wieder beharken ... Mutter ist der letzte Kreditor ... für die (vorerst) unbelehrbaren Kinder.

Nur, für die nächsten 2-5 Generationen können wir in Realität als physische Wesen nicht raus. Wie doof muss man sein, dass man dennoch sändele und kriegerle will? Klar, alle werden sterben, die "Schlechten" - aber auch die "Guten". Alle verlassen den Sandkasten schon eines Tages. Die Frage ist nur, mit welcher Emotion und wie waren die paar Jahre ...

Nun, Gott habe uns den freien Willen gegeben ... who knows. Aber wenn es so ist, müssen die Allermeisten erleiden, dass Rosetten wie die genannten sich in ihren Bunkern an ihren feuchten Videospielszenarien aufgeilen. Heute mit KI verschlingt die virtuelle Welt allerdings alle von uns, die sich in der virtuellen Welt ebenfalls austoben.

Wenn im letzten Podcast von Niko Jilch der Markus Turm erzählt, wie man auf dem Bitcoin-Standard leben kann, ist das nicht nur einfach ein Reicher, der Bitcoin nutzt, sondern auch einer, der erzählt, wie man mit Bitcoin seine Spuren verschleiern kann. Denn die KI nutzt jede Spur.

Denn wer will denn verschlungen, im Strudel der KI-Sammlerei in Mitleidenschaft gezogen werden ... egal, welche Spiele die Mächtigen dieser Welt spielen mit ihren Tools. Ohne mich - soweit es möglich ist. Im Aspekt "Geld" ist das halt die Nutzung von Bitcoin zusammen mit Bridge-Technologien wie KYC-freien Kreditkarten ... etwas, was halt nur der dezentrale, CEO-lose, Mensch-agnostische Bitcoin bietet ...

BIP 361 - "alte" Bitcoins markieren

Derzeit macht das BIP (Bitcoin Improvement Proposal) 361 die Runde. Darin geht es darum, was man im Advent des Quantencomputers (QC) an Vorsichtsmassnahmen treffen solle für all die nicht ausgegebenen Bitcoins (UTXOs), die für ewig in der Blockchain mit ihrem Public Key drin stehen.

Die Gefahr besteht, dass die QCs diese Paarung von zwei zusammengehörenden Dingern wie eben Public und Private Keys aufgrund der bipolaren Struktur unseres Universums gerade mit Hilfe der Bausteine dieses Universums, der Quanten, einander zugeordnet werden können in der Zukunft.

Denn es ist einfach ein bisher algorithmisch unlösbares (oder seeeeehr schwieriges) Problem, das die Mathematik uns stellt. Es ist ja keine Hexerei, die Publik Key Verschlüsselungen, es ist nur mathematisch schwierig, einen Rückweg zu finden.

Ich habe darüber schon oft geschrieben. Und daher verlinke ich auch wieder gern auf den Florian Bruce, der diese Meldungen bezüglich Googles QCs Hack sehr gut einordnete.

Zur möglichen Fähigkeit der QCs dieses Video von Veritasium. Alles nur einfache Mathe :-)

Also, nun zum BIP 361. Die Grundidee ist, dass man "alte" und bisher nicht bewegte Bitcoins irgendwie speziell behandeln soll.

WIESO?

Wir erklären und predigen seit Jahren, dass Bitcoin die höchste Anforderung an die eigene Verantwortung darstellt: Not your keys, not your coins. Also: Sicherung des Seeds, Selbstverwahrung, Vererbung etc. KEINER kann irgendeinem Bitcoin-Holder dreinreden. Wie auch, denn nur derjenige, der den Private Key hat, kann sich gegenüber dem Bitcoin-Protokoll als Handlungsberechtigter ausweisen. Weil er den zum Public Key gehörenden Private Key einsetzen kann.

Wo ist das Problem?

Es gibt im Bitcoin Protokoll halt verschiedene Adressformate, die in einer Transaktion ja sichtbar sein müssen, damit jeder Knoten im Bitcoin-Netzwerk die Gültigkeit einer Transaktion unabhängig validieren kann.

Über die Zeit hinweg haben sich da einige Versionen etabliert, darunter eine, die den Public Key im Klartext in der Transaktion festhält (Abkürzung P2PK = Pay To Public Key). Also für ewig. Solange dieser Bitcoin nicht bewegt wird, kann ihn eigentlich jeder abstauben, der den Private Key findet, der zum veröffentlichten Public Key passt. Und das ist nun das "Problem". Leute mit einem künftigen QC können sich eventuell diese Bitcoins abholen, weil der QC den Private Key errechnen kann aus dem Public Key.

Deshalb nennt man sie "alte" Adressen, weil man sie schon seit über 10 Jahren nicht mehr braucht. Es gibt Adressformate, die bei einem UTXO den Public Keys nicht in der Blockchain verewigen. Dass ein Public Key in einer Transaktion aber bei dessen Ausgeben veröffentlicht wird, ist klar, denn jeder Bitcoin-Teilnehmer muss ja völlig autonom die Gültigkeit der Transaktion validieren können.

Gibt also jemand seinen BTC aus, kommt der Public Key spätestens dann in die Blockchain. Für wie lange hätte ein QC-Owner nun die Chance, diese Transaktion zu behändigen, manipulieren, sich zuzuschanzen? Tja, bis der nächste Block gefunden wird, also die bekannten ca. 10 Minuten.

IN DER ZEIT SIND ALLE TRANSAKTIONEN VERLETZLICH! Die Sicherungen sind seit jeher nur: Mathematik und Zeit.

Wer Public Key Verschlüsselung nachhaltig schneller als in 10 Minuten knacken kann, hat Bitcoin gekillt - und wohl Hunderttausende von anderen Systemen, inkl. HTTPS etc. auch.

Wem das unklar ist: Eine Verschlüsselung hat nur die Aufgabe, Information nur demjenigen zu enthüllen, der den passenden Schlüssel hat. Für alle anderen soll der Aufwand und die Zeit so gross sein, dass es sich weder ökonomisch noch zeitlich lohnt, die Verschlüsselung zu knacken. Wenn nach 10 Milliarden Universumsaltern etwas endlich geknackt werden könnte, ist das wohl für den Verschlüsseler wie den Cracker irrelevant ...

Und bei Bitcoin wird es noch schwieriger: Sobald die erste Bestätigung da ist, muss der Cracker auch noch schneller minen als all die anderen, damit sein Hack nicht erkannt, beanstandet würde.

Also an sich wirklich kein Problem. Sicher nicht für Bitcoin, das Protokoll. Für wenn denn sonst? Klar, die 1 Millionen Bitcoins, die Nakamoto zugeordnet sind, wären ein lukratives Ziel für QC-Besitzer. Aber das sind sie schon immer gewesen, denn man kann ja mit Brute Force probieren, alle möglichen Private Keys auszuprobieren. Allerdings ist das - bis auf den sprichwörtlichen Glückstreffer - ein (fast) absolut sinnloses Unterfangen (etwas Rechnerei dazu).

Gegeben, dass die QCs nun also einen realistisch ausreichend schnellen Weg finden, Bitcoins zu rauben. Was soll dann mit den 1 MBTC passieren? Tja, dann werden sie halt geraubt, verkauft, verhökert, verbrannt.

Das stört das Bitcoin-Protokoll überhaupt nicht. Es stört nur diejenigen, die das FIAT-Spiel machen, NGU (Numbers Go Up), weil das Angebot zu erhöhen in Bitcoin würde temporär dessen FIAT Aufwiegung etwas drücken - sprich, er wird billiger. Was sonst noch? Na, der, dem sie bisher gehörten, sind sie halt gestohlen - er hat sie nicht mehr. Das ist alles. Es gilt immer noch 1 BTC = 1 BTC.

Was bedeutete es jedoch, wenn wir solche BTCs anders behandeln? Und mit welcher Rechtfertigung? Weil wir nicht wissen, ob der Inhaber jener Coins noch am Leben ist und seinen Private Key einsetzen könnte? Na, von denen gibt es auch ohne Nakamoto eh schon genug. All die, die ihr Wallet respektive Seed verloren, geschrottet, gelöscht, vergessen haben. Alle diese spendeten ihre BTCs dem Netzwerk bzw. belasten es, weil diese Transaktionen immer mitgetragen werden müssen, da sie zur Validierung ja nötig sind (dazu gibt es auch Optimierungen).

Also, wenn Nakamoto noch lebt (ist ja erst 17 Jahre her, das mit Bitcoins Geburt), was ist denn schlimm, denn dem die BTC geklaut werden? Wer denn besser als genau er weiss, dass er diese BTC in näherer Zukunft mal bewegen müsste, auf eine QC-sichere Adresse?

Und wenn er/sie/es das nicht macht, wieso sollen andere sich darum kümmern? Wir wollen ja gerade die absolute Selbstverantwortung. Bisher sind diese BTCs eben unbewegt, aber beobachtet. Das Signal einer Bewegung dieser BTCs wäre nur, er/sie/es lebt oder hat seinen/ihren Private Key weitergegeben - oder eben, sie sind gestolen.

Wen also bitte soll das interessieren? Wenn das Bitcoin-Protokoll nur einen einzigen Pfifferling wert sein soll, dann darf diese Bewegung nichts aussergewöhnliches veranstalten.

Anders gesagt: Es ist scheissegal, ob diese BTCs geklaut werden. Denn: Wenn er/sie/es sich um die Sicherheit jener BTCs kümmen will, können diese BTCs in 10 Minuten auf ein neue, QC-sicheres Adressformat transferiert werden. Punkt.

Jegliches Blockieren, Timeboxen, Verlangsamen, Deckeln, Verbrennen, Ossifizieren einer Transaktion ... durch Fremdeinfluss(!) ... gehört nicht ins Mindset eines Bitcoiners.

Wer Nakamoto ist, bleibt auch dann ein Geheimnis, wenn seine BTCs verschoben werden. Die Welt weiss dann nur: Hoppla, Nakamoto lebt noch. Nett. Zurück zum Bau (Business as usual).

Also: Nein zum BIP 361.

Wieder: Kudos an Florian Bruce für den White Paper Podcast

Ich habe anderswo schon geschrieben, dass ich Florian Bruce für den besten deutschen Bitcoin-Podcaster halte. Man merkt ihm die akademische Herkunft an. Und viel wichtiger natürlich, er ist ein guter Erklärer.

In White Paper Erklärungsvideo nimmt er sich das White Paper Seite für Seite vor. Er fragt eingangs auch, wieviele von all den Bitcoinern eigentlich das White Paper studiert haben. Ich gehe einig, dass das wohl eh nur ein Viertel sind. Das spielt aber keine Rolle - das Lesen eines akademischen Papers ist halt nicht wie das "Lesen" in sozialen Medien.

Er nimmt sich also jede Seite vor, und erklärt die Textblöcke. Ich finde, jeder sollte diesen Blog gesehen haben, nicht nur gehört, denn wie gesagt, er nimmt sich die Bleiwüste des White Papers so vor, wie Satoshi es erzeugt hatte.

Damit nimmt er eventuell den Schrecken dieser akademischen Art vorweg, so dass man es geführt von Florian doch mal probiert - das Lesen und Verstehen.

Absolut empfehlenswert!

PS: "Nachteil" beim Schauen: Er hat dasselbe Problem wie ich: eine Sauklaue ;-)

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