Wer Gerhard Blocher zum Bruder hat, braucht keine Feinde

Letzthin kam eine kleine kurze Dokumentation über Gerhard Blocher, den grösseren Bruder von Christoph Blocher. Ich war relativ gespannt darauf, da ich ihn nicht persönlich kenne, meine Mutter aber sehr wohl. Deshalb konnte ich mit ihr über seinen Auftritt sprechen.

Ich hatte bisher versucht, sein Buch über Gott und Humor zu lesen. Wie stark ich mich auch mühte, mehr als ca. 50 Seiten schaffte ich einfach nicht.

Nach der Aussendung des Beitrages war mir eigentlich jede präventive Sympathie vergangen. Wenn einer so über einen politischen Gegner redet wie Gerhard, der zumindest scheinbar in diesem Augenblick der Beobachtung sich dessen nicht bewusst war und seine Maske möglicherweise fallenliess, der gehört eigentlich nicht zum Berater eines mächtigen Politikers.

Gerhard Blocher hat immer eine irgendwie spöttische, aufhetzende, meckernde, entwürdigende Art. Dadurch kann man nicht wissen, ob er nur spielt. Doch auch dann: da keiner ihm eine Rolle aufdrängt, wählt er dann ja seine eigene Rolle. Und die ist gelinde gesagt völlig abgedreht.

Meine Wahrnehmung sagt mir, dass Christoph Blocher zum Glück schlauer, realer und viel anpassungsfähiger und wandelbarer ist als Gerhard - und wohl auch als viele andere, die ihn so gern fixieren möchten. Auch wenn er sicherlich seinen Bruder liebt, ist es wohl gut, wenn er sich dessen Gehetze nur von der Ferne aus anhört. Und so ist ja auch er im Bundesrat, nicht Gerhard. Der würde mit seiner gehässigen Art wohl nicht mal eine Gemeindsversammlung überzeugen. Obwohl er ja mal Gemeindechef war. Jetzt sei er auf dem Altenteil. Gut so.

Wenn die Weihnachtsgeschichte modern geschrieben würde ...

Die Quelle ist mir zwar unbekannt, aber ich erlaube mir dennoch, diese kurze Schmunzelstory hier widerzugeben.

Was wäre, wenn Jesus im Jahr 2007 geboren wäre ... *Säugling in Stall gefunden - Polizei und Jugendamt ermitteln* *Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen*

BETHLEHEM, JUDÄA -

In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust. Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war. Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert. Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer" eines östlichen Landes bezeichneten.

Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihn angetragen,sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekanntgegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen." Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage wegen Fahrlässigkeit rechnen. Ihr geistiger Zustand wird deshalb näher unter die Lupe genommen, weil sie behauptet,sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott.

In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken.Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."

Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info: Die anwesenden Hirten behaupteten steif und fest, dass ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken ihnen befohlen hätte den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede eines vollgekifften Junkies, die ich je gehört habe."

Poetry Slam - belastend bis belustigend

Der WDR bringt tatsächlich eine TV-Sendung einmal pro Woche zu diesem Thema, jeweils Freitag Mitternacht: Poetry Slam.

Ich finde das genial, in der Zeit wo viele die Jugendlichen nur noch an der Pisa-Studie messen, messen sich jeweils fünf Leute - meistens junge - vor einem ebenfalls jungen Publikum in dreiminütigen Redeschwallen.

Wie Rapper, halt ohne Musik, ohne Singsang. Auf jeden Fall meistens schnell, komplex, variantenreich, unerwartet, skuril, manchmal sinnfrei, manchmal detailverliebt. Oft frei vorgetragen, manchmal abgelesen. Als Hinhörer muss man da voll dabeibleiben, keine Sekunde die Konzentration schleifen lassen, sonst ist der Faden weg.

Belastend, weil es manchmal schon sehr gesucht und sinnlos gekünstelt wirkt. Man sagt ja, dass die französische Sprache am Hof der Sonnenkönige "entwickelt" und um Ausnahmen angereichert wurde, um sich nur schon von der Sprache her vom gemeinen Volk abzusetzen. So erscheinen mir gelegentlich einige Slams.

Belustigend, weil es Slammer gibt, die die Sprache nicht nur als Satzbauelemente nutzen, sondern auch lautmalerisch, als Pinsel, um die einzelnen Worte miteinander zu verbinden, einen szenischen Hintergrund wortlos malend, auf dem die Sprache als Scheinwerferlicht einen amüsanten Bereich hervorholt und beleuchtet.

So kann jeder Hinhörer herausfischen, was ihm gefällt - ich weiss, was mir gefällt - und doch darf ich mich jedesmal tunen, bewusst hinzuhören. Denn ich weiss nie, was da wie und worüber kommt.

Hörenswert.

Meine Gesinnung - heute

Also, nachdem ich bei einigen Blogs diese SmartVote Spiders gesehen habe, die die soziopolitische Ausrichtung in ein Radarbild umsetzt, habe ich gedacht, dass ich das ja auch mal probieren könnte.

Gesagt, getan.

Hier also mein Radarbild:

Und da dies nur relativ zu meinen eigenen Positionen ist, hier noch eine Chart, die relativ zur allgemeinen Positionsbenennung ist (meine Position in weiss):

Die grünen Punkte sind diejenigen Positionen von Zürcher Grünliberalen Nationalrats(kandidaten). Dass diese passen, sagte mir SmartVote leider nicht selbst grafisch, so dass ich die halt mit Trial und Error fand.

So, nun weiss ich's also, wie ich denke. Das sei ironisch vermerkt, denn nun kann man mich in eine Schublade stecken. Genau das, wogegen ich meistens anrede: Schubladisieren.

Mir ist es natürlich egal, ob man mich schubladisiert oder nicht. Ich tue es mit anderen jedenfalls nicht. Und nur das eigene Tun ist relevant. Natürlich nicht als Freibrief zu verstehen. Die Grenze ist da, wo einem anderen geschadet wird.

Jede eigene Aktion darf niemanden verletzen und soll zum Wohle der Gruppe, dann erst dem eigenen dienen.

Glück gehabt - Schutzengel hielten mein Auto zusammen

Über Nacht brachte ich mein Auto zum Garagisten, damit der es vorführbereit macht. Alle paar Jahre wieder muss das Auto halt gesäubert und gecheckt werden, ob es die Vorführung überleben wird oder nicht.

Ich wusste, dass die Handbremse nachgestellt werden muss, die Scheiben könnten auch mal wirklich sauber gemacht werden, und irgendwas war mit der Lenkung merkwürdig, das allerdings seit 6 Monaten und ich hatte mich damit arrangiert - wusste zwar nicht, was es war, aber es liess sich ja fahren. Ich schrieb ihm eine Notiz, dass er doch beiläufig auch mal auf die Lenkung achten möge.

Also ahnte ich nichts Schlimmes. Um 7h40, eine für mich unchristliche Zeit, klingelte das Telefon, der Garagist, etwas echauffiert, aber nicht wegen mir, sondern wegen meines Autos.

"Ich bin nun schon seit 26 Jahren in dem Business, aber sowas habe ich noch nicht gesehen oder erlebt" begrüsste er mich. Als er das Auto mit den Lift gehoben hat, hätte es einen grossen Knall getan und die Spurstangen seien von alleine rausgefallen, die Vorderräder liessen sich danach unabhängig voneinander schwenken.

Die Kugelbolzen oder was auch immer (ich bin kein Auto-Crack) seien grad rausgesprungen. Der Garagist meinte, das hätte sehr ins Auge gehen können, eine leichte Bodenwelle oder was auch immer, und ich hätte einen lebensgefährlichen Unfall haben können.

Naja, so einen Unfall habe ich in diesem Leben schon eingezogen.

Ziemlich überdreht erzählt er mir also, was alles hätte geschehen können - und ich im Bett dachte "Hoppla, hatte ich Glück die letzten 6 Monate", schliesslich war ich mit dieser Lenkungsanomalie noch die 3'000 km nach Berlin und Umgebung gefahren - und erst noch in Polen über die Holperstrassen. Und auf deutschen Autobahnen fährt man ja auch nicht nur 120.

Und grad vor einigen Tagen grad beim ersten Schnee nach Arosa - Kenner wissen, dass es ab Chur ja 400 Kurven weit geht bis nach Arosa. Relativ zackig, da ich die Strecke gut kenne. Ein Bruch dort und Abflug ins Tal, wohl tödlich.

Glück gehabt - oder halt doch kein Autounfall mehr in diesem Leben. Wie auch immer, es ist bereits Vergangenheit und hat schon keine Bedeutung mehr für mich.

Ausser, dass die Reparatur mein Budget unerwartet belastet ...

Also doch - Sperma ist eine gute Gesichtscreme

Heute sah ich eine Werbung für eine Haut- und Gesichtscreme, die einen Wirkstoff beinhalte, der wie folgt beschrieben wurde:

Künstliches Sperma.

Nun ja, die Männer witzelten ja immer darüber, dass Sperma gut fürs Gesicht oder die Brüste sei, wenn mann/frau es an den genannten Stellen einreibe.

Jetzt ist es also offiziell, dass Frau sich das an den Körper schmieren soll, wenn sie ihre Haut geschmeidig halten will. Referenz: skinscience.ch

Und das erst noch enorm teuer: Eine 50 ml Tube koste satte CHF 190. Hmmm, ich denke, das können die Frauen nun wirklich billiger haben - ich besorg ihnen den Stoff schon für CHF 60.- ... ;-)

Oder: Werden die Frauen nun die Männer bezahlen, nicht (nur) für Sex, sondern als Cremespender? Da werden wohl einige Männer gerne im Badezimmer dezent neben dem Kosmetiktisch bereitstehen zur Samenspende.

Und die grossen Samenbanken werden zu Kosmetikgiganten.

Naja, was soll ich nun denken, wenn ich einer Frau begegne mit sehr schöner Haut? Dass sie ....?

Die Fantasie mag den Rest erklären ...

Ode an die Nacht - oder wieso ich sie so liebe

Beobachter der Erstellungsdaten meiner Blogeinträge haben es sicher schon bemerkt: Ich bin ein Nachtmensch. Wenn ich keine fixen Termine habe, ist mein Tag erst um ca. 3 bis 4 Uhr fertig.

Oftmals endet er so wie heute nacht: Der Mond ist fast voll und ich fahre noch was in der lauen Nacht herum. Über Nebenstrassen, wenn möglich an Stellen, wo die Lichtverschmutzung am geringsten ist, damit ich was von den Sternen habe, die ich aus dem offenen Wagen heraus an ruhigen Stellen stehend beobachte. Ich stelle dann den Sitz flach nach hinten und dann kann ich schön auf Sternschnuppern warten.

In der Ruhe der Nacht ist es nicht nur reain akustisch ruhig, auch im "geistigen Äther" ist es ruhig, die meisten Menschen schlafen dann ja, ihre Denkapparate sind also im Leerlauf. Das merkt man, wenig aktive Störsender.

Arbeiten aller Art, gerade solche, die Konzentration verlangen, sind leichter machbar in der Nacht.

Die Nacht hat gerade in der Natur draussen für Sehende etwas Mystisches, denn der Sehsinn verliert seine Macht. Geräusche, leise Töne sind massgebend. Vermutungen über deren Ursprung jagen durchs Gehirn, möglicherweise kommen Erinnerungen der Kindheit beim Schlafengehen ohne Licht in den Sinn. Der Verstand hat mal Pause. Zumindest mir ergeht es so. Gerüche werden ebenfalls verstärkt wahrgenommen, wohl weil in der Nacht automatisch der Sehsinn kompensiert wird, um sich scheinbar sicher zu fühlen. Ich fühle mich zwar tatsächlich manchmal etwas unsicher, jedoch immer sehr wohl in der Nacht, sowohl drinnen, wie auch draussen.

Eine Fahrt über einen Pass in der Nacht, mit oder ohne Mondlicht, langsam im offenen Wagen ist etwas Wunderbares. Wenn der Mond den ewigen Schnee der Bergspitzen zum Leuchten bringt, das Gelände jedoch im Dunklen versinkt, fühle ich mich schon sehr aufgehoben.

Es ist auch eine meditative Erfahrung, die man selten mit anderen teilen kann. Bisher hatte ich eigentlich nur eine Partnerin, der das auch gefiel, wo das gemeinsame Still-Sein realisierbar war. Solche Spontanausflüge machten wir öfters, und sie waren für beide von uns ein Genuss.

Was auch empfehlenswert ist an heissen Tagen: So um 3 oder 4 Uhr morgens im See zu baden. Das mache ich jeweils dann, wenn es wirklich warme Nächte hat. Ich paddle da im Wasser rum und achte auf Geräusche, die am Tag nicht mal hörbar wären - und habe Schiss vor Schlingpflanzen, die mich gierig runterziehen könnten ... :-)

Ich lasse meinen Körper richtig auskühlen, so dass mir langsam kalt wird. Dann kehr in nach Hause zurück und kann wunderbar einschlafen.

Eine schöne Erfahrung, so eine ruhige Nacht, egal ob im Sommer oder im Winter. Ich bevorzuge die im Winter, aber nur, wenn's Schnee hat ... :-)

Partnervermittlung - Was für Chancen? Wenig, meines Erachtens

Ich hatte ja vor mehr als 20 Jahren bereits einmal in Sachen Partnervermittlung gemacht. Allerdings habe ich es bald gelassen, weil es mir nicht liegt, andere zum Glück zu überschnorren. Und das musste man damals, denn ein Vertragsabschluss war direkt bares Geld für den eigenen Sack. Ich war damals also nur kurz Agent eines grossen Partnervermittlungsinstituts in der Schweiz.

Heutzutage ist das Geschäft wohl zu fast 100% im Low- Medium-Budget-Bereich ins Internet abdriftet. Ich habe, als Single, auch mal probiert, wie das ist, in so einer Internet-Agentur mitzumachen. Aus zwei Gründen: Erstens bin ich Single und zweitens aus Neugier, ob es klappen kann.

Der Verstand sagt ja "meine Präsentation ist auf viel mehr Raum sichtbar, ergo sollten sich mehr Kontakte und Chancen ergeben". Das Gefühl sagt "ich bin nicht sicher, ob das klappt, denn wieso sollte es mir nicht auch lokal gelingen, jemand passenden zu finden".

Also habe ich mich überwunden, die doch irgendwo beträchtlichen Gebühren zu bezahlen und mal 6 Monate dabei zu sein.

Der langen Rede kurzer Sinn: Es ergab sich kein Erfolg. Das ist natürlich mein Fall. Andere mögen's da viel leichter haben. Ich habe das für mich analysiert und kam zu folgenden Schlüssen.

Obwohl alle ja soooo gern suchen und finden möchten, ihre Werte präsentieren, ist es auch bei diesen Leidgeprüften primär eine visuelle und unbewusste Entscheidung: Das Erstellen des Inserates mag ja noch mit Verstand erfolgt sein, aber alle diese Argumente werden weggespült vom visuellen Bild. Ich habe deswegen keine Bilder von mir gezeigt und widerstand auch meinem (vorhandenen) Wunsch nach visuellen Reizen, indem ich keine Bilder verlangte.

Es kam dann zu etwa drei physischen Kontakten. Ich gebe zu, dass ich natürlich auch auf Äusseres achte, eine grosse, wohlproportionierte Frau mit markanten Brüsten, langen Haaren und einem weiblichen, aber doch nicht püppihaften Gesicht, gar noch dunkelhäutig mit strahlenden Augen ... und ich wäre kurzzeitig dahin.

Meine Erfahrungen aber zeigten mir, dass ich nur in gewissen Zeiten aufs Äussere schaue. Ich mochte die Augen schliessen und mich an die Gefühle erinnern, meinen Gemütszustand, mein Wohlbefinden, wann immer ich mit meinen Exen Glücksmomente erlebte. In diesen Rückblicken kam meistens kein visueller Eindruck vor, sondern nur eine Gefühlslage.

Dennoch haben diese Beziehungen ja nicht gehalten, sonst würd ich ja nicht von Exen sprechen. Was fehlte also noch? Es fehlten die Übereinstimmungen in den echten, tief sitzenden Bedürfnissen, die sich ja zudem noch mit der Zeit erst klarer darstellen.

Bei mir hat sich erst seit ca. 3-4 Jahren klar herausgestellt, was mir absolut wichtig ist, das was oben rechts auf diesem Blog zurzeit zu sehen ist. Dieser Wunsch war ja immer in mir, auch früher. Klar, klappte es nicht so mit den Frauen, denn im Rückblick kann ich heute sagen, dass wohl keine annährend ähnliche Bedürfnisse hatte wie ich. Und trotzdem wollte ich es durestiere, die passende Frau endlich schnell zu finden.

Aus heutiger Sicht mit viel mehr Einsicht in meinen Lebensweg sehe ich, was mir absolut wichtig ist und dass es nicht klappen konnte, weil ich es früher nicht wusste.

Ich war daher relativ gelassen, dass diese 6 Monate keinen Erfolg ergaben. Naja, wenn der Trieb wollte, war ich unzufrieden, in der klaren Minute hingegen war ich wirklich gelassen.

Meine Ansicht zu Vermittlungswebsites lautet daher: Wenn's kostenlos oder sehr günstig ist, kann man's ja machen. Denn das Ego will oft den Kontakt. Die Agenturen bringen viel Projektionsfläche, zeigen mein Inserat. Möglicherweise gibt das auch Kontakte, aber ob die/der Passenden dabei ist? Ob sie halten? Wenn die wahren Bedürfnisse oft noch nicht klar sind?

Zudem muss sicherlich ganz klar erkannt werden, ob ich die Frau eigentlich will, damit ich eine Sexualpartnerin habe. Oder ob ich eine Gefühlspartnerin möchte. Dies muss ja nicht zwangsläufig in ein und derselben Person zu finden sein. Es ist althergebracht, gerade in den christlichen Bereichen, dass es so sein sollte. Und ich denke, dass viele Menschen sich selbst nicht klar darüber sind, dass in ihnen eventuell dieser Konflikt herrscht. Der Volksmund kennt ja viele Sprüche zu diesem Thema. Wohl doch begründet.

Aber, was ist denn, wenn ich zwar eine gefühlsmässige Nähe finde, aber keine sexuelle Attraktion, oder umgekehrt?

Die Agenturen sind meines Erachtesn genau aus diesem Grund nur selten mit langdauernden Erfolgsvermittlungen gekrönt: Denn die Nähe kann nicht aufgebaut werden, das Bild, die Bilder beherrschen. Und die sind halt bei den meisten Menschen immer noch die stärksten Reize. Und über die Lebensaufgaben der Beteiligten wissen die Agenturen natürlich erst recht nichts, wie auch die meisten Beteiligten.

Für mich war es daher ein Experiment mit eigentlich vorhersehbarem Ausgang. Da ich aber auch ein Mann bin, der viel lieber Zweisamkeit hat als Einsamkeit, hab ich's halt probiert. Und darf mich weiterhin in Geduld üben, bis die Richtige und Passende erscheint ...

Le Tour - enfin

Il roule, le tour. Le plus grand spectacle du monde. Und was soll man nun davon halten, wenn doch Jaksche und Konsorten die ganze Fahrerschaft in die Pfanne hauen? Dopen sie nun oder nicht? Sind alle daher die Bösen?

Mir ist das eigentlich egal. Wie immer ist kein Mensch wirklich ausgeliefert und ohne Wahl, wenn ihm Drogen angeboten oder aufgenötigt werden. Auch ein Velofahrer hat die Chance, einen anderen Beruf zu machen, wenn er keine Chemotherapie über sich ergehen lassen will. Ich will damit nicht verniedlichen, dass Doping tödlich sein kann, darum geht es aber nicht. Alles ist gefährlich bis tödlich, wenn man es im Übermass betreibt, erst recht, wenn es um leistungssteigernde Massnahmen geht.

Von mir aus können sie dopen, es ist einfach ungerecht denen gegenüber, die es nicht tun. Das verzerrt die realen Leistungsausweise - und damit die Gewinnchancen und auch das Salär - der Fahrer. Wieso soll ein Ungedopter noch mitfahren?

Ich finde, man könnte die Stoffe von mir aus freigeben, man müsste nur verlangen, dass sich jeder Fahrer deklariert, was er genommen hat. Die Art des Stoffes könnte als Abzug oder Skalierungsfaktor bei der Berechnung des Klassements eingebracht werden. Nimmt einer EPO, dann hat er halt 1.05 mal soviel Zeit gebraucht wie die Zeitmessung angibt. Die Doping-Kontrolle soll es natürlich doch noch geben, aber nur noch mit der Absicht sicherzustellen, dass keiner lügt, was er genommen hat. Die Konsequenz bei positivem Befund ist dann einfach der Zeitzuschlag.

Man kann ja mit anderen Mitteln eh nichts erreichen gegen das Doping. Selbst wenn es geächtet würde - was sie diesmal ja mit dieser Ethik-Erklärung gemacht haben - wen kümmert's, wenn man unentdeckt Siege feiern kann?

Ich fand früher Velorennen langweilig. Durch intensives Mitverfolgen auf dem Hometrainer vor ein paar Jahren und dank der Erklärungen der Fernsehkommentatoren erkannte ich, wie die Teams funktionieren, was Taktik ist, welche Leistungen die Leute so oder so erbringen. Und dass ein Einzelner eh nicht gewinnen kann, sondern nur das Team.

Dass es ein Team ist, das gewinnt, das seine Kräfte auf ein Ziel fokussieren und einsetzen muss, das finde ich nun das Faszinierende am Rennen. Schaffen die Helfer es, ihren Boss in die richtige Position zu bringen, ihn vor Angriffen zu schützen, damit er am Schluss der Etappe möglichst sie gewinnen oder seinen Klassementplatz verteidigen kann.

Während der 8 Stunden einer Etappe spielt meines Erachtens Doping nur eine Rolle, wenn einer über diese gesamte Zeit allein herausstechen will. Wenn er also für sich, nicht das Team, gewinnen will.

In diewsem Sinne ist es mir egal, was die treiben. Der Volksaufmarsch ist ja auch dieses Jahr enorm, wie die Bilder der jungräulichen Tour bezeugen. Denn auch den wohl gut informierten Zuschauer geht es nicht um Rekorde, sondern um das Ringen um Plätze. Und sie wissen, dass dies Teamarbeit ist. Deswegen wohl ist es auch ihnen egal, wer was macht, Hauptsache, die Unterhaltung, das Spiel der Taktik ist spannend.

In diesem Sinne: Vive le Tour de France!

Konzerte gegen den Klimawandel - was für ein Schwachsinn

Dieses Wochenende werde gefeiert - mit Konzerten gegen den Klimawandel. Wo die Besucher wohl extra mit der Karre anreisen, um dann besoffen gegen das CO2 zu plärren.

Wie wenn Konzerte für Afrika ehedem was gebracht hätten. Hat sich das Bewusstsein für jenes Thema erhöht? Wohl kaum. Wie sollen Shakira und andere CO2-Schleudern (damit meine ich ihre Energieaufwände) dem Besucher ein Thema näherbringen, so dass er was lernt und zuhause umsetzt? So ein Konzert ist ja an sich schon ein Affront gegen das Klima-Thema.

Reinste Kohlemacherei auf einem Ökothema. Wer's durchschaut, bleibt zuhaus und macht damit wirklich was fürs Klima.

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