Ach ja, wie gross ist das Volumen einer 8-dimensionalen Kugel schon wieder?

Klar, diese Frage ist natürlich essentiell. Schliesslich ... äh, was ist denn eine 8-dimensionale Kugel? Gibbet dat? Und wenn ja, wieso und was kümmert's mich?

Nun ja, im 3D Leben ist das uninteressant - vielleicht - who really knows.

Aber in der Mathematik gibt es ja keine Physik, keine Materie, nur Formeln und Rechnen. Drum sagen ja einige, Mathematik ist die purste Wissenschaft. Auch wenn ihre Resultate aber auch gar nichts mit unserer Erfahrungswelt zu tun haben. Denn eine 8D Kugel, was soll das denn sein?

Spannenderweise ist das Volumen einer 8D Kugel wieder kleiner als eine 3D oder 4D Kugel. Wie kann sowas denn sein?

Klingt schon esoterisch, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen ... aber: Archimedes tat das 2000 Jahre vor uns schon ... und wir alle kennen ja die Kreisformeln.

Also:

der Umfang eines Kreises: 2 πr
die Fläche des Kreises: π r2

die Fläche der Kugel: 4 π r2
das Volumen der Kugel: 4/3 π r3

für den Radius = 1 können wir das r ja weglassen und dann ist es

der Umfang eines Kreises: 2 π
die Fläche des Kreises: π

die Oberfläche der Kugel: 4 π
das Volumen der Kugel: 4 / 3 π

Soweit kennen wir das wohl alle.

Die Fläche einer 4D Kugel?

Einfach: π2 / 2
das Volumen der 4D Kugel: π2 / 2

Und die 8D Kugel?

Einfach: π4 / 3
das Volumen der 4D Kugel: π4 / 24

Woher ich das weiss? Was heisst schon wissen ... ich habe mir dieses Video von 3Blue1BRown angeschaut, und es hat mich fasziniert. Denn auch wenn ich physikalisch nicht weiss, was eine 8D Kugel ist, so kann ich doch der mathematischen Herleitung folgen. Und die ist bestechend, denn sie startet da, wo wir uns alle auskennen, in der 3D Erlebniswelt und der Abstraktion der 2D Welt, die wir auch kennen, weil die 2D-Welt in der 3D-Welt enthalten ist. Demzufolge ist die 3D-Welt in der 4D-Welt enthalten ... aber das geht für unsere 3D Sensoren und Erfahrungen ja schon nicht mehr. Vor allem der Verstand klinkt sich aus. Denn der wurde halt geschaffen für den Umgang in der 3D-Welt.

Die Entwicklung der allgemeinen Formel zur Berechnung des Volumens von n-dimensionalen Kugeln lautet also:

π(n / 2) / (n / 2)!

Easy, nicht? Hat zwar etwas Komisches drin, die Fakultät eines Bruches. Aber da die Fakultät ja rekursiv definiert ist, kann man jede gebrochene Fakultät ja ausrechnen lassen. Diese Formel entstand einfach durch mathematisches Verallgemeinern und Umformen.

Eben, drum, Video schauen. Die Mathematik macht es einem einfach - den Bezug zur gewohnten Realität herstellen ... wohl unmöglich für uns.

Es ist spannend zu philosophieren, ob diese Formel eine Bedeutung haben könnte für uns Menschen. Vielleicht die, dass es wirklich 3 bis 4 oder gar noch 5 Dimensionen brauchen kann, um Leben Raum zu geben, denn ab 7 und mehr Dimensionen nimmt das Volumen der Kugel ab - ergo weniger "Platz" für Wesen.

Wie und was auch immer - wie den Vortragenden im Video finde ich es faszinierend, wohin reine mathematische Überlegungen führen. Und was jeder eventuell für sich daraus ziehen könnte.

Interessante Betrachtung über Zero-Energy Financing

Ich fand letztens diesen Video zur Kartenhaus-Finanzierungswelt der KI. Ich fand, der Youtuber hat - wenn seine Recherchen alle richtig waren - sehr schön aufgezeigt, wie sich gewisse Systeme hochschaukeln können, nur weil das Fiat-System eben so funktioniert, wie es funktioniert. Er nennt das eben Kartenhaus. Nun, es ist halt möglich, also gibt es Leute, die so etwas ausnützen. Und wenn's klappt, dann fragt niemand danach. Wenn's nicht klappt ... wer muss dann die Schulden tragen?

Der alte Spruch: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.

Wenn man USD 100 Milliarden braucht und versprechen kann, so wissen wir, dass das nur geht, weil der MoneyPrinter Geld aus dem Nichts heraus erzeugen kann. Ohne dies kämen solche Gigantoprojekte ja nicht zustande. Wenn es also klappt, war es diese virtuelle Energie wert?

Wie würde der KI Markt sich entwickeln, wenn es nur Bitcoin gäbe als Währung? Für Bitcoin ist das die Kernfrage: Kann Bitcoin eigentlich so eine Entwicklung unterstützen? Oder braucht es eben genau für sowas ein Fiat-System? Wie käme OpenAI zu Kapital, gäbe es nur Bitcoin? Nun, ich denke, es gäbe schon eine Finanzierung, aber die Geschwindigkeit der Entwicklung wäre wohl langsamer, da man ja nicht einfach (Geld)Energie nach Lust und Laune erzeugen kann.

Würde das Entwicklungen wie der KI schaden? In der Rasanz wohl schon. Wäre das denn schlimm? Ich glaube nicht, denn wenn alle langsamer sind, bleiben die Relationen der Firmen ja dennoch erhalten. Eine OpenAI wäre immer noch top, NVidia auch. Durch die Verlangsamung würden vielleicht weniger im Rückspiegel verschwinden ... oder die Spitze wäre eventuell breiter, es wären vielleicht nicht nur immer die üblichen Verdächtigen, die Geld und Erfolg erhalten.

Eventuell würden ganz neue Konkurrenten erwachsen können ... oder leichter erwachsen können. Siehe DeepSeek oder OpenClaw.

Natürlich, Geldeinheiten sind ja schon genug da, auch in Bitcoin, denn die unsere 21 x 106 x 108 Sats sind ja 2.1 Billiarden Einheiten, also nochmals 200x mehr als dieser Fiat-Deal. Wäre 1 Sat = 1 USD, könnte man diese Deals also noch machen. Aber natürlich immer nur, wenn bisherige BTC-Halter ihre Sats auch wirklich loslassen wollen. Das würde wohl kaum so schnell geschehen, wie es im Fiat-System eben geht.

Ob das schlecht wäre? Keine Ahnung. Braucht es diesen Speed überhaupt für so disruptive Technologien wie die KI? Wäre es sinnvoller, wenn die menschliche Gesellschaft eher mitkäme? Oder ist es wünschenswert, dass es solche Speerspitzen wie das OpenAI, NVidia und Oracle Trio geben können muss?

Florian Bruce Boye - Brillanter Finanzausbildner

Gerade habe ich wieder einmal einen Podcast von Florian Bruce Boye gehört, den über den Cantillon-Effekt, der erklärt, wieso dennoch alles teurer wird, obwohl Dinge doch einfacher und günstiger hergestellt werden können, also billiger werden sollten.

Weil er auch diesmal eine Top-Ausbildungstalk hinlegt, entschied ich mich spontan, eine Laudatio auf ihn zu schreiben - er hat sich das aus meiner Sicht fast wie kein anderer verdient.

Ich persönlich halte Florian für einen der allerbesten deutschen Finanz-Erklärer, den man Woche für Woche sich anhören oder ansehen kann. Er spricht eigentlich immer ohne Ähhs, Öhhs etc. druckfertig also. Zudem benutzt er einige einprägende Rhetorik-Mittel, die wichtige Punkte wiederholen und richtig einstempeln.

Wenn es darum geht, was der Cantillon-Effekt in jedermanns / jederfraus Leben bewirkt, so macht er das anhand von von allen nachvollziehbaren, alltäglichen Beispielen. Denn gerade z.B. an diesem Cantillon-Effekt, der seit 400 Jahren bekannt ist, scheinen viele Erklärungen zwar stimmig, aber fernab vom Alltagsleben der kleinen Leute.

Es geht zwar meistens um Bitcoin, aber es ist klar: Der Bitcoin ist da, weil das Finanzsystem am Arsch ist, bzw. nur noch dem Top 1% der Reichen dient, schon lange nicht mehr als neutrales Werttauschsystem für alle auf der Welt. Und natürlich, warum das so ist - zumindest in den letzten 100 Jahren -, ist jedem Bitcoiner klar ... Interesse? Dann hören oder sehen!

Florian Bruce Boye — absolut empfehlenswert.

Handwerker erkennen unmittelbar den Wert von Bitcoin

Letztens hörte ich einen Podcast vom Nico Jilch mit einem Schreiner. Ein Schreiner packt aus.

Warum erwähne ich das eigentlich? Weil es immer frappant ist, wie Handwerker den Zugang zu Bitcoin, dessen Verständnis viel schneller und eventuell intuitiver schaffen. Denn sie haben mit Dingen zu tun, realen gewachsenen Gegenständen, Materie. Nicht einfach nichts, virtuelles Zeug, Gedankenkonstrukten.

Der Johannes Aumüller ist ein Schreiner, hat wenige Mitarbeiter und offenbar ein Qualitätsbewusstsein. Er weiss, dass nichts von nichts kommt. Andersrum, seine Dinge, von denen er lebt, mussten geschaffen werden, sein Material ist Holz. Alles Natürliche ist Proof of Work. Schliesslich würde niemand Geld ausgeben für virtuelles Holz. Naja, Gamer machen das schon, aber eben ...

Wer wirklich mit Material arbeitet, erkennt intuitiv, was Proof of Work heisst. So klappt auch die Erkenntnis, dass das Geld mindestens so gut sein muss, denn es ist das Werkzeug, um den Wert der eigenen Arbeit, das Produkt bemessen zu können. Ein Tisch, ein Schrank, der als natürliches Material eigentlich fast ewig hält, kann doch nicht mit einem Geld bemessen werden, das schwindet ...

Nun ja, einfach mal reinhören.

OpenClaw, Martial Arts Robots, Gen5 LFP Akkus, Bitcoin ... die Welt wird agiler - ohne uns

Die Highlights häufen sich für diejenigen, die technologische Fortschritte händeringend oder mindestens mit offenen Händen begrüssen. Elektrisch ist die Welt schon, aber nun werden bekanntlich viele menschliche Tätigkeiten elektrifiziert und damit ohne ihn machbar. Angefangen hatte es mal im letzten Jahrtausend, als IBMs Programm Deep Blue den besten Schachspieler der Welt bezwang, dann vor ziemlich genau 10 Jahren besiegte AlphaGo den besten Go Spieler der Welt. Go, ein Spiel mit noch astronomischeren möglichen Stellungen als Schach ...

Gehirnleistung ist also in Spezialbereichen schon seht mehr als 10 Jahren genug da. Doch der Einfluss in unseren Alltag war gering. Weil im Alltag die physischen und anderen Erfordernisse von Menschen gedeckt werden müssen, bevor Schach oder Go eine Rolle spielt. Was alle betrifft auf dieser Welt, ist Geld ...

Seit mehr als einer Dekade ist die Elektrifizierung und vom Menschen entkoppelte Methode, Wert in der Welt herumzuschicken, getan, Bitcoin und halt auch noch die Stablecoins. Es braucht keine Menschen mehr dazu. Also auch beim Geld. Es geht ohne Menschen.

Aber bisher macht keiner was mit den neuen elektrischen Möglichkeiten. Ah doch, die KI. Aus den 1950, Alan Turings Test. Es begann damals, das menschliche Denken zu imitieren und von Menschen beurteilen zu lassen. Heute kennt jeder OpenAIs ChatGPT und Claude, und wie sie alle heissen. Keine Denkmaschinen, oder doch? Wie lernen denn Kleinkinder Dinge? Durch Nachahmen. Genau wie KI, sie ahmen so lange nach, bis wir nichts mehr haben, um ihre Antworten von menschlichen zu unterscheiden. Wie bei Kindern, haben auch die KI Dinger eigentlich noch nichts selbst entdeckt, sondern bauen auf die Erfahrungen der Eltern auf. Ein Baby kommt nicht alleine zurecht, selbst wenn es physisch das könnte, geht es ein. Es stirbt, weil das Metawissen, das Wissen und die Emotionen dieser Welt ihm nicht über seine Eltern vermittelt werden. Das dies so ist, weiss man seit Beobachtungen in nahöstlichen Spitälern, wo Kinder des Krieges wegen (nicht der aktuelle RU-UK) verkümmerten, weil sie in Kinderheimen aufwachsen mussten, ohne emotionale Bindung an ihre umgekommenen Eltern.

Also, Kinder werden angelernt, so wie KI angelernt werden. KIs Eltern sind Menschen, die in 8 Stunden Tagen in Billiglohnländern menschliches Alltagswissen anhand von Entscheidungen der KI zum Lernen aufbereiten. Vergessene Menschenpower, die in einer KI steckt. Eine Vorleistung, wie beim Bitcoin die Energie fürs Mining.

Es gibt also immer Quellen, aus denen Neues entsteht oder zumindest bildet das Alte die Aufstiegsbasis für das Neue. Eine Trivialität, ich weiss, aber man sollte sie gerade bei der KI noch nicht vergessen, denn: Die KI erscheint fast allmächtig, aber sie ist immer noch nur die Suchmaschine über das gesamte elektronische Material, was Menschen geleistet oder einfach erzeugt haben. Wie in der Wissenschaft oft gehört in einer Laudatio: "Ich stehe auf den Schultern von Giganten", also, ich konnte etwas nur erreichen, weil viele Generationen vor mir sich schon einen Thema widmeten. Auch eine Trivialität, aber eben.

Ich persönlich nutze KI auch täglich und ich knie nieder, weil ich nach 30+ Jahre Softwareentwicklung statt stundenlagen Suchen nach genau richtigen Antworten auf meine Fragen nun eine Maschine besprechen kann, die mich zumindest mal versteht, bzw. sie erkennt, welcher Art meine Fragen sind, welche Begriffe ich verwende, welche Themenbereiche ich offenbar berühre ... alles statistische Merkmale, die eingenen, welche Wahrscheinlichkeiten Antworten haben müssen, um mir eine Antwort auf meine Frage überhaupt anbieten zu können. Und es freut mich, dass die KI mir Antworten gibt, die zur Frage passen, die Dinge erwähnen, die andere schon in diesem Umfeld elektronisch gegeben haben. Denn wie gesagt, es ist eine Suchmaschine über das gesamte menschliche, digitale Wissen. Bisher eher als Read-Only-Device, mit Agenten durchaus auch als Read/Write Device - ich lasse sie auch Source-Files ändern, im Browser ihre eigenen Resultate prüfen und iterieren, bis sie stimmen. Aber halt nicht mehr.

Nun ändert sich das alles nochmals, jetzt kommen Dinge hinzu, die nicht nur passiv mit all den elektronischen Dingen hantieren, sondern die aktiv selbst was tun, wenn sie dazu aufgefordert werden.

Der OpenClaw Agent macht Furore. Er tut Dinge, statt nur zu antworten. In diesem Interview erscheint Steinberger etwas wie der Zauberlehrling, sobald die Fragen kritischer werden. Es ist klar, dass keiner wirklich weiss, wohin diese Emanzipation der Agenten führen wird. Werden sie das Internet verstopfen mit viel Geschwätzigkeit? Werden sie uns alle lehren, dass keinerlei Antwort, keine Information mehr gesichert wahr sein könnte? Nun ja, ich erzähle schon seit knapp 30 Jahren, dass die Leute zumindest Abstand zu elektronisch gelieferten Informationen haben sollen - denn auch schon früher wusste man nicht, was echt, was wirres Zeug, was richtiger digitaler Betrug war.

OpenClaw habe ich nicht ausprobiert. Man muss nicht alles mitmachen, man kann ja am Fluss sitzen und die hinabtreibenden Leichen der Unvorsichtigen beobachten ... eine KI hat - meines Wissens - noch kein Bauchgefühl, keine Intuition. Wenn sie also alles machen kann, was ich mit und vor oder gar vom Computer abwesend machen lassen kann, tja, dann wird's heiss. Um so mehr Vorsicht wäre geboten.

Denn Geld ist ja nun digital. Agenten handeln direkt Preise aus und über die Kryptochannels werden Werte verschoben, Preise gehandelt. Im Detail gibt's das alles schon lange, aber eben nicht ohne irgendwelche Übersicht. Konnte eine Bank noch Geldflüsse noch überwachen und ggf. stoppen, ist das nicht mehr möglich oder nötig, denn die Agenten wissen, wie sie ein Wallet bedienen. Und da Geld wie gesagt in unser aller Leben überall vorhanden ist ... mit der KI und dem digitalen Geld verlieren Banken ihr Tagesgeschäft ...

Doch auch dies ist noch nicht so "schlimm". Damit meine ich, dass die Auswirkungen der KI noch nicht unmittelbar in der physischen Welt in meinem Umfeld wirksam sind. Die Lebensgrundlagen für einen physischen Körper sind noch nicht immanent. Die KI kann mich noch nicht vom Gang zum Supermarkt abhalten, mich in Fesseln legen, denn bisher ist die nicht physisch.

Doch auch dies ist nun vorbei.

Die Martial Arts Robis von China oder etwas in Deutsch zeigen, wie weit man offenbar sein kann. Ich habe diesen Video verlinkt, weil er mehr Meta-Informationen bietet. Der originale Video ist eindrücklicher, aber vielleicht auch unglaubwürdiger. Sollte es aber echt sein (Videomaterial können wir alle schon genug lang täuschend echt herstellen), lässt sich nur noch die Frage stellen: Fahren diese Robis einfach eine Choreographie Liste ab, die von aussen ihre Aktionen steuert, oder sind sie schon autonom, Mein Gefühl sagt hier, sie sind noch wie eine Drohnen-Show. Spektakulär aber noch nicht eigenständig. Rein physisch sind sie's aber: Es gibt im Original die kleine Episode, wo der Roboter einen Stab horizontal hält. über die ein Kind springt, aber mit dem Fuss leicht einhängt. Der Roboter tariert das perfekt aus, genau so wie es ein Mensch tun würde.

Wir wissen, dass Roboter das schon länger können, siehe auch die Videos von Boston Dynamics. Dennoch, so habe ich das noch nie gesehen und deswegen war es allerhöchst eindrücklich.

Was alle diese Systeme noch brauchen, ist elektrische Energie - zuhauf, lange vorhaltend.

Hierzu stellt ein Youtuber die nächste Generation von LFP Akkus vor. Vorersts gedacht für Autos. Diese Batterien haben eine Reichweite von 1'800'000 km und sind dann erst auf 80% unten - die können noch jahrelang in stationären Zyklen Energie aufnahmen und wieder abgeben. Zum Beispiel für die Robis.

Es fügt sich also zusammen. Vor mehr als 30 Jahren hat mir mal ein esoterischer Mensch gesagt, dass nach dem Öl-Zeitalter das Zeitalter des Stroms komme. Ich war erfreut, denn schon damals wollte ich ein elektrisches Auto. Und wenig verwunderlich, ging meine Karriere ja mit dem Computer los, mein Sandkasten, mein Experimentierfeld, meine Welt.

Nun kommen Technologien zusammen, die absolut disruptiv sein werden. Der Challenge ist wohl, wie die Gesellschaften mit der Biomasse der Menschen umgehen. Extra so formuliert. Klar, wir haben das alles unter dem Titel "es soll alles besser werden" initiiert, aber haben wir uns je überlegt, wie's dann um uns steht?

Die Science Fiction hat dies in unzähligen Büchern und Filmen vorweggenommen. Wenn Star Trek die optimistische Version ist, sind Star Wars und andere einfach die Fortführung des gesellschaftlichen Status Quo mit mehr Technik. Derzeit hat wohl eher der Orwellsche Überwachungsweg die Nase vorn. Doch auch diese ging ja davon aus, dass man Menschen schon noch braucht, denn die Leute darin waren ja schon berufstätig.

Jetzt aber wird's anders: Intellektuelle Leistungen braucht's nicht mehr für den Alltag, die KI machts. Einkaufen gehen, liefern lassen, gefährliche Arbeiten, die Robis machen's.

Auf der politischen Ebene haben wir Segregationen, "leck mich am Arsch"-Politik auf höchster Ebene, Eliten, für die keinerlei Regeln gelten ... und wir kleinen? Wir werden zerrieben? Wir sind ja auch die biologisch nachwachsende Ressource, die pflanzt sich auch ohne Driver fort. Mit der Technologie kann man sie aber in Schach halten und für sich arbeiten lassen. Siehe Film Matrix.

Und natürlich, China könnte wohl ein paar tausend dieser Robis nach Taiwan schicken. Orchestriert aus sicherer Entfernung - genau so wie die Amis das mit Drohnen in Afghanistan machten. Kommt es also bald zum direkten Kampf von Robis gehen Bioroboter? Wer weiss, denn logischerweise wissen wir Kleinen nie, das die Eliten schon planen und am Start haben.

Wie das alles rauskommt? Keine Ahnung. Wir sind jedenfalls eventuell in einer Zeit, in der wir immer mehr ersetzbar werden. Der einzelne wird noch unwichtiger, aber halt auch elimierbarer. Doch wozu? All das, was die Technologie-Jünger sich erhoffen ... wem soll's denn dienen? Den Eliten? Schöne Zeit uns Kleinen.

Aber wir haben eine Waffe: Die Eliten ziehen uns ja die Energie ab: Wer erzeugt denn die in Geld bemessenen Dinge, die sie dann instrumentalisieren können? Die Waffe ist also das Geld, das wir bekommen - auch wenn es eventuell (zu)wenig ist. Drum gibt es wohl nicht viel andere Alternativen als bewusst sein Geld auszugeben. Trau schau wem. Mit den Füssen abstimmen.

Zum Thema habe ich grad noch einen je nachdem sehr aufwühlenden Video auf Youtube gefunden ... wie sieht die Welt bis 2040 aus? Das Ende der Arbeit: Prognose 2026-2040 (die wahre Macht der KI).

Es sind interessante Zeiten.

Dystopie - Der Niedergang der Ökonomie des Westens

Heute sah ich mir diesen recht langen, dafür dystopischen ( :-) ) Podcast an. Wieso der Smiley ... nun, es sind zwei lachende Augen ... das eine, weil es so herrlich tragisch ist, zum anderen, weil es so klar ist. Einer seiner weiteren Podcast, den ich mir zu Gemüte führte, war dieser hier.

Letzterer ist viel krasser, weil es darum um die Frage geht, wer das US Imperium ersetzen soll, wie das transnationale Kapital mit welchen Mitteln (Kriege, KI, Robotik, Arbeitslosigkeit, Technologie, Aktionmärkte, Währungen und natürlich die Inflation) und Marionetten (Trump und Organisationen, America First, Australia First, Brittain First ... ) die Machtbalance auf der Erde beeinflussen wollen, können und auch tun.

Kurzes Fazit: Nur ein Asset, was man wirklich besitzen kann, wird dem kleinen Mann das Überleben sichern, keine ETFs, keine Aktien, nichts, weil alle Anlageprodukte als Waffe benutzt werden, um sich realer Güter zu bemächtigen und somit die Anleger auszubluten. Also helfen nur Gold, Silber und Bitcoin. Gold ist ein sicherer Hafen, Silber ist ein geopolitisches industrielles Werkzeug, eher ein Spielball als ein Gold. Und natürlich ist Bitcoin das digitale Geld. Denn nur damit können wir auch mit den Füssen abstimmen: Value4Value, lokale Wirtschaft und Produkte unterstützen, Produkte und Projekte der Grossen boykottieren.

Im ersten der genannten Videos geht um den Niedergang des Finanzwesens westlicher Art, seit etwas mehr als 100 Jahren Britischer Art. Simon Dixon analysiert treffend, wie sich die westlichen Staaten und Firmen dem Hegemon USA untergeordnet, ausgeliefert, unterworfen haben. Und wie keiner da mehr raus kommt, solange er irgendwo Schulden hat. Und mit er meine ich nicht nur Menschen, sondern jeden beliebigen Akteur, sei es nun ein Bauer, Elon Musk, Apple oder Venezuela oder - jeden US Bürger selbst.

Simon schafft eine präzise Analyse der Situation, die wegen Trumps auftreten eigentlich nur sichtbarer für die Welt wird. "Funktionieren" tut die Welt ja schon lange so, eben sie 120+ Jahre. Seit man Schulden machen kann und seit es die USA geschafft haben, mit dem Petro-Dollar ihre Währung wichtig zu machen. Wäre das nicht passiert, wäre die USA auch nur eine Regionalmacht. Und der Rest der Welt würde nicht unter ihrem Zuckerbrot und Peitsche Spiel leiden.

Die Ironie ist noch, dass die Briten diese Strategien wohl vom Zaun gebrochen haben und schon seit 20+ Jahren die Opfer derselben sind, niedergekommen, eine Kleinnation, zerrieben bis zerstört von der eigenen Doktrin. Denn deren Zögling, die USA, spielt das Spiel besser bis heute ... so fressen die Kinder ihre Eltern auf ...

Ich finde es lohnenswert, jene Podcasts zu hören. Sie sind in englisch, aber man kann sie heute ja in Echtzeit übersetzen lassen.

Übrigens das eine lachende Auge: All diese am Schluss des Videos kommenden Erkenntnisse sind Jahrtausende alt. Und zeitlos wahr, denn die einzige wichtige Ressource ist die eigene Lebenszeit und die Erde, in der wir alle leben. Bitcoins 21 Millionen Einheiten, das sind die Ressourcen, das einzige, was zu besitzen sich wohl lohnen wird, denn alle anderen Systeme sind irgendwann, -wo und -wie mit der Schuldenfalle verbunden. Nur Besitz von Assets, physisch oder eben Bitcoin, sei das einzige, was Leuten auch in der Zukunft ein respektables Leben ermögliche. Daher stack Sats .... und keine ETF, ETN, ETP, keine Derivate, keine Versprechen ...

Man sieht ja jetzt grad wieder anlässlich des WEF in Davos, wie peinlich es eigentlich ist, dass alle westlichen Nationen kuschen vor einem exzentrischen, narzistischen Puppenspielern - denn mehr ist auch der nicht - erst recht nicht nach Kenntnisnahme jenes Podcasts.


Wer nach der desillusionierenden Visierung der Videos etwas braucht, was das alles in einen anderen, ziemlich unwichtig machenden Kontext versetzt: Dem empfehle ich wieder mal den Pale Blue Spot. Was ist danach einem jeden, einer jeden wirklich wichtig?

TicketCorner endlich mal verurteilt - wiedermal

TicketCorner wurde verurteilt - zusammen mit dem Hallenstadion. Beide hatten eine Abmachung getroffen, um eine marktbeherrschende Stellung aufzubauen. Zwar schon in den 201xer Jahren. Die Weco hat beide nach 15 Jahren endlich verurteilt. Das Gericht sagte, dass es anderen Markteilnehmern erschwert worden sei, Tickets für das Hallenstadion zu verkaufen.

TicketCorner reagiert damit, dass es ja nun genug Marktteilnehmer habe, das ganze eh schon lange nicht mehr gelte etc. etc.

Warum schreibe ich das. Ist mir an sich egal ... wenn da nicht eine kleine Geschichte dazu gehört: TicketCorner macht das immer wieder. Ich war Mitbegründer der Firma klicket GmbH im Jahre 2001. Damals waren wir die allerersten, die Tickets in der Schweiz zum ersten mal elektronisch zum Selbstausdrucken verkauften. Als unser Sales damals die Klinken putzte, hörte er immer wieder ... "ja, wir würden ja gerne mit euch Tickets verkaufen, aber leider können wir nicht, weil wir haben Verträge mit TicketCorner",

Es waren Knebelverträge, ungültig wie das Weco damals dann mal schon noch feststellte, nachdem einige Ticket-Startups Klage erhoben. Wie beim Weco üblich, gingen dann Jahre ins Land, und als der Spruch kam, der TicketCorner verurteilte, redete sich TicketCorner mit demselben Spruch raus "es ist ja jetzt alles anders" ...

Tja. Für mich ohne Worte. Wirtschaftlich Grosse unterdrücken die Kleinen immer. Kleine haben noch keine Ressourcen, gegen Grosse zu bestehen. Siehe USA.

Aber mit der Zeit arrangieren sich die Kleinen und der Grosse strauchelt. Siehe USA.

Und dann wird es wirklich anders. Kaum besser, aber eben - anders.

R.I.P. EvD - Erich von Däniken

Mit 90 ging er.

EvD, wie er genannt wurde, war auch ein Attraktor meiner diversen Jugendsuchen. Wie jeder Jugendlicher irgendwann, wollte auch ich erfahren, was ich bin, woher ich komme, was ich hier soll, wieso ist das alles so merkwürdig hier, warum sind alle so anders, gehören wir hierher und natürlich — gibt es noch andere wie uns im Weltall?

Und waren die schon mal hier?

Ich musste damals als noch der reformierten Religionslehre verpflichteter Jugendlicher die Bibel studieren. Dabei glaubte ich natürlich nie an die Stories im AT - ich war damals schon wissenschaftsorientiert. Was mir halt auffiel, war die Diskrepanz zwischen AT und NT. Mit dem NT wurde ein Gott eingeführt, der sich raushielt, schliesslich hat er seinen Sohn geschickt, der sie Sauerei handeln soll. Mit diesen Geschichten konnte ich mich anfreunden, aber nicht mit dem rächenden, egozentrischen Gott des AT.

Also, wenn einer wie der EvD daherkam und sagte "schaut doch mal auf diese Wandzeichnungen", "lest doch mal diese Texte aus heutiger Sicht" ... war ich sofort dabei. Wenn in ägyptischen Hieroglyphen Dinge vorkamen, die dem unbedarften Betrachter wirklich unwillkürlich wie eine Grafik einer Glühlampe erschienen, oder wenn der Gott in einer Wolke von Lärm und Rauch herniederkam, was doch eher wie ein Helikopter oder ein Senkrechtstarter anmutet, oder wenn sein Gefährt sich auf Rädern bewegte, die sich in jede beliebige Richtung drehen konnten ... dann frage ich mich schon, was in diesen Stories des AT eigentlich beschrieben wurde.

In meiner Jugend war sich sehr SciFi-orientiert. Es war meine Flucht als Jugendlicher aus dem drögen Alltag und meiner völlig unklaren, persönlichen Zukunftvorstellung.

EvD stellte nur Fragen - und bot eine Möglichkeit der Erklärung an. Und er sagte, dass all dieses Beschreibungen, die hier unten ja niemand wirklich verstandesmässig sinnvoll erklärt, eben auch aus heutiger Sicht betrachtet werden können. Und im 20 Jahrhundert haben wir passendere, weil technischere Deutungen. Ist es daher verwerflich, die religiös verbrämten und unantastbaren Erklärungen der Religionsobrigen in Frage zu stellen? Dass konsequente Fragesteller nie bequem sind, erfahren auch Leute wie Daniele Ganser und andere ...

Dies tat EvD aus meiner Sicht sein ganzen Leben lang. Und er tat es mit der im eigenen, immer massiv spürbaren Intensität. Er konnte die Geister fesseln. Er indoktrinierte sein Publikum ja nie, etwas zu glauben, nur weil er etwas so sah. Er stellte nur Fragen, und er führte Studienreisen durch, um Interessierte an den physischen Orten seine Denk-Mal-Objekte zu zeigen.

Wie könnte man Erkenntnisgewinn überhaupt besser machen? Ein Schullehrer verweist die Schüler einfach ans Lehrmaterial, EvD führte die Studenten zu den Fragestellungen und bot eine Erklärung an. Keiner wurde gezwungen. Wie kann man Ausbildung, Entzündung und Nährung der persönlcihen Neugier besser gestalten?

Ich hatte damals einige seiner Bücher gelesen, hatte mich sogar auch in der Ancient Astronaut Society milde engagiert. Als EvD seinen Mystery Park in Interlaken aufbaute, was ich auch fast dabei. Als Student hatte ich halt kein Geld, um das finanziell zu unterstützen. In seinem Park war ich dann komischerweise doch nie.

Nun ist der Steller von beunruhigenden und herausfordernden Fragen gegangen.

Es gab mir in der Jugend einige Impulse ... nichts einfach so zu glauben, nur weil es irgendwelche Leute, meist natürlich Geachtete, Gefürchtete, Verehrte es so verlangen oder verordnen.

Ich weiss gar nicht, ob EvD ein Bitcoiner gewesen ist - aufgrund dieses Mindsets kann ich mir schon vorstellen, dass er's war. Spielt ja keine Rolle, zeigt aber, wieso es mich vielleicht dann mal zu Bitcoin trieb, denn das Hinterfragen ist des Bitcoiners erste Bürgerpflicht.

Auf jeden Fall ist es für ihn vielleicht nun geklärt. Ob schon jemals andere in einer linearen Zeitvorstellung auf dieser Erde waren. Physische, materielle Technik-basierte Wesen, die den Historie-Schreibern jener Zeit eben nur in den Worten des damaligen Umfeldes dokumentieren konnten. Wer wusste damals schon etwas von Magnetfelder, Supraleitung etc.

Oder gab es halt schon mal einen intellektuellen Niedergang der Menschen? Lebten schon uns technologisch überlegene Menschen hier? Sind wir nicht die Krönung, sondern nur ein lokales Minimum oder Maximum in der historischen Intelligenz? Wer weiss es. Ich tendiere ja eher auf lokales Minimum :-)

Nun, diese Fragerei, das Leben mit der Gewissheit, dass Antworten nicht kommen in einem Leben ... das ist für EvD nun vorbei.

Ich bin dankbar, dass ich von ihm erfahren hatte.

Coop vierzgerlet jetzt

Offenbar muss Coop mehr Geld reinholen. Coop füfzgerlet nicht mehr, sondern vierzgerlet am frühen Vorabend mit Nahrungsmitteln, die am aktuellen Tag auslaufen.

In meinem Coop sehe ich nun nur noch 40% Rabatt statt der gewohnten 50% der letzten Jahre. Nun ja, was wollte ich dagegen sagen ... wichtig ist, dass produzierte Nahrungsmitteln nicht in der Tonne, sondern im besten Fall noch in einem Kochtopf oder zumindest bei den Tafeln landen.

Zwei Bitcoin Bücher: Die Orange Pille und Bitcoin Durchblick

Eigentlich wollte ich schon lange mal etwas zu Bitcoin Büchern schreiben, doch wie es so ist, die Zeitpräferenz zum Schreiben ...

In Ijoma Mangolds Die orange Pille (Erstausgabe 2023) geht es um die private Reise des Feuilleton-Journalisten Ijoma Mangold, der sich wohl ehedem lieber im Geld-affinen, aber Geld-agnostischen Kulturbetrieb rumtrieb. Man hat Geld, spricht aber nicht drüber. Das meint er aufgrund seiner Herkunft nicht selbst über sich, auch ich nicht über ihn, aber er dient seinen Rabbit-Hole Reisebericht solchen Leuten zur wohlwollenden Beleuchtung an. Es mag ihm wohl gelingen. Ich kenne keine entsprechende Feedback-Aufschlüsselung.

Mich gewann er mit dem einführenden Zitat

"Nichts hat mich so misstrauisch gegen Bitcoin gemacht wie die Rasanz, mit der ich von ihm überzeugt war".

Ein Lächeln huschte über mein Gesicht ... "so ist's recht, so mag ich's" ... denn der gottgegebene Verstand muss auch überzeugt werden, nicht nur die Emotionalität der Triebe. Also, ich las es. Erst letztens, weil Vorweihnachtsgeschenk. Obwohl ich doch an Ijomas Präsentation in Zürich vor Jahren persönlich zugegen war. Damals kannte ich Ijoma nicht, nicht mal aus TV oder sonst woher. Wie viele, dachte ich nicht grad neutral über Feuilletonisten, die sich am Thema Bitcoin versuchten ... doch nur schon, dass Ijoma ein Buch dazu schrieb, es promotete, machte mich milde neugierig, weshalb ich die Veranstaltung im Schlepptau anderer Bitcoiner besuchte.

Kurz: Mir hat das Buch gefallen, sehr sogar, denn die offen dokumentierte Egoperspektive eines Konvertiten ist immer spannend ... wie ergeht es ihm, was passiert mit seinen White Spots, wo entdeckt er Wissenslücken und blankes Desinteresse an Grundlagen ökonomischer, gesellschaftlicher oder technischer Bereiche ... all dies ist sehr schön zu lesen - natürlich, weil es Brechtsches Theater ist ... das Ziel ist ja bekannt, Ijoma ist's, ein wahrer Bitcoiner.

Sehr schön und süffig zu lesen, wohl alles abdeckend. Und noch ein Qualitätszeugnis dazu: Meine beste Freundin, die seit geraumer Zeit zwar stackt, aber bis vor 2025 nicht wirklich in den Kaninchenbau lugte, fand es im Vergleich zu Saifedeans Bitcoin Standard lebhaft, leicht verständlich, eingänglicher, kurzweiliger, müheloser. Sic.


In Filip Balonis Bitcoin Durchblick (Erstausgabe 2025) versucht der Autor, sich dem Thema Bitcoin so neutral, fast wissenschaftlich historisch zu nähern. Ich hörte von dem Buch in einem Podcast, indem Filip es vorstellte. Obwohl ich eigentlich in solchen Büchern eigentlich nichts Neues mehr zum Kernthema lernen kann (was sich bewahrheitete), wollte ich es mir besorgen, um es womöglich anderen, tiefer Interessierten andienen zu können - denn als sicherliches Eigenstellungsmerkmal hat das Buch jeweils pro Abschnitt grosse Kontrollabfragen mit Lösungen. Also wohl perfekt als Lektüre zum Selbststudium. Wie eben Bitcoin ist: Don't trust, verify.

So attestiere ich, dass es sehr wohl sehr neutral, geradezu kühl wissenschaftlich anmutet. Mithin auch trocken. Es ist umfassend, beleuchtet alle wichtigen, faktenbasierten Eckwerte von Bitcoin und auch Lightning. Es vermeidet jegliche rhetorische Emotionalität. Der Abschnitt Diskussion ist dann etwas "wärmer", denn hier geht es um die meistens eben emotional geführten, wohlbekannten Diskussionspunkte.

Etwas, was mir allerdings wirklich sehr missfiel, waren die lieblos dahingekritzelten schwarzweissen Erklärdiagramme. Hier hätte mehr Stil, mehr Kunstfertigkeit dem ansonsten ja trockenen Buch sehr gut getan. Kamen sie in den Kontrollfragen vor, hatte ich keine Ahnung, worum es da ging, was ich an ihnen erklären sollte. Gibt es eine zweite Auflage, empfehle ich die Aufarbeitung aller grafischen Elemente sowie ein gründlicher arbeitendes Lektorat. Das Deutsch muss ja nicht grad an den Level von Ijoma ranreichen ...

Fazit

Beide Bücher sind gut. Ijomas Pille ist dem routinierten Literaten eingängiger als das aus meiner Sicht sperrige, weil sehr trockene und etwas lieblos produzierte Buch von Balonis. Beide geben umfassend Auskunft über den Stand der Bitcoin-Bubble.

Ganz persönlich empfand ich die Lektüre der Pille als angenehmer - ich bin ja auch ein Mensch - emotional, schadenfreudig, besserwisserisch - so konnte ich diese Emotionen beim Lesen seines Buches etwas aufköcheln.

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