Pfarrer Sieber wird 80 - wer's glaubt

Der Zürcher "Randständigen-Pfarrer" Ersnt Sieber wird 80. Das heisst, sein Körper wird es. Im Geist ist er natürlich einfach, was er ist, ein Mensch, der sich einsetzt für Menschen, die mit der Gesellschaft und deren Regeln nicht so klarkommen, die von dieser als inkompatibel abgetan und an den Rand gedrängt werden werden.

Seine Stimme ist wohl allen Schweizern bekannt im Ohr, sie ist etwas brüchig, aber das schon seit Jahren. Sie ist aber vor allem sehr kräftig und deutlich. Nicht nur akustisch, sondern emotional. Er kann bewegen, aufrütteln. Er tat dies seit 40 Jahren und wird es wohl noch so lange tun, wie der Körper mithält.

Er macht keinen Unterschied zwischen Stand, Geschlecht und Lebensweg. Eine zutiefst menschliche Gabe. Wie schön wäre es, andere agierten gleichermassen.

Zum Glück ist sein Beruf und seine Berufung zeitlos. Happy Birthday to you, Pfarrer Sieber! Bleib aktiv, so dass der Körper eh nichts anderes kann als gesund zu bleiben.

Nestle mit 9.2 Mia. CHF Gewinn - wozu?

Heute kam heraus, das unser Schweizer Konzern, der grösste Nahrungsmittelkonzern der Welt, Nestlé einen Gewinn von CHF 9.2 Mia. erwirtschaftet habe. Und ein Österreicher ist deren Chef, aber lassen wir das. Ich als Schweizer schäme mich für Nestlé.

Wozu muss ein Nahrungsmittel-Konzern Gewinn machen? Die Natur wächst ja nach. Es ist eben dasselbe wie bei der Medizinal-Technologie: Der menschliche Körper heilt sich weitestgehendst auch selbst, mit Hilfsmitteln aus der Natur. Dennoch werden da Milliarden verdient.

Ok, für die Materiegläubigen räume ich ein, dass die Chemie möglicherweise was nützt. Also gibt es für die wenigstens Gründe, Gewinn zu erwirtschaften, um die Forschung zu finanzieren. Und dann Mittel zu haben, die die auch wieder nur einige bezahlen können. Die, die halt schon lange den Kontakt zur Natur verloren haben. Trifft's halt grad die richtigen.

Aber wozu soll ein Nahrungsmittelkonzern Gewinn machen? Ist seine Aufgabe nicht, die nachwachsenden Rohstoffe einfach nur zu verteilen? Von mir aus auch global?

Es ist eine Industrie und vor allem eine, die auf Gewinn aus ist. Das ist menschenunwürdig, sobald es Menschen von lebensnotwendigen Nahrungsmitteln ausschliesst. Nun kann man sagen, dies ist vorderhand nicht grad die Domäne der Nahrungsmittelnkonzerne, eher die von Saatmittel-Herstellern.

Dennoch, Nestlé und Konsorten haben es auf das elementarste Nahrungsmitteln abgesehen, das blaue Gold, Wasser.

Natürlich hat Herr Brabeck auch eine Ausrede, wieso Wasserquellen privatisiert werden sollen. Weil wir lernen sollten, dass Wasser einen Wert hat und damit sorgfältiger umgehen. Soso, aber wir, die wir uns also nicht darum künnern, wir haben auch das Geld um Wasser zu kaufen, also Nestlé reicher zu machen.

Diejenigen Leute aber, die den Wert von Wasser schon lange kennen, die, die es nämlich nur in geringen Mengen und selten sauber bekommen, die haben kein Geld, um Nestlés Wanst zu nähren. Denen muss wohl auch kein Brabeck beibringen, dass sie mit dme Wasser besser umgehen sollen. Sie würden das sicher tun, könnten sie die Infrastrukturen überhaupt bezahlen.

Coca Cola hat es in Indien offenbar geschafft, soviel Wasser aus den Quelen zu saugen, dass der Grundwasserspiegel gesunken ist. Damit legten sie viele Brunnen trocken. Natürlich kam es offenbar zum Glück zu einem Prozess und ebenfalls zum Glück verlor Coca Cola. Auch wenn es nicht ganz genau so war (ich habe keine direkten Quellen), ist es eine brisante Sache. Ich hoffe, dass alle Staaten die Privatkonzerne an der Kandarre halten können und kein geschmierter Beamte irgendeinen Deal abschliesst.

Es ist aus meiner Sicht eine Arroganz sondergleichen, dass sich wirtschaftliche Interessen an grundlegende Nahrungsmittel heranmachen können, nur um diese dann ohne irgendeinen Mehrwert verkaufen zu können. Oder ist die PET-Flasche irgendein Mehrwert? Ist das Wasser besseres Wasser, nachdem es die Maschinerie eines Konzerns durchlaufen hat?

Meines Erachten müssen wir alle enorm genau darauf achten, was wir uns von den Konzernen wegnehmen lassen. Und allerallerspätestens bei Wasser muss das ein Ende haben. Ich will Wasser aus dem Hahn trinken können wie bis anhin. Ich kaufe kein natürliches Wasser. Wenn ich Lust auf Apfelsaft habe, kaufe ich den, und bin mir klar, dass ich damit die Arbeit des Mostens und Verteilens bezahle. Und ich weiss, dass ich auf Apfelsaft verzichten kann, wenn ich kein Geld mehr habe.

Auf Wasser jedoch nicht.

CO2-Quellen, klar - CO2-Senken, welche?

Wir schauen derzeit ja nur auf das Problem, die CO2-Erzeugung. Die war schon immer da und jeder Mensch ist in Konsequenz ja eine CO2-Schleuder. Aber es war halt auch der Ausgleich da, die Flora. Was sich verschiebt, ist ja "nur" die Zunahme des CO2 bei gleichzeitig abnehmender Flora-Fläche, also auch der Fähigkeit, CO2 zu absorbieren.

Was mich wundert, ist die Erforschung der möglichen CO2-Senken. Die CO2-Quellen können wir ja nicht so schnell wirklich abstellen, denn die Industrie, unser Lebensstandard in der sogenannt entwickelten Welt soll ja wohl kaum wirklich dramatisch eingeschränkt werden. Die Formulierung "soll" meint, es wird einfach nicht geschehen.

Drum frage ich mich, welches denn die CO2-Senken sind, die CO2 binden. Ich kenne derzeit eigentlich nur eine: Die Pflanzen inkl. Algen in den Ozeanen. Soviel ich weiss, sind wir immer noch nicht in der Lage die Fotosynthese der Pflanzen selbst technisch zu nutzen.

Wenn das noch so stimmt, müsste halt jeder, der den Naturboden anders nutzt, beispielsweise durch ein Haus, ein Gebäude, mindestens die davon benötigte Grundfläche wieder als bepflanzte Grünfläche bereitstellen. Das ergäbe dann schöne begrünte Häuser so à la Hobbit-Häusern :-) Erd- oder Hügelhäuser sind ja toll, sagen alle, die in so einem wohnen. Stellt man mehr Grünfläche als vereinnahmt zur Verfügung, könnte das irgendwelche Anreize bieten, steuerlich oder wie auch immer.

Man könnte sogar noch die dritte Dimension ins Belohnungssystem eingliedern, so dass die effektive Oberfläche von Bäumen, Urwaldflächen, Wald berechnet und belohnt werden könnte. Man stelle sich mal vor, Grosstädte, die den Namen Grosstadtdschungel wirklich verdienen! Eine Stadt wie Zürich, lauter begrünte Häuser, Efeu an Hochhäusern, Düfte von Pflanzen statt Gestank von Autos, die Rosengarten-Strasse wieder mal ihrem Namen entsprechend. Wohnungen als Baumhäuser. Ein Biotop oder von mir aus auch ein Golfplatz auf dem Dach der neuen Zürich-Südwest-Stadt. Eine völlig neue Baukultur könnte sich entwickeln ... Wunderbar!

Ich hatte eh nie verstanden, wieso Häuser Flachdächer haben müssen, möglichst noch betoniert, damit man im Sommer darunter schwitzt wie Sau und im Winter unter einem Einsturz bedrohten Dach lebt. Weiterhin ärger(te)n mich auch jederzeit alle betonierten Parkplatzflächen. Wie leicht wäre es, diese X-förmigen Steingitter zu legen, in deren Zwischenräumen Pflanzen und Tiere ihre Nischen finden, selbst wenn ab und an ein Auto draufsteht.

Wer weiss da mehr? Welche anderen realistisch nutzbaren CO2-Senken gibt es sonst noch, die es auszubauen gilt? Was wird unternommen, um CO2-Senken zu finden und entwickeln und zu fördern?

Jetzt erst entdecken die die Energiesparlampe

Es ist schon ungeheuer wunderlich. Jetzt erst überlegen sie sich, die Energiesparlampe durchzusetzen, indem sie die Glühbirne verbieten wollen - natürlich schreit die Energielobby um eine 10-jährige Übergangsfrist.

Und nun rechnen sie vor, dass jeder doch bitte die Glühbirnen entsorgen und stattdessen Sparlampen einsetzen soll. Finde ich gut. Kommt nur sehr spät. Es sei halt doch noch teurer ... aha, rechnet es sich immer noch nicht? Lieber Geld auf den Kopf hauen für sinnloses Schrottzeug wie Klingeltöne, Modegadgets, Markenplunder, Statussymbole, TV-Telefon-Abzocke etc.

Da, wo ich wohne, bin ich vor 14 Jahren eingezogen. Schon damals gab es die Sparlampen. Ich hatte damals alles mit Sparlampen ausgestattet, bis aufs Badezimmer, weil die vertikalen Leuchtsäulen seitens des Spiegels keinen Platz boten für die ehemals sperrigen Bäuche der Sparlampen.

In diesen 14 Jahren habe ich eine einzige 11-Watt Sparlampe ersetzen müssen, im gesamten Haushalt. Im Bad hatte ich über diese Zeit etwa ein Dutzend 40 Watt Birnen und in der Küche 2 Neonröhren ersetzen müssen.

Ich bin für ein sofortiges Verkaufsverbot von Glühbirnen. Mit der durchschnittlichen Lebensdauer einer Birne sind die sicher innert 3-4 Jahren ersetzt. Auch ohne "Mithilfe" der Industrie ...

Musicstar und Dieter Meier

Im Zischtigsclub von heute sprach mir Dieter Meier, Frontman von Yello, aus dem Herzen. Dass die Veranstaltung eine Materialschlacht im Sinne vom Menschenmaterial-Ausmarchuung darstellt, ist wohl schon klar. Sie läuft unter dem Titel der Förderung, doch sie nützt wohl dem TV am meisten.

Dieter Meier hat sich daran gestossen, dass als allgemeine Belustigungssequenzen die "Leider nein"-Snippets gezeigt werden, wo für diesen Zweck ungeeignete Leute der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Dieter Meier sagte, dass der Fokus ja eigentlich auf "auf diesen Zweck hin dressierte Leute" gerichtet ist, dass das nur nicht bewusst wird. Es passen nur die Menschen, die gut singen können. Denn schliesslich sind die abgewiesenen Leute nun ebenfalls im Fokus der breiten Masse und von der eventuell als Mensch abgeschrieben, nicht nur als angehender Sänger. Natürlich ist es nicht klar, ob diese Leute so oder so einfach mal ins TV wollten, egal wie stark sie sich erniedrigen wollen. Dennoch. Es bleibt ja was hängen in der Masse. Gedanken und Vorstellungen über einen Menschen.

Ich finde wie Dieter Meier und Francine Jordi auch, diese Sequenzen bräuchte es nicht. Denn diese entlarven die Show erst recht als Geldmaschine für die TV-Anstalt. Dieter Meier war sehr drastisch in seinen Schilderungen diesbezüglich "ich habe zum Teil Mitleid mit diesen Leuten (Teilnehmer)". Carmen Fenk widersprach dem, sie kann ja als Gewinnerin der 1. Staffel in der Schweiz eine Glaubwürdigkeit ausstrahlen. Sie meinte, es ist ja ein Wollen der Teilnehmer, egal wie's rauskommt.

Mir gefällt am Musicstar die Emotion, die Freude an einem toll gesungenen Song. Das Hoffen der Familienmitglieder, dass ihr Schützling weiterkommt. Was mir nicht gefällt, sind die erwähnten "Leider Neins", die Homestories.

Da aber auch jeder, der da hingeht, selbst entscheiden muss, ob er das will, habe ich wie Carmen Fenk weder Erbarmen noch finde ich sie toll. Es ist offenbar ein Weg, für eine gewisse Zeit im flüchtigen Bewusstsein der Masse präsent zu sein, Anerkennung und Ablehnung zu erhalten. Ob die Leute das dann ertragen und damit umgehen können, ist ungewiss, denn dieses Mass an Aufmerksamkeit sind die jungen Menschen nicht gewohnt.

Dieter Meier sagte "das sind Novizen, die man in die Arena lässt". Er verteidigt die Menschenwürde. Vielleicht, weil er ohne diese Massenveranstaltungen zum bekannten Künstler wurde, weil er weiss, dass es andere Wege zum Ruhm gibt, der ohnehin kommt, wenn man etwas macht, woran man glaubt und was anderen Leuten gefällt. Weil man sich dann auch nicht bis auf die Unterhosen präsentieren und - wenn's dumm geht - blamieren muss.

Aber dieser Weg ist halt eventuell etwas langsamer, nicht von 0 auf 100 in ein paar TV-Tagen und ohne ein Millionenpublikum. Wohl für die meisten etwas verträglicher, denn ein eventueller Niedergang ist dann auch nicht von 100 auf 0 in wenigen post-TV und einsamen Tagen. So kann sich wie üblich jeder selbst entscheiden. Hoffentlich kann er mit den Konsequenzen umgehen, ohne sie emotional zu fixieren.

Wer trifft schon absichtlich eine falsche Entscheidung?

Heute hatte ich einen Kunden, der sehr mit sich selbst haderte bezüglich einer Entscheidung, die er vor vielen Jahren getroffen hatte, die er heute als komplett falsch einstuft.

Er rotiert derart stark um diese Entscheidung, dass diese ihn wiederum wie ein Schwarzes Loch in seinem Bann gefangen hält. Eine typische Situation. Er kann nicht loslassen. Und wenn er es mal probiert (was auch des öfteren passierte), so zog die ungeheure Masse des Lochs ihn wieder in seine Umlaufbahn.

Die Masse des Lochs wurde von ihm selbst angehäuft. Wenn er was Neues probieren wollte, und ihm dies dann doch misslang, war sein Schluss aus der Sache "wusst ich's doch, es klappt eh nicht, es ist wieder gelaufen wie damals".

Päng, schon wieder im Gravitationsfeld des Schwarzen Lochs. Diese Erfahrung des Zurückfallens liess ihn wieder wettern über seine damalige Entscheidung. Selbsterhaltend also.

Es gibt natürlich Lösungen aus diesem Feld heraus. Die gehen nicht schnell, aber kontinuierlich. Das ist Technik, nicht aber die Einsicht, die ich ihm anbot zu machen - wenn er will.

In seinem heutigen Selbstverständnis klassiert er seine damalige Entscheidung als falsch. Ich bat ihn, folgende Idee mal anzusehen:

In seinem damaligen Zustand, mit seinem damaligen Wissen, Entwicklungszustand, Fähigkeiten und Möglichkeiten, hat er sich da halt doch richtig entschieden? Entscheidet nicht jeder Mensch immer nach dem, was er summa summarum (inklusive Bauchgefühl, Ahnungen, Verstand, Einflüsterern etc) an Daten zur Verfügung hat immer optimal? Wer trifft schon absichtlich eine falsche Entscheidung? Es ist immer die richtige Entscheidung - zum Zeitpunkt ihres Entstehens.

Welche Konsequezen sie dann hat, das ist eine ganz andere Sache. Das Feedback auf die Entscheidung sollte nun eben nicht emotional sein, sondern analysierend. Welche mir unerwünschte Konsqeuenz hatte diese, wie kann ich es für das nächste Mal ändern, was muss ich lernen und mir beschaffen, um es das nächste Mal besser machen zu können?

Ich bot ihm also an, es mal so zu sehen und daher den Druck der Strafe auf sich selbst langsam aber sicher loszulassen: Es ist so, wie es ist. Es kann nicht ungeschehen gemacht werden. Seine damalige Entscheidung brachte es mit sich, dass er sie heute als hinderlich erkennen kann. Das ist das förderliche daran. In diesem Sinne hat er den Entwicklungsschritt ja doch getan, auch wenn er es selbst so noch nicht sieht ... :-)

Es ist also gut so, denn nun kann er mit der Einsicht sich aus dem Schwerefeld des Schwarzen Lochs befreien. Wenn er will. Auch dies ist eine Entscheidung - die Konsequenzen hat.

Henne oder Ei - Gehirn oder Geist?

Spannend, wie die moderne Medizin Bereiche empirisch erschliesst, die vorher zum Gugus gehörten.

Die traditionelle westliche Medizin hat ja das rein Mechanische voll im Griff. Deshalb nähert sie sich den scheinbar auch mechanisch zu erledigenden Symptomen.

Depressionen lassen sich heute mit Elektro-Impulsgebern im Vagus-Nerv "beheben". Es funktioniert zwar nicht bei allen, aber lassen wir es mal 80% sein. Diese Leute können dann auf grosse Medikamentensätze verzichten, da der Impulsgeber diesen Nerv reizt, mit der Wirkung, dass das Ich meint, es gehe ihm nun besser, seine Stimmung ändere sich.

Beispielhafte Personen sagen aus, dass sie merken, wie sich ihre Stimmung über die Monate hinweg bessert. Soweit so gut.

Unsere Medizin meint nun wohl, durch die materielle Beeinflussung des Gehirns dem Menschen Hilfe zu verschaffen. Bedeutet das nun, dass das Gehirn das Ich bestimmt? Denn das Ich ist ja depressiv, nicht der Körper, also auch nicht das Gehirn.

Macht also das Gehirn das Ich? Oder das Ich das Gehirn? Wieso funktioniert es bei eingien Leuten nicht? Haben die ein anderes Gehirn? Müssten sie ja wohl. Alle genetischen Baupläne beinhalten ja nicht derartige Fehler. Die Forschung zeigte ja, dass das Genom weniger bestimend ist wie die Eiweisse im Körperalltag, die zwar gank Genom gebaut werden, aber durch Verhaltensweisen die Körperchemie weitgehendst bestimmen. Verhaltensweisen sind jedoch Domäne des Ichs. Oder hat schon mal jemand ein Baby gesehen, dem Depressionen attestiert würden?

Wie dem auch sei, ist es nun das Gehirn, dass das Ich formt, oder das Ich, dass das Gehirn verschieden empfindsam macht, so dass es auf die Elektro-Stimulation reagiert oder nicht? Henne oder Ei. Unlösbar eventuell. Ich persönlich finde, es ist schon lösbar ... und deshalb denke ich anders als die westliche Medizin.

Deshalb war mir die ganzheitliche Medizin aus dem Osten meistens sympathischer. Diese behandelt Symptome eher homöopathisch, indem sie sich am Ich orientiert, also am Ist-Zustand des Gesamtkunstwerks Mensch, bestehend aus Körper und Ich. Sie wissen, dass etwas anders verantwortlich ist für den materiellen Zustand der Repräsentation Mensch. Und das ist nicht materiell. Dennoch stimulieren sie mit den Materiellen Dingen den Körper oder das Ich (über Placebo), weil sie wissen, dass nur die wenigsten Menschen sich wirklich dafür interessieren, was sie sind. Sie wissen eben auch, dass das, was die Symptomatik erschuf, sich auch über diese zurück beeinflussen lässt. Siehe eben Homöopathie und Placebos.

Könnte man dieses Unbekannte und doch Allgegenwärtige kennenlernen? Das, was alles an und in mir und um mich herum beeinflusst? Wieso wollen das die Leute eigentlich nicht? Lieber Medikamente (fr)essen, abhängig sein von Medizinern und nota bene Krankenkassenprämien zahlen, also Geld loswerden für alle Arten von mechanischem Körperbastlereien? Spannend, wie ich fand ... :-)

Die Brücken am Fluss - The bridges of Madison County

Heute habe ich diesen Film mal von ganz zu Beginn bis zum Ende angeschaut. Er kam im TV. Schon früher stiess ich auf ihn, zappte dann doch weiter, weil mich seine damals etwas langatmige erscheinende Stimmung nicht halten konnte in der 5-Sekunden Zapperei.

Wer den Film nicht kennt, findet in der IMDB alles über ihn. Als ich nach dem Schauen des Films mal noch in dieser DB nachschaute, um eine Seher-Rezensionen zu lesen, stiess mir auf, wieviel die Leute sich an den Darstellern Client Eastwood (Robert) und Meryl Streep (Francesca) aufhalten können. Mir sind die Schauspieler jeweils total egal, mir geht es um die Stimmung, die Schwingung, die das Gespielte in mir zum Klingen bringt.

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Dignitas - oder wer stirbt mit Würde?

Im Schweizer TV kam heute eine Sendung über die Organisation Dignitas, die Sterbehilfe anbietet für schwer kranke Menschen. Es sei ein Geschäft geworden, wird ihr vorgeworfen. Na und?

Die meistens sehr emotionalen Diskussionen oder eher wohl Litaneien von angelernten und unreflektierten Glaubensätzen zeigen, dass all die, die am meisten ausrufen, sich am wenigsten je mit der Sache beschäftigt haben. Sie ereifern sich, die Anwälte der Sterbenden sein zu wollen, obwohl sie von jenen weder gerufen noch gehört werden wollen. Sie möchten die Urteilskraft und freie Entscheidung jener Menschen in Abrede stellen. Wie wenn sie sich vorher für diese Menschen interessiert hätten. Ist es doch ein bekanntes Wort, dass man schon früh die sogenannte Eigenverantwortung entwickeln soll. Im mittleren Alter, wo man sprichwortmässig "im Saft steht", hilft einem eigentlich ja auch niemand oder will einem dreinquatschen. Und wir würden uns da in so zentralen Bereichen erbost dagegen wehren, versuchte es einer. Gut tun würde es eventuell allen beteiligten, aber eben. Mit welcher Begründung meint man also, diese Einmischung gerade vor dem Tode anderer sich leisten zu dürfen?

Die grösse Emotion ist die, die das Thema Tod beschützt. Beschützen im Sinne von tabuisieren. Wieso gibt es dieses Tabu? Dazu gibt es natürlich viele Weisheiten, auch ich habe meine, die ich mir erabeitet habe. Als ich(?) jünger war, trieb es mich um, herauszufinden, was der Tod sein könnte. Schon lange war mir klar, dass es nichts von dem sein kann, was die Leute so von sich geben. Denn als wissenschaftlich Interessierter fragte ich mich in frühen Jahren, WER denn stirbt, schliesslich ist kann es ja nicht der Körper sein, denn der ist ja schon allerspätestens nach 7 Jahre runderneuert. Als Darmzelle würde man schon nach zwei Wochen sterben, andere Bauteile des Körpers sind auch bald totalrenoviert. Die Einzelteile sind also in den üblichen 70 Körperjahren schon zehnmal gestorben. Wer also stirbt denn überhaupt? Oder welche Vorstellungen erscheinen bei jedem einzelnen, wenn das Reizwort Tod auftaucht?

Das Ich ist ja offenbar nicht der Körper, denn das Ich erscheint in den Kinderjahren ab so ca. 3 Jahren und ist dann da bis zum Tod. Ist es das Ich, das Angst vor dem Tod hat? Was ist denn dann das Ich? Und wie wäre es, wenn ich mir vorstelle, ich bin nicht das Ich, sondern etwas anderes? Und was wäre das denn, wenn nicht das Ich? Und wenn ich nicht das Ich bin, das vielleicht als einziges Angst vor dem Tod hat, muss ich, der ich nicht das Ich bin, dann auch Angst vor dem Tod haben? :-)

Also, alles wird zum Geschäft gemacht. Die Geburt ja sowieso, siehe Babykleider, -nahrung, Accessoires, Fotos. Wieso nicht auch vor dem Tod, denn nach dem Tod, ist es schon immer ein Geschäft gewesen.

WER will also eigentlich welche Vorstellung aufrecht erhalten, wenn er/sie gegen Dignitas oder Exit oder andere dieser Organisationen aufbegehrt?

Emotionen sind nicht Gefühle

Ich mache oft den Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen. Erst recht in Beratungen. Das verstehen viele jeweils zu Beginn gar nicht.

Doch auch im allgemeinen Sprachschatz wird dieser Unterschied gemacht. Ich illustriere das jeweils an einem Satz, den sicherlich viele kennen und gehört haben, wenn über jemanden gesprochen wird, der über etwas ausgerastet ist, der sich also sehr aufgeregt hat.

"Er ist sehr emotional geworden."

Wieso eigentlich nicht "Er ist sehr gefühlsvoll geworden"?

Worin liegt der Unterschied, den offenbar viele Menschen kennen? Und wenn eine Erklärung erscheint, wohin führt diese in Konsequenz?

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