Mobilitätsverteuerung ist reinste Symptombekämpfung und schont die Arbeitgeber

5.4 Millionen Motorfahrzeuge, davon 4.1 Millionen Autos habe es in der 8-Millionen-köpfigen Schweiz. Wenn man Kinder und Alte abzählt, also pro Erwachsenen etwa schon ein Auto. Zuviele hiess es heute, man müsse etwas dagegen machen. Klar, finde ich auch, aber wie lächerlich erscheinen die dafür genannten Hilfsmittel?

Pendeln verteuern, auch für die Bahnkunden. Doris Leuthard meinte, dass man das Pendeln durch die halbe Schweiz nicht mehr steuerlich fördern wolle. Und heute, ein Kopf der Mobilitätsfetischisten: "Das zeige doch, dass wir mobil und agil sind. Das sei ein Zeichen von Wohlstand und das sei doch gut."

Man kann es allerdings auch ganz anders sehen: Die Masse der Arbeitnehmer wird auf der Zitronenpresse noch mehr ausgequetscht. Denn, es gehört ja dazu, für einen modernen Arbeitnehmer, dass er der Willkür der Arbeitgeber ausgeliefert ist, äh, soll natürlich heissen, dass er selbstbewussterweise mobil ist und moden.

Wie wenn es modern wäre, seine Lebenszeit neben der Arbeit auf dem Arbeitsweg verdunsten zu lassen.

Als ich ins Erwerbsleben eintrat, stellte ich schon fest, dass es den Arbeitgebern völlig normal vorkommt, ihre Arbeitnehmer antanzen zu lassen, ja, es ist Bedingung.

Es ist klar, dass dies für viele Berufe stimmt, da die Resourcen, die Gegebenheiten zur Job-Ausführung in Form von Infrastruktur oder Arbeitsobjekten halt nur an einem Ort sind. Ein Sägewerk muss seine Leute ja dort beschäftigen, wo die Bäume hingebracht werden können, früher also an Flussläufen oder anderen Gewässern. Gleichwohl für Bergbauarbeiten ... diese Liste ist fast endlos erweiterbar. Der Arbeitnehmer muss also dorthin, wo die Arbeit ist. Das ist das Kredo der modernen Globalisierung.

Doch: In der Schweiz, die mehrheitlich keine solchen Resourcenzentren kennt, ist das nicht notwendigerweise auch der Fall.

Wie kann man also auf die hirnverbrannte Idee kommen, die von der Wirtschaft de facto erzwungene Mobilität zu bekämpfen, indem man sie teurer macht? Es geht hier nicht darum, ob Mobilität generell zu billig ist, sondern es geht darum, dass dieser Kampf die Arbeitnehmer trifft, nicht die Arbeitgeber.

Denn was wir wirklich brauchen, ist eine Loslassen der Idee, dass man – und erst noch alle zur gleichen Zeit am Tag – in Massen zur Arbeit hasten muss. Die Wirtschaft muss endlich lernen, geeignete Arbeiten dezentral ausführen zu lassen – von den eigenen Mitarbeitern. Redaktionen, Verlage, Banken, fast alle schweizerischen Wertschöpfer brauchen nicht alle Leute in machtdemonstrierenden Türmen wie dem Üetlihof in Zürch einzupferchen. Dorthin gehen täglich knapp 15'000 Leute zur Arbeit. Ein Dorf in einen Bankenturm, der fast zur Hälfte erst noch unterirdisch ist. Jeden Tag, jeden Tag Tausende Autos, viele Abgase, viel Stress, viel Stau, viel Trennung von Kindern, die man irgendwo „aufbewahren" muss? Und wenn die Arbeit wegzieht, muss man ihr folgen, mögliche Entwurzelung sozialer Art inklusive. Und wozu all dies?

Die Technik hat es an sich schon längst möglich gemacht, dass man im sogenannten Home Office arbeiten könnte. Selbst Konferenzen sind nicht mehr nur akustisch, sondern, wenn's denn sein muss, auch visuell über lange Distanzen so durchführbar, wie wenn alle an einem Tisch sässen. Unmittelbarkeit in Äusserungen und Gestik der Teilnehmer genauso gut beobachtbar wie wenn man real zusammen sässe.

Wenn man also wirklich die Mobilitätseffekte bekämpfen will, muss man die Arbeitswelt aufräumen, modernisieren, neue Ideen einbringen bzw. alte Ideen endlich mal umsetzen. Denn wer will sich schon an jedem Tag der Woche diesem Trott wirklich freiwillig unterwerfen? Wäre es eventuell erfreulicher und entspannter, wenn man nur noch 2-3 mal pro Woche zur Arbeit fahren muss? Wird das das Meeting mit den Teamkollegen nicht sogar herzlich, heiter, denn jetzt gibt es ein gesundes Mass von Abstand und Nähe. Erträgt man den ungeliebten Mitarbeiter in der Zeit sogar erstaunlicherweise gut – weil man weiss, dass man ihn nicht die ganze Woche an der Backe hat? Freut man sich nicht eventuell sogar sehr, das andere Teammitglied endlich wieder zu sehen, weil ein persönlicher Kontakt mit ihm so befruchtend und kurzweilig erscheint?

Gerade die Schweiz hätte meines Erachtens beste Voraussetzungen, dies umzusetzen. Dann wäre der Leuthard geholfen. Und damit der Natur, der Volksgesundheit, der allgemeinen Lebensklima. Ob aber gerade sie als Sprachrohr der Wirtschaft solche Ideen wirklich verfolgen will, ich glaube nicht daran.

DAS bekämpft den Stau, den Naturverschleiss in Form von Strassen, Bahntrassees und Zufahrtsschneisen. Alles andere ist Augenwischerei.

PS: In diesem Zusammenhang: Ich suche genau so eine Arbeitsmöglichkeit, 60% Teilzeit vor Ort, eventuell bis zu 100% mit Home Office. Wer also etwas wüsste, den bitte ich herzlich, mir davon Kenntnis zu geben.

Sind wir wirklich technisch fortschrittlich?

Gestern kam im deutschen TV zuerst ein Spielfilm über eine fiktive Atomverseuchung, danach Dokumentationen zur Atomkraft, der "Technik", der Gefährdungslage im Angesicht von Terrorismus etc., der Betriebsverlängerung für die deutschen AKWs und zur Müllablage.

Es ist schon bedenklich, dass wir nach wie vor seit ca. 30 Jahren keine Ideen haben, was wir mit dem hochradioaktiven Abfall machen sollen - ausser ihn irgendwo heiss vor sich hin rotten lassen. Ein Aktivist sagte mal, es sei schon unverantwortlich, so eine Hypothek der Nachkommenschaft zu überlassen. Hätten die Neandertaler damals schon Abfall von AKWs derart entsorgt, hätten wir heute damit immer noch zu tun.

Ungeborene Kinder, die von Eltern aus der Region Tschernobyl stammen, haben heute als Teenager vergrösserte Schilddrüsen, Doppelnasen, Nierenprobleme und eine Latte anderer Krankheiten und Entstellngen. Obwohl die Explosion des Reaktors schon 25 Jahren her ist, die Natur die Region übernommen habe, scheinbar unbeeindruckt, erdulden die Kinder, die noch nicht mal gezeugt waren, die Auswirkungen der "ach so gut beherrschten Technik".

Und natürlich wollen die Betreiber diese Technik noch etwas zum Geldeintreiben benutzen. Klar, wenn man mal die direkt um ein AKW wohnende Gemeinde beruhigen kann, weil diese Technik ja so sauber sei, so ist der Mist geführt. Es ist ja irgendwie sauber ... nur Wasserdampf im Betrieb erkennbar, nichts zu sehen und zu spüren vom radioaktiven Geschehen. Und vom Abfall. In der Schweiz wird der halt einfach nach Würenlingen gekarrt und basta. Dort sagen sie, dass Würenlingen Kapazität für alle bestehenden AKWs der Schweiz hätten - und auch für alle sekundär anfallenden strahlenden Abfälle. Ob's für weitere AKWs reiche, darüber schwieg sich der Sprecher aus.

Das Klima droht, das Elektroauto hilft aus der Not - doch ist's des Bären Tod. Wohl im wahrsten Sinne. Denn wenn wir all die Mobilität erhalten wollen, muss auch diese Energie erzeugt werden: Strom. Im TV sagten kritische Kommenatatoren, dass China und die USA nur drum auch Elektrofahrzeuge pushten, weil sie damit mit der hauseigenen Kohle die Abhängigkeit von Öl verringern können. Da wird das Öl also mit der Kohle ausgetrieben. In Kraftwerken, weit draussen, nicht soo sichtbar, der saubere Strom per Kabel in die Städte geliefert, dass dort jeder elektrofahren kann.

Wie auch immer. Es ist schon etwas wie ein Teufelskreis. Ich persönlich denke, wir können uns nicht wirklich technisch fortschrittlich nennen, solange wir nicht diejenige Energiequelle nutzen können, die in jeder Sekunde soviel Energie auf uns runterknallt, dass wir die Welt sicher komplett während eines ganzen Tages versorgen könnten (mich bitte nicht behaften auf diesen Vergleich, er mag in der Relation nicht ganz stimmen. Die exakte Relation wurde allerdings bereits berechnet und kann im Netz wohl leicht gefunden werden.)

Es ist klar, was ich meine: die Sonnenstrahlung. Akkus können da auch noch nicht der letzte Schrei sein. Zumindest nicht mit Lithium. Denn deren grösste Vorräte liegen ja offenbar in einem bettelarmen Land, Bolivien, in einem ausgetrockneten See. Gut, das Land kann sich gesundstossen (wenn es nicht nur den Rohstoff verhökert), aber es wird wohl nicht lange für die ganze Welt reichen.

Die Natur erfand für lebendige Systeme eine ganz andere Energiequelle: Stärke, Zucker und die Photosynthese. Vielleicht ist das eine Richtung, in die die Strombefürworter forschen sollten. Und natürlich Wind und Wasserströmungen. Die sind ja nicht vom Licht direkt abhängig.

Die Aktivisten meinten im TV, dass die BRD in 10 Jahren 100% Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen könnte. Sie finden es im höchsten Masse verantwortungslos, dass die Bundesregierung ohne nachgewiesene und aktuelle Not den AKWs die Betriebsverlängerung gab.

Obwohl die BRD viel mehr macht als die behäbige Schweiz für die Massenverbreitung nachhaltiger Energienutzungen, verstehe ich das nicht. Es sind falsche Zeichen, die da gesetzt werden. Die Forschung muss viel mehr Gas geben, denn es darf klar sein: Selbst wenn wir den Fahrzeugpark elektrifizieren: Flugzeuge werden derzeit nicht elektrisch fliegen können ... zumindest nicht in der Grösse der bekannte Touri-Galeeren. Schiffe können Sonne und Wind benutzen - fallen beide mal aus, geht's nur zulasten der Geschwindigkeit.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich halte unsere Technik schon noch für recht steinzeitlich. Wir erzeugen krampfhaft eine Energie, die wir wahrscheinlich gar nicht bräuchten, hätten wir die Forschung seit den ersten Autos, die ja elektrisch betrieben wurden, nicht auf das halt praktisch geschenkte Öl ausgerichtet.

Mal sehen, was nun kommen wird. Elektro um Teufelkommraus kann es nicht sein, denn das ist St. Floriansdenken.

In Memoriam Gerry Rafferty

Mit wenigen 63 Jahren sei gestern der Musiker Gerry Rafferty gestorben. Er hatte zwar nur einen einzigen Nr. 1 Hit, nämlich Baker Street, aber der hatte wohl das Saxophon wieder einmal als verführend(st)es Lead-Instrument herausgestellt. Dieses Sax-Solo ist wohl so bekannt geworden wie ein Gitarren-Riff aus Satisfaction oder Smoke on the Water.

Seine Musik hatte mich in meiner Jugend sehr beeindruckt, seine sehr nasale Stimme war irgendwie ein Zeichen für mich, dass man keine glockenklare Stimme haben muss, oder dass dieses Schmauchende gerade der Schlüssel zu einem eingängigen Song sein kann. Sein Album City to City begleitete mich jahrelang auf den diversen Walk-Kisten beim Spazieren in allen Gefühlslagen. Man kann sicher nicht sagen, dass er melancholisch im Grundton ist, doch mich packten damals seine eher derart ausgerichteten Songs.

Natürlich unterstützte er diese Stimme mit netten und sehr melodiösen Songs. Keine krassen Setups, schöne gefällige Pop-Songs. Baker Street ist für mich nicht mein Lieblingssong, da gibt es andere, die mir mehr einfahren. Auch aus Kooperationen mit Mark Knopfler in Total Hero.

Danke für die schönen Titel und die Erinnerungen, die ich damit verknüpfen kann. Und dafür, dass man sich trefflich streiten konnte, ob man seinen Vornamen nun Gerri oder Dscherri aussprechen musste. Eigentlich sollte ja das letztere stimmen ... nun ja, die Amis haben ja verschiedene Aussprache-Ausnahmen ...

Apple, wie peinlich ist das denn?

Ich kann es mir wirklich kaum verkneifen, hämisch und auch vor Unverständnis zu grinsen, wie man als selbsternannter Usability-Leader so einen Bock schiessen kann.

Wie kann es nur geschehen, dass eine Wecker-Funktion über den Jahreswechsel nicht mehr funktioniert? Eine sehr spät zurückkehrender Y2K-Problem-Boomerang? Wenn's wenigestens 2012 wäre, wo die Welt bekanntlich unter- oder übergeht - aber doch nicht 2011. Oder ist das erst der Vorbote dessen, was dann alles schiefgeht aufs Jahr 2012? *schauder*

Ich wäre diesmal gern Mäuschen, um diesen Fall mal geklärt zu bekommen bei Apples Teamsitzungen. Sowas Triviales wie ein Wecker. Tststs, der Timer im selben Modul hat ja funktioniert.

Es soll heute ja noch ein Bugfix kommen, der die ersten paar Leute, die heute verschlafen haben, vor weiteren peinlichen Ausreden morgen wohl noch retten kann.

Shame on you, Apple. :-)

PS: Hier kann ich ja noch grinsen, bei anderen Strategien von Apple kann ich es nicht. Nun ja, Produkte kann man ja zum Glück wählen. Deshalb ist das iPhone das einzige Apple-Produkt, das ich derzeit habe.

Ein heiteres und gelassenes 2011 wünsche ich Euch allen!

Weihnachtskoller? Ich lade ein ...

Wie in jedem der vergangenen Jahre lade ich Leute ein, die dem Weihnachtskoller erliegen. Am 25. und 26.12. können Leute, die nicht gerne alleine sind - aus welchen Gründen auch immer, ob jung ob alt - mich besuchen kommen. Sie brauchen nichts ausser sich selbst mitzubringen. Ob sie dann reden oder einfach sein wollen, ist egal. Musik steht in reichlicher Fülle und Art zur Verfügung, darf auch mitgebracht werden.

Ich habe keine grosse Wohnung, so dass es sein könnte, dass ich jemanden auf später vertrösten müsste, sollten viele zugleich kommen wollen. Allerdings kann auch das nahe Seeufer für einen Spaziergang genutzt werden, womit der Enge entgangen werden kann.

Wenn jemand essen möchte, bringe er etwas für sich mit. Als Getränke stehen hier Wasser, Kaffee und eine Früchteteemischung ausreichend zur Verfügung. Andere Getränke ausser Alkohol sind auch willkommen. Raucher müssen ihrer Sucht für die Aufenthaltsdauer bei und mit mir entsagen.

Ich bitte um Anmeldung per Email oder via Telefon auf die Nummer auf der Stammseite www.orientierungshilfe.biz. Ich und meine beiden Katzen empfangen Euch dann jeweils ab 14h00 bis gegen Mitternacht.

Die Neurowissenschaft übt die Demut

Die Neuroforscher hatten in den letzten Jahren gemeint, dass gewisse Krankheiten, und vor allem auch psychologische Effekte, sich biologisch in bestimmten Gehirnarealen materiell niederschlagen. Immer öfters kamen MRI und andere Bilder des Gehirns in die Publikationen, die belegen sollen, dass irgendeine Krankheit, sagen wir mal Klaustrophobie, oder die Gewalttätigkeit in einer bestimmbaren Region des Gehirns stattfinden. Andersrum gesagt: Wenn die Gehirnaufnahmen an der Stelle exzessive oder gar keine Aktivitäten zeigen, sei dass der Grund der Krankheiten. Demzufolge könne man die Verhaltensweisen eines Menschen verändern, indem man diese Regionen "therapiere". Ohne mechanisch/elektrische Einflüsse gelingt uns das aber wohl noch lange nicht. Ergo, sei man halt dem Zustand des Gehirns ausgeliefert.

Diese Sicht der Dinge führte ja auch zum Disput der Unverantwortlichkeit eines Mörders: Konnte man bei ihm die erwarteten Gehirnaktivitäten feststellen, so musste man ihm doch attestieren, dass sein Missverhalten genetisch begründet sei - und er also nicht willentlich so geworden sei. Ja, dass ein Mördergen existiere. Dass diese Kausalsicht höchst umstritten ist, zeigt ihre sehr emotionale Diskussion.

Einige Fürsprecher dieser klaren biologischen Gehirn-Footprints werden nun offenbar kleinlaut. Es sei mechanistisch vereinfacht, Schubladisierungswahn, diese kausale Sicht, denn es sei eher zu beobachten, dass psychsiche Krankheiten Strukturänderungen im Gehirn auslösen. Der Geist, nicht ortbar, beeinflusst die Materie, das Gehirn, sehr wohl ortbar.

Die Neurowissenschaften würden erwachsen. Der kindliche Einordnungstrieb der übereifrigen Forschercharaktere weiche dem reifen Beobachten und Revidieren von Ansichten. Es sie nicht mal mehr sicher, ob man je wissen werde, wie Gehirn und Verhalten zusammenspielen. Etwas mehr Demut halte Einzug in den Fachbereich.

Sehr schön - oder endlich. Für mich und sicher viele andere ist es klar, dass das Gehirn ein Umsetzer ist von geistigen Impulsen in die Realität dieser Ebene, des Körpers also.

Dies ist für die materiell orientierten Gehirnforscher natürlich entweder ein NoGo oder ein Grund, ihre Überzeugung oder ihren Beruf zu verlassen. ICh glaube, anderswo schon mal erwähnt zu haben, dass es ja interessante Gehirnbeobachtungen gibt an meditierenden Mönchen, einer der Begleiter vom Dalai Lama liess sich mal Elektroden ansetzen, während er in tiefe Meditation versank. Die Messung am "Material" war spannend, denn das materielle Gehirn ging in einen Sparmodus, Power-Save, Standby, whatever. Wieso? Weil der Geist dieser trainierten Leute einfach damit endete, andauernd Impulse auszusenden, und damit das Gehirn nicht mehr bombardierte. Und der Körper funktionierte weiter. Man könnte burschikos sagen: Die Bedeutung des Gehirns für den Körper wird weithin überschätzt ...

Trainierte Meditatiönler wissen ja aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, in einer tiefen Meditation oder Ruhe zu sein. Die wissen, wozu das Gehirn und damit natürlich auch der Körper da sind.

Erfreulich, dass die Neurowissenschaftler zurückkrebsen. Oder verschafft die Aussicht, ein deterministischer Automat zu sein, wirklich Freude? Auch wenn die meisten sich wie solche benehmen ... aber das ist eine andere Geschichte ... :-)

Die Schweizer Unabhängigkeit von der EU ein Auslaufmodell? Sicher nicht!

Die EU macht ja kräftig Druck auf die Schweiz. 18 Mia. soll sie beisteuern, um der EU hausgemachtes Finanzdebakel auszulöffeln. Es ist jedem überlassen, sich über einen Beitritt der Schweiz zur EU Gedanken zu machen. Ich für meinen Teil will die Schweiz weiterhin von der EU formal unabhängig sehen. Ob wir Rosinenpicker sind, sei dahingestellt. Dieser Vorwurf liesse sich allen EU-Ländern machen, denn alle sahen einmal einen Vorteil darin, bei dieser Kunstkonstruktion dabei zu sein.

Es scheint jetzt fast so, als wäre Neid der EU-Länder die Motivation, die Schweiz zu bedrängen. Sie wird ja wohl überall als reiches Land wahrgenommen. Was liegt da näher, als dieses Land und deren (vermeintliche) Resourcen unter die eigene Kontrolle zu bringen? Einen möglichen Nettozahler an Bord zu holen, um ihn dann dank der eigenen Gesetzesmacht in die Knie zu zwingen? Schauen wir doch mal auf andere Konstrukte oder Naturgeschehen, die als Analogie herhalten mögen, um einen Gedankenanstoss zu geben, ob solche Systeme sich wirklich halten können.

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Am 30.11. mit 50% Rabatt in die Zürcher Tonhalle zu Tschaikowsky

Gerne unterstütze ich die ESPERIA Foundation, die den Kultur- und Wissensaustausch aus der Schweiz mit der Ukraine und der Schwarzsee-Region und umgekehrt fördert. Speziell dann, wenn sie Leistungen der Ukraine in den Westen bringt, um diese Region hier klar von Russland zu trennen.

Gemäss ESPERIA-Chef Eduard Siegenthaler meinen hier im Westen immer noch sehr viele, dass Ukraine der Russe sei. Tja, wie man in Amiland halt über die Schweiz meine "Oh yeah, great, Sweden".

ESPERIA bringt ein 90-köpfiges Philharmonie-Orchester der Ukraine nach Zürich. Gespielt werden Werke von Tschaikowsky, zu Ehren seines 170. Geburtstages. Die erste Vorstellung in Basel fand gestern statt und sie habe allen Beteiligten gut gefallen, so dass es ganze fünf Zugaben gegeben habe.

In der Zürcher Tonhalle findet am 30.11.2010 die letzte Aufführung des Orchesters statt.

Ich darf dazu 20 Rabattcodes veröffentlichen, die jeweils bis zu 5 Tickets beliebiger Ticket-Klassen um 50% vergünstigen.

Einzulösen bei www.klicket.net/go/esperia für den Spielort Zürich.

F600A07B
E9C38CB0
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20052E2A
E973FCAC
D05A3190
D2575143
7EC3964E
EE20ECBF

Es würde uns freuen, wenn noch möglichst viele Leute den Ukrainern einen guten Eindruck der Schweiz mit nach Hause gäben. Sollte jemand einen Rabattcode für eine andere der noch gespielten Location wünschen, kann er sich bei mir melden.

DOK Film über Aussteiger aus der Scientology

Ich war recht interessiert an diesem DOK-Film, denn ich hatte in der Jugend Kontakt mit Dianetik, der "Vorstufe" der Scientology. Es ergab sich, dass sie mich jedoch nicht einverleiben konnten. Sie machten ein paar Fehler, die man einem kritischen Verstand wie meinem nicht vorsetzen darf. So hatten sie dann schon verloren. Ich war damals wohl etwa 18 Jahre alt, als sie mich im Niederdorf in Zürich im damaligen Lädelchen draussen anquatschten. Zuvor hatte meine Familie wie viele andere auch die bekannten Flyers im Briefkasten, nach welchen wir nur 10% unseres Gehirns nutzten.

Anyway, da mich damals schon die Thematik interessierte, hatte ich den Flyer halt ausgefüllt und wurde dann mal in den erwähnten Laden zitiert, um mir meinen Zustand zu erläutern. Bei dem sah man logischerweise ausreichend Grund für Verbesserung. Der Weg ging dann mit Auditing los in Zürich.

Wie dem auch sei, all das ist schon lange her und sie hatten keine Chance bei mir. Details brauchen hier nicht veröffentlicht zu werden. Wer sich aus eigener, aktueller Lage dafür interessiert, weil er oder sie von der Scientology loskommen oder ihr gar nicht erst verfallen will, kann mich kontaktieren.

Hier der Video, den ich zur Beachtung empfehle. Es ist ein DOK-Film, der doch fast wie eine Begleitdokumentation zum deutschen Scientology Spielfilm "Bis nichts mehr bleibt" anmutet.

DOK vom 15.11.2010

Ja zum Bedingungslosen Grundeinkommen für Alle

So, es probiert's wieder mal jemand. Die Idee ist nicht neu, von vielen wird sie als ein wichtiger Schritt in eine wirklich menschenwürdige Zukunft eingeschätzt. Als Thema des Parteiprogramms der SP Schweiz wird es auch wieder aufs Tapet gebracht - und einige Deutsche wollen das auch übernehmen. Kein Wunder, steht bei denen doch im Grundgesetzt Artikel 1 Absatz 1 „Die Würde des Menschen ist unantastbar". Hehre Worte.

Nun zur Realität: In einem Interview, das der Fürsorgebezüger Christian Sandmeier anlässlich eines Armutskongresses vor den gewichtigen Herrschaften der Politik gab, lieferte er Argumente aus dem Leben. Er schilderte die Zusammenhänge und Konsequenzketten, die sich aus einem nicht vorhandenen Einkommen ergeben. Er betont auch, dass die derzeitigen Unterstützungsmittel doch nicht gleichwertig wie ein Einkommen beurteilt würden. Ein Einkommen wird anders betrachtet als eine Fürsorgeleistung, weil halt immer mitschwinge, dass der Bezüger anderen auf der Tasche liege. Und das reicht vielen Leuten, sich über jene zu erheben. Das ist eine Stigmatisierung der Kapitalismus-Inkompatiblen. Und man komme da fast nicht raus, sagte er.

Seine Argumente sind alle nachvollziehbar, weil sie wohl jeder kennt, entweder durch Erleben, durch Beobachten oder durch Nachdenken – sofern er seine Augen davor nicht verschliesst.

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