BPs Art "aufzuräumen" - organisiertes Verbrechen

Es ist schon krass. In einem früheren Artikel schrieb ich, dass BP-Bashing nicht so ganz gerecht sei. Ich stehe dazu, doch was der DOK-Film "BP und das Ölleck" im SF heute zeigte, ist schon sehr, sehr bedenklich.

BP hat offenbar neben der allgemeinen Gier nach Geld doch noch einige Sauereien, Vertuschereien, kurzsichtige Showeffekte, Bestechung, Schmierung, Lobbying, eventuell sogar einen Mord veranlasst - kurz also eigentlich alles, was organisiertes Verbrechen ausmacht. Diese Formulierung ist übrigens nicht von mir, auch nicht von den Reportern des DOK-Films, sondern es ist die Aussage eines bekannten US-Anwaltes, der schon Sammelklagen gegen die Tabakindustrie erfolgreich durchgezogen habe. So eine grosse Klage will er nun gegen BP lancieren. Da finde ich die US-Juristerei der gigantischen Klagen ja doch noch gut ...

Der Showeffekt: Es gibt ein Dispersionsmittel, das Öl in kleinere Tröpfchen auflöst, es heisse Correxit oder ähnlich. Diese aggressive und giftige Chemikalie bringt das an der Oberfläche treibende, von Bakterien sogar abbaubare Öl dazu, sich in winzige Tröpfchen zu verteilen und - gekapselt in diese Chemikalie - abzusinken. Damit ist das Öl aus den oberflächlichen Augen, aber nicht mehr abbaubar. Diese Chemikalie habe die Industrie auch 1968 eingesetzt im Golf, und es schwimme immer noch Öl aus dieser Zeit herum, weil die Bakterien diese gekapselten Öltröpfchen gar nicht mehr erreichen.

Ach ja, die Chemikalie ist in Europa seit Jahren verboten. In Mexiko herrschen nicht so strenge Umweltgesetze wie bei uns. Deshalb konnte BP diese Chemikalie sogar direkt beim Bohrloch ins austretende Öl einspritzen. Damit ist es definitiv so, dass das Öl einfach in grossen Wolken in der gesamten Wassersäule umherwogt. Unangreifbar, aber transportierbar, in die Küstengebiete, die Sümpfe, die Kleintiere, die Garnelen, die Fische, die Nahrungskette ... und mit dem Schwebeeffekt und den Wasserströmungen in andere Weltregionen, dank Golfstrom Europa ... Uk first .. heissa.

Die Bestechung: Namhafte Meeresbiologen haben gegen aussergewöhnliche hohe Gagen seitens BP deren Dispersionstaktik gestützt. Fischer durften sich den Ölzonen nicht nähern, bei Geldbusse! Einige taten es dennoch und erzählen, dass die Küstenwache tagsüber mit Schiffen willfähriger Fischer Aktivität heuchelt, nachts abzieht und Platz macht für den Abwurf der Chemikalie aus Flugzeugen und morgens wieder einfährt - wo dann wie ein Wunder kein Öl mehr sichtbar ist. Was für ein Erfolg der BP-Aufräumaktionen.

Gemäss unbeeinflussten Meeresbiologen ist der Meeresboden dafür einfach tot. Wo früher noch was zu fischen war, bleibe es wohl für die nächsten 3 Jahre lang tot. Denn in seichten Gewässer legt sich das verdünnte Öl einfach im Boden nieder. Einer meinte sogar, dass er in seinem Leben hier wohl nichts mehr fischen könne. Denn es ist klar: Die Natur hatte schon lange vor BP ein Mittel gegen ausfliessends Öl entwickelt: die erwähnten Bakterien, die die langkettigen Ölmoleküle abknappern und so Stück für Stück auflösen. Das Öl hätte man derweil halt auf der Oberfläche schweben sehen. Nur BP hielt sich für schlauer als Millionen Jahre Anpassung und liess das Öl absinken und vergiftet dafür die ganze Region und Nahrungskette auf Jahre oder gar Generationen hinaus.

Es gab ja Stimmen gegen den Einsatz der Chemikalie. Auf eigene Rechnung sandte offenbar eine Reederei einen Supertanker hin, der das Öl-Wasser-Gemisch einsaugen und physikalisch trennen sollte. Als der eintraf, sei aber dank BP das Gemisch nicht mehr geeignet gewesen für diesen Trennungsprozess.

Gespart an Sicherheit: BP habe offenbar auch an Bohrmaterial gespart, habe das Bohrloch nicht ausreichend mit Beton gesichert, habe Beobachter sogar nach Hause geschickt, habe Anzeichen für Überdruck aus dem Bohrloch ignoriert, obwohl zu dem Zeitpunkt noch etwas hätte getan werden können. Das Sicherheitsventil habe auch nur zur Hälfte das Loch abdichten können.

BP scheint also wirklich alles falsch gemacht zu haben, was man nur falsch machen kann. Und die Verquickung mit staatlichen Kräften ist ebenfalls besorgniserregend, denn wen schützt eine Küstenwache, ein Staat denn vor wem?

Wenn die USA als Staat den BP-Skandal nicht komplett untersucht und jedes Sandkorn umdreht, um das darunter doch noch vorhandene Öl zu inspizieren, die Mauscheleien in Teppichetagen aufdeckt, ist es einfach nur enttäuschend. Denn es ist ja kalr, es geht nur um Geld. Das würde alles GEld kosten und würde vielen Schaden, der Sache aber wenig nützen. Also lässt man es doch sein. Kinder springen wieder ins Wasser, Pelikane werden vor laufendne Kameras ins gesäuberte Wasser entlassen. Und die nächste Sau, die die Newsleute durchs Dorf treiben, wird schon dafür sorgen, dass BP und deren Sauereien aus dem Fokus und der Erinnerung der nicht unmittelbar Betroffenen schwinden.

Gut, dafür muss man nicht in die USA schauen ... hierzulande werden ja auch kräftig Teppiche gehoben, um den Dreck der UBS-Schlampereien und -Gesetzesbeugungen darunter zu wischen. Auch hier nütze es doch nichts mehr, im Nachhinein die Lupen zu nutzen. Schwamm drüber, aus den Augen aus dem Sinn.

Nur, BP hat halt Resourcen versaut, die Geld nicht regenerieren kann. Dass am Schluss ein Shell-Direktor sagte "Ja woher soll es denn kommen das Öl? Unser Lifestyle braucht 40'000 Liter Öl pro Sekunde, da muss man halt akzeptieren, dass sowas jeder Firma hätte geschehen können. Wieso sagt niemand etwas gengen die Tausende von Vögel, die in den Windrädern umkommen?" zeigt nur, wie hilflos wir alle zu sein scheinen. Denn klar, keiner will auf Auto, Fliegen etc. verzichten. Das Öl muss halt fliessen. Egal, was und wer dabei verreckt.

Wie lange geht es noch, bis wir alle endlich den Karren herumreissen (wollen)?

Hier noch Video:

DOK vom 18.10.2010

Meine Swiss Views

Ich liebe es, ohne grosse Ziele durchs Land zu fahren, egal welches Land. Ich komme halt nicht sooo weit rum, weil mir derzeit dazu die Kohle fehlt, aber manchmal sind Blicke aus den Fenstern der eigenen Wohnung ja schon auch bemerkenswert.

Da ich heute wieder mal einige Speicherkarten der Fotokameras aufräumte, dachte ich, ich zeige diese Sujets doch auch möglichen Zuschauern. Ich hoffe, sie gefallen ...

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Todesstrafe - Wiedereinführung in der Schweiz?

Es mag ja schon merkwürdig anmuten, dass gerade in der Schweiz die Todesstrafe wieder eingeführt werden möge, geht es dem Ansinnen einiger Leute nach. Ok, nur die, die sexuelle Straftaten mit Todesfolge betreffen. Sind wohl solche, die ihre eigene Verletzung nicht losgelassen haben. Rachsüchtige, die nur niemanden gefunden haben, um die Rache abzureagieren. Anders kann man den Röhrenblick auf dieses sexuelle Thema ja nicht einordnen. Massenmörder sonstiger Art, also einfach normale Psychopathen gehören da also nicht rein ... so verstehe ich es.

Schon sehr merkwürdig und eigentlich sofort alle Argumentationen der Initianten entwaffnend. Wie kann man die Tötung eines Menschen kategorisieren und nur bei einer bestimmten Form dessen die Bestrafung des Täters durch ebensolche Tötung fordern?

Dies lässt sofort erkennen, dass hier eigene tiefe und ungeklärte Verletzungen die Motivation sind. Also sehr spezifische und überhaupt nicht übertrag- und objektivierbare Erlebnisse in der Historie einer Persönlichkeit. Also im Kant'schen Sinne auch nicht als für eine ganze Gesellschaft geltende Richtlinie postulierbar.

Gut, es mag Ausländern merkwürdig erscheinen, dass man sowas bei uns fordern kann. Ich bin der Meinung, dass es im formalen Zulassungsprozess schon noch eine Macke hat. Denn interessanterweise wird die Prüfung des Inhalts vom Staat erst dann vorgenommen, wenn die nötigen 100'000 Befürworter zur Eingabe der Initiative erreicht sind. Um diese Anzahl zu finden, muss man schon recht auf die emotionale Drüse drücken. Und das finde ich schon mal schlecht.

Auf der anderen Seite finde ich das System mächtig, das so etwas als Fragestellung zulässt und der Bevölkerung zur Beantwortung vorlegt. Denn Diskussionen über solche Themen sind an sich sinnvoll für diejenigen, die sich noch nie damit befasst haben. Das Dumme ist nur, dass üblicherweise nicht diskutiert und zur Selbstreflexion angeregt, sondern emotionalisiert wird. Ob sich die Initianten jemals Gedanken darüber gemacht haben, ob es ihnen auch nur ansatzweise besser geht, wenn der Täter tot ist? Ich denke, nein. Er ist im Himmelreich und ihr Geist martert sie nach wie vor - bis auch sie sterben. Toll.

Es wird ja angenommen, dass auch eine erfolgreich zustande kommende Initiative abgelehnt würde. Ich hoffe doch, dass es auch so käme. In der Bibel steht: Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Ob Stein oder Kugelgeschoss, das System, die Argumentation ist dieselbe. Einer fällt ein Urteil und die Wirkung soll nun Tod heissen. Das Urteilsprechen ist bereits da, es geht also nur noch um die Wirkung der Strafe. In dieser Ebene kann keiner ein tödliches Versehen ungeschehen machen. Keiner ist frei von Fehlern, erst recht nicht emotionalisierte Leute, die solches fordern. Gerade bei diesen ist es eigentlich klar, dass sie niemals urteilen dürfen, weil sie befangen sind. Diesen Grundsatz kennt das Gerichtswesen ja zum Glück. Aber nun zu verlangen, dass andere, die Richter, diese Last der Verurteilung tragen müssen, ist eine Vergewaltigung anderer Personen. So liegt dann halt die Rolle von Opfer und (späterem) Täter sehr, sehr nahe beieinander. Da muss man eigentlich schon sehr geläutert sein, um dies zu erkennen.

Und da liegt möglicherweise auch ein Versehen vor: Wer sagt denn, dass der Tod eine Strafe ist? Ist denn hier das Himmelsreich? Ist es eventuell hier nicht die Hölle auf Erden? Worin besteht denn eigentlich die mögliche Abschreckung der Todesstrafe? Abgesehen davon, dass man ja weiss, dass Abschreckungen nicht reichen, um verkehrtes Verhalten zu verhindern.

Haben die, die den Tod fordern, nicht genau am meisten Angst vor dem Tod? Es ist doch klar, dass sie die für sie schrecklichste Sache dem andern an den Hals wünschen. Wenn ich also nichts so sehr fürchte wie den Tod, dann wünsche ich als Rächer den auch für meinen Feind.

Dabei: Jahrelang in seinem Wirkungskreis beschränkt auf einige hundert Quadratmeter zu sein, ist nicht das eine wirkliche Strafe in dieser räumlichen Ebene? Einen Geist zu haben, der sich vorstellen kann, wie schön es wäre, den Duft blühender Frühlingsblumen zu atmen, das Rauschen der Meeresbrandung bei Sonnenuntergang zu hören, die freudige Umarmung eines Kindes nach dem Auspacken seines Geburtstagsgeschenks zu spüren? Wieviel härter ist es für den, dieses jahrelang nicht erleben zu dürfen?

Ich halte dies für die grössere Strafe. Über den Tod wissen gerade die Initianten einer solchen Idee überhaupt nichts. Das disqualifizierte sie eigentlich sofort, aber wir anderen wissen - mit Ausnahmen - auch nicht viel mehr. Wer weiss, vielleicht ist der Tod gar nicht schlimm, keine Bestrafung, sondern Erlösung? Der Hinaustreten ins wirkliche Leben nach dem Besuch eines Horrorfilms? Na, dann dürften die Verurteilten ja dankbar sein. Doch sie gehören wohl auch zu den Unwissenden. Oder auch nicht ...

Wie dem auch sei: Da wir alle mehr oder weniger unwissend sind diesbezüglich, ist es eine Arroganz, sich über andere stellen und diese töten zu wollen. Egal, was als Recht-Fertigung vorgebracht wird.

Viermal so gross wie die BRD ist er, der

Plastikteppich, der irgendwo im Pazifik oder im indischen Ozean rumschwimmt. Obwohl auch das unfassbar sein dürfte, sagt es doch mehr als 1.5 Millionen Quadratkilometer aus. Das ist dann gut 36x die Grösse der Schweiz. Zum ersten Mal habe ich das vor einigen Jahren gehört, konnte es jedoch kaum glauben. Kein Wunder, ich hatte mir nie überlegt, wie das zustande kommt. Bis mir vor gut zwei Jahren eine Freundin erzählte, was sie an Eindrücken aus den Ferienresorts aus dem indischen Ozean nach hause brachte.

Sie war auf so einer Touri-Insel zum Tauschen. Sie ist Tiefseetaucherin und hatte sich so eine Insel zusammen mit einem ebenfalls tauchenden Kollegen ausgesucht. Sie erzählte mir von der Insel, auf die alles, aber wirklich alles ingebracht werden muss. Und die Touris sind ja nicht anspruchslos. Also werden dort tonnenweise Getränke hingeschifft. Und wie sind die verpackt? Natürlich, PET und dann noch mit Folien zu grossen Paketen bandagiert. Alles Plastik.

Ich war noch nie an solchen Orten. Aber aus ihrer Erzählung und den sofort erschienen Bildern, die ich von einem FReund vor noch viel mehr Jahren über so eine Urlaubsinsel gehört habe, fiel es mir natürlich wie Schuppen aus den Haaren, dass diese Inseln, überhaupt ärmere Länder mit Küstenanstoss, wohl noch keine ausgefeilten PET-Sammlungen machen wie hierzulande.

Was machen die also mit dem Plastik? Oder wenn wir - karitativ wie wir sind - Wasser in PET-Flaschen in katastrophengeplagte Regionen schicken, wo man dann sogar im TV sieht, wie Wasser plastifiziert gereicht wird, wo bettelarme Leute Plastiktüten haben, wo in lokalen Läden zwar Wichtiges verkauft wird, alles natürlich plastifiert verpackt, wo aber sofort bezweifelt werden darf, dass da nur ansatzweise Entsorgungskonzepte bestehen - was machen die also mit dem Plastik? Wohl irgendwohin schmeissen, aus den Augen aus dem Sinn. Irgendwann wird's der Regen oder ein Fluss ins Meer schleppen und dann ... tja, dann schwebt es dort, weil Plastik ja sehr leicht ist.

Offenbar können die Sonne und das Salzwasser Plastik mechanisch zerkleinern, so dass es mit der Zeit derart Kleingehacktes gibt, dass Tiere es schlucken, weil's ja wie Plankton ausschaut. Und daran verrecken.

Weiterhin soll dieser Teppich auch die Sonnenenergie derart schlucken, dass darunter zuwenig für die Algen ankommt. Und wenn die nicht mehr Energie bekommen, produzieren sie weniger Sauerstoff. Aus den Meeren komme die Häflte des Sauerstoffs der Erde. Da wir schon gut im Abholzen der grünen Lungen sind, beantwortet dies meine bereits als Kind gestellte Frage: Wird uns der Sauerstoff jemals ausgehen?

Es ist schon erbärmlich, wie wir meinen, aus den Augen aus dem Sinn hiesse: Aus den Augen und eliminiert. Nehmen wir als Touris, wenn's denn in die ärmeren Ländern geht, unseren Dreck wieder mit nach Hause, wo wir die Entsorgungstechniken haben? Wer macht das? Ich mache es im Kleinen immer, ich nehme meinen Müll wieder mit, lasse nichts im Wald oder am Seeufer liegen, nur weil ich zu faul, zu gedankenlos, zu gleichgültig wäre.

Nun ja, gibt es eine Sauerei vor der Haustür der USA, gibt es grosses Brimborium. Klar, ist auch wüst, ist aber auch reines verlorenes Geld. Das schmerzt halt. Die Resourcen dieser Welt sind aber nicht das Zeug, was wir aus dem Boden holen, sondern das, was unmittelbar erlebbar ist. Und weil es so gewöhnlich ist, weil es immer um uns herum ist, geben wir keinerlei Aufmerksamkeit auf dessen Zustand. Luft, Wasser, Boden - all das sind die Dinge, auf deren Basis die Körper leben, die man als Lebensqualität sucht, sobald man etwas Kohle hat. Zum Wohnen, zum Erholen etc.

Aber eben, der Mensch benimmt sich meistens daneben.

Wie gesagt, es sei noch nicht raus, ob wir das System derart aus dem Rhythmus, aus der Balance bringen, dass es diesen Körpern keine Lebensgrundlage mehr bieten kann. Tja, die von Euch, die Kinder haben, können sich ja mal überlegen, was sie denen als Mitgift geben wollen. Kohle wird sie eventuell nicht wirklich am Leben erhalten können ...

Wie auch immer ... es ist einfach erschreckend, wo unsere Sünden bleiben, und wie sie langsam aber sicher in unser Hauptaugenmerk gelangen. Die nächsten Generationen werden sich wohl nur schon darum vom Geld abkehren müssen ... egal, wo auf der Welt sie leben. Denn die Sünden können diesen Planeten halt nicht verlassen. Vorderhand.

Ceterum censeo: Think globally, act locally

Welches ist der richtige VoIP-Provider für mich?

Seit einiger Zeit sind alle meine Telefonnummern auf VoIP umgesetzt. Das klappt fast immer wunderbar. Die Fritzbox erledigt ja all den technischen Kram. Allerdings gibt es ein Problem, das nicht technischer, sondern marketingmässiger Art ist.

Wenn ich vor Ort bin, klingeln die Telefone an der Fritzbox. Ich habe ein klassisches altes ISDN-Telefon und das DECT-Fon von AVM. Es klingelt an beiden Telefonen, wenn jemand anruft. Zuhause habe ich also den Komfort, beliebig viele Telefone, auch schnurlose, zu benutzen und eingehende Anrufe wie über einen Ringruf an allen Telefonen entgegenzunehmen.

Nun habe ich auch noch ein iPhone mit einer Datenflatrate, über welche ich natürlich auch VoIP machen könnte. Oder ich bin bei Freunden zuhause oder im Bereich eines öffentlichen oder Hotel-eigenen Hotspots, wo sich das iPhone einloggen kann. Auch hier wäre VoIP dann machbar.

In beiden Szenarien könnte sich mein iPhone beim VoIP-Provider auf meine Festnetznummer registrieren. VoIP als Technologie lässt es zu, dass auf eine Nummer sich mehrere Geräte registrieren können. Jedes VoIP-Gerät, das eine Telefonnummer entgegennehmen will, muss sich dazu regelmässig registrieren beim Provider, damit dessen System weiss, zu welchen Geräten ein Anruf überhaupt durchgereicht werden soll. Die Fritzbox tut wie gesagt all das automatisch. Mir ist derzeit nicht bekannt, nach welcher Minutenzahl die Fritzbox das macht, ist aber egal. Wenn's einstellbar wäre, könnte das manchmal das Problem zwar erleichtern, nicht aber lösen.

Mein VoIP-Client auf dem iPhone registriert sich also auch für meine Nummer, denn das würde mir ja erlauben, dass Anrufe sowohl auf der Firtzbox wie auch auf dem iPhone klingeln. VoIP lässt das zu. Nicht aber die Marketingstrategen der VoIP-Provider.

Wenn ich den VoIP-Client auf dem iPhone anschalte, registriert der sich und schmeisst die Fritzbox raus. Ergo klingelt es nun nur noch auf dem iPhone, obwohl ich ja zuhause bin. Also kein Ringruf.

Natürlich, die VoIP-Provider wollen einem die teureren Virtuellen Telefonzentralen verkaufen, die den Ringruf natürlich können. Ich als Einzelperson brauche keine vollwertige PBX, sondern nur die Möglichkeit, bei Provider zwei Geräte pro Nummer zu registrieren.

Wer kennt einen VoIP-Provider in der Schweiz oder Deutschland, der wenigstens zwei Geräte pro Nummer auch schon in seinem günstigsten VoIP-Abo erlaubt?

Bin sehr dankbar für Hinweise. Danke Euch.

Thecus NAS N5500

Um das langsame Thecus N3200 abzulösen, hatte ich mich umgeschaut nach grösseren Thecus Modellen. Eigentlich hätt ich am liebsten das N7700 gehabt, das ist zwar schnell, braucht aber knackig Strom. So begnügte ich mich mit dem damals neuen N5500. Es sollte schneller sein als das bekannte N5200 und habe die neue Benutzeroberfläche drauf. Die wollte ich eigentlich auch kriegen. Dass es ein Dual DOM (Disk On Module) drauf habe, das bei einem Crash der Firmware nach einem Update automatisch die alte Firmware wieder bereitstelle, das ist etwas, was bei mir nicht wichtig war. Gern genommen ist die hoffentliche Geschwindigkeitsverbesserung.

Der langen Rede kurzer Sinn: Das Teil steht jetzt seit fast einem Jahr bei mir im Einsatz und ich bin zufrieden damit. Allerdings: Die neue Oberfläche ist zwar schön, aber sie gibt auch Rätsel auf: Wenn ich die Firmware update, will das Teil booten ... dazu hat es nun einen schönen grafischen Progressbar, der runterzählt. Bei 0 lädt es das GUI neu. Interessanterweise ohne neue Anmeldung und ohne wirklich gebootet zu haben. Die Firmwareanzeige steht immer noch auf der alten Version. Was machen die da bloss? Der irritierte User, also ich, macht's halt nochmals: Firmware raufladen und alles ok, automatischer Reboot. Nix passiert.

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BP-Bashing ist ungerecht

BP schafft es kaum, der Erdölflut Herr zu werden. Es spielt eigentlich keine Rolle, wie unfähig oder nicht diese sind. Es lässt mich schon die Stirn runzeln, dass die eine Glocke runterliessen und sich keine Gedanken machten, ob der Druck der Quelle diese Glocke überhaupt installieren lässt. Das erinnert mich an die Szene in Armageddon, wo ein erhitzter Militärkopf sich sagen lassen muss, dass es wohl volldoof sei, eine Atomrakete auf der Oberfläche des Kometen explodieren zu lassen, wenn man ihn zerstören will. Da müsse man doch ein Loch bohren ... Im Film siegte die sofort einleuchtende Logik des Wissenschaflters gegenüber dem Militär.

In diesem Sinne und wohl gute 10'000 km weg vom Tatort erlaube ich mir, die im TV rapportierten Bereinigungstechniken von BP zu kommentieren. Sie scheinen unbeholfen zu sein. Ob's so generell stimmt, weiss ich natürlich wie alle anderen wohl nicht. Aber motzen, das tun wir.

Dabei: BP reflektiert doch genau in ihrer möglichen Naivität die gesamte Situation und Haltung rund ums Erdöl: Seit Jahrzehnten wissen wir, dass Erdöl ausgehen wird. Das alleine sollte ja schon reichen, um ebenfalls seit Jahrzehnten die Exitszenarien zu planen und vor allem, endlich ernsthaft voranzutreiben. Es ist doch jedem klar, dass die meiste Energie uns auf den Kopf scheint. Wir können dank der Sonne kochen, Wasser destillieren, und Sauerstoff produzieren ... also, letzteres noch nicht wir, aber die Natur.

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Euro- und Erdölkrise, Kreativität, Ausbildung, Gewohnheiten

Der Zischtigs-Club von heute diskutierte die BP-Problematik im Golf von Mexiko. Der CEO der BP Schweiz war anwesend, einer der Erdölvereinigung Schweiz, ein Energieforscher, eine Ozeanografin, ein GreenPeaceler und ein Geophysiker und Röbi Koller.

Sehr emotional, die ganze Sache. Logisch, denn wie üblich, sind es unsere Gewohnheiten, die das Problem darstellen, oder, wie es der Energieforscher sagte: "Ein Gespräch unter Süchtigen".

Damit ist der Ausgang der Sache schon umschrieben: Die Hauptfrage latuet "Wann hört der Süchtige auf, nach neuem Stoff zu fragen?". Wenn jemand nun meint, es gäbe immer wieder Leute die aufhören können. Richtig, aber ich werfe ein: Wechselt nur das Objekt der Sucht oder endet die Sucht wirklich? Löst sich die Gewohnheit auf? Selbst wenn wir die Objektwechsler dazuzählen, so sind diejenigen, die die Sucht beenden können, wenige.

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Freunde treffen, Zusammensein, Austausch, Spinnenphobie-Auslöschung, wunderbar!

Gestern habe ich anlässlich einer Spinnen-Phobie-Auslöschung bei der Frau eines Bekannten einen sehr schönen Abend verbringen dürfen mit lange nicht mehr getroffenen, alten Bekannten.

Es gibt für mich (fast) nichts Schöneres als mit Freunden zusammen zu sein, sich gut zu unterhalten und neue Ideen auszutauschen, Anekdoten und Erinnerungen zu erzählen, viel zu lachen, zeitlos zu sein.

Angefangen hatte dies an der Geburtstagsfeier eines anderen Bekannten, mit dem ich zusammen seit langen Jahren im IT-Bereich lcoker verbunden bin. Ich hatte mit anderen im Jahre 1983 den Zürcher Computer Anwender Club gegründet, zu dem er wenige Jahre später hinzustiess. Als der CAC nach gut 15 Jahren langsam klinisch tot war, verlor ich viele Freunde von dort aus den Augen, denn ich ging einfach nicht mehr hin. Da ich geographisch auf der einen Seite des Sees lebte und die meisten anderen Zürich ziemlich diametral gegenüber, beteiligte ich mich nicht an den After-Club-Hours, die in einem Restaurant in ihrer Nähe stattfanden.

An der Geburtstagsparty jenes Kollegen fanden sich dann einige der alten Clubmitglieder wieder mal ein, alle nun im Altersbereich 40+-. Es st immer spannend, Leute nach fast 15 Jahren wieder zu sehen, wenn die eigene Erinnerungn an sie noch nicht verblasst ist. Man erkennt das Vertraute, lernt Lebenspartner oder gar Kinder kennen, darf in der Diskusion staunen, wozu sie es gebracht haben, welche Laufbahnen sich ihnen eröffneten oder welche Knicke sich dabei einstellten.

So traff ich also den alten Kollegen wieder, über den ich im Gespräch erfuhr, dass er heute unter anderem Hypnose anbietet, um Ängste und andere Behinderungen zu löschen. Da wir ja alles IT-Leute sind, meinte er, man könne die Methode uns so beschreiben: Windows im abgesicherten Modus starten, auf der Konsole dei Registry säubern und Malware-Files löschen, Neustart, fertig. Leuchtet uns natürlich ein, denn die computerbezogene Malware ist ja eigentlich sehr ähnlich der geistigen Malware, die man loswerden will.

Es ergab sich also, dass er just gestern bei der eigenen Frau deren Spinnenphobie auslöschen wollte. Das nahm mich natürlich wunder, ob das wirklich in den versprochenen 20 Minuten ginge, was er so vollmundig versprach. Er hatte dafür sogar einen Bekannten organisiert, der mit einer Vogelspinne nach der Session den Erfolg bei der Ehefrau prüfen würde.

So frage ich, ob ich da dabei sein dürfe. Ich hatte früher auch Abscheu den Spinnen gegenüber, doch das Bewusstseinstraining für meinen eigenen Fall hatte als Nebeneffekt, im Vorbeigehen quasi, auch diese Phobie entladen, so dass ich seit einigen Jahren eder Spinne mit neutralen Emotionen oder gar Neugier begegnen kann. Ich wollte also dabei sein, um auch mal eine Vogelspinne über meine Hände und Arme spazieren zu lassen. Mein Freund lud mich grad ein.

Als ich gestern also gegen Abend bei ihm eintraf, war die Frau am Abendessen vorbereiten, wissend, dass vor dem Essen noch die Spinnenaustreibung erfolgen würde. Sie war etwas nervös deswegen. Da meinte mein Freund, ich könnte sie doch durch etwas Kraniosakral-Therapie sich entspannen lassen. Gesagt, getan. Sie konnte sich sehr schnell und recht tief entspannen, obwohl ich ja keine ganze Session Kranio machte, sondern sie nur auf die Hypnose vorbereite. Die führte dann ihr Mann an ihr durch. Ich durfte dabei sein und genoss die entspannenden Suggestionen auch sehr, auch wenn sich mir die Wirkung der Hypnose als Beobachter an den beiden anderen immer noch nicht erschloss. Ich hörte also alles mit und dachte mir gelegentlich meinen Teil. Egal, denn die PRüfung, ob das funktionierte, war ja nachher die Vogelspinne.

Als die Hypnose-Session also vorbei war, hat der zwischenzeitlich eingetroffene Spinnenzüchter die Spinne den anderen Answesenden Freunden mit Nachkommenschaft erklärt. Ein kleines Mädchen hatte sich mittlerweilse fast verliebt in die Spinne und sollte sie immer wieder auf den Händen spüren.

So kamen wir also hinzu und er erklärte nun uns, was für eine Spinne es ist, wo und wie sie lebt, was und wie sie jagt und frisst, wie sie hört und sieht und natürlich, wie wir uns zu verhalten haben, damit wir nicht erschecken, wenn wir etwas tun, was sie erschreckt.

Er liess uns zuerst noch raten, wie schwer die Spinne sei, bevor wir sie spürten. Wenn sie mit etwas ausgefahrenen Beinen auf seiner Handfläche stand, war sie ca. 12cm lang. Da ich wusste, dass sie leicht sind, schätzte ich sie auf 10-15 Gramm. Wenn man sie in ihrer vollen Grösse sah, ist das fast nicht zu glauben, die anderen schätzten sie daher x-mal schwerer ein. Der Züchter sagte dann, sie sei nur 10 Gramm leicht. Erstaunlich. So hielt ich also eine Hand hin und er liess sie von seiner Hand auf meine umsteigen. Es war fast nichts zu spüren, als ihre acht Beine hinübertapsten. Nur das Aufsetzen der Füsse war zu spüren, ähnlich wenig aber wie wenn eine Mücke sich auf einem niederlässt.

Da Vogelspinnen offenbar nicht Marathonläufer werden wollen, setzte sie sich dann ab auf meiner Hand. Dabei verlor sich der Eindruck, dass etwas auf der Hand läge nach wenigen Sekunden. Diese 10 Gramm, verteilt auf 8 Beine und auf den Hinterkörper, erzeugen so wenig Druck, dass meine Nervenzellen auf der Hand und mein Gehirn diesen Druck fast umgehend vergassen. Sprich, als ich von ihr wegschaute, mit den anderen redete, hätte ich nicht sagen können, ob jetzt was auf meiner Hand ist oder nicht. Erst wann der Züchter sie etwas zum Gehen anstiess, bemerkte ich wieder diese winzigen kurzen Tippser auf der Hand. Er erklärte uns auch, dass die Spinne an den Füssen noch so etwas wie Krallen hat, die sie ähnlich wie Katzen ausfahren kann, um sich festzuhalten oder zu klettern. Er zeigte dies, indem er mich anhielt, meine Handfläche senkrecht zu halten, damit sie klettern müsse. Ich machte das und spürte dann zuerst ihr Tasten und dann, als sie hochkletterte, ihre Krallen wie ein sanftes Kribbeln, wie wenn einem ein leicht eingeschlafenes Körperteil wieder erwacht. So klatterte die Spinne wieder mal auf meine Hand und auch den Unterarm hoch. Fast nicht spürbar.

Nach mir wurde dann der therapierten Ehefrau die Spinne angeboten. Sie hatte ja alles mitangesehen und man merkte, dass sie sehr gelassen war. So oder so, das war ja nun der Test, ob die Hypnose gewirkt hat. Und siehe da, auch sie liess die Spinne über ihre Hand krabbeln. Zuerst nur ganz wenig, von der Hand des Züchters über die Fingerspitzen in die Hand des Züchters, dann von seiner Hand auf ihre Hand, inklusive Pause. Sie konnte mit der Zeit sogar die Hand mit der Spinne drauf sich vor ihr Gesicht halten und sie in Ruhe anschauen.

Nach einigen Minuten anderer Spinnen-Menschen-Kontakte durfte die Vogelspinne sich dann wieder in ihrem Transportkoffer ausruhen, und wir genossen dann das Abendessen. Alles in allem zog es sich dann bei guten Diskussionen, brasilianischem Essen, Dessert, Alkoholischem hin bis in den frühen Morgen.

Dieser ganze Tag, mit den Menschen, und auch mit meinem ersten Kontakt mit einer etwas grösseren Spinne, war einer, der mit ausnahmslos gut gefallen hat, an den ich mich gerne mit einem Lächeln und viel Freude erinnern werde.

Dies sind die Tage, die die Wochen meines Lebens eigentlich 2-3 mal füllen dürften ... :-)

Doktorierte Hebamme zur Ursache von Schreibabies

Der Schweiz einzige doktorierte Hebamme hat ihren Titel dadurch erworben, dass sie eine Studie zum Thema Schreikinder gemacht hat. Schreibabies sind solche, die andauernd schreien, nur selten damit enden und dadurch natürlich alle Betroffenen unter Starkstrom halten und deren Nervenkostüm aufs äusserste strapazieren.

Mal abgesehen von medizinischen Gründen - zuvorderst wohl Allergien auf Nahrungsmittelbestandteile (z.B. in Babynahrung), von denen Eltern nichts wissen, das Baby ja noch nichts sagen kann - dürften Schreikinder mehr mit den Eltern oder der Mutter zu tun haben, als diese je dachte.

Die Hebamme beobachtete über die Jahre verschiedene Gruppen von Müttern, sammelte die Rapporte von Babybetreuerinnen egal welcher Art. Aus deren Notizen konnte sie folgendes herausfinden.

Erstgebärende Mütter haben viel mehr Schreibabies als solche, die bereits das zweite oder dritte Kind bekommen. Beim Zweiten weniger als beim Ersten, beim Dritten nochmals weniger als beim Zweiten. Wieso? Die Mutter wird gelassener mit jedem Kind, sie weiss, dass sie nicht grad unter der Dusche hervorspringen muss, nur weil das Baby heult. Sie hat gelernt, dass nicht alles "lebensgefährlich" ist, das auch tränentreibende Wehwehchen nicht unbedingt die sofortige und 100%ige Aufmerksamkeit der Mutter brauchen.

Einen anderen Aspekt fand sie in der jeweiligen Zukunftsaussicht der Mutter. Wenn die Mutter einen Mutterschaftsurlaub von 5 Wochen hat, eine andere einen von 10 Wochen, dann haben diejenigen Mütter mit dem kurzen Urlaub ebenfalls signifikant mehr Schreibabies. Diejenigen Mütter, die auf einen komfortabel langen Urlaub hinschauen dürfen, sind ruhiger, gelassener.

Es zeigt sich in ihrer Untersuchung also, dass gelassene, ruhigere, zuversichtliche Mütter ruhigere Babies haben. Das mag eigentlich vielen logisch erscheinen (mir zumindest), doch untersucht hat das wohl noch niemand vor ihr sogenannt wissenschaftlich.

Da ich in meiner Ausbildung zur Kraniosakraltherapie auch in Kontakt mit Babies kam, ist mir dort genau die Situation aufgefallen, dass es wohl auch einer Mutter ab und an schwer fallen dürfte, den Grund für das Geschrei zu erkennen. Wir Männer, die wir ja nicht 9 Monate lang synchronisiert sind mit dem werdenden Baby, sind da wohl noch unsicherer. Mütter, die zuviel Angst um ihre Babies hatten, konnten sich teilweise nur deshalb vom Eingreifen zurückhalten, weil der Kranio-Lehrer natürlich eine Autorität war, der sie attestierten, er mache das wohl schon zum Nutzen des Kindes.

Die Belohnng nach der Schreiphase war jeweils ein glücklich lächelndes Baby, denn wenn etwas gelöst werden konnte, widerspiegelte sich das natürlich sofort in seinem Verhalten. Der Beginn der Behandlung konnte durchaus herzergreifend "schlimm" sein, denn das Baby kann ja noch nicht verstandesmässig Unangenehmes unterdrücken, doch es zeigt auch sofort sein Wohlbefinden, sobald die Lösung erfolgt ist.

Es muss für eine erstgebärende Mutter sicherlich viel abverlangen, dem Lebenswillen des Babys, dem Leben grundsätzlich zu vertrauen und nicht immer sofort eingreifen zu wollen. Und auf der anderen Seite nicht gleichgültig zu werden - Merkwort Rabenmutter. Diese Gratwanderung zu meistern für die ersten paar Monate, Jahre eines neuen Menschen ist das, was jede Mutter bewältigen muss. Das ist so, und war so, und wird es wohl auch die nächsten paar Jahrzehnte noch bleiben.

Wir alle wären ja nicht hier, wären Frauen nicht derart ausgestattet, dass sie es können. Nur schon daher dürfte eine werdende Mutter sich gelassen(er) geben können, wenn sie sich daran erinnert. Und auf all die gutgemeinten Ratschläge, die ja manchmal wirklich eher Schläge der Besserwisser als Hinweise eines Unterstützung sind, darf sie ebenfalls mit etwas Abstand reagieren. Wenn sie sich nicht verrückt machen, keine Ängste oder Befürchtungen anderer unterstellen lässt, dafür eher auf die Signale des Babies achtet, wird sie wohl passender mit ihrem Kind kommunizieren können. Dann braucht ein Baby wohl auch nicht mehr so oft zu schreien. Gut, dass eine Hebamme für diese Beobachtungen den Doktortitel bekam.

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