Was ist KI heute für mich?

Früher, noch im alten Jahrtausend, hiess es nur selten KI. Weil man doch noch um Welten davon weg war, was heute jeder kennt und (gedankenlos?) benutzt. Damals hiess es Neuronale Netzwerke. Weil der Mensch ja immer nur sich selbst nachbaut und das Gehirn natürlich als der Endgegner erscheint, wurden die Neuronen ins Visier genommen.

Man wusste schon, dass diese eigentlich etwas wie Schwellenschalter sind, die viele Eingabe- und Ausgabeleitungen haben. Die Eingangssignale werden dann erst noch verstärkt oder gedämpft, so dass so ein Neuron eine höchst dynamische Sache ist. Und von diesen kleinen Schaltern hat jeder Mensch etwa 100 Milliarden.

Die Schalter müssen aber verbunden werden. Dazu dienen die Synapsen als Connectors, von denen jedes Neuron bis zu 10'000 habe. Wenn man das multipliziert, kommt man schon auf eine gigantische Zahl von Verbindungen, die wie erwähnt erst noch verschiedene Signalstärken transportieren. Und diese Verbindungen können erst noch jederzeit auf- oder abgebaut werden.

Das Gehirn ist höchst dynamisch oder elastisch, wie andere sagen. Es rostet auch nicht - sein Zustand, seine Leistungsfähigkeit hängt nicht vom Körperalter ab. Vielmehr gilt: If you don't use it, you loose it.


Die Mechanismen des Gehirns rein mathematisch zu modellieren, war damals schon machbar. Aber in der Menge konnte man das damals als Simulation nicht skalieren. Angesichts der gigantischen Zahlen meinte man auf oft, das wäre eh nie möglich.

Ich als Trekkie dachte mir bei TNG "Computer haben es für mich erst geschafft, wenn ich mit ihnen reden kann wie Captain Piccard".

Dass es so schnell geht, hätte ich nicht gedacht. Meine ersten Experimente waren das Erkennen von Ziffern in einer 7x5 Segmentanzeige. Immerhin, damals schon mit erstauntem "Hä, wieso nimmt es diesen Pixel als Unterscheidungsmerkmal?". Das ist erst 35 Jahre her ...

Nun in die Gegenwart, was habe ich in meinem persönlichen Alltag von der KI?

Zu meinem Alltag gehört nach wie vor Software-Entwicklung. Als ein Application oder Solution Architect empfand ich das teilweise mühsam, aber natürlich auch herausfordernd. Denn mein Gehirn lieferte mir immer schon eine gute Gedächtnisleistung. Zusammen mit Neugier und Spieltrieb lernte ich schnell und mühelos viele Programmiersprachen. Diese waren für mich wie die Dialekte - es gibt so viele, und alle lösen nur das eine: der emsigen Biene, der CPU, in ihrer eigenen Sprache beizubringen, was sie zu tun hat.

Da die Welt verschiedene Bereiche kennt, war es nur logisch, dass es Sprachen gibt, die für spezielle Anforderungen entwickelt wurden. Sie halfen, die Denkweise oder die Problemstellung optimal in die CPU-Sprache zu übersetzen. Oder genauer: Sie wurden so entwickelt, dass der Mensch seine Denkweise optimal formulieren kann.

An der ETH bekam ich Pascal und Modula-2 gelehrt. Weil vor allem Pascal entwickelt wurde, um Studenten die saubere Denk- und Schreibweise zu lehren.

Bei mir kamen dann mit der Zeit viele andere Sprachen hinzu. Die heutige Business-Welt benutzt in meiner Sicht eigentlich relativ wenige. Auf der anderen Seite, Sprachen sterben nicht so schnell aus, weil die Software üblicherweise länger lebt als ihre Programmierer. Wenn diese sich verabschieden, müssen die Systeme gewartet oder migriert werden.

Der Running Gag hier ist ja COBOL ... aber eben, sie lebt immer noch. Die Sprache selbst ist wie bei menschlicher Sprache auch nicht das Problem. Die Herausforderung ist das Vokabular.

Und genau hier ist die Hilfe der KI eine gigantische Hilfe für Leute wie mich. Für mich ist KI auch nicht wirklich intelligent, sondern es ist die beste Suchmaschine, denn sie hat alles gefressen, was ich zwar auch verstehen würde, was ich aber quantitativ niemals sehen oder gar ins Gehirn schaufeln könnte.

Und die grösste aller Hilfen ist es, dass sie meine Aussagen "versteht" und ihre Suchresultate wirklich passen zu meinem Problem. Und ich bin ja der ungenaue. Ich habe eine Idee im Kopf, die ich kommunizieren muss, damit ein Computer was daraus machen kann. Dies war schon immer das Problem der Entwickler.

Die Suchmaschine StackOverflow war und ist eine tolle Anlaufstelle, aber wie auch immer ich anfrage, die Resultate waren ja nie auf mein Problem gemünzt. Weil die Suchmaschinen gar nichts verstanden haben von dem, was sie lieferten.

Die KI ist für mich der Meilenstein, weil sie wirklich versteht (ich mache die " nun nicht mehr um das Wort), was ich überhaupt vortrage. Dazu musste noch etwas hinzukommen: ein (temporäres) Gedächtnis, der Kontext.

Wir Menschen sind nie kontextfrei. Wir wählen unsere Worte in Abhängigkeit der Umgebung, Stimmung und der Intention, um nur drei zu nennen. Und Publikum. Eine Suchmaschine war bisher natürlich ein strohdummes Publikum. Dank KI ist das Publikum nun verständig. Sie versteht, was ich will. Dann sucht sie. In ihrem gigantischen Reservoir an Aufgeschnapptem, bewerteter Information.

Dann kommt das Gedächtnis der KI dazu - und schon kann ich mit dem Computer so reden wie mit einem Menschen.

Wir haben mit der KI dem Computer also schon mal das für den menschlichen Alltäglichste beigebracht: die Kommunikation mit Kontext.

Erstaunlicherweise reicht das vielen Menschen schon. Oder andersrum ... ist der Mensch doch nicht viel mehr als eine Maschine? Lassen wir das mal weg ...

In meinem Alltag ist es also nun so, dass ich mit meiner nie perfekten sprachlichen und logischen Präzision der KI ein Problem schildern kann. Sie versteht, was ich meine, zieht den Kontext zu Rate und bewertet erneut, was ich wohl meine, durchsucht damit ihren Speicher und verwurstelt die Resultate zu Texten, die ich in meiner Sprache verstehe - alternativ eben jede beliebige Programmiersprache.

In meiner Praxis bin ich mit der KI bisher aber nicht schneller geworden, denn ihr Kontext ist nie gross genug für die sogenannte Erfahrung, die sich in meinem Gehirn verdrahtet hat. Was KI kann, ist, auf meine Impulse reagieren, wenn ich diese geben kann.

Das finde ich eine der grössten Erleichterungen, denn so kann ich mein Aufgeschnapptes in den Dialog reinwerfen. Wie ich es auch bei einem Menschen würde. Nur, die KI hat wohl alles vom Angedeuteten eben schon wirklich gefressen und im Zugriff - weiss alles darüber.

Wenn ich also an einem Problem sehe, wie sich Claude abmüht, weil er mein Problem erkannt und auch meinen Lösungsimpuls miteinfliessen lässt, dennoch aber nichts Befriedigendes liefert - immer dann stelle ich fest, dass die KI (noch) nicht klären kann, wann es Zeit ist zu stoppen, rauszuzoomen, eine neue Idee zu finden und mit dieser Herangehensweise erneut ins Problem reinzuzoomen.

Zumindest vorerst ist das noch nicht möglich. Wenn ich Claude diesen Impuls gebe - macht der seine Magic und schreibt dann lapidar "Gute Idee, ich prüfe das mal"

In diesem Sinne ist KI für mich nur bei einfachen, seiteneffektfreien Problemen eine Verschnellerung. Was ich mit ihr aber erreiche, ist das schnelle Abgrasen und Probieren von Alternativen auf einer unendlich viel grösseren grünen Wiese.

Damit bin ich für ein gegebenes Problem also nicht schneller, aber dank KI konnte ich verschiedene Herangehensweisen ausprobieren. Früher sagte ich oft, "ok, diese Idee hätte ich noch, aber bis ich den PoC dazu gemacht habe ... " zuviel Zeit, zuviel Aufwand, zuwenig Motivation.

Für einen erfahrenen Entwickler wie mich ist KI also kein Zeitgewinn, sondern ein Enabler zum Finden der besten Lösung aus einem viel breiteren Spektrum an Möglichkeiten. Und das macht die KI dann eben emotionslos, präzise, ich würde fast sagen fehlerlos. Denn für so einen PoC muss man teilweise recht viel Temporäres bauen - inklusive neuer Fehler, die ich machen würde. Diesen mühsamen Prozess nimmt mir die KI ab. Dafür bin ich extrem dankbar.

Denn meine Qualität als Software-Entwickler ist der Ideen-Reichtum. Ich könnte immer mehr probieren. Ich kenne die Kontexte, schaffe sie ja auch. Nun habe ich einen Assistenten, der emotionslos, frustfrei jedem meiner Impulse folgt und umsetzt.

So wollte ich es schon immer. Seit ich mit dem C64 in die (Un)Tiefen der Computerei eingetaucht bin.

"Computer: Mache eine Analyse der Bedrohungslage anhand der Sensorendaten und vergleiche es mit Mustern früherer Begegnungen mit den Borg", "Aye Captain" ...

Die FIFA ist noch weniger als eine Bananenrepublik

Infantino hat schon den richtigen Namen. Kindlich wäre ja noch nett, kindisch ist wohl richtiger.

Ein Duckmäuser erster Güte ... der Big Guy on the backyard bellt mal kurz, und Infantino kuscht. Aber eben, man könnte ja sagen, nur die schwachen Charaktere schaffen's zum Top - weil sie sich anpassen, unterwerfen, speichellecken etc. etc.

Nicht meine Linie. Dem Frettchen hätte ich gesagt, bei aller "Liebe", das ist nicht dein Metier, halt dich draussen - einem, der nicht mal weiss, was eine rote Karte ist. Logisch, einer, der sich nicht an Regeln hält, nicht mal seine eigenen. Wie sollte der auch können. In dem Sinne ist die USA ja wohl auch bald eine Bananenrepublik.

Ich frage mich grad, ob man den Bananenrepubliken nicht unrecht tut ...

Nun ja, wir in Europa und natürlich der Schweiz wissen schon längst, welcher Art die FIFA ist. Die Organisation natürlich.

Wenn es nicht so peinlich für Infantino wäre, würde man es wohl unter den zahlreichen Peinlichkeiten des gemeinnützigen Vereins FIFA ablegen können, aber Infantino macht ja auch das Spiel kaputt, weil zum Spiel die unbedingte Akzeptanz der Schiedsrichter und des Regelwerks gehört.

Das amerikanische Team hätte aus Sportsmanship verzichten sollen, den Roten aufzustellen.

Es ist unglaublich, passt halt in die Zeit ... man beachte mal, welche Art von Mensch derzeit die Politik führt. Egal wo, in welchem Land.

Star Trek wird 60

Damit ist die Science-Fiction Serie zwar noch 5 Jahre jünger als Perry Rhodan, aber dennoch, wahrscheinlich kennen die meisten Star Trek eher als PR. Obwohl PR eine deutsche Story ist.

Man weiss ja sicher, dass viele der jetzigen, arrivierten Physiker in ihrer Jugend von Star Trek beeinflusst wurden. So auch Professor Doktor Metin Tolan der TU Dortmund. Den habe ich natürlich selbst nie persönlich erlebt, aber schon oft gesehen im TV, weil er in den populärwissenschaftlichen Formaten regelmässig erscheint. Und er hat Star Trek offenbar auch gefressen ... so wie ich ...

Er hielt im März einen amüsanten Vortrag zur Physik von Star Trek. Dies, um unter anderem zu beweisen, dass die Enterprise inklusive Besatzung eigentlich nur 158 kg schwer sein kann ... :-) ... klar, die haben ja auch Trägheitsdämpfer. Und natürlich sind die 158 kg nur die träge Masse ...

Man bedenke, dass Star Trek seit eben diesen 60 Jahren Sachen erzählt, die phantastisch sind, aber offenbar schon Konsistenz haben ...

Ähnlich amüsant ist auch dieser Vortrag, man erkennt das Thema auch schon von Weitem ... der ist zwar schon 7 Jahre alt ... aber sowas ist immer spannend zum Vergleichen, was wir heute haben, wovon vor 7 Jahren noch als Zukunft gesprochen wurde. Nur schon diese Beobachtung ist viel beeindruckender als mancher Vortrag.

WM 2026, Parade der Nationalhymnen

Das finde ich immer toll an internationalen Anlässen: Ich höre Nationalhymnen, die ich - gerade mit all den neuen Teilnehmerländern - noch nie gehört habe.

Jetzt grad Elfenbeinküste und Norwegen. Was mir auffällt: Man kann eigentlich immer sagen, woher die Hymne stammt. Beschwingt die von Elfenbeinküste, getragen die von Norwegen. Quirlige, warme Elfenbeinküste, bedächtiges, kühles Norwegen.

Ob die Attributzuweisung stimmt ... ist völlig egal, aber man merkt schon, aus welcher geographischen Breite das Land stammt ... schön, die Vielfalt, die sich ab und an die globale TV-Präsenzzeit teilt.

"Nur bei 10% wird die Akteneinsicht verweigert"

... sagt der schweizerische Datenschutzbeauftragte. Die Behörden "gewähren grösstenteils die Einsichtsgesuche".

Warum ist das für mich einen Artikel wert? Weil es mich immer noch stört - ich finde 10% eigentlich noch recht viel.

Wir haben dem Verfassungsartikel §13 folgend das sogenannte Öffentlichkeitsgesetz (BGÖ), das jedem Bürger Einsicht in amtliche Dokumente der Behörden gewähren soll. Natürlich (...) gibt es Ausnahmen - wer hätte es gedacht.

ChatGPT listet die wie folgt auf:

Das BGÖ kennt zahlreiche Ausnahmen. Zugang kann eingeschränkt, aufgeschoben oder verweigert werden, insbesondere wenn dadurch:

  • die freie Meinungs- und Willensbildung einer Behörde beeinträchtigt würde,
  • laufende behördliche Massnahmen gefährdet würden,
  • die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz betroffen wäre,
  • aussenpolitische Interessen beeinträchtigt würden,
  • Beziehungen zwischen Bund und Kantonen beeinträchtigt würden,
  • wirtschafts-, geld- oder währungspolitische Interessen gefährdet würden,
  • Berufs-, Geschäfts- oder Fabrikationsgeheimnisse offenbart würden,
  • vertraulich von Dritten gelieferte Informationen preisgegeben würden,
  • die Privatsphäre Dritter beeinträchtigt würde.

Darüber hinaus gilt das BGÖ gar nicht für bestimmte Bereiche, beispielsweise:

  • Strafverfahren,
  • Verfahren der internationalen Rechtshilfe,
  • verschiedene Spezialverfahren, die eigenen Geheimhaltungsregeln unterliegen

Die Bereiche Strafverfahren und Rechtshilfe kann man ja soweit verstehen. Die Spezialverfahren, tja. Was das wohl alles umfasst ...

In der Schweiz zumindest sind wir, das Volk, der Souverän. Wir brauchen uns also nicht zu scheuen, beim Staat, unserem Angestellten, nachzufragen. Wir sollten das eventuell als Individuen mehr machen, damit der Staat merkt, das der Chef ab und an reinschaut in seine Gewurstel.

Das meine ich eigentlich neutral. Auch in der EU haben wohl alle Mitgliedsstaaten solche Gesetze. Die Frage ist halt, haben wir in der Schweiz aufgrund der direkten Demokratie mehr Macht, wenn wir sie denn wahrnähmen.

Ich habe derzeit grad einen eigenen Fall mit der ESTV. Drum - und weil heute der Datenschutzbeauftragte im Radio sprach - fand ich es die Zeit wert, mir wieder mal zu vergegenwärtigen, welche Mittel ich habe.

Aber eben, Recht haben und Recht bekommen sind bekanntlich zwei verschiedene Dinge. Denn die Währung zur regulären Ausübung der Macht heisst: Zeit.

Und deswegen nutzen das wohl zu wenige im Schnitt. Würden wir es mehr tun, würden wir vielleicht viel mehr steuern können als mit unseren Initiativen - denn die brauchen noch viel mehr Zeit-Cash.

Ich finde das schon ein wichtiges Thema, denn wenn alle nur immer auf den Staat einschlagen: Habt ihr denn mal geschaut, wieso der was so macht, dass es euch stört. Müssen wir uns nicht immer selbst an der Nase nehmen, wenn's anders läuft als gewollt? Die schweigende Mehrheit also, die wie dunkle Materie in den Abstimmungen die Gravitation der trägen Masse offenbart.

Nun, immerhin 90%. Und ich bin ja auch einer derer, die dem Schweizer Staat grundsätzlich förderliche Absichten unterstellt. Schliesslich misstraut der Chef ja auch in der Wirtschaft nicht per se jedem Mitarbeiter ...

Kübler-Ross, Longevity, der eigene Tod, der Wechsel

Schon spannend, dass mir nach den gestrigen Bitcoin-Videos heute im SRF die Dokumentation von 2002 über die Schweizer Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross und danach die Sternstunde Philosophie zu ähnlichem Thema in Auge stachen.

Ohne Worte, dass ich natürlich wärmestens empfehle, sowas sich am besten höchst privat vielleicht anzuschauen.

Das Leben ist die Vorbereitung auf den Tod. Was auch immer der ist. Kübler-Ross hat dazu einiges festgehalten, indem sie Sterbende interviewte. Mit aktivem Zuhören, wie man das ja so nennt.

Ist ja auch eines meiner Themen. Grosse Neugier seit der Jugend. Viel dazu erlebt, gelernt und losgelassen.

Eigentlich ist das grundsätzlich das Thema dieses Blogs, so hatte ich ihn 2007 angedacht. Dass es sich leicht anders entwickelte .. tja nu.

Wie man leicht erkennt, schreibe ich doch viel über Bitcoin. Kann man das denn verbinden? Was hat der mit dem Leben zu tun?

Tja, das weiss doch jeder Bitcoiner ... und ist sogar noch stolz darauf, es zu verkünden!

Bitcoin ist begrenzt, Bitcoin ist höchstpersönlich und einmischungsfrei.

Wer Bitcoin weitergeben will nach seinem Exitus, der muss sich ja damit beschäftigen. Und da die wenigsten wohl ihr Wechseldatum kennen, muss man das schon ziemlich bald in der Bitcoin-Reise anpacken, sonst haben die Erbenden dann nix vom "Reichtum".

Wer Bitcoin versteht, erkennt den Umfang mit ihm als höchstpersönliche, einmischungsresistente Sache. Denn wer "not your keys, not your coins" akzeptiert für sich, erkennt, dass ihm hier niemand dreinreden darf.

Wer Bitcoin versteht, ist vielleicht im Alltag bewusster, altruistischer, verständnisvoller. Denn zum Verständnis muss man sich ja durch diverse Lügen und Scheinvorstellungen durchkämpfen.

Systeme, die unnatürliche Verhaltensweisen fördern, wie eben das aktuelle Fiat-System, bringen Symptome hervor wie den Drang nach Langlebigkeit, wobei das ja bisher eigentlich nur Körper-am-Leben-Erhalten heisst. Da werden von reichen Leuten Millionen reingebuttert - als Business und Ausgang für die eigene Endlichkeit.

Man kann jedem die Frage stellen: Mach eine Zweispalten-Liste. Auf der einen Seite schreibst du hin, wieviel Geld du in die Körpererhaltung, auf deren wie viel du in die Geistesentwicklung gesteckt hast. Wenn du das ehrlich machst, dann betrachte das Resultat. Ist es ausgeglichen? Ich darf wohl mal annehmen - in keiner Weise. Oder?

Es gibt ja soviele Anreisserfragen, die einem selbst bewusst machen, was einem selbst wirklich wichtig ist.

Diese Fragen werden ja eh jeden irgendwann mal treffen. Warum also nicht schon jetzt. Denn wenn es dann am persönlichen Ende genau darum geht, fehlt möglicherweise die Zeit, die Erkenntnisse daraus umzusetzen.

Diese Anreisserfragen zum eigenen Tod sind eigentlich direkt übertragbar an die Fragen, wofür man im Fiat-System denn seine Lebensenergie investieren soll. Es hat ja alles ein Ende, zumindest das Persönliche.

Da schrieb doch letztens ein amerikanischer Milliardär "Die with Zero" .... stirb mit 0 auf dem Konto. Tja, kann der ja locker sagen, der hat ja die 2 Steak pro eigene und Mahlzeit der Familie auf den Tellern. Doch selbst so einer erkennt, was ihm im Leben bis zum Tod wirklich Liebe und Anerkennung bringt, keine geheuchelte Freundlichkeit der Nachkommen, die zwecks Erben auf ein baldiges Ableben mit möglich zuträglichem Testament hoffen. Wieviel Freude und Erleichterungen kann ein Milliardär mit einen Fiat-Milliarden verschaffen? Von dem er dann auf der immateriellen Lebensseite sogar noch was hat ...

Wenn sich also ein Fiat-Milliardär die existenziellen Fragen stellen kann, dann müssten Bitcoiner das erst recht mit Leichtigkeit tun können. Denn eben, sie wissen um Endlichkeiten.

So kann Bitcoin meines Erachtens nach natürliche Abläufe wieder ins fiat-verzogene Denksystem einführen. All die geistigen Irrläufe können mit seiner Hilfe neu beleuchtet und ggf. korrigiert werden.

Es ist doch klar, dass Tod-verleugnende Geister sich ein System wie das Fiat-System seit 1971 entwickeln konnten. Die Kriegsfinanzierung war der Grund für Nixon, der schon mal den Tod von Soldaten ignorierte, und der damit auch die Konsequenzen des eigenen Tuns ignorierte. Beides unnatürliche Ignoranzen. Aber mit dem Fiat-System und dem Roten Knopf gab es eben einen vermeintlichen Ausweg.

Dass es keinen Ausweg gibt aus abgeschlossenen Systemen, hat die Physik schon mehrfach bewiesen. Nixon konnte / durfte / musste dies bis zu seinem Wechsel im 1994 erleben. Wie, das weiss wohl keiner. Arm - im wirtschaftlichen Sinne - nicht.

Bitcoin ist nur ein Werkzeug. Es schält die eigenen Werte heraus, schärft die Sicht auf die Wünsche für die eigene Zukunft. Bei den meisten Bitcoinern vernahm ich da eine eventuell neu gedachte Sparsamkeit - freiwillig.

Das ist mir die schönste Beobachtung: Leute beginnen sich wieder für globale Themen zu interessieren, denn - wie jeder weiss - Geld ist überall und jederzeit - also global. Dabei spielt es keine Rolle wie die Einheit grad heisst.

Mich reizte Geld per se nie. Ich war ja auch mal jung. Und ich hatte auch längere Phasen, wo es nur existenziell knapp vorhanden war. Doch wie wir Bitcoiner auch sagen, erklärten auch meine spirituelle Lehrer immer: Geld ist Energie. Sie meinten damit Energie anders, aber wir verstehen es dennoch. Wer Energie hat, kann etwas bewegen - der Proof of Work eben.

Und wer mal aufpasst, wer um einen herum einem die Energie absaugt ... das alleine ist schon viel Wert. Denn ab dann kann man die eigene Energie für die eigenen Werte einsetzen. Spirituell wie eben auch in der Bitcoin Bubble.

Selbst wenn diese platzte, viele Bitcoiner sagen dann, dass sie den Weg nie missen möchten. Denn sie hätten viel gelernt. Übers Geld, aber sicherlich hauptsächlich über sich selbst.

Und ob Bitcoin, Fiat oder Shitcoin, diese sind zwar noch nicht die existenziellen Fragen, doch wie erwähnt: Das Leben ist die Vorbereitung auf den Tod, den eigenen.

Vielleicht hilft Bitcoin sogar hier, beim eigenen Weg. Bitcoin fixes this. Die Zeit vor dem Wechsel natürlich ...

Wir können erst verstehen, wenn jemand Persönliches erzählt ...

Und noch ein Video aus Prag. Diesmal aus einer ganz anderen Sicht, nämlich eines derer, die im nahen Osten die Auswirkungen der globalen Ränkespiele der Kings in seiner Familie erleben musste.

Zu diesem Video muss nichts mehr gesagt werden. Es ist das ultimate Argument, wieso Bitcoin unausweichlich genutzt werden muss, denn: Auch wer nach all den Regeln der Systeme spielt ... fällt das System, ist niemand da, der einen schützt. Auch wenn sie es versprechen.

Daher muss der Bitcoin in Self-Custody gehalten werden. Überall. Ohne Gejammer. Es ist das einzige, was man in die Zukunft tragen kann. Ohne dass es jemand stehlen kann.

Es muss persönlich werden. Hoffentlich reicht das Hörer-, Zuschauer-Sein. Und nicht erst das Erleiden-Müssen.

Auch Jack Mallers did it again

Diesmal war ich auch nicht in Prag, auch nicht das letzte Mal, das erste Mal.

Zum letzte Mal hingegen schrieb ich hier über Jacks Speech an der BTC 2025. Er bezieht sich auch auf seinen letzten Talk in seinem Intro. Dass es düster gewesen sei. Diesmal, so verspricht er, werde es eine andere Grundstimmung haben am Ende: Die Hoffnung, die Zuversicht. Und er hat's auch diesmal genailed.

Wenn ich nicht selbst vor mittlerweile 35 Jahren eine Gruppe von Leuten hätte finden dürfen, die meinem rastlosen Verstand und Wunsch, das Chaos zu verstehen, in einer spirituellen Art erklären konnten, wäre ich vielleicht genau so einer, der mehr oder weniger freiwillig aus dem Leben geschieden wäre. Es machte keinen Sinn, ich sah nicht viel Sinnvolles im Tun der Menschheit.

Für mich beobachtete ich, dass ich einfach älter wurde, nicht dieselbe "Normalitätsentwicklung" hatte wie viele meiner Mitschüler und -studenten. Der spirituelle Weg, diese Gruppe von Leuten, die nie gross berühmt wurde, haben mich in dieser Inkarnation gehalten. Dadurch sehe ich sogar noch klarer, aber auch unpersönlicher, ich werde auch wütend, fluche genug, aber nie über andere Menschen. Und die Gründe, wieso ich ab und an schon richtig laut werde (nur im stillen Kämmerlein natürlich), haben damit zu tun, dass unsere aktuelle Welt es den Menschen so enorm bis fast unmöglich macht, das zu leben, weswegen sie inkarniert sind.

Wie Jack auch sagt "Welches Kind hat als Berufswunsch Anwalt, oder Compliance Officer, oder KYC Operator"? Alles sogenannte Bullshit-Jobs. Kinder wollen Macher werden, Dinge in der physischen Welt bewegen oder verändern.

Was wollte ich? Ich weiss es wirklich nicht mehr ... ich denke, ich wollte Beobacter werden ... kidding. Ich weiss es wirklich nicht, ausser, dass mit die Müllmänner, die hinten immer draufsteigen konnten, irgendwie Eindruck machten ...

Jack bedient sich vieler Grafiken, um Zusammenhänge sichtbar zu machen, die es seiner Meinung nach beweisbar gibt. Denn etwas muss jedem klar werden:

Seit 1971 hat es ein Mindset geschafft, dass mindestens 2 Generationen auf die Welt kamen, die "dem Geld folgen" gelernt haben, statt der eigenen Intuition. Jack beginnt im 15 Jahrhundert in Venetien. Was sich dort alles an Talent versammelt habe ... die wir heute noch kennen: Michelangelo, Leonardo da Vinci etc. Das sind nicht die Buchhalter der damaligen Regierungsform, sondern es sind die, die gemacht haben. Und in ihrer Lebenszeit erschuffen sie Dinge, die 500 Jahre danach immer noch Inspiration und Ehrfurcht erzeugen - nota bene in einer Zeit, wo wir eigentlich von Computern, Robotik und KI bezüglich Realitätsabbildung recht verwöhnt sind.

In einem Jahrhundert also, in dem es inspirierte Leute gab, die Projekte anstiessen, deren Ende sie nicht mehr erleben würden - und sie wussten es. Was für ein Gestaltungswille. Welche Unterordnung unter eine Idee, deren Zeit gekommen war.

Und was haben wir derzeit in der vollinformierten Gesellschaft? Gibt es solche? Ich versuche gerade mal zu zählen ... bei mir kommt Elon Musk, der Dalai Lama, eventuell der neue Papst, und ... na, fällt mir ausser Satoshi Nakamoto (virtuell) niemand grad ein. Diese Leute sind Querköpfe, sie müssen in diesem System leben, haben aber ganz andere Absichten.

Dies ist auch Jacks Aussage. Wir sind in einer Renaissance. Die Millenials dürfen sehen, dass die Mindsets der etablierten Alten wirklich alt sind. Eine Generation, die nur Karrieren von Bankers, Lawyers, Juristen, Compliance Officers, Lobbyisten, Influenzern favorisiert, ist tot, denn darin gibt es keine Entwicklung.

Denn Entwicklung ist etwas, was nicht in Regeln gepackt werden kann. Man kann sie nicht mal voraussehen. Dazu gibt es von Veritasium einen tollen Video über ein Anti-AIDS Medikament, das so (weltweit!) nicht mehr hergestellt werden kann wie bei seiner ersten Erzeugung, weil die Grundstoffe "infiziert" sind, Keyword "Polymorphismus". Das Ding war da, es half, aber es mutierte und funktionierte dadurch nicht mehr. Entwicklung ist nicht linear.

Ich bin gerne Ausbilder, am liebsten sprirituell. Denn IT ist eine Art von Spiritualität, in dem Sinne, dass sie ja Welten im Computer "schafft" oder besser simuliert. Die völlige Abwesenheit von einengenden Grenzen war für mich die Faszination von Computern. Damals völlig primitiv, heute in Form der KI in jeder Hinsicht überraschend.

Jack hat da dieselbe Erkenntnis wie ich: Die KI ist da, nicht um Leute zu ersetzen, sondern um die mühsame Kleinarbeit abzunehmen - dem, der eine gute Idee hat und mal ausprobieren möchte. Denn bisher war in der IT immer die Ausbildung vor den Erfolg gesetzt. Dank KI nimmt das ab.

Jack bringt das Beispiel von dem jungen Mann mit seinem krebsbefallenem Hund. Er setzte sich an ChatGPT und entwickelte eine abgestimmte Therapie für seinen Lieblingsbegleiter. Genau das sind die inspirierenden Fälle! Vor KI hätte man den Hund von Tierärzten mehr oder weniger erfolgreich behandeln lassen müssen. Mit einem eventuellen zweifelden Gefühl ob der Wirksamkeit ihrer Therapien wäre dennoch die Ohnmacht vor den Hürden zur Entwicklung der individuellen Therapieform geblieben. Und damit wohl die Aufgabe. Die Aufgabe einer Motivation, die Liebe zu seinem Hund. Wie depressiv hätte er sich fühlen müssen, dem Dahinsiechen seines Hundes ohnmächtig zuschauen zu müssen. Dank KI konnte er seinen Hund davor retten.

Drum sagt Jack auch: We are creators. KI hilft. Und damit der Handel klappt, braucht es Bitcoin. Mit diesen beiden Technologien zusammen kann in der heutigen strom- und internetbasierten Welt jeder und jede Erschaffen für genau diese Welt. Dummes und Geniales. Das ist immer noch abhängig vom Menschen.

Ich bin gerne in der Bitcoin-Meetup-Schwingung, weil alle diese Leute - egal, was sie geworden sind - diesen Spirit stärken, dass es eine Zuversicht gibt, dass die Älteren rie Errungenschaften dieser Renaissance in dieser physischen Welt zwar nicht mehr erleben werden (vielleicht in einer anderen Inkarnation ... who knows), dass sie aber mitfühlen können, wie die nächste Generation hingebungs- und energievoll in die Zukunft schaut. Diese Schwingung des "es lohnt sich wieder" ist bergeversetzend.

Jack schafft es auch diesmal, Emotion und Gefühl zu entfachen: Zuversichtlich in die jetzt schon agierende Renaissance zu blicken. Dankt Bitcoin, der uns "nur" hilft, von den alten zentralistischen Strukturen loszukommen, und dank KI, mit der jeder seine Ideen zumindest für die technisierte Welt zumindest mal ausprobieren kann.

So ist es eine spannende Zeit ...

Florian Bruce did it again

Diesmal finde ich es sogar einer der wichtigsten Beiträge zum Verständnis - nicht von Bitcoin - sondern des aktuellen Geld-Systems. Denn wie wir ja immer sagen, man muss sich erst mal durch das Gestrüpp der kruden Fiat-Welt kämpfen. Wie kam es denn, dass wir ein System haben, das es selbst wohlwollenden Führern de facto fast unmöglich macht, richtige und einleuchtende Korrekturen anzubringen?

Der menschliche Faktor und die Demokratie. Zusammen können sie Förderliches, wie aber auch Unnatürliches, Blockierendes bewirken.

Der Rote Knopf erklärt in wenigen Minuten, was die meisten eventuell noch nie hinterfragt haben: Wie kam es so?

Eigentlich ja nachvollziehbar, aber eben. Wenn jemand heute noch lebt, hat er das knapp noch erlebt. Das bekannte Nixon Statement 1971 ist jetzt für Jüngere als Baby Boomers bereits nur noch ein historisches Faktum. Sie sind also aufgewachsen in einer Fiat-Welt, wo mit Geld scheinbar alles möglich ist. Frühe Träume, schnelle Beschaffung, wenig Gefühl für die Realität, Multiplikatoren nach oben, aber auch komplette Verschuldung und Bankrott.

Florian nimmt den Roten Knopf als das Heilsversprechen für alle Regierungen auseinander: Der ist der einfachste Ausweg aus der Misere, die das Geldsystem anrichtet. Statt Konsequenzen heute, irgendwann mal in der Zukunft, die eigene Wiederwahl ist gesichert. Verwerflich? Zumindest zutiefst menschlich. Was wir nicht wollen, verschieben die meisten in die Zukunft. Im Grossen wie im Kleinen. Es geht nicht ums Politiker-Bashen ... denn die sind ja Menschen ... tue ich Dinge auch, die sie tun? Das wäre die erste Frage, die jeder sich stellen müsste, bevor er pauschalisierend verurteilt.

Schulden machen also. Wer widerstünde dem.

Die Konsequenzen sind aber schneller da als der Ausweg. Es ist die Inflation. Die wiederum all den Quatsch zuvor befeuert.

Florian zeigt's und erklärt's.

Pflichtinformation für alle. Gerade Jugendliche.

Die persönliche, in Aktion umgesetzte Konsequenz bereitet den (individuellen) Weg in die Zukunft. Interessiert's jemanden? Keine Ahnung, die Dinosaurier sind auch ausgestorben ...

De facto ist nur eines sicher: die Reproduktionsfähigkeit der Menschen. Der Sprit für dieses System ist, dass wir uns einfach fortpflanzen, also können sich solche Systeme auch erhalten, denn die ausgequetschte Ressource reproduziert sich ja selbst. Das geht so lange, bis dem letzten Kreditor, der Erde, etwas passiert. Eben die Dinosaurier-Sache. Und in sehr weiter Zukunft die Sonne, dann ist auch für die Erde Schluss.

Und bis dahin? Tja .. wenn es einen anderen Weg gibt ... wir könnten uns das Leben ja auch schon heute angenehmer gestalten. Aber dazu müssen wir wissen, das Florian sehr klar und präzise erklärt. Und dann entsprechend handeln.

The Dancing Robots bei AGT

Die Roboter sind da, und amüsanter als wie bei Amerca Got Talent konnte China wohl seine Überlegenheit in der Roboter-Technologie nicht präsentieren.

Solche die Robies nur so aussehen ist alles noch im grünen Bereich. Vor so einem müsste man noch keine Angst haben, denn die Physik gilt auch für sie. Egal, ob die Choreographie einstudiert ist, egal ob das Zurückweichen auf die Frage, ob Howie Jackie haben dürfe, schon einstudiert oder von aussen per Fernsteuerung ausgelöst wurde - oder gar per Schwarm-KI - es ist sehr, sehr erstaunlich, wo die Chinesen schon sind ... mir hat es natürlich auch sehr gefallen, die gesamte Performance.

So sehr, dass ich den Video hier grad einbette, statt wie üblich, nur auf ihn zu verlinken.

Als die ganze Truppe die Salti macht, ist das schon eine extreme Demonstration der Beherrschung des zweibeinigen Ganges durch diese Roboter. Amazing!


Kein Vergleich zu den klobigen Maschinen, die aber schon 2020 tanzen konnten ... diese jetzt sind geradezu putzig ... so einen will ich auch ...

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