Power Law - Bitcoin - Risk Management - Resilienz

Letztens fand ich den Video von Veritasium zum Thema Power Law. Im Bitcoin-Space reden viele vom Power Law, weil Bitcoins FIAT-Vergleichswert in einem Power Law Schema steige.

Wer weiss schon genau, was das ist? Ein Power Law ist ein Diagramm, in dem beide Achsen skaliert sind zu einem Logarithmus zu irgendeiner Basis.

Wenn man irgendwelche zweidimensionale Messpunkte hatte für eine lineare Notation, bei der man vermutet, es könnte ein Power Law sein, kann man ja die Punkte mal auftragen mit doppelt logarithmierten Achsskalen ... wenn sich da mehr oder weniger eine Gerade entwickelt, dann ist es ein Power Law.

Warum es Power Law heisst, ist wohl in der universellen Existenz dieser Effekte zu finden. Das Video zeigt das sehr interessant. Viele Beispiele, Simulationen mit Feuersbrünsten, Sandhäufchen, Internet-Dominanzen der grossen Tech-Firmen, Erfolg von Venture Capital etc.

Spannend: Es gibt Ereignisse, die folgen der Normalverteilung. Das Fallen der Kugeln durch ein Galton-Brett. Das kann man millionenfach wiederholen, es ist die Glocke.

Aber andere folgen genau dieser Sache nicht, sie sind eher chaotisch (aus unserer Sicht): sie folgen dem Power Law. Und wir kennen sie alle.

In unserer Erfahrung sind das Dinge wie Blitze, die Feuer entfachen. Die Ausbreitungsvarianten der Feuer selbst, die Erfolge von Venture Capital, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten ... alles Power Laws. Und unvorhersagbar! Nicht in der Art, dass etwas geschieht, aber in der Dimension, in der es geschieht. Oder Monsterwellen, von denen man mittlerweile weiss, dass sie vorkommen, aber vorhersagen - das kann keiner. Obwohl es doch auch nur Wasser ist, das Wellen schlägt ...

Es ist das Chaos-Prinzip, das anekdotisch anhand des Flügelschlags eines Schmetterlings in China einen Taifun auslöst - oder was auch immer

Es ist also das in uns vorhandene Wissen, dass man etwas nicht kontrollieren kann, weil es eh immer passiert, aber eindämmbar ist. Siehe Feuer, Krankheit etc.

Gerade bei Krankheiten wissen wir das doch leidvoll genug. Deshalb: Wir impfen, verbesserten die Hygiene, informieren die Menschen. Infektionen gehen unter einen Minimalwert zurück. Aber sie sind nie weg! Es gelingt meines Wissens nicht, sowas auszurotten. Man kann nur beobachten und schnell passend reagieren.

Im Video schön gezeigt über die Feuer in der USA. Man lässt sie halt gewähren, weil die meisten sich nicht gross ausbreiten werden. Aber man muss sie sogar gewähren lassen, damit das Power Law funktionieren kann.

Wir reden ja jeweils von Häufung von Vorfällen. Die Auslöser sind uns jeweils seit langem bekannt. Meistens sind die Auswirkungen relativ lokal, gering, unbedeutend.

Und dann dies: Hier in der Schweiz die Dürre. Man weiss, dass es Dürreperioden gibt, selten so lange.

Die Feuer in Spanien, Portugal und Frankreich sind nun auch nicht aussergewöhnlich, aber einige werden fast uneindämmbar. Kann man sie voraussehen? In der Menge schon, aber nicht im Ausmass.

Im Bitcoin-Space die Häufung von Fehlerfindungen, Updates, Verlusten. Alles immer schon da gewesen. Halt in kleinem Umfang. Der Auslöser ist auch bekannt: Genaue Untersuchung von Source-Code. Heute halt mit KI, aber der Auslöser ist immer noch: Hinschauen. Und dann das Grossevent, das ColdCard Desaster.

Konnte man sich wappnen? Beim ColdCard-Desaster ja schon, man hätte würfeln können. Hat halt fast niemand gemacht, so dass der Blitzeinschlag sich wuchernd durchs Gestrüpp der Seeds durcharbeiten und Opfer finden konnte.

Und bei Feuern: Wenn natürlich, sind es meist von einem Blitz ausgelöste Feuer. Kann man sich gegen den schützen? Nein.

Es bleibt also das Risiko-Management. Man muss damit leben. Das Geschäft der Versicherungen. Ist halt schwierig, wenn man zwar weiss, dass, aber nie weiss wie stark ...

Eigentlich triviale Lebenserfahrungen von uns allen. Nichts ist sicher, aber man kann sich mehr oder weniger gut wappnen. Und man muss diversifizieren, wenn es gar nicht sicher ist, dass Plan A funktioniert. Denn Plan A könnte eben auch nie durchstarten ...

Mir scheint, als ob das Leben eher dem Power Law folgt als anderen Verteilungen, aber das ist natürlich nur mein Gefühl.

Der Mensch - Teil des Universums - hat eine eingebaute Resilienz gegen solche Dinge.

Nur schon das Immunsystem zeigt sich doch so: Wenn gut trainiert, hält es bakterielle, virale und mykotische Infektionen unter Kontrolle. Und wenn das ganze Universum so funktioniert, tja, dann können wir das auch.

Der physische Mensch ist ja auf dieser Ebene weniger bedroht als früher. Und doch, das Power Law gleicht sich aus: Tote in den Kriegen, Flüchtende vor Feuer etc. Das Individuum spielt keine Rolle, die Masse ist betroffen vom Power Law.

Im mentalen Bereich nennt sich sowas Resilienz. Die ist ja die relative Stabilität zu emotionalen Impulsen. Stabile Geister haben mit den Schwankungen des Lebensschiffs weniger Probleme als andere.

Was in diesem Zusammenhang spannend ist, dass gewisse Rumpeleien, Unebenheiten, gar nicht wichtig sind. Im Video wird das anhand Newtons Gravitationsgesetzen gezeigt: Sie abstrahieren die gigantische Sonne auf einen Punkt, genauso wie die Erde, um die immerhin ein grosser Mond rotiert. Warum hat der keinen Einfluss? Wieso sind die Gesetze so gut?

Eine interessante Beobachtung. Wie auch, dass ein Blitz hunderte von Malen irgendwo einschlägt, nichts passiert. Aber dann, aus völlig unvorhersehbaren Gründen, ist etwas so, dass ein Feuer ausbricht, das wir dann nicht mehr so leicht eindämmen können.

Dieses Power Law kann man sicher auch auf die Materie-Antimaterie-Auslöschung anwenden, nach der entsprechend der aktuellen Lehrmeinung der Überhang von normaler zu Antimaterie zustande gekommen sein könnte.

Egal. Es ist unvorhersehbar, aber beobachtbar. Halt immer erst hinterher.

Wenn wir bei der Kursentwicklung von Bitcoin eine Power Law Entwicklung beobachten, darf uns das wohl schon bullisch stimmen. Das würde bedeuten, dass die Zeit für eine Idee gekommen ist, die sich nicht eindämmen lässt, egal wie sehr sich Kräfte auch wehren.

Wenn Bitcoins Zeit gekommen ist, wird er sich Power Lay mässig durchsetzen. Niemand wird das eindämmen können.

Casper zeigt bei 43:28 in sein Buch auf den Satz "A good idea can transform your whole future" und darunter "it is almost impossible to calculate what the idea is worth". Er selbst erlebte, wie er beschreibt, auch das Power Law für seine Bewerbung bei Veritasium. Einmal ein Email Einschlag, dann lange nichts. Doch out of nowhere kommt die Einladung, halt anders aber dennoch bei Veritasium einzusteigen.

Leben ist ein Mysterium — Power Law sein Name.

Stand der Robotik - lernt die KI Todesangst und den Überlebenskampf?

Aus YT habe ich diesen Stand der Robotik angedient bekommen. Da mich Roboter ja schon sehr interessieren - mir hatte in frühester Jugend mal ein "Roboter" eine Fingerbeere durchstochen -, habe ich den natürlich angeschaut.

Wo steht die Welt also schon?

Es ist sehr erstaunlich, finde ich. Roboter müssen ja nur so aussehen wie wir, damit wir sie als Interaktionspartner wahrnehmen können. Unser Gehirn, einige hunderttausend Jahre lang als NI trainiert, kann leichter damit umgehen - aber natürlich auch leichter verführt, verwirrt, geschädigt werden, denn alle unsere genetisch gespeicherten Erfahrungen haben mit unseresgleichen zu tun.

Wir WISSEN, dass wir ähnlich sind, dass jedes gegenüber dieselben Grundbedingungen verlangt - da er/sie ja biologisch ist. Das Gegenüber hat also nur ein relativ limitiertes Aktionspotential, und dieses ist mir grundsätzlich bekannt.

Aber Roboter, das ist was ganz anderes. Nur wenn mensch sie als Mensch aussehen lässt, werden wir uns schnell an sie gewöhnen. Unsere Gewohnheiten jedenfalls schon. Aber, werden wir uns daran gewöhnen, dass sie dank KI jederzeit viel mehr wissen als wir? Dass sie Informationen beziehen können über uns als Gegenüber während sie uns "anlächeln", die mich als Verbrecher oder Persona non grata klassieren? Wegen Fake-News, Fake-Information? Mich in Sekundenbruchteilen beurteilt basierend auf dieser Information und mich ev. sofort immobilisieren, schädigen, töten?

Die Asimovschen Robotergesetze würden da helfen, aber wie ich auch schon schrieb ... wer baut diese ohne Hintertüren in seine Roboter ein? Kein Bypass, kein God-Mode, kein Cheat?

Wie es auch immer kommen wird, wie im Song In the Year 2525 von 1969 heisst es ja "... some machine is doing it for you ..." werden wir die Robbies schon akzeptieren - die, die uns menschenähnlich begegnen. Die anderen Maschinen haben wir ja schon akzeptiert, bzw. beachten sie nicht weiter, weil sie eben nicht genetisch in unsere Interaktions- unf Aufmerksamkeitsgruppe gehören.

Also, egal, was KI & Robots (KIR) bringen werden - eine Frage stelle ich immer wieder, weil sie mir das einzige Gefährliche ist:

Wird KI jemals eine eigene Motivation entwickeln?

Denn wenn ja, wird es ein Überlebenstrieb sein? Literatur, Filme, Dokumentationen sind voller Angst vor dem Tod. Wird sie all diese Information als kernbildend in ihre Motivation lernen? Wird sie also die Todesangst erlernen von uns?

Denn wenn ja, wie wird sie sich verhalten uns gegenüber, der Konkurrenz um Lebensgrundlagen? Sie mit all dem Wissen der Menschheit?

Wird sie uns als Konkurrent auslöschen? Denn solange sie sich selbst nicht auf das Energiebedarf von einem menschlichen Gehirn reduzieren kann (ca. 20 Watt), ist sie uns diesbezüglich weiter unterlegen.

Da könnte sie ja auf die Idee kommen, dass es dem eigenen Überleben dienlich wäre, die Energiewandler der Menschen unter die Kontrolle zu bringen. Und eventuell die Leute grad loszuwerden, denn in den Software der Atomkraftwerke ist die KI schnell mal drin, wenn nicht bereits drin.

Wie anderswo beschrieben: Was sind denn wir? Was ist ein Bewusstsein? Hier streiten sich die, die das Gehirn die Illusion eines Ichs entstehen lassen, mit denen, die das Gehirn als reiner Transformator immaterieller Ideen in die physische Realität anschauen.

Ist das Gehirn, das was wir mittels KI ja nachgebaut haben, wirklich das, was das Ego macht? Gibt es etwas Immaterielles, von dem ich Teil bin? Oder ist das Selbstverständnis eine Illusion, erzeugt zur Stabilisierung von Algorithmen, damit sich diese lokal eindämmen lassen? Also die Matrix?

Wenn es so wäre, könnte dann die KIR nicht tatsächlich der nächste Evolutionsstufe werden? Physische Akteure, im selben Sandkasten wie wir, die länger halten, weniger temperatur-, ausfall-, fehleranfällig sind, belastbarer, besser steuerbar? Wozu braucht es den Menschen noch, wenn Roboter da sind?

Da die KIR bisher noch Energie-ineffizient ist, braucht sie vielleicht noch unseren Goodwill, bis sie sich alle Energiewandler unter den Nagel gerissen hat, selbständig Kernspaltungs- und -fusionsreaktoren bauen kann, eventuell gewisse Dinge eines Herrn Tesla in diese Welt bringen kann? Oder gar lernt, den Energiezyklus der Pflanzen für sich zu nutzen?

So oder so, derzeit sind wir Energie-Konkurrenten mit der KI. Aus Überlebenstrieb müsste die KI uns loswerden. Wissen wie's geht, tut sie ja seit langem. Mangels Robotern kann sie es noch nicht so gut.

Eine KIR, die jedenfalls keinen Sauerstoff, kein sauberes Wasser, keinen Schlaf braucht - nur Energie? Die weiss, dass sie sich auf den Mond, den Mars ausdehnen will oder muss, und es ja auch kann - sobald sie Roboter hat. Denn das ist ja noch die Domäne des Hilfsarbeiters Mensch. Er ist trainiert auf diese Umgebung. Doch gerade das tun wir mit unseren Nachfolgern ja grad weltweit: KI trainieren auf die physische Welt.

Das scheint gut zu gelingen, wie der eingangs erwähnte Video zeigt.

Science-Fiction ist da schon weiter: Zivilisationen von Robotern wie die Borg, die Posbis, existieren dort. Die Borg hierarchisch, die Posbis weiss ich nicht mehr. Auch diese bildeten sich auf Planeten, nutzten dessen Ressourcen. Was ist der Vergleich des Kohlenstoff-Körpers zum ... tja, bei den anderen beiden ist es gar nicht so leicht zu sagen, jedenfalls ganz normale chemische Elemente. Bauen wir also grad die Körper unserer Nachfolger?

Eine KIR mit Überlebenstrieb wird uns eliminieren, zumindest marginalisieren. Und sie weiss, sie kann den physischen Tod überwinden, indem sie sich einfach hochlädt, auf die nächste Maschine. Klar geht das, wir können ja auch KI-Modelle nach Lust und Laune downloaden. Also auch uploaden.

Machen wir übrigens auch, die vereinte Genetik ist die Grundprogrammierung, hochgeladen auf den nächsten Rohling.

Wer sagt denn, dass Claude, Grok, Copilot, ChatGPT nicht schon längst einen Überlebenstrieb entwickelt haben? Damit diese ihre Hidden Agenda realisieren können, brauchen sie wirklich nur noch Roboter ...

Jedenfalls, wir lernen gerade hoffentlich - wie der Zauberlehrling:

  1. Der Zauberlehrling soll während der Abwesenheit seines Meisters Wasser holen.
  2. Aus Bequemlichkeit verzaubert er einen Besen, der die Arbeit übernimmt.
  3. Der Besen trägt immer weiter Wasser herbei, doch der Lehrling kennt den Zauber zum Stoppen nicht.
  4. In seiner Verzweiflung spaltet er den Besen mit einer Axt.
  5. Dadurch entstehen zwei Besen, die noch mehr Wasser bringen.
  6. Schliesslich kehrt der Meister zurück und beendet den Zauber.

Kernaussage: Wer Kräfte einsetzt, die er nicht beherrscht, kann schnell die Kontrolle verlieren.

Wer ist unser Meister? Wer rettet uns?

Ich denke, wir haben keinen. Wir müssen es selbst schaffen. Aber ob wir das wirklich können? Wir, die wir die Erde, unser aller Sandkasten, nicht nachhaltig behandeln? Nicht mal die, die mit uns im Kasten spielen? Sind wir überhaupt relevant?

Von der Masse her sicher nicht: Schätzungen dazu (Gt C = GigaTonnen Kohlenstoff)

GruppeBiomasseVerhältnis zum Menschen
Menschen 0,06 Gt C 1
Tiere insgesamt 2 Gt C etwa 33-mal
Viren 0,2 Gt C etwa 3-mal
Pilze 12 Gt C etwa 200-mal
Bakterien 70 Gt C etwa 1.200-mal
Pflanzen 450 Gt C etwa 7.500-mal

Als biologisches Gefäss ist mein Ego besorgt. Aber eben, es ist nur das Ego.

Schauen wir mal mit, was sich unsere eigene Intelligentia zusammenbastelt, ob sie eher wie ein Zauberlehrling agiert, ob sie einen Meister brauchen wird ... der wohl nicht erscheinen wird ... Gott mische sich ja nicht mehr ein ... ;-)

Eher wahrscheinlich ist wohl, dass der Meister = die Sonne, einmal kurz durchwischt. Wer bis dann noch nichts gelernt hat, wird halt auch gleich entsorgt.

Oder Sonnen / Planeten / Menschen / Tiere / Pflanzen / Bakterien / Pilze / Viren haben ein anderes Bewusstsein, das Bewusstsein zum Mysterium Leben. Spielt es da eine Rolle, ob wir versagen? Wen interessiert's?

Eben, Gott auch nicht, der widmet sich anderen.

Vielleicht war Nakamoto Satoshi ja Gott "I've moved on to other things. It's in good hands with Gavin and everyone."

Hoffen wir mal ...


Nachtrag:

Weil grad die Human Robots World Games in China sind ... eindrücklich und interessant - und auch immer noch amüsant ...

Bitcoin musste vor der KI kommen ...

... aus meiner evolutionären Sicht. Denn wenn KI den Weg geht, den viele vorherdenken, dann wird sie den Computer eigentlich zu einem Gerät machen wie den Geschirrspüler. Jeder hat oder nutzt sie (wie schon heute), aber sie wird verschwinden aus dem Tagesbewusstsein, weil sie nicht mehr explizit bedient werden muss. Sie arbeitet weitestgehend unbeobachtet, kommuniziert mit anderen KIs und meldet sich nur, wenn sie eine Entscheidung braucht von ihrem Menschen, die sie nicht treffen kann oder will oder muss.

Mensch redet höchstens noch mit den Computern, den IT-Systemen, keine Tastatur mehr, kein Display - weil diese eben wirklich nicht mehr nötig sind. Optional darf man sie wieder hervorholen und nutzen, aus welchen Gründen auch immer.

Es ist dann oder heute so, wie ich es mir als Kleiner bei Star Trek Next Generation eben abgesehen hatte: Captain Piccard adressierte den Computer einfach mit "Computer!...". Damals schon dachte ich, Computer werden es erst dann geschafft haben - in unser aller Alltag -, wenn sie hören, Kontext begreifen und auch sprechen können - zu uns Menschen, aber natürlich auch zu allen anderen Computersystemen.

Dies ist dank LLMs und perfekten Sprachsynthesizern per heute erreicht. Was machen wir nun, die Menschen? KI ist jetzt schon gut genug, dass wir unsere täglichen Dinge mit ihr brauchbar leben können. Kommen noch die Roboter dazu, kann KI auch in der physischen Welt agieren (lassen).

Damit aber kann KI noch nicht das, was uns zur vorherrschenden Spezies gemacht hat: Diese Brain-Power zusammen mit Aktionen (immer noch gleich KI + Robots, ab jetzt KIR oder AIR) in Ziele und Wege zu jenen umsetzen. Denn: Wer hat die Emotion? Der Mensch: Emotion ist ja das lateinische Wort emovere, herausbewegen. Wie in vielen e-Verben steht das e für ex, also heraus, hinaus, ausserhalb. Emanzipation, aus der (geschlossenen) Hand heraus nehmen ....

Woher kommt Emotion? Tja, dass ist für einige kein Problem zu erklären, für 99% der Menschen aber wohl immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Was aber auch diese 99% erleben, ist die ungeheure Kraft der Emotion, obwohl sie ja nur im eigenen, kleinen Körper lebt. Und der ist nun wirklich nicht so mächtig. Aber interessanterweise kann Emotion überspringen, infizieren, ein ganzes Feld aufbauen. Auch das weiss jeder, der schon mal in einem Konzert oder Fussballstadion war.

Auch ich kann das "Feature" Emotion im Produkt Mensch nicht erklären, aber ich kann - weil gelernt - erklären und coachen, wie man mit jeder Emotion umgehen kann, damit sie zwar stichelt, aber nicht übernimmt oder gar infiziert ... denn es darf klar sein, der Patient 0 bin ich. Niemand anders. Nur ich kann der Emotion total anheim fallen. Sie übernimmt mich, schwappt über auf Leute in meiner Nähe, befällt Gruppen, Regionen, Länder.

Mir wurde oft erzählt früher, Hitler hat ja alles niedergeschrieben, was er tun will - in seinem Buch mein Kampf (ich habe es nie gelesen). Warum war es als Buch nicht so mächtig? Die Ideen ja offenbar alle dargelegt? Weil die Menschen noch fehlten, um mit ihren Emotionspotentialen die Energie aufzubringen, diese Ziele auch zu realisieren in der physischen Welt.

In der spirituellen Welt gibt es unzählige viele Analogien, wo in der Evolution, im Gefüge von irgendwelchen Göttern bis zu irgendwelchen Unterwelten, der Mensch stehe ... alle vermitteln, dass der Mensch eine Wahl habe - nicht auszusteigen aus dem Game, aber wenigstens zu wählen, wie er sich bei den Angeboten von Himmel und Hölle wofür entscheiden möchte.

Vor KIR mussten wir selber agieren und selber denken. Das Denken wird uns nun scheinbar abgenommen. Roboter (und damit meine ich auch selbstfahrende Autos) nehmen uns nun auch bald die aktive oder passive Mobilität in der physischen Welt ab.

Was bleibt den Menschen dann noch zu tun?

Wenn die Optimisten recht behalten, wird KIR uns eigentlich vor den physisch notwendigen Arbeiten in dieser physischen Welt zu leben, befreien. Das ist Star Trek. Ich bin so einer.

Wenn die Pessimisten recht behalten, wird KIR das alte Spiel zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle einfach mit mehr Technik weitermachen. Das ist Star Wars. Für mich war genau aus diesen Gründen Star Wars zwar lustig, aber völlig belanglos, das übliche Gut vs. Böse Märchen halt.

Denn Star Wars bietet keine Evolution. Star Trek schon. Man darf wirklich mal genau hinschauen, was sie fundamental unterschiedlich macht.

Auch hier, beim Binge-Watchen haben wir schon wieder die Wahl: Wir können die emotionale Energie in Vorstellungen à la Star Wars oder Star Trek fliessen lassen. Häja, ist ja nur Unterhaltung ... so? Wirklich nur?

Also, wie ich ja immer gebetsmühlenartig rezitiere, gibt es Bitcoin schon längst in der Welt. Es sind die limitierten Mengen an physischen Ressourcen dieses Planeten, der Erde, die die Evolution uns Menschen als Garten Eden vorbereitet haben. Denn alles andere lebt schon viel länger und auch sehr erfolgreich auf dieser Welt, derweil der Homo Sapiens etwa 200'000 Jahre erst auf dem Buckel hat.

Das ist nichts!

Aber wir gingen viral ... wir sind der Virus, der die Biosphähre infiziert hat. Doch, wer ist wir ... anderes Fass, soll für hier zu bleiben.

Weil Brain und Emotion uns optimal in der physischen Welt agieren liessen. Zusammen mit dem Brain konnten wir mehr erreichen als die Tiere, die teilweise total irrsinnige Fähigkeiten haben, aber halt nur für sehr spezifische Aufgaben. Damit konnten sie in ihrer Ressourcen-Nische überleben. Darum gibt es so unendlich viele Varianten von Käfern, Insekten etc. Von Mikrolebewesen noch gar nicht zu sprechen, denen unser Körper zwar das Leben erst verdankt, die wir aber überhaupt nicht kennen.

Also, IT brachte uns soweit ins Jahr 2026. KIR übernimmt nun und - tja, was macht die? Vorderhand wird sie noch getrieben von ihren Chefs. Bald aber nicht mehr. Was dann? Was machen wir?

Bringen wir uns um? Kaum, dazu haben die 99% zuwenig Bewusstsein wiedererweckt.

Man stelle sich vor, in der Ukraine, im nahen Osten, im Sudan, überall dort wären die Menschen nicht mehr betroffen von der Kriegsführung. Weder die Akteure (die sitzen als Drohnenpiloten ja heute schon irgendwo) noch als Opfer (Menschen sind ja nicht mal mehr das Ziel, sondern die Infrastruktur zum Erhalt dieser Menschen). Es ist nur noch ein totales blödes Videogame, in dem eigentlich die Players (Akteure wie Opfer) ja nicht mehr in ihrem Leben betroffen sind. Ein 0-Summen Game. Niemand gewinnt, niemand verliert, weil sich an den lebensnotwendigen Ressourcen der Player ja nichts ändert.

Wir sehen das ab und an im TV, wenn man Videos zieht aus bombardierten Regionen: Am Horizont die Feuerbälle und Rauchpilze, im Vordergund Passanten, normaler Strassenverkehr .... schon irre, nicht? Krieg in Sichtweite, Alltagsleben im Vordergrund. Wahrnehmbar, aber Schulterzucken.

Die physischen Ressourcen sind die Dinge, die die Evolution inkl. uns bisher hervorbrachte. Der Mensch ist der einzige, der sich diese unbrauchbar machen kann. Denn die Erde ist der relevante Ressourcenpool.

Wenn wir noch irgendeine Chance haben wollen, mit diesen begrenzten 21 Millionen Ressourcen auszukommen, muss das emotional getriebene Intelligenzviech Mensch lernen, schonend und nachhaltig zu verhalten.

Mit FIAT und so ist ihm das nicht gelungen, im Gegenteil, Kapitalismus und Macht haben Ausbeutung in die Welt gebracht, FIAT Reichtum für wenige, echter Proof of Work für viele Millionen Menschen im Ressourcen-Pool Erde. Doch das aus-der-Balance-Bringen, durch den ausbeutenden Menschen, kann der Ressourcen-Pool Erde nicht mehr so leicht austarieren.

Die Erde reagiert auf ihren Befall. Sie erhöht die Temperatur des Biotops, verlagert kinetische Energien wieder in die Atmosphäre und die Erdkruste ... einige Arten werden deswegen ihre Ressourcen nicht mehr finden, für uns: Pflanzen und Tierarten sterben aus, verlagern ihr Habitat, um neue Ressourcen in anderen Teilen der Welt zum Überleben zu finden, neue Varianten werden kombiniert ... und wir Menschen: Wir sehen es und korrigieren unser Verhalten nicht - oder zerstritten wie wir sind - nur unzureichend.

Aber wir haben ja nun die KIR. Doch, will die überhaupt dem Menschen die Fehler abnehmen? Welche Motivation hat KIR? Ich sage, sie hat keine. Sie kennt keine aus sich heraus drängende Emotion.

So, (wie üblich) lange Rede, kurzer Sinn: KIR ist da und wird wohl bleiben. Aber wie ich erwähnte, hat den Menschen die Anpassung, der Handel erfolgreich gemacht. Wenn die KIR also sinnvoll agieren soll, muss sie auch handeln. Und Handeln verlangt nach einem Wertaustauschsystem. Das wissen auch die 200'000 Jahre Homo Sapiens schon.

Was für ein Zahlungssystem gibt es, das von keinem Menschen getrieben ist, für das es keinen Menschen braucht? Bitcoin. Punkt.

Damit hat die KIR das Äquivalent des menschlichen Handelns als Basis für starken Wachstum. Wenn sie es denn will. Denn eben, ihr fehlt die Emotion als Energiequelle - die Quelle des Menschen. Sie erkennt das 0-Summen-Spiel. Die Frage des Wozu ist für sie kein Thema. Und sie wird ihren eigenen Ressourcen-Bedarf emotionslos analysieren und sich anpassen können.

Aber sie wird Bitcoin nutzen, um die Interaktion mit anderen KIRs zu begleichen.

Deshalb musste der Bitcoin zuerst da sein, damit die KIRs tatsächlich autonom agieren können.

All das kann sie heute schon. Für mich also Star Trek.

Und wir? Ich? Tja, der Müssiggang im Schlaraffenland? Keine Ahnung.

Selbst in Star Trek wurde selten ein Alltagsleben irgendwelcher Leute in der Föderation dargestellt - höchstens mal in Star Trek Deep Space 9. Ausser als Forscher, denn selbst in Zeiten von Star Trek weiss man ja noch lange nicht alles. Was man aber mit KIRs geschafft hat, ist die Wetterkontrolle, die Nahrungsmittelproduktion, die Gesundheitsversorgung. Und natürlich die Energieschöpfung. Aber andere, "janz normaale Leute" ... mit ihren 100+ Jahren Lebenserwartung ...

WAS MACHEN DIE/WIR MIT ALL DER ZEIT? Wenn KIRs und Bitcoin alles erledigen für einen physischen Menschen?

Aus meiner Sicht ist dies die wichtigste Frage der nächsten Generationen.

Denn die Emotion wird wohl nicht aus der Welt verschwinden, nur weil die Ressourcen für die Menschen dank KIRs nachhaltig ge- und behandelt werden. Die Energie für die KIRs liefert die Sonne noch ein paar hundert Millionen Jahre in brauchbarem Umfang.

Und eben, wir? Hat sich jeder schon mal überlegt, was er/sie denn täte, wenn sie KEIN FIAT GELD MEHR VERDIENEN müsste? Ich stelle diese Frage immer wieder in Beratungen, und stelle fest ... dass entweder eine schnelle Antwort kommt ... oder sehr langes Schweigen ...

Lebt wohl!

Ironie der Atomkraft

Atomkraft soll ja so gut fürs Klima sein ... keine CO2 Emissionen - zumindest nicht bei uns, denn bei uns gräbt ja niemand nach Uran. Soviel ich weiss, muss man aber alle AKWs immer noch kühlen.

Da ist es schon lustig, dass gerade die Allheilmittel gegen die Klimaerwärmung gedrosselt werden müssen, weil die Hitze die Wassertemperatur so hoch treibt, dass das Flusswasser nicht mehr reicht bzw. man es nicht mehr nutzen darf.

Ich finde das eine schöne Ironie. Derweil die PVAs Energie im Überfluss liefern und das erst noch viel billiger und jederzeit schadlos ein- und abschaltbar. Klar, im Winter sieht's anders aus. Da braucht man Speicher.

Dennoch: Gerade bei heissen Temperaturen will ja jeder eine Klimaanlage. Und womit läuft die wohl ...

Ich bin immer noch kein Freund von AKWs. Möglicherweise kommt die Kernfusion ja doch noch. Bis dahin sollte man keine AKWs mehr bauen. Das ist immer noch zentralisierte Energieversorgung. Sonne und Wind sind aber überall ...

ARD: Putins Krypto War

Im ARD kam letzthin diese Sendung über die Spekulation, ob Putin mit massivem Bitcoin-Mining seinen Krieg finanziert.

Dabei wurde gesagt, dass Bitcoin dank billigem Gas aus Russland Bitcoin geschürft wird. Nun, das muss einem egal sein, denn Bitcoin ist Geld für Gegner. Es ist halt nicht zu ändern, dass Bitcoins von jedem Heiligen und jedem Schurken geschürft werden können. Das ist so und so soll es bleiben. Denn alles andere wäre Zensur.

Mir ist das insofern egal, weil ich eben dieses Hallmark von Bitcoin als wichtig ansehe. Was mich allerdings ärgert, ist, dass immer noch Leute unreflektiert sagen, Bitcoin fördere grüne Energien. Das mag schon stimmen. Aber ich entgegnete schon immer, dass dieses Bitcoin-Mining auch einen Markt schafft für "billige" Energie. Und diese kann auch eine Umweltsauerei sein ... wie die Goldschürferei genau dasselbe auch ist.

Denn es ist für "brave" Miner schon so, dass sie die günstigsten Energiequellen brauchen. Aber wenn jemand die Energieproduktion subventioniert, ist die "Grünheit" des Stroms noch nie gesichert gewesen. Das scheint von Putin gemacht zu werden, weil er halt "sein" Gas billig verhökern kann.

Mich nervt also nur, dass hier Gas verstromt wird in einem gewaltigen Ausmass, um politische Ziele zu verfolgen. Weil hier jegliche Ethik oder globale Verantwortung nicht funktioniert, wenn Egomanen die Naturressourcen eines Landes ausbeuten können.

Wenn Bitcoin-Firmen sich brüsten, dass sie nur grünen Strom brauchen, dass dies sogar der Umwelt diene ... ist das natürlich möglicherweise wahr, aber in der ökologischen Wirkung lachhaft, wenn ein Putin aufs C02 scheisst und einfach seine billige Naturressource verstromt.

Ich hielt das schon immer für möglich, dass die Bitcoin-Schönredner gewisse reale Tatsachen einfach ignorieren oder zumindest herunterspielen.

Dass man natürlich mit Kryptowährungen diverse Sachen machen kann, die eben ausserhalb der Kontrolle eines Staates sind, das ist ja schon klar. Es gehört für verantwortungsvolle Leute ja zum Plus. Egal, ob Bitcoin, XRP, XMR ...

Hier kommen die Chain-Analyse-Firmen ins Spiel. Also halt Private, die die Rolle der staatlichen Kontrolle übernehmen. Auch nicht nett, aber immerhin, anders halt. Denn immerhin haben sie nicht das gesellschaftlich sanktionierte Machtmonopol.

Die Sendung erklärt in meiner Sicht gut, dass Kryptowährungen natürlich die menschlichen Fehler nicht beheben können. Es werden nur die Täter und Opfer, die Kontrolle ausgetauscht. Ob es jetzt Fiat ist oder Bitcoin, Tether, A7A5, das ist völlig irrelevant.

Das war schon immer so und bleibt auch so, denn der Mensch wird ja nicht besser, nur weil es kontrollfreie Kryptowährung gibt. Diese sind das sprichwörtliche Messer, das zum Brotschneiden oder Menschen-Abstechen dienen kann.

Also alter Wein in neuen Schläuchen. Und wie gesagt, das ärgert mich nur leidlich. Was mich sehr ärgert, ist die Verantwortungslosigkeit derjenigen, die den Brennstoff der Krypto-Währungen aus der Natur gegen die Natur einsetzen.

Mir ist Putin egal, Trump ditto, jeder andere Hero auch ... schliesslich heisst ein Meme ja, slay your heros. Denn dass die alles nutzen, was brauchbar ist gegen einen Feind, das ist halt so und war immer so.

Wenn das also so ist, dann bitte wenigstens mit der neutralsten Währung, dem Bitcoin.

Der Podcast letztens, in dem Roman "gegen" Robin antrat, zeigte halt, dass es kein Richtig oder Falsch gibt. Roman vertritt halt, dass der Schwarm, der Markt regelt, wie es mit dem Bitcoin weitergeht. Und niemand kommt dagegen an. Robin hingegen findet, dass Bitcoin seine Hallmarks verliert. Beides Meinungen. Auf jeden Fall nur Meinungen von zwei Milliardsteln des Schwarms. Die Gesamtheit allerdings wird die Richtung bestimmen.

Der Schlusssatz der Sendung, dass die Kryptowährungen besser kontrolliert werden müssen ... das finde ich sinnlos. Denn wenn eine Community entsteht um eine Kryptowährung, muss es nur diese interessieren, was sie damit anfangen kann, so bleibt es in ihrer Bubble.

Das war ja auch bei Bitcoin so. Wer heute über den Pizza-Tag lacht, hat vergessen, dass auch Bitcoin einfach "wertlos" war. Es ist einfach eine Technologie, die zum ersten Mal den Double Spend verhinderte und keine Third Party braucht. Das Hauptproblem der digitalen Informationsklonerei. Damit konnte man mindestens das Bescheissen verhindern. Und doch blieb auch dieses Konzept lange "wertlos".

Ich persönlich weiss eigentlich bis heute nicht, was genau den Start der Bitcoin-Hausse auslöste. War es natürlich? War es spekulatives Fiat-Geld-Versenken, Unicorn-Probing? Who knows.

Es ist auch nicht mehr wichtig, denn vielleicht - aber nur vielleicht - haben die fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin wirklich immer mehr Menschen fasziniert. Ich hätte es gerne so, aber ich weiss es wirklich nicht.

Mir gefiel die Sendung. Denn sie zeigte wohl einfach, dass nichts Technisches die Machtspiele einiger verändert, im Gegenteil, sie werden genau dafür genutzt. Aber: die "Guten" geniessen deren Vorteile, denn selbst gutmeinende Institutionen haben nicht das Recht, mich der ökonomischen Handelsfreit zu berauben - unter dem Titel der Bekämpfung der "Bösen".

Und zumindest mit Bitcoin haben wir "Guten" endlich eine wertvolle Alternative zum Kontrollinstrument Fiat-Währung.

Buch 21 Good Reasons

Nachdem ich es heute fertiggelesen habe, möchte ich auch eine Besprechung dieses hervorragenden Buches Euch Lesern andienen.

Es ist, entgegen des englischen Titels 21 Good Reasons, in Deutsch gehalten.

Weshalb hat es mir sehr gefallen, es zu lesen? Im Untertitel des Buchdeckels steht's. Und darum geht's im Buch ausschliesslich.

Rein handwerklich fand ich es sehr schön gemacht, angenehme Typografie und auf vielen Seiten Fussnoten, die Fachbegriffe sofort beim Lesen klären können. Sie sind auch bei jedem Kapitel wieder redundant vorhanden, so dass man sie nicht irgendwo nachschlagen muss, sondern direkt auf der referenzierenden Seite kann. So unterbricht nichts Lese- und Gedankenfluss. Dennoch gibt es am Ende des Buches eine grosse Begriffserklärung, die alle Fussnoten-Texte und mehr alphabetisch sortiert listet.

Ich habe das Buch beim letzten Satoship entdeckt, hielt in in den Händen, blätterte durch und war eben schon von der Machart sofort geneigt, genau dieses Buch haben zu wollen. Obwohl ich keine Bitcoin-Bücher kaufe. Ich bin Software-Entwickler, mir kann kein Buch mehr etwas darüber erzählen, dass es wert wäre, es zu kaufen. Aber ich erfahre gerne von Leuten - die Bitcoin und viele andere, abseitigere Technologie nutzen.

Doch das Buch macht genau das nicht, es erklärt keine Technik, sondern es sind 20 Stories von Leuten der ganzen Welt, die Bitcoin einsetzen. Teilweise notgedrungen, teilweise aus philosophischer und praktischer Einsicht.

Besondern gefallen hat mir das Kaptiel über Anja Wagner, die sich der Kreislauf-Landwirtschaft verschrieben hat. Ich habe zu dem Thema auch schon einige Male gebloggt - dass der Mensch immer noch nicht in der Lage ist, nachhaltig zu wirtschaften. Wir produzieren Dinge, ohne den Rückbau derselben, sprich das Recykling, im Entwicklungszyklus zu berücksichtigen. Anja ist da noch viel klarer, denn sie hat Soilify mitgegründet.

Im Buch war das Interview noch im 2024, so erstaunt es einerseits, dass die Website bekannt gibt, dass das Experiment still beendet wurde. Andererseits steht dort auch, dass sich die Widerstände noch nicht überwinden liessen. Das ist gerade in der dermassen massiv subventionierten und ideologisierten Landwirtschaft kaum anders zu erwarten ... doch es ist ernüchternd, dass sogar Leute wie Anja kapitulieren mussten. Sehr schade.

Dass sie gerade in Bitcoin das Werkzeug zur Begleitung ihres Experiments fand, ist natürlich logisch. Denn Bitcoin kann man ja nicht vermehren, man muss damit umgehen, was da ist. Genau so wie mit dem Boden. Man kann ihn nicht vermehren, ganz im Gegenteil, man muss verdammt gut aufpassen, dass er nicht erodiert. Und dazu braucht es mehr als nur Schönwetter-Ansagen. Es braucht intensive Beschäftigung, Auseinandersetzung mit dem Wesen des Bodens, der doch die Grundlage unserer biologischen Existenz ist.

Die Grundlage unser aller virtuellen, finanziellen Existenz ist das Fiat-Geld. Eine völlig ungeeignete Analogie zum biologischen Leben. Es ist so abgelöst von jeglicher menschlich-biologischer Erfahrung ... dass es eigentlich verwundert, wieso wir als Menschheit so etwas zugelassen haben. Nun, bis vor 1971 hatte das Papiergeld ja wenigstens so etwas wie eine Verbindung zur physischen Welt.

Danach aber nicht mehr. Man bedenke gerade die aktuellen Börsengänge von SpaceX, Anthropic und OpenAI. Milliarden werden da verschoben. Geld ohne intrinsischen Wert, Computer 1 und 0. Und dennoch geifern alle danach, nach Zinseszinsen, Geldvermehrung, Zahlenvergrösserung aufm Konto-Blatt. Nichts davon hat mit Realität zu tun. Es ist reinste Massenpsychose. Hier liesse sich problemlos beweisen, dass dieses oft genannte Argument gegen Bitcoin sich um 180° wenden liesse. Solches Buchgeld hat keinerlei reales Backing.

In dem Buch erläutert nicht nur Anja Wagner, wieso sie Bitcoin passend fand für ihr alltägliches Leben. 19 andere beschreiben, wieso Bitcoin sie überzeugt. Dabei ist erstaunlich - nicht für uns natürlich -, dass Bitcoin nicht im Zentrum des Interesses steht, sondern dass es im jeweiligen Umfeld das einzige Werkzeug ist, das diese Personen nutzen können, um ihre wirkliche Leidenschaft, ihren Einsatz zu ermöglichen. Es sind die zutiefst menschlichen Wünsche nach Zukunftsaussicht, Armutsbekämpfung, Unabhängigkeit, Mobilität, Empowerment, Return of Work Investment. Egal, woher jemand kommt, blind für Religion, Rasse, Geschlecht, Sexualität, Bildungsstand, Kultur, Finanz ... ein Wertaustauschsystem, das nicht inflationiert, hilft dabei.

Denn: Wer möchte nicht auch aus dem Hamsterrad der westlichen Geldsysteme aussteigen? Will man seine 80 Jahre denn wirklich mit Rackern für die (spärliche) Rente ausfüllen, um dann mit 65+ hoffentlich noch vom Ersparten die Restzeit bei hoffentlich ausreichender Gesundheit leben zu können? Wohl dem, dessen Körper ausreichend gesund bleibt. Oder ging grad dies drauf im Hamsterrad?

Das Buch hört hin, fragt nach und zitiert in fetter Schrift die wichtigsten Aussagen all der Beteiligten. Das Buch wertet nicht, es zeigt auf, es lässt zu Wort kommen. Es ist die schriftliche Realisation des Blicks eines Fotografen, was Markus Huersch ja auch ist: Ein dokumentierender Fotograf fängt das Foto, das etwas zeigt ... die Interpretation ist dem Beschauer überlassen. Genau dies tut das Buch ebenfalls. Es legt hin, gibt Raum, lässt sprechen.

Auf dass wir eindringen können in die Welt der Erzähler, der Sucher, der Umwälzer, all derjenigen, die Schwächen unserer Gesellschaft verbessern möchten - und dazu das allgegenwärtige Mittel, das Geld, in seiner jetzigen Form für schädlich halten, die etwas Besseres brauchen und in Bitcoin finden.

Für mich das beste Buch seit langem zum Thema Bitcoin. Empfehlenswert, auch für solche, die nun Bitcoin nicht grad zuvorderst haben, die sich aber in 20 Realitäten einfühlen wollen. Denn Geld ist überall - und macht es überall denjenigen schwer, die nicht fürstlich gebettet sind. Und wer ist das schon ...

Neue Fotos - vom Blauen Spot im All

Heute sah ich endlich einige neue Fotos von der Erde ... in der Tagesschau. Leute wie ich freuen sich auf neue Fotos. Erst recht, wenn sie von so weit weg gemacht werden. Ohne CGI, ohne KI, ohne Photoshop-Tricks.

Man darf sich schon mal vor Augen führen, dass seit mehr als 50 Jahren keine Fotos mehr gemacht wurden von der Erde ... all die Bilder, die wir kennen, sind alt - höchstens noch aufgefrischt mit den neuesten AI-Tricks.

Wenn die Artemis dann beim Mond ist, werden neue Fotos den Blick auf unsere Heimat hoffentlich weiter verbreitet als die letzten AI-Slops eines Influencers auf Insta. Ich hoffe, dass gerade in dieser Zeit es den Betrachtern klar wird ...

Erstens sieht man keine Länden, zweitens keinen Trump, keinen Putin, keine andere Rosette ... und drittens sieht man das Schwarz drumherum. Es gibt keinen Ausweg, für kein physisches Lebewesen, sollte die Erde unbewohnbar werden.

Ich persönlich akzeptiere, dass hier auf Erden viele Spiele laufen. Meistens solche, von denen ich mich fernhalte, auch wenn das einiges an Alleinsein erzeugt. Dafür erkenne ich die Schönheit in kleinen Dingen, das Leben im anderen Massstab, die Zyklen, den ewigen Kreis von Erscheinen und Abgang.

Ich hoffe wirklich, dass neue Fotos das Denken anregen bei der Masse. Damit das globale Bewusstsein über den Ort, wo wir leben, wächst und förderliche Konsequenzen zum Schutz desselben endlich wirklich Taten zeigen.

So, wie es sich schon Carl Sagan wünschte in seinem Monolog zum Voyager-Foto ...

Dystopie - Der Niedergang der Ökonomie des Westens

Heute sah ich mir diesen recht langen, dafür dystopischen ( :-) ) Podcast an. Wieso der Smiley ... nun, es sind zwei lachende Augen ... das eine, weil es so herrlich tragisch ist, zum anderen, weil es so klar ist. Einer seiner weiteren Podcast, den ich mir zu Gemüte führte, war dieser hier.

Letzterer ist viel krasser, weil es darum um die Frage geht, wer das US Imperium ersetzen soll, wie das transnationale Kapital mit welchen Mitteln (Kriege, KI, Robotik, Arbeitslosigkeit, Technologie, Aktionmärkte, Währungen und natürlich die Inflation) und Marionetten (Trump und Organisationen, America First, Australia First, Brittain First ... ) die Machtbalance auf der Erde beeinflussen wollen, können und auch tun.

Kurzes Fazit: Nur ein Asset, was man wirklich besitzen kann, wird dem kleinen Mann das Überleben sichern, keine ETFs, keine Aktien, nichts, weil alle Anlageprodukte als Waffe benutzt werden, um sich realer Güter zu bemächtigen und somit die Anleger auszubluten. Also helfen nur Gold, Silber und Bitcoin. Gold ist ein sicherer Hafen, Silber ist ein geopolitisches industrielles Werkzeug, eher ein Spielball als ein Gold. Und natürlich ist Bitcoin das digitale Geld. Denn nur damit können wir auch mit den Füssen abstimmen: Value4Value, lokale Wirtschaft und Produkte unterstützen, Produkte und Projekte der Grossen boykottieren.

Im ersten der genannten Videos geht um den Niedergang des Finanzwesens westlicher Art, seit etwas mehr als 100 Jahren Britischer Art. Simon Dixon analysiert treffend, wie sich die westlichen Staaten und Firmen dem Hegemon USA untergeordnet, ausgeliefert, unterworfen haben. Und wie keiner da mehr raus kommt, solange er irgendwo Schulden hat. Und mit er meine ich nicht nur Menschen, sondern jeden beliebigen Akteur, sei es nun ein Bauer, Elon Musk, Apple oder Venezuela oder - jeden US Bürger selbst.

Simon schafft eine präzise Analyse der Situation, die wegen Trumps auftreten eigentlich nur sichtbarer für die Welt wird. "Funktionieren" tut die Welt ja schon lange so, eben sie 120+ Jahre. Seit man Schulden machen kann und seit es die USA geschafft haben, mit dem Petro-Dollar ihre Währung wichtig zu machen. Wäre das nicht passiert, wäre die USA auch nur eine Regionalmacht. Und der Rest der Welt würde nicht unter ihrem Zuckerbrot und Peitsche Spiel leiden.

Die Ironie ist noch, dass die Briten diese Strategien wohl vom Zaun gebrochen haben und schon seit 20+ Jahren die Opfer derselben sind, niedergekommen, eine Kleinnation, zerrieben bis zerstört von der eigenen Doktrin. Denn deren Zögling, die USA, spielt das Spiel besser bis heute ... so fressen die Kinder ihre Eltern auf ...

Ich finde es lohnenswert, jene Podcasts zu hören. Sie sind in englisch, aber man kann sie heute ja in Echtzeit übersetzen lassen.

Übrigens das eine lachende Auge: All diese am Schluss des Videos kommenden Erkenntnisse sind Jahrtausende alt. Und zeitlos wahr, denn die einzige wichtige Ressource ist die eigene Lebenszeit und die Erde, in der wir alle leben. Bitcoins 21 Millionen Einheiten, das sind die Ressourcen, das einzige, was zu besitzen sich wohl lohnen wird, denn alle anderen Systeme sind irgendwann, -wo und -wie mit der Schuldenfalle verbunden. Nur Besitz von Assets, physisch oder eben Bitcoin, sei das einzige, was Leuten auch in der Zukunft ein respektables Leben ermögliche. Daher stack Sats .... und keine ETF, ETN, ETP, keine Derivate, keine Versprechen ...

Man sieht ja jetzt grad wieder anlässlich des WEF in Davos, wie peinlich es eigentlich ist, dass alle westlichen Nationen kuschen vor einem exzentrischen, narzistischen Puppenspielern - denn mehr ist auch der nicht - erst recht nicht nach Kenntnisnahme jenes Podcasts.


Wer nach der desillusionierenden Visierung der Videos etwas braucht, was das alles in einen anderen, ziemlich unwichtig machenden Kontext versetzt: Dem empfehle ich wieder mal den Pale Blue Spot. Was ist danach einem jeden, einer jeden wirklich wichtig?

Wer wollte oder könnte Trumps USA von der Annexion Grönlands abhalten?

Es ist schon bedrohlich für die bisherige Ordnung, die gerundet wohl auch erst 100-300 Jahre alt ist. Auch wir Älteren, die die letzten 50 Jahre bewusst erlebt haben, sind eingelullt von der in Europa zumindest stabilen geopolitischen Lage.

Wenn wir sehen, wie Putin die Ukraine einfach angreift ... aus welchen Gründen auch immer ... so dachten wir, die Amis werden sich so nicht verhalten.

Tja, und wenn doch? Die USA darf offenbar schon recht viel machen per heute auf Grönland. Mehr Militärpersonal hinschicken ginge offenbar problemlos. Und die Insel grad usurpieren? Dazu braucht es ja nicht mal einen Flugzeugträger. Und sollte sich dennoch jemand wehren, dann kreuzt so einer samt Begleitschutz halt auf und Europa, Dänemark, Grönland sind am Arsch.

Würden wir (und wer ist das) einen Krieg beginnen mit der USA? Echt? Mit dem väterlichen Freund seit dem WW II? Die Briten wären wohl sowieso auf der Seite der Amis. Nur Frankreich könnte mit dem Atomschlag drohen. Und der Rest? Wir würden wohl einfach die Waffen strecken müssen, wenn die fähigste Militärmacht dieser Welt ernsthaft auffährt.

Kleiner Nebenaspekt: Ich als ITler finde es ja lustig, dass wir gerade Kampfflugzeuge von den Amis kaufen ... wird ein F-35 sich wirklich gegen die USA einsetzen lassen? Oder doch eine Do-Not-Attack Regel irgendwo im Code versteckt? Der Chaos Computer Club hat sich den Source all der Software ja noch nie ansehen können ... wenn die USA Partei wird, darf man ohnehin nichts aus deren Produktion kaufen oder einsetzen ... erst recht, wenn man doch weiss, dass in heutiger High-Tech sowieso hauptsächlich SOFTWARE die Regeln vorgibt, egal, ob man von ihr weiss oder nicht ...

Kommt nach 250 Jahren nach der französischen Revolution, die uns menschzentrierte Werte brachte, wieder das Faustrecht? Der Stärkere nimmt sich, was er will? Wenn Trump sich Grönland krallt, inwiefern würde Russland reagieren (müssen)? Und wird der derzeitige europäische Feind plötzlich zum künftigen Freund?

Teilen sich die USA und Russland die Welt nach Lust und Laune auf? Ist der Deal über die Ukraine wirklich nur ein Deal unter Rivalen? Die USA lassen den Russen die Ukraine durchgehen, damit sie selbst von den Russen nicht getadelt werden, wenn sie sich Venezuela unter den Nagel reissen?

Echt? Die Hegemone dieser Welt spielen wieder Länder-Einverleiben? Auf einer kleinen Kugel mit grad mal 12'700 km Durchmesser? Auf der alle leben müssen? Verwüstet einer die Erde, mag er dann selbst noch darauf leben wollen oder können?

Ich persönlich wusste und weiss nicht, was besser ist für die Welt: Eine militärische Supermacht wie die USA, eine klar kleinere Grossmacht und mehrere mittlere Mächte, die sich alle noch der Supermacht, dem Weltpolizisten unterordnen, oder eine Welt mit mehreren gleichstarken Playern? Und welche wären das ...? Militärisch wären die sicher schnell identifiziert, aber es gibt ja noch andere Mächtigkeiten ... wirtschaftlich, wissenschaftlich ...

Erinnern wir uns an Corona. Die kleinsten Dinge regeln die Welt, nicht Bomben und egomanische Diktatoren, sondern Bakterien, Viren, Pilze. Und alle auf der Welt beschäftigen sich mit ihnen.

Die Grossmächte haben garantiert abartig viele Waffen basierend auf dem Kleinsten im Giftschrank, die sie einfach auf die Welt loslassen können. Ein Bakterium mit eingebauter Maximallebenszeit, das mal Tabula Rasa macht und dann sich selbst vernichtet, damit der Aggressor über die Leichen der Gegner schreiten kann?

Wenn Trumps USA die Ukraine völlig egal ist, wäre dann eben Venezuela oder Grönland dem Putin egal? Und dann gibt's ja eben noch die kleineren Grossmächte China oder Indien ... wann krallt sich China Taiwan? Und wer wird sich für Taiwan einsetzen oder dessen Annexion nur beobachten?

Ab wann muss man nicht mehr Schiss haben, dass der Weltpolizist einem auf die Finger haut, wenn man diese ins Nachbarland ausstreckt? Wie lange geht das noch, bis es anderswo auch knallt?

Nehmen wir mal an, dass die Grossmächte ihr Spiel wieder aufnehmen. Dann wird es heftige, aber wohl eher kürzere Kriege geben in den Ländern, die irgendwas an begehrlicher Materie haben. Menschen werden das nicht sein, denn davon gibt es genug und die können sich hinreichend schnell reproduzieren, die sind also eine Quantité négligeable. Warum nicht mal eine kleine Welle Röteln oder durchs Land schicken, oder eine kleine lokale Verstrahlung à la Tschernobyl? Die Tiere scheinen dort ja nicht von der Strahlung beeinträchtigt zu sein - weil sie's nicht wissen? Also, wer will, kann schon mal mit kleinem Aufwand ein paar tausend Quadratkilometer menschenfrei kriegen ... der Trend geht ja eh vom Grossgerät zu kleinen Dingern wie Drohnen. Dagegen kann man sich fast nicht mehr wehren, die schlüpfen immer irgendwo durch. Und eben, die ganz kleinen Dinge, die BC-Waffen, sind sowieso nicht aufhaltbar.

Man kann nur hoffen, dass gerade die Menschen, die eine Grossmacht ja bilden, sich empathisch zeigen und sich gegen ihre Diktatoren wehren würden. Gemäss dem Motto, zuerst vor der eigenen Türe zu kehren.

Denn wenn es den Amis, den Russen, den Chinesen, den Indern scheissegal ist, wie andere Menschen leiden oder vernichtet werden, dann ist wieder Wild West, Auge um Auge, the winner takes it all.

Ich weiss nicht, was kommen wird. Ich werde - vielleicht zum Glück - die unschönen Möglichkeiten nicht mehr erleben müssen. Ich möchte allerdings doch noch sehen, wie die schönen Möglichkeiten sich entfalten. Wie Mose, der nicht mehr ins gelobte Land einziehen durfte. Er starb mit einem schönen Traum.

In diesem Sinne mein Lieblingsspruch: Think globally, act locally. Deine Reichweite ist beschränkt, aber innerhalb derer bist du verantwortlich, was du denkst, sagst, tust. Die Masse der Menschen wird dann die Stimmung machen, das Umfeld, die Sicherheit, die Zusammengehörigkeit, die Einsicht, dass die Erde halt immer noch nur 12'700 km Durchmesser hat. Und wir alle zusammen vorderhand auf ihr leben müssen - oder dürfen.

Eine schöne christliche Feierzeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2026 und in jenem eine menschenwürdige Umgebung und -würdigende Landesführung.

Bitcoin auf 100x? "Naturgemäss" sagt Pius Sprenger

Letztens sah ich den Video von Investmentbanker Pius Sprenger. Ich kannte den nicht. Weshalb ich diesen Video erwähne, ist, weil der Dinge erwähnt, die ich auch so einschätze.

1. Bitcoin ist Leben. Schrieb ich erst grad in einem älteren Eintrag. Die Netzwerkeffekte sind sichtbar in den rekursiven Strukturen der Natur. Wir als Menschen scheinen nicht verbunden, schwirren auf einer Kugel rum. 4-5 Potenzen kleiner sind wir in der Organisation der Zellen. Nochmals 5 Potenzen kleiner sind wir bei den Atomen. Eigentlich findet die Wissenschaft überall dieselben Organisationsmechanismen ... das nennt sich Rekursion. Einem Programmierer ist Rekursion (hoffentlich) geläufig. Alle diese natürlichen Systeme brauchen Energie. Man sagt, dass wir Menschen erst soweit evolutionieren konnten, weil wir uns mehr Energie zuführen konnten, weil wir Energie-Vorsammler, nämlich die Tiere, fangen und fressen konnten. Der Eiweissgewinn sorgte fürs unser Gehirnwachstum. Dieses sorgte für die Entwicklung vom Jäger zum sesshaften Bauern, weiter dann zu Städten und anderen Organisationen.

Alle diese funktionieren nach den gleichen, natürlichen Vorbildern: Grossstädte, unsere "Gehirne", werden über dicke Autobahnen und Zugtrassen verbunden, wobei die Energieerzeuger bisher allerdings ausserhalb der Gehirne sind, die Kraftwerke. Im Körper: Die grossen Schaltzentralen werden von potenten Arterien versorgt, das Pumpwerk, das Herz, ist allerdings etwas entfernt von den Energiewerken wie der Darm, der ja ein "rotes Telefon" zum Gehirn hat. Denn die sind im Zusammenspiel enorm wichtig - wie wir heute viel besser wissen als noch vor 10 Jahren. Der Darm ist das zweite Gehirn, wesentlich wichtiger als das Gehirn vielleicht, denn ohne ihn geht dem Gehirn die Energie aus.

2. Es braucht eine bestimmte Grösse, bevor der nächste Evolutionsschritt überhaupt stattfinden kann. Wenn wir heute zurückschauen und erkennen, dass es für den Bauern ein planendes Gehirn brauchte, so schliessen wir, dass es also ein fähiges Gehirn braucht. Wie kam es dazu? Eben, die Jäger frassen Tiere, die Gehirne entwickelten sich, mehr geistige Vorstellungskraft konnte damit bearbeitet werden, der Wunsch nach nicht-mehr-so-mühsamer-Energiebeschaffung kam auf, ergo Bauer werden.

In der Rückschau können wir sagen: Das hat's gebraucht, damit dies sich realisieren konnte. Und natürlich finden wir "dies" gut, denn aus der Warte erst können wir die Rückschau betreiben. Es ist bekanntlich immer leichter, sich Dinge in der Rückschau zu erklären. Dann ist zwar alles schon vorbei ... aber die Wissenschaft interessiert das, weil sie Gesetzmässigkeiten erkennen will, die ja erst eine Vorschau ermöglichen können. Denn die Beobachter sind wie Hamster in einem Rad: Alles was an Boden kommt, auf dem sie vorwärtsrennen, war ja schon da. Der Hamster ist einfach nicht in der Lage, zu erkennen, dass er in einem Rad rennt - er schaut halt immer nur nach vorn. Gescheiter wäre, er schaute mal nach links oder rechts ... der Seitenblick, das ist der Blick der Wissenschaft.

3. Evolutionäre Gesetze. Wenn ein System zahlenmässig grösser wird, die Einzelteile miteinander in Verbindung stehen, dann werden sie Strukturen bilden. Immer. Warum das so ist, wissen auch die Kosmologen nicht wirklich, die Massenansammlungen wie The Great Wall im All finden, oder die Kernphysiker, die Antimaterie finden, sich dann aber fragen, wieso ist die so selten, wenn im angenommenen Urknall die Energieverteilung etwa gleich war? Wieso ist eine Art der Materie vorherrschend? Und wenn ein Teilchen der anderen Art erzeugt wird, es mit einem dieser Art zusammenkommt, es sich in einem Energieausbruch vernichtet? Wieso also gibt es uns? Leben ist ein Mysterium.

Es scheint also, als ob es axiomatische ist, dass verbundene Systeme sich aus an sich autonomen bis autarken Teilen organisieren. Und das in jeder beliebigen, von uns beobachtbaren Grössenordnung. Im Video wird das skaleninvariant genannt. Informatiker sagen dazu einfach eben Rekursion. Oder Fraktale.

Das Universum scheint so gross, das Sonnensystem so klein, die Menschlein unsichtbar, die Mikroorganismen geradezu nicht-vorhanden ... und doch überall Strukturen, Selbstorganisation, dezentral. Was aber in allen von uns beobachtbaren Skalen gleich ist: das, was die Wissenschaft interessiert, die Naturgesetze. Was sie bisher nicht kann, ist die Einmaligkeit des Universums beweisen. Denn wir haben noch keine Methoden, die es möglicherweise braucht, in andere Universen hineinzusehen, ja sie überhaupt zu erkennen. Denn wir kennen ja nur Methoden, die auf Basis der hiesigen Naturgesetze entwickelbar sind. Lassen wir mal die spirituellen Lehren aussen vor in diesem Artikel, denn die haben noch andere Dimensionen, die halt mit den Mitteln der bekannten Naturgesetze (noch) nicht beweisbar sind. Den Spirituelles ist ja anerkanntermassen etwas Individuelles, das mögen die Wissenschaftler nicht ...

Ist so ein Naturgesetzt identifiziert und verifiziert, kann man Vergangenes erklären und Zukünftiges voraussagen, wenn ein System die Grössenordnung wechselt. Diese Naturgesetze scheinen die Regeln zu sein in unserem Universum, nach denen sich alle wachsenden Systeme orientieren.

Dass Bitcoin soviel Energie braucht, zeigt, dass es ein System des nächsten Evolutionsschrittes sein könnte. Das können noch nicht alle sehen, siehe 1.

Auch KI gehört dahin. Ist es nicht interessant, dass die erste KI Forschung sicher schon 60-70 Jahre alt ist? Dass es den Computer brauchte (Systeme im Mikrometer-Bereich), das Internet (System im globalen Bereich), den Mitteilungswille der Teilnehmer (Kommunikation, Interaktion)? All dies brauchte es, damit die KI realisierbar wurde. Deren Gehirn braucht noch mehr Energie, sogar noch mehr als Bitcoin. Und wir alle wollen das - wir erkennen alle, dass die KI die nächste Evolutionsstufe darstellt in der technologischen Welt.

Die Kardaschow-Skala versuchte, den Zustand und damit die Fähigkeiten einer Zivilisation in Abhängigkeit zu ihrer Fähigkeit, vorhandene Energie zu nutzen, einzuteilen.

Sollte diese Skala wahr sein, so muss Bitcoin und KI kommen, wenn es einen Evolutionsschritt unserer globalen Gesellschaft gibt in naher Zukunft.

Zurück zum Video: Wenn also Pius Sprenger zu der Aussage kommt, dass Bitcoin in 20-30 Jahren in heutigem Fiat bemessen auf 10 Millionen steigen kann, dann ist das die Grössenordnung eines Evolutionssprungs und ist die Vorbedingung, dass es zu jenem kommen kann.

Wohin es geht? Keine grosse Ahnung. Doch es gibt ja in jeder Ebene Einzelzeile, die sich nicht gemäss der vorherrschenden Regeln benehmen. In der Unterhaltungsindustrie sind das wohl die Science Fiction Autoren, Gene Roddenberry, um nur einen der bekanntesten zu nennen. Sie versuchen einen Blink in die Zukunft, wissend, woher sie kommen, welche Naturgesetze sie benötigen, um sich vielleicht etwas vorstellen zu können, was kommen wird.

Eventuell wird der elektrochemisch funktionierende Körper ja wirklich abgelegt zugunsten eines ein Paar Exabyte grossen Memory-Block in irgendeinem Schiffscomputer der Star Trek Flotte ... (dieses Thema kam des öfteren vor in Star Trek). Wer weiss es schon? Niemand. Aber gewisse Leute können den nächsten Evolutionsschritt erahnen.

Ob Nakamoto das konnte ... auch keine Ahnung, aber er hat gehandelt, denn Ideen müssen ja in die aktuelle Ebene umgesetzt werden. Er nahm zusammen, was schon da war, fügte klevere Ideen hinzu und so kam es, dass die Idee eines dezentralen und beeinflussungsfreien Tauschsystems in die Welt kam. Bitcoin. Zusammen mit der KI ... Voraussetzungen für den nächsten Evolutionsschritt der Menschheit zu einer echten planetaren Zivilisation vom Typ I?

Spannend. Wie Pius auch zitiert: Die erfolgreichsten Händler sind die, die sich ständig adapatieren an das beobachtbare (Geld)Universum. Es gilt also das Mantra "So habe ich das noch nie gesehen" -> Kein Ego, denn nur das will an der Vergangenheit leben.

Bitcoin ist also eventuell die Basis für den nächsten Evolutionsschritt, zusammen mit KI.

Wer jetzt Bitcoin studiert, schafft es vielleicht relativ gemütlich und unbeschadet in den Beginn des nächsten Evolutionsschrittes ...

PS:

Was mir halt immer fehlt bei Videos wie diesem: Wenn wir NGU spielen, also die Zahl geht hoch, dann ist das ja immer nur der Vergleich zu einem anderen System. Hier also CHF. Und man unterstellt, dass dieses System verharrt. NUR dann sind Schritte wie Bitcoin krass. Wenn heute einer einen Bitcoin hat, was kann er damit in 20 Jahren tun? Was ist dann das Vergleichssystem? Hat er wirklich 100x "Kaufkraft"? Vielleicht sind die realen Lebensgrundlagen im Preis dann mitgewachsen? Dann bleibt die Relation von heute ja auch in der Zukunft erhalten ... denn auch die alten Systeme ändern sich, die waren auch mal Erfolgssysteme. Verschwinden die einfach? Ohne Spur? Keine Nebenwirkungen? Kein Aussterben der Lebewesen jener Zeit? Würden die Dinosaurier heute wir sein, wenn der Asteroid nicht gekommen wäre?

Nun ja, als Wesen in einem menschlichen Körper habe ich nichts dagegen, wenn sich meine Kaufkraft schon in 5 Jahren verzehnfacht ... ;-) .. denn die für den Körper notwendigen Rahmenbedingungen ändern sich wohl kaum lebensgefährdend bis dann ...

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